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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Ecinev:

Schöne neue Welt

Paradise City von Zoë Beck

Willkommen in der Zukunft Deutschlands. Die Küsten sind überschwemmt, schwere Pandemien überstanden. Berlin ist nur noch ein Ort für Touristen. Hauptstadt ist die Megacity Frankfurt zusammen mit dem gesamten Rhein-Main Gebiet. Weite Teile des Landes sind entvölkert, die Natur erobert sich ihren Platz zurück.

Liina arbeitet als Journalistin bei einer der letzten unabhängigen Nachrichtenagentur. Sie ist in der Uckermark um über den Tod einer offensichtlich von einem Raubtier angefallenen Frau zu berichten. Doch sie kommt nicht weiter. Viele Spuren wurden verwischt.

Zurück in Frankfurt erfährt sie, dass ihr Chef vor eine einfahrende Bahn gestoßen wurde und schwerverletzt im Krankenhaus liegt. Eine andere Kollegin wird tot in ihrer Wohnung aufgefunden. Gemeinsam mit ihren Kollegen macht Liina sich auf die Suche nach den Hintergründen.

Das Thema des Buches ist sehr interessant, dennoch schon oft beschrieben in Dystopie Romanen. Die Menschheit wird von digitalen Systemen jederzeit überwacht, nur wer fit und gesund ist passt in das System, andere werden in sogenannten Integrations Einrichtungen untergebracht.

Als Thriller würde ich das Buch nicht bezeichnen, aber ein interessantes Buch. Der Schreibstil ist lebhaft, die Personen gut dargestellt. Während der Anfang sehr ausführlich ist, wirkt das Ende und die Aufklärung etwas zu kurz. Da ist noch Luft nach oben. Trotzdem hat mich das Buch gut unterhalten.

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Erinnerungen an die Kindheit

Ozelot und Friesennerz Roman einer Sylter Kindheit. Gebunden. von Matthiessen Susanne

Susanne Matthiessen geboren auf Sylt erzählt von ihrer Kindheit während des Wirtschaftswunders in den 70er Jahren auf der Insel der Reichen und Schönen. Die Eltern sind Pelzhändler, die Kinder werden überwiegend sich selbst überlassen 'mach uns bloß keinen Ärger'. Während der Hochsaison wird jede helfende Hand gebraucht.

Die Familie rückt zusammen um Platz für die Feriengäste zu schaffen.

Auch die Eltern ihrer Freunde sind beschäftigt das Wirtschaftswunder am laufen zu halten, die Kinder verbringen ihre Zeit am Strand aber auch in Geschäft der Eltern auf der Friedrichstraße. Verpackt in 8 Kapitel werden die Erinnerungen an die 70er Jahre auf dieser schönen Insel wach.

Im Vor- und Nachwort wird gnadenlos mit der Gegenwart abgerechnet, einer Zeit wo die Insel zunehmend von Investoren bevölkert wird und die Insulaner von der Insel vertrieben werden da es keinen bezahlbaren Wohnraum mehr gibt.

Gelesen habe ich dieses Buch während eines Kurzurlaubs auf Sylt wo ich selbst die Veränderungen erleben konnte und die neuen Bausünden sehen konnte.

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exotisch und gut

Die Perlenfarm von Liza Marklund

Das Buch beginnt wie ein exotisches Märchen. Kiona wächst auf einer der Cook Insel im Süd Pazifik auf und arbeitet mit ihren Eltern als Perlentaucherin. Während eines Sturms strandet ein Schiff auf einem Riff. Kurz bevor das Schiff sinkt gelingt es den Bewohnern der Insel den einzigen Passagier zu retten.

Im kleinen Insel Krankenhaus kümmert sich Kiona mit Mutter Evelyn um den Schwerverletzten. Er überlebt und hilft den Dorfbewohnern bei der Buchhaltung. Kiona verliebt sich in den Mann der behauptet Erik zu heißen, aus Schweden zu kommen und in London als Banker zu arbeiten. Gemeinsam verbringen sie glückliche Jahre auf Manihiki und bekommen 2 Kinder. Dann kommt eines Tages ein Boot und nimmt Erik mit.

Kiona beschließt ihren Mann zu suchen verläßt das südpazifische Paradies und ihre Kinder und landet in Los Angeles wo sie als erstes überfallen und beraubt wird. Im Krankenhaus trifft sie auf Clay ihren Aufenthalt zahlt und sie in ihrer Wohnung aufnimmt wo noch andere gestrandete Leute leben bis auch diese Zuflucht auseinanderbricht. Mit Clay folgt sie den Spuren von ihrem Mann und stößt auf einen weltumspannenden Finanzskandal.

Der Schreibstil ist sehr angenehm, anfangs wie ein exotisches Märchen später dann kurz und prägnant. Während Kiona bei ihrer Ankunft in Los Angeles noch als sehr naiv beschrieben wird, wandelt sie sich im Laufe des Buches zu einer aufgeklärten intelligenten Frau die den geheimen Machenschaften ihres Mannes auf die Spur kommt und zerschlägt.

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Urlaub mit Oma Bergmann

Ans Vorzelt kommen Geranien dran von Renate Bergmann

Auch als Rentner hat man einen Urlaub verdient. Es gibt so viel zu erledigen, die toten Ehemännder begießen, Katerle versorgen, mit Gertrud zum Seniorentreff. Da darf man auch mal richtig in den Urlaub. Zusammen mit Ilse und Kurt brechen die drei hochbetagten Leute mit einem Camper auf einen Campingplatz.

Das praktische, der Camper bietet jede Menge Platz um auch die Geranien mitzunehmen. Die haben schließlich viel Geld gekostet. Endlich angekommen wird die neue Umgebung gleich unter die Lupe genommen und neue Bekanntschaften geknüpft.

Die Beschreibung der unterschiedlichen Charaktere auf dem Campingplatz vom strengen Platzwirt bis hin zu Dauercampern ist köstlich. Daneben gibt es auch viel aus ihrem Leben zu erzählen.

Bislang hatte ich Oma Bergmann als Hörbuch kennengelernt und die teilweise eigenartige Schreibweise mancher Begriffe haben mich anfangs etwas irritiert. Alles in allem ein schöner unterhaltsamer Roman für Sommerabende.

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sehr blutig

Blutgott von Veit Etzold

Eine Studentin sitzt nachts im Zug von Dortmund nach Frankfurt als eine Gruppe Jugendlicher das Abteil betritt und Mia grausam ermordet aufgefunden wird.
Verdächtigt wird ein 13 jähriger Schüler.

Wenig später passieren in ganz Deutschland grausame Morde offensichtlich verübt von einer Bande Minderjähriger die noch nicht strafmündig sind.

Angetrieben von einem 'Blutgott' aus dem Dark Net der die Jugendlichen antreibt 'Slash mobs' zu verüben solange sie noch straffrei sind.

Die Beschreibungen sind brutal und blutig. Auch die Ermittler geraten an ihre Grenzen und sind doch machtlos gegen das Dark Net. In manchen Kapiteln die aus der Sicht des 'Blutgotts' geschrieben sind, wird auf wahre Serienmorde verwiesen.
Das Buch endet mit einem Cliffhänger, die Geschichte vom Blutgott also noch nicht zu Ende.

Die sehr blutigen Beschreibungen und die teilweise überforderten Ermittler waren zu viel für mich. Da konnte das spannende Grundgerüst auch nichts ändern.

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Schwarzes Gras

Bloom - Die Apokalypse beginnt in deinem Garten von Kenneth Oppel

Anaya ist eine von zahlreichen Allergien geplagte Jugendliche. In der Schule wird sie gehänselt wegen ihrer Akne und der heftigen Allergie. Sie hat sich mit ihrer ehemals besten Freundin, Petra, die unter einer sehr seltenen Wasserallergie leidet, hat sie sich gestritten. Als Außenseiterin fühlt sie sich zu dem merkwürdigen Jungen Seth hingezogen der einsam in einer Ecke hockt und zeichnet.

Eines Tages beginnt es heftig zu regnen und Petra ist draußen unterwegs. Merkwürdigerweise spürt sie trotz des Regens keine Beschwerden und sie genießt es einmal richtig nass zu werden. Wenig später beginnt überall schwarzes Gras zu wachsen das die ganze Ernte vernichtet. Weltweit kommt es zu diesem Phänomen. Die Pflanzen wachsen immer schneller und die Menschen beginnen unter heftigen Allergien zu leiden. Nur Anaya und die beiden anderen fühlen sich stärker als vorher. Gibt es da einen Zusammenhang?

Das Buch ist eine Mischung aus Horror und Dystopie. Die Geschichte wirkt sehr übertrieben und abstrus. Der Schreibstil ist lebendig und man ist gleich mittendrin. Das Cover ein richtiger Hingucker in jeder Buchhandlung. Manche Beschreibungen sind bestimmt nich für jede Altersgruppe geeignet. Das Buch endet mit einem fiesen Cliff-Hänger und ich bin gespannt was einem im nächsten Band erwartet.

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La Bestia

American Dirt von Jeanine Cummins

Der 8-jährige Luca ist gerade im Bad als ein Schuß in der Wand einschlägt. Seine Mutter zieht ihn vom Fenster weg und die beiden verstecken sich in der abgetrennten Dusche. Nach dem Kugelhagel ist die gesamt Verwandtschaft von Lydia ausgelöscht. Alle tot, erschossen von einem Drogenkartell im mexikanischen Accapulco.

Eindrucksvoll wird die Geschichte von Lydia und der verzweifelten Flucht nach Norden erzählt. Sie ist erschüttert als ihr klar wird wer der sympatische Feingeist ist der sie zuvor wochenlang in ihrem Buchladen besucht hat. Niemand geringerer als der Chef des Kartells. Ihr Mann war Journalist und hat einen Bericht über das Kartell veröffentlicht. Dafür mußte er sterben und Lydia ist mit ihrem Sohn auf der Flucht.

Mit allem Mut den sie aufbringen kann, flieht sie mit ihrem Sohn auf dem berühmt-berüchtigten Flüchtlingszug 'La Bestia' von der mexikanischen Grenze in die USA.
Teilweise aus der Sicht des 8-jährigen Luca beschrieben, schildert das Buch erschütternde Flüchtlings Schicksale in Mexiko und den USA.

Die Geschichte packt einem und läßt einem nicht mehr los. Spannend als Roman geschrieben mit wahren Hintergründen recherchiert.

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Hyänen

Das wirkliche Leben Roman. Gebunden. von Dieudonné Adeline

Ein wirklich starker Debutroman einer jungen Autorin. Erzählt aus Sicht eines anfangs 10-jährigen Mädchens in einer ganz normalen Reihenhaussiedlung. Sie liebt ihren jüngeren Bruder Gilles und beschützt ihn vor dem gewalttätigen Vater.

Die Mutter hat Angst vor ihrem Mann der außer der Jagd nur seinen Whiskey und Fernsehen mag.

Ein tragisches Ereignis im Sommer verändert alles. Das Mädchen sucht nach jemanden der sie in den Arm nimmt und die Welt wieder geraderückt. Der Bruder verändert sich zusehends. Er spricht nicht mehr und verbringt viel Zeit in dem Zimmer in dem der Vater seine Jagdtrophäen aufbewahrt.

Das Mädchen hat den sehnlichsten Wunsch eine Zeitmaschine zu bauen und die Zeit zurück zu drehen. Sie entwickelt einen starken Ehrgeiz für alles Naturwissenschaftliche. Etwas Normalität findet sie bei einem älteren Professor. Um die vor dem Vater geheimgehaltenen Stunden zu bezahlen, geht sie Babysitten bei einer jungen Familie in der Siedlung.

Als sie bemerkt das sie älter wird, fürchtet sie sich vor den Ausbrüchen des Vaters und fühlt sich zu dem Familienvater hingezogen.

Der Schreibstil ist schnörkellos und doch gewaltig. Man kann sich gut in die Gemütslage des Mädchens hineinversetzen und ist geschockt von dem Familienleben.

Das Cover ist verwirrend und erinnert mit dem springenden Hasen eher an ein anderes bekanntes Buch. Auf jeden Fall ist es ein Hingucker und absolut lesenswert.

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Inselschule

Die Schule am Meer von Sandra Lüpkes

Juist im Jahre 1925. Nach einer langen Reise trifft das Lehrerehepaar Reiner mit seinen Kindern endlich auf der Insel ein. Zusammen mit anderen Lehrerkollegen wollen sie auf der kargen Nordseeinsel eine neue Schule gründen. Reformpädagogik, zu dieser Zeit ein Fremdwort und entsprechend kritisch wird die Schule von den Insulanern beäugt.

Beschrieben wird der abenteuerliche Alltag der Schüler beim Aufbau der neuen Schule. Ein Lernen im Einklang mit der Natur mit einem täglichen Tauchbad in der kalten Nordsee. Auf der anderen Seite sind die Insulaner die in der Zeit des aufkommenden Nationalsozialismus die Schule als Hort von Kommunisten und Juden sehen.

Insulaner die in der Schule einen neuen Arbeitgeber gefunden haben aber auch der Bürgermeister der um seine Wiederwahl bangen muss. So begleiten wir die Schüler und Bewohner der Insel von der Gründung der Schule bis zu deren Schließung kurz vor Beginn des 2. Weltkrieges in recht kurzen Kapiteln. Dabei geht es um Freundschaft, erste Liebe, aber auch Missgunst und Verrat.

Das Buch hat einige Längen, lässt einem aber dennoch wunderbar für einige Zeit den Alltag vergessen. Der Schreibstil ist sehr lebendig, klare einfache Sätze, fast spürt man das raue Klima der Nordsee.

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Starke Frauen

Das Haus der Frauen von Laëtitia Colombani

Solene ist eine erfolgreiche Anwältin. Aufopferungsvoll hat sie jede freie Minute ihrer Freizeit genutzt um für ihre Mandanten das beste herauszuholen. Als sich ein Mandant nach einem verlorenen Fall vor ihren Augen das Leben nimmt, bricht sie zusammen. Diagnose Burn out. Nur mühsam kommt sie wieder auf die Beine kann aber nicht mehr in der Kanzlei arbeiten.

Ihr Therapeut schlägt eine ehrenamtliche Tätigkeit vor. Anfangs kann sie sich damit auch nicht recht anfreunden findet dann aber eine Stelle als Schreiberin in einem Haus für Frauen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten engagiert sie sich immer mehr und lernt die dort lebenden Frauen und ihre persönlichen Schicksale kennen.

In einem anderen Erzählstrang wird der Aufbau des Hauses vor fast 100 Jahren erzählt. Von einer starken Frau die ihr Leben ganz der Heilsarmee gewidmet hat und gemeinsam mit ihrem Mann das Haus aufgebaut hat.

Diese Erzählung hat mich voll in ihren Bann gezogen. Der Schreibstil ist anfangs etwas befremdlich, er kommt ohne wörtliche Rede aus und wirk merkwürdig distanziert. Trotzdem fiebert man mit. Einmal in der Gegenwart wie es Solene gelingt das Vertrauen der Frauen zu gewinnen und in der Vergangenheit ob es Blance Peyron gelingt in einer von Männern dominierten Zeit ihr Vorhaben durchzusetzen.

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