Kunden em pfehlungen
Rezensionen von peedee:
Aufregende Zeiten
Sommerglück in Maple Creek von Olivia Anderson
Maple Creek, Band 4: Molly und Nat werden heiraten! Nat will die ganzen Hochzeitsvorbereitungen übernehmen und Molly soll sich nur um das Hochzeitskleid kümmern. Bei ihren Freunden ist auch einiges los: Laurie und Tom werden kurzum Eltern, Nora – schwer verliebt in Jim – hat gesundheitliche Probleme und Lilly hat beruflich schwer zu kämpfen…
Erster Eindruck: Wie gewohnt ein sehr schönes Cover – passt sehr gut zu den anderen der Reihe.
Dies ist Band 4 der Reihe, kann aber unabhängig von den Vorgängerbänden gelesen werden (schöner ist es natürlich, die Protagonisten von Anfang an zu begleiten). Da ich Band 3 erst vor ein paar Tagen ausgelesen habe, war ich noch ganz im Maple-Creek-Modus drin. Ich mag diese Menschen einfach, insbesondere wie sie füreinander einstehen.
Nat will also die ganzen Hochzeitsvorbereitungen übernehmen? So schwierig kann das ja nicht sein, oder? Oh, Mann! Da steckt der Teufel echt im Detail, wie er in Windeseile merken muss. Er kann sich jedoch auf seine Freunde verlassen, die ihn tatkräftig unterstützen. Und Molly ist ganz unruhig beim Gedanken, dass Nat sich um alles kümmern will. Denkt er auch an alles? Er hat so etwas ja noch nie gemacht.
Es freut mich sehr, dass Jim (meine Lieblingsfigur) und Nora ein so inniges Paar abgeben. Bisher meistern sie ihre Fernbeziehung sehr gut. Doch dann kommt es zu einem gesundheitlichen Notfall – der eine Moment, der alles verändert.
Lilly hat gegen die Konkurrenz zu kämpfen. Die neue Werbeagentur aus Maple Creek sorgt für einigen Wirbel, und dies nicht nur bei Lilly…
Es war wiederum sehr schön in Maple Creek (erinnert mich eh etwas an das fiktive Stars Hollow aus „Gilmore Girls“) mit einigen Turbulenzen in puncto Liebe und ich vergebe erneut 4 Sterne. Nun bleibt mir nur noch der abschliessende 5. Band der Reihe.
Im wahrsten Sinne stürmische Zeiten
Stürmische Zeiten in Maple Creek von Olivia Anderson
Maple Creek, Band 3: Pamela ist glücklich – glücklich, das Maple Creek Inn zu führen und mit Lilly ihren Herzensmenschen gefunden zu haben. Bei Lilly ist es beruflich gerade ziemlich turbulent, denn von unerwarteter Seite taucht Konkurrenz auf. Und Molly stellen sich als stellvertretende Chefredakteurin der Maple Creek News Time unerwartete Herausforderungen.
Am meisten beschäftigt sie jedoch der Beziehungsstatus mit Nat: Wie sieht er ihre gemeinsame Zukunft? Heirat, Kinder?
Erster Eindruck: Ein stimmungsvolles Cover – gefällt mir sehr gut.
Dies ist Band 3 der Reihe, kann aber unabhängig von den Vorgängerbänden gelesen werden (schöner ist es natürlich, die Protagonisten von Anfang an zu begleiten).
Für mich war es ein schönes Wiedersehen mit liebgewonnen Protagonisten (meine Lieblingsfigur ist übrigens Jim).
Die Beziehung von Pamela und Lilly wird von den Dorfbewohnern akzeptiert, niemand stört sich daran (warum auch?). Aber gerade Pamela will ihr Glück nicht unnötig herausfordern und hält sich darum immer etwas bedeckt. Lilly geht damit sehr viel offener um. Doch als die beiden ihre Zukunftspläne besprechen, ändert sich alles und bringt vieles in Bewegung. Auch bei Molly, denn sie freut sich zwar sehr für ihre Beinahe-Schwägerin, stellt aber ihre eigene Beziehung zu Nat, Pamelas Bruder, in Frage. Sie neigt dazu, zu sehr über den Fragen zu brüten.
Auch bei Jim, der ein sehr guter Freund von Molly ist, geht es gerade hoch her (mehr möchte ich dazu gar nicht verlauten lassen, denn ansonsten würde ich spoilern)…
Es waren – wie im Buchtitel erwähnt – stürmische Zeiten in Maple Creek. Ich fühlte mich sehr gut unterhalten und vergebe daher gerne 4 Sterne. Der nächste Band wartet bereits auf dem Reader auf mich.
Friede, Freude, Ferienhaus?
Bretonisch mit Flammen von Gabriela Kasperski
Tereza Berger, Band 5: Es ist Ferienzeit und das bringt viele Touristen. Gut für Tereza Berger und ihre Buchhandlung „DEJALU“ und die geplante Vermietung von Zimmern. Aber dann brennt ein Ferienhaus, wo Isidore Breonnec, der allseits bekannte Handwerker, zugange war. Er hat den Brand leider nicht überlebt – der Schock für Tereza ist gross, war er doch ein sehr guter Freund.
Commissaire Gabriel Mahon beginnt zu ermitteln, wobei Sylvie Meerwein, Terezas Mitarbeiterin und Freundin unter Verdacht gerät. Was läuft hier falsch?
Erster Eindruck: Ein sehr ausdrucksstarkes Cover mit den Fischerbooten im Vorder- und den Leuchttürmen im Hintergrund – gefällt mir sehr gut.
Dies ist Band 5 der Reihe, kann aber ohne Kenntnis der Vorgängerbände gelesen werden (aber man würde etlichen Lesespass verpassen!).
Dieses Mal führt uns die Geschichte im Prolog ins Jahr 1944, nachher geht es in der Gegenwart weiter. Der Prolog führte bei mir schon zum ersten Seufzen, denn die damalige Situation war für zwei Liebende unmöglich. Hach…
Tereza und Gabriel sind nun also offiziell zusammen – endlich! Aber Gabriel stört sich daran, dass Isidore Tereza so viel bedeutet: ist da nicht mehr als nur Freundschaft? Es gibt im Dorf gewisse Gerüchte… aber, aber, Gabriel, was soll das? Nun ist Isidore tot und Tereza ist überzeugt, dass er ermordet wurde. Zu viel spricht gegen einen „Unfall“. Wie kann sie beweisen, dass es Mord war?
Als Tereza von diversen Hausbesitzern erfährt, dass sie in der Hochsaison an Touristen vermieten, ist das Interesse natürlich gross, es ihnen nachzutun. Sylvie ist sehr daran interessiert, aber Tereza zögert noch.
Wie gewohnt war es eine komplexe Geschichte mit einem verwirrenden Durcheinander von Unfall oder Mord, Brandstiftung oder Zufall, Immobilienverwaltung, Bauvorschriften und -genehmigungen. Tereza musste alleine handeln – dieses Mal sogar mit dem Segen von Gabriel. Für Tereza wurde es aber mehr als einmal eng, sehr eng! Von mir gibt es für diese spannende Geschichte 4 Sterne.
Rundum gelungen
Minnie Minerva Maus von Disney
Minerva „Minnie“ Maus ist ganz und gar genial – und ganz offensichtlich sehr bescheiden (*laut lach*)! Bei einem Schulwettbewerb, bei dem die Schule grüner gemacht werden soll, will sie unbedingt gewinnen, damit alle sehen, wie clever sie ist. Ihre ersten Ideen: fleischfressende Pflanzen in der Cafeteria, die die Essensreste beseitigen; echte Spinnen helfen, Prüfungsangst zu nehmen; ein Dynamo am Fahrrad treibt elektrische Geräte an.
Nicht jedes Projekt ist gleichermassen erfolgreich. (Für Kinder ab 8 Jahren)
Erster Eindruck: Ein Hardcover, durchgehend farbig illustriert mit sehr vielen Details – gefällt mir sehr gut.
Ich bin ein grosser Disney-Fan und insbesondere von Minnie und Co. Dass nun Minnie hier die Hauptrolle hat, gefällt mir natürlich sehr gut. Minnie, pardon Minerva, ist ein aufgewecktes, intelligentes und kreatives Mädchen, das mit ihren Mitteln die Welt ein bisschen besser machen will. Auch bei Disney geht alles mit der Zeit, somit gibt es eben auch Laptops und es wird von „Livestreams“ gesprochen – das hat mir sehr gefallen.
Weiter fand ich es sehr schön, die Freundschaft von Minerva, Daisy und Klarabella zu beobachten. Zusammen verfeinern sie den neusten Geniestreich von Minerva. Und, egal wie der Wettbewerb ausgeht, am Ende gibt es Pizza! „Wenn wir gewinnen – Siegerpizza. Wenn wir verlieren – Trostpizza.“
Der rundum gelungene Comic thematisiert Kreativität, Umweltschutz, Freundschaft, Gewinnen und Verlieren – von mir gibt es wohlverdiente 5 Sterne.
Wenn doch nur Klartext gesprochen würde…
Herzklopfen im Ländle von Sofia Mai
Leonie ist Richterin in Ulm. Sie ist pflichtbewusst, rational und engagiert, die Karriereleiter weiter emporzuklettern. Als ihre jüngere Schwester Sabine einen schweren Unfall hat, springt Leonie ein, um sich um ihre Nichte Amelie, Hund und Hof zu kümmern. Sie wagt sich auf unbekanntes Terrain, insbesondere bei der Betreuung des Teenagers.
Zimmermeister Max, ein Freund von Sabine, steht ihr in gärtnerischen Fragen zur Seite. Er verursacht bei ihr ungewohntes Herzklopfen…
Erster Eindruck: Ein sonnenblumengelbes Cover, ein romantischer Titel – gefällt mir.
Ich konnte mir Leonie sehr gut vorstellen: eine taffe Frau, die emsig an ihrer Karriere arbeitet, und zugunsten ihres Jobs vielfach Privates hintenanstellt. So auch die Treffen mit ihrer alleinerziehenden Schwester Sabine, die in der Nähe von Tübingen wohnt, als Teilzeit-Grundschullehrerin arbeitet und am Wochenende ein Hofcafé führt. Nun ja, der Weg von 120 Kilometern zwischen den beiden Wohnorten ist auch nicht gerade ein Katzensprung.
Leonie ist auf dem Weg nach Helsinki, wo sie bei einer finnischen Richterin während zwei Wochen hospitieren darf, als sie am Flughafen ausgerufen wird: Sabine hatte einen Unfall und sie wurde als ihr Notfallkontakt angerufen. Sie zögert keine Sekunde, um zurückzufahren und sich um Sabine und deren Tochter zu kümmern.
Zwischen Leonies und Sabines Alltag liegen Welten und daher hatte ich grosse Ehrfurcht vor Leonie, wie sie sich in das Unbekannte schickte (Pubertier inklusive!).
Max ist ein Freund von Sabine (oder doch mehr als nur Freund?) und hilft Leonie, den Hof und Garten zu managen. Ein sehr interessanter Mann…
Das Buch hat sich für meinen Geschmack ein wenig gezogen und blieb trotz der schönen Beschreibungen vom Gärtnern und der Umgebung etwas farblos (ganz im Gegensatz zum bunten Cover). Am besten gefallen hat mir, dass die Hauptdarsteller in ihren Vierzigern waren. Zugleich hat mich überrascht, wie unentschlossen und unsicher Leonie und Max zuweilen agierten. Der Ausgang der Geschichte hat mir sehr gut gefallen.
PS: Dieses Buch ist prädestiniert für eine Reihe, denn Sabine müsste doch auch noch ihr Herzblatt kriegen (wer dieses Buch gelesen hat, weiss auch, wen ich da bereits im Auge habe).
Völlig abgedreht
Ein Mann zum Vergraben von Alexia Casale
Sally stellt sich gerade die Frage aller Fragen: Wie werde ich meinen toten Mann los? Nun ja, sie hat schliesslich nicht geplant, ihren Mann Jim mit der gusseisernen Pfanne zu erschlagen. Das entschuldigt ihre Ratlosigkeit. Die Polizei anzurufen wäre naheliegend, aber sich zuerst ein Stück Kuchen gönnen, ist für Sally noch schlüssiger, denn Jim ist ja tot und läuft nicht mehr davon.
Wer hätte gedacht, dass sie in der Nachbarschaft auf Frauen trifft, die sich mit den gleichen Fragen beschäftigen? Eine Selbsthilfegruppe der besonderen Art entsteht…
Erster Eindruck: Das Cover finde ich von den Farben her auffällig – mir gefällt die Haptik des geprägten (und witzigen) Titels, wobei mir der englische Titel „The best way to bury your husband” noch besser gefallen hätte.
Als ich die Original-Inhaltsbeschreibung gelesen habe, habe ich gleich gedacht, dass es hier wohl um rabenschwarzen Humor gehen wird, was ich sehr mag. Mir fällt aber nun die Rezension viel schwerer als gedacht und ich muss hier zum ersten Mal eine Triggerwarnung aussprechen: In diesem Buch geht es um häusliche Gewalt und Zwangsheirat.
Das Buch beginnt mit „Grannys Bratpfanne“ – das war herrlich! Eine bedeutungsvolle Pfanne, die schon viel erlebt und jetzt zum Tod von Sallys Ehemann geführt hat. Ach nein, es war ja ein „Jim-Unfall“... Das ist rabenschwarzer Humor. So weit, so gut. Aber – natürlich gibt es ein Aber – der Grund, warum die Frau ihren Mann verschwinden lassen will, ist eben nicht lustig, denn es geht um jahrzehntelang erlebte häusliche Gewalt. Und das ist einfach nur unglaublich tragisch. Die anderen Frauen, die alle zufälligerweise in der gleichen Gegend wohnen, sich aber vorher nicht kannten, haben ähnliches erlebt und finden trotz Corona-Pandemie zusammen und gründen den „Club der heimlichen Witwen“. Wie können sie nun ihre Männer entsorgen?
Es gibt Grenzen zwischen Humor und Tragödie. Mir ist durchaus bewusst, dass bei Satire oder schwarzem Humor vieles überzeichnet wird, damit es witzig daherkommt. Hier hatte ich Mühe, die Erlebnisse der Frauen mit ihren tyrannischen Ehemännern in den Hintergrund zu drängen, um das Witzige wahrzunehmen. Es hätte viele Gründe geben können, warum die Frauen ihre Männer hätten umbringen wollen, die für mich zu einem Unterhaltungsroman besser gepasst hätten, z.B.: eine Frau will endlich an das Erbe ihres Mannes; eine Frau hat Millionen im Lotto gewonnen und will das Geld ohne ihren Gatten verprassen; eine Frau rächt sich für das jahrelange Fremdgehen ihres Angetrauten – so hätte ich 5 Sterne geben können, aber nun sind es nur 3. Das sehr wichtige Nachwort der Autorin führt aber doch noch dazu, dass ich auf 4 Sterne aufrunde.







