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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Sophie H.:

Bayrischer Kinderkrimi

Der Schrazelschatz von Susanne Ospelkaus

Im kleinen beschaulichen Bergdorf Oberauf, wo jeder jeden kennt, verschwinden seit ein paar Tagen immer wieder Gegenstände. Glänzende Gegenstände aus Metall. Die Freunde Leni, Bene und Anton wollen herausfinden, wer dahintersteckt. Unterstützung bekommen sie dabei von ihrer zahmen Dohle Corax. Auch die Dorfbewohner überlegen längst, wer der Dieb sein könnte.

Ist es Walburga, die zurückgezogen alleine im Wald lebt und von allen nur Walla genannt wird? Oder hat der Köhler etwas damit zu tun? Und einige verdächtigen sogar die Dohle Corax. Und was hat es mit den uralten Schrazellöchern auf sich, die angeblich alle unzugänglich sind? Ehe die drei Freunde sich versehen, sind sie mitten in einer spannenden Ermittlung und am Ende ist alles ganz anders, als alle gedacht haben. Eine Geschichte über Freundschaft, Zusammenhalt, Vorverurteilung und über das Anderssein.
Mich konnte das Buch leider nicht hundertprozentig überzeugen. Laut Angabe des Verlags ist das Buch für Kinder ab 8 Jahren gedacht. Die Schrift ist groß gewählt und die Sätze sind auch relativ kurz, sodass Kinder in dem Lesealter das Geschriebene gut erlesen können. Allerdings dürften Kinder, die nicht in Bayern groß werden, mit manchen Ausdrücken ihre Schwierigkeiten haben, weil sie z.B. in Norddeutschlang komplett unbekannt sind. Hier hätte ich mir ein Glossar gewünscht, dass die Begriffe kurz erklärt. Auch der christliche Glaube kommt mir viel zu kurz. Stattdessen spielen Aberglaube und Mythen eine herausragende Rolle. Richtig gut gefallen hat mir, dass man viel über das fast ausgestorbene Handwerk des Köhlers lernt.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Eine gelungene Fortsetzung

Das große Promi-Sterben von Sebastian Thiel

„Lewwer duad üs Slaav“

In diesem dritten Band dieser Reihe bekommt es Oberkommissarin Lene Cornelsen nicht nur mit ihrem Ex-Mann Hendrik, der nun eine Folge der aktuellen Staffel der Reality-Show „Trash Island - Das große Promi-Sterben“ auf der Insel Sylt managt, sondern auch mit den unheimlichen Gongern, den Sagengestalten aus dem 17.

Jahrhundert, zu tun.

Statt leichter Sommerkost und Zickenkrieg im TV wird eine Kandidatin, Shirin Engler, trotz lückenloser Überwachungskameras und Waffen tragenden Security-Mitarbeitern vor laufender Kamera direkt vom Set entführt. Um die Frau zu retten, muss sich ausgerechnet Lene auf ein perfides Ratespiel einlassen, bei dem nun ganz Deutschland vor den Bildschirmen sitzt und zusieht. Der Wettlauf um Shirins Leben gerät im Kompetenzgerangel nicht nur einmal beinahe ins Stocken.

Lange ist nicht klar, welches Spiel Lenes Ex-Mann und Ex-Polizist Hendrik, hier verfolgt, zumal er mit Hauptkommissar Helge „Android“ Mathissen, dem ziemlich humorlosen Chef von Lene, gut bekannt zu sein scheint.

Wird Lene das Rätsel um die Gonger lösen können? Unterstützung erhält sie wieder von ihrem Vater, dem Münchener Journalisten Michi und Victor, dem dänischen Archäologen, der im ersten Fall ihr Hauptverdächtiger war.

Meine Meinung:

Gleich vorweg, diese Art von Fernsehprogramm ist so gar nicht meines. Allerdings habe ich die Mechanismen, die hinter dieser Sendung stecken, recht bald durchschaut.

Gut gefallen haben die Ausflüge in das historische Sild (Sylt) des 17. Jahrhunderts, in dem Teile von Norddeutschland unter dänischer Herrschaft und Willkür standen. Die wohl bekannteste Sage ist jene von Pidder Lüng, die auch hier geschildert wird.

Schmunzeln musste ich wieder über Helge „Android“ Mathissen, der allerdings situationsbedingt den einen oder anderen menschliche Zug zeigt.

Das verheißt für kommende Fälle noch reichlich Spannung.

Fazit:

Gerne gebe ich dieser gelungenen Fortsetzung 5 Sterne.

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Rezensionen von Jenny:

Tolles Buch

If We Were Gods von Lara Große

If we were Gods ist eine Geschichte, die einen mitfiebern und mitfühlen lässt, aber auch zwischendurch zum Kopfschütteln führt.

Olivia ist eine zivile Studentin aus Prag, die als Naturtalent die Risse in den Ebenen spüren kann. Sie ist arm und kommt durch ein Stipendium an die Schule, voller reicher Jugendlichen, die zum Teil eine lange Familiengeschichte in den arkanen Künsten haben.

Sie wird einer 6 köpfigen Expeditionsklasse zugeteilt und sehr schnell beginnen die 6 Studenten mit einem verbotenem Vorhaben mit weitreichenden Folgen...

Die Geschichte ist wundervoll geschrieben. Die einzelnen Schritte der Gruppe sind super erklärt, es wird aber nicht langweilig durch die Erzählungen. Der Schrreibstil ist manchmal etwas herausfordernd. Eine Seite nur mal kurz zu „überfliegen“ ist
nicht ratsam, da auf jeder Seite immer interessante und wichtige Infos stecken.

Die Personen sind gut ausgearbeitet. Oskar, Saxa, Tamara, Milo und Nasir sind die typischen „rich kids“, wo man manchmal einfach nur denkt, die haben keine anderen Probleme. Bei der Hauptperson Olivia runzel ich allerdings häufiger die Stirn. Ja, sie ist arm und will dazu passen. Deshalb lügt sie die anderen an über ihre Familienverhältnisse. Das ist das eine. Aber wie man sich innerhalb von wenigen Stunden von diesen Leuten überreden lassen kann gegen die Gesetze zu verstoßen und dann auch noch so begeistert dabei mitzumachen, obwohl man keine Optionen hat, was man nach einem Rausschmiss machen will... Versteh ich nicht. Und auch nach den Schwierigkeiten und dem Erkennen, dass da etwas gewaltig schief läuft, tut sich bei ihr nichts. Sie hat sich einfach an die ersten Leute geklammert, die ihr sagten was sie tun soll und nett waren, anstatt auf die innere Stimme zu hören, aber gut. Hätte sie das nicht gemacht, gäbe es die Geschichte nicht. Ebenfalls zu dem Thema Darstellung der Charaktere anzumerken ist, dass hier sowohl hetero-, homo- als auch bisexuelle Persönlichkeiten aufeinandertreffen. Finde ich bei 6 Leuten etwas viel geballt, aber es wird nicht übertrieben und zerstört auch nicht den Lesefluss oder die Geschichte.

Die Gestaltung des Buches kann ich nicht besser als atemberaubend beschreiben. Das Buch an sich ist komplett in Gold gehalten. Der Schutzumschlag, der darüber gelegt wird wiederum in Schwarz und hat einen Riss in der Mitte, der den Riss zwischen den Ebenen darstellt. Ich finde es super anschaulich, natürlich muss man allerdings aufpassen, dass man den Schutzumschlag nicht einreißt. Klappt man den Buchdeckel oder den Buchrücken um, kann man an beiden Stellen ein Foto der Gruppe oder einen kleinen Ausschnitt aus einem Tagebuch sehen.

Mein Fazit: Schöne Geschichte, die die arkanen Künste beinhaltet. Fantasie-, aber auch lehrreich. Wer zu hoch fliegt, kann sehr tief fallen.

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Rezensionen von MarcoL:

Wunderbarer Debütroman über Trauer, Liebe, und die Sehnsucht nach Leben. Ganz große Leseempfehlung!

Und dann springen wir von Gianna Lange

Dieses Debüt von Gianna Lange hat es in sich. Ein wunderbar aufgebauter, liebevoller Roman in einer poetischen Sprache, die einen von Anfang an fesselt und mitnimmt. Selten habe ich mich in den Zeilen derart wohl gefühlt. Da gibt es kein Holpern, kein Ruckeln, sondern einen sehr harmonischen Flow rund um die Geschichte von Rosa.

Rosas Familienleben ist nicht einfach. Sie hat mir ihrer Mutter Elise eine besondere Beziehung. Und Elise hat Schwierigkeiten mit ihrem Leben. Es gibt dunkle Momente, aber auch sehr Helle. Rosa erinnert sich an eine gemeinsame Reise, eine Art Road Trip, der die beiden über Berlin, Prag, Budapest bis nach Mostar und in die Herzegowina führte. Sie standen auf der Brücke und sahen den Wagemutigen zu, die hinunter in den Fluss sprangen. Sie beschlossen, es auch zu tun – wenn sie das nächste Mal wieder in der Stadt wären.

„… und dann springen wir …“

S. 48: „Wer ist Elise? Zutreffende Antworten an solchen Tagen: Glück und Leichtigkeit. Nudeln mit Tomatensoße, Vanilleeis im Gefrierfach. Worte, Taten, Lieder. Leben.“

Doch dann stirbt Elise. Ihr geschwächter Körper kann dem Druck der Tuberkuloseerkrankung nicht mehr standhalten. Und Rosa steht alleine da, muss die Beerdigung organisieren, muss mit ihrer Trauer fertig werden. Und sie muss, ob sie will oder nicht, Kontakt zu ihrem Vater aufnehmen. Der ist eines Tages gegangen, hat die beiden verlassen und eine neue Familie gegründet. Der Kluft ist groß, besonders weil Rosa es so wollte.
Bis zur endgültigen Beisetzung nach der Einäscherung hat Rosa Zeit, weiß nicht viel mit sich anzufangen, und beschließt, den Trip von damals zu wiederholen. Alleine.
Sie trifft auf eine Bekannte – Emma. Emma ist ganz besonders. Während Rosas Familie ein Trümmerhaufen ist, der vielleicht zum Teil wieder gekittet werden kann, ist Emma als Adoptivkind auf der Suche nach ihren Wurzeln. Emmas und Rosas Suche führt sie wieder nach Mostar. Und dort, ja was dort alles passiert, müsst ihr selber lesen. Schmerzliches und viel Herzliches, soviel kann ich noch verraten.
Parallelen zur Seele von Elise und der Stadt sind nicht von der Hand zu weisen, und in diesem Roman spielerisch miteinander verstrickt.

S.123: „Für Elise war es Mostar gewesen. Das Ziel ihrer Flucht. Die Stadt hatte etwas Brutales, sie war vernarbt und hatte Brüche und Risse von all den Schlägen, die sie eingesteckt hatte. Dem setzte sie trotzig ihre überwältigende Schönheit entgegen.“

Familie, Trauer, Suche nach sich selbst, nach dem Leben selbst – das und so vieles mehr steckt in diesem Roman, der, wie ich schon erwähnte, mich sehr begeistert hat. Und er ist nebenbei eine versteckte Liebeserklärung an die Stadt Mostar und die Herzegowina. Man möchte sich sofort auf diesen Roadtrip begeben.

S.8: „Ich hielt den Blick geradeaus gerichtet, wo sich die Nacht zwischen die Bäume schlich. Vielleicht sollten wir bleiben, Elise. Doch Elise war nicht mehr da.“

Was für ein Debürtoman! Ganz große Leseempfehlung. Da kann man sich sehr auf hoffentlich noch viele Romane von Gianna Lange freuen.

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Rezensionen von anonym011:

Kreatives worldbuilding

Nachtlügen von Lisanne Surborg

Die Welt der Nachtalbe, die Träume der Menschen stehlen, da sie selber nicht träumen können und sie bei den Menschen durch Albträume ersetzen. Isra die Protagonisten baut gerne ihre eigenen Albträume und entwickelt insbesondere ein Monster (ihre Signatur sozusagen) und greift nicht gerne auf Musterträume zurück.

Diese Albträume werden so detailliert und kreativ beschrieben, das war mein absoluter Lieblingsteil im Buch. Als es zu einem erneuten Todesfall eines ihrer Stammträumer kommt, wird die Geschichte spannend und das ein oder andere Geheimnis lüftet sich im Laufe des Buches.

Ein wundervolles und unfassbar kreatives Worldbuilding. Die Welt der Alb, die Lisanne Surborg geschaffen hat, ist mit keinem anderen Fantasy-Buch zu vergleichen, das ich bisher gelesen habe. Eine ganz neue Welt/ eine neue Idee und neue Kreaturen und genau das ist der Teil, den ich beim Lesen am meisten genossen habe. Das tolle Worldbuilding und die Albträume, die Isra geschaffen hat, die zum Teil sehr detailliert und wirklich spannend beschrieben werden.
Ich finde es auch toll, dass sehr viele wahre Fakten über Träume, luzide Träume, Traumdeuting, Freud und Co miteingeflossen sind. Die Autorin scheint ordentlich über das Thema recherchiert zu haben, was die Welt der Alb noch greifbarer und besser macht.


Obwohl ich die Welt der Alb sehr genossen habe, muss ich leider doch einen Stern abziehen, was mir nicht so gefallen hat, war der sprunghafte Erzählstil. Immer wieder passierte es mir während des Lesens, dass ein Kapitel unglaublich spannend und interessant wurde und zack, plötzlich gab es im nächsten Kapitel einel Orts/Zeitsprung, was etwas verwirrend und ungeordnet für meinen Geschmack war. Ich tat mich manchmal schwer am Anfang der Kapitel mitzukomme, wo genau in der Geschichte wir uns gerade befinden. Was nicht so flüssig zu lesen war. Zwischen den Kapiteln gab es kurze Intermezzo mit zusätzlichen Fakten. Die hätte ich nicht unbedingt gebraucht und da es aufgrund der sehr kurzen Kapitel unglaublich viele dieser Intermezzos gab, hat es mich schon nach kurzer Zeit am Lesefluss gestört. Die Kapitel und Geschichte sind toll, die kurzen Intermezzo-Fakten, hätte ich nicht gebraucht.

Alles in allem habe ich das Lesen dieses Buches sehr genossen. Eine tolle Geschichte, mit einem unvergleichbar gutem Worldbuilding. Einfach eine tolle Idee und mal was anderes!

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Rezensionen von anonym011:

Traumgarten mit Herz

Mein wunderbarer Cottage-Garten von Isabelle van Groeningen

Ein wundervolles Buch für alle Hobbygärtner und die, die es noch werden wollen, denen der Stil eines Cottagegartens gefällt und sich gerne mehr davon, in den eigenen Garten holen wollen.

Die Autorin Isabelle Van Groeningen beschreibt in diesem Buch ihren eigenen Cottage Garten und alles was dazugehört.

Die Pflege, die Pflanzen und jede Menge Tipps, Tricks und Ideen dazu.
Die Texte sind untermalt mit wunderschönen Bildern ihres eigenen Garten und man merkt beim Lesen des Buches, das ganz viel Herz im Buch und vor allem natürlich in ihrem Cottage Garten steckt.

Ich habe jede Seite und jedes Bild genossen. Das Buch liegt auch unfassbar hochwertig in der Hand, die einzelnen vergleichbar dicken Seiten und der schöne Druck am Hardcover zeigen ein ganz hochwertiges Buch, das ich gerne in meiner Büchersammlung habe und durchblättere. Am besten hat mir der Teil über die Pflanzen und Blumenbeispiele gefallen. Perfekt für Gartenneulinge wie mich, zählt sie hier für den Cottage Garten passende Pflanzen auf und erzählt kurz und knapp das wichtigste darüber.

Etwas überrascht hat mich, dass es im Buch lediglich um einen Garten geht, ich dachte es enthält Tipps und Ideen aus vielen verschiedenen Cottage Gärtne. War jetzt kein wirklicher Nachteil, aber erwartet hätte ich es anders. Gewünscht hätte ich mir noch mehr Bilder, gerne auch grosse Ansichten über die ganze Seite zb.

Alles in allem ist es aber ein wunderschönes Buch, das mit ganz viel Herz gemacht wurde. Mit vielen Tipps und Tricks, die ich jetzt sehr gerne in meinen eigenen Garten mitnehme. Perfekt zu empfehlen für Gartenneulinge!

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Rezensionen von anonym011:

Opa mit Herz

Der Wunderkernputzer von Véronique Hübner

"Du bist richtig, weil du nicht perfekt bist." - Die zauberhafte Botschaft des Wunderkernputzers von Veronique Hübner.

Mein 5 Jähriger nennt es liebevoll "das Opa-Buch" und schon alleine dieser zauberhafte Opa Charakter macht das Buch zu etwas ganz besonderem. Runzel Lunz ist meiner Meinung nach das eigentliche Herz des Buches und ich finde es toll, das hier ein sympatischer etwas rundlicher Opa-Charakter gewählt wurde.

Der Wunderkern versucht das Selbstbewusstsein greifbar bzw anschaubar zu machen und unterstreicht es mit den Beispielen über die Kinder, die von Runzel Lunz und dem süssen Wildschwein Klarissa Hilfe bekommen. Mein Zwerg fand die leuchtende Kugel (also den Wunderkern), der geputzt wurde auch sehr schön und hat die Geschichte und die Idee des Wunderkerns sehr genossen und gerne mit mir gelesen. Auch mir gefallen die Geschichte und Illustrationen sehr. Ich denke der Grundgedanke der Geschichte ist bei meinem Kind angekommen, nachdem wir noch kurz darüber gesprochen haben. Eine zauberhafte Idee, mit sehr viel Herz erzählt und wunderschön im klassischen Stil mit grossen Bildern illustriert. Was ich auch toll finde, ist das es sehr kurze Kapitel sind, so kann man es auch als Gute-Nacht Lektüre auf mehrere Abende aufteilen.

von mir ein Daumen Hoch und eine Weiterempfehlung und auch mein Zwerg würde sein "Opa-Buch" nicht mehr hergeben! Eine zauberhafte Geschichte, mit der Botschaft, dass wir alle perfekt sind, so wie wir sind, gerade weil wir nicht perfekt sind :)

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Rezensionen von Petra Gruber:

Im Zug zwischen Zürich und Hamburg

Mit dir, da möchte ich im Himmel Kaffee trinken von Sarah Lorenz

Auf einer langen Zugfahrt lässt Elisa ihr Leben Revue passieren. Das macht sie, indem sie sich gedanklich an ihre Lieblingsdichterin Mascha Kaléko wendet, deren Grab sie in Zürich besucht hatte und deren Gedichte sie durchs Leben begleitet haben. So steht auch zu Beginn eines jeden Kapitels ein Gedicht Kalekos, das das Thema vorgibt.

Dieser Aufbau und auch der Prolog, in dem die Autorin ein Liebeslied auf Buchhandlungen, Bücher und Poesie singt, hatten mich bei der Leseprobe sofort begeistert und Lust auf diesen Roman gemacht. Auch den Titel und das Cover fand ich sehr ansprechend.
So war ich anfangs auch sehr begeistert. Von der Erzählform, der Sprache, ich litt mit der Protagonistin mit, mochte ihren inneren, an die Dichterin gerichteten Monolog, in dem sie über das Leben Kalékos spricht und uns von ihrer eigenen, sehr schwierigen Kindheit und Jugend erzählt.
Doch ging der Reiz dann im Laufe der Geschichte verloren. Die Geschichte selbst hat man so oder so ähnlich schon oft gelesen (Lieblosigkeit der Mutter, Rebellion, Flucht ins Punkermilieu, Obdachlosigkeit, Suche nach Liebe, schlechte Erfahrungen mit Männern, einzige Konstante Bücher und das Lesen und dann die richtige, wirklich große Liebe). Die Erfahrungen wiederholen sich, es ist alles in sehr leichtem, flockigem Ton erzählt, bei dem nicht klar ist, ob er ironisch sein soll, relativierend oder ob es darum geht, die Schwere nicht an sich heranzulassen. Es geht um Selbstverletzung, Drogen, Traumen, … Ausgelassen wird ein wenig, wie es zur Rückkehr und Gesundung kam, dazu gibt es nur Andeutungen. Und die Glorifizierung der Liebe, bis zum Schluss, das Motiv der Rettung durch die wahre, gesunde, große Liebe, auch das konnte mich nicht ganz überzeugen.
Ich mochte den Aufbau sehr, die Gedichte am Anfang der Kapitel, auch wie über Maschas Leben und Wirken gesprochen wurde. Elisas Leben blieb mir etwas zu flach. Und hatte zwischendurch Längen.
Schönes Buch, interessanter Aufbau, großteils sehr gelungene Sprache. Elisa und ihre Geschichte hätte aber mehr Tiefe verdient.

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Rezensionen von carola1475:

In eigener Sache

Winter's Game von Lukas Erler

Auf die Frankfurter Rechtsanwältin Carla Winter werden am gleichen Tag zwei Anschläge verübt und während sie dem ersten mit Glück entkommen kann, bringt sie der zweite schwer verletzt ins Krankenhaus. Sie erholt sich langsam, als es einen weiteren merkwürdigen Vorfall gibt. Carla entlässt sich selbst und will nur noch nach Hause.

Verunsichert und geschwächt, aber zusammen mit ihrem starken Team, auf das sie sich verlassen kann, und mit der Unterstützung ihres beruflichen wie sozialen Netzwerks versucht Carla herauszufinden, wer es auf sie abgesehen hat und warum. Sie ist zwar angeschlagen, aber immer noch tough, klug und vor allem stur.

In diesem dritten Krimi um die Rechtsanwältin treten auch Figuren aus den Vorgängerbänden auf und es wird Bezug genommen auf vergangene Fälle. Lukas Erler baut diese Informationen geschickt in die Handlung ein, so dass auch ein Quereinstieg in die Reihe möglich ist, mehr Spaß und umfassenderes Verständnis hat aber sicherlich ein Leser mit Vorkenntnissen. Die Figurenzeichnung ist glaubhaft mit nahbaren Charakteren, manche Beziehungen entwickeln und vertiefen sich und Carla Winters Verletzlichkeit in diesem Band hat mir auch gut gefallen.

Erlers packender Schreibstil ist klar, lebendig, bildhaft und atmosphärisch, auch Humor blitzt auf. Die spannende Handlung ist rasant und überrascht mit unerwarteten Wendungen. Carlas Einfallsreichtum und ihr Vorgehen rechtfertigen unbedingt und augenzwinkernd den vom Konzept der Vorgängerbücher abweichenden Titel dieses Krimis.
Lukas Erler spricht auch in 'Winter's Game' gesellschaftlich aktuelle Missstände an und hat zu verschiedenen Themen gut recherchiert, besonders beeindruckt hat mich hier die anschauliche Erklärung der praktischen Auswirkung einer Aphasie.
Mir hat der neue Krimi von Lukas Erler sehr gut gefallen und mich bestens unterhalten, ich freue mich schon auf einen vierten Band der Reihe.

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Rezensionen von Heike:

Tintenmagie und schwebende Städte

Inkbound - Metty Jones und das Schicksalstattoo von Philippa Leathley

Metty hat Geburtstag und bekommt wie alle in ihrem Alter endlich das ersehnte Schicksalstattoo, das ihren Lebenweg prägen soll. Doch das hochbezahlte Medium verpasst ihr einen Totenkopf, was darauf hindeutet, das Metty eine Mörderin wird. Während das Mädchen mit ihrem Schicksal hadert, muss sie zu ihrer Tante nach New London ziehen, da Vater und Mutter eigene Ziele verfolgen.

Besonders gut hat mir das World Building gefallen: Neue magische Städte, die durch ein schlagendes Herz in der Luft schweben. Wer dort ankommt, wird erstmal durch einen der vielen hohen Kaminschächte eingesaugt und auf dem Boden wieder ausgespuckt. Doch Magie ist nicht für jedermann zugänglich, denn die Tinte, die man dafür benötigt, ist so teuer, dass sich nur die Wohlhabenden Magie leisten können. Das ruft natürlich Widerstand auf den Plan, und so wird die Stadt New London seit kurzer Zeit von den Schwarzen Motten terrorisiert.

Metty versucht derweil herauszufinden, was es mit ihrem Tattoo auf sich hat, denn die Erwachsenen scheinen zwar etwas zu wissen, wollen aber nicht mit ihr darüber reden. Also schmiedet Metty mit ihrem neuen Freund Sundar und der Hilfe von ihrer neuen Freundin Faith den Plan, das Tattoo ändern zu lassen. Doch sie ahnt nicht, dass es für sie gefährlich ist, so unbedacht durch die Straßen der Stadt zu laufen. Als sie herausfindet, dass auch ihr Vater in Gefahr ist, setzt sie alles daran, ihn zu retten.

Die Geschichte wird sehr temporeich erzählt und hat mir viel Spaß gemacht. Die Autorin hat einige schöne fantastische Ideen, die mir gut gefallen haben. Einige Charaktere dagegen sind für mich ein bißchen zu blass geblieben, so z.B. Mettys Onkel Rupert, der doch recht häufig dabei ist, über den man aber kaum etwas erfährt. Man merkt, dass dieses Buch der erste Band einer Reihe ist, denn auch Mettys Familiengeschichte bietet noch viel mehr Potential. Trotzdem hätte auch Metty für mich mehr Tiefe gebraucht, bei allem, was ihr passiert. Faith dagegen mochte ich sehr, weil sie einfach ein nicht so glatter Charakter, sondern vielschichtiger war.

Insgesamt hat mich Inkbound sehr gut unterhalten. Beim Lesen fand ich es hilfreich, ab und zu auf der Karte von New London nachzuschauen, wo Metty sich gerade befindet. Am Ende des Buches werden ein paar Bedeutungen der Schicksalstattoos aufgeführt, die mir etwas knapp vorkamen. Hier hätte ich mir mehr Symbole gewünscht. Ein Highlight sind aber natürlich die beigelegten Klebe-Tattoos, die gut gelungen sind, sich in der Geschichte wiederfinden lassen und an denen Kids sicher viel Freude haben werden.

Der erste Teil von Inkbound ist in sich abgeschlossen und lässt sich auch gut als Einzelband lesen. Ein paar Kleinigkeiten bleiben am Ende trotzdem offen und machen Lust auf die Fortsetzung. Wer gerne Fantasygeschichten mit Magie und Geheimnissen liest, für den ist Inkbound sicher einen Blick wert.

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