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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Nele33:

toller, fesselnder Schreibstil

Snowflake von Louise Nealon

Bei "Snowflake" handelt es sich um den Debut Roman der irischen Schriftstellerin Louise Nealon.

Schon die zur Verfügung gestellte Leseprobe hat mich mit ihren Schreibstil gepackt. Die Figuren schienen mir lebendig und ausgearbeitet. Debbie, eine junges Mädchen von gerade mal 18-19 Jahren, aufgewachsen auf einem Milchbauernhof ergattert einen begehrten Studienplatz in Dublin.

Was sie sich so schön ausgemalt hat, weg vom Bauernhof, macht ihr in erster Linie Angst, Angst vor dem Unbekannten, den vielen fremden Menschen. Ihr Onkel Billy nötigt sie dennoch weiter zu studieren. Billy, der in einem Wohnwagen haust, der auf dem Grundstück des Bauernhofes steht.

Debbie kommt aus einer schrägen und psychologisch ziemlich angeschlagenen Familie. Ihre Mutter, wechselt zwischen Depression und Manie-ein Schicksalsschlag wirft sie dann allerdings völlig aus der Bahn und verlangt Debbie alles ab.

Ich habe nach der Leseprobe ein völlig anderes Buch erwartet, als ich nun letztendlich gelesen habe. Der Schreibstil hat mich, trotz aller Kritik die ich an die Überladung mit den Problemen in der Geschichte habe, völlig gepackt. HIer wäre weniger auf jeden Fall mehr gewesen.

Darum leider nur 3* für dieses Debut, aufgrund des tollen Schreibstils würde ich aber ein weiteres Buch der Autorin lesen.

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nicht so wie erwartet

Die versteckte Apotheke von Sarah Penner

"Die versteckte Apotheke" der Autorin Sarah Penner wird auf manchen Seiten als Fantasy Roman beschrieben. So habe ich ihn nicht empfunden, dafür waren mir zuwenig Fantasy Anteile in der Geschichte. Für mich ordne ich ihn als historischen und feministischen Roman ein.

Als erstes lerne ich als Leserin Nella kennen, die im London des 18.

Jahrhunderts eine Apotheke betreibt. Eine Apotheke, in der es ein Tages- und ein Abendgeschäft gibt. Dieses Abendgeschäft ist in erster Linie dazu da, Frauen in schlimmen Lebenslagen zu "unterstützen". So kommt dann auch Eliza zu Nella, will doch ihre CHefin ihren Ehemann loswerden und benötigt dazu das passende Gift von Nella. Eliza soll die Tat als ihr Dienstmädchen ausführen. Aus den beiden wird bald ein ungleiches Team, Eliza schließt sich Nella an und lernt viel von ihr, bis zu einem folgenschweren Fehler, der beide um ihr Leben bangen lässt. Wie zu dieser Zeit üblich, spielt das Thema ungewollte Schwangerschaft hier ein große Rolle.

Ganze 300 Jahre später kommt dann der Erzählstrang mit Caroline, die auf wundersame Weise den Weg in die Apotheke findet, die all die Jahrhunderte nicht entdeckt wurde. Leider wird die Geschichte für mich ab da ein wenig unglaubwürdig. Alles funktioniert reibungslos und ohne Pannen.

Begeistert hat mich der Erzählstrang und die Persektive von Nella und Eliza, gab doch tiefe Einblicke in das Leben der Fareun zu ihrer Zeit in London. Der Schreibstil war angenhm zu lesen, aber aufgrund des für mich unglücklichn Stang um Caoline kann ich nur sehr gute 3 Sterne vergeben.

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konsequente Weiterführung

Wand des Schweigens von Arnaldur Indriðason

" Wand des Schweigens" ist der mittlerweile 4. Band um den pensionierten Kommissar Konráð des Autors Arnaldur Indriðason.

Im Mittelpunkt steht diesmal der Fund eines Skelets in einem Kellerraum. Diese Fund ruft bei Eygló, einem Medium und Bekannter von Konráð schlimme Erinnerngen wach.

Wurde sie doch vor 40 Jahren von der damaligen Besitzerin uum Hilfe gebeten. Eygló kann sich noch sehr gut an die Gefühle der Angst und des Erdrückens erinnern, denen sie sich ausgeliefert fühlte bei der Begehung des Hauses. Wie bei Indriðason üblich werden in dieser Geschichte wieder geschickt die Vergangenheit und Gegenwart miteinander verwoben und zum Ende hin gekonnt vereint.
Auf der anderen Seite versucht Konráð weiterhin den Mord an seinem Vater, der 1963 begangen wurde, aufzuklären. Er trifft auf eine Mauer des Schweigens oder Leugnens und sieht sich einem Sumpf von Gewalt und Missbrauch ausgesetzt.

Ich lese seit Jahren die Bücher des Autors, angefangen mit der Erlendur Reihe, der wie auch Konráð ein großes Päckchens Vergangenheit mit sich herum trägt. Der Schreibstil ist gewohnt dezidiert und auf den Punkt gebracht.
Konráð war noch nie ein großer Sympathie Träger, dies wird in diesem Band noch weiter reduziert, passt aber zur konsequenten Weiterführung des Charakters.
Da die 4 Bände aufeinander aufbauen, empfehle ich die Reihenfolge einzuhalten. Nicht das beste Buch der Reihe, dennoch empfehlenswert.

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zwiegespalten

Stille blutet von Ursula Poznanski

Ich habe schon einige Bücher der Autorin gelesen, sowohl ihre Jugend-, als auch Erwachsenen Bücher und fand sie immer ganz okay bis sehr gut.

Bei "Stille blutet" handelt es sich um den Auftaktband zu einer neuen Thriller Reihe. Der Einstieg ist relativ spannend gehalten, spricht doch das erste Opfer Nadine Just ihre Todesnachricht in ihrer Nachrichtensendung.

Ihr Ex-Freund Tibor Glaser gerät durch sein Verhalten schnell ins Visier des Ermittlerteams, verhält er sich doch äußerst verdächtig.

Wie heutzutage üblich macht der #inkürzetot in den sozialen Medien die Runde und das Ermittlerteam, allen voran die Neue Fina Planck hat alle Augen damit zu tun, Fake von realen Ankündigungen zu unterscheiden.

Bei der Bewertung des Buches bin ich zwiegespalten, gefällt mir doch der gewohnt abwechslungsreiche Schreibstil der Autorin ausserordentlich gut. Ebenos finde ich die Neue im Team Fina als Protagonistin sehr sympathisch, auch wenn sie durch ihren Kollegen keinen einfachen Start hat.
Der unbekannte Schreiber hat ich anfangs doch sehr irritiert, wobei er bestimmt noch seinen Platz in der Reihe einnehmen wird.
Für einen Thriller plätscherte es für mich zu sehr dahin, darum reicht es nur für 3,5*.
Einen Folgeband würde ich aus Neugier lesen.

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Ein Eschbach, wie ich ihn mag

Freiheitsgeld von Andreas Eschbach

Mit "Freiheitsgeld" hat der Autor Andreas Eschbach eine Dystopie geschrieben, die verdeutlicht, wie es sich in einer Voll-digitalisierten Welt mit einem bedingungslosen Grundeinkommen leben könnte.

Die Welt ist eine andere, als die die wir jetzt kenne, als Valentin mit seiner Frau Lina in die Oase zieht um sein Freiheitsgeld durch seine Arbeit als Physiotherapeut aufzustocken.

Die Oase ist eine Wohltat, alles sauber, alles schön. Doch was ist der Preis den Valentin für diese Annehmlichkeiten zahlen muss? Die Oase ist in Zonen eingeteilt, sein Wohnsitz ist in der B-Zone, zum arbeiten darf er die noch luxeriösere Zone A betreten.

Auf der anderen Seite lebt Ahmed, der als Steuerpolizist seinen Unterhalt aufstockt, lieber würde er aber Verbrechen aufklären. Sein Wunsch wird im Laufe der Stroy erfüllt, gibt es doch kurz hintereinder 2 Tote.

Die Aussicht auf eine Welt, wie sie Andreas Eschbach schildert, mach nachdenklich. Sind wir doch so nah im kippen des Klimas und der Roboter, die die Arbeit der Menschen übernehmen. Er konstruiert wieder einmal mehr ein schlüssiges Bild, welches sehr düster und beklemmend wirkt.
Die Namensgebung des Freiheitsgelderfinders Robert Havelock, Bundeskanzler a.D., Eu-Präsident a.D. und lies mich dann auch noch schmunzeln.

Insgesamt eine Dystopie, wie ich sie von Herrn Eschbach erwartet habe.
Gute Unterhaltung: Empfehlenswert.

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Ausbaufähig

Das siebte Mädchen von Stacy Willingham

Bei " Das siebte Mädchen" handelt es sich um des Thriller Debut der Autorin Stacy Willingham.

Der Klappentext hat mich sehr angesprochen: Chloe, die als 12-jährige erleben musste wie ihre Freundin und weitere Mädchen verschwanden und ihr Vater aufgrund eines Schatullen Fundes im Schlafzimmer die Taten gestand und seitdem im Gefängnis sitzt.

Mittlerweile arbeitet Chloe als selbstständige Psychologin, hat allerdings immer noch mit den Folgen der Geschehnisse zu kämpfen.
Genau nach 20 Jahren passiert das Unfassbare, es verschwindet wieder ein Mädchen. Chloe beginnt zu zweifeln, ob mit ihrem Vater der richtige Täter verurteilt wurde und begibt sich auf eine nicht ganz ungefährliche Suche.

Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Chloe, es gibt tiefe Einblicke in ihre emotionale Verfassung und wie es ihr heute mit ihrer Vergangenheit geht. Dies hat dem Thriller einiges an Spannung genommen, da die Autorin darauf sehr detailliert eingegangen ist. Leider konnte ich mit Chloe als Protagonistin nicht warm werden, dafür war sie mir zu sehr in ihrem Alkohol und Tabletten Problem gefangen-dies als Psychologin. Ich habe während des Lesens auf spannende Wendungen gewartet, doch leider endete der Thriller genau so, wie ich schon ziemlich schnell vernutet hatte.

Fazit: Nach oben Ausbaufähig.

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Genial und Grausam

Blutige Stufen von Chris Carter

Chris Carter hat mit "blutige Stufen" den 12 Band um das Ermittler Duo Robert Hunter und Carlos Garcia veröffentlicht.

Die Bücher von Chris Carter erwarte ich immer sehnsüchtig, freue mich auf spannende und grausige Lesestunden.

Dieses Mal treibt ein Psychopath sein Unwesen, dessen Taten so unvorstellbar grausam sind, dass selbst Hunter und Garcia an den Tatorten schlucken müssen.

Dabei dachten sie, es gäbe nichts, was sie nicht schon gesehen hätten.

Dieser Serienkiller braucht 3 Emotionen bei seinen Opfern und Taten, die er meint seinen Opfern als Mentor vermitteln zu müssen:
Angst, Schmerz und Tod!

Der Spannungsbogen bleibt im gesamten Buch äußerst hoch, die Emotionen sowohl der Handelnden im Buch, aber auch bei mir als Leserin werden auf vielfältig Weise angesprochen. Die psychologischen Aspekte sind super bildlich ausgearbeitet und führen in die dunklen Abgründe in die Seele des Täters.

Chris Carter hat es wieder einmal geschafft, dass ich den Thriller kaum aus der Hand legen konnte. Absolut empfehlenswert, wenn auch wirklich grausam.

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gelungene Fortsetzung

Feindesopfer von Max Seeck

Mit "Feindesopfer ist der dritte Band der Hexenjäger Reihe des Autoren Max Seek erschienen.

Am 50. Jubiläum seiner Firma wird Eliel Zetterborg in seiner Wohnung durch einen gezielten Stcih ins Herz ermordet. Hängt das Verbrechen mit der Stilllegung eines gesamtes Betriebszweiges zusammen? Die betroffenen Mitarbeiter verlieren dadurch alles.

Schnell gibt es eine ganze Reihe von Verdächtigen, war der Ermordete doch ein harter und unachgiebiger Zeitgenosse. Gade sein Sohn musste enorm unter seine Härte leiden.

Das finnische Ermittlerteam um Jessica Niemi, die aufgrund einer Krise nicht direkt an den Ermittlungen teilnehmen kann, entwickelt sich enorm weiter. Besonders Jusuf, der zum Ermittlungsleiter in diesem Fall ernannt wird, macht Riesenschritte.

Max Seek konnte mich mit diesem Thriller der Reihe wieder voll überzeugen. Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und die einzelnen Lebensgeschichten runden die Storys um die Ermittler ab. Die Wendung zum Ende hatte ich so nicht erwartet und endete in einem packenden Finale.
Es ist sinnvoll die anderen Bände gelesen zu haben um einen Zusammenhang herstellen zu können.

EIn Team, welches ich sehr mag und auf weitere Fäll hoffe.

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nicht mein Team

Bruch: Ein dunkler Ort von Frank Goldammer

Nach dem Klappentext und der Leseprobe war ich sehr gespannt auf das neue Team des Autoren Goldammer, da ich seine Bücher und Charaktere sehr mag.

Celina, 12 Jahre verschwindet und Bruch und seine neue Kollegin Nicole Schauer sollen den Fall lösen. Sie ermitteln und treffen auf eine Nachbarschaft, die nicht durch Kooperation auszeichnet.

Auffallend, vor 2 Jahren ist dort schon mal ein Mädchen verschwunden, es tauchte nach 2 Wochen unversehrt wieder auf. Diesen Ansatz will das Ermittlerteam verfolgen, doch die Familie des betroffenen Mädchen mauert und versagt ihre Unterstützung. Warum wollen sie die Polizei nicht unterstützen? Haben sie, genau wie ihr Nachbar Jolisch etwas zu verbergen? Die Chancen Celina lebend zu finden schwinden mit jeder Stunde.

Dieses Ermittlerduo, insbesondere Bruch ist kaputter als manch Täter über den ich bisher gelesen habe. Die Bücher des Autoren lese ich normalerweise sehr gerne, doch hier sind mir die Charaktereigenschaften, der Umgang miteinander und auch die Wortwahl wirklich too much.
Was vielleicht als geheimnisvoll wirken sollte, Bruchs Geschichte- hat mich leider nur genervt. Das Ende war für mich durch einige Bemerkungen auch vorhersehbar und nicht überraschend.
Mit diesem Team werde ich keine Freundschaft schließen können und darum keine weiteren Folgebände lesen.
Darum leider nur 2 Sterne von mir.

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sprachgewaltig

Svendborg 1937 von Tanja Jeschke

Der Autorin Tanja Jeschke ist es mit "Svendborg 1937" gelungen einen sprachgewaltigen Roman über die jüdische Familie Dinkelspiel in Dänemark zu schreiben.

Ox Dinkelspiel ist ein zufriedener Kunsthändler aus Stuttgart, der mit seiner Frau, den beiden Töchtern Meret und Ricarada und dem kleinen Friedrich vor dem Nazi Regime nach Dänemark flüchten muss.

Sie finden Unterschlupf bei der Freundin von Ox Großmutter, Tante Gertrud einer Quäkerin. DAs Zusammenleben ist nicht so einfach und harmonisch wie beide Seiten sich dies vorgestellt haben. Besonders Meret und Ricarda vermissen ihre Heimat und fühlen sich in der Fremde verloren und alleine.

Dies ändert sich, als sie Ruth Berlau und Brecht und seine Frauen kennenlernen. Teilen sie doch alle das gleiche Schicksal. Ricarda und Meret versuchen ihr nun wieder freieres Lebensgefühl zu halten, in dem sie im Moment leben und diesen genießen.

Der Roman ist trotz der Schwere des Themas mit viel Wärme und Poesie geschrieben, dadurch aussergewöhnich bildgewaltig und berührend. Die vielen großen Namen, wie z.B Willy Brandt die im Buch auftauchen machten das Buch für mich sehr realistisch. Der Blickwinkel aus Sicht von Meret verdeutlicht, welche Gedanken sich ein Mädchen an der Schwelle zur Frau in diesen grausamen Zeiten machte.

Ein sehr empfehlenswerter Roman.
Der Autorin Tanja Jeschke ist es mit "Svendborg 1937" gelungen einen sprachgewaltigen Roman über die jüdische Familie Dinkelspiel in Dänemark zu schreiben.

Ox Dinkelspiel ist ein zufriedener Kunsthändler aus Stuttgart, der mit seiner Frau, den beiden Töchtern Meret und Ricarada und dem kleinen Friedrich vor dem Nazi Regime nach Dänemark flüchten muss. Sie finden Unterschlupf bei der Freundin von Ox Großmutter, Tante Gertrud einer Quäkerin. DAs Zusammenleben ist nicht so einfach und harmonisch wie beide Seiten sich dies vorgestellt haben. Besonders Meret und Ricarda vermissen ihre Heimat und fühlen sich in der Fremde verloren und alleine.

Dies ändert sich, als sie Ruth Berlau und Brecht und seine Frauen kennenlernen. Teilen sie doch alle das gleiche Schicksal. Ricarda und Meret versuchen ihr nun wieder freieres Lebensgefühl zu halten, in dem sie im Moment leben und diesen genießen.

Der Roman ist trotz der Schwere des Themas mit viel Wärme und Poesie geschrieben, dadurch aussergewöhnich bildgewaltig und berührend. Die vielen großen Namen, wie z.B Willy Brandt die im Buch auftauchen machten das Buch für mich sehr realistisch. Der Blickwinkel aus Sicht von Meret verdeutlicht, welche Gedanken sich ein Mädchen an der Schwelle zur Frau in diesen grausamen Zeiten machte.

Ein sehr empfehlenswerter Roman.

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