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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Danislesestube:

Interessantes Konzept trifft auf guten Schreibstil

Böse Mädchen sterben nicht von Christina Henry

Nachdem ich in letzter Zeit sehr viele Liebesromane bzw. Romantasy Bücher gelesen habe, habe ich mich sehr über etwas Abwechslung gefreut. >> Böse Mädchen sterben nicht << stach mir bei meiner Suche nach etwas Abwechslung ins Auge und komme mich schlussendlich durch den interessanten Klappentext vom Kauf überzeugen.

Fangen wir mit dem Konzept des Buches an. In diesem werden uns nacheinander drei Geschichten von drei Frauen erzählt, welche aus ihrer natürlichen Umwelt gerissen werden. Und das zu unterschiedlichen Zeitpunkten innerhalb des jeweiligen Handlungsstrangs. Sprich, Maggie merkt als Erstes, dass mit ihrem Umfeld etwas nicht stimmt, danach folgt Allie und knapp dahinter ist Celia. Der interessante Teil ist der, als noch alles in Ordnung zu sein scheint und die Frauen langsam realisieren, dass gerade etwas sehr Komisches abgeht. Das Rätselraten findet natürlich nicht nur im Buch statt, auch außerhalb machte ich mir während des Lesens ausreichend Gedanken, wie es weitergehen könnte. Die Anordnung der Gegenstände, der Gebäude, das Verhalten der Charaktere in (vor)bestimmten Situationen brachten das gewisse Etwas mit sich. Natürlich ging alles relativ schnell vonstatten, immerhin hatten die einzelnen Geschichten nur wenige Seiten zur Verfügung, um ihr Potenzial ausschöpfen zu können. Ist das gelungen? Ja. Definitiv.

Celia beispielsweise nutze ihren verbliebenen Verstand, welcher immer mehr zurückkehrt, dafür, ihre Umgebung zu beobachten und im richtigen Moment zu handeln. Andererseits überrumpelten sie unvorhersehbare Ereignisse, die sie aus dem Konzept bringen sollten. Ihre Handlungen und Gedanken waren für mich jederzeit nachvollziehbar.

Allie war wiederum ein komplett anderer Charakter. Sie wollte eigentlich nur mit ihren Freunden eine schöne Zeit haben und landete dabei in einem Horrorszenario. Was ihr gleich stutzig vorkam, waren kleine Details, welche die Umgebung irgendwie seltsam erscheinen ließen. Sie konnte schlussendlich durch ihren Verstand das Rätsel um den seltsamen Ausflugsort lösen und konnte so einen Schritt weiter in Richtung Freiheit wagen. Auch mit ihr hatte ich eine schöne Zeit. Durch ihre logische Herangehensweise war sie mir sogar etwas sympathischer als Celia.

Am Ende haben wir noch Maggie. Diese landete, wie die Klappentextbeschreibung eventuell vermuten lässt, in einem an die Tribute von Panem inspirierten Szenario. Zehn Frauen müssen in einem Labyrinth um ihr Überleben kämpfen. Im besten Fall können alle überleben. Praktisch für den Veranstalter wäre keine. Maggie unterschied sich von den beiden anderen Charakteren noch einmal ein Stück weit. Ihre Eigenschaften passten perfekt zum Szenario, in welches sie geworfen wurde. So langsam kommt ihr auch dahinter, wie die Autorin das Buch aufgebaut hat, und welches Ende dieses nehmen könnte. Oder? Gut. Wenn nicht, lest das Buch. ????

Allgemein betrachtet bietet das Buch einen sehr spannenden und detailreichen Erzählstil. Alles ist da, wo man es erwartet. Überraschungsmomente gibt es ausreichend. Die Gegenspieler wurden gut inszeniert und passten perfekt zu ihrer Rolle. Das gelungene Ende rundete alles noch einmal schön ab. Außerdem gibt es eine kleine Message, welche perfekt zu allen drei Geschichten passt. Zum Meckern habe ich nichts. Das Buch hat mich gut unterhalten. Kann es euch sehr empfehlen.

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Rezensionen von April1985 :

Zweite Chancen in Italien

One last shot - Macht es am Ende doch noch Klick? von Betty Cayouette

»Ich werde dich zu gegebener Zeit daran erinnern, Theo Carson. Wenn du dir so sicher bist, dass ich einen Mann finde, dann lass uns doch einen Pakt schließen: Wenn wir beide bis achtundzwanzig noch nicht verheiratet sind, heiraten wir.«
(Zitat aus 'One last Shot', S. 86)

Sommer, Sonne und Bella Italia! So malerisch wie die italienische Riviera ist auch Betty Cayouettes Schreibstil.

Das Setting für Betty Cayouettes Liebesroman könnte kaum schöner sein. In der Küstenregion Cinque Terre mit seinen kleinen Fischerdörfern, wunderschönen Stränden und schmalen Straßen, die sich durch die Hügellandschaft schlängeln treffen Supermodel Emerson und Fotograf Theo nach 10 Jahren wieder aufeinander. Und vielleicht gibt es auch eine zweite Chance für die Liebe.

Vom Setting kann ich einfach nur schwärmen, und auch die Idee finde ich total gut. Emerson und Theo waren in der Schulzeit beste Freunde, die sich einst geschworen haben einander zu heiraten, wenn sie beide mit 28 Jahren noch single sind. Doch das Leben hatte andere Pläne bereit. Während Emerson als Supermodel in High Society Kreisen verkehrt, verdient sich Theo seinen Lebensunterhalt als Modefotograf für Low Budget Labels. Ein Ereignis hat die beiden entzweit. Seit 10 Jahren herrscht Funkstille. Als Emerson eine Erinnerung an den Heiratspakt auf ihrem Handy bekommt, beschließt sie Theo aufzusuchen. Ihr Plan: sie bewirbt sich für eine Kampagne, für die Theo als Fotograf arbeitet, auch wenn diese ein Karrierekiller für Emerson werden könnte.

Emerson und Theo sind wirklich tolle Protagonisten. Emerson hat es bis ganz nach oben geschafft. Doch Geld alleine macht nicht glücklich. Was Emerson fehlt ist jemand mit dem sie reden kann, ihre Interessen teilen kann - jemand der sie liebt. Und Theo könnte dieser jemand sein. Auch er denkt ständig, an das was er einst verloren hat. Seine Träume von der eigenen Kunstgalerie sind zerplatzt, genauso wie seine Freundschaft zu Em.

Während sich Emerson und Theo in Italien wieder neu kennen lernen, lernen wir sie durch Rückblicke in die Highschoolzeit kennen. Gerade diese Rückblicke, welche die unbeschwerte und innige Freundschaft der beiden zeigt, haben mir wahnsinnig gut gefallen.
Im Hier und Jetzt schaut es da schon anders aus. Das einst gewonnene Vertrauen ist gebrochen. Und da war auch ein Punkt der meine Laune etwas getrübt hat. Missverständnisse, die hätten vermieden werden können, wenn die beiden nur einmal Klartext geredet hätten. Ich hatte teilweise das Gefühl ich höre eine Platte, die einen Sprung hat. Man denkt, die beiden machen Fortschritte, nur um dann wieder total zugeworfen zu werden, weil sie einfach nicht miteinander reden. Meines Erachtens hat die Misskommunikation zu Längen geführt, die ganz einfach hätten vermieden werden können. Trotzdem wollte ich natürlich wissen, wie das Ganze für die beiden ausgeht. Und ich war auch nicht bereit die idyllische Landschaft so schnell zu verlassen. Nebenbei bekommt man auch ganz spannende Einblicke ins Modellbusiness und die Modebranche. Diese hat Betty Cayouette wie ich finde sehr gut eingefangen.

Fazit
Eine Second-Chance-Romance mit ganz viel italienischem Flair. Perfekt als Urlaubslektüre zum Wegsnacken.

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Rezensionen von nil_liest:

Sonntagslektüre über Sonntage

Am See von Maria Barbal

Sucht ihr nach einem Roman, der kurz ist, aber trotzdem einnimmt? Dann gerne zu „Am See“ von Maria Barbal greifen. Kurz, schön, gut, auch wenn nicht so viel passiert.
Es geht auf den nicht mal 200 Seiten um Nora, ein Mädchen, dass auf ihre sonntäglichen Ausflüge dem Erwachsen werden zum Greifen nahe ist.

Sonntags macht sie sich mit dem Cousin ihrer Mutter, dessen Frau und Sohn sowie der Großmutter auf zu einem Seen in den katalanischen Pyrenäen. Mit von der Partie ein weiteres befreundetes Paar, Lídia und ihr Mann. Lídia ist eine Schlüsselfigur, denn die bildhübsche Frau ist nicht nur Nora nahe sondern weckt auch Begehren. Einerseits werden hier Beziehungen und Geflechte aus fast entwachsenen Kinderaugen toll beschrieben und andererseits auch naiv wahrgenommen. Interessant gewählte Perspektive.
Große Klasse sind die äußeren Umstände, der See, die Natur, wenn man die Augen schließt liegt man daneben am See. Die katalanische Autorin beschreibt es wunderbar, aber nicht ausschweifend. Ohnehin gut übersetzt von Heike Nottebaum aus dem Katalanischen, soweit ich das beurteilen mag.
Handlung ist wenig vorhanden, aber diese Stimmung dieser Sonntage wird großartig transportiert. Zum Ende hin wird ein Ereignis beigemengt, dass einen Abschluss und eine Veränderung herbeiführen. Ist aber ohnehin nicht das entscheidende bei diesem schmalen Band. Also, nicht auf die „Pointe“ warten, sondern den See genießen.

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Rezensionen von Sumsi:

Spannende Rezepte die Gelingen

Futterkutter. Die Welt auf deinem Löffel von Martin Schümberg; Georg Waldmüller

Ich hab das Kochbuch jetzt bereits ein paar Monate in Verwendung. Muss sagen, die Rezepte sind schön kreativ, gelingen gut und die Ergebnisse waren sehr schmackhaft.
Auch die Beschreibungen sind gut gemacht. Alles in allem eine Empfehlung für alle die etwas abseits der üblichen österreichischen oder deutschen Küche suchen.

Das Einzige das mich stört, ist, das es teilweise schwierig ist, alle notwendigen Zutaten zu bekommen - vor allem wenn man wie ich am Land wohnt. Es ist etwas unpraktikabel, wenn man für einzelne Zutaten 40 km zum nächsten Asiashop oder so fahren muss. Hier fände ich es schön, wenn lokale Alternativen vorgeschlagen werden würden.

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Rezensionen von clematis:

Aus den Dolomiten

Bella Famiglia von Nico Mahler

Aus Val di Zoldo, mitten in den Dolomiten, stammt der Eissalonbesitzer Lorenzo, der hier in München für jeweils sechs Monate köstliche Kreationen von Gefrorenem serviert, bevor er über den Winter wieder zurückkehrt in die Heimat seiner Eltern und Großeltern. Sofia, eine junge Kindergärtnerin, sitzt jeden Freitag unter der knorrigen Kastanie und bestellt Erdbeereis.

Beide sind sehr ruhig und zurückhaltend, dennoch spüren sie eine ganz besondere Verbindung zueinander. Da Sofia einmal Venedig sehen möchte und das Meer, nimmt Lorenzo sie im Herbst mit nach Italien und erzählt ihr die Geschichte seiner Familie.

Die Rahmenhandlung im Jahre 1966 umfängt frühere Geschehnisse von 1900 weg über zwei Weltkriege bis 1963. Abwechslungsreich schildert Nico Mahler die Ereignisse in unterschiedlichen Zeitebenen und zeigt, wie malerisch es in den Dolomiten aussieht, aber auch, wie karg und hart das Leben dort früher war. Durch moderne Maschinen und stete neue Erfindungen besteht immer weniger Nachfrage nach Holzkohle oder handgeschmiedeten Erzeugnissen, das (Über)Leben wird immer schwieriger. So kommt es, dass Speiseeis die Welt erobert und seinen Weg nach Österreich, Deutschland, Frankreich, ja bis in die Niederlande oder nach England findet. Herausfordernde Schicksalsschläge bestimmen das Leben der Familie Battaglia, dennoch lassen sie sich, Stehaufmännchen gleich, nicht unterkriegen. Überaus lebendige und sehr gut vorstellbare Schauplätze vom Zoldotal über Transsilvanien (Rumänien) und Wien bis nach München beherrschen die Handlung, die Figuren sind realistisch und glaubwürdig angelegt. Viel Historisches fließt wie nebenbei mit ein in die Geschichte, sodass man etliche interessante Dinge liest, ohne das Gefühl zu haben, belehrt zu werden. Der Spagat zwischen wissenswerten Tatsachen und fiktiver Handlung ist jedenfalls sehr gut gelungen. Dass am Ende der Zufall vielleicht ein bisschen zu präsent ist, tut dem Ganzen keinen Abbruch.

Unterhaltsame Stunden, Spannendes über das Zoldotal und die Eisherstellung, dazu noch sehr persönliche Schicksale, die einem beim Lesen nahegehen – so verdient ein Roman seine fünf Sterne!

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Rezensionen von Streiflicht:

Bibelgeschichte mal ganz anders

Die Löwin von Jerusalem von Ruben Laurin

Da ich bereits einige Romane von Ruben Laurin (ein Pseudonym von Thomas Ziebula) mit großer Begeisterung gelesen habe, habe ich mich natürlich extrem auf seine neueste Geschichte gefreut. Und dann noch eine Geschichte aus der Bibel, aber erzählt aus der Sicht der Frau - Bathseba, die auch "Die Löwin von Jerusalem" genannt wird.

Voller Vorfreude habe ich mir das Buch mit auf eine lange Zugfahrt genommen und ich muss sagen, die Zeit verging wie im Flug.

Schon in der Beschreibung steht, dass das Buch kein klassischer historischer Roman ist, dass es kein Krimi ist, auch wenn es spannend ist, und auch kein Fantasyroman - trotz einiger fantastischer Elemente. Und genauso ist es auch. Der Autor hat sich an einigen Stellen durchaus ziemliche Freiheiten genommen und auch einiges verändert oder verfälscht, aber mich hat das nicht gestört, denn es ist schließlich ein Roman. Zudem ist von Bathseba in der Tat nicht viel überliefert, sodass der Autor seine Fantasie spielen lassen musste. Und ich finde, das ist ihm gut gelungen. Das Buch liest sich sehr schnell und flüssig und unterhält bestens. Bibelgeschichte mal ganz anders.

Die Sprünge und die Teile aus Sicht derer, die im Auftrag dessen handeln, den man nicht nennen darf, fand ich manchmal etwas schwierig. Da hätte ich mir eine etwas bessere Abgrenzung, zum Beispiel durch eine ensprechende Überschrift oder kursive Schrift gewünscht. Richtig gestört hat es nicht, aber manchmal den Lesefluss ein bisschen gehemmt. Andererseits ist es spannend, wenn eine Geschichte nicht nur streng linear erzählt wird. Ich hätte mir gewünscht, etwas mehr über Davids Innenleben zu erfahren, das kam mir ein bisschen zu kurz. Insgesamt aber eine richtig gute Geschichte, die vielleicht Lust darauf macht, das Original in der Bibel nochmal nachzulesen.

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Rezensionen von Sina:

Zauberhaft

Mina und der Trau-dich-Zauber von Lucy Fleming

Das kleine Blattmädchen Mina lebt mit ihren Eltern auf dem Ast einer alten Eiche und verbringt ihre Tage am liebsten mit ihren Freund*innen beim Spielen oder beim Kaffeeklatsch. Eines Tages jedoch nimmt sie eine Veränderung in ihrer Umgebung war: der Wind wird kühler, das Laub ist dabei sich zu verfärben, bis es nach und nach von den Zweigen fällt.

Ihre Eltern teilen der kleinen Mina mit, dass auch sie die Eiche bald verlassen müssen, doch Mina bleibt unerschütterlich in ihrem Willen, ihrem gewohnten Zuhause nicht den Rücken zu zukehren.

Die Geschichte der kleinen Mina ist simpel und dennoch absolut herzergreifend und wundervoll umgesetzt. Die Botschaft, sich der Angst vor dem Unbekannten zu stellen, wird auf eine einfühlsame und kindgerechte Art übermittelt. Minas Eltern gehen behutsam und empathisch mit ihr um - drängen sie nicht, setzen sie nicht unter Druck - sondern geben ihr die Zeit, die sie braucht, um sich der Veränderung in ihrem eigenen Tempo zu stellen.

Die Illustrationen sind traumhaft schön und sorgen nebenbei noch durch ihre Farbgestaltung für ordentlich Herbst-Feeling.

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Rezensionen von Streiflicht:

Ich bin total enttäuscht

Freunderlwirtschaft von Petra Hartlieb

Ich habe "Meine wundervolle Buchhandlung" und "Wenn es Frühling wird in Wien" so geliebt und war dementsprechend auch voller Vorfreude auf das neue Buch von Petra Hartlieb. Und dann auch noch ein Kriminalroman, der in Wien spielt! Genau mein Ding! Dachte ich zumindest ...

Perfekt für eine lange Zugreise .

.. so mein Gedanke, also ab mit dem Buch in den Rucksack. Der Zug fährt los und ich nehme das Buch in die Hand, lese genüsslich den Klappentext und starte mit dem Buch. Die ersten Seiten über die abrupt endende Kindheit der heutigen Hauptlommissarin Alma Oberkofler haben mich auch sofort in ihren Bann gezogen. Ich war sehr gespannt, wie die Ermordung ihrer Schwester mit dem aktuellen Fall zu tun hat. Das war die erste Enttäuschung ... das soll wohl in einem anderen Band Thema werden, nehme ich an.

Als es dann mit der Gegenwart losging, ging es bei mir eher zu Ende. Ich konnte einfach nichts mit der Geschichte anfangen. Sie hat mich auch nach hundert Seiten nicht erreicht. Den Humor kann ich leider nicht teilen, nichts hat mir auch nur ein Schmunzeln entlockt. Und die Geschichte als solche hat sich für mich auch immer absurder weiterentwickelt. Ich bin total enttäuscht und bleibe etwas ratlos zurück.

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Rezensionen von Bücher in meiner Hand:

Versteckte Indizien

Signora Commissaria und der lachende Tod von Alexander Oetker

Endlich geht es weiter mit der "Signora Commissaria"-Reihe, die 2020 ihren Anfang beim Droemer Knaur Verlag nahm. Damals wurde der erste Band noch unter Alexander Oetkers Pseudonym Pietro Bellini veröffentlicht.

Doch alles andere hat sich nicht verändert. Commissaria Giulia Ferrari, Ex-Commissario Luigi Battista und der blinde Sergente Enzo Aleardi sind noch dieselben.

Luigi Battista arbeitet eigentlich nicht mehr als Polizist. Doch Giulia, die erst seit kurzem zurück in Florenz ist, weiss, dass er der beste Mann war und holt ihn für bestimmte Ermittlungen zurück. Doch nie mehr setzt Luigi seinen Fuss ins Polizeipräsidium. Enzo Aleardi ist blind, weshalb man ihn nur im Bürodienst einsetzt. Auch bei ihm merkte Giulia sofort, dass da noch mehr ist, und er mit seinen feinen Sinnen ein bemerkenswert guter Ermittler ist. Sie selbst kommt nur langsam über einen privaten Schicksalsschlag hinweg, doch es geht ihr schon besser als im ersten Band. Alle drei verfügen über einen messerscharfen Verstand.

Das erste Opfer, ein sympathischer Busfahrer, lernt man im Prolog ein wenig kennen, so dass man nach seinem Tod ein wenig mittrauert - wieso müssen immer die Guten die Opfer sein?

Lange tappen die Ermittler im Dunkeln, doch dann sieht es stark nach einem Serientäter aus. Der hinterlässt seine Opfer nämlich mit einem verzerrten starren Lächeln im Gesicht. Ausser, dass die Initialen der nächsten Opfer versteckt irgendwo werden, verbindet sie nichts. Die Ermittlungen nehmen erst Fahrt auf, als die Polizei eine Medienmitteilung macht.

Die Teamarbeit zwischen Giulia, Luigi und auch Enzo haben mir wieder sehr gut gefallen. Das ungewöhnliche Trio arbeitet hervorragend zusammen. Dadurch fallen die Puzzleteile schnell an ihre richtigen Orte und auch dieser Anfangs höchst kompliziert erscheinende Fall wird zur Zufriedenheit aller gelöst.

Neben dem spannenden Fall wird auch wieder viel über die Stadt Florenz vermittelt. Und ja, etwas ist doch neu: einige Rezepte, die Luigis Frau Carla auftischt, sind am Anfang eines jeden neuen Tages abgedruckt. Eine tolle Idee!

Fazit: Auch dieser zweite Band überzeugt und macht Spass zu lesen - hoffentlich dauert es bis Band 3 erscheint, nicht mehr vier Jahre.
5 Sterne.

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Rezensionen von Streiflicht:

Gute Idee, Umsetzung eher mangelhaft

Stalker - Er will dein Leben. von Arno Strobel

Da ich schon einige Bücher von Autor Arno Strobel gelesen habe und immer ziemlich begeistert war - nur "Der Trip" war auch nicht ganz meins -, war ich natürlich voller Vorfreude auf sein neuestes Werk. Die Geschichte machte mich neugierig und sie klang ansprechend und spannend.
Beim Lesen merkte ich dann aber leider sehr schnell, dass zwar die Idee vom Stalker ziemlich gut war, dass aber gleichzeitig auch die Umsetzung eher mangelhaft war.

Der zündende Funke sprang einfach nicht über. Selbst nach 200 Seiten war ich immer noch eher außen vor und fast unbeteiligt und das Geschehen war mir ziemlich egal und ließ mich kalt.
Die Hauptfigur ist eher unsympathisch und man neigt dadurch auch nicht dazu, mitzufühlen und mitzufiebern. Zumindest fällt es mir dann immer schwer, gerne weiterzulesen.
Einen Pluspunkt gibt es für das Ende, das mich dann auf den allerletzten Seiten nochmal richtig überrascht und auch sehr befriedigt hat. Insgesamt hätte man die Geschichte aber deutlich straffen können und etwas weiter bearbeiten können, um sie logischer, stringenter und besser zu machen.

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