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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von PMelittaM:

Ein Stück deutscher Geschichte - aus Frauensicht

Im Wind der Freiheit von Tanja Kinkel

Louise Otto verliert ihre Eltern als Siebzehnjährige, dennoch gelingt es ihr, einen Vormund zu vermeiden und selbst über ihr Leben und ihr Vermögen verfügen zu können. Sie wird Schriftstellerin, veröffentlicht Bücher und in Zeitungen, unter anderem auch bei Robert Blum. Sie denkt fortschrittlich und setzt sich auch für Frauenrechte ein.

Susanne Grabasch kommt aus prekären Verhältnissen, muss schon als Kind Gewalt von Männern erdulden und schuftet schließlich in einer Textilfabrik. Ihr erstes Zusammentreffen mit Louise Otto endet letztlich nicht gut für sie, sie landet auf der Straße.

Tanja Kinkel war für mich schon immer eine Garantin für interessante und gut recherchierte Romane, und so habe ich auch hier bedenkenlos zugegriffen. Erzählt wird ein Stück deutscher Geschichte, nämlich die Geschehnisse rund um die Revolution 1848/1849. Im Fokus stehen bei ihr allerdings Frauen, reale und fiktive, deren Leben davon beeinflusst wurde, die aber auch aktiv gehandelt haben. Man trifft im Laufe der Handlung auf einige historische Persönlichkeiten, sowohl weibliche als auch männliche. Auch Louise Otto hat wirklich gelebt, Susanne allerdings ist stellvertretend für alle weiblichen Arbeiterinnen anzusehen, deren Leben noch schwieriger war als das der männlichen Arbeiter.

Im Groben kannte ich die damaligen Ereignisse, dieser Roman hat sie mir umfassender nahegebracht. Ich finde vor allem den Fokus auf die Sicht der Frauen wichtig und gut gelungen, die leider von den Revolutionären kaum mitgedacht wurden, wurde dort von allen Menschen und Gleichheit gesprochen, meinte man in der Regel die Männer. Daran konnten auch Frauenrechtlerinnen wie Louise Otto leider wenig ändern, auch wenn sie bei einigen der Abgeordneten Gehör fanden.

Für mich ist der Roman neben einer anschaulichen Geschichtsstunde auch sehr spannend gewesen. Ich habe mitgefühlt mit den Protagonist:innen, aus deren Sicht erzählt wird. Darunter ist übrigens auch ein Mann, Lukas Brandstetter ist Soldat der preußischen Armee, und wird immer wieder in Brandherde geschickt, dabei lernt er auch Susanne kennen, so dass sich ihrer beider Schicksale verknüpfen. Manches stand natürlich von Anfang an fest, da es tatsächlich passiert ist, doch so tief war mein Wissen vorher nicht, dass es für mich nicht doch einige Überraschungen gegeben hätte. Und auch das Leben der oben genannten Frauen, vor allem das Susannes, bietet einige Möglichkeiten, zum Daumen drücken.

Erzählt wird eingängig, bildhaft und atmosphärisch, ich fühlte mich immer mittendrin. Die Charaktere sind sehr gut gezeichnet, auch sie hat man regelrecht bildlich vor Augen. Tanja Kinkel ist es wieder gelungen, die damalige Zeit und ihre Akteur:innen lebendig werden zu lassen. Ein Personenverzeichnis und vor allem ein Nachwort der Autorin hätten den Roman noch zusätzlich aufgewertet, leider wurde darauf verzichtet.

Tanja Kinkel hat es wieder geschafft mich Neues zu lehren, mich zu unterhalten und mich interessiert lesen zu lassen. Das Thema finde ich wichtig, die Protagonist:innen gut gezeichnet, die Erzählung spannend, sehr gerne empfehle ich diesen interessanten Roman weiter.

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Rezensionen von Lesebienchen36:

Stella Herzig kehrt zurück

Die Trümmerschule - Zeit der Hoffnung von Beate Maly

Nach zahlreichen Veröffentlichungen („Die Schönbrunn – Saga“ oder „Die Donauprinzessin“) hat Beate Maly nun ihr neustes Werk „Die Trümmerschule – Zeit der Hoffnung“, dass im Mai 2025 im Ullstein Verlag erschienen ist, vorgelegt. Hierbei handelt es sich um den ersten Band ihrer Dilogie (Anm.

Band 2 erscheint voraussichtlich am 26.01.2026 ebenfalls im Ullstein Verlag). Der Klapptext hat sofort meine Neugierde geweckt und so begab ich mich (buchtechnisch) nach Wien ins Jahr 1946.

Wer schon das eine oder andere Buch der Autorin gelesen hat, weiß ihren flüssigen und leichten Schreibstil zu schätzen. Der bildhafte Erzählstil ließ mich bereits ab der ersten Seite in Stellas Geschichte ein und abtauchen. Die Kulissenbeschreibungen waren so detailliert eingefangen und wiedergegeben, dass ich das Gefühl hatte, ich wäre Teil der Handlung. Vor meinem geistigen Auge sah ich die zerstörten Stadtviertel, Einwohner, die dem Krieg nur knapp entkommen sind, Kriegsinvaliden oder die Trümmerfrauen, die den Schutt der Zerstörung beseitigen mussten. Hinzu kommen noch die authentischen Charaktere, die mir bestens gefallen haben. Gerade Stella hat mich tief beeindruckt. Nach all den schrecklichen Jahren und all das Leid, dass man ihrer Familie angetan hat, kehrt sie in ihre alte Heimat zurück. Tief sitzt nicht nur der Schmerz, sondern auch die Vorurteile mit denen sie sich auch nach dem Krieg auseinandersetzen muss. Aufgeben ist keine Option. Obwohl sie eigene Probleme hat, kämpft sie für ihre Schulkinder und nicht nur, dass sie eine gute schulische Ausbildung bekommen, sondern auch für Gerechtigkeit und eine gewaltfreie Erziehung. Was bei den Kollegen leider auf Widerstand stößt. Sie weiß das der Weg steinig und schwer sein wird, aber unterkriegen lässt sie sich nicht. Eine taffe Frau, die den Kampf auf sich nimmt.

Für ihre Dilogie hat sich Beate Maly an eine Person erinnert, die für Stella Herzig Patin stand: Pädagogin und Politikerin Stella Klein – Löw! Um deren Geschichte so authentisch wie möglich zu schreiben, hat sie zahlreiche Recherchen geführt, um diese in ihren Roman einfließen zu lassen und so ist der Roman „Die Trümmerschule“ eine Mischung aus fiktiver Handlung und wahrer Lebensgeschichte. Ohne dieses Hintergrundwissen könnte man meinen, dass sie sich genauso abgespielt hat. Eine grandiose und authentische Umsetzung, die man nicht besser hätte machen können.

Was mir nicht so gut gefallen hat, ist der Cliffhanger am Ende des Buches. Jetzt heißt es, warten bis Januar 2026, wo der zweite Band erscheinen soll.

Eine authentische Geschichte, die die damaligen Geschehnisse perfekt einfängt und diese nicht vergessen lässt.
5 von 5 Sternen!

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Rezensionen von anonym011:

Messi Fans

Fußball-Stars - Alles über Messi. Vom Fußball-Talent zum Megastar von Simon Mugford

So werden kleine Fussballfans zu ganz grossen Bücherwürmern.
Mein Sohn und kleiner Fan ist begeistert vom Buch, aber auch ich als Mama muss sagen, dass der Autor es geschafft hat unglaublich viele Details und Fakten zu seinem Leben kindgerecht in einfache Sätze und mit vielen Bildern zu verpacken.

Die Bilder sind im Comic-Stil und in schwarz weiss gestaltet, die fehlende Farbe bei den Bildern stört ihn überhaupt nicht und der Comic-Stil kommt auch gut an.
Das Preis Leistungsverhältnis ist einfach fantastisch! Man bekommt wirklich eine kindgerechte Biografie für wenig Geld.

Das Buch ist auf jedenfall für Fussballfans zu empfehlen und da es gleich eine ganze Reihe gibt, findet sich bestimmt für jedes Kind der Richtige Fussballstar. Bei uns hat das Messi Buch auf jedenfall volle Sternezahl verdient und wir haben heute schon sehr viele Fakten über Messi gelernt.
Ich würde es für die jüngeren Kinder aber eher zum gemeinsamen Lesen und nicht als Erstlesebuch empfehlen, da zum Teil doch schwierigere Wörter enthalten sind.

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Rezensionen von anonym011:

Polarfuchs und Honigkaffee - das war wohl nichts für mich

The Deer and the Dragon von CJ Piper

"Wenn man nicht bereit ist, für seine Geliebte die Welt in Schutt und Asche zu legen, ist man dann wirklich verliebt?"
Eine 2000 Jahre alte Liebesgeschichte, auf die man als Leser leider 400 Seiten lang warten muss und die mich leider enttäuscht hat.

Eigentlich bin ich ein Fan von Fantasy mit mytholgischem Setting und die Idee, dass Mar und Caliban seit 2000 Jahren füreinander bestimmt sind finde ich einfach wundervoll.

Aber leider sagt mir der chaotische, sprunghafte Schreibstil der Autorin überhaupt nicht zu. Ich hatte Schwierigkeiten mich in die Geschichte einzufühlen, hatte keinen Draht zu den Personen, spannende actionreiche Szenen waren für mich mangelhaft und von der Liebesgeschichte war 400 Seiten lang, dank der Abwesenheit des Prinzen, leider auch nichts zu fühlen.

Mir fehlt im Grossen und Ganzen auch ein roter Faden. Das Buch konzentriert sich meiner Meinung nach vorwiegend auf die Beschreibung von nebensächlichen Handlungen und Details und ich als Leser hatte das Gefühl, dass die Suche nach dem Prinzen (wovon eigentlich das ganze Buch handelt) nur nebensächlich behandelt wird. Am Ende habe ich mehr Vorstellung davon, was Mar und Fauna für Kleidung getragen haben, Süssigkeiten gegessen haben, wer seinen Kaffee wie trinkt, wer Taschen am Bademantel hat etc., als dass ich über die abenteuerliche Suche nach dem Prinzen oder gar die Romanze gelesen habe.
Die Leseprobe und die letzten 70 Seiten fand ich sehr gut und ich wünschte, das gesamte Buch wäre so gewesen, dann wäre es für mich ein Jahreshighlight gewesen, aber leider war alles dazwischen aufgrund des extrem ausschweifenden Schreibstils und den ganzen meiner Meinung nach eher nervigen detailverliebten Ausschweifungen unglaublich langatmig. Über zahlreiche Seiten wird auf dem Roadtrip zum Abenteuer beschrieben, welche Süssigkeiten wieoft gekauft und gegessen werden, welche Kleidung wer an hat, wie die Landschaft, die Wohnungseinrichtung etc ist. Viele Details und Beschreibungen des Settings. Und wenn der Roadtrip dann am Ziel angekommen ist, wird die kurz aufkommende Spannung sofort im Keim erstickt und das eigentliche Abenteuer, "die Suche nach der wichtigen magischen Broche" nur ganz kurz über wenige Zeilen beschrieben, natürlich sofort gefunden und da kurz Silas und mit ihm Probleme auftauchen, "Beamen" sie sich ganz plötzlich einfach weg und es gibt nur minimale Erklärungen dazu. Ich hätte mir mehr Infos über die Fantasy-Welt, die Broche, die mytholgischen Wesen etc gewünscht aber leider wurde ich als Leser ziemlich im Dunkeln gelassen und habe wieder nur Details über Inneneinrichtungen, Kleidung und Getränke erhalten. Ich hatte soviele Fragen während des Lesens, leider wurde keine einzige davon beantwortet, was die Fantasywelt dieses Buches schwer greifbar für mich macht.

Ich kann mich an eine Szene erinnern, wo Mar eine Frage zur Lillith stellt (die meiner Meinung nach auch für mich als Leser wichtig gewesen wäre) und als einzige Antwort hat sie bekommen "sie soll das doch später googeln", tja, da blieb mir als Leser wohl auch nichts anderes übrig... Bei den wichtigen Details, wurde leider gespart.
Auch die sehr häufigen Rückblicke haben mich im Lesefluss gestört und meiner Meinung nach noch mehr Chaos in die Geschichte gebracht.

Für mich nur zwei Sterne, da ich die Grundidee der Geschichte liebe aber die Umsetzung leider überhaupt nicht meinem Geschmack entspricht. Für mich zu langatmig, das Buch verliert sich in den Details. Ich mag es mehr, wenn viel passiert und es actionreiche, spannende Szenen gibt. Wenn es für die Geschichte nicht unbedingt erforderlich ist, ist es mir egal wer wieviele Löffel Honig im Kaffee möchte, davon muss ich nicht alle 50 Seiten wieder lesen.
Leider eine grosse Enttäuschung für mich aber zum Glück sind Geschmäcker unterschiedlich.

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Rezensionen von anonym011:

Emotionales Thema distanziert

Hello Baby von Kim Eui-kyung

Ein wichtiger, herzzerreissendes Thema, ich bin begeistert davon, dass die Autorin den Mut hatte ihre eigene Geschichte in diesem Roman zu verarbeiten.
Jedes Kapitel erzählt die Geschichte einer betroffenen Frau und ihrer Geschichte des unerfüllten Kinderwunsches. Plus das Kapitel der Nachbarin und Mehrfach-Mama, dass ich besonders gern gelesen habe, da es der Geschichte noch einen ganz anderen Blickwinkel mitgibt.

Aufgrund der Kürze des Buches und der Kapitel hatte ich aber leider das Gefühl, die Frauen jeweils nur sehr oberflächlich kennenzulernen und hatte zum Teil auch leichte Schwierigkeiten, sie auseinander zu halten, da es sehr viele Charaktere gab. Bei so einem emotionalen Thema hätte ich mir während des Lesens gewünscht, das es sehr viele Emotionen beim Lesen rüberbringt und ich hätte mir vor dem Lesen erwartet, dass das Thema mich während des Lesens zu Tränen rührt und mir wirklich unter die Haut geht. Aufgrund der Distanziertheit, mit der die Geschichten und Emotionen beschrieben wurde, habe ich leider keinen wirklichen Zugang zu den Frauen gefunden und das Buch hat mich leider nicht so berührt, wie erhofft.

Im grossen und ganzen war das Buch schnell und leicht zu lesen, war aber aufgrund der genannten Gründe nicht ganz so wie ich es mir gewünscht bzw erwartet habe.
Trotz allem lernt man während des Lesens sehr viel neues über das Themae IVF und unerfüllter Kinderwunsch. Fast wie ein als Roman getarntes Sachbuch.

Ein interessantes Thema und Buch, dass sich sehr gut und trotz der Fachbegriffe unglaublich leicht liest. Leider aber nicht so emotional erzählt, wie erhofft und unerwartet distanziert.

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Rezensionen von Claudia R.:

historisch, märchenhaft ...

Das Komplott gegen die Königin von Sabine Buxbaum

Klappentext / Inhalt:

Das Leben der sechzehnjährigen Zwillinge Julie und John ändert sich schlagartig, als sie von ihrer adeligen Herkunft erfahren.
Während Julie ihre Cousine an den Hof von Königin Elisabeth I begleitet, kann sich ihr Bruder nicht mit seiner neuen Position anfreunden. Bis er auf Anthony Babington trifft, der ihn schnell in seinen Kreis von Vertrauten aufnimmt.

Diese verfolgen das Ziel, Maria Stuart zu befreien und als Monarchin in England einzusetzen. Dazu ist ihnen jedes Mittel recht.
Als Julie durch Johns Entscheidungen in Gefahr gerät, steht ihr unerwartet Lord Steaton zur Seite.
Doch die Sorge um ihren Bruder zwingt sie erneut zum Handeln. Kann sie John retten, oder wird sie selbst ins Verderben gerissen?
Bei dem Roman handelt es sich um eine überarbeitete Neufassung der Erstauflage.

Cover:

Das Cover ist kreativ umgesetzt. Eine zweifarbige Blüte mit weißen und roten Blütenblättern ist hier erkennbar. Dadurch wirkt das Ganze geheimnisvoll und interessant. Die farbliche und optische Umsetzung ist sehr gut gelungen.

Meinung:

Bei diesem Buch handelt es sich um eine überarbeitete Neuauflage eines bereits erschienen historischen Romans, der mir bisher jedoch noch nicht bekannt war.

Mit 16 Jahren erfahren die Zwillinge Julie und John, dass sie adliger Herkunft sind. beide sind sehr unterschiedlich vom Wesen und Charakter und auch bei der Entscheidung, wie es weitergehen soll, sind sie sich nicht ganz eins.

Über die weiteren Geschehnisse und Entwicklungen wird hier jedoch geschwiegen, da ich nicht zu viel des Ganzen verraten möchte. Ich empfehle es aber sehr gern weiter und ein Blick hinein kann hier nicht schaden.

Der Schreibstil ist angemessen und flüssig lesbar. In Geschehnisse, Ereignisse und Hintergründe findet man sich gut hinein. Auch die historischen Belange und Gegenseiten werden gut herausgearbeitet und sind interessant mit eingearbeitet. In die Epoche und auch an die Intrigen und Machenschaften an Hofe findet man schnell und gut hinein. Die Charaktere sind facettenreich und vielschichtig umgesetzt. Auch diese sind sehr gut durchdacht.

Die Kapitel sind recht kurz und bringen Spannung und Tempo in das Ganze hinein. Die Anfänge sind sehr schön herausgearbeitet. Die kleinen Rosenverzierungen stechen heraus und passen zudem auch von der Symbolik sehr schön zum Ganzen. Die Gliederung und Gestaltung hat mir hier sehe gut gefallen.

Eine wunderschöne historische Erzählung mit Tiefe, Spannung und viel Emotionen. Die Erzählung wirkt sehr authentisch und auch Themen wie Vertrauen und Liebe werden hier sehr geschickt mit eingearbeitet. Die Umsetzung ist wunderbar und sehr gut gelungen. Ein Mischung aus Dramatik, Intrigen, aber auch Vertrautheit, Liebe und etwas märchenhaftes steckt darin. Ich wurde hier sehr gut unterhalten und empfehle es sehr gern weiter.

Fazit:

Eine wunderschöne historische Erzählung mit Tiefe, Intrigen, Spannung und viel Emotionen.

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Rezensionen von Amena25:

Traue niemandem – nicht einmal dir selbst

The Island - Auf der Flucht von Nicola Martin


Lola flieht aus ihrem Hoteljob in Hongkong. Erst nach und nach erfährt man, was in Hongkong wirklich passiert ist und warum Lola sich auch vor ihrem Freund Nathan unbedingt verstecken muss. Auf der abgelegenen Insel Keeper Island verschafft Mike Moxham, ein alter Kumpel, Lola eine neue Stelle. Keeper Island wirkt mit seinen weißen Sandstränden und dem türkisblauen Meer wie ein Paradies.

Doch schon sehr bald merkt Lola, dass zwischen den Angestellten, aber auch unter den Gästen Geld, Macht und Gier regieren und sie niemandem trauen kann. Als kurz darauf dann auch noch Moxhams Leiche gefunden wird und der Hotelchef alles daran setzt, dass sein Tod als Unfall behandelt wird, ahnt Lola, dass auf der Insel so einiges nicht mit rechten Dingen zugeht. Mit ihrer Zimmerkollegin Diara versucht sie herauszufinden, was auf der Insel vor sich geht, doch dabei gerät sie selbst in große Gefahr.
Der Krimi beginnt vielversprechend, wobei vor allem Lolas Geheimnis, warum sie Hongkong verlassen musste, deutlich zur Spannung beiträgt. Dass das Urlaubsparadies der Superreichen natürlich für die Hotelangestellten kein paradiesischer Ort ist, wird schnell offensichtlich. Deutlich wird auch, wie einsam Menschen wie Lola sind, die rund um den Globus von einem gut bezahlten Jobangebot zum nächsten hetzen. Störend finde ich allerdings die ständigen Twists, dass ständig jemand anderes verdächtig wirkt. Lolas Motto: „Sei auf alles vorbereitet. Traue niemandem!“ beherzigt sie leider zu wenig und vertraut immer wieder den falschen Leuten. So kann man ihr Verhalten und ihre Handlungen oft nicht ganz nachvollziehen und sie wird einem im Lauf der Lektüre auch nicht sympathischer.

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Rezensionen von Claudia R.:

80er Jahre Flair

Master of his Universe von Finkenzonk Finkenzonk

Klappentext / Inhalt:

Sommer 1989: Dem vierzehnjährigen Benni droht das Internat. Mit Hilfe einer verrückten Freundin und eines grummeligen Rentners muss er die Katastrophe abwenden. Als er sich unfreiwillig die Augenbrauen abrasiert und zum Gespött der Schule wird, flieht Benni in einen mächtigen Baum.

Das ist der Beginn einer Odyssee durchs eigene Leben. Wieso verdrängt seine Mutter die Vergangenheit? Wofür ist der Schlüssel, den sein Bruder Tag und Nacht um den Hals trägt? Und wie besiegt man den Edelweißfluch? Benni kämpft, liebt, leidet und lüftet ein dunkles Familiengeheimnis. Am Ende wartet der tödliche Sprung zum Master of his Universe. Eine bewegende Coming-of-Age-Geschichte mit Witz, Spannung und 80er-Jahre-Atmo.

Cover:

Das Cover ist interessant umgesetzt. Schemenhafte Umrisse, die eine Person, einen Blitzeinschlag und einen Baum kennzeichnen und so auch eine gewisse Neugier verursachen. Optisch und farblich interessant gestaltet.

Meinung:

Eine bewegende Erzählung mit Humor, Spannung und dem Charme der 80er Jahre. Benni ist 14 Jahre als ihm das Schicksal Internat droht. Doch kann er diese Katastrophe abwenden?

Inhaltlich möchte ich hier nicht allzu viel verraten und halte mich daher mir weiteren Details und Informationen zum Buch zurück. Schaut aber am Besten selbst hinein und verschafft euch einen Überblick.

Der Schreibstil ist angenehm, bildlich und leicht lesbar. In Benni und auch die anderen Charaktere findet man sich gut hinein. Die Charaktere sind gut durchdacht und haben ihre ganz eigenen Seiten und so auch einen ganz eigenen Charme. Auch das 80er Jahre Flair kommt hier sehr gut herüber und erinnert an die damalige Zeit. Man wird in diese wieder zurück versetzt, was auch das Ganze ein wenig entschleunigt. Auch damals hatte man so seine Problemchen und Benni stellen sich so einige Fragen und Abenteuer.

Die Beschreibungen sind gut gelungen und man kann dem Ganzen leicht folgen. Aber auch der Humor und auch Spannung kommen nicht zu kurz.

Die einzelnen Abschnitte haben eine gute und angenehme Länge. Die Anfänge sind durch eine große Zahl für die Kapitelnummerierung erkennbar, welche teils aber auch mitten auf der Seite beginnen kann. Gliederung und Gestaltung sind gut.

Die Geschichte steckt voller Emotionen und bietet eine kurzweiliges und unterhaltsames Lesevergnügen.

Fazit:

Eine bewegende Erzählung mit Humor, Spannung und dem 80er Jahre Flair.

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Rezensionen von lectrice:

Bewegend

Am Meer ist es schön von Barbara Leciejewski

Der Titel dieses Buches ist bewusst so gewählt, dass er andere Erwartungen weckt und man deswegen umso schockierter ist, das Schicksal dieser "Verschickungskinder" zu lesen. Denn hier erwartet den Leser/die Leserin kein Wohlfühlroman mit Meeresfeeling.
Protagonistin Susi wird Ende der 1960er Jahre zur Kur an die Nordsee geschickt.

Doch was sie dort erwartet, sind nur Schikane und Horrorgeschichten, die beim Lesen unter die Haut gehen. Dabei klingt die Kräftigungskur in Haus Morgentau im Vorfeld richtig gut, damit die Achtjährige an Gewicht zunimmt und sich an der Nordsee erholt. Erst als ihre Mutter im Sterben liegt, gelingt eine Verarbeitung der Ereignisse und ein Gespräch zwischen Mutter und Tochter.
Eindrucksvoll geschrieben, gerade die einfachen Worte machen die Geschichte so furchtbar.
Ein dunkles Kapitel der Geschichte, über das noch viel zu wenig berichtet wurde, verpackt in eine persönliche Geschichte.

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Rezensionen von Claudia R.:

ungeschönte Schicksale

Wie Blätter im Sturm von Anja Lehmann

Klappentext / Inhalt:

„Wie Blätter im Sturm“ ist ein historischer Roman, der im Zweiten Weltkrieg spielt.
Viktor, ein junger Mann aus Wien, besucht eine nationalsozialistische Erziehungsanstalt in Deutschland. Weit weg von der Heimat erlebt er Schreckliches. Doch gleichzeitig verspricht die Karriere bei der Waffen-SS genau das zu sein, was ihn seine „Verfehlungen“ vergessen lassen kann.

Als er nach Wien zurückkommt, möchte er seine Jugendfreundin Alina heiraten. Doch die brigt ein Geheimnis, von dem Viktor auf keinen Fall erfahren darf.
Die Spionin Katharina hingegen geht über Leichen, um der deutschen Abwehr von London aus brisante Informationen zu liefern.
Frank, ein Wehrmachtsoldat und Claire, eine stolze Französin, lernen sich unter unglücklichen Umständen kennen. Eigentlich sind sie Feinde in dem irrsinnigen Kriegsgeschehen, doch mit der Zeit schaffen sie es, die unsichtbare Grenze, die man zwischen ihnen aufgebaut hat, zu überwinden und sich besser kennenzulernen. Weder die anderen Soldaten, noch Claires Familie darf von der zarten Liebe erfahren, die sich langsam zwischen den beiden entwickelt.
Das Buch begleitet die Schicksale der unterschiedlichen Menschen von 1939 bis 1943.

Cover:

Eine junge Frau steht im Vordergrund, die zerbombten und blutgetränkten Überreste der Krieges sind im Hintergrund erkennbar. Der bnlutrote Untergrund und die zerfallenen Ruinen geben einen schonungslosen Einblick auf die Hintergründe. Rote Rosenblätter fallen vom Himmel und im Gesamten ist das Cover sehr passend zur Geschichte und den Geschehnissen umgesetzt. Optisch und farblich einprägsam ist es umgesetzt und gibt so schon einiges von der Geschichte preis.

Meinung:

Eine emotionsgeladne, ergreifende und fesselnde Erzählung über 5 sehr unterschiedliche Menschen und Schicksale in der schwersten Zeit der Menschheit. Jeder der fünf Charaktere spiegelt eine andere und ganze eigene Art und Weise des Umgangs mit dem Leben und dies zu Zeiten des zweiten Weltkrieges wieder. Von 1939 bis 1943 werden die Schicksale dieser fünf Menschen und dem Umfeld in spannenden Kapiteln dargelegt. Durch diese wechselnden Perspektiven kommt Spannung und Tempo hinein.

Inhaltlich möchte ich hier gar nicht allzu viel verraten und halte mich mit weiteren Details und Informationen dazu zurück.

Der Schreibstil ist emotionsreich und fesselnd, aber auch schonungslos und bewegend. Für die damalige Zeit passend und angemessen umgesetzt, an vielen Stellen aber auch schockierend und grausam und doch auch sehr realitätsnah und authentisch. In die verschiedenen Charaktere findet man sich gut hinein, wenn auch nicht jeder dabei die eigenen Nerv trifft, sondern zum Teil auch polarisiert. Jede Charakter hat seine ganz eigene Seite und auch die Entwicklungen sind erstaunlich, teils auch überraschend und wendungsreich.

Die Handlungen sind emotionsreich und schnell wird Spannung und Tempo aufgebaut. Die verschiedenen Perspektiven ermöglichen die verschiedenen Einblicke und Sichtweisen, die das Ganze sehr interessant machen. Man bekommt Einblicke in eine düstere und erschreckende Zeit, die auf die Menschen unterschiedlich Einfluss genommen haben, was hier auch sehr gut ersichtlich wird. Fünf unterschiedliche Schicksale mit denen man mitbangt und diese sehr nah miterlebt.

Die einzelnen Abschnitte haben eine gute und angenehme Länge und ermöglichen zugleich einen guten Lesefluss. Die Anfänge sind gut erkennbar und durch Ort und Namen kann man sie schnell und gut zuordnen.

Die Erzählung ist ergreifend und emotionsreich umgesetzt. Hin und wieder stockt einem der Atem und am liebsten würde man Inne halten, wird aber zugleich auch weiter voran getrieben. Eine schonungslose, erbarmungslose und düstere Erzählung, die Einblicke in die menschlichen Irrungen und Wirkungen bringt, die einen zudem schockieren, aber auch extrem nachdenklich stimmen. Mich hat diese Geschichte mitgerissen, aufgewühlt und hallt immer noch ein wenig nach.

Man merkt zudem, dass sich mit dieser Thematik und auch den Hintergründen ausführlich auseinandergesetzt wurde und die historischen Einflüsse geschickt miteingebaut wurden. Die bildlichen Beschreibungen führen einen in diese Epoche und Zeit hinein und lassen entsprechende Bilder vor dem inneren Auge entstehen. Es wird nichts verharmlost oder verschönt, was es um so realitätsnaher und authentischer macht.

Fazit:

Eine emotionsgeladne, ergreifende und fesselnde Erzählung, die erbarmungslos, ungeschönt und authentisch rüber kommt.

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