Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Daggy:
Erstlesespaß für Minecraft-Fans
Minecraft 8: Spinnen - bis die Netze beben! von Heiko Wolz
Das Buch wendet sich an Minecraft-Fans, die hier einfach lesen lernen können. Wenn die aus dem Spiel vertrauten Figuren mit den eckigen Körpern sich gegen eine Riesenspinne wehren müssen, dann ist Spannung angesagt.
Anna, Stefan und Brokkoli, der unentwegt den Kuchen isst, den Annas Mama für ihn gebacken hat, sind in ihrem geheimen Treffpunkt im Keller der Schule und überlegen einen Eisengolem zu bauen.
Doch der Schmied hat den letzten Eisenbarren gestern verarbeitet. Stefan, der immer wieder neue Ideen hat, stellt einen Trank her, der es den Freunden erleichtern soll, Erz abzubauen. Doch ihre Werkzeuge sind nicht stabil genug. Diesmal wird Stefans Idee gefährlich für das ganze Dorf, denn eine Riesenspinne webt das Dorf völlig ein. Da müssen die drei schnell handeln.
13 Kapitel umfasst das Buch und am Ende gibt es eine Lese-Urkunde, ein Mini-Wörterbuch für die Begriffe und eine Anleitung, wie man es falten kann. Großbuchstaben und viel bunter Bilder erleichtern das Lesen und durch die steigende Spannung muss das Buch einfach ausgelesen werden.
So witzig, dass ich laut gelacht habe
Erstleser Kindercomic: Bo im Klo von Rüdiger Bertram
Bo zieht sich, um Ruhe vor der Familie zu haben und um seine Comics zu lesen auf Klo zurück. Nur leider gibt es im Abwasserkanal einen Kraken, der auch gerne Comics liest und so streckt er einen seiner Arme aus, um Bo mitsamt seinem Comic durch das Abwasserrohr nach unten zu ziehen. So landet Bo stinkend und mit aufgeweichtem Comic bei dem grünen Kraken.
Der sich sofort ans Lesen macht. Aber schon hinter der nächste Ecke warten zwei weinende traurige Krokodile auf Bo. Ihr Problem ist es, dass zu nett sind. Aber Bo gibt ihnen einen guten Rat. Sie Maus oder Ratte fordert ihn auf, die Hände zu heben, denn sie bedroht Bo mit einem Zahnstocher. So möchte sie von ihm einen Comic erbeuten, doch den hat ja der Krake.
Da ist Rüdiger Bertam mal wieder eine total witzige und verrückte Geschichte gelungen. Eine zum laut Lachen beim Lesen. Ich horche jetzt immer erst ob Geräusche aus dem Klo zu hören sind, bevor ich mich setze, denn einen Krakenarm möchte ich nicht am Po spüren. Dieser Erstlesercomic ist leicht zu lesen, denn die Schrift ist groß und die Bilder dazu anzuschauen ist ebenfalls ein großer Spaß. Ich kann dieses irrwitzige Buch nur empfehlen.
Horst mit der best gestylten Frisur sucht nach einem Entführer
Horst von Haartoll von Ingo C. Schoenleber
Das Cover zeigt Horst mit seiner sprichwörtlichen Haartolle, vor sein Gesicht hält er eine Lupe, sein vielfältig einsetzbarer Föhn schaut aus der Jackentasche hervor und zusätzlich sprüht er Haarspray in die Luft.
Hier wird schon ganz klar, dass die Haare eine wichtige Rolle spielen. So beginnt das Buch im Bad, wo der Schniegel-Igel in zweistündiger Arbeit gebändigt wird, danach geht es aber auch noch zum befreundeten Friseur.
So gestylt landet Horst im Park, hier hat er sein Detektivbüro. Als er einen Anruf von „der besten Mama der Welt“ erhält, die ihren Otto sucht, den sie entführt wähnt, freut er sich über den Auftrag. Etwas unkonventionell macht Horst sich auf die Suche nach dem Hund. Zum Glück begegnet ihm Detleva, die ihm clever zur Seite steht.
Die Konstellation einfältiger Detektiv und kluges Mädchen gibt es ja häufig in Detektivgeschichten. Horst ist allerdings schon ein sehr überzeichnetes Exemplar, das macht die Geschichte sehr witzig. Aber manchmal war es doch etwas viel Klamauk für meinen Geschmack. Sehr gut haben mir die Illustrationen, die zwischendurch noch kleine Comis enthielten, gefallen. Durch diese Sprechblasen, die große Schrift und die vielen witzigen Zeichnungen macht das Lesen des Buches Grundschülern viel Spaß.
Aufwendiges Pappsachbuch über Geld
Alle meine Mäuse von Montse Junyent
Dieses Pappbilderbuch wendet sich schon an Vierjährige und mir gefällt es sehr gut, dass sie hier leicht verständlich etwas über Geld erfahren. Zunächst lernen wir die Mäusegeschwister Mo und Netti kennen. Netti bleibt immer ganz ruhig und dann folgt ihre Idee. Mama hat heute Geburtstag und die beiden haben kein Geschenk.
Aber im Hutladen gibt es einen Strohhut mit einer roten Blume. Seinen Preis können wir unter einer Klappe sehen. Leider haben die beiden kein Geld, aber Netti weiß, dass die Bank Geld hat. Aber Frau Pinke-Pinke lehnt es ab ihnen Geld zu geben und wenn wir die Karte in den Geldautomaten stecken, sehen wir, dass der Kontostand bei 0 ist. Auf dem Markt bietet ihnen das Huhn an Eier einzusortieren. Wenn wir den Eierkarton öffnen, sehen wir den Preis. Auf der nächsten Seite gibt es einen Umschlag, in dem das verdiente Geld ist. Das wandert auf der nächsten Seite in die Kasse, allerdings bleibt etwas übrig, das kann ins Sparschwein, das wir zusammenbasteln können.
Die Geschichte ist kindgerecht erzählt und das Buch wurde sehr aufwendig hergestellt. Neben Dingen wie den Geldautomat, wo man eine Karte bewegen kann, gibt es auch noch rote Button in denen kleine Aufgaben stehen, die die Kinder erledigen können. Eine wunderbare Idee, die hier sehr gut umgesetzt wurde und die schon kleinen Kindern zeigt, wozu wir Geld benötigen.
Gute-Nacht_Geschichte für Fans von Straßenreinigungsmaschinen
Gute Nacht, kleine Kehrmaschine! von Lena Walde
Die kleine Kehrmaschine auf dem Cover hat Augen statt Scheinwerfer und so wird sie zu einer Person, die handelt. Im Herbst fährt sie bei Dämmerung vom Hof, dort stehen noch andere Fahrzeuge der Straßenreinigung. Eine Fahrerin fegt mit de Fahrzeug die Blätter zusammen. Dann kommt der Laubsaugwagen und sammelt die Blätter ein.
Am Abend flüstert die Kehrmaschine dem Laubsaugwagen zu „Träume schön und gute Nacht!“ Als nächstes tritt der Glascontainerwagen auf und leert den grünen Container. Auch ihm flüstert die kleine Kehrmaschine am Abend ihren Spruch zu und natürlich auch dem Streufahrzeug, dass auf der nächsten Seite unterwegs ist.
Die kleinen Reime mit den sich wiederholenden Gute-Nacht-Wünschen lesen sich sehr gut und aus Erfahrung weiß ich, dass solche Fahrzeuge die Kinder einfach faszinieren und sie genaues über sie wissen wollen. Hier steht aber mehr die Gute-Nacht-Geschichte im Vordergrund als der Einsatz der Fahrzeuge.
Spannende Drachengeschichte zum Lesen lernen
Leselöwen - Komm, wir lesen gemeinsam! - Der kleine Drache Krümel von Barbara van den Speulhof
Witzig sieht er aus der kleine orange Drache mit den Pausbäckchen, der auf dem Cover zu sehen ist.
Der kleine Drache Krümel kann eigentlich alles, nur das Feuerspeien gelingt ihm, im Gegensatz zu seinen Mitschüler*innen, nicht. Zum Glück muss er nicht wie sein Kollege mit demselben Problem als Alternative pupsen.
Es ärgert ihn zwar gewaltig und besonders schlimm wird es, wenn sich Dulli über ihn lustig macht. Bei einem Klassenausflug gibt es aber Regeln und eine davon lautet, dass kein Feuer gespukt werden darf, denn es geht zu dem Menschen. Wir erleben also den Schulalltag aus Sicht der Drachen, die die kleinen Menschen, die sie niedlich finden, beobachten. Ihre Lehrerin stellt ihnen dann die Aufgabe, gleiches und verschiedenes zu benennen. Zum Ende des Buches stellt sich dann heraus, dass Krümel eine ganz besondere Fähigkeit besitzt, ähnlich wie die Figur aus dem Bilderbuch „Ein klein wenig anders“.
Das Buch eignet sich sehr gut zum Lesen üben, denn es sieht vor, dass der gute Leser einen Großteil des Textes liest, für die Leseanfänger gibt es kurze Einschübe in Farbe mit Silbentrennung. Es gibt auch viele Geräusche, wie „Flapp, flapp“ beim Fliegen und wunderschöne Illustrationen. Zum Ende der vier Kapitel gibt es Aufgaben, die die Kinder erledigen können.
Ein Buch, in dem der kleine Drache viel erlebt. Da ist seine Klasse, Dulli, der sich lustug macht, Freunde, die ihn unterstützen. Eine Oma, die ihn verseht, ein Arzt- und ein Zoobesuch und Papas Geburtstagsfeier. Sicher werden sich die Kinder gut in seine Gefühle reindenken können und am Ende mit Krümel seinen Erfolg genießen können.
Spannendes Erstleserbuch mit kleinen Bildern zum Mitlesen
Bildermaus - Trau dich, kleiner Otter! von Julie Leuze
Während seine zwei Geschwister hinten ganz klein im Wasser zu sehen sind, sitzt der Otter Oskar noch auf einem Baumstamm, denn er mag nicht ins Wasser gehen. Es ist ihm zu kalt und zu tief und er kann auch noch gar nicht schwimmen.
Da muss ich kurz eine kleine Episode einfügen, denn in meinem ersten Aufklärungsbuch erfuhr ich, dass Fischotter von Natur aus schwimmen können.
Sie sehen, ich habe es bis heute behalten, wenn ich auch nicht weiß, was es zu meiner Aufklärung beitrug.
Aber zurück zum Buch! Als Mama am nächsten Tag zum Jagen aufbricht, warten die Kinder nicht zu Hause, sondern machen sich auf zum See. Nur Oskar möchte lieber nicht mit. Obwohl er sehr gerne Fische mag, reichen ihm doch die Kafer an Land. Weil die Geschwister ihm versprechen, dass er am Ufer bleiben darf, trottet er dann doch mit und sucht nach einer fetten Schnecke. Leider wird dann ein Seeadler auf ihn aufmerksam und so kommt Oskar in Gefahr.
Das Buch wendet sich an Vorschulkinder, denn im Text werden immer wieder Worte durch kleine Bildchen ersetzt, die die Kinder dann „lesen“ können. Ein Wörterbuch am Ende des Buches erklärt, für welche Begriffe die Bilder stehen. Diese Art des Mitlesenss verlangt von den Kindern schon eine gute Konzentration, er es gibt ihnen auch Selbstvertrauen und zeigt, das Lesen Spaß macht.
Durch die Großbuchstaben und die sehr schönen naturgetreuen Illustrationen, liest sich das Buch mit den drei Kapiteln sehr gut und die Kinder werden sich freuen, dass Oskar sich am Ende im Wasser sehr wohlfühlt.
Jede kleine Geschichte geht ans Herz
Kindheit in aller Welt von Yvonne Hergane
Auf dem Cover sind viele unterschiedliche Kinder unter dem Regebogen zu sehen und im Buch finden wir 18 Geschichten aus ganz verschiedenen Ländern. Auf der großen Weltkarte zu Beginn des Buches sehen wir wo diese Länder liegen und es geht los mit den Malediven. Auf der ersten Seite sehen wir die Fahne, die Lage und die Hauptstadt.
Es geht um Fußball und Manik ist ein sehr guter Torwart, doch nach dem Training hat der Junge immer einen Riesenhunger, deshalb hat er alle Chapati weggegessen und für seine Geschwister bleibt nicht genug. Weil er sich schämt, will er auf das Hunger machende Fußball spielen verzichten. Da sein Trainer aber nicht auf ihn verzichten möchte, zahlt er der Mutter Geld, damit sie mehr Lebensmittel kaufen kann. Nach der kleinen Geschichte, ist ein Chapati-Rezept abgeduckt und in kleinen Textfeldern erfahren wir mehr über die Malediven.
Die restlichen Geschichten haben den gleichen Aufbau, der uns auf eine sehr schöne Art andere Länder näherbringt. Da feiern wir das Zuckerfest, Ostern und Santa Lucia, da geht`s zum Fuß- und Baseball, zum Picknick und zu Verwandten. Neugierig war ich auf die Märzchen, die Yvonne Hergane im Dank an ihre Mutter erwähnt und die in ihrer Geschichte über Rumänien erklärt werden.
Hinten im Buch konnte ich dann erfahren, was aus den Protagonisten der Geschichten wurde. Ein wundervolles Buch mit liebevoll erzählten kleinen Geschichten und mit Informationen zum Land. Die vielen bunten Illustrationen machen die Abschnitte zu kleinen Kunstwerken, lediglich die Figuren fand ich etwas statisch.
Herrlich witziges Märchen
Der Ballkönig von Chris Becker
Auf dem Cover sehen wir zwei Fußballspieler, einer mit Krone, das ist Prinz Ollie. Das andere ist Leo, der Junge, der wie Aschenputtel, die ganze Hausarbeit machen muss, während seine beiden Brüder Fußball spielen. Auch Leo möchte gerne Fußball spielen und er ist erfindungsreich genug, sein Training in die Hausarbeit zu integrieren.
Dann bekommt er eine Einladung zu einem Fußballspiel. Aber seine gemeinen Brüder lachen nur über ihn und lassen ihn mit dem dreckigen Geschirr zu Hause. Aber dann kommt die Magie und Leo kann am Spiel teilnehmen und schließt das entscheidende Tor. Dabei verliert er überraschenderweise seinen silbernen Fußballschuh. So sucht am nächsten Tag Prinz Ollie nach dem Träger dieses verlorenen Schuhs. Dieses Märchen erzählt König Leo seinem Sohn, den er gemeinsam mit König Ollie ins Bett bringt.
Eine witzige neue Geschichte um das Aschenputtel-Thema. Das Thema Fußball wird dabei in den Mittelpunkt gestellt und so ganz nebenbei und selbstverständlich gibt es noch ein queeres Elternpaar. Die Illustrationen sind sehr großformatig und bunt. Ein zauberhaftes Märchen, das wohl auch Jungen gefallen wird.
Hier wird Historisches und Privates zu einer spannenden Geschichte
Die Welt in Meran - Schattenflamme von Angela Marina Reinhardt
Wir treffen Helen von Burt in Meran, diesmal ist sie mit ihrem Bruder, einem preußischen Kriegshelden, angereist. Sie wohnen zunächst im „Prasserhof“, der sich zum Hotel gemausert hat. Im Schloss Waldegg wird zum grüßen Herbstball geladen und Helen erscheint dort zusammen mit ihrem Bruder, der sofort das Gespräch mit Max sucht.
Zuvor aber begegnet Helen auf der Giselapromenade Jean mit seiner kleinen Tochter. Er ist für das dunkelhäutige Mädchen ein liebevoller Vater, der sie mit seinem Leben verteidigt. Die schottische Lady Clementine, eine passionierte und anerkannte Bergsteigerin, ist häufig an Helens Seite zu finden. Johann Haller, der Bruder der Frau Prasser kehrt nach zwei Jahren Arktisexpedition wieder zurück in seine Heimat. Doch zunächst wird er im ganzen Land gefeiert und bejubelt. Dr. Hirsch hat seinen Sohn zu sich geholt, doch seine Ehe wirkt leider nicht sehr glücklich. Max macht nach dem Börsenkrach Geschäfte in anderen Kontinenten und auch Helens Freundin Jette ist mit ihrem Mann nach Batavia gezogen.
Neben Meran wird im letzten Teil des Buches auch Wien zum Schauplatz. Hier kommt es zu einem dramatischen Ende des Buches. Helens Schicksal, dass ich als ein typisches Frauenschicksal dieser Zeit bezeichnen möchte, ihre Unterleibsbeschwerden gelten als Hysterie, sie kann nur heimlich und unter Pseudonym ihre Werke veröffentlichen und sie steht unter der Vormundschaft ihres Bruders. Gesellschaftliche Zwänge lassen die Beteiligten nicht frei entscheiden, lediglich Lady Clementin scheint sich durch ihre Bergsteigerambitionen und dem Wunsch nicht heiraten zu wollen, davon frei gemacht zu haben. Auch Dr. Hirsch und seiner Frau wird klar gemacht, dass sie nicht zur Adelsgesellschaft gehören. Die Männer scheuen auch nicht vor Gewalttaten zurück, wobei sich Max als besonders rücksichtlos erweist. Zum Ende des Buches bleiben viele Fragen offen und so freue ich mich sehr auf den 3. Band.











