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Rezensionen von verhei:

wenn die Welt Kopf steht, sucht man einen sicheren Hafen

Die Liebe trägt Gummistiefel,1 Audio-CD, 1 MP3 von Alexandra Zöbeli

Tess arbeitet als Investmentbankerin in Manchester, durchwegs erfolgreich, wurde sie doch gerade erst befördert. Doch es läuft nicht alles glatt – bei einer Untersuchung – eigentlich Routine- taucht eine Wucherung auf, dass ihre Ärztin gerne schnell entfernen möchten. Tess sieht sich mit ihrer Vergangenheit konfrontiert, starb doch ihre Mutter an Krebs und Tess hat sich um sie gekümmert.

Rasch folgt auch ein beruflicher Rückschlag und Tess wird beurlaubt. Um all dem Chaos zu entfliehen, beschließt sie der Stadt und dem Alltag zu entfliehen und macht sich auf, ein Abschnitt des Pennine Way zu wandern. Doch fehlende Erfahrung, schlechtes Wetter und Blasen an den Füßen trüben das Wandervergnügen. Als sie einer verletzten Mitwanderin helfen möchte, und die Bergrettung alarmiert, trifft sie auf den attraktiven Retter Gregg. Spontan trifft sie die Entscheidung doch mehr Zeit in dieser Gegend zu verbringen und kommt bei Greggs Nachbarin Fran in einem ehemaligen Feriencottage unter. Rasch lernt sie die neue Umgebung aus Natur, Yaks, Hunden und Alpakas kennen und schätzen.

Ein Buch über Neuanfänge, Chancen und die Überwindung von Traumata aus der Vergangenheit. Tess stellt auf Grund von beruflichen und privaten Rückschlägen ihr bisheriges Leben in Frage, dass von außen betrachtet doch sehr erfolgreich war. Sie erkennt, dass da wenig außer Arbeit ist und auch dass sie die Trauer um ihre Mutter mit Arbeit verdrängt hat. So manche Entscheidungen im Roman scheinen überstürzt, allerdings aus der Situation heraus für mich verständlich und authentisch. Tessas Motive wurden immer gut transportier, und es scheint als bringt die neue Umgebung manche Wesenszüge verstärkter zum Vorschein. Auch ich wäre von den neuen Personen in diesem kleinen Ort verzaubert.

Auch die Sprecherin des Hörbuches fand ich gut und passend zur quirligen Tessa gewählt.

Generell ein schöner Feel-Good-Roman mit Happy End und neuen Herausforderungen in mehrfacher Hinsicht.

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ein Ausmalbuch a la Disney

Cozy Coloring Disney - Cuties von

Ein klassisches Malbuch mit verschiedenen Motiven aus dem Universum von Disney/Pixar. Es enthält Motive neuerer Filme wie Encanto, allerdings auch Motive aus Klassikern wie Herkules und Die Schöne und das Biest.

Das Buch enthält zu Beginn eine Probierseite, in dem die Wirkung des Stiftes auf das Papier getestet werden kann.

Anschließend folgen 80 Seiten Disneymotive, wobei jeweils die Rückseite frei bleibt. Heraustrennen wäre möglich. Die Motive sind klar, geben aber da es sich um ein Malbuch handelt, keine Farbangaben vor. Die jeweiligen Flächen sind klar umrandet und nicht zu kleinteilig, so dass auch sicher Jüngere oder nicht so geübte oder einfach Personen, die nicht fitzeln möchten, Spaß haben und ein stimmiges Bild bekommen.

Interessant ist auch die Anleitung zu entspannenden Atemübungen an der Hinterseite des Einbandes. Etwas, dass ich so nicht erwartet hätte, allerdings willkommen war.

Definitiv empfehlenswert für Personen, die gerne zur Entspannung malen, oder einsteigen möchten – auch als Ersatz zum klassischen Mandala.

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Entspannung mit Disney

Disney Malen nach Zahlen - Familie von

Ein klassisches Malbuch im Stile von Malen nach Zahlen, dass doch sehr detailreich und damit durchwegs herausfordernd ist. Die Motive siedeln sich alle im Disneyuniversum an, allerdings nicht nur Lilo und Stitch, sondern auch andere Familienszenen. Man reist durch verschiedene Epochen, der Disneyfilme – 101 Dalmatiner, Ariele, Coco und viele mehr.

Insgesamt erwarten einen 100 Motive.

Gut gelungen ist die Aufmachung des Buches. Man darf sich auf doch dickeres Blatt freuen, dass ein besseres Malerlebnis erlaubt – es drückt sich schlichtweg meistens nichts durch. Extra gewarnt wird vor Farben auf Alkoholbasis die sich eben doch durchdrücken können. Um eine realistische Färbung zu bekommen, ist die entsprechende Farbskala auf jeder Seite unten vermerkt. Die Felder als solches sind durch Zahlen oder Buchstaben gekennzeichnet, sehr eindeutig und verwechslungssicher, wie ich finde. Schön ist auch die Lösungsseite, in der die Bilder schon coloriert sind und entsprechend mit Filmtitel benannt sind. Dadurch ist es einfach möglich, das Wunschmotiv zu finden.

Nicht zu unterschätzen ist allerdings die Menge an Farben, die man benötigt um das vorgestellte Bildergebnis zu erhalten. Oft sind verschiedenste Schattierungen einer Farbe notwendig.

Definitiv empfehlenswert für die Entspannung zwischendurch – für Disneyfans allen Alters.

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Herausforderungen an allen Fronten

Wiedersehen im Kamelienhaus von Tabea Bach

Auf der kleinen japanischen Insel Soshima ist Lucy Riwall, aus der Bretagne stammend, nun für die Leitung der Kollektive der Kamelienölmanufaktur verantwortlich. Die Situation ist herausfordernd da die Manufaktur auf Grund hoher Schulden vor dem Aus stand und die Richtlinien der kreditgebenden Bank doch strikt sind.

Veränderungen und Einsparungen sind notwendig. Doch auch in der französischen Heimat auf der Kamelieninsel läuft es für das Kosmetikunternehmen ihrer Mutter nicht immer rund. Zwar ist das große Jubiläumsfest auf der Kamelieninsel ein voller Erfolg, zu dem auch japanische Kollegen von Lucy anreisen, doch es gibt auch Rückschläge. Auch privat ist es für Lucy nicht einfach, hat sich doch bisher noch keine Lösung gefunden für ein gemeinsames Leben mit Finn, ihrem ehemaligen Konkurrenten.

Für mich war dieser zweite Band das erste Buch der Kamelienhausreihe aber der Einstieg war dennoch problemlos möglich. Erleichtert wird dies durch das Personenregister im Buchumschlag und dem Glossar japanischer Ausdrücke am Ende des Romans. Hervorheben möchte ich auch noch die weitere Gestaltung des Buches. Das Cover mit dem Kirschbaum vor dem Fuji greift passend die Einstiegszeit auf und generell ist auch die Gestaltung des Farbschnittes sehr gelungen.

Der Roman liest sich leicht und authentisch, trotz oder gerade wegen der eingearbeiteten Begriffe. Die Autorin versucht bewusst die Balance zwischen den Geschehnissen in Japan und Frankreich zu halten, was nicht nur auf Grund von obligatorischen Besuchen geschieht, sondern auch durch eingeworfene Tagebucheinträge von Lucys Mutter. Man kann sich gut auf die beiden Inseln und die Situationen träumen durch gelungen atmosphärische und detaillierte Schilderungen.

Die Handlung mutet authentisch an, denn nicht immer verläuft das Leben ohne Probleme – privat wie beruflich. Berufliche Schwierigkeiten, wie die wirtschaftlichen Sorgen der Kamelienölproduktion und der Tatsache, dass auch Konkurrenten am Markt aktiv sind und manchmal auch schmerzhafte Einschnitte notwendig sind, zeichnen ein durchwegs authentisches Bild. Auch die Tatsache, dass man sich auf einem so kleinen Flecken Land auch schnell mal hilft und manche Wege kürzer sind, scheint normal. Etwas ruhig war es um Lucys Privatleben, doch auch das ist normal.

Einen Roman den ich durchwegs empfehlen kann, wenn man einen Abstecher auf eine (japanische)Insel machen möchte, zu Menschen, die man gerne ins Herz schließt.

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tiefgehender als man anfänglich vermutet

Real Americans von Rachel Khong

1999 trifft Lily Chen, Tochter chinesischer Einwanderer auf einer Weihnachtsfeier ihrer Firma in New York Matthew. Im Gegensatz zu ihr – die als unbezahlte Praktikantin für ein Medienunternehmen arbeitet- ist Matthew wohlhabend und sehr erfolgreich in seiner Arbeit. Nach etwas durcheinander treffen sie sich einige Jahre später wieder und Lily erfährt, dass Matthew nicht nur erfolgreich ist, sondern auch aus einer bekannten und reichen Familie stammt, die unter anderem ein Pharmaunternehmen betreibt.

Jahre später, lebt Nick, Sohn von Lily mit ihr auf einer abgelegenen Insel nahe von Seattle. Er kennt seinen Vater nicht, und nutzt die neuen technischen Möglichkeiten ihn aufzuspüren. Ohne es zu ahnen, stößt er dabei auf etliche Geheimnisse.

Wie schon aus dem Klappentext ersichtlich ist, wird der Roman in verschiedenen Abschnitten bzw. Blickwinkeln aufgetischt, die aber auch verschiedene Zeitebenen darstellen. Man begleitet Lily, Nick und schließlich noch Großmutter May im Jahr 2030 auf ihren Spuren und Erinnerungen in den jeweiligen Jahren. All dies eher episodenweise, wodurch man sich manchmal fragt was zwischen diesen Episoden passiert ist und andererseits teilweise auch sehr detailliert in diesen jeweiligen Episoden. Während des Lesens fragt man sich eine zeitlang, wohin die Geschichte damit gehen möchte. Im Rückblick relativiert sich dies und wird auch schlüssig. Teilweise fand ich dennoch, dass die Erzählung unnötige Längen aufwies.

Die großen Themen des Buches sind wohl der sagenhafte „amerikanische Traum“, die Frage was einen Amerikaner ausmacht, Klassendenken und Klassenunterschiede und schließlich (auch wenn sich dies zu Beginn nicht gleich erschließt) Gentechnik und die Möglichkeit das Erbgut zu verändern. All dies ist natürlich gesellschaftlich relevant – nicht nur für Amerika.

Auf Grund dessen, kann ich das Buch durchwegs empfehlen, auch wenn es keine kurze Lektüre für zwischendurch ist.

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wie man durch eine Ermittlung im heißen Sizilien stolpert

39 Grad Mord von Jenny Lund Madsen

Das Leben als Krimiautorin ist nicht immer einfach – was tun, wenn man einen Roman abliefern soll, aber unter einer Schreibblockade leidet. Noch dazu hat man den gesamten Vorschuss schon verjubelt. Manchmal hat man Glück und wird von seinem Lektor nach Sizilien geladen, um dort bei heißen Temperaturen den Roman voranzubringen.

Doch man muss auch die Umgebung erkunden, und so trifft die Schriftstellerin Hannah Krause-Bendix auf ein schwedisches Ehepaar. Nach der Übernachtung in deren Villa, wird am nächsten Tag die Hausherrin tot aufgefunden und der Mann ist verschwunden. Hannah selbst ist verkatert und wird ob der Umstände rasch zur Tatverdächtigen. So ermittelt sie rasch in ihrem eigenen Fall.

Hannah als Protagonistin blieb für mich den ganzen Roman über eher eigen, wie man so schön sagt. Sie ist ein sehr direkter Charakter, die auch ab und an den Personen vor den Kopf stößt. Ihr Alkohol-und Zigarettenkonsum sind wohl eher zweifelhaft, schon ob der reinen Menge aber auch der danach getroffenen Entscheidungen. Beratungsresistenz und eine gewisse Portion Unsicherheit kann man dem Charakter wohl auch noch attestieren. Etwas eigen ist auch eine Geschichte aus dem Privatleben um ihre Geliebte, die vor allem im Vorgängerband behandelt wurde. Zugutehalten kann man dem Charakter, dass er authentisch ist und mit allen Ecken und Kanten wohl auch im Alltag auftreten könnte. Auch die Betrachtung auf sich selbst, ist durchwegs auch reflektiert, da selbstironisch.
Die Ermittlungen laufen etwas unbeholfen, wie wenn eine Zivilistin eben plötzlich ermittelt. Zugegeben hätte ich mir bei einer Krimiautorin mehr Struktur erwartet, als schließlich vorkommt. Im Prinzip springt der Zufall einfach sehr oft hilfreich ein, um weiter ermitteln zu können. Manches erscheint etwas konstruiert.

Generell werden im Buch auch etliche Klischees verarbeitet wie eine eher träge Polizei und bei italienischen Settings die oft bemühte Mafia. Man mag dazu stehen, wie man möchte. Gut gelungen, ist es meiner Meinung nach die drückende Stimmung der Situation zu transportieren. Die Hitze und erbarmungslose Sonne liegen schwer auf allem.

Mein Favorit der Autorin ist definitiv der Vorgängerroman 30 Tage Dunkelheit, der für mich schlichtweg unterhaltsamer war. Ich würde dem Roman als kurzweilige Urlaubslektüre dennoch empfehlen, da es trotz allem eine aberwitzige unterhaltsame Geschichte ist.

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gelungene Fortsetzung - lassen wir uns wieder durch Neapel treiben

Commissario Gaetano und das letzte Abendmahl von Fabio Nola

Commissario Gaetano ermittelt wieder, und zwar wieder in einer bedeutenden Woche im Jahreskreis – Ostern steht vor der Tür. Um die Wogen in der etwas zerrütteten Familie zu glätten hat Commissario Gaetano zu Ostern Urlaub und plant diesen mit seinem pflegebedürftigen Bruder Aniello und seiner resoluten Nichte Carla auf der Familien Tenuta zu verbringen.

Derweil fischt man eine Leiche aus dem Hafenbecken und Beppa Bellucci, vormals Streifenpolizistin, sieht sich mit ihrem ersten Fall konfrontiert. Rasch ist auch der Commissario am Fall beteiligt, um zu helfen und auch um aus der familiären Enge zu flüchten.

Wie schon im Vorgängerband taucht man auch hier tief in den Alltag von Neapel ein – nicht alles ist so schön wie die Postkartenidylle der Urlaubsprospekte glauben lassen mag. Es gibt ärmer Regionen, den Wunsch sich aus diesen zu befreien und fortan ein leichteres Leben der betuchten zu führen. Man spürt die Gegensätze von Neapel – traditionelle Fischer kämpfen mit Reichen um ihren Platz und Lebensstil am Hafen. Versucht in all dem Wandel den traditionellen Lebensstil und die Werte hochzuhalten.

Commissario Gaetano ist ein spezieller Charakter, teilweise nicht einfach für seine Kollegen, allerdings auch durch sein Leben in Neapel geprägt. Ein typischer Ermittler mit Ecken und Kanten, den man trotz allem rasch ins Herz schließen kann. Auch er hatte es nicht einfach, wie seine eigene Familiengeschichte zeigt. Exemplarisch steht er wohl für so viele Neapolitaner die es oft nicht einfach haben, in einer ärmeren aber durchwegs reizvollen Region Italiens und dennoch sehr stolz sind.
Der Erzählstil ist angenehm, bildlich und durchwegs humorvoll. Durch all die kleinen Episoden wie z.B. die Fischer am Hafen und die bildhaften Beschreibungen wird man rasch in die typische Atmosphäre Neapels gezogen.

Für mich definitiv ein empfehlenswerter Roman, der die lokalen Besonderheiten gut aufnimmt. Ich freue mich damit umso mehr auf meinen nächsten Neapel Urlaub.

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gelungene Fortsetzung - und dennoch nicht kategorisierbar

Die Rätsel meines Großvaters von Masateru Konishi

Dieser Band schließt vom Prinzip sehr nahtlos an den Vorgängerband, die Bibliothek meines Großvaters an, lässt sich problemlos, aber auch eigenständig lesen.

Kaedes Großvater leidet an einer speziellen Form der der Demenz, der Lewy-Körper-Demenz welche oft mit Halluzinationen einher geht. Im Vergleich zum Vorgängerband hat sich seine medizinische Situation allerdings auch verschlechtert.

Dennoch ermitteln Kaede und ihr Großvater in einigen Fällen, denen sie unter anderem auch im Alltag begegnen. Der Großvater schafft es in diesen Situationen seine einzigartigen kombinatorischen Fähigkeiten und auch sein großes Wissen über Kriminalliteratur zu nutzen.

Das Buch vereint einen berührenden Einblick in die Lebensrealität von Demenzkranken und deren Familien mit dem kombinatorischen Ermittlungsgeschick einer Person, die Kriminalromane liebt. Natürlich kommt auch schon auf Grund des Settings ein Japanbezug nicht zu kurz, so dass man leicht in diese Welt eintaucht. So manche Dinge werden da es eine andere Kultur ist, dann doch anders bewertet. Stückweise werden einzelne Fälle präsentiert, die Kaede oder ihr Umfeld betreffen, doch auch hier gibt es wieder eine kleine Überraschung und so mancher Krimi ist näher als gedacht. Schön war es zu sehen, wie die Rahmenhandlung um Kaede, ihren Großvater, Iwata und Shiki weiter geht.

Der Schreibstil, bzw. die Weise, in der das Buch aufgebaut ist, ist sicher etwas gewöhnungsbedürftig, allerdings lohnt es sich definitiv sich darauf einzulassen. Es ist eben viel mehr als ein einfacher Krimi. Wie auch beim Vorgängerband ließ ich mich gerne mittreiben.

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Nur nicht untergehen - düster wie das Moor und der Nebel

Moorland. Die Zwillinge von Andreas Winkelmann

Kommissarin Malia Gold startet gleich turbulent in ihren neuen Job, sind doch im dichten Nebel im Moorgebiet zwei 18-jährige Zwillinge Nike und Jana nicht von ihrem Ausflug zurückgekehrt. Der Vater meldet die beiden Vermisst, da man sie auch telefonisch nicht erreicht und eine Suche im Moor bleibt erfolglos, nur ein Fahrrad eines der Mädchen wird gefunden.

Schwester Nike taucht etwas später wieder auf, doch Jana bleibt verschwunden. Verstörende Bilder tauchen auf ihrem Tik-Tok-Kanal auf. Erschütterung durchläuft die Gemeinde, wurde doch vor Jahren schon ein anderes Mädchen im Moor gesucht und nie gefunden.

Das Buch wird durch den atmosphärischen und bildhaften Schreibstil des Autors getragen, da er damit die Stimmung im Moor gut einfängt. Man fühlt sich im Geschehen – kalt, düster, neblig, einfach gruselig. Kurze Kapitel bzw. Unterabschnitte, die chronologisch präsentiert werden, halten den Spannungsbogen hoch, denn man bekommt ja alles nur scheibchenweise präsentiert. Nach so mancher Überraschung versucht man noch rasch, den nächsten Abschnitt zu lesen, was ob der Struktur ja leicht möglich ist.

Mit Malia Gold bin ich noch nicht ganz warm geworden, was auch an ihrer etwas kühlen Art liegen mag. Allerdings macht sie für mich einen glaubhaften Charakter aus und ihre eigene Familiengeschichte scheint auch so manches zu bieten haben. Sie ist entschlossen, stark und eben doch vielschichtig, daher hoffe ich auf mehr in den nächsten Bänden, da sie viel Potenzial hat.

Ich freue mich schon auf den nächsten Band der Serie, da ich mir eine weitere spannende Geschichte erwarte. Außerdem bleiben ja noch einige Fragen zur Geschichte der Kommissarin Malia Gold.

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ein Mitmachbuch mit Tierkinderthema

Hilf den Tierkindern von Nico Sternbaum

Wir, mein Neffe und ich, haben dieses Buch nach dem „Hilf den Fahrzeugen“ gelesen und sind wie bei ersterem sehr zufrieden.

Ein Pappbuch im handlichen Format, dass sich an Kinder im Alter ab 18 Monaten richtet. Hier stehen nun Tierkinder im Fokus. Auch ein Thema das im Alltag von Kleinkindern schon Raum einnimmt, auch durch andere Bücher.

Es werden jedem Tierkind zwei Doppelseiten gewidmet – dabei einmal eine Seite, die das Problem und die Anweisung vermittelt und eine Ergebnisseite. Beim Vorlesen wird das Kind zum Mitmachen animiert. So hilft man z.B. einem kleinen Kätzchen durch kräftiges Miauen, seine Eltern zu rufen. Man schüttelt, zeigt, macht Laute nach.

Die Gestaltung des Buches ist einfach und fokussiert, also nicht überladen. Die Textlänge der Seite ist angemessen und in passender Sprache.

Die Serie ist eine wirklich schöne Ergänzung zu den klassischen Vorlesebücher, Wimmelbüchern und Greif/Fühlbüchern. Gibt es doch schon einige Bücher dieser Serie zu unterschiedlichen Themen.

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