Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Anilam:
Ein leiser Thriller voller Atmosphäre
Der letzte Brief des Papstes von Clarissa van Elbrecht
Der letzte Brief des Papstes hat mich vor allem mit seiner besonderen Gestaltung überzeugt: klare Typografie, viel Raum und Seiten, die sofort eine ruhige Grundstimmung erzeugen. Diese Atmosphäre setzt sich im Text fort, der mit wenigen, präzisen Bildern eine dichte Spannung aufbaut. Schon die ersten Szenen – ein Schatten, ein stiller Gang, ein Blick, der zu viel verrät – zeigen, wie stark der Roman von Stimmung, Beobachtung und dem Unausgesprochenen lebt.
Der Schreibstil ist ruhig und zurückhaltend, aber gleichzeitig präzise genug, um sofort neugierig zu machen. Besonders die Begegnungen des Erzählers wirken authentisch und lassen spüren, dass hier mehr unter der Oberfläche brodelt, als offen ausgesprochen wird. So entsteht ein Thriller, der mich nicht mit wirren Wendungen, sondern mit feiner Spannung bis zum Schluss überzeugt hat.
Ich empfehle das Buch jedem, der besondere Atmosphären und klug erzählte Geheimnisse in Romanen mag.
Skurril, brutal und schleimig
Feuchte Monster von Matthias Krause
Normalerweise mache ich um extremen Horror, schleimige Meereswürmer und blutige Rachefeldzüge einen großen Bogen. Das hier ist definitiv nicht mein übliches Genre und eigentlich hätte ich allein von der Beschreibung weglaufen müssen. Aber irgendwie war meine Neugier geweckt bei der Beschreibung des Buches und wollte plötzlich böse und wilde Abgründe entdecken.
Das Buch selbst ist eine völlig abgedrehte Mischung aus Monsterhorror, schwarzem Humor und absurd überzeichneter Gesellschaftssatire. Ich wusste beim Lesen oft nicht, ob ich lachen, würgen oder den Kopf schütteln soll – meistens tat ich alles gleichzeitig. Die Kreativität ist unbestreitbar, die Ideen herrlich verrückt, und die Figuren genauso schräg wie unvergesslich.
Ich habe mich durchgehend unterhalten gefühlt. Der Schreibstil ist absolut bildhaft, so dass man sich manche Dinge leider etwas zu gut vorstellen konnte. Die Charaktere sind alle auf ihre eigene Art und Weise richtig interessant und wild dargestellt.
Allein für diese kompromisslose Art, Geschichten zu erzählen und für die Leidenschaft des Autors dahinter gibt es von mir 5 Sterne. Fans von bizarren, blutigen und grotesken Stoffen bekommen hier ein echtes Fest serviert – und selbst Genre-Neulinge werden zumindest staunen.
Weihnachtsmagie trifft Krimispannung
Hunter B. Holmes - Mord unter dem Weihnachtsbaum von Wolf September
''Hunter B. Holmes - Mord unter dem Weihnachtsbaum'' sollte wirklich jeder lesen, der gern bei einem Krimi mit grübelt und Weihnachten liebt. Schon ab der ersten Seite vermittelt das Buch so eine wohlige und weihnachtliche Atmosphäre, dass man fast vergisst das es hier um einen Mordfall geht. Hinzu kommt der sympathische Ermittler Hunter, viele unerwartete Wendungen und Erkenntnisse die man als Leser irgendwie völlig außer Acht gelassen hat.
Für mich persönlich blieb der Fall bis zum Schluss spannend und mein Verdacht viel auf jemand Unschuldigen.
Der Erzählstil von Wolf September ist sehr angenehm. Er ist locker, angenehm flüssig und trotzdem total detailreich. Besonders die Mischung aus Spannung, feinem Humor und warmen, emotionalen Momenten macht das Lesen so leicht und gleichzeitig fesselnd. Man verliert nie den Überblick, und die Perspektive rund um Hunter sorgt dafür, dass man ganz nah an den Figuren bleibt.
Das Cover passt perfekt zur Geschichte: winterlich, atmosphärisch und sofort ein Blickfang. Es transportiert direkt dieses tolle Gefühl von Weihnachten mit einem kleinen, geheimnisvollen Unterton – genau die Stimmung, die das Buch später auch im Inneren hält.
Vielschichtig und fesselnd
Schattenspiel von Ellen Gerretzen
Schattenspiel hat mich mit seiner dichten, leicht düsteren Atmosphäre sofort abgeholt. Schon nach den ersten Seiten merkt man, dass man hier ein tolles Buch mit viel Spannung und psychologischer Tiefe liest. Außerdem spielt die Story in einem Wechsel zwischen Spanien und Berlin, was zwei so unterschiedliche Orte sind, die der ganzen Geschichte noch einen eigenen Charakter geben.
Wolfgang, der ehemalige Kommissar im „Ruhestand“, ist ein unglaublich authentischer Protagonist. Kein richtiger Held, sondern jemand mit Vergangenheit, Fehlern und Zweifeln, die immer wieder an die Oberfläche drängen. Genau das hat ihn für mich so greifbar gemacht. Auch die Nebenfiguren wirken realistisch – manche sympathisch, manche irritierend, einige bewusst schwer zu lesen, was perfekt zum Grundton der Geschichte passt.
Der Schreibstil hat mir richtig gut gefallen: ruhig, klar und trotzdem voller Spannung. Einige Szenen sind fast schon poetisch beschrieben, ohne an Intensität zu verlieren. Und auch wenn das Tempo nicht durchgehend hoch ist, entsteht eine unterschwellige Spannung, die einen Seite für Seite weiterzieht.
Besonders beeindruckt hat mich, wie die Autorin Themen wie Erinnerung, Schuld und Vergänglichkeit einwebt. Der Kriminalfall ist spannend, aber es steckt noch so viel mehr dahinter.
Wissen, das wachrüttelt
Frauenkörper ticken anders von Miriam Funk
„Frauenkörper ticken anders“ hat mich echt überrascht – im positiven Sinn. Ich fand es total spannend, wie das Buch zeigt, wie Frauen in der Medizin über Jahrhunderte behandelt wurden und bis heute oft anders behandelt werden. Es bietet einen tollen Einstieg in die weibliche Medizin und gibt Frauen Raum, ihre Erfahrungen sichtbar zu machen.
Trotz der vielen Themen liest sich das Buch super angenehm. Der Schreibstil ist flüssig und verständlich, und die Autorin Miriam Funke schafft es, komplexe Inhalte so zu erklären, dass man wirklich dranbleiben will. Besonders gut gefällt mir die Struktur: Tabellen, Fakten und Erfahrungsberichte wechseln sich ab, sodass man nie das Gefühl hat, erschlagen zu werden.
Am Ende bleibt auch Hoffnung: Dass Gendermedizin inzwischen an mehreren Universitäten Pflichtfach ist, zeigt, dass sich etwas verändert. Genau das macht dieses Buch für mich so besonders – es zeigt Missstände, aber auch, dass Wandel möglich ist.
Ein aufrüttelndes, aber gleichzeitig motivierendes Buch. Es macht wütend, nachdenklich und optimistisch zugleich – und man lernt beim Lesen unglaublich viel über sich selbst und darüber, wie Frauenkörper wirklich „ticken“.
Wer sich für Themen rund um Gesundheit, Körper und Medizin interessiert, findet auf www.mabuse-verlag.de oder auf den Social-Media-Kanälen @mabuseverlag viele weitere spannende Bücher – nicht nur zu Frauenthemen, sondern zur ganzheitlichen Gesundheit.
Alltagstaugliche Quick Wins
Lernen ohne Streit von Trixi Tumert
Leider ist das Thema Lernen und Hausaufgaben oft ein Stressfaktor in Familien. ''Lernen ohne Streit'' ist ein Ratgeber, der sich mit viel Verständnis und Erfahrung mit diesem Thema auseinandersetzt und einen Weg aufzeigt wie man sein Kind gut begleiten kann.
Trixi Tumert schreibt ehrlich, klar und ohne Druck.
Sie zeigt, wie man als Elternteil wieder mehr Gelassenheit ins Lernen bringen kann, ohne das Kind dabei aus den Augen zu verlieren. Besonders hilfreich finde ich ihre vielen praktischen Tipps, die sich wirklich leicht in den Alltag einbauen lassen – nichts Extravagantes, sondern Dinge, die man sofort umsetzen kann.
Was mir auch gut gefallen hat: Der Fokus liegt nicht vor allem auf der Beziehung zwischen Eltern und Kind. Der Gedanke, dass Vertrauen und Verständnis wichtiger sind als Perfektion, hat mich sehr angesprochen. Das Buch ist außerdem sehr übersichtlich aufgebaut und angenehm zu lesen – man kann immer mal wieder ein Kapitel aufschlagen und findet sofort etwas, das im Alltag hilft.
Ich kann „Lernen ohne Streit“ besonders Eltern empfehlen, die sich manchmal unsicher fühlen, wie sie ihr Kind beim Lernen am besten unterstützen können, ohne dass es in Stress und Streit endet.
Wenn Hunde reden könnten
Der Hund, der sprechen konnte von Günter Krieger
Auf dem Cover sieht man schon unseren tierischen Hauptcharakter Toffik – und genau so charmant, frech und liebenswert, wie er dort wirkt, ist er auch im Buch. Die Geschichte rund um den sprechenden Hund ist genauso unterhaltsam wie verrückt. Günter Krieger hat es hier geschafft, Humor und Nachdenklichkeit super zu verbinden.
Der Schreibstil ist locker, flüssig und voller Situationskomik. Ich musste oft lachen, aber gleichzeitig regt das Buch auch ein bisschen zum Nachdenken an – zum Beispiel darüber, was im Leben wirklich zählt.
Die Figuren wirken echt, auch wenn sie manchmal leicht überzogen sind. Besonders Toffik mit seiner frechen Art ist einfach herrlich. Marek dagegen hat mich zwischendurch echt auf die Palme gebracht.
Toll fand ich auch, dass das Buch recht kurz ist – man kann es super an einem Nachmittag oder Abend lesen, ohne dass es an Tiefe verliert.
Ein witziges, warmherziges Buch über Mensch, Tier und Moral – leicht zu lesen, mit viel Charme und einer guten Portion Ironie. Perfekt für alle, die beim Lesen gern lachen, aber trotzdem was zum Grübeln mögen.
Miez Marple ermittelt mit Pfiff!
Miez Marple und die Tatze der Verdammnis von Fabian Navarro
Was für ein herrlich schräges, witziges und gleichzeitig herzerwärmendes Buch! ????
„Miez Marple – und das Geheimnis im Bellagio“ hat mich von der ersten Seite an begeistert. Schon die Idee, einen Krimi in einem luxuriösen Tierhotel spielen zu lassen, ist einfach gut. Dazu die charmante, schnurrende Detektivin.
.. Mit ihrem trockenen Humor, ihrer Neugier und einer guten Portion Selbstironie stolpert sie von einer Spur zur nächsten und beweist dabei mehr Spürsinn als so mancher Mensch.
Ich habe beim Lesen oft geschmunzelt. Der Humor ist genau mein Ding – kleine Seitenhiebe auf uns Menschen, skurrile Situationen und viele liebevolle Details, die das Buch zu etwas ganz Besonderem machen. Gleichzeitig steckt auch Tiefe darin: Themen wie Freundschaft, Zusammenhalt und Vorurteile werden bearbeitet.
Das Buch ist außerdem wunderschön gestaltet. Das Cover ist ein echter Hingucker und passt perfekt zum Stil – charmant und ein bisschen geheimnisvoll. Auch innen merkt man die Liebe zum Detail: kleine Illustrationen, hübsche Akzente und ein rundum stimmiges Design.
Für mich ist „Miez Marple“ ein echtes Wohlfühlbuch: spannend, witzig und mit ganz viel Herz. Ich hoffe sehr, dass noch viele Fälle folgen – denn Miez hat eindeutig das Zeug zur Lieblingsdetektivin!
Mutig, romantisch und voller Herzklopfen
Limerick Love. Break the Rules von Kristin MacIver
Limerick Love. Breake the Rules von Kristin Maclver hat mich sofort neugierig gemacht – eine historische Liebesgeschichte kombiniert mit einem Sportthema? Das klang für mich nach einer frischen Idee und genau das bekommt man hier auch! Die Autorin entführt in das verschneite Irland des 15. Jahrhunderts und erzählt die Geschichte der jungen Lady Vivienne, die sich nach Freiheit, Selbstbestimmung und ein bisschen Abenteuer sehnt.
Vivienne war mir sofort sympathisch. Sie ist mutig, rebellisch und bereit, für ihre Freiheit zu kämpfen – auch wenn sie dafür große Risiken eingeht. Als sie sich als Junge verkleidet und heimlich aus der Burg schleicht, um sich einem Hurling-Team anzuschließen, beginnt ein spannendes, emotionales Abenteuer, das mich bis zur letzten Seite nicht losgelassen hat. Viele Wendungen kamen völlig unerwartet und man hatte kaum Zeit richtig durchzuatmen, weil so viele spannende Szenen beschrieben wurden.
Wer auf Forbidden Love steht, kommt hier definitiv auf seine Kosten. Ich habe die Liebesgeschichte von Anfang bis Ende genossen – und ehrlich gesagt, zwischendurch selbst ein bisschen für Ruairí geschwärmt.
Ein sehr gelungener Auftakt, in einem Setting was mir so noch nicht in die Finger kam - ich freue mich schon auf Band 2, in der es um die Geschichte von Slaine gehen soll.
Ein witziges und spannendes Abendteuer
Robin the Hood - Wie klaut man eine Stadt? von Rüdiger Bertram
'Robin the Hood – Wie klaut man eine Stadt' hat uns richtig gut gefallen! Schon der Einstieg mit dem Banküberfall ist total ungewöhnlich und sorgt sofort für Spannung. Im Buch lernen wir Robin kennen, der eine ziemlich außergewöhnliche Familie hat – denn bei ihnen sind alle professionelle Diebe.
Dadurch begegnet man im Laufe der Geschichte vielen verschiedenen Figuren, die alle auf ihre eigene Art sympathisch und liebenswert sind. Was mir besonders gefallen hat: Trotz seiner Karriere als Dieb ist Robin total sympathisch. Er ist freundlich, charmant und hat immer einen witzigen Spruch auf Lager – man kann ihn einfach nicht unsympathisch finden.
Zwischendurch gibt es immer wieder kleine Comics, die perfekt in die Geschichte eingebaut sind. Das macht das Buch total abwechslungsreich und bringt die Szenen richtig zum Leben. Die Mischung aus Text und Comic gefällt uns super. Das Buch hat genau die richtige Mischung aus Spannung, Witz und Herz. Es passiert immer etwas, aber trotzdem bleibt Zeit für die lustigen und rührenden Momente. Besonders das Ende war richtig spannend und hat Lust auf den nächsten Band gemacht.
Insgesamt ein Buch, das einfach Spaß macht – humorvoll, kreativ und mit Figuren, die man sofort ins Herz schließt. Für mich ganz klar fünf Sterne!











