Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Bibibabby:
Unterhaltsam und modern
Celebrity Crush (Celebrity 1) von Kirsti Kristoffersen
Das bunte Buchcover hat mich sofort angesprochen. Im Buch geht es um die 14-jährige Karoline, ihre Sommerferien, Instagram, die erste Liebe und Celebrities.
Die Handlung ist genau was man von einem Teenager-Liebesroman erwartet und ziemlich vorhersehbar. Der Schreibstil entspricht den Themen, er ist also genauso wie Jugendliche sprechen, inklusive Slang und Anglicismen.
Die Geschichte fühlt sich realitätsnah an, insbesondere die turbulente erste Liebe. Die Protagonistin verliert sich in ihren Gefühlen und lebt nur noch für ihren Schwarm.
Die Einbindung von Social Media finde ich sehr zutreffend, auch wenn ich nicht sicher bin, ob Instagram bei den Jugendlichen immer noch aktuell ist. Die Autorin beschreibt aber sehr gut, wie wichtig für die Jugendlichen und allgegenwärtig die soziale Medien sind.
Man sollte aber keine zu tiefen Themen ins Buch hineinlesen. Es handelt sich an Ende nur um eine leichte und unterhaltsame Lektüre um die Zeit zu vertreiben.
Rezensionen von Bibibabby:
Mein Kind war begeistert, ich weniger
Die Dinoschule – Flucht vor dem Hurrikan! (Band 5) von Britta Sabbag
Mein Kind ist von diesem Buch sehr begeistert. Er mag Dinos und das Buch trifft genau seinen Geschmack. Das Lesezeichen, das mit dem Buch kam, fand er sehr cool, insbesondere die Textur-Schicht auf den abgebildeten Dinos. Auch wichtig für ihn sind die Dino-Illustrationen im Buch. Dafür hat er sofort bemerkt, dass die Vignetten zu jedem Kapitel immer die gleichen waren.
In diesem Band merken die drei Protagonisten, dass ein Sturm aufzieht, und müssen die Erwachsenen warnen und Dinos in Sicherheit bringen. Und nachdem sie bemerken, dass ihr Lehrer fehlt, müssen sie ihn auch retten.
Die Kinder in der Geschichte sind unabhängig und hilfsbereit, doch ich finde ihre Neigung, Rettungsaktionen zu unternehmen, ohne die Erwachsenen zu informieren, etwas fragwürdig. Es wird im Buch immer wieder erwähnt, dass auf der Insel Erwachsene und Kinder im Team arbeiten. Aber dann belügen sie die Erwachsenen, um während eines Sturms alleine hinauszugehen und ihren Lehrer zu retten.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Ein Dorf hüllt sich in Schweigen
Akte Nordsee - Das schweigende Dorf von Eva Almstädt
Dieser dritte Kriminalfall für die junge Anwältin Fentje Jacobsen und den Journalisten Niklas John birgt allerlei Geheimnisse einer eingeschworenen Dorfgemeinschaft, die unter keinen Umständen ans Licht kommen sollen. Dafür, so scheint es, schreckt man auch nicht davor zurück, mögliche Mitwisser zum Schweigen zu bringen.
Doch der Reihe nach ...
Mitten in der Nacht erhält Fentje, deren Anwaltskanzlei nicht ganz so gut läuft wie gehofft, einen eigenartigen Anruf. Er habe einen Mord begangen, behauptet der Mann. Noch bevor Fentje mehr erfährt, wird der Anruf beendet. Am nächsten Tag findet man im Nachbarort Helenendeich zwei tote Männer, einer davon ist der nächtliche Anrufer. Der scheint wirklich seinen Saufkumpanen erschlagen und anschließend Selbstmord begangen zu haben. Fentje hat zwar nun keinen Mandanten mehr, aber die Geschichte kommt ihr mehr als merkwürdig vor. Deshalb beginnt sie gemeinsam mit Niklas John, der eben aus der Ukraine zurückgekehrt ist, eigene Nachforschungen anzustellen. Während Niklas von Staatsanwalt Borgholz mit Infos versorgt wird, versucht Fentje die Bewohner von Helenendeich auszuhorchen, wird aber ziemlich rüde abgekanzelt.
Je weiter sie, jeweils auf unterschiedliche Weise, in das Vorleben der beiden Toten eindringen, desto komplexer scheint der Fall zu sein. Dann stoßen die beiden auf ein seit vier Jahren verschwundene Frau und eine andere verschwindet ...
Meine Meinung:
Eva Almstädt ist mit diesem dritten Krimi für Fentje Jacobsen und Niklas John ein komplexer Krimi gelungen, bei dem auch das Privatleben der beiden durchaus eine Rolle spielt. Schmunzeln muss ich über Gretje, Fentjes Großmutter, die ihre Enkelin unbedingt unter die Haube bringen will und ständig potentielle Ehemänner für sie sucht. Diesmal ist es der neue Tierarzt Onno, der in Gretjes Augen eine passable Partie wäre. Dabei knistert es zwischen Fentje und Niklas ein wenig, was beide noch (?) nicht so recht wahrhaben wollen.
Auch Fentjes Nichte Sofia spielt diesmal eine größere Rolle. In den Gesprächen mit den Großeltern, auf deren Bauernhof Fentje und Sofia wohnen, wird auch gerne platt geschnackt.
Die meisten Bewohner von Helenendeich verhalten sich durchwegs eigenartig. Es scheint, als hüteten sie ein gemeinsames Geheimnis. Zudem nähern sich mehrere Frauen in einer unangemessenen Art der Witwe an, in dem sie ihr ein wenig zu auffällig ihre Hilfe anbieten.
Geschickt lockt Eva Almstädt ihre Leserschaft auf diverse Nebenschauplätze. Erst spät wird das gesamte Ausmaß an
kriminellem Treiben entlarvt. Die Polizei bekleckert sich dabei nicht allzu sehr mit Ruhm.
Dieses Buch besticht neben guter Krimiunterhaltung durch das Lokalkolorit.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem Küstenkrimi, der mich gut unterhalten hat, 5 Sterne.
Rezensionen von Marie aus E.:
War es das nun?
Bonjour Agneta von Emma Hamberg
Das Buch hat sich etwas anders entwickelt als ich dachte.
Der Klappentext hatte mich sofort angesprochen und der Anfang des Buches hat das fortgeführt. Agatha lebt in Schweden, ist mittelalt, die Kinder aus dem Haus und melden sich nur noch, wenn sie Geld brauchen.
Der Ehemann ist auf einem verbissenen gesunde-Ernährungstrip und treibt ebenso verbissen Sport und erwartet das auch von Agatha, die doch wenigstens noch ein bisschen Lebensfreude mit Käse und Wein haben möchte und zur anonymen heimlichen Käseesserin wird.
Zudem fühlt sich sich zunehmend unsichtbar.
Das war total kurzweilig geschrieben und ich habe so mit Agatha gefühlt.
Irgendwann reicht es Agatha und sie antwortet auf ein Inserat, in dem ein Au-Pair in Frankreich gesucht wird. Ab dann wird es wild.
Und ab dann war es mir einfach zu unrealistisch. Ohne Handy, ohne Französischkenntnisse, ohne Plan, dafür mit vielen Begegnungen, die allesamt natürlich nur wohlgesonnen waren.
Zudem sehr ausschweifende Erotikszenen - das war alles so gar nicht mein Fall.
Das (klischeehafte) französische Lebensgefühl hat mir allerdings wieder gut gefallen und wie das Thema Demenz behandelt wurde, auch. Ebenso das Ende, das war gut aufgelöst.
Insgesamt also alles dabei, von super bis oh, nö, was soll das denn jetzt.
Rezensionen von Gaby 2707:
Wenn Pläne nicht aufgehen
Glück für Wiedereinsteiger von Carla Berling
Ronny und Thea Schmidt wollen ihren 40. Hochzeitstag und ihren 60. Geburtstag an Silvester ganz groß feiern. Und sie wollen ihren Töchtern mit Familie und ihren Freunden mitteilen, dass sich sich freundschaftlich trennen werden um sich getrennt ihren jeweiligen Traum zu erfüllen. Ronny träumt schon seit ewigen Zeiten davon in Paris zu leben und Thea möchte die ursprüngliche Natur und Freiheit in Neuseeland, Australien und den Fidschis genießen.
Sie haben allerdings nicht erwartet, wie diese Nachricht von ihren Liebsten aufgenommen wird.
Doch dann kommt alles ganz anders. Thea landet nicht in Frankfurt am Flughafen sondern bei „Alien“ Heppi in Neu-Isenburg. Und Ronny steht mit weiteren 200 Mietern in Paris vor „seinem“ Appartement.
Wie ihr Leben dann weitergeht, was sie alles erleben und wen sie alles kennenlernen, das lest ihr in dem spritzigen Roman von Carla Berling „Glück für Wiedereinsteiger“ aus dem #heyneverlag.
Mir hat schon die Einladungsreise der Beiden sehr gut gefallen. Da lerne ich Angie und Olli Holländer kennen, die seit einem Lottogewinn leicht übergeschnappt sind; Ronnys ehemaligen Billardfreund Ralf Emmerich, der jetzt in der Seniorenresidenz Schloss Rheinblick lebt; Ellen und Steffen Lang, die demnächst in ein Tiny-House ziehen; Bea und ihren neuen Freund und natürlich Theas Freundin Marita. Dazu kurze Geschichten zu den drei Töchtern mit ihren Familien, die alle von den Plänen von Mama und Papa gar nicht begeistert sind. Einzig Opa Günni, der sich mit seiner neuen Hausperle richtig gut versteht, hat nichts dagegen, dass Ronny und Thea ab jetzt ihre eigenen, getrennten Wege gehen wollen.
Die Menschen, die Autorin Carla Berling mir hier vorstellt, sind trotz ihrer Überzeichnung alle so liebenswert und nahbar. Mein Kopfkino hat sie ganz schnell in sich vereinnahmt und einen Film ablaufen lassen, den ich mir auch im Kino sehr gut vorstellen kann. Ab der ersten Seite habe ich mit Thea und Ronny mitgefiebert, ob sich ihre Träume erfüllen bzw. wie sie mit dem, was sie dann alles erleben, umgehen.
Eine leichte, humorvolle, überaus charmante Geschichte über eine Lebensplanung, die dann so ganz anders verläuft, die mich hier und da ein bisserl nachdenklich hat werden lassen und die mich sehr gut unterhalten hat. Nicht nur für die Generation Ü60 empfehlenswert.
Rezensionen von MarcoL:
Herrlich konstruierter Roman über familiären Kontrollwahnsinn mit perfekter Situationskomik
Die erste Attacke von Jakob Pretterhofer
Drei Familien verbringen ihren gemeinsamen Urlaub in den Bergen. Eine Selbstversorgerhütte in den Bergen soll den sechs Erwachsenen und fünf Kindern als Feriendomizil dienen. Punkt zehn Uhr war ausgemacht. Die Bründlmayers waren dann doch schon früher da, Karrieremenschen eben, haben auch alles organisiert, dann nehmen sie es sich eben heraus, das beste Zimmer für sich auszusuchen.
Erwin, der Ich-Erzähler dieser Geschichte, war mit Frau Judith und seinen beiden Kindern pünktlich. Sie nahmen sich das kleinste Zimmer um den unpünktlich eintreffenden Riedls nicht irgendwie vor den Kopf zu stoßen. Die Kinder wurden ja eh allesamt ins Matratzenlager unter dem Dach verfrachtet.
Erwin suchte sich die Familien für den gemeinsamen Urlaub sorgfältig aus, denn nichts war ihm wichtiger als eine solide Erziehung seiner Sprösslinge Klara und Elias. Vor allem die Schlafgewohnheiten und rigorose Einschlafrituale waren ihm wichtig, und die Bründlmayers und Riedls tickten da ähnlich.
Nebenbei waren die Kinder der drei Familien allesamt perfekt instruiert und programmiert, was bei so manchen Gefahrensituationen zu tun sei. So gab es überraschende Feueralarme – die Kinder reagierten nach Bilderbuch. Allesamt. Auch eine vorgetäuschte Autopanne mit brennendem Motor wurde von Klara und Elias mit Bravour gemeistert. Erwin war eben ein Macher, hatte alles fest im Griff. Außer vielleicht sich selber nicht so ganz, schlürfte gerne mal ein Bierchen zuviel, und was unter anderen Röcken sein mag, interessierte ihn auch, aber fremdgehen würde er natürlich niemals.
Was er allerdings gar nicht unter Kontrolle hatte, waren die Alpträume seiner Tochter Klara. Die raubten der Familie für lange Zeit den Schlaf. Die anderen wussten natürlich von dieser Krise, und so wurde dann schon mal etwas schief in Richtung von Erwins Familie geschielt.
Als aber dann just ab der ersten Urlaubsnacht regelmäßig Konstantin Riedl mit angsterfülltem Geschrei aus einem Alptraum aufwachte und alle Personen zusammentrommelt, war es mit der gut ausgedachten und erhofften Idylle vorbei.
Konstantin war nebenbei noch ziemlich schüchtern, versteckte sich lieber hinter Mamas Rockzipfel.
Doch nach der ersten Alptraumnacht änderte sich einiges. Die Kinder schweißten sich zusammen, lösten sich aus den streng getakteten Urlaubstagen und hinterließen ihre Eltern zunehmend ratlos. Die Erwachsenen drifteten auseinander ...
Mit viel Humor und Situationskomik zeichnet Pretterhofer ein klares Bild von Eltern, denen sehr viel an Perfektionismus in der Kindererziehung liegt. Kein Wunder, dass Alpträume daherkommen, könnte man meinen. Im Laufe der Geschichte erfahren wir etwas über die Träume der Kinder (wird jetzt natürlich nicht verraten). Manchmal erweckt es den Eindruck, als wären die Kinder fremdgesteuert, weil sie geschlossene Einigkeit demonstrieren.
Die Situationen, und auch die Ich-Erzählungen von Erwin, regen beim Leser starke Bilder an. Die Figuren bewegen sich, werden plastisch.
Es bleiben beim (und auch nach) dem Lesen starke Eindrücke hängen. Der Roman von Jakob Pretterhofer ist für mich eine gekonnte Persiflage auf das Getue und Gezeter auf den Perfektionismus-Wahnsinns, dem wohl so manche Familien verfallen. Das man Kinder einfach Kinder sein lassen kann und soll, entzieht sich wohl so manchem Alpha-Elterchen. Der Kontrollverlust über ihre Schützlinge lässt sie die Kontrolle über sich selbst verlieren. Oder ganz modern ausgedrückt: man stelle sich vor, ein Programmierer verliert die Kontrolle über seine geschaffene KI.
Gerne gebe ich eine sehr große Leseempfehlung für diesen besonderen Roman, der noch lange nachhallen wird und ganz gewiss einen besonderen Platz in meiner persönlichen literarischen Hall-of-Fame bekommt.
Rezensionen von Marie aus E.:
Lovestory de luxe
Wolke Sieben ganz nah von Kirsty Greenwood
Daphne kann es nicht glauben. Da macht sie sich daheim schnell einen Fertig-Burger warm und dann erstickt sie daran? Mit gerade einmal siebenundzwanzig Jahren. Um dann im Jenseits in einem abgefahrenen Ort zu landen? Aber dann begegnet sie ausgerechnet dort den Mann ihres Lebens (öhm, na gut, das trifft es jetzt nicht besonders gut, besser ihren Seelenverwandten).
Der aber ruckzuck zurück auf die Erde zurückgebracht wird. Dieses Mal gibt Daphne, die sonst wahrlich keine Kämpfernatur ist, aber nicht so schnell auf!
Der Liebesroman hebt sich völlig aus der Masse ab, weil er so witzig ist. Ein herrlicher trockener Humor und das, obwohl die Geschichte ja eigentlich tragisch ist. Ich habe mich so amüsiert wie schon lange nicht mehr beim Lesen.
Es werden durchaus auch ernste Themen im Buch behandelt und trotz des humorigen Grundtons werden diese aber dann auch mit der entsprechenden Ernsthaftigkeit herübergebracht. Das ist schön ausbalanciert.
Auch zwischendrin unlogisch erscheinende Twists haben sich wunderbar aufgelöst.
Mein persönliches Liebesroman-Highlight 2024 (bis jetzt, zumindest das Halbjahrestreppchen ist ihm so gut wie sicher).
Rezensionen von Anno:
Freude und Erwartungen
Stolz und Vorurteil - Die Graphic Novel nach Jane Austen von Jane Austen; Claudia Kühn
Um einen derart bekannten Klassiker neu umzusetzen bedarf es definitiv an Mut. Denn der Leser vergleicht unweigerlich jedes Bild, jede abgebildete Szene mit dem Original. Hier meine ich in den Illustrationen eine gewisse Ähnlichkeit zum Film mit Keira Knightley aus dem Jahre 2005 zu entdecken. Doch durch die eher moderne Wortwahl dieser Graphic Novel und den kurz gehaltenen Aussagen, verliert sich für mein Empfinden leider diese ganz spezielle Aura dieses Romans und dieser Zeit sehr.
Ohne Umschreibungen oder gar Vertonung scheint es schlichtweg recht schwer dem Gesagten genug Emotionen zu verpassen. Dazu enthält das Buch mitunter Handlungssprünge, die ohne Kenntnis der Geschichte womöglich für etwas Verwirrung sorgen könnten. Die Charaktere des Buches wiederum werden größtenteils gut dargestellt. Manch Gesichtsausdruck mag dabei zwar etwas seltsam anmuten, doch geben die Illustrationen die Szenen recht gut wieder und auch deren Farbgestaltung wirkt harmonisch und angenehm. Das Buch enthält aber auch Stilmittel, die mir persönlich weniger zusagen, wie z.B. die Präsentation von Mr Darcys Briefs oder sein Antlitz als Sternenkonstellation, welches wohl Sehnsucht ausdrücken soll. Auch die jahreszeitlichen Schmuckblätter scheinen mir nicht immer gut platziert. So wird es z.B. von einem Tag auf den anderen, während einer Reise plötzlich Herbst.
Das Buch enthält jedoch auch einen Anhang bestehend aus einer kurzen zusätzlichen Szene und wirklich interessanten Details aus dem Skizzenbuch.
Rezensionen von gerlisch:
Verschwundene Kinder
Das Baumhaus von Vera Buck
Henrik, Nora und ihr fünfjähriger Sohn Fynn machen Urlaub im schwedischen Västernorrland. Im Ferienhaus von Henriks verstorbenen Großvater wollen sie die Idylle genießen, doch schon bald entpuppt sich das Ganze zu einem Alptraum. Nora wird von einem Stalker bedroht, Henrik quälen Erinnerungen an seine Vergangenheit und plötzlich verschwindet Fynn spurlos.
Erzählt wird dieser spannende Thriller aus der Sichtweise von verschiedenen Protagonisten von denen jeder ein Geheimnis zu haben scheint. Da auch die Zeitzonen wechseln, gibt dies der Story noch mehr Tiefe. Erst nach und nach kristallisieren sich hier die Zusammenhänge heraus.
Die Atmosphäre in diesem Buch ist durchweg düster und beklemmend. Unterschiedliche und interessante Charaktere beleben die Geschichte, z.B. Rosa Lindquist als ungewöhnliche Ermittlerin, hat seit ihrer Kindheit lieber keinen Kontakt zu Menschen, sondern interessiert sich für alles Tote. Sie hat ein besonderes Gespür entwickelt, mit dem sie anhand des Wachstums und der Farbe von Bäumen und Pflanzen Kadaver in der Erde finden kann.
Die Handlungen beinhalten alles was einen guten Thriller ausmacht und bescheren dem Leser viele Gänsehautmomente.
Rezensionen von Danislesestube:
Seelenlicht: Im Zeichen der Verborgenen
Seelenlicht von Jay Lahinch
Es gibt Situation, da kann mich ein Buch alleine durch seine Optik schon vom Kauf überzeugen. Ich kann kaum in Worte fassen, wie gut mir dieses Buchcover gefällt. Einerseits erinnert es mich an ein Märchen, andererseits versprüht es eine Mischung aus Licht und Dunkelheit. Welche beide in der Handlung nicht nur vorkommen, sondern auch einen Sinn haben.
(Mal abgesehen vom Offensichtlichen) Ein schönes Buch ist das eine, aber wie sieht es im Inneren aus? Hört hier der Zauber auf?
Beginnen wir wie immer am Anfang. Maeve ist bereits verschwunden. Mason und Hope sind auf sich gestellt. Von Anfang bis Ende werden wir mit der Sehnsucht, der Liebe, welche die beiden füreinander empfinden und den vergangenen schönen Momenten unseres Pärchens konfrontiert. Schließlich sind diese Punkte ein wichtiger Bestandteil der Kraft, welche die beiden nicht verrückt werden lassen, weil sie aus einem bestimmten Grund voneinander getrennt wurden. Selbstverständlich spiegelt sich auch bei Hope diese Zuneigung wider. Das Miteinander der Charaktere hat mich mehrere Male gerührt. Wahnsinn, wie gut die Autorin die Gefühlslage aller Anwesenden zu Papier gebracht hat. Das ist die größte Stärke des Buches. Auch sonst können vor allem Mason und Maeve mit vielen Facetten punkten. Es sind nicht nur Charaktere, die sich lieben. Ihr Handeln, ihre Dialoge und ihre Energie spürt man durch die Seiten hindurch. Einfach nur toll.
Die Bewohner des Waldes, in dem sich Maeve wieder findet, waren mir direkt sympathisch. Einst Menschen, welche nun als Tiere ihr Dasein fristen müssen. Jedoch nicht einfach so. Denn im Gegensatz zu unserer Protagonistin ist ihnen nicht nur Gutes erfahren. Im Gegenteil. Ihre Tierform ist, so sagt man, ein Ausweg aus einem Leben voller Schmerz. Jedes Tier hat seine/ihre ganz eigene Geschichte. Welche uns nur teilweise erzählt wird. Eine gute Entscheidung, denn sonst wäre das Buch viel zu lang und man müsste sich keine Gedanken über irgendetwas machen, da einem alles vorgekaut wurde.
Generell lädt dieses Buch sehr dazu ein, in diese kleine Welt voller Mythen und Geheimnisse einzutauchen. Aufgrund der bildlichen Beschreibungen reicht es eigentlich aus, die Augen zu schließen.
Ich freue mich sehr auf Teil zwei. Bin gespannt, was mich dort erwartet.











