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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von reimon:

Cosy-Krimi, auch für Nicht-Hundefans (und Nicht CamperInnen)

Mord im Himmelreich von Andreas Winkelmann


Das Buch hält, was der Titel verspricht: Die HauptdarstellerInnen sind sehr sympathisch, die Geschichte macht - trotz des Mordfalls - sofort Lust, die wunderbar geschilderte Seen-Gegend zu besuchen. Und der heimliche Hauptdarsteller, äh, die Hauptdarstellerin - nämlich die Hundedame mit dem entzückenden Namen „Pinguin“ - ist liebenswert.

Überhaupt, für die Namen hat Andreas Winkelmann ein gutes Händchen.
Die Geschichte ist vorwiegend lustig und schockiert nicht mit Brutalitäten. Wichtiger als der Kriminalfall scheint mir die Stimmung zu sein. Und von derjenigen auf einem Campingplatz hat der Autor merkbar viel Ahnung. Von mir bekommt das Buch somit eine unbedingte Empfehlung als leichtes, aber keineswegs seichtes Lesevergnügen.
Und weil ja Hobby-Kommissar Björn Kupernikus eine sehr taffe Dame kennen und lieben lernt, die ihn bei der Lösung des Mordfalls kräftig unterstützt, dürfen wir auf eine ebenso unterhaltsame Fortsetzung hoffen.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Eine feministische Zeitreise

Die realen Frauen der Surrealisten von Unda Hörner

Unda Hörner beschäftigt sich in ihren Büchern mit beeindruckenden Frauen, die ihre eigenen künstlerischen Karrieren hinan stellten, um Frau, Muse oder hübsches Anhängsel von misogynen Männerfantasien waren, ohne das anfangs zu bemerken.

Zum 100. Jubiläum des surrealistischen Manifests stellt Unda Hörner die Frauen der Surrealisten in den Mittelpunkt ihrer biografischen Porträts.

Die Autorin lässt in diesem Buch die Gefährtinnen dreier Surrealisten, Simone Breton, Gala Éluard die Schriftstellerin Elsa Triolet, stellvertretend für zahllose Frauen, denen der Absprung nicht gelungen ist, mit dem System abzurechnen. Das gelingt auf Basis von Originalquellen, die durch zahlreiche schwarzweiß Fotos ergänzt werden.

Mit ihrer spannenden Zeitreise in das Paris der 1920er-Jahre entführt uns die Autorin in das Leben der drei Frauen, die daran glaubten, ihren Männern gleichberechtigte Partnerinnen sein zu können. Doch es kommt anders.

Das liest sich dann, wie Suzanne Muzard, eine der zahlreichen Geliebten, von denen sich André Breton aushalten und inspirieren lässt so:

»Breton umgab seine Liebesverhältnisse mit Weihe; er formte die Frau, die er liebte, sodass sie, seinen Vorstellungen entsprechend, zu einem verlässlichen Wert wurde. Folglich war ich nichts als ein Gegenstand der Enttäuschung, da ich unvereinbar mit seinen Vorstellungen war.« (Suzanne Muzard/S. 55)

Liebe und Begehren waren für die Pariser Surrealisten André Breton, Paul Éluard und Louis Aragon die wahrhaft revolutionären Kräfte. Über die misogynen Fantasien habe sie vergessen oder verdrängt, dass es sich bei den Partnerinnen ihrer Gedanken und Wünsche um Menschen handelt und nicht um Puppen, die man je nach Stimmung aus der Ecke hervorholen und nach „Gebrauch“ in dieselbe zurückstellen kann.

Fazit:

Eine durch und durch feministische Zeitreise in das Paris der 1920er-Jahre, der ich 4 Sterne gebe.

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Rezensionen von Buchchecker :

Dunkle Geheimnisse in einer magischen Welt mit glamourösem Dark-Academy-Setting – spannender Auftakt der Trilogie

House of Marionne von J. Elle

"House of Marionne" ist der fesselnde Auftakt einer Trilogie, die in eine magische und geheimnisvolle Welt entführt. Die Autorin J. Elle schafft es, eine dichte Atmosphäre zu kreieren, die sowohl von Glamour und Magie als auch von Gefahr geprägt ist. Das luxuriöse Internat, in dem die Geschichte spielt, wird lebendig und zieht mit seinen akademischen Vibes und den strengen Etiketten in seinen Bann.

Die bildreiche Sprache und die detailreichen Beschreibungen lassen das Kopfkino sprudeln und machen das Eintauchen in die Geschichte zu einem wahren Vergnügen.

Die Protagonistin Quell Marionne ist eine vielschichtige Figur, die mit ihrer dunklen Magie und den damit verbundenen inneren Konflikten kämpft. Ihre ständige Angst vor Entdeckung und der Druck, den Erwartungen ihrer Mitmenschen, insbesondere denen ihrer anspruchsvollen Großmutter, gerecht zu werden, verleihen ihrer Charakterentwicklung eine emotionale Tiefe. Quells Reise zur Selbstfindung und ihre Auseinandersetzung mit ihrer Identität als Teil einer magischen Gemeinschaft sind zentrale Themen, die mich gefesselt haben.

Die Beziehung zwischen Quell und ihrem Love-Interest bringt eine romantische Komponente in die Geschichte, die nicht vordergründig ist, aber zur Spannung beiträgt. Das ständige Wechselspiel von Nähe und Distanz sorgt für Spannung, da unklar ist, welche Absichten er verfolgt.

Das Worldbuilding ist durchdacht und bietet eine interessante Grundlage für die Handlung. Das Magiesystem bleibt zunächst mysteriös und undurchsichtig, was die Spannung erhöht und die Neugier auf die weiteren Entwicklungen schürt. Die Autorin spielt geschickt mit Geheimnissen und verborgenen Wahrheiten, die nach und nach ans Licht kommen.

Ein kleiner Kritikpunkt an der Geschichte ist, dass die Herausforderungen, denen sich Quell stellen muss, trotz der immer wiederkehrenden Rückschläge manchmal zu einfach gelöst erscheinen. Es würde ihre Entwicklung sicherlich noch greifbarer machen, wenn Quell in bestimmten Situationen intensiver kämpfen müsste.

Auch die Beziehungen zwischen der Protagonistin und den Nebenfiguren könnten intensiver gestaltet werden. Die Nebenfiguren hinterlassen größtenteils keinen bleibenden Eindruck, und ihre Beziehungen zu Quell wirken distanziert; es fehlt an emotionaler Tiefe. Eine intensivere und detailliertere Ausarbeitung dieser Verbindungen könnte die Geschichte insgesamt noch bereichern. Allerdings gehe ich davon aus, dass die blassen Nebenfiguren und deren Distanz zu Quell absichtlich so gestaltet sind, um ihr den Raum zu geben, sich frei zu entfalten und zu sich selbst zu finden.

Insgesamt ist "House of Marionne" ein gelungener Auftakt, der mit einem packenden Schreibstil, einer faszinierenden Welt und einer vielversprechenden Protagonistin überzeugt. Die überraschenden Wendungen und der Cliffhanger am Ende lassen die Vorfreude auf die Folgebände steigen. Für Fantasy-Fans, die sich gerne in schillernde und trügerische, magische Welten entführen lassen, ist dieses Buch definitiv eine Empfehlung wert.

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Rezensionen von Gilasbuecherstube :

Auftakt mit kleinen Schwächen

Daughter of the Pirate King - Fürchte mein Schwert von Tricia Levenseller

Alosa ist im Auftrag ihres Vaters, des berüchtigten Piratenkönigs Kalligan, auf eine Mission geschickt worden. Sie soll sich von einem Piraten gefangen nehmen lassen und einen Teil einer Schatzkarte stehlen, die sich auf dem Piratenschiff befindet.
Eigentlich kein Problem für Alosa, denn ihr Vater hat sie nicht nur in einem brutalen Training zu seiner Geheimwaffe ausgebildet, sondern sie verfügt zusätzlich über eine besondere Kraft.

Alosa glaubt, dass es ein Kinderspiel für sie wird, doch sie hat nicht mit dem ersten Maat Riden gerechnet, der nicht nur unverschämt gut aussieht, sondern scheinbar auch gegen ihre Kräfte immun ist.

Ich liebe nicht nur Romantasy, sondern lese auch Piratengeschichten gerne. Daher stand, als ich das Buch entdeckte, schnell fest, dass ich es unbedingt lesen möchte.

Der Schreibstil der Autorin ist angenehm zu lesen, deshalb fiel es mir nicht schwer, in die Handlung einzutauchen. Erzählt wird die Geschichte aus Alosas Perspektive und so bekam ich einen guten Einblick in ihre Gedanken und Gefühle.

Alosa ist eine Protagonistin, wie ich sie eigentlich nicht erwartet habe. Sie muss sich in einer Männerdominierten Welt beweisen.
Ihr Vater regiert als Piratenkönig über die Meere Manerias und hat seine Tochter mit brutalen Methoden trainiert. Daher konnte ich die bedingungslose Loyalität von Alosa ihrem Vater gegenüber nicht so richtig nachvollziehen.
Sie ist eine starke Charaktere. Sehr selbstbewusst, scharfsinnig, schlagfertig und pfiffig aber auch teilweise skrupellos. Sie hat gelernt zu kämpfen und lässt ohne mit der Wimper zu zucken, Mitglieder ihre Mannschaft töten, wenn es notwendig ist, um die Mission zu erfüllen.
Irgendwie konnte ich mich jedoch mit Alosa nicht anfreunden. Sie war mir zu sehr von sich selbst überzeugt.
Auch die Liebesgeschichte zwischen ihr und Riden hat mich nicht wirklich gecatcht.
Ich kann gar nicht genau beschreiben, woran das lag, aber ich habe sie einfach nicht gefühlt.
Insgesamt hätte ich mir ein wenig mehr Charakterentwicklung gewünscht.

Die Handlung schreitet zügig voran. Es gibt actionreiche Szenen, die die Spannung auf einem guten Level halten.
Insgesamt war die Story für mich jedoch etwas zu vorhersehbar.

Fazit
Auch wenn die Geschichte schön zu lesen und unterhaltsam war, hat mich der Auftakt nicht zu 100% überzeugt. Ich werde Band 2 aber noch eine Chance geben und schauen, wie die Geschichte sich weiterentwickelt.
Für Band 1 gibt es 3,5 Sterne

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Rezensionen von Tintenteufel:

Sach-Bilderbuch für Tierfreunde

Kuscheln von Angelika Huber-Janisch


Angelika Huber-Janisch und Maria Over haben ein Sach-Bilderbuch für Kinder geschrieben, welches in elf Kapiteln verschiedene Tierarten vorstellt. Im Mittelpunkt steht dabei immer das Kuscheln: Warum, mit wem und auf welche Weise kuscheln die verschiedenen Tiere, und wie gibt es ihnen ein Gefühl von Geborgenheit, Zugehörigkeit, Vertrautheit und Bindung.

Gleichzeitig vermittelt das Buch in kleinen Textfeldern jeweils Wissen über die jeweilige Tierart.

Diese Idee, Sachgeschichten aus der Sicht der Tierkinder zu erzählen und dabei den Fokus auf das kindgerechte Thema Kuscheln zu legen, ist wirklich originell und gefällt mir sehr gut. Die Zeichnungen dazu halten eine gute Balance zwischen Naturalismus und emotional ansprechender Niedlichkeit. Spätestens die abschließenden Seiten zum Kuscheln bei uns Menschen sprechen die kleinen Leser auch ganz persönlich an.

Schwierig finde ich persönlich die große Spannweite der verschiedenen Ebenen des Buches: Während das wunderschön gestaltete kuschelige Fühlelement auf dem Cover eher ein Fühlbuch für die Kleinsten erwarten lässt, dürften die sehr knapp gehaltenen geografischen Einordnungen der Tierarten selbst ein Grundschulkind noch (über-)fordern, eine kleine Weltkarte wäre hier hilfreich gewesen.

Aber dieses Buch bietet auf alle Fälle einen ganz ungewöhnlichen und gut gelungenen Zugang zum Thema Tierwelt und wird bestimmt neugierig auf mehr machen! Und ein willkommener Anlass, sich zu einer schönen Vorlesestunde gemeinsam auf dem Sofa einzukuscheln, ist es ohnehin!

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Rezensionen von effa:

leicht, ruhig und entspannt

Das kleine Café der zweiten Chancen von Shiori Ota

Ein gelungenes, herzensgutes Buch über das Erwachsenwerden und Wiedergutmachungen - das ist der Roman "Das kleine Café der zweiten Chancen" der Japanerin Shiori Ota.
Ihre Protagonistin Misaki, ungefähr 12 Jahre alt, war ein von der Welt gefeiertes Wunderkind am Piano - bis durch einen Unfall plötzlich alles vorbei war.

Die Mutter enttäuscht, eine neue Schule, keine Freunde. Auf Misaki scheint ein schweres Jahr zuzukommen - bis sie am Schulweg einer alten Dame begegnet, die ihr die Freude am Leben zurückgeben kann. Doch am nächsten Tag ist die Dame mitsamt ihrem Haus verschwunden, doch das Café aus ihren Erzählungen exisitiert. Misaki verbringt nun regelmäßig Zeit dort, lernt die Besitzerin, die Freuden des Kaffees, die Macht der Zeit und auch Freud und Leid von zweiten Chancen, neue Freundinnen und Freunde und vielleicht auch die Liebe kennen.
Wer Kaffee und schöne Geschichten mag wird dieses Buch gerne lesen. Die Autorin versteht es, den Duft von Kaffee so zu beschreiben, dass man sich schon selber völlig entspannt im Café der zweiten Chancen sitzen sieht.
Das Buchcover ist wunderschön und vermittelt den richtigen Eindruck: leicht, ruhig und entspannt.

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Rezensionen von Tintenteufel:

Faszinierende Weltraumreise

Ab ins All! von Anne-Dorette Ziems

Anne-Dorette Ziems lässt uns in ihrem Buch teilhaben an den Überlegungen zu einer Reise ins All zwecks Entdeckung und Bevölkerung eines bewohnbaren Planeten. Wie zu erwarten ist die Komplexität der Vorbereitungen ganz geringfügig höher als bei einer Reise auf der Erde.

Doch ich muss gestehen, dass ich dennoch überrascht wurde von der Vielzahl und Multidimensionalität der zu lösenden Aufgaben.

Daher ist es hilfreich, dass uns die Autorin schrittweise durch das Projekt führt: von der Auswahl des richtigen Planeten über den Bau des Raumschiffs bis zur Versorgung der Crew auf der Reise und am Zielort. Alle Erläuterungen sind auch für einen Laien gut verständlich und mit einer Prise Humor gewürzt, so dass die Lektüre durchgehend Spaß macht.
Ihr gelingt auch ein angenehmer Wechsel zwischen amüsanten Anekdoten aus dem bereits bekannten besonderen Alltag der Astronauten und weitergehenden Überlegungen aus aktuellen Studien und Forschungsprojekten. Im abschließenden Quellenverzeichnis findet der besonders interessierte Leser zusätzlich noch genügend Lesestoff zur Vertiefung der Thematik.

Mir hat dieses kurzweilige und unterhaltsame Sachbuch über die Raumfahrt genügend Einblicke in die Thematik gegeben, um der Weltraumforschung zukünftig mit noch mehr Respekt zu begegnen!

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Rezensionen von Tintenteufel:

Didaktische Mängel

Glow up von Dr. Lela Ahlemann

Dr med Lela Ahlemann schöpft aus ihrem üppigen Fachwissen zum Thema Best-Aging und Hautpflege: Sie spannt dabei einen großen Bogen von grundsätzlicher Achtsamkeit in Sachen Ernährung, Bewegung und Schlaf bis hin zu Skincare-Routinen und Beauty-Behandlungen. Eigentlich ist also für jeden etwas dabei, dennoch habe ich Schwierigkeiten, mich mit dem Buch anzufreunden.

Lela Ahlemann springt gleich in medias res und erzählt auf 100 Seiten viel Wahres, aber wenig Neues zu Ernährung, Bewegung und Schlaf. Erst danach kommt sie zum Thema Haut, erklärt kurz ihren Aufbau und kommt dann zu Skincare-Routinen für verschiedene Altersgruppen und problematische Hautbilder. Die Basisroutine aus Reinigen, Behandeln, Pflegen und Sonnenschutz sowie die Grundprinzipien der Skin Care kommen dabei auf nur 18 Seiten recht kurz zur Sprache. Gerade diese Hilfe zur Selbsthilfe und die Empfehlungen zum rechtzeitigen und vorausschauenden Handeln waren mein Hauptinteresse: Was kann und muss ich sinnvollerweise für meine Haut tun? Wo sollte ich nicht den vollmundigen Versprechen der Kosmetik-Industrie aufsitzen?
Doch im Buch geht es jetzt schon um spezielle Fragestellungen, die aber wiederum nicht genug in die Tiefe gehen um sich selbst helfen zu können. Ich wollte das Buch eigentlich einer Freundin mit Rosazea schenken, doch aus Gesprächen weiß ich, dass sie sich selbst schon erheblich mehr Wissen angeeignet hat.
Stattdessen folgen 100 Seiten über Behandlungen, welche wohl eher die ultima ratio sind und die sich vermutlich nur wenige Leserinnen leisten können. Ein 35-seitiges Glossar präsentiert abschließend die Informationen, die ich mir eigentlich schon vorne im zweiten Teil gewünscht hätte: inhaltlich mit den Empfehlungen zur Skincare verknüpft und nicht jetzt einfach lexikalisch aufgelistet.

Didaktisch besser aufbereitet hätte ich mehr Nützliches aus diesem Buch ziehen können. Schade!

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Rezensionen von Tintenteufel:

Anthropologie aus Hamstersicht

Was ist ein Mensch? von Susanne Göhlich

Susanne Göhlich wählt in ihrem Sachbuch für 6-Jährige eine ungewöhnliche Perspektive für die Sicht auf den Menschen: Der kleine Hamster Poldi wundert sich über die Lebensgewohnheiten seiner ‚WG-Mitbewohnerin‘ Maya. Daher stellt er der Vertreterin der Gattung Homo sapiens viele neugierige Fragen und zieht seine durchaus kreativen Schlüsse.

So bleibt das Buch immer in einer guten Balance aus Witz und Wissensvermittlung, denn Maya bleibt ihm keine Antwort schuldig! Also erfahren Hamster und Leser ganz viel Wissenswertes über die Grundbedürfnisse von Schlafen, Essen und Bewegung, die Macht der Gefühle und der Kreativität sowie über die Bedeutung von Selbstreflexion und Gemeinschaftssinn. Dabei finden sich sowohl niedliche Bilder vom kleinen Protagonisten Poldi als auch tolle anschauliche und einprägsame Bilder zu den Erklärtexten: Ich werde bei Baumkuchen demnächst immer an die Myelinisierung der Nervenfasern im Hirn denken!

In Poldis HamsterRAT wird das frisch Erlernte auch gleich in ganz konkrete Handlungsempfehlungen übersetzt, denn Wissen ohne Handeln ist nutzlos.
Manchmal finde ich die Seitengestaltung aber überladen, und einigen Anekdoten am Rande fehlt der Bezug zum eigentlichen Thema: So ist im Kapitel über menschliche Ernährung die Randnotiz über den nahrhaften Kot von Walen zwar witzig aber unnötig.
Schließlich fände ich einen Anhang für Eltern (und Großeltern) hilfreich, in welchem zentrale Informationen kurz und knapp dargestellt und vertieft würden, um uns auf Rückfragen der Kinder vorzubereiten, denn nicht immer sind die Eltern an den gleichen Themen interessiert wie ihr wissbegieriger Nachwuchs. Außerdem bleibt manches unklar. Trotz der Lektüre einiger Bücher zum Thema Ernährung ist mir z.B. nicht klar, wieso im Text Camembert und Hühnchenfleisch ausdrücklich als Quelle guter Fette genannt werden, obwohl sie nicht reich Omega3-Fettsäuren sind.

Aber insgesamt ein sehr gut gelungenes Sachbuch für wissbegierige Grundschulkinder, welches sachlich in die Tiefe geht und dank des vorwitzigen Protagonisten Poldi zugleich einfach Spaß macht und zum Lachen bringt.

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Rezensionen von Gaby 2707:

Erotisch, heiß und leidenschaftlich

Die Hure des Admirals | Erotischer Roman von Helen Carter

Emma ist eine junge Dienstmagd in den Diensten von Lord Montague. Im Tempel der Venus geht es bei den Festen, die der Lord gibt, mit seinen Göttinnen, die im Tempel der Venus seinen Herrenbesuch verwöhnen, ganz schön heiß und laut her. Aber es bleibt nicht aus, dass Emma, die mit ihren körperlichen Vorzügen absolut nicht geizt, zu einem anderen Herren kommt.

Den wickelt sie auch ganz schnell um den Finger. Und nicht nur ihn…

Der Erzählstil von Helen Carter hat mir schon in einem anderen Roman sehr gut gefallen. Hier trifft sie die Sprache der historischen Zeit auf den Punkt und zieht mich sofort hinein in die Welt der Dienstherren und der Mägde. Sie beschreibt die erotischen, manchmal heftigen Szenen sehr direkt, ohne Tabus; wird dabei aber nicht obszön oder geht unter die Gürtellinie. Im Gegenteil – sie zaubert mit ihrer Wortwahl anreizende Bilder in meinen Kopf.
Emma ist mir mit ihrer offenen und manchmal unangepassten Art sofort sympathisch. Die erotischen Szenen fügen sich sehr gut in das beschriebene Leben ein und wirken glaubwürdig.
Eine tolle Geschichte mit Höhen und Tiefen und einer sympathischen Protagonistin, die ich sehr gerne gelesen habe.

Zum Abschluss bekomme ich als kleines Goodie noch einen Gutschein-Code, mit dem ich mir eine weitere heiße exklusive Geschichte von Helen Carter als E-Book aus dem Internet herunter laden kann. Und wie üblich ist auch hier ein Lesezeichen passend zum Buch mit dabei.

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