Kunden em pfehlungen
Rezensionen von C. P.:
Kreative, aber tödliche Prüfungen
The Ordeals von Rachel Greenlaw
Um den Blutsbund zu brechen, der Sophia magisch an den Sammler bindet, sieht sie nur einen Ausweg: In die Killmarth-Akademie gelangen und dort die magischen Prüfungen bestehen. Auch wenn ihre eigenen magischen Fähigkeiten als Illusionistin bisher primär für Diebstähle und ähnliche Aufträge des Sammlers genutzt wurden.
Die als Ordeals bezeichneten Prüfungen gestalten sich als tödlich und nur die Sieger werden fortan für die Dienste an der Krone ausgebildet. Die Rivalität ist entsprechend hoch, so dass sie sich zunächst mit dem botanisch-begabten Alden als Team zusammentut.
Was zunächst ganz vielversprechend klang entpuppte sich als eine wie sinnlos wirkende Aneinanderreihung von Gewalt und Gefahr. Warum bringt man auf der Suche nach den Besten der Besten für eine Elitetruppe so viele junge begabte Menschen um? Sinnvoller wäre es doch, diese ebenfalls auszubilden, wenn Magie schon so besonders ist. Zumal die Elitemagier auch nur im Namen der Krone verheizt werden sollen. Generell scheint hier im Buch die Grundeinstellung zu sein, die Leute durch Quälerei zu stählen, denen einzutrichtern, sie wären was Besonderes, nur um sie dann als Waffe zu instrumentalisieren. Ebenso scheint es für die Leitenden der Akademie kein großes Problem zu sein, dass da jemand nebenbei zwischen den Anwärtern einige Morde begeht. Erhöhte Sicherheitsvorkehrungen? Negativ.
Die Charaktere bleiben alle langweilig flach, bis auf Oberflächlichkeiten erfährt man kaum was über sie. Selbst über Sophias Rivals2Lovers Love Interest Alden Locke, den knurrenden Mucki-Typ, der es nicht für nötig hält Fragen zu beantworten, erfährt man kaum mehr als in ständiger Wiederholung dessen Augenfarbe und Körpergeruch (kein Scherz!). Und die expliziten Szenen zwischen den beiden lesen sich wie Fast Food.
Die diversen Ausprägungen der Magie sowie die im Lauf des Romans vorkommenden Wesen bieten zwar etwas Abwechslung, doch auch hier bleibt das Buch enttäuschend zurückhaltend, es gibt kaum Beispiele für die Magiearten oder Informationen zu den Hintergründen der Wesen.
Die Ordeals selbst waren schon recht kreativ und spannend zu verfolgen, da kann ich die Autorin für ihre Kreativität loben. Nur der tödliche Aspekt für die angehenden Auszubildenden jedesmal, vor allem von Beginn an, sehe ich als sinnlos und vor dem Hintergrund einer Bedrohung stark kontraproduktiv. Zudem hätte dem Buch ein Plus an Magie, mehr Tiefgang und vor allem ein prüfender Blick auf die Logik dahinter gutgetan.
Rezensionen von C. P.:
War es Unfall oder versuchter Mord?
Das Signal von Ursula Poznanski
Sehr emotional startet man in Ursula Poznanskis neuesten Thriller: Viola wacht im Krankenhaus auf, schwerverletzt nach einem Unfall, an den sie keine Erinnerungen hat. Und bei welchem sie einen Teil ihres linken Beins verlor. Als wäre das nicht bereits belastend genug erwartet sie daheim eine Pflegerin, die glatt aus einem Psychothriller stammen könnte und ihr bei allen so beliebter Ehemann behandelt sie auffallend abweisend.
Durch ihre vorerst eingeschränkten Bewegungsmöglichkeiten ist es Viola zwar nicht möglich, selbst zu spionieren, doch dank einiger heimlich angebrachter Tracker kann sie schnell einige Lügen aufdecken, für die sie nun nach Erklärungen sucht.
Anfangs tat ich mich schwer mit dem Buch, was primär an der Darstellung von Violas Charakter lag. Womit ich nicht das psychische Loch meine, in welches sie zunächst fällt. Dass ihr Ehemann Adam ein skrupelloser Narzisst ist wird beim Lesen schnell klar. Was mich jedoch störte war die Tatsache, dass Viola von Beginn an WEISS, dass Adam toxisch für sie ist. Sie selbst beschreibt ihn so. Und trotzdem drehen ihre Gedanken sich erstmal darum, ob und wie sie ihm gefallen, in sein nach Perfektion strebendes Schema passen würde. Die Frau ist mitte 30 und denkt zunächst nur daran, es ihrem Ehemann recht zu machen, von dem sie WEISS, dass er ein Narzisst ist?! Aus dem Grund kann ich das Buch, zumindest den Anfang betreffend, auch nicht mit einem Hitchcock vergleichen, hierfür hätte es mehr Perfidie benötigt.
Interessant wurde es für mich, als Viola anfing, Beweise zu sammeln, Schlussfolgerungen zu ziehen und zudem ihre Erinnerungen allmählich zurück kehrten. Wer hat hier welche Geheimnisse und war es wirklich bloß ein Unfall, oder wollte sie jemand ermorden? Leider macht sie alles nur mit sich aus, da sie niemandem vertraut. Im Nachhinein vielleicht auch ganz gut so, auch wenn sie in einigem daneben lag. Im Großen und Ganzen fand der Thriller dann auch einen gelungenen Abschluss.
Ein Thriller, der nach und nach immer mehr Geheimnisse offenbart und Fragen aufwirft, die zum Miträtseln einladen.
Rezensionen von Furbaby_Mom:
Herrliche Atmosphäre!
The French Escape - Love & Lavender, Band 1 von Sarah Fleury
Schon beim ersten Blick auf das traumhaft schöne, rosafarbene Cover war ich sofort verliebt - und auch der Klappentext versprach eine leichte, sommerliche Romance vor der Kulisse von Cannes. Genau dieses Flair von Côte d’Azur, Sonne, Meer und Glamour bekommt man hier auch tatsächlich sehr intensiv vermittelt: Man riecht förmlich die Düfte, spürt die Wärme auf der Haut und taucht direkt ein in dieses französische Lebensgefühl.
Erzählt wird die Geschichte aus zwei Perspektiven: Amber, erfolgreicher Hollywoodstar (mit jemandem aus ihrer Vergangenheit, der sie nicht gehen lassen will) und Timothée, Spross einer traditionsreichen Parfümeursfamilie, der gerade an einem Wendepunkt in seinem Leben steht. Diese beiden Stimmen und Lebenslagen könnten unterschiedlicher kaum sein … und ergänzen sich gerade deshalb so schön. Während Ambers Perspektive modern, dialogreich und sehr lebendig ist, bringt Timothée die ruhigere, melancholischere Tiefe in die Geschichte.
Was mir besonders gefallen hat: Amber ist trotz ihres Ruhms keineswegs abgehoben, sondern wirkt verletzlich, reflektiert und menschlich. Ich liebe ihre enge Freundschaft mit Emily, die nicht nur als 'beste Freundin am Rande & Personal Stylist', sondern als wahre emotionale Stütze dargestellt wird - loyal, liebevoll, warmherzig und voller weiblicher Solidarität, frei von jeglichem Konkurrenzdenken. Diese Beziehung gehört für mich zu den Highlights des Romans.
Timothée wiederum ist kein klassischer perfekter Love Interest, sondern ein junger Mann voller Zweifel, innerer Konflikte und ungelöster Familiengeschichte. Seine Beziehung zu seinem Vater, die Sehnsucht nach seiner Mutter und seine Suche nach der eigenen Identität verleihen der Story eine emotionale Tiefe, die ich so gar nicht erwartet hatte. Gerade die Passagen rund um die Welt der Düfte und das Parfümkreieren sind wunderschön geschrieben und sehr atmosphärisch. Überhaupt fungieren die Düfte nicht nur als Beiwerk, sondern als eigene emotionale Sprache - " […] sie war kaum mehr als ein Schatten, ein Hauch von Jasmin […]".
Das Fake-Dating-Motiv, das ich ohnehin mega gerne lese, funktioniert hier perfekt, weil es nicht aus Spiel oder Kalkül entsteht, sondern aus einer emotionalen Notlage heraus. Beide Figuren suchen auf ihre Weise einen Ausweg, einen Neuanfang, was ihre Verbindung glaubwürdig macht.
Ein sensibler, ernster Nebenplot beschäftigt sich mit einer schwierigen Beziehung aus Ambers Vergangenheit. Ohne ins Detail zu gehen: Dieser Teil der Geschichte zeigt sehr eindringlich, wie schwer es sein kann, sich aus emotional belastenden Dynamiken zu lösen. Ich fand das grundsätzlich gut und wichtig umgesetzt, auch wenn mir dieses Thema persönlich etwas zu nahe ging und ich solche Inhalte eher ungern lese - was aber meine subjektive Wahrnehmung ist und keine generelle Kritik am Buch darstellen soll.
Insgesamt lebt dieses wunderbare Werk für mich ganz klar von seinem lebendigen, bildhaften Schreibstil, der Atmosphäre, den Duftbeschreibungen und den beiden Hauptfiguren. Die Handlung folgt zwar bekannten New-Adult-Tropes, fühlt sich aber durch das Setting, die emotionale Tiefe und die Parfüm-Thematik dennoch frisch an.
Das Ende macht definitiv neugierig auf die Fortsetzung - vor allem, weil ein weiterer Charakter in den Fokus rückt und ein kleiner Cliffhanger bleibt.
Fazit:
Ein sommerlich-leichter, gleichzeitig emotionaler NA-Roman mit viel Herz, herrlich französischem Flair, einem außergewöhnlichem Setting und sympathischen Figuren. Ich freue mich auf Band 2, der im September 2026 erscheint!
Rezensionen von C. P.:
Fantastisches Abenteuer über Freundschaft und das Anderssein
Starminster - Stadt in den Wolken von Megan Hopkins
Astrid führt ein Leben, welches bei den Lesenden sofort alle Alarmglocken im Kopf schrillen lässt: Eingesperrt in einem Schuppen hat sie noch nie den Himmel oder die Sterne in echt gesehen. Von ihrer Mutter wird sie stets vertröstet, die Welt da draussen sei zu gefährlich. Nur bei ihrer Mutter sei sie sicher.
Das sieht die fremde Frau anders, die plötzlich bei Astrid in der Tür steht, ihre Flügel ausbreitet und Astrid verspricht, bald ebenso fliegen zu können wie sie. Dafür müsse sie nur mit nach Oberlondon kommen und zur Starminster-Schule gehen.
Das Buch hat richtig Spaß gemacht. Es gibt ein London über dem London, welches nur für die Menschen mit Flügeln, sogenannte Librae, sichtbar ist. Dort ist auf den ersten Blick alles irgendwie anders, doch bei genauerem Hinsehen gibt es auch hier einige Probleme und viel zu verbessern. Astrids Zwiespalt, ihre Mutter gegen die neugewonnene Freiheit einzutauschen, wird einfühlsam beschrieben. Zudem möchte man gemeinsam mit Astrid herausfinden, warum ihre Mutter sie überhaupt versteckt hielt, da muss doch mehr dahinter stecken. Ihre Abenteuer mit den anderen Kindern, unter denen sie schnell Freunde findet, entwickeln sich derart, dass man beim Lesen staunend Neues entdeckt, sich über unfaires Verhalten aufregt und mit Astrid mitfiebert, als es darum geht, dass mehrere Kinder spurlos verschwinden. Die natürlich gerettet werden müssen.
Mit ihren 11 Jahren ist Astrid bereits erstaunlich selbstständig, mutig und einfallsreich, was dem Roman positiv zugute kommt. Starminster ist ein erfrischendes Urban Fantasy Abenteuer über Freundschaft, Ausgrenzung, Zusammenhalt und den Traum vom Fliegen in und über London.
Rezensionen von brauneye29:
Hat mir sehr gut gefallen
Böser, böser Wolf von Alexandra Benedict
Zum Inhalt:
Die Krimiautorin Kathie wacht in einem verschlossenen Raum auf. Sie wurde von einem Mann entführt, der sich Wolf nennt und er hat eine ungeheure Forderung. Sie soll ein modernes Märchen schreiben, in dem reale Menschen grausam zu Tode kommen, denn das was sie schreibt, setzt er um. Weigert sie sich, wird sie selbst zum nächsten Opfer.
Sie versucht Hinweise für die Polizei einzubauen, doch werden diese erkannt?
Meine Meinung:
Das war ja mal eine ganz andere Art von Krimi und das anders ist durchaus positiv gemeint. Schon die Idee einen Krimi in Märchenform zu verpacken, fand ich sehr gelungen. Den nächsten Twist, dass die obskuren Mörde in Realität ausgeübt werden, gibt dem Ganzen noch eine besondere Note. Die kurzen Kapitel mit einem wirklich flüssigen, eingängigen Schreibstil, verlocken einen immer noch ein Kapitel zu lesen. Die Figuren wurden gut ausgearbeitet. Die Perspektivwechsel machten das ganze Buch noch vielschichtiger und spannender.
Fazit:
Hat mir sehr gut gefallen
Rezensionen von ekiam:
Gefühlvolle Enemies-to-Lovers-Geschichte im Theaterumfeld
Jonah Goes Off Script von Robyn Green
Jonah ist ein gefeierter Star im Londoner West End und frisch mit einem Olivier Award ausgezeichnet. Beruflich könnte es kaum besser laufen; privat dagegen gerät sein Leben zunehmend aus dem Gleichgewicht. Als dann auch noch Dexter, charismatischer Publikumsliebling und ausgerechnet Jonahs größter Rivale, neu zum Ensemble stößt, sind Konflikte vorprogrammiert.
Die Geschichte wird ausschließlich aus Jonahs Perspektive erzählt, wodurch seine Gedanken, Unsicherheiten und Beweggründe greifbar und authentisch wirken. Dexter bleibt dagegen zunächst geheimnisvoll. Gemeinsam mit Jonah entdeckt man im Verlauf des Buches immer mehr seiner Facetten. Sein Verhalten überrascht, wirkt stellenweise widersprüchlich, ist am Ende jedoch stets nachvollziehbar. Dieses behutsame Enthüllen seiner Persönlichkeit sorgt für anhaltende Spannung.
Die Dynamik zwischen Jonah und Dexter ist von Beginn an spürbar. Ihre Rivalität basiert nicht auf oberflächlichen Missverständnissen, sondern auf glaubwürdigen Konflikten, die sich nicht abrupt auflösen, sondern sich nach und nach auflösen.
Neben der romantischen Handlung greift der Roman auch ernstere Themen auf: Verlust, Homophobie sowie toxische Beziehungen und problematische Arbeitsverhältnisse verleihen der Geschichte zusätzliche Schwere, ohne sie zu überladen. Die Nebenfiguren, insbesondere Jonahs Eltern und seine Freunde Bastien und Sherrie, bringen eigene Perspektiven und Handlungsstränge mit, die das Gesamtbild abrunden.
Robyn Greens Schreibstil ist locker und flüssig. Mitunter ist er etwas ausschweifend, was den Lesefluss jedoch nicht beeinträchtigt.
Insgesamt ist Jonah goes off script eine gefühlvolle, vielschichtige Enemies-to-Lovers-Geschichte vor der glamourösen und zugleich fordernden Welt des Theaters, die ich kaum aus der Hand legen konnte.
Rezensionen von Sheilo:
Interessant und sehr informativ
National Geographic Kids Weltatlas - Fremde Kulturen, großartige Naturwunder und wilde Tiere entdecken: Kinderatlas für Kids ab 8 Jahren von
Dieser Weltatlas bietet Kindern und auch Erwachsenen auf rund 200 Seiten eine Fülle von Informationen rund um unsere Welt.
Auf den ersten Seiten des Buches gibt es zu den verschiedensten Themen einen Einstieg, wie beispielsweise der Entstehung der verschiedenen Kontinente durch die Plattentektonik, das Klima mit den verschiedenen Klimazonen und der enormen Bedeutung der Meeresströmungen oder aber auch generelle Informationen zur Weltbevölkerung, Sprachen oder Wirtschaft, um nur einige wenige Beispiele zu nennen.
Die großformatigen Doppelseiten laden dabei geradezu ein, dass jeweilige Thema mit den Kindern zu vertiefen.
Danach folgt die Entdeckung der einzelnen Kontinente, wobei es immer politische und physische Karten gibt, um einen Überblick zu erhalten. Untersetzt werden diese durch Informationen zu einzelnen Ländern, ergänzt von wunderschönen Fotos und Informationen, die aus Zahlen und Fakten sowie einem kurzen Text bestehen. Der Umfang ist dabei kindgerecht und auch die Beschreibungen sind auf das empfohlene Alter von 8 Jahren abgestimmt. Am Ende des Buches befindet sich ein Überblick über alle Länder der jeweiligen Kontinente, denen die Flagge und ein kurzer Faktenüberblick zugeordnet ist.
Meine Kinder sind von diesem Buch sehr begeistert und wollen es gar nicht mehr aus den Händen legen. Die Vielfalt der Informationen im Atlas sind wirklich beeindruckend und die Gestaltung ist perfekt zum Entdecken durch die Kinder, aber auch Erwachsene, geeignet. Auch ich konnte einige neue Informationen mitnehmen und altes Wissen auffrischen. Von mir gibt es daher eine große Empfehlung des Weltatlas.
Rezensionen von brauneye29:
Keine leichte Lektüre
Liefern von Tomer Gardi
Zum Inhalt:
Filmom arbeitet ohne Arbeitserlaubnis unter falschem Namen in Tel Aviv als Lieferant. Geflüchtet aus Eritrea will er genug Geld verdienen, um seiner Frau und Tochter nach Berlin zu folgen. Seine Frau und Tochter lernen Deutsch bei Nina im Bildungszentrum. Nina reist nach Delhi zu einem Auslandssemester, wo sie sich in dem Argentinier Ramon verliebt.
Diese und weitere Episoden umfasst das Buch.
Meine Meinung:
Das Buch verlangt schon einiges von einem ab, denn es ist kein klassischer Roman, sondern ein zum Teil verwirrendes Werk, dass für den Leser extrem herausfordernd ist. Immer wieder hatte ich auch das Gefühl, etwas verpasst zu haben, weil mir plötzlich was fehlte, aber genau das führt auch dazu, dass man sich intensiv mit der Lektüre befassen muss. Thematisch ist es ein Buch, dass auch aufrüttelt, weil der Finger auf Wunden gelegt wird, über die man vorher nicht mal nachgedacht hat. Würde ich das Buch empfehlen? Schwierig, da bestimmt nicht massenkompatipel, aber nicht uninteressant.
Fazit:
Keine leichte Lektüre
Rezensionen von Allesleser:
Neuer Wind an der Nordseeküste
Hedley Mill - Wohin der Weg dich führt von Sophie Oliver
England, 1954:
Laura Hedley kehrt in das Heimatdorf ihres Vaters zurück. Craster an der rauen Nordseeküste, ein Ort in dem der Fischfang dominiert und an dem sie wie ein Fremdkörper wirkt.
Sie möchte die alte Weberei ihrer Vorfahren wieder zum Leben erwecken, Tweedstoffe herstellen und sich damit einen Namen machen.
Mir hat die Geschichte von der ersten bis zur letzten Seite gefallen!
Die Autorin schafft es, dass man mitfiebert und Laura nicht von der Seite weichen möchte.
Sie ist eine starke Frau, die ihren Weg geht und dem Dorf den Glanz der neuen Zeit näher bringt.
Viele interessante Charaktere, eine sich langsam anbahnende Liebesbeziehung, Intrigen und jede Menge interessante Einblicke in ihre Arbeit machen diese Geschichte zu einem echten Leseerlebnis!
Rezensionen von lesespitz:
Wunderschönes Buch
Niemands Töchter von Judith Hoersch
Judith Hoersch’ Roman erzählt die berührende Geschichte von vier Frauen – Marie, Gabriele, Alma und Isabell –, deren Leben auf vielschichtige Weise miteinander verwoben sind. Ausgangspunkt ist Maries Versuch, sich in Berlin ein neues Leben aufzubauen. Ein unerwartetes Ereignis verändert nicht nur ihren Weg, sondern beeinflusst nachhaltig auch das Leben der anderen drei Frauen.
Nach und nach entfaltet sich in mehreren Zeitebenen, wie eng ihre Schicksale tatsächlich miteinander verbunden sind.
Der Roman greift große Themen auf: Familie, Mutterschaft, Sehnsucht, Fremdbestimmtheit, Schweigen und generationsübergreifende Traumata. Besonders eindrucksvoll ist, wie Hoersch diese Aspekte in die Handlung einbettet, ohne je belehrend zu wirken. Trotz der Schwere der Themen bleibt der Ton stellenweise leicht, was vor allem dem zugänglichen, atmosphärischen Schreibstil zu verdanken ist. Die Autorin lässt uns tief in die Gefühlswelt der Figuren eintauchen: Almas Schmerz über das diffuse Gefühl, in ihrer Familie nicht wirklich dazuzugehören; Isabells Zweifel, ob sie die Mutter sein kann, die sie sein möchte, und ihre Trauer um die durch einen Unfall verstorbene Mutter; Gabriele, die sich zunehmend von der Rolle als „Mama“ entfernt; und Marie, deren Fotos am Ende zum Schlüssel der Wahrheit werden.
Die Figuren wirken durchweg authentisch, ihre Handlungen und inneren Konflikte sind nachvollziehbar. Positiv fällt auf, dass der Roman zwar nach Ursachen für Verletzungen fragt, aber weitgehend auf einfache Schuldzuweisungen verzichtet. Die Entwicklung der Charaktere über mehrere Jahrzehnte ist stimmig und berührend. Zwar lässt die Spannung zwischendurch etwas nach, doch zum Ende hin gewinnt die Geschichte deutlich an Fahrt und führt zu einer Auflösung, die man zwar erahnen kann, die aber emotional überzeugt.
Abgerundet wird das Buch durch ein stimmiges Cover, passende Musikanspielungen und interessante Nebenfiguren. Ein eindringlicher Roman über Mütter und Töchter, der tief unter die Oberfläche geht und lange nachhallt.











