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Rezensionen von Lies_ein_Buch:

wichtige Message

The Good War von Morton Rhue

Ich fand den Klappentext sehr ansprechend und habe ich direkt an Bücher wie "Die Welle" der "The war between the classes" erinnert gefühlt, die meiner Jugend einen starken Eindruck auf mich gemacht haben. "The Good war" mutet jetzt etwas moderner an, was vermutlich für heutige Jugendliche dann auch ansprechender ist.

Das Buch behandelt klassische, für Jugendliche relevante Themen wie Freundschaft, Familie, Mobbing und Außenseitertum. Für meinen Geschmack hätte man das ganze noch ein Stück weiter eskalieren können, aber die Botschaft kam auch so rüber. Finde solche Bücher sehr wichtig und würde mir wünschen, dass sowas zur Schullektüre wird.

Zum Inhalt: Caleb, der als Musterschüler und Lehrerliebling nicht viele Freunde hat, hat eine E-Sports-AG für seine Schule auf die Beine gestellt, nachdem die Footballmannschaft gestrichen wurde. Schnell interessiert sich eine bunte Gruppe von Schülern für die AG und sie einigen sich auch "The Good wars" ein Shooterspiel über den zweiten Weltkrieg und schnell greift das Spiel auch in ihren Alltag über.

Dadurch, dass die Handlung in Amerika spielt und die Hauptfiguren noch recht jung, wird die Geschichte des zweiten Weltkrieges und des Nationalsozialismus in Deutschland relativ ausführlich ausgearbeitet, was ich einen genialen Kniff fand, um hier nebenher auch nochmal relevantes Hintergrundwissen zu vermitteln und auf sanfte Art ins Gedächtnis zu rufen.

Die E-Shooter-AG bedient eigentlich alle gängigen Stereotype von Schülern- da sind der stille, große Sportler, der laute Mobber, die beliebte Zicke, das schüchterne Mauerblümchen, der Streber, der Aufmüpfige und der Neue, der noch seinen Platz sucht. Ich denke jeder Hörer wird sich daher mit einer der Figuren identifizieren können.

Und obwohl mir die Handlung an sich gut gefallen hat, vor allem, wie die Schüler ihr eigenes Verhalten gegen Ende sehr stark reflektieren, so hätte der Autor für mich gerne noch mutiger sein können. "Die Welle" war ja unter anderem deswegen so erfolgreich, weil es so ein Schocker war. Diese Eskalationsstufe erreicht "The Good war" nicht und ist dadurch auch nicht ganz so eindrücklich und atmosphärisch.

Das Hörbuch war angenehm vertont, das Buch selbst nicht so lang, dass es Wiederholungen gegeben hätte, sondern schön knackig auf das Wesentlich komprimiert, auch wenn das ein bisschen zulasten der allgemeinen Stimmung im Buch ist, die oft recht neutral ist. Man hätte hier vielleicht noch stärker mit den Gefühlen der Jugendlichen variieren können. Trotzdem aber grundsolide und sehr wichtig, dass es solche Bücher gibt.

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Vom Chaos der Energien

Heart & Shadow von Marie Graßhoff

Ich liebe Bücher von Marie Graßhoff, die für mich vor allem immer durch ihr Worldbuilding bestechen. Bei diesem Buch hatte ich aber so meine Probleme überhaupt ins Buch zu finden und fand es sehr mühsam, mich durch die Geschichte zu bewegen. Insgesamt hat es mich bis zum Schluss nicht so richtig gecatcht, wobei ich zunehmend gesehen habe, was es hätte sein können.

Zum Inhalt: Mysteriöse Mordfälle und gefährliche Tierwesen suchen die Hauptstadt von Martin heim. Daher wird Wächterin Rha gerufen um sich der Sache anzunehmen. Doch nur mit Mühe gelingt es ihr, die Bedrohung niederzuringen, da tauchen Anzeichen dafür auf, dass die Vorkommnisse erst der Anfang einer größeren Bedrohung sein könnten.

Der Einstieg ins Buch war sehr abrupt und ohne große Vorrede, was das Setting und Magiekonzepte betrifft. Da das auch nie großartig vertieft wird ist mir unklar, ob das Buch jetzt eher Fantasy oder Dystopie zuzuordnen ist. Die Grundidee mit den chaotischen und harmonischen Energien, den Wächtern und Astralen fand ich total interessant. Aber es gibt so viele Geheimnisse, dass es für mich schwer greifbar war, was hinter allem steckt und in den Reichen vor sich geht.

Es gibt zwei Handlungsstränge mit völlig unterschiedlichen Geschichten, einmal von zwei Gejagten, in der es viel um Furcht, Ungewissheit, aber auch Mut und Freundschaft geht. Und dann einmal die zweier Suchender, auf der Spur nach dem Ursprung und auf der Jagd nach Antworten. Beide Handlungsstränge haben ihre ganz eigene Dynamik und Atmosphäre. Die Storyline um Rha war für mich interessanter und spannungsreicher angelegt.

Der Plottwist am Ende dieses ersten Bandes war einerseits vorhersehbar, barg in sich aber trotzdem auch eine Überraschung. Generell war die Story ziemlich actionreich und es passiert unglaublich viel, sodass man aufpassen muss, nicht den Überblick zu verlieren. Ich mag tempo- und facettenreiche Geschichten echt gern, aber hier habe ich ein bisschen gebraucht um reinzukommen. Ich glaube aber, dass mit dem Wissen aus Band 1, der Folgeband wirklich stark werden könnte.

Für mich nicht das stärkste Buch der Autorin, aber überzeugt mit seinem Konzept und macht Lust auf mehr.

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Zwei Bücher, eine Liebesgeschichte

Das Echo vergessener Bücher von Barbara Davis

Ich hatte zwar eine etwas andere Art von Geschichte erwartet, war aber letztendlich positiv überrascht von diesem Buch, das eine dramatische, aber ergreifende Geschichte voller Widrigkeiten in sich birgt.

Zum Inhalt: Buchhändlerin Ashlyn findet in Nachlässen immer mal wieder verborgene Schätze, derer sie sich liebevoll annimmt.

Doch als sie in einer Kiste alter Bücher zwei anonyme, scheinbar bisher unveröffentlichte Tagebuchromane findet, bringen diese bei ihr etwas zum klingen. Denn sie schildern scheinbar die zwei Sichtweisen einer tragischen Liebe und Ashlyn setzt alles daran deren Verfasser Belle und Hemd ausfindig zu machen.

Ich mag ja das Stilmittel des Buches im Buch wirklich gerne und so haben mir die Abdrucke der zwei mysteriösen Bücher sehr gut gefallen, die einen Rückblick ins New York Anfang der 40er Jahre bietet. An dieses Switch zwischen Gegenwart und Vergangenheit musste ich mich anfangs etwas gewöhnen, weil ich in den Gegenwarts-Handlungsstrang nicht so richtig gut reingekommen bin und immer am liebsten bis zu den nächsten Buchpassagen vorgeblättert hätte.

An sich verbirgt das Buch sogar zwei Liebesgeschichten, wobei ganz klar die von Belle und Hemi im Fokus steht. Und auch wenn diese reichlich klischeehaft ist, was die Umstände und Dramatik anbelangt, so war sie doch irgendwie so mitreißend, dass ich unbedingt wissen wollte wie sie ausgeht.

Die Gegenwartsgeschichte kam für mein Empfinden zu kurz und blieb blass hinter der Geschichte von Belle und Hemi zurück. Dabei deutet auch die Geschichte rund um Ashlyn einiges an ernsten und wichtigen Themen an, schafft es aber nicht diese zu vertiefen.

Insgesamt mochte ich das Buch ganz gern und würde 3,5 Sterne vergeben.

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Schwesternschaft

Blue Sisters von Coco Mellors

Die Autorin Coco Mellors wird ja ziemlich gehyped, weshalb auch ich den Release ihres neuen Buches mitbekommen habe. Das vorherige hatte mir tatsächlich nicht so gefallen, weshalb ich unschlüssig war, ob ich „Blue Sisters“ überhaupt lesen sollte. Ich kann nur sagen, dass es viel besser ist als das Debüt der Autorin.

Zum Inhalt: die Blue Sisters das sind vier Schwestern die, obwohl sie unterschiedlicher nicht sein könnten, doch ihre ganze besondere Verbindung zueinander bewahrten- bis eine von ihnen starb. Als sich der Todestag von Nicky zum ersten Mal jährt, kommen sie alle in New York zusammen, wenn auch nicht ganz freiwillig. Und stellen fest, dass sie trotz all ihrer Differenzen und individuellen Probleme immer noch einander haben.

Das Buch ist ein ziemlich bewegender Roman. Ich mochte das Thema Familie und Schwesternschaft wirklich gern, weil darin so viel unterschiedliches verborgen liegt. Es geht um das gemeinsame Aufwachsen, die Streits und Gemeinsamkeiten, den Zusammenhalt und Verlust. Und obwohl es eine Geschichte über sie alle ist und über das was sie verbindet, bekommt auch jede Schwester ihre ganz individuelle Geschichte.

Dadurch dass die Schwestern sehr unterschiedliche Charaktere sind und sehr verschiedene Lebensstile pflegen ist glaube ich für jeden Leser eine Schwester dabei, mit der man mitfühlen und/ oder sich mit ihr identifizieren kann. Aber es ist keine rosarote Geschichte, vielmehr ist sie voller Schmerz, Angst, Verlust, Sorgen und Reue. Das alles wird auch sehr eindrücklich an den Leser weitergegeben. Trotzdem bewahrt sich die Geschichte einen sanft hoffnungsvollen Unterton, den Anklang dessen, dass man es schaffen kann, weiterleben kann, überleben kann.

Mich hat die Geschichte wirklich ergriffen und stellenweise tief berührt. Ich mochte das Buch wirklich gern.

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Solider Auftaktband, aber für mich nicht mitreißend

Kingdom of Lies von Stacia Stark

Dieses Buch ist halt optisch ein echter Traum und absoluter Eyecatcher, dem ich so ein bisschen auf den Leim gegangen bin. Das Buch ist absolut solide, keine Frage, hat mich aber inhaltlich nicht so überzeugt, wie ich gehofft hatte. Das kann daran liegen, dass ich zuletzt ein paar absolut starke Fantasybücher gelesen habe und der Vergleich deshalb vllt etwas ungünstiger für „Kingdom of Lies“ ausfiel, aber es hat mir einfach noch nicht so richtig Klick gemacht.

Als Auftaktband ok, aber du muss echt noch was nachkommen.

Zum Inhalt: Im Krieg zwischen Menschen und Fan drohte den Menschen der Untergang, sodass sie Götter um Beistand ersuchten. Im Gegenzug gaben sie ihnen ihre Magie, die den Säuglingen genommen und bei Erreichen der Volljährigkeit teilweise zurückgegeben wird. Doch Prisma ist anders, in ihr existierte die Magie weiter, was sie zu einer Gejagten macht. Auf sich allein gestellt, begibt sie sich auf die Suche nach Antworten und nach einem Ausweg.

Man wirklich als Leser unmittelbar in die Handlung geworfen. Wahnsinnig viel Worldbuilding findet nicht statt, man erfährt aber gemeinsam mit Priska immer mehr über Die Welt in der sie sich bewegt und in der vieles nicht so ist, wie man ihr immer Glauben machen wollte. Die Autorin hält auch gezielt Informationen zurück um ein entsprechendes Finale für das Buch aufzubauen, was ich gut geplottet fand. Ein paar der Enthüllung fand ich tatsächlich relativ vorhersehbar.

Das Magiekonzept hat mir gut gefallen und ich mochte es, dass Priska auch immer aus ihren Weggefährten ihre jeweiligen Gaben versucht herauszukitzeln und man so tolle Einblicke in Die Welt der Magie bekommt. Florian und seine Söldnerbande fand ich spannend angelegt, auch wenn ich den Romance-Part wieder irgendwie sehr klischeehaft fand.

Es gibt ein paar spannende Nebencharaktere, die mir gut gefallen haben. Der Plot selber kam mich manchmal etwas holprig vor, zwischen unausgegorenen Plänen, einen Protagonisten die von heute auf morgen unerwartet große Kräfte in sich entfesselnd und spielend leicht zu beherrschen lernt und der Tatsache, dass irgendwie genug Zeit für ein Stelldichein ist. Kann man alles machen, bei mir hast dabei aber nicht so richtig funken wollen.

War für mich als Auftaktband ok, aber um mitzureißen muss da einfach mehr kommen.

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Wow, was für eine wundervolle Geschichte

Das Verhalten ziemlich normaler Menschen von K. J. Reilly

Alles an diesem Buch- Coverbild, Titel und Klappentext- wirkte wahnsinnig ansprechend auf mich. Ich liebe Geschichten über besondere Freundschaften und diese Geschichte hier ist eine schmerzlich schöne, ganz wundervolle Geschichte über Menschen, die die Tragik ihres Schicksals zusammengeführt. Eine unglaubliche Reise, die noch lange in mir nachklingen wird.

Zum Inhalt: Asher Hunter will Jack Daniel’s töten. Wobei Jack Daniel’s stellvertretend für den Namen des Mannes steht, der ihm seine Mutter genommen und sein Leben zerstört hat. Denn seit über einem Jahr steht Ashers Leben still, dominiert von irrationaler Angst, Wut und Verlustschmerz. Und er findet, genau das hat Jack Daniel’s auch verdient. Als er in einer Trauer-Selbsthilfegruppe unerwartet Weggefährten findet, beschließen sie, jeder aus einem ganz eigenen Grund, nach Memphis zu fahren, in der Hoffnung, dort endlich Erlösung zu finden.

Diese Geschichte tut beim Lesen richtig weh, weil die Figuren so wunderbar sympathisch und authentisch sind und ihre ganze Bandbreite an Emotionen sehr feinfühlig und doch eindringlich an den Leser weitergegeben wird. Verlust und was diesem in einem auslöst, welche Folgen es auch Familien, Beziehungen und die Betroffenen selbst hat, steht im Zentrum dieser Geschichte. Und gleichzeitig ist da so viel mehr: Freundschaft, Liebe, Angst, Wehmut, Stärke und Zusammenhalt. Dieses Buch hat mir so viel gegeben und mich wahnsinnig berührt.

Ich weiß nicht, wie diese Geschichte es schafft, sich trotz all der Düsternis diese unfassbar schöne Leichtigkeit zu bewahren, die die Geschichte zu einem wahren Lesegenuss macht. Es gibt viele herrlich komische Momente, die einen zum Schmunzeln bringen und in denen mir das Herz aufgegangen ist. Die Figuren sind nahbar, verletzlich und absolut einnehmend. Als Leser will man direkt teil dieser skurrilen Gruppe sein, die einander so viel gibt.

Das Buch liest sich sehr flüssig weg, die Sprache ist eher einfach gehalten, sodass sie dem Inhalt nicht den Rang abläuft. Gleichzeitig baut sich innerhalb der Handlung ein Spannungsbogen auf, je näher die Gruppe ihrem Ziel kommt, das für jeden von ihnen etwas anderes bedeutet. Geschickt geplottet, mit pointierter Situationskomik und wunderbar menschlich ist dieses Buch ein absolut mitreißendes Leseerlebnis.

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Göttliche Spiele

The Games Gods Play – Schattenverführt von Abigail Owen

Ich hab schon einige Fantasybücher gelesen die an griechische Mythologie und göttliche Spiele angelegt waren, aber dieses Buch war trotzdem überraschend anders, nicht zuletzt aufgrund der Lovestory, die sich hier entwickelt. Eine temporeiche, spannende Erzählung voller Intrigen und Komplotte, hat mir richtig gut gefallen.

Zum Inhalt: alle 100 Jahre halten die Götter des Olymps die berühmt berüchtigten Cruscibles ab, bei denen erwählte Menschen gegeneinander antreten um zu bestimmen, welcher der Götter für die nächsten 100 Jahre als König über die anderen herrscht. Doch die aktuellen Spiele halten eine Überraschung bereit: Hades, der Gott der Unterwelt, hat beschlossen teilzunehmen und erwählt die Diebin Lyra als eine Championesse.


Das Worldbuilding rund um den Olymp und die Unterwelt hat mir gut gefallen und es war einfach dort einzusteigen, da sich vieles mit dem deckt, was man aus Mythologie und anderen Geschichten bereits kennt. Die Idee, dass jeder Gott eine Heldentat als Prüfung beisteuert hat mir gut gefallen und ich fands richtig cool, dass tatsächlich jede der zwölf Heldentaten ausführlich beschrieben wurde. Ich hab schon Bücher mit ähnlichen Thematiken gelesen, wo das ganze nur angerissen wird.

Die Aufgaben sind sehr vielfältig gestaltet, sodass es durchgehend spannend und interessant bleibt, vor allem weil sie teilweise auch sehr gefährlich angelegt sind. Neben den Spielen selbst geht es viel um Allianzen und Intrigen und nicht alle Gottheiten spielen fair.
Aufgrund der Fülle der Figuren, bleiben die meisten sehr oberflächlich, aber vor allem Lyra und Hades sind stark ausgearbeitet und Lyra glänzt vor allem durch ihre Moral und Loyalität, sodass es in der Nebenhandlung auch viel um Freundschaft und Liebe geht.

Ich fand die Storyline super packend und habe richtig mitgefiebert. Das Ende war nochmal sehr überraschend und gleichzeitig wahnsinnig passend. Fand ich richtig stark und freue mich auf einen weiteren Band.

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Konfrontation

Tage im warmen Licht von Kristina Pfister

Da mir schon "Ein unendlich kurzer Somme" von der Autorin gut gefallen hat, war ich sehr neugierig auf ihren neuen Roman, der mir thematisch sogar noch ansprechender erschien. und wow, der hat mir richtig gut gefallen. Die Autorin hat eine besondere Art ernste, wichtige Themen in einen warmen, sicheren Rahmen zu setzen.

Hier treffen wunderbar unbeschwerte Momente auf die harte Realität des Lebens.

Zum Inhalt: Maria steht vor den Scherben ihres Lebens in München: arbeitslos, die Wohnung wegen Eigenbedarf gekündigt, ihr Exmann ist mit seiner neuen Familie ausgelastet und findet keine Zeit für die gemeinsame Tochter. Da fällt ihr das Haus ihrer Großmutter ein, das sie geerbt hat und so wagt Maria einen einen Neuanfang in ihrer alten Heimat- dem Ort wo sie als Jugendliche schöne Momente verlebte, auch auch viel Schmerz erfahren kann. Kann sie ihre Vergangenheit aufarbeiten um einen Neustart zu wagen?

Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt. In Rückblenden erfährt man viel darüber, wer Maria und ihre Freunde als Jugendliche waren und was zum Bruch zwischen ihnen geführt hat. Das Thema bahnt sich langsam an, ist aber schon relativ früh im Buch ersichtlich und steigert sich kontinuierlich. Das finde ich eigentlich geschickt erzählt. Es gibt genug Hinweise, damit man als Leser nicht überrascht wird- eine vorsichtige Annäherung an das Thema, was ich sehr gelungen fand.

Daneben stehen im Handlungsstrang der Gegenwart vor allem die Themen Freundschaft, Familie und Zusammenhalt im Fokus. Denn in Marias Heimat kümmert man sich noch umeinander. Allen voran Martha, die engste Freundin ihrer Großmutter, die wie ein Schutzgeist über die Frauen des Ortes wacht. Die ermutigenden, wohlwollenden Untertöne kommen hier richtig gut raus und ich mochte es, wie hier Frauen und ihre Geschichten in den Fokus gerückt werden.

Das Buch liest sich ganz wunderbar, schafft es scheinbar spielerisch zwischen leichten und ernsten Momenten zu wechseln und schafft gleichzeitig ein Bewusstsein für die Probleme mit denen Frauen sich rumschlagen, als auch dafür, dass man damit nicht allein ist. Das Buch hat mich nicht nur toll unterhalten, es hat mich auch berührt
Kann ich nur empfehlen- ein ganz wundervolles Buch.

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schönes Setting, aber weniger weihnachtlich als gedacht

Only for the Holidays von Abiola Bello

Ich lese total gerne winterlich/weihnachtliche Romane, gerne auch nach kitschig amerikanischem Vorbild, weil das vor mich der Inbegriff von Behaglichkeit ist. Das Cover mutet sehr weihnachtlich an, dabei spielt die Geschichte an sich vor Weihnachten und ist eher winterlich ausgelegt. Da die Protagonisten noch im Highschool-Alter sind stehen stattdessen Partys, Freundschaft, Familie und Liebe im Fokus der Geschichte.

War trotzdem schön.

zum Inhalt: Tias Familie hatte ein schwere Zeit hinter sich, doch passend zur Weihnachtszeit scheint sich nun alles zum Guten zu wenden. Bis ihr Freund Mike verkündet, dass er eine Auszeit braucht. Und dann will ihre Mutter mit der ganzen Familie die Weihnachtsferien auf Landgut Saiyan Hedge verbringen. Dabei hatte sich Tia grade einen Plan überlegt, wie sie Mike zurückgewinnen kann. Da schließt die einen Pakt mit Quincy, dem Sohn der Gutsbesitzer, der dringend eine Fake-Freundin für den Winterball braucht und ihr im Gegenzug hilft, zu Mikes Geburtstag nach London zu kommen.

Entsprechend dem Alter der Protagonistin fallen die anfänglichen Reaktionen auf Beziehungsauszeit und Urlaub auf dem Land eher motzig und trotzig aus und ich hatte kurz Angst, dass Tia mir als Protagonistin bis zum Ende unsympathisch bleiben würde. Und sie gibt sich auch alle Mühe, aber zum Glück taut sie im verlauf der Handlung auf und lässt ihre genervten Attitüden hinter sich. Tatsächlich hatte ich zunehmend Spaß ihre Interaktionen mit Quincy zu verfolgen.
Ich muss aber gestehen, dass mein heimliches Highlight die weniger offensichtlichen Beziehungen waren und ich es zum Beispiel auch total toll fand, dass auch das Liebesleben der Mutter beleuchtet wird. Es stehen zwar eindeutig die jungen Erwachsenen im Fokus, aber es war einfach toll, dass die Eltern und Geschwister nicht bloß Statisten innerhalb der Geschichte waren.

Die winterlichen Aktivitäten, die beschrieben werden tragen auch alle zur beschaulichen Stimmung der Geschichte bei, wobei durch die etlichen Partys diese gemütliche Grundstimmung immer wieder durchbrochen wird. Generell wird hier einfach viel an der Oberfläche gekratzt, sowohl was die Motive der beiden, als auch die Aufarbeitung ihrer Probleme betrifft. Hier wurde viel einfach nur angerissen, um am Ende eben noch zu einem Happy End zu kommen, was ich etwas übers Knie gebrochen fand.

Insgesamt liest sich die Geschichte aber leicht und flüssig, ist bunt und unterhaltsam, mit einem ganz wundervollen Setting, das man mehr hätte ausreizen können. Es ist ein schöner seichter Liebesroman für die kalten Tage.

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Ein gefährlicher Job

Tainted Dreams von Kim Nina Ocker

Da ist die letzte Dilogie von Nina Ocker absolut grandios fand, habe ich mich sehr auf die neue Reihe gefreut. Ich würde sagen, dass es sich auch hier wieder um Romantic Suspense handelt, auch wenn es ehrlicherweise in diesem Band weder eine echte Lovestory, noch wirkliche Thriller-Elemente gab. Als Auftaktband ok, hat mich aber dieses mal nicht begeistert.

Zum Inhalt: für Charlotte kommt das Jobangebot aus Miami wie ein himmlischer Segen: sie soll als Personenschützerin für eine der reichsten und mächtigsten Familie Miamis arbeiten. Der Arbeitsvertrag ist knallhart und dann fühlt Charlotte sich auch noch ausgerechnet zu ihrem Klienten hingezogen. Doch das ist nicht ihr größtes Problem.

Ich muss gestehen, dass ich den Einstieg echt langatmig fand. Bis circa zur Hälfte des Buches passiert praktisch gar nichts und selbst danach ist der Spannungsbogen ziemlich flach und kommt einfach nicht auf den Punkt. Mag daran liegen dass weitere Bände folgen, aber es hat hier einfach noch nicht klick gemacht bei mir.

Die Personen finde ich durch die Band weg super unsympathisch. Charlotte wirkt immer wieder total unprofessionell und überfordert, sodass ich mich auch mit ihr schwer getan hab. Dabei dachte ich anfangs noch, dass sie eine ziemliche coole und toughe Protagonistin ist. Von Gideon fang ich gar nicht erst an.

Die Storyline hat mich noch nicht so recht überzeugt. Das ist alles tu schwammig, mit zu vielen Andeutungen, die in alle möglichen Richtungen deuten könnten. Morally grey Characters finde ich eigentlich immer super catchy, aber hier passts noch nicht.

War insgesamt ok und hat sich wieder gut lesen lassen, hat mich spannungstechnisch aber bisher nicht erreicht.

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