Kunden em pfehlungen
Rezensionen von milky:
Gemütlicher Herbstroman
Die Hexen vom Honeysuckle House von Liz Parker
Ich liebe alles an der optischen Gestaltung des Buches: Das Cover und der Farbschnitt sind wirklich schön, detailliert und passen perfekt zum Inhalt des Buches. Schon beim Anblick kommt man in eine gemütliche Herbststimmung und möchte sich am liebsten in eine Decke kuscheln und den Roman lesen. Die gedruckten Bienen auf den Buchseiten finde ich sehr süß und ich habe mich jedes Mal gefreut, wenn ich eine von ihnen sah.
Die Geschichte handelt von den beiden Hexen-Schwestern Florence und Evie Caldwell und dem Fluch, der die Caldwells belastet: alle dreizehn Jahre fordert er ein Leben von einer Person, die den Caldwells wichtig ist.
Erzählt wird der Roman aus der Sicht von Florence und Evie, aber auch Clara - Evies Tochter - sowie Regina, Violet und dem Honeysuckle House selbst. Zeitlich gesehen teilt sich die Geschichte auf die unterschiedlichen Fluch-Jahre auf. Das klingt etwas verwirrend, ist es im Roman allerdings nicht und wirkt sehr natürlich und verständlich, sodass sich am Ende ein vollständiges Puzzle der Ereignisse ergibt.
Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und die Geschichte ist spannend aufgebaut. Ich hatte nie das Gefühl, ich könnte das Buch guten Gewissens weglegen, sondern wollte am liebsten alles in einem Stück lesen, wenn es möglich gewesen wäre.
Total spannend!
Die Lüge in ihrem Gesicht von Anne Keßel
"Die Lüge in ihrem Gesicht" spielt in Hamburg und handelt von zwei Frauen: Marlene Nielsen, eine Professorin und Verhaltenspsychologin mit dem Schwerpunkt der Mikroexpressionen, und einer Unbekannten, die in Notwehr einen Mann tötet, aber kein Wort sagt als sie im Nachgang von der Polizei befragt wird.
Marlene wird zu dem Fall herangezogen, da die Polizei zumindest den Namen der Unbekannten erfahren möchte. Doch Marlene entdeckt in ihrem Gesicht eine ungewöhnliche Regung und geht ab diesem Zeitpunkt der Wahrheit auf die Spur.
Mir hat der Thriller total gut gefallen, da sowohl die Geschichte als auch die Haupt- und Nebenfiguren sehr tiefgründig und vielschichtig beschrieben sind. Dadurch konnte ich sehr schnell eintauchen und war wie gefangen. Es ist wirklich sehr spannend geschrieben, sodass ich das Buch am liebsten in einem Rutsch gehört hätte, wenn es möglich gewesen wäre - genau das macht für mich ein gutes und spannendes Buch aus. Auch die Stimme der Sprecherin war sehr angenehm und passend. Ich habe ihr sehr gerne zugehört.
An der ein oder anderen Stelle dachte ich, dass die Schlussfolgerung offensichtlich wäre, wurde jedoch jedes Mal überrascht, da etwas Zusätzliches hinzukam oder der Plot-Twist doch anders war.
So schön!
72 Stunden mit dir von Darianne Schramm
Die Hauptfigur Sydney hat eine besondere Gabe oder - so wie sie es sieht - einen Fluch: 72 Stunden bevor ein Mensch stirbt, sieht sie eine pinke Uhr über den Köpfen der Menschen herunterzählen. Bis sie dem neuen Mitschüler Peter näher kommt, weiß niemand von dieser Fähigkeit. Gemeinsam versuchen sie eine Kleinigkeit im Leben dieser Menschen positiv zu verändern, denen nur noch wenig Zeit bleibt.
Wow, das Buch ist so, so schön und so, so traurig. Ich hatte es eigentlich gar nicht erwartet und dachte, das ist einfach "nur" ein Jugendbuch, aber es hat mich tatsächlich umgehauen. Es ist so gut erzählt, sodass man nur über die Seiten fliegt und wissen möchte, wie es bei Peter und Syd weitergehen wird. Beide Hauptfiguren sind tiefgründig beschrieben und ich konnte mich sofort in sie hineinversetzen und hatte eine sehr gute Verbindung zu beiden. Peter besitzt einen tollen Charakter, der einfühlsam und respektvoll ist. Jeder Mensch sollte sich eine große Scheibe von ihm abschneiden.
Ich habe mit beiden intensiv mitgefühlt und habe mit ihnen zusammen gelacht und auch an einigen Stellen geweint. Der Roman hat mich sehr berührt und soll dem Leser eine wichtige Botschaft mit auf den Weg geben, was er bei mir definitiv geschafft hat.
Masterminds, Band 1 - Der Darknet-Köder von Chris Morton
Justus van Meeren hatte einen Autounfall, bei dem er schwer verletzt wurde und seine Eltern gestorben sind. Zunächst ist er davon überzeugt, dass sein Vormund und Pate Randolf nur das Beste für ihn möchte, jedoch hegt er bald den Verdacht, dass dieser nur auf sein Millionenerbe aus ist. Zusammen mit Justus' Bodyguard Parker hecken sie einen Plan aus, um Randolf auffliegen zu lassen.
Dafür stellen sie ein Team aus fünf Masterminds zusammen.
Insgesamt ist der Schreibstil von Chris Morton sehr gut, da ich das Buch flüssig lesen konnte und über nichts "gestolpert" bin. Es waren nur knapp über 300 Seiten, aber vom Inhalt kam es mir weniger vor. Die Geschichte wurde recht schnell und mit wenigen Ausschmückungen erzählt. Die fünf Hauptfiguren hatten leider eher einen oberflächlichen Charakter mit wenig Tiefgang. Meistens konnte ich auch keine richtigen Verbindungen zu ihnen aufbauen und mich in sie hineinversetzen.
Fazit: auch wenn mich die Geschichte nicht umgehauen hat, würde ich den zweiten Teil dieser Serie lesen, um zu wissen wie es mit den fünf Masterminds weitergehen wird.
Leider zu oberflächlich
Silent Whispers – Wie Stimmen im Wind von Sophia Como
Der Roman "Silent Whispers" von Sophie Como handelt von Giulia und Scott. Eines Tages findet Scott Giulia verletzt im Wald, als er mit seiner kleinen Schwester baden ist. Er bringt die ängstliche Giulia zunächst zur Ärztin und anschließend zu seiner Familie auf die Farm, da sie scheinbar niemanden hat, zu dem sie zurückkann.
Beide haben eine schwierige Vergangenheit, die innerhalb des Romans behandelt wird.
Mir gefällt gut, dass die Geschichte abwechselnd aus Giulias und Scotts Sichtweise erzählt wird und jeweils in der Ich-Perspektive. Dadurch bekommt man als Leser eine Verbindung zu beiden Hauptfiguren und kann sich in sie hineinversetzen. Leider ist das jedoch eher an der Oberfläche geblieben und ist in meinen Augen ausbaufähig. Ich hatte stellenweise einen ganz guten Draht zu beiden Charakteren, aber insgesamt hat mich die Geschichte leider nicht gepackt - dabei hat die Idee dahinter sehr viel Potential. Auch war der Ablauf der Handlungen teilweise für mich nicht stimmig und hat sich irgendwie falsch angefühlt.
Fazit: Insgesamt ein vom Schreibstil angenehm zu lesendes Buch, dem leider der Tiefgang fehlt.
Toller Auftakt der Thriller-Reihe
Der Prätorianer von Tobias Bukkehave
"Der Prätorianer" spielt in Kopenhagen und handelt von der Kriminalkommissarin Sara Levin, die eine ungewöhnliche Reihe an Mordfällen aufdecken muss. Dabei hat sie Unterstützung von ihrem Kollegen Janus West als auch ihrem Bruder, einem hoch angesehenen Psychologen, Adam.
Die Geschichte wird chronologisch aus der Sie- bzw.
Er-Perspektive erzählt und hat dabei pro Kapitel bestimmte Personen im Blick. In den meisten Fällen wird die Sichtweise von Sara beschrieben. Durch diesen Wechsel erhält man als Leser zum einen einen guten Überblick über das Geschehen als auch Einblick in verschiedene Charaktere.
Zum Großteil wird sehr spannend, flüssig und nachvollziehbar erzählt. Am Ende mancher Kapitel hat mir der Aufhänger für das nächste Kapitel gefehlt. Im Idealfall sollte es bei Krimis und Thrillern keinen oder nur sehr wenige Momente geben, das Buch guten Gewissens wegzulegen, um eine Lesepause zu machen. Hier gab es diese Momente öfter, obwohl die Geschichte an sich spannend ist. Ich kann es nicht richtig benennen, ohne zu spoilern, aber insgesamt hat mir das gewisse Etwas gefehlt.
Das Cover hingegen ist meiner Meinung nach sehr gut gelungen. Alles ist stimmig und die Haptik ist sehr schön, sodass ich das Buch immer wieder gerne in die Hand genommen habe.
Leider nicht meins
If Books Could Kill von Kate Eberle
Das Hörbuch "If Books Could Kill" von Kate Eberle handelt von Roxy, die Liebesromane nur so verschlingt, selbst aber keine romantischen Beziehungen eingeht. Eines Tages wünscht sie sich, die Hauptfigur im zukünftigen Roman ihrer Lieblingsautorin Anna Matthews zu sein. Wie durch ein Wunder, wird ihr Wunsch erfüllt; jedoch verkündet Anna Matthews auf den sozialen Medien, dass ihr neuer Roman keine Liebesgeschichte wird, sondern ein Thriller.
So beginnt eine turbulente Reise für Roxy.
Der Klappentext hat sich für mich nach viel Potential angehört, da ich hauptsächlich Thriller lese, aber ab und an ganz gerne Liebesromane. Für mich war die Geschichte ein Mix aus Comedy, Romance und Thriller. Leider wurde alles drei eher schlecht als recht umgesetzt. Gerade zu Beginn und im Mittelteil haben mich die Figuren genervt und alles wirkte so aufgesetzt und künstlich. Ich konnte leider gar keine Verbindung zur Hauptfigur aufbauen. Gegen Ende war es dann ganz ok, sodass ich noch den Schluss hören wollte und nicht schon vorher abgebrochen habe.
Die Sprecherin hat das Buch sehr gut gelesen. Die Betonungen waren klasse und auch die Änderung der Stimme je nach Charakter war meiner Meinung nach sehr gelungen und hat mir gut gefallen.
Sehr spannend und geheimnisvoll
Tödliches Verderben von Karin Slaughter
Der Thriller "Tödliches Verderben" von Karin Slaughter handelt vom Mord an einer Polizistin und der schweren Verletzung ihrer Tochter. Beide werden in ihrem Haus von Sheriff Emmy Clifton, der Hauptfigur, und ihrer Schwester Jude sowie Emmys Sohn gefunden. Jude ist ehemalige FBI-Agentin, ihr Sohn Deputy im selben Department wie Emmy und beide unterstützen Emmy dabei, den Fall aufzuklären.
Während des Aufklärung kommen immer mehr Geheimnisse der Stadt und ihrer Bewohner ans Licht.
Der Text ist total spannend geschrieben und ich konnte mich sehr leicht in dem Buch verlieren und die Zeit vergessen. Durch die vielen Geheimnisse und Wendungen bleibt die Spannung aufrecht erhalten und man wird als Leser immer wieder von der Geschichte überrascht.
Erzählt wird chronologisch und aus der Sie-Perspektive (Großteils aus Emmys Sicht, selten auch aus Judes Sichtweise). Ein, zwei Mal war ich verwirrt, weil ich nicht ganz folgen konnte, ob nun mit "sie" Emmy oder Jude gemeint war, aber man hat sich recht schnell wieder einfinden können.
Fazit: wer ein spannendes Buch mit vielen Wendungen sucht, ist hier genau richtig.
Cozy Crime mit Anlaufschwierigkeiten
Three Willows: Mord und Häkeldeckchen von Katie Kento
Der Krimi "Three Willows" von Katie Kento handelt von der 83-jährigen Adelaide Peel, die ins Altersheim muss. Eigentlich sind dort keine Tiere erlaubt, doch von Beginn an gelingt es ihr, ihren Rauhaardackel Broderick einzuschmuggeln, die einzige Konstante in ihrem Leben. Von den anderen Bewohnerinnen und Bewohnern will sie nichts wissen und versteckt ihre grantige Art nicht.
Doch als ihre Zimmernachbarin stirbt und sich einige merkwürdige Dinge in Three Willows ereignen, fängt Adelaide Peel, die eingefleischte Kimi-Leserin, selbst an zu ermitteln.
Die Geschichte ist in der Sie- bzw. Er-Perspektive geschrieben und deckt Adelaides und die ihres Großneffen Oliver ab. Das war aus meiner Sicht gut gewählt, da sich eine Ich-Perspektive unpassend angefühlt hätte. Insgesamt war das Buch etwas zu langwierig und vor allem zu Beginn während der ersten Hälfte des Buches konnte ich mich nicht wirklich gut einfinden und fand auch die Hauptfigur etwas aufgesetzt. Das hat sich mit der zweiten Hälfte geändert und sowohl die Geschichte als auch die Hauptfigur waren etwas nahbarer.
Fazit: man darf hier keine große Spannung erwarten, aber wenn man einen gemütlichen Krimi zum Schmunzeln sucht, ist man hier richtig.
Familiengeheimnisse
Eine zu viel von Samantha Hayes
Der Thriller „Eine zu viel“ von Samantha Hayes handelt von der Familie Hunter. Nach dem Tod des Vaters Ray lädt die Mutter Connie ihre Töchter Kate, Darby und Bea inklusive deren Familie in die Ferienhütte der Hunters ein. Connie möchte sowohl Zeit mit der Familie verbringen als auch das Rays Testament mit ihren Töchtern besprechen und ein Geheimnis lüften.
Im Laufe der Geschichte wird klar, dass nicht nur Connie Geheimnisse mit sich herumträgt..
Die Geschichte ist in drei Teile aufgeteilt und je Teil wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt: Connie, Kate, Darby, Bea, Theo (der Stiefsohn von Darby) und Ray. Das finde ich eine sehr gute Wahl, da der Leser einen umfassenden Blick erhält und die Geheimnisse jeder Person nach und nach erfährt. Zusätzlich steigt dadurch die Spannung, da die Perspektiven immer wieder unterbrochen werden. Die Autorin legt einige falsche Fährten und versteht sich, die Spannung durchgehend aufrecht zu erhalten. Nach und nach ergibt alles Sinn und die Geheimnisse werden gelüftet. Der Schreibstil gefällt mir sehr gut, da ich mich schnell in die Geschichte einfinden konnte und eine Verbindung zu den Personen aufbauen konnte.
Fazit: ich kann das Buch nur empfehlen, da ich es kaum aus der Hand legen konnte und es bis zur letzten Seite spannend blieb.











