Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Daggy:
Einfach ein tolles Buch, nicht nur für Fußballbegeisterte
Ganz am Anfang war der Ball von Will Gmehling
Das Buch muss einfach laut gelesen werden, denn dann kommen die vielen lustigen Namen und Ort, Verben und Plätze so richtig zur Geltung. Da fließen mir die Sätze fröhlich von der Zunge.
„Fuß & Ball gehört zusammen,
einerlei, woher sie stammen.
Blaue Flecken, Kratzer Schramme:
Wir sind Feuer, wird sind Flamme!“
Da wird noch so ganz nebenbei erwähnt, dass wir alle doch gleich sind.
Und das Bild dazu zeigt verschiedene Füße mit den unterschiedlichsten Schuhen oder auch ganz ohne diese. Aber wenn man ganz genau hinschaut, sitzt eine Schnecke auf dem Fußball, Ameisen laufen durchs Bild und neben dem Rucksack, in Superman-Farben, liegt ein Kronkorken.
Genauso witzig sind die anderen Seiten, da wird gejubelt, Trikots gewaschen, Fußball geguckt und gespielt. Es gibt so viel zu entdecken und einige Sachen tauchen auch immer wieder auf und die Suche macht so richtig Spaß.
Fazit: Ein Fußballbuch mit wunderbar witzigen Reimen und Illustrationen, die mich total begeistern.
Mit gegenseitiger Unterstützung schafft man alles
Geh deinen Weg, Schildkröte von Rachel Bright
Schon auf dem Cover lernen wir Marla und ihren Bruder Mini kennen. Schauen sie uns nicht niedlich an?
Zu Beginn des Buches schlüpfen die beiden mit einem „Plopp!“ aus dem Eis und laufen, einem Instinkt gehorchend Richtung Meer. Doch dann tauchen viele andere Tiere auf, die das Schauspiel anschauen.
Wir haben ja auch schon oft gebannt vor dem Bildschirm gesessen und dieser zauberhaften Nacht zugesehen. „Los, Schildis!“ schreit der Affe und alle Schildkröten laufen noch schneller. Der Tukan will Marla als Siegerin sehen. Doch da fällt Marla auf, dass ihr Bruder nicht mehr mit ihr unterwegs ist und sie entschließt sich umzukehren und nach ihm zu suchen. Aber sie weiß auch, dass sie vor der Morgendämmerung im Wasser sein muss.
Natürlich geht die Geschichte gut aus, denn mit vereinten Kräften helfen die Tiere den beiden kleinen Schildkröten pünktlich ins Meer zu kommen. Das Buch ist, wie seine vielen Vorgänger in Reimform geschrieben und diesmal macht das Lesen richtig Spaß. So gefällt mir ein Satz zum Ende des Buches besonders „Und wenn nur Einer Mut zeigt, der andere bewegt, entsteht daraus ´ne Welle, due uns für immer trägt.“
Neben den farbenfrohen Tierillustrationen zeigt dieses Buch uns wie wichtige der andere in diesem Fall der kleine Bruder ist und wie erfolgreiche alle Tiere zusammen sind.
Witzige Suche nach einem kleinen Hund
Bitte nicht wecken ... Hier schläft ein Pirat! von Rhiannon Findlay
Der verschlafene Pirat sitzt auf seinem Goldschatz und der Junge schleicht sich zusammen mit seinem Hund an. Sie werden doch den Piraten nicht wecken?
Zunächst sehen wir eine Karte der Rumtreiberinsel, dann werden die Macherinnen des Buches vorgestellt und dann sehen wir den Jungen oben vom Leuchtturm, der wohl sein Zuhause ist, herabschauen.
Er sucht seinen Hund Wuff und er machts sich auf den Weg ihn zu suchen. Dabei ist sein wichtigster Vorsatz „Weck niemals die Piraten!“ Ein Satz, den wir noch oft lesen werden. Vorbei an dem zauberhaften Feenbaum geht es zur Meerjungfrau und bald findet er in einer Flasche eine Karte. So gelangt er zu Lager der Piraten mit denen sein Hund fröhlich feiert.
Ein witziges Buch mit schönen Reimen und bunten Illustrationen in der jeder aus Riesenaugen herausschaut. Die Wiederholung der Warnung den Pirat nicht zu wecken wird den Kindern beim Vorlesen sehr gut gefallen und dass der Furcht unbegründet ist sicher auch.
Beängstigend aktuell
Egal war gestern von Jörg Isermeyer
Finn und Lennard posten auf einer Plattform lustige Videos, als Sam, ein Mädchen mit afrikanischen Wurzeln ihnen anbiete durch eine Kooperation mehr Klicks zu generieren, sagen die beiden Jungs zu. Unter Sams Post gibt es immer wieder rassistische Meldungen, die Finn erschrecken. Auch sein Vater hat im Netz Dinge gefunden, die darauf hinweisen, dass es in der Schule in der auch er als Lehrer arbeitet, Nazis unterwegs sind.
Als er das öffentlich macht, wird er zum „Nestbeschmutzer“. Denn in dem kleinen Ort steht mit einem Mann der „Wir“-Partei, ein Rechter zur Bürgermeisterwahl an.
Im Laufe des Buches wird klar, dass die einen wohl wirklich naiv sind und die Warnungen nicht wahrhaben wollen und sich deshalb „raushalten“. Andere wählen aus Überzeugung diese Partei. Doch die Rechten sind gut vernetzt und erreichen mit ihrer Propaganda auf ihren Socalmedia-Seiten, dass Finns Familie sogar von Freunden geschnitten wird. Als es dann och offene Drohungen gibt, fühlen sich sie nicht mehr wohl in ihrem Heimatort.
Ein Buch, das aufrüttelt und das die Frage offenlässt, wie würden wir uns verhalten? Würden wir auch wieder schweigen? Oder werden wir es schaffen uns ebenfalls zu vernetzten und diesen Nazis die Stirn zu bieten?
Mehr als Schulliteratur, diese Buch ist zeigt auch Erwachsenen, welchen Weg wir da einschreiten, wenn wir nichts unternehmen.
Sprechende Roboterkatze wird zum Freund
Rocky die Roboterkatze von Thorsten Winskowski
Elli schaut liebevoll auf ihre Katze, die leider keine echte ist, deshalb leuchtet eine Herz auf ihrer Brust.
Mini ist das Kuscheltier der achtjährigen Elli und sie wünscht sich so sehr eine echte Katze, doch leider hat ihre Mutter eine Allergie und deshalb ist die Anschaffung eines Katze leider für die Familie nicht möglich.
Wie gut ist es da, dass Ellis Papa ein echter Erfinder ist und um seine Tochter zu trösten baut er in seinem Keller eine Katze zusammen. Und so präsentiert er eines Morgens eine Roboterkatze, die er Rocky nennt. Zunächst ist diese Tier, über das sich Elli sehr freut, nur eine Maschine, aber im Laufe der Geschichte entwickelt sie sowas wie Gefühle. Da sie dann auch noch sprechen kann, wird sie zu einem echten Katzenfreund für Elli.
Ich glaube alle Kinder wünschen sich ein Haustier und oft scheitert es an einer Allergie der Eltern. Hier ist die Lösung eine Maschine, die aussieht wie eine Katze. Dass sich dieser Roboter allerdings, dadurch, dass er sprechen kann, mehr zu einer menschlichen Kreatur entwickelt gefällt mir nicht. Das macht die Geschichte sehr fantastisch und so wundert es mich nicht, dass Elli diese „Katze“ noch besser findet als eine echte Katze.
Es gibt einige niedliche Illustrationen, die mit KI erstellt wurden.
Mitmachbuch über das Abenteuer einer Ziege
Zippi die Ziege - Das Mitmachbuch ab 2 Jahren, in dem die Kinder durch Rufen, Streicheln, Pusten und Schütteln helfen, Zippi zurück zu ihrer Herde zu bringen. von Michaela Freund
Die kleine weiße Ziege Zippi hüpft über die Wiese, im Hintergrund sind hohe Berge zu sehen.
Wir werden aufgefordert Zippe zu helfen und sie zurück zu ihrer Herde zu bringen, dazu müssen wir zunächst den Spuren folgen. Damit es losgeht müssen wir zunächst zweimal auf die Seite klopfen, und schon wird Zippe erste beim Rennen.
Mit mir an ihrer Seite, ist sie mutiger geworden. Damit werde ich irgendwie Teil der Geschichte. Als dann ein Gewitter aufzieht, halte ich das Buch als Schirm über die kleine Ziege. Danach pusten wir gemeinsam die Wolken weg. Wieder gibt es einen Dank für meine Hilfe. Doch dann verirrt sich die kleine Ziege und mein „Hallo“-Ruf hört eine Bäuerin, die die Ziege mitnimmt auf ihren Bauernhof.
Hier ist es zwar sehr schön, aber Zippe sehnt sich nach ihrer Herde und als die Tür offensteht, macht sie sich auf den Weg. Selbstverständlich begleite ich sie und unterstütze sie immer wieder.
Es gibt eine Szene als Zippi sich am Abend in eine Höhle rettet und dort ein Feuer anzündet, das sie am nächsten Tag auspustet. Darauf hätte ich gerne verzichtet, weil die sonst sehr realistische Geschichte dadurch ins Fantastische abweicht.
Insgesamt gefällt mir das Abenteuer von Zippi sehr gut und die Aufforderungen zum Mitmachen lassen die Leser an allem teilnehmen. Meine Enkelin, die schon 6 Jahre alt ist, hat Zippi gerne begleitet und sie sehr schön unterstützt bei ihrer Rückkehr zur Herde.
Die Illustrationen sind einfach gehalten und ergänzen die kurzen Texte ganzseitig.
Ein vielseitiges Mitmachbuch über das Abenteuer einer kleinen Ziege, die allein zurück zu ihrer Herde läuft.
Niedliche Tiersuche
Elefant versteckt sich von Miriam Zedelius
Auf dem fröhlich bunten Cover sehen wir das kleine Faultier, dass sich die Augen zuhält. Hinter dem Sessel schaut der Elefant hervor.
Als der Fuchs fragt, was sie spielen sollen, schlägt das Mäuschen Verstecken spielen vor. Das Faultier muss suchen und schon hat sich das Mäuschen versteckt. Es ist nicht ganz einfach das kleine Schwänzchen hinter dem Obstkorb zu finden.
Jetzt ist der Fuchs dran, er legt sich unter die Bettdecke, die Giraffe hat es nicht ganz so leicht, aber auch der Elefant, der sich als letztes Tier versteckt, muss sich etwas überlegen.
Verstecken spielen mögen alle Kinder und in diesem Pappbilderbuch verstecken sich die Tiere sehr fantasievoll und ich musst schon genau hinschauen, um sie zu finden. Das Buch werden wir sicher noch oft vorlesen, es macht richtig Spaß zu suchen und zu finden.
Suche nach dem Kälbchen
Auf dem Bauernhof ist so viel los! von Susanne Böse
Ein großes Pappbilderbuch mit Schiebern, das kommt immer gut an bei den Kleinen. Mama Kuh sucht ihr Kälbchen und wir suchen mit und schieben die Tür der Scheune zur Seite und entdecken das Kälbchen, die rote Katze gibt uns einen Tipp. Wegen dieser Katze flüchten die Küken in den Hühnerstall, hier zählen wir sie durch.
Auch das Lämmchen wird gesucht, wir finden es auf der Weide.
Es werden Tiere gesucht und nachdem wir den Schieber herausziehen, finden wir die Gesuchten. Dadurch lernen wir die Tierkinder und ihre Eltern kennen. Die Bilder sind bunt und zeigen die Bauernhoftiere in ihrem Lebensraum. Wegen der dicken Pappseiten können die Kinder das auch mal ganz alleine entdecken, es wird ihnen Freude machen.
Von einer mutigen kleinen Vase und Angstvasen
Mich kriegt nichts kaputt! von Annette Langen
Vasen, die wir auf dem Cover sehen, sind die Protagonistinnen in diesem Bilderbuch, die Hauptrolle spielt die kleine Vase mit der Stupsnase. Als der Laden schließt, stehen die Vasen, einige mit einem Preisschild versehen, im Regal. Eine rosa Vase mit Brille steht auf dem Boden und strickt an einem Netz.
Die kleine Vase schreit „Jetzt will ich spielen, am liebsten mit Vielen!“ und möchte sich an einem Strick abseilen. Die Angstvasen haben, wie ihr Name schon sagt: Angst! Doch die kleine Vase lässt sich nicht abhalten, sie seilt sich ab. Danach erfahren wir so einiges über die Ängste der anderen Vasen, ihre größte Angst ist die vor einem Elefanten. Doch die kleine Vase ruft „Aus und vorbei mit der Angsthaberei!“ und macht einen Kopfstand. Als dann noch ein Elefant im Laden auftaucht und sie vor dem Absturz rettet, dann aber selbst Angst vor einer Ameise hat, ist irgendwie alles durcheinander.
Die wörtliche Rede reimt sich, während der restliche Text ohne Reime auskommt und die Bilder zeigen sehr schön die Emotionen der Vasen.
Ich muss zugeben, dass mich die Geschichte nicht so richtig gepackt hat. Angstvasen, ein ängstlicher Elefant und eine kleine Vase mit Stupsnase, die an ihre Grenzen und darüber hinaus geht, da ist mir doch zu fantastisch. Mir ist klar, dass hier das Angst das wichtigste Thema ist und dass wir erfahren, dass es ein Sicherheitsnetz gibt, das uns die Angst nehmen kann. Allerdings kann ich das nicht so recht meinen Alltag umsetzten.
Bei meinen Enkeln hat die Geschichte allerdings gezündet, sie haben einfach mehr Fantasie als ihre Oma.
Liebevolle Freundschaftsgeschichte
Vom Gespenst, das nicht allein sein wollte von Gareth Ryans
In der Dämmerung schwebt das kleine Gespenst etwas zaghaft über eine Wiese, im Hintergrund sehen wir ein düsteres Schloss.
Anstatt zu spuken, gruselte sich das Gespenst selbst am meisten. So allein fühlte es sich nicht wohl und es überlegte ein Übernachtungsparty zu feiern. Ihr erster Gast sollte die Schnecke sein, doch die war viel zu langsam und würde bis zum Abend die Strecke nicht schaffen.
Auch das Eichhörnchen hatte noch mit der Suche nach seinem Futterversteck zu tun. Die Henne musste noch brüten und der Frosch konnte nicht so lange ohne Wasser auskommen. So kommt es, dass das Gespenst traurig dem Mond sein Leid klagt. Als dann ein zweites Gespenst auftaucht, dass tolle Ideen hat, wird alles gut und es kommt zu einer Überraschungsparty mit vielen Gästen.
Der Text des Buches ist schon sehr lang, da muss eine Dreijähriges Kind schon Erfahrung mit Büchern haben. Die Bilder sind sehr stimmungsvoll und bilden sehr schön die Nacht ab ohne Angst zu machen.
Wie schön, dass auch ein Gespenst nicht gerne allein sein möchte und dass es Dank der Freundschaft zum Nachbargespenst so viele Freunde findet. Das Buch hat sich schon bei meinem jüngsten Enkel zum Lieblingsbuch gemausert.











