Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Alo:

Überraschend magische Romancestory

In a Holidaze – Ihr Weihnachtswunsch führt zu Gefühlschaos unterm Mistelzweig von Christina Lauren

Mae verbringt schon immer Weihnachten mit ihrer Familie und ihrer Wahlfamilie in einer Blockhütte in den Rocky Mountains. Das ist ihre Vorstellung von einer perfekten Zeit. Dieses Jahr läuft aber alles schief und sie küsst nicht betrunken nur ihren Kumpel, obwohl sich gefühlt schon immer in seinen Bruder verliebt ist, sondern erfährt auch noch, dass das geliebte Blockhaus verkauft werden soll.

Verzweifelt wendet sie sich ans Universum und findet sich auf einmal in einem verrücktem Szenario wieder. Bekommt sie vielleicht noch eine zweite Change?

Ich liebe süße Weihnachtsgeschichten, bei denen man sich einfach nur wohlfühlen kann. Bei dieser Geschichte war ich anfangs etwas überrascht, weil ich mit der magischen Komponente, die sehr an "Und täglich grüßt das Murmeltier" erinnert, nicht gerechnet hätte. Ich habe mich dann darauf eingelassen und mochte es dann am Ende.

Mae und Andrew waren mir beide sehr sympathisch, beide legen eine tolle Entwicklung hin und ich mochte die Stimmung in der Blockhütte. Ich habe mich gefühlt, als wäre ich mittendrin und es hat mir richtig Lust auf die chaotischen Weihnachtsfeiertage mit meiner Familie gemacht. Was ich vom üblichen Drama kurz vor dem Ende halten soll, weiß ich nicht so richtig. Ob es das so gebraucht hätte?!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Alo

Macht furchtbar wütend, aber so wichtig

Unversehrt. Frauen und Schmerz von Eva Biringer


„Entweder werden die reproduktiven Funktionen der Frau als von Natur aus abnormal pathologisiert […] oder aber es wird behauptet, dass sie normal sind, und wenn sie Symptome verursachen, dann nur, weil die Reaktion der einzelnen Frau darauf abnormal ist – sie ist einfach besonders empfindlich oder reagiert über.

Kurz gesagt: Entweder sind alle Frauen krank, oder einige Frauen sind verrückt.“ (S. 120)

Die Lektüre von unversehrt hat mich wütend gemacht, sehr wütend. Es war super informativ und augenöffnend und dann wusste ich wiederum oft nicht, ob ich lachen oder doch lieber weinen soll, weil vieles einfach nur absurd ist. Manche Stellen musste ich überspringen, weil mir das Geschilderte nur zu bekannt und es zu lesen zu schmerzhaft war. Kurz gesagt: Lest es!

In dem Buch geht es um Schmerz. Schmerz, der Frauen zugefügt wird. Schmerz, den sie sich selber zufügen und den Schmerz, der ihr Körper ihnen verursacht. Es geht darum, wie die Gesellschaft und die Medizin mit dem Schmerz der Frauen umgeht und woher das historisch gesehen kommt.

5/5 Sterne

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Alo

Klischeehaft, einseitig und langweilig

The Freedom Clause von Hannah Sloane

Die Grundidee des Buches fand ich superspannend, die Umsetzung ist klischeehaft und hat mich sehr geärgert.

Daphne und Dominic sind seit 3 Jahren verheiratet, es war die erste große Liebe für beide. Da ihre Beziehung, also vor allem ihr Sexleben, etwas eingeschlafen ist, kommt Dominic auf die Idee die Ehe zu öffnen.

Allerdings nur für eine Nacht im Jahr, nie zweimal mit demselben, für 5 Jahre und sie dürfen mit niemandem darüber reden. Aber klappt es wirklich die Ehe mit dieser Freiheitsklausel wieder in Schwung zu bringen?

Das erste Mal wollte ich das Buch nach 50 Seiten abbrechen. Ich empfand den Schreibstil und vor allem auch die Dialoge als hölzern und wie es dann zu dem Deal kommt, hat mich einfach nur sauer gemacht, er hat sie total dazu überredet und geradezu gezwungen. Was ist denn das für eine Grundlage?!

Der Schreibstil wurde besser, aber der Rest hat sich für mich nicht zum Positiven entwickelt. Gewünscht hätte ich mir ein Buch, in dem ein Paar an einer offenen Beziehung wächst und entweder wieder zusammenwächst oder eben getrennte Wege geht.
***Vorsicht hier spoilere ich ein bisschen***
Stattdessen entwickelt sich Daphne und Dominic ist "der Böse", der sich einen Fehltritt nach dem anderen erlaubt. Warum wurde aus zwei Perspektiven geschrieben, wenn es nur um die Entwicklung von Daphne gehen soll?

Ich war von den Protagonisten und den Klischees irgendwann so genervt und auch gelangweilt, sodass ich es nur noch überflogen habe. Von mir keine Leseempfehlung. 1,5/5 Sterne

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Alo

Verrückt, interessant, anstrengend und auch etwas verwirrend

Antichristie von Mithu Sanyal

Eigentlich wollte ich „Antichristie“ von Mithu Sanyals nicht lesen, habe es dann aber über ein Buchabo bekommen und bin im Nachhinein froh, dass ich dadurch „gezwungen“ wurde. Ja, es hat es wie erwartet in sich, aber ich habe viele Denkanstöße mitgenommen und wurde gut unterhalten. Es hat sich also am Ende gelohnt.

Durga kommt aus Köln und arbeitet 2002 in London in einem Writer’s Room, dort will sie mit ihren Kolleginnen Agatha Christie politisch korrekt überarbeiten. Sie hat es gerade nicht leicht, da ihre Mutter, zu der sie keine einfache Beziehung hatte, vor kurzem verstorben ist. Und dann findet sich Durga plötzlich auch noch 1906 wieder, als Mann. Dort verschlägt es sie oder ihn :D ins India House, wo er in die indische Unabhängigkeitsbewegung verwickelt wird.

Die Geschichte ist wirklich nicht leicht zu lesen ist, was zum einen an den vielen Zeitsprüngen liegt und zudem wusste ich fast gar nichts über die indische Unabhängigkeitsbewegung und war dadurch manchmal von den Figuren und ihren Beziehungen überfordert. Zwischendurch habe ich dann im Internet ein wenig über die Hintergründe recherchiert, dann ging es wieder besser und das ausführliche Personenverzeichnis am Ende des Buches hilft auch. Wahrscheinlich muss man es mehrmals lesen, um alles zu erfassen.

Die Themen in diesem Buch sind vielfältig. Es geht um Kolonialismus und seine Folgen, die wir bis heute spüren, aber beispielsweise auch um die Suche nach der eigenen Identität und um Agatha Christie, Dr. Who und Sherlock Holmes. Sanyal bringt auf engem Raum sehr viele Informationen unter, die einen zwar manchmal überfordern, dann aber auch wieder unglaublich gute Denkanstöße bringen und einen zum Reflektieren anregen.

Ihr Schreibstil ist total humorvoll. Außerdem lotet sie die Grenzen des Schreibens aus und spielt ganz viel mit dem Text und der Erzählstruktur. Das hat mir richtig gut gefallen und hat die teilweise schwere Kost aufgelockert.

Fazit: Ein Buch, das einen herausfordert, aber auch sehr bereichernd und unterhaltsam ist.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Alo

Spannendes Fantasyabenteuer

Die Schule der Mitternachtswelt 1 von Maëlle Desard

Da wir in unserer Familie große Fantasy- und vor allem Vampirfans sind, war klar, dass die "Schule der Mitternachtswelt" bei uns einziehen muss. Mein Sohn hat es als erster gelesen, da er vom Cover, bei dem manche Elemente im Dunkeln leuchten, und vom Klappentext so begeistert war.

Das ist seine Rezension:
Als der Halbvampir Simeon auf die Mitternachtsschule gehen soll, findet er sowohl Feinde als auch Freunde.

Das Schuljahr beginnt ziemlich chaotisch, unter anderem mit Verschwinden von Schülern. Als immer mehr Schüler verschwinden ermitteln Simeon und seine Freunde auf eigene Faust.

Ich finde das Buch spannend, weil es auf eine Art, die ich nicht beschreiben kann, fesselt und immer wieder etwas passiert. Ich mag es, dass Fantasy mit der realen Welt verbunden wird. Die Figuren, vor allem die Hauptfigur war mir gleich sympathisch. Leider fand ich manche Sätze so verworren, dass ich sie doppelt lesen musste. Zudem springt die Erzählung an manchen Stellen etwas hin und her.

Mit dem Buch hat Maëlle Desard eine Geschichte geschrieben, die mich sprichwörtlich in das Buch hineingezogen hat. Ich freue mich schon auf den nächsten Band. Ich kann dieses Buch allen Leuten empfehlen, die Fantasy und Abenteuer mögen.

J., 13 Jahre

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Alo

Magische Geschichte über die Kraft der Worte

Die Goldene Schreibmaschine von Carsten Sebastian Henn

Das Cover des Buches „Die goldene Schreibmaschine“ von Carsten Henn hat mich vom ersten Moment an bezaubert und ich habe es sogleich meiner bücher- und schreibverrückten 10-jährigen Tochter vorgeschlagen und das ist ihre Rezension:

Als Emily hinter der Bibliothek, in der ihre Oma arbeitet, eine zweite, geheime Bibliothek entdeckt, verändert sich ihr Leben schlagartig.

Denn dort entdeckt sie eine goldene Schreibmaschine auf der man die Handlung der Bücher- und somit auch die Geschehnisse der Welt- verändern kann. Doch auch ihr hinterlistiger Lehrer Dr. Dresskau entdeckt die Macht die in ihr steckt und will sie an sich reißen. Wird Emily ihn mit ihren Freunden Charly und Ferdinand aufhalten können?

Ich finde das Buch wunderschön, spannend und ich mochte es, dass es ein Buch ist, in dem es um Bücher geht. Solche Bücher mag ich, da ich selbst Bücher mag. ”Die goldene Schreibmaschine” hat der Autor geheimnisvoll und anschaulich beschrieben. Henns Schreibstil ist anschaulich und es gab kaum Wörter, die ich nicht verstanden habe. Was ich nicht so toll fand, war das ausgerechnet ein Mann der Bösewicht sein musste und keine Frau. Das fand ich schon blöd, dass immer die Männer die Bösen sind.

Mit dem Buch “Die goldene Schreibmaschine” hat Carsten Henn ein wunderschönes Kinderbuch geschaffen. Die Vorstellung von einer Welt mit geheimer Bibliothek ist zwar nicht ganz neu, aber von dem Autor kreativ gestaltet. Daher kann ich “Die goldene Schreibmaschine” allen Lesern empfehlen, die gerne Fantasy und spannende Geschichten lesen.

J. 10 Jahre

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Alo

Konnte mich nicht überzeugen

Starling House von Alix E. Harrow

Ich war im Vorfeld sehr gespannt „Starling House“ von Alex E. Harrow, da sich die Idee toll angehört hat: Eine Gruselgeschichte über eine verfluchte Kleinstadt und ein geheimnisvolles Haus, perfekt für die dunkle Jahreszeit. Ich hatte auf ein Buch in der Art von „Gallant“ (V.E. Schwab) gehofft, leider konnte mich die Umsetzung nicht wirklich überzeugen.

In dem Buch die Geschichte aus der Perspektive von Opal, die Waise ist und alles tut, um ihrem Bruder Jasper ein Studium zu finanzieren, damit er die trostlose Stadt, in der beide kein Glück finden, verlassen kann. Opal wird wie magisch von dem alten Herrenhaus „Starling House“ und seinen Geheimnissen angezogen und als sie dort eines Tages von dem kauzigen Arthur Starling eine Putzstelle angeboten bekommt, nehme die Ereignisse ihren Lauf.

Der Schreibstil ist gut, es lässt sich gut lesen und man kann sich das Beschriebene gut vorstellen. Das Buch ist sehr ruhig und atmosphärisch erzählt und gerade im ersten Drittel war ich sehr gefesselt und hatte auch den ein oder anderen Gänsehautmoment. Jedoch zog sich ab der Mitte zog die Geschichte, da sie oft im Kreis drehte und teilweise repetitiv war. Die Antworten kamen dann zwar am Ende, einige Fragen blieben allerdings unbeantwortet, aber da hatte mich die Geschichte schon lange verloren und die düstere Atmosphäre habe ich dann auch nicht mehr gespürt.

Ein weiteres Problem waren die Hauptfiguren. Eigentlich mag ich unperfekte Figuren und fand es anfangs auch sehr authentisch. Opal spricht sehr offen und soll nicht unbedingt sympathisch wirken. Auch ihre Beschreibung ist mal so ganz anders, statt eines normschönen Mädchens wird auf ihre kaputten Zähne und den kränklichen Teint eingegangen. Allerdings konnte ich weder zu ihr noch zu dem männlichen Protagonisten eine Verbindung aufbauen. Auch die Beziehung zwischen den Beiden haben ich ihnen nicht abgekauft und fand die Romance auch irgendwie fehl am Platz.

2,5/5 Sterne

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Alo

Eine gelungene Fortsetzung

Die Abende in der Buchhandlung Morisaki - Roman (Bücherliebe in Tokio 2) von Satoshi Yagisawa

"Das Antiquariat Morisaki war eines von vielen in Jinbocho. Ein bescheidener Laden voller Geschichten. Und voller Gefühle." (S.253)

Auch der zweite Band von Satoshi Yagisawa hat mich wieder in die Welt des kleinen Antiquariats entführt, hat mich wieder genauso bezaubert und konnte mich wieder begeistern.

Ein Wohlfühlbuch!

In "Die Abende in der Buchhandlung Morisaki“ begleiten wir wieder dieselben Figuren wie im ersten Band, die Geschichte setzt ungefähr dort an, wo der Vorgänger aufgehört hat. Die Geschichten werden weitererzählt, es passiert nicht viel und trotzdem sind die Themen vielfältig. Es geht wieder um Bücher und das Lesen, aber beispielweise auch um Selbstfindung, den Umgang mit den eigenen Gefühlen, Trauer, Freundschaften und Beziehungen.

Der Schreibstil des Autors ist wieder sehr klar und reduziert. Dadurch nimmt man den Inhalt sehr bewusst und fokussiert wahr. Und zusätzlich kommt man gut ins Reflektieren, da die Handlung sehr unaufgeregt ist, das gefällt mir gut, vor allem weil auch die emotionale Ebene nicht zu kurz kommt, ich habe dieses Mal sogar Taschentücher gebraucht.

Fazit: Wer sich mit dem ersten Band wohlgefühlt hat, kann sich auf die Fortsetzung freuen! 5/5 Sterne

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Alo

Bewegende Coming-of-age Geschichte

Unser Buch der seltsamen Dinge von Jennie Godfrey

"Unser Buch der seltsamen Dinge" war anders als erwartet, aber enttäuscht hat es mich nicht.

Miv ist 12 Jahre alt und lebt im Yorkshire der 80er zusammen mit ihrer Vater, ihrer Tante und ihrer Mutter, die psychisch krank ist. Allerdings ist nicht nur die Situation in Mivs Zuhause bedrückend, in Yorkshire versetzt eine Mordserie an Frauen die Menschen in Angst und Schrecken.

Als die Erwachsenen Überlegungen anstellen fortzuziehen, setzen sich Miv und ihre beste Freundin Sharon in den Kopf den Yorkshire-Ripper zu schnappen. Sie beobachten die Menschen in ihrer Nachbarschaft und beginnen eine Liste von Verdächtigen zu erstellen.

Beim Lesen des Klappentextes dachte ich, "Unser Buch der seltsamen Dinge" sei eine Kriminalgeschichte. Ist es auch, zumindest ein kleines bisschen. Aber eigentlich ist es eher eine sehr zarte Coming-of-age Story, die die unter anderem die Themen Freundschaft, Rassismus, Ausgrenzung, häusliche Gewalt und psychische Krankheiten aufgreift und zu dem einen tollen Einblick in das Leben der Arbeiterklasse im Yorkshire der 80er Jahre gibt.

Ich habe Miv und ihre Freunde sehr gerne begleitet und kann "Unser Buch der seltsamen Dinge" allen empfehlen, die Lust auf eine ruhige Geschichte mit viel Gefühl haben, die es am Ende aber noch einmal in sich hat.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Alo

Ich freue mich auf Band 2!

Five Broken Blades von Mai Corland

Five Broken Blades hat mich super unterhalten und ich möchte am liebsten gleich weiterlesen.

Gottkönig Joon von Yusan regiert sein Reich mit eiserner Hand und soll sterben. Dazu werden die gefährlichsten Attentäter des Reiches zusammengerufen: der Geheimdienstchef des Königs, ein verbannter Prinz, eine Meisterdiebin und ihr Leibwächter und eine Giftmörderin mit ihrem Aufpasser.

Der Auftrag scheint unmöglich und den 6en wird klar, dass sie zusammenarbeiten müssen. Aber spielen wirklich alle ein ehrliches Spiel?

Das Buch liest sich super gut, die Kapitel sind kurz und durch die 5 POVs fliegt man geradezu durch das Buch. Der Schreibstil ist sehr einfach, mir teilweise etwas zu einfach. Das liegt mit Sicherheit auch daran, dass die Autorin durch die vielen Sichtweisen immer viele Informationen und Gedanken in den Kapiteln unterbringen wollte. Teilweise hat es sich ein bisschen wie ein Aufsatz eines Schülers gelesen, der einen inneren Monolog schreiben soll. Da ich aber trotzdem gut unterhalten war, hat es mich nicht sehr gestört.

Die Figuren sind mir schnell ans Herz gewachsen. Ich mochte am Ende alle und habe echt mitgefiebert, auch wenn mir recht schnell klar war, wer der Verräter ist, auch wenn das Ende dann doch noch die ein oder andere Überraschung bereitgehalten hat.

Ich sehr gespannt, wie die Reise der Protagonisten weitergeht und schaue schon immer, ob der Erscheinungstermin für die Übersetzung schon bekannt ist. :D

Fazit: Macht Spaß, auch wenn es kleine Schwächen hat. 4/5 Sterne

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Alo