Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Daggy:

Tolle Klasse, schönes Erstleserbuch

Kleine Lesehelden: Wir sind erste Klasse! von Daniela Kulot

Wir sehen Betti mit ihrer Kiste auf dem Schulhof stehen und Anton schaut neugierig durch den kleinen Spalt hinein.
Nachdem uns die beiden vorgestellt wurden und wir erfahren, dass sie in die 1. Klasse gehen, die „Fuchs-Bande“ heißt und ihre nette Lehrerin Frau Kanne kennenlernen, geht es gleich mit dem Unterricht los.

Frau Kanne liest eine Herbstgeschichte vor und unsere Aufgabe ist es das richtige Buch auszusuchen. Dann werden Blätter gebastelt, die durch die Klasse fliegen. Doch dann geschieht etwas unerwartetes, Aus Bettis Kiste kann sich eine kleine graue Maus befreien. Frau Kanne springt auf den Stuhl und die Kinder tun alles um die Maus zu fangen.
Natürlich geht das nur, wenn alle zusammen überlegen und zusammen handeln. So wird mit dieser kleinen Geschichte für Erstleser gezeigt, wie schön es ist, eine tolle Klassengemeinschaft zu haben.
Neben der groß gedruckten spannenden Schulgeschichte gibt es viele schöne bunte Illustrationen und einige Rätsel, die gut zu lösen sind. Ein empfehlenswertes Buch für den Schulanfang.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Daggy

Hier gibt es eine Menge zu sehen

Unser Spielplatz von Daniela Chudzinski


Das große quadratische Bilderbuch zeigt einen Spielplatz und im Laufe des Buches wird er die Hauptperson bleiben.
Viele der gezeichneten Menschen werden immer wieder auftauchen, so der Mann mit dem Hund, das Paar, dass sich erst umarmt und später einen Kinderwagen schiebt oder Tante Lial, die strickend auf der Bank sitzt und später ihren fertigen Schal mit einem netten älteren Herrn teilt.

Der Spielplatz liegt in einem Park, aber er grenzt auch en Häuser. Es gibt einen Sandkasten mit einer roten Rutsche, eine Wippe, eine Schaukel und noch einiges mehr. Zu Beginn des Buches ist Frühling, es folgt der erste Sommertag, dann sehen wir den verlassenen Spielplatz in der Nacht. Mal ist es heiß und mal regnet und stürmt es, Es wird Herbst und Winter, da liegt der Park im Schnee.
Ein schöner Jahreskreislauf wird hier in kurzen Texten beschrieben, aber das Wichtigste sind die Bilder, die wir sicher oft anschauen können und wir werden immer wieder etwas entdecken.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Daggy

Selbstfindung

Ich bin introvertiert von Lenka Blaze

„Sensibilität ist meine Superpower“ findet die Autorin und mit diesem Buch lebt sie diese Superpower aus, indem sie ihre Gefühlswelt in Wort und Bild beschreibt.
Zu Ende des Buches steht in einer Sprechblase „Ich sage mir immer wieder, dass ich nichts dagegen tun kann, wenn dir das Buch nicht gefällt.

Ich kann es nicht ändern und muss mich auch nicht schuldig fühlen. Und es ist auch nicht schlimm, wenn das Buch nicht perfekt ist.“
Dieser Satz macht für mich eine Rezension fast unmöglich. Ich mühe mich, sachlich zu argumentieren und keinen zu beleidigen. Aber hier treffe ich auf eine Autorin, der ich eine Kritik kaum zumuten möchte.
In unserer Bevölkerung gibt es 20 % hochsensible Mensch, davon sind 70 % introvertiert. Und ich befürchte, dass ich einigen mit meiner lauten Art ziemlich auf die Nerven gegangen bin. Die Autorin beschreibt ihre Kindheit und Jugend und ihren Wunsch sich zurückziehen zu können. Auch jetzt als Erwachsene braucht sie ihre Freiräume und sie kann sich z.B. keine feste Anstellung vorstellen, schon gar nicht in einem Großraumbüro. Allerdings schildert sie auch die Vorzüge, die hochsensible Menschen haben.
Ich habe viel Neues erfahren beim Lesen dieses Buches und ich hoffe, dass ich zukünftig nicht gleich blöd regiere, wenn mir jemand nicht sofort antwortet. Es lohnt sich diese Buch zu lesen, auch wenn es sich manchmal etwas zieht und Dinge oft wiederholt werden. Sehr interessant fand ich, die Menschen, wie Obamah, der hier auch als introvertiert beschrieben wird. Die Zeichnungen sind sehr einfach und zeigen trotzdem sehr gut die Gefühle und Empfindungen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Daggy

Zart und realistisch, poetisch und hart

Mo & Moritz von Julya Rabinowich

Ein sehr bewegendes Buch, dass unter die Haut geht. Mo ist Moslem und musste mit seiner Familie nach Wien fliehen. Er lebt beengt mit seinen Eltern, seiner Schwester, die sich gerne anpassen möchte und seinem Bruder, der dieser westlichen Welt sehr kritisch gegenübersteht. Da Mo von der Schule fliegt, fängt er eine Lehre in einem angesagten Friseursalon an.

Herr Franz der Meister ist eine besonderer Mensch, der sich sehr um Mo kümmert. Auf dem Opernball begegnet Mo dann einem anderen Mo, nämlich Moritz, der Jude ist und die beiden verbindet eine zarte Liebe.
Mir gefällt es besonders, wie die Autorin diese Liebe beschreibt. Besonders in die Gefühle von Mo, der sich seiner Familie und dem Meister verbunden fühlt und den es gleichzeitig zu Moritz zieht, konnte ich mich sehr gut hineinfühlen. Wie die ganze Geschichte meine Gefühle durcheinanderbrachten. Deshalb hat mich die Hoffnung zu Ende des Buches ein wenig beruhigt, denn es ist zu befürchten, dass so eine Liebe in unserer Welt keine Zukunft haben wird. Wie schön, dass „die blaue Fee“, eine alte Dame Mo so unterstützt hat.
Ein zarte Geschichte, die doch mit dem Anschlagplänen auf das Taylor Swift Konzert einen sehr realistischen Part hat.
Die Geschichte ist konfliktreich und doch voller Hoffnung. Wollen wir Mo & Moritz ganz viel Glück für ihre Zukunft wünschen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Daggy

Ein übergewictiiges Mädchen wird stark und setzt sich durch

Starfish von Lisa Fipps

„Ein großartiges Buch über ein großartiges Mädchen“ steht als Untertitel auf dem Cover und ich kann das voll und ganz bestätigen.
Eliane Elizabeth Montgomery-Hofstein, kurz Ellie oder El, wie die wenigen Freunde sie nennen, lebt in Texas und ihre Figur entspricht nicht den Maststäben ihrer Umwelt, denn Ellie ist dick.

Sie hat zwei ältere Geschwister, eine Mutter, die als Journalistin tätig ist und einen Vater, der Psychiater ist. Ellie liebt es zu schwimmen, aber als sie eine A---bombe macht, sagt ihre Schwester „Platschi“ zu ihr und so wir Ellie für alle Platschi, der Wal. In der Schule gibt es zwei Mädchen, die Ellie immer wieder aufs schlimmste mobben. Und weil ihre Freundin wegzieht, steht sie dieser gemeinen Bande allein gegenüber. Ihre Mutter versucht Ellie immer wieder zu Diäten zu zwingen, während ihr Vater versucht sie zu stärken.
Ellie, die gerne Schriftstellerin werden möchte, scheibt diese Buch aus ihrer Sicht und mit ganz kurzen Kapiteln und ebenso kurzen Sätzen. Eine eindringliche, poetische Sprache, die leicht zu lesen ist und so eindrucksvoll Ellies Gefühle darstellt.
Wie habe ich mit Ellie gelitten und wie habe ich ihr gewünscht, dass sie sich liebt und verstanden fühlt. Zum Glück gerät sie an eine Therapeutin, die sie mit ungewöhnlichen Methoden und viel Einfühlungsvermögen unterstützt. So lernt Ellie sich zu wehren, ohne anzugreifen, was mich sehr fasziniert hat.
Ein Buch über ein dickes Mädchen, schreckliche Mobbingszenen und ihre Verwandlung in einen starken Seestern. Vielen Veränderungen, vielen Tränen, aber auch tolle Freunde und einen wunderbaren Cowboy-Vater.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Daggy

Kreative Spielereien mit dem Handabdruck

Deine Hand ist eine Sonne von Christine Naumann-Villemin; Géraldine Cosneau

Ein fröhliches quadratisches Pappbilderbuch, dass eine Hand zeigt, die mit einigen zusätzlichen Strahlen zu einen Sonne wurde.
Das Kind wird aufgefordert seine Hand auf das Bild zu legen, denn das Huhn ist auch wieder aus einem Handabdruck entstanden. „Gack, Gack, Gack!“ macht es uns auf ihr Küken aufmerksam.

„Gluck, Gluck, Gluck“ macht er planschende Tintenfisch.
So bekommen wir sehr schöne Anregungen, wie man aus dem Abdruck einer Hand Tiere entstehen lassen kann. Sicher fallen uns noch andere kreative Möglichkeiten eine Tiere entstehen zu lassen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Daggy

Mit dem Tiger durch die Welt

Komm, entdecke die Tiere! von Shu Masha

Schon das Cover fällt auf durch das blauglänzende Wasser und die Löwenmähne, die aus weicher Wolle besteht und die an gerne streicheln möchte.
Auf der ersten Doppelseite sehen wir den kleinen Tiger, der sich verlaufen hat, zum Glück wirft ihm ein Mädchen eine Strickleiter zu und so kann er zu ihr in den Korb eines Heißluftballons klettern.

Hier im Wald gibt es eine Menge Tiere und einige finden wir unter Klappen. Die Krähe wird durch eine Wolke aus Fils verdeckt, die wir herabklappen können und der Fuchs hat eine weiße Schwanzspitze, die sich wie Watte anfühlt. Auf der nächsten Seite sind wir in der Arktis und hier hat der Eisbär ein schönes kuschelig weiches weiße Fell.
Nach dem Meer und der Savanne kehrt der Tiger dann in den Dschungel heim zu seiner Mama.
Ein fröhlich buntes großformatiges Pappbilderbuch mit vielen überraschenden Extras. Da kann ein kleines Kind viel entdecken und die kleinen Texte sind spannend zu lesen. Ein wirklich tolles Buch für unsere Lesekiste. Meine Enkel hatte schon viele Spaß damit, obwoh sie nicht mehr ins Lesealter passen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Daggy

Manchmal muss man eigene Wege gehen um glücklich zu werden

Furzipups, der Knatterdrache (Pappbilderbuch) von Kai Lüftner

Niedlich schaut der kleine bunte Drache uns vom Cover aus an. Oben auf der Seite ist eine Vertiefung und dort versteckt sich das Pupsgeräusch, das wir durch einfaches Drücken auslösen.
Die anderen ebenso bunten Drachen sehen sehr ungewöhnlich aus. Sie haben z.B. drei oder fünf Augen, aber auch nur eines.

Aber sie können alle Feuer speien.
„—alle Drachen dieser Erde, spucken Feuer bei Gefahr, nur Furzipups nicht, leider wahr.“ Wenn Furzipups es probiert, entweicht ihm nur ein Pups. So viel der kleine Drache auch übt, es gelingt ihm immer nur ein Pups. Scharfes Essen und baden in Lava, alles hat keinen Erfolg. So kommt er zu dem Schluss „Feuerspuken ist nur Stress, dachte sich, dann lässt du es.“ So erfreut er die anderen mit seinen rhythmischen Pupsgeräuschen. Und die Moral von der Geschichte: „Fühlst du dich unverstanden? Dann sing dein eignes Lied, und pupse, wenn es sein muss, in deinem eigenen Beat.“
Eine lustige Geschichte mit fröhlichen, bunten Bildern, aber mir ein bisschen flach. Die Kinder werden, dass ist zu erwarten, das Pupsen und das darüber sprechen mögen. Mein erster Zuhörer sind auf jeden Fall sehr begeistert, wenn die Furzipupsbücher auftauchen.
Dieses Buch ist nun ein Pappbilderbuch und damit sehr gut geeignet für kleine Hände.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Daggy

Vorlesen als spaßiges Fest

Das Lesefest von Christelle Saquet

Unsere drei Freunde aus dem ersten Teil „Uhuwe liest vor“ haben lesen gelernt und alle sind zusammen mit dem bebrillten Uhu hinter dem großen Buch zu sehen. Diesmal soll es ein Lesefest geben.
Alle drei haben schon Leckereien bereitgestellt und dann liest zuerst der Dachs vor. Doch er liest ohne Punkt und Komma in einem durch.

Der Hase liest vor Angst so leise, dass man ihn nicht verstehen kann. Als dann das Eichhörnchen Silben einzeln liest und sich ständig verhaspelt, platzen die Drei vor Lachen. Am Abend berichten sie Uhuwe von ihren Problemen. Er nimmt sie mit in seine wunderschöne Baumbibliothek und sie sind fasziniert von den vielen Büchern. Mir gefällt das Bild auch ganz besonders gut und ich würde auch gerne mal dort hineinschauen wollen. Dann gibt er allen einen Rat, wie sie ihr Vorlesen verbessern können und ich glaube, das können auch viele kleine Leser*innen beherzigen.
Eine schöne Geschichte über das Vorlesen, denn wir alle haben lernen müssen, wie wir es am besten machen, dass die anderen uns gut verstehen können und dem Vorlesen gerne lauschen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Daggy

Witzig und voller Fantasie

Das war ich nicht! Das waren die Piraten! von Sabine Kranz

Wilde Piraten schauen uns von Titel an, ganz vorne steht das kleine Mädchen, die uns auf der ersten Seite ihren Papa vorstellt.
Er hat sie vom Kindergarten abgeholt und nun gehen sie noch schnell was einkaufen, Flora hat viel zu erzählen, aber der Papa hört nicht richtig zu. Er hat noch viel Hausarbeit zu erledigen.

Doch Flora will freiwillig aufräumen, Sie fragt die Piraten, ob sie ihr helfen. Als Papa dann verwundert fragt „Huch!? Was ist den hier passiert?“ als er das Zimmer betritt, antwortet Flora mit dem Buchtitel. Auch das Badezimmer setzten die Piraten unter Wasser und als dann noch ein Pfannkuchen in Papas Gesicht landet, schickt er seine Tochter auf den Hof. Hier lernt Papa dann die Piraten persönlich kennen.
Die Zeichnungen in diesem Bilderbuch sind genau so verwegen wie die Piraten, vielleicht haben sie es auch gemalt? Bunt, wild und voller Lebensfreude. Der kurze Text wird durch Sprechblasen ergänzt und unsere Kinder sind um eine Ausrede reichen, wenn es man wieder was zu meckern gibt. Fantasie- und humorvoll, ein echter Piratenschatz! Und für die, die meinen auch Männer sollten Carearbeit leisten, ist dieser Papa ein Paradebeispiel.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Daggy