Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Claudia R.:
spannende Dilogie
Nurianer von Christina Degenhardt
Klappentext / Inhalt:
Nur knapp hat Nina Silvester überlebt. Der Schock sitzt tief und die Lügen häufen sich - doch Nina tut alles, um ihre Freunde zu schützen. Sie muss herausfinden, was ihre Großmutter vor so vielen Jahren getan hat, denn nur so kann sie diesen Wahnsinn beenden. Selbst wenn sie dafür die Beziehung zu Tjarko riskiert.
Doch als eine Freundin lebensbedrohlich verletzt wird, weiß Nina, was zu tun ist: Kämpfen. Aber es geht schon lange nicht mehr nur um Nina. Die Welten sind in Aufruhr.
Cover:
Das Cover wirkt mysteriös und geheimnisvoll und die Neugier wird hier auf jeden Fall geweckt. Durch die doch recht dunklen Farben wird es noch spannender in Szene gesetzt. Optisch und auch farblich ist es sehr gut gelungen. Zudem passt es gut zu dem Cover des ersten Bandes und ein Wiedererkennungseffekt ist erkennbar.
Meinung:
Es handelt sich um den zweiten Band der Dilogie und ich würde hier auf jeden Fall empfehlen den ersten Band zuvor gelesen zu haben, da Vorkenntnisse hier sehr wichtig sind, um Zusammenhänge zu verstehen und auch für die Charaktere und Charakterentwicklung.
Inhaltlich möchte ich hier jedoch nicht allzu viel verraten und halte mich daher mit weiteren Details und Informationen dazu zurück.
Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich sehr gut und flüssig lesen. Schnell kommt man in Geschehnisse und Ereignisse hinein und durch die detailreichen und bildlichen Beschreibungen findet man sich zudem sehr gut zurecht und kann sich in das Gesamte sehr gut hinein versetzen. Die Kapitel haben eine angenehme Länge und ermöglichen einen guten Lesefluss. Die Kapitelanfänge sind gut erkennbar und auch die Gestaltung und Gliederung hat mir gut gefallen.
Die Geschichte ist spannend und interessant aufgebaut und man wird hier sehr gut unterhalten. Ein toller und gelungener zweiter Teil und ein passendes Finale für diese Dilogie. Man wird gut von der Geschichte mitgenommen und auch die Emotionen und Gefühle kommen spürbar herüber und auch die Atmosphäre des Ganzen kommt gut beim Leser an. Mich konnte es zumindest überzeugen und hat mir sehr gut gefallen.
Fazit:
Wundervoller und emotionsreicher zweiter Band der Dilogie.
Rezensionen von Ameland:
Supertolles Kinderbuch für alle
Drachenstarke Geschichten - Von mutigen Prinzessinnen, Piratenschätzen und großen Mäuseträumen von Amelie Benn
Ich fand schon das bunte Cover mit dem Drachen, den Büchern und der Prinzessin so toll. Und es geht im Inneren auch so weiter. Auf der Cover-Innenseite befinden sich zu jeder Geschichte kleine Illustrationen, in die man die Sticker der letzten Seite einkleben kann. Wer das Buch nicht zerschneiden möchte, kann die Sticker mit Hilfe eines QR-Codes auch ausdrucken.
Dann begegne ich der Prinzessin Tinka zum ersten Mal und bin direkt in dieses quirlige Mädchen, das außer ihrem Krönchen nichts prinzessinnenhaftes an sich hat. Sie spielt Ball, klettert auf Bäume und rast mit ihrem Roller durch den Park. Als ihr langweilig wird, wagt sie sich in das Kellergewölbe und trifft auf den Drachen Patu, der viele, viele Bücher bewacht. Hier hat mir gefallen, dass der Drache nicht böse und feuerspeiend dargestellt wird, sondern eher wie ein liebenswürdiger Großvater, der sich um seine Enkelin kümmert. Aber ihm wird immer mal wieder eins seiner Bücher gemopst, weil er abends so müde ist und einschläft. Ob Tinka Patu helfen und ob der Bücherdieb gefasst werden kann, müsst ihr selbst herausfinden.
Ich finde die Idee Geschichten in eine Geschichte unterzubringen genial. Dadurch wird das Buch sehr abwechslungsreich und hat für jeden Leser etwas zu bieten. Wir begegnen Piraten, Tieren, Meerjungfrauen, einem weißen Drachen und auch einem kleinen Mäuserich. Die Geschichten sind spannend und sehr unterschiedlich. Es geht unter anderem um Mut, Freundschaft oder einem reinen Herzen. Ich habe Patu bei seinen Geschichten mindestens genauso gespannt zugehört wie Tinka.
Zu allen Geschichten gibt es wunderschöne farbige und teils ganzseitige Illustrationen von Stefanie Klaßen. Sie verstärken und unterstützen den Text und auf manchen gibt es so einiges zu entdecken.
Ein ganz tolles Kinderbuch von Amelie Benn, das nicht nur den Kindern, sondern auch mir eine schöne Lesezeit bereitet hat. Das Buch ist sowohl für Jungs als auch Mädchen geeignet und bekommt von mir eine glasklare Leseempfehlung.
Rezensionen von mybookiverse:
brutales Spiel und brutale Plottwists
Immortal Longings von Chloe Gong
Es hat ein wenig gebraucht bis ich im Setting angekommen war, da es zu beginn recht viele POVs und Handlungsstränge sind die begonnen werden. Die Atmosphäre wurde dank des bildlichen Schreibstils aber bereits von Beginn an gut rübergebracht und ich konnte mir dadurch gleich eine Vorstellung von der Welt erschaffen.
Die Fähigkeit des "Springens" finde ich super interessant und war mir anfangs nicht ganz sicher was mich damit erwartet, doch die Umsetzung war sehr gut und passte unglaublich gut in die Welt und die Story. Die Spiele die stattfinden sind wirklich sehr brutal und blutig, es erinnert an Hunger Games in einer dystopischen Stadt mit einem knallhartem Regiment. Und während die Spieler mitten in der Stadt gegeneinander antreten läuft der Alltag nebenbei einfach wie gewohnt weiter.
Die Charaktere hätten für mich etwas mehr Tiefe haben können. Dadurch, dass hier viele Charaktere eine Rolle spielten (was für die Story aber auch nötig war) blieben doch einige Verhaltensweisen, Motive und Hintergründe eher unterbeleuchtet. Mit Anton bin ich leider so gar nicht warm geworden, er ist so undurchschaubar, wobei ich nach dem Lesen auch das Gefühl hatte, dies könnte durchaus Absicht gewesen sein.
Die Story trägt sich nicht nur über das Spiel, sondern baut sich auch darüber auf, dass jeder seine eigenen Intrigen und Machenschaften verfolgt. Nach und nach scheinen mehr der Charaktere und der Intrigen zusammenzufügen als man zunächst dachte und man bekommt zunehmend das Gefühl, dass es nicht allen nur um das Spiel geht. Und diese Verschiebung fand ich sehr gelungen! Im späteren Verlauf gibt es noch einige Plottwists die ich nicht habe kommen sehen und die mich wirklich schockiert haben. Und dass ich auf die falsche Fährte geführt wurde spricht für das Buch!
Den Stern Abzug gibt es von mir für die Charaktere und die leider zu schwache Bindung als Leserin zu diesen. Ich habe noch viele offene Fragen und hoffe doch, dass es eine Fortsetzung geben wird! Ich würde Immortal Longings an alle weiterempfehlen die ein spannungsreiches Buch über ein tödliches Spiel und intrigante Machenschaften lesen wollen.
Rezensionen von Klugscheisser:
Rechtfertigungsversuch einer psychopathischen Mutter
Kleine Monster von Jessica Lind
Mit dem reißerischen Titel „Kleine Monster“, dem passenden Umschlagbild und einem völlig überzogenen, auf Voyeurismus setzenden Klappentext werden hier interessierte Leser in die Falle gelockt. Wäre dies kein Buch, so würde das Produkt wegen Irreführung vom Markt genommen werden.
Der „unglaubliche Vorfall“ in der Schule entpuppt sich als harmlose, einvernehmliche, berührungslose und friedliche Banalität zwischen einem 7-jährigen Jungen und einem gleichaltrigen Mädchen.
Die völlige Aufklärung dieses Ereignisses, mit dem das Interesse geweckt wurde, hat bereits nach wenigen Seiten nur noch die Funktion als Aufhänger für die Betrachtung des psychopathischen Verhaltens von Lucas Mutter Pia zu dienen. Um den Leser bei der Stange zu halten wird ihm nun die Aufklärung des mysteriösen Ertrinkungstodes der Schwester von Pia in Aussicht gestellt und wie einem Hund die Wurst vor die Nase gehalten. Doch diese Wurst wird der Hund nie bekommen, denn die behält die Autorin am Ende für sich und setzt die Lesenden im letzten Kapitel, auf das alles zusteuert, vor die Türe und somit bleibt der Tod der Schwester unaufgeklärt.
Bis dahin muß der Leser eine Mischung aus Auto-Psycho-Analyse und Thriller über sich ergehen lassen in der er Zeuge werden muß, wie eine Mutter ihren Sohn tyrannisiert und traumatisiert.
Hierbei richtet aber die Autorin den Fokus ausschließlich auf die Motive und Befindlichkeiten der Täterin, während die Qualen des kindlichen Opfers verharmlost und bagatellisiert werden. Wenn man es genauer betrachtet findet hier sogar über weite Strecken eine rechtfertigende Täter-Opfer-Umkehr statt.
Dieses Büchlein wird sich ganz sicher glänzend verkaufen, da es nicht nur einer heutigen, sondern vermutlich auch künftigen Generationen von Müttern als Rechtfertigung dienen kann, sich überwiegend mit ihren persönlichen Befindlichkeiten zu beschäftigen und ihre etwaigen Unzulänglichkeiten damit zu rechtfertigen, anstatt sich liebevoll, beschützend und aufmerksam ihren Kindern zuzuwenden und diese als eigenständige mit Rechten ausgestattete Persönlichkeiten zu respektieren.
Rezensionen von Buchseelensammlerin:
Bildgewaltiger Lesespaß
The Games Gods Play - Schattenverführt von Abigail Owen
The Games Gods Play - Schattenverführt hat mich von der ersten Seite an in den Lesebann gezogen.
Mir gefällt das Worldbuilding unglaublich gut und Lyra als Protagonistin mag ich sehr. Sie ist mutig, hilfsbereit und einfach mega. Auch Hades, den ich mir anders vorgestellt habe, finde ich klasse, vor allem seine Sprüche.
Der Schreibstil der Autorin ist so unfassbar flüssig, bildgewaltig und fesselnd, so dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.
Zu Anfang hatte ich etwas bedenken bzgl. der Spiele und der Mythologie, weil es gerade dieses Jahr viele Bücher mit (tödlichen) Spielen oder Göttern/Mythologie gibt. Die Bedenken waren aber unnötig, da die Crucible-Spiele anders sind als die Spiele über die ich bisher gelesen habe.
Das Buch besitzt zudem eine gute Mischung aus Spannung, Mythologie, Gefühlen und Humor.
Ich bin nur so durch die fast 700 Seiten geflogen und war etwas wehmütig, als das Buch zu Ende war. Jetzt heißt es warten auf Band 2, denn Band 1 endet leider mit einem Cliffhanger.
Ich kann The Games Gods Play jedem Fantasyfan empfehlen. Lasst euch nicht von der Seitenzahl abschrecken, denn am Ende wünscht ihr euch, dass es noch viel mehr wären.
Rezensionen von LeserinLu :
Leicht und schwer
Hey guten Morgen, wie geht es dir? von Martina Hefter
"Hey guten Morgen, wie geht es dir?" von Martina Hefter ist ein vielschichtiger Roman voller Kontraste. Die Protagonistin Juno steht im Zentrum dieser Erzählung, die in kurzen, fast assoziativen Episoden erzählt wird – was für mich überraschend gut funktioniert hat. Ich habe ihn in einem Rutsch durchgelesen.
Tagsüber kümmert sich Juno liebevoll um ihren schwerkranken Ehemann Jupiter. Zusätzlich zu dieser Rolle als Partnerin und Pflegerin ist Juno Künstlerin, Schauspielerin und Tänzerin. Doch was den Roman besonders interessant macht, ist die Art, wie Hefter Junos nächtliche Eskapaden ins Internet schildert, wo sie mit Love-Scammern chattet. Diese Online-Kontakte geben Juno Raum zur Flucht und Freiheit. In diesen Gesprächen kann sie sämtliche Masken ablegen – oder neue aufsetzen. Sie lässt sich auf das perfide Spiel der Betrüger ein, nur um es auf den Kopf zu stellen. Denn anstatt Opfer zu sein, manipuliert sie selbst, belügt und verdreht die Wirklichkeit. Als sie online schließlich auf Benu trifft, einen Mann, der tatsächlich Interesse am Gespräch mit Juno hat, beginnt eine Beziehung auf Distanz, die Juno beständig dazu bringt, ihre Entscheidungen und Urteile zu hinterfragen.
Die Stärke des Romans liegt für mich in seiner Leichtigkeit, trotz der Schwere der Themen, die er behandelt. Liebe, Krankheit, Einsamkeit und die Suche nach einem selbstbestimmten Leben sind allgegenwärtig. Doch Hefter umgeht jedes Pathos und jedes Klischee. Ihr Stil ist nüchtern, fast lakonisch. Mir hat die Lektüre großen Spaß gemacht!
Rezensionen von Zaubermasu / Sandra Hennig:
Ein so wundervoller Roman
Christmas Cake und Glitzerschnee von Ursi Breidenbach
Ich liebe die Bücher von Ursi Breidenbach und war dementsprechend neugierig, ihren ersten Weihnachtsroman zu lesen.
Das Buch hat ein wunderschön gestaltetes Cover – die Farben und die Haptik sind wirklich wunderschön und stimmig !
Vom ersten Moment an hat die Autorin mich in ihren Bann gezogen – wunderschöne Örtlichkeiten mit Weihnachtsstimmung haben mich schon nach der ersten Seite eine wahnsinnige Vorfreude auf Weihnachten empfinden lassen.
Ich konnte mir beim Lesen alles bildlich vorstellen und war gefangen, von den so authentisch dargestellten Charakteren, die Ursi Breidenbach so lebendig darstellt, als würde man auf alte Freunde treffen.
Die Geschichte selbst ist so viel mehr als „nur“ eine Weihnachtsgeschichte, sie ist auch eine Familiengeschichte und ein Hoch an Emotionen. Mir sind beim Lesen mehrfach die Tränen gelaufen, weil mich Situationen oder beschriebene Örtlichkeiten so gerührt haben.
Für mich ist dieses Buch absolut wundervoll gelungen; Ursi Breidenbach hat hier eine weihnachtliche Geschichte kreiert, die den Leser in eine absolute Wohlfühlstimmung versetzt.
Eine absolute Herzensempfehlung für dieses tolle Buch !
Rezensionen von Streiflicht:
Im Traum anderer gefangen
Wavewalker von Suzanne Heywood
Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, nachdem ich den Klappentext gelesen hatte. Man kann sich kaum vorstellen, dass eine komplette Kindheit wirklich so verlaufen kann. Da war und bin ich schon geschockt von den Eltern. Zumal die Autorin ja auch selbst schreibt, dass sie sich wundert, wie ihre Eltern, die selbst eine gute Ausbildung genossen haben, so gleichgültig der Ausbildung ihrer Kinder gegenüber sein können.
Und dass es auch sonst niemanden gab, den das interessiert hätte ...
Doch von vorne. Suzanne und ihr kleiner Bruder gehen mit den Eltern auf dem Segelschiff Wavewalker auf große Reise. Sie ist erst 7 und wäre viel lieber in der Schule geblieben, aber die Eltern - vor allem der Vater - erfüllen sich damit einen Herzenswunsch. Und eigentlich sollen es auch nur drei Jahre werden - am Ende sind es zehn und damit die gesamte Kindheit. Suzanne muss Stürme, Arbeitseinsätze - auch in der Nacht - und vieles mehr durchleben. Sie ist nie alleine an Bord, aber trotzdem unglaublich einsam. Das konnte man durch die Zeilen auch nach den Jahrzehnten noch spüren, genauso wie ihre Verletztheit über die Gleichgültigkeit ihrer Eltern, vor allem der Mutter. Diese Passagen haben mir sehr zu schaffen gemacht. Man fragt sich, warum solche Menschen Eltern geworden sind und warum sie die Kinder nicht bei Verwandten, im Internet, ... zurückgelassen haben. So ein Leben ist auf Dauer nicht für Kinder und Heranwachsene geeignet, die sozialen Kontakte zu Gleichaltigen fehlen und vieles mehr auch. Wobei ich mir selbst das auch nicht vorstellen könnte, denn man hat keinerlei Rückzugsraum für sich selbst.
Ich fand es mutig, dieses Buch zu schreiben - auch gegen die Widerstände der Eltern - und so offen über ihre Gefühle zu sprechen. Gerne hätte ich mehr über den Alltag erfahren. Auch so banale Probleme wie den Toilettengang oder die Müllentsorgung. Oder auch wie es ist, wenn man so eng zusammen essen muss etc. Man erfährt viel über gefährliche Situationen, gleichzeitig hatte ich aber auch immer mal wieder den Eindruck, dass sich was wiederholt. Die einzelnen Fahrten - gerade zum Ende hin, als es immer wieder die gleiche Region ist - wurden bei mir im Kopf zu einer bzw. zu einem Durcheinander und ich konnte es nicht mehr gut auseinander halten.
Auf jeden Fall ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie es ist, wenn Eltern ihre Träume wahr machen und die Kinder nur ein Anhängsel sind: "Er sah mich an, und in seinen Augen lag ein Ausdruck, den ich nur zu gut kannte - die Angst, im Traum eines anderen Menschen gefangen zu sein."
Rezensionen von alicii:
Rätseljagd durch Japan
Invictum von Danielle Trussoni
Mit Mike Brink hat die Autorin einen sympathischen Protagonisten geschaffen, der trotz der mit dem Savant-Syndrom verbundenen Eigenheiten und Probleme einen sehr nahbaren Eindruck macht. Durch sein außergewöhnliches Talent ist er prädestiniert, sich der Enträtselung der sagenumwobenen japanischen Drachenschatulle zu stellen.
Angekommen in Japan beginnt Mike mit der Lösung des Rätsels, welches sich als sehr umfang- und trickreich herausstellt und dessen Enträtselung uns tiefere Einblicke in die japanische Geschichte, Kultur und Geographie gewährt. Als ob er mit einem Rätsel, das bereits mehreren Enträtslern den Tod brachte, nicht schon genug zu tun hätte, sieht Mike sich auch noch mit einem alten Gegenspieler konfrontiert, der ihm stets dicht auf den Fersen ist - wie kann man einer sich ständig weiterentwickelnden KI entkommen? Und was sind die wahren Motive seiner Begleiterin Sakura?
Der Roman ist sehr spannend, der Spannungsbogen flacht in der Mitte des Buches etwas ab, was aber nicht stört, denn so kann die Handlung zum grande finale nochmal richtig Fahrt aufnehmen. Rückblickend haben sich manche Dinge vielleicht etwas zu leicht zusammengefügt und manche Rettung war allzu dramatisch in letzter Sekunde. Ich hätte mir ein paar Karten gewünscht, dann hätte man sowohl vom kaiserlichen Palast als auch von Mikes Reise durch Japan ein klareres Bild erhalten. Insgesamt gelingt es der Autorin aber ausgesprochen gut, den Leser auf die Reise nach Japan mitzunehmen, als ob man Mike über die Schulter schauen würde.
Rezensionen von froschman:
Ruhiger, aber spannender Krimi
Finster von Ivar Leon Menger
In Katzenbrunn, einem kleinen Dorf im Odenwald, verschwindet vom Jahrmarkt ein Dreizehnjähriger spurlos. Und er ist nicht der erste Junge, der hier vermisst wird. Kriminalkommissar a.D. Hans J. Stahl beginnt im Ruhestand zu recherchieren, hatte er ja seinen letzten Fall hier in Odenwald nicht lösen können, es sind auch noch ältere Fälle aufgetaucht.
Seine Nachforschungen führen ihn zurück in dieses Dorf, das vor allem durch seine Psychiatrische Klinik auf dem einen Ortsende und der Trinkerheilanstalt auf dem anderen bekannt ist. Gemeinsam mit der Wirtin Geli, bei der er Unterkunft genommen hat, stößt er auf diverse verstörende Geheimnisse, vor allem rund um die psychiatrische Klinik. Und da verschwindet ein weiterer Junge!
Die Handlung spielt im Jahr 1986, unmittelbar nach den Ereignissen um das Kernkraftwerk Tschernobyl. Zahlreiche zum Teil recht eigenwillige Personen des kleinen Dorfes spielen eine wichtige Rolle, fast könnte man meinen, jeder könnte der Täter sein. Die kurzen Kapitel, jeweils aus der Sicht der gerade wichtigen Person, und der flüssige Schreibstil erleichtern das Lesen. Insgesamt ein spannender Krimi, Als Thriller würde ich ihn jedoch nicht bezeichnen.











