Kunden em pfehlungen
Rezensionen von milky:
Entspannung ohne Drama
Lass uns noch bleiben von Saskia Luka
Das Buch "Lass uns noch bleiben" handelt von Anna, deren Freundin Vinka von einem auf dem anderen Tag aus ihrem Leben verschwunden ist. Anna besitzt einen Pflanzenladen und trifft dort auf ihren zukünftigen Mitbewohner Alex. Gemeinsam mit ihm macht sie sich auf die Suche nach Vinka.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und flüssig zu lesen.
Insgesamt bleibt die Geschichte eher an der Oberfläche und man hat als Leser das Gefühl, dass man eher das Leben von Anna von außen betrachtet. Es wird zwar viel von Annas Tag beschrieben, jedoch kaum etwas von ihren wahren Gefühlen. Diese Art des Schreibens passt aber zum Buch und fällt nicht negativ auf. Zwar wird während der Geschichte keine Spannung aufgebaut, aber etwas an der Erzählung führt dazu, dass man immer weiter lesen möchte.
Fazit: wer ein ruhiges Buch zum Entspannen möchte, ist bei "Lass uns noch bleiben" genau richtig.
Pips Entfaltung
Ein Herz aus Papier und Sternen von Cecelia Ahern
Der Roman handelt von der 32-jährigen Pip, die mit ihrer 16-jährigen Tochter Bella noch bei ihren Eltern wohnt. Dadurch sind ihr klare Grenzen gesetzt, die sie bisher nie hinterfragt hat. Erst der Astronom Io, den sie bei der Arbeit kennenlernt, hilft ihr sich zu entfalten und für sich einzustehen.
Die Geschichte ist schön geschrieben, sodass sie flüssig und angenehm zu lesen ist. Man kann ihr stets folgen und es gibt keine Unklarheiten oder Gedankensprünge. Während des gesamten Buches bleibt die Geschichte spannend und ich konnte es kaum aus der Hand legen.
Der Charakter der Hauptfigur Pip wurde detailliert beschrieben und man kann sich als Leser gut in sie hineinversetzen. Auch alle weiteren wichtigen Personen hatten Tiefe und einen ausgeprägten Charakter, wobei es an der ein oder anderen Stelle noch mehr ins Detail hätte gehen können. Ich hätte mich z. B. über mehr Szenen mit Io gefreut.
Fazit: ein super geschriebenes Buch mit einer spannenden Geschichte über die Selbstentfaltung einer jungen Frau.
Spicy & Horror
House of Rayne von Harley Laroux
Vorab Anmerkung: Ich würde dieses Buch erst ab einem Alter von 16 bis 18 Jahren empfehlen.
Das Cover des Buches passt perfekt zum Thema des Buches und spiegelt den Grusel-Horror-Anteil gut wieder. Der spicy Romanzen-Anteil wird dadurch nicht repräsentiert und auch der Klappentext lässt darauf nicht in dieser Ausprägung darauf schließen.
Die Kapitel werden abwechselnd aus der Ich-Perspektive der beiden Hauptfiguren Salem und Rayne erzählt. Dadurch kann man sich gut in beide hineinversetzen und eine Bindung aufbauen. Die beiden Hauptpersonen, aber auch die Nebenpersonen, haben einen gut ausgearbeiteten Charakter und sind authentisch.
Der mysteriöse Anteil des Romans ist sehr gut gelungen. Es wird über das gesamte Buch hinweg Spannung aufgebaut und nach und nach treten neue Geheimnisse ans Licht. Der spicy Anteil war mir gegen Ende des Buches zu sehr ausgeprägt. Dass es zwei-, dreimal detailliert zur "Sache" geht, ist für mich völlig in Ordnung, aber gegen Ende wollte ich hauptsächlich wissen, wie es mit der Geschichte weiter geht und da haben diese anderen Szenen das ganze etwas in die Länge gezogen.
Fazit: Spannende Geschichte mit einer Mischung aus Mystery und düsterer Romanze, die gegen Ende jedoch etwas weniger detailliert ausgeprägt sein könnte.
Unfassbar ehrlich
All the Way to the River von Elizabeth Gilbert
Das Buch "All the Way to the River" ist wirklich unglaublich ehrlich geschrieben. Es handelt von der Autorin Elizabeth Gilbert, welche durch den Bestseller "Eat, Pray, Love" weltberühmt wurde, und Rayya Elias, die zunächst eine Bekannte war, dann beste Freundin und schlussendlich ihre Partnerin.
Beide sind auf unterschiedliche Art und Weise süchtig und gehen verschieden damit um.
Mir gefällt, wie die Autorin das alles ungeschönt erzählt und einen tiefen Einblick in ihr Leben und die Sucht gewährt. Das Buch leistet nicht nur nebenbei Aufklärung, sondern gibt auch Mut, die Sucht zu besiegen und nicht aufzugeben. Auch einige Tage, nachdem ich das Buch beendet habe, muss ich noch immer an einige Themen denken, was ein positives Zeichen ist.
Zwischen den Kapiteln befinden sich Gedichte und Zeichnungen. Diese Abwechslung lockert auf und hat mir gut gefallen.
Fazit: Absolut empfehlenswert!
Der unerwartete Verlauf einer Dienstreise
The Business Trip von Jessie Garcia
Jasmine und Stephanie haben nichts gemeinsam und doch alles. Beide befinden sich im selben Flugzeug und werden einige Tage nach Abflug vermisst. Zu Beginn scheint noch alles in Ordnung, da sie per SMS in Kontakt mit ihren Freunden sind, doch dann werden die Nachrichten immer verwirrender.
Den Thriller hat mich total überzeugt und ich konnte ihn kaum aus der Hand legen.
Die Erzählweise war zu Beginn etwas ungewohnt, da die Geschichte von vielen verschiedenen Personen aus der Ich-Perspektive erzählt wurde. Im Laufe des Buches führt es jedoch dazu, dass man gar nicht mehr aufhören kann zu lesen, da man immer mehr vom Verschwinden von Jasmine und Stephanie erfahren möchte. Es war zu keiner Zeit langweilig oder hat sich gezogen. Die Figuren sind gut ausgearbeitet und ich konnte zu jeder eine Verbindung herstellen und mich in sie hineinversetzen.
Fazit: Ein gelungener Debütroman, der bis zur letzten Seite spannend bleibt.
Gefangene Schwestern
Girls of Dark Divine - Eine Tänzerin. Ein Fluch. Eine verzweifelte Liebe. von E. V. Woods
Als ich das Buchcover sah, musste ich das Buch sofort lesen. Die Geschichte schien sehr vielversprechend: Emberlyn und weitere Mädchen sind in einem Fluch gefangen und müssen für ihren "Puppenspieler", Malcom Manrow, Tag für Tag nach seinem Willen tanzen - nicht umsonst werden die Tänzerinnen Marionetten genannt.
Was nach einer so spannenden und vielfältigen Geschichte klingt, hat leider etwas enttäuscht. Emberlyn als Hautfigur wirkt im Großteil des Romans, vor allem bis zur Hälfte des Buches, eher unnahbar und kühl. Ihre Schwestern, die anderen Tänzerinnen, besitzen kaum einen Charakter und werden nur oberflächlich beschrieben. Zu Beginn ist die Geschichte eher monoton, es passiert wenig und es gibt wenig direkte Rede. Spannend wird es erst danach. Ab dann passiert mehre und ich konnte mich etwas besser in Emberlyn hineinversetzen.
Dass es in der deutschen Ausgabe ein alternatives Ende gibt, empfinde ich eher als verwirrend und unnötig.
Roman zum Wohlfühlen
Die Tage im Café Torunka von Satoshi Yagisawa
Der Roman "Die Tage im Café Torunka" erzählt drei verschiedene Geschichten, die alle miteinander verwoben sind. Die wichtigste Gemeinsamkeit ist, dass die Hauptpersonen der drei Geschichten einen Großteil ihrer Zeit im Café Torunka verbringen und sich dort wohlfühlen.
Genau dieses Gefühl transportiert der Autor Satoshi Yagisawa an den Leser weiter.
Beim Lesen wird man in ein Café in der Unterstadt von Tokio versetzt und kann beinahe frisch gebrühten Kaffee riechen. Alles ist sehr unaufgeregt und man kann beim Lesen sehr gut entspannen.
Zu Beginn war es etwas verwirrend, dass die drei Geschichten aus der Ich-Perspektive erzählt werden, obwohl es sich um unterschiedliche Personen handelt. Man gewöhnt sich jedoch schnell an den Wechsel und kann sich gut mit dem Ich-Erzähler identifizieren und sich in ihn / sie hineinversetzen.
Fazit: Wer ein gutes Buch sucht, bei dem man sich einfach nur wohlfühlt und abschalten möchte, ist dieser Roman eine absolute Leseempfehlung. Wer sich mehr Spannung wünscht, könnte davon enttäuscht sein.
Tiefe Einblicke
Protokoll eines Verschwindens von Alexander Rupflin
In Hamburg wird Gabriel, ein junger Brasilianer, vermisst. Doch niemand ahnt, dass er sich seit Monaten leblos in einem Gästezimmer befindet.
Obwohl die Fakten bereits auf dem Klappentext des Buches stehen, gelingt es Alexander Rupflin, dass es zu keinem Zeitpunkt im Roman langweilig wird oder sich die Geschichte in die Länge gezogen anfühlt.
Die Erzählung wird aufgelockert, indem einerseits über das "Protokoll des Verschwindens" des jungen Brasilianers berichtet wird und andererseits über die Gespräche des Autors, die er mit den Betroffenen geführt hat.
Ich finde es gelungen, wie der Autor den Angehörigen, vor allem der Schwester des Opfers, Raum gibt, ihre Sichtweise und Gefühle darzustellen.
Fazit: Für Fans von True Crime eine absolute Empfehlung. Der Roman ist spannend erzählt, ohne dabei aufgesetzt zu wirken.
Loslassen.
Das Geschenk des Meeres von Julia R. Kelly
Die Geschichte von "Das Geschenk des Meeres" spielt in Schottland, im Jahre 1900. Sie handelt von Dorothy, einer jungen Lehrerin, die von Edinburgh in das kleine Fischerdorf Skerry gezogen ist, und von Joseph, einem dort ansässigen Fischer. Eines Tages rettet Joseph einen Jungen vom Ertrinken, der Dorothys verschwundenem Sohn sehr ähnlich sieht, und bringt ihn ins Dorf.
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Mir gefällt sehr gut, dass die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt wird - vor allem aus Dorothys und Josephs Sichtweise, aber auch aus Sicht einiger Dorfbewohner. Dadurch wird man sofort in die Geschichte gesogen und kann sich in die einzelnen Personen sehr gut hineinversetzen.
Im Buch wird abwechselnd zwischen "Jetzt" (als Joseph den Jungen gerettet hat) und "Damals" (als Dorothys Sohn verschwand) erzählt. Das führt dazu, dass es bis zum Ende spannend bleibt und man die Puzzleteile der Vergangenheit erst zum Schluss zusammensetzen kann.
Fazit: eine rundum gelungene Geschichte, die sich gut lesen lässt und spannend erzählt ist.
Zerstörung einer Tradition
Asa von Zoran Drvenkar
Das Buch "ASA" handelt von Asa Kolbert, deren selbsternannte Aufgabe es ist, eine Familientradition zu zerstören, die mehrere Dörfer betrifft.
Mir gefällt gut, dass die Geschichte aus Perspektiven verschiedener Personen erzählt wird sowie dass regelmäßig zwischen dem Jetzt und der Vergangenheit gewechselt wird.
So wird nach und nach die Vergangenheit der Familie Kolbert geschildert und damit auch das Entstehen der Tradition. Der Großteil ist wirklich spannend geschrieben, an einigen wenigen Stellen zieht sich die Erzählung jedoch etwas.
Etwas gewöhnungsbedürftig ist zu Beginn die Du-Erzählweise, wenn aus Sicht von Asa geschrieben wird. Nach einigen Seiten gewöhnt man sich jedoch schnell daran. Außerdem ist besonders, dass die direkte Rede mit Spiegelstrichen begonnen wird und keine Anführungszeichen verwendet werden. Dies stört meiner Ansicht nach jedoch den Lesefluss. Insgesamt ist der Schreibstil sehr einfach und flüssig zu lesen.
Fazit: ASA ist ein spannend geschriebener Roman, den man kaum aus der Hand legen möchte.











