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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Daggy:

Mutige Mädchen

Der beste Zufall der Welt von Rafik Schami

Auf dem Cover sieht man die drei Mädchen fröhlich tanzen. Emilia aus Deutschland, Samia aus Syrien und Kira aus der Ukraine.
Emilia sieht Samia im Supermarkt, wo sie nach einer Tafel Schokolade mit Erdnüssen sucht. Als Emilia sie findet riecht Samia nur daran und legt sie dann wieder zurück, weil sie zu teuer ist.

Ihr Mama arbeite als Putzfrau, obwohl sie Mathematiklehrerin war. Ihr Vater ist in Alepo gestorben und nun lebt sie mit ihrer Mutter und ihrem kleinen Bruder in einem grauen Haus in der Nähe des Supermarktes. Die beiden Mädchen freunden sich schnell an und auch die Mütter haben Kontakt. Später kommt Kira in Emilias Klasse und auch sie hat ihren Vater im Krieg in der Ukraine verloren, da ist es für die zwei Mädchen klar, dass sie ihre Freundschaft zu Dritt weiterführen müssen. Bald planen die drei eine mutige Aktion, die ihnen zunächst Ärger einbringt.
Rafik Schami schafft es wieder sehr gut diese Mädchen zu beschreiben und sie sind so liebenswert und mutig, dass ich sie mir auch zur Freundin gewünscht hätte. Sie unterstützen sich und trösten sich und am Ende setzt Emilias Mutter, die eine bekannt Künstlerin ist für die drei ein und bietet auch den Müttern ihre Hilfe an. Ein Buch, das weder die Schrecken unserer Zeit noch die Probleme der Migration verschweigt und zeigt, dass diese drei Mädchen Lösungen finden.
Der Text ist in Großbuchstaben geschrieben und sehr gut zu lesen, dazu kommen die Bilder, die mich ein wenig an Illustrationen der Astrid-Lindgren-Bücher meiner Kindheit erinnern.

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Wie war es, wie wird es sein

Ich und alle meine Ichs von Andreas Thamm

Da sehen wir den kleinen Jungen forsch übers Cover laufen und im Hintergrund sehen wir seine Schatten, die er in der Vergangenheit und in der Zukunft wirft.
Sam stellt sich uns vor und er ist fast so groß, wie drei Kisten Apfelsaft, die neben ihm stehen. Seine Mama misst ihn an der Wand und macht einen Strich, denn Sam hat einen Schuss gemacht.

Dann zeigt sie ihm Bilder als Baby in der Badewanne, ohne Zähne und mit wenig Haaren. Wir sehen ihn krabbeln und den jetzigen Sam einen Handstand machen. Seine packt das Handy mit den Bilder weg und Sam hat nun Bilder in seinem Kopf. Da erlebt er einiges, wächst und fährt vielleicht Motorrad. Dann überlegt er sich, wie es wäre, wenn er so alt wie Papa ist und er hat da einige tolle Ideen. Da Opa es am besten findet in Rente zu sein, hat Sam auch für diese Zeit Möglichkeiten, was er tun könnte. Wunderschön ist dann die Doppelseite auf der Sam über seine verschränkten Arme auf die kleinen Sams schaut, die vor ihm gezeichnet sind. Es ist einfach toll mit wieviel Optimismus er auf seine Zukunft schaut.
Ich glaube, dass sich die Kinder hin und wieder vorstellen, wie das Leben weitergeht und hier wird die Vorstellung von wunderschönen Bildern begleitet. Wir erkennen unseren Sam in allen anderen Sams wieder und freuen und mit ihm auf das was kommt. Nach der Lektüre können wir zusammen weiterspinnen und uns selbst Bilder machen. Einfach herrlich!

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Rechnen mit den Mucklas

Alle Mucklas einsteigen! von Sven Nordqvist

Auf dem Cover sehen wir den Bahnhof und davor den Zug, den der Lokführer anheizt. Wir befinden uns am Bahnhof von Mucklabü und zwei Mucklas sitzen bereits im Anhänger, da kommt das Schwein angelaufen, es will auch noch mitfahren. Oben im Apfelbaum hängt ein Poster darauf steht „2+1=3“. Am nächsten Bahnhof steigt das Schwein wieder aus und zwei andere Mucklas steigen zu.

Auf dem Stein ist die Rechnung zu sehen „3-1+2=4“. Und so geht es weiter, es wird noch ein Wagen angehangen, weil mehr als 10 Mucklas nicht in denn Wagen dürfen. Der Lokführer fragt immer wieder mal nach der Anzahl der Reisenden und als die Zahlen immer größer werden, meldet sich ein Fröhlicher zu Wort und tippt Zehntausend. Der kleine Zug kommt am Ende wieder nach Mucklabü zurück und die zwei Mucklas Plus und Minus, die am Anfang im Wagen saßen, wollen noch eine Runde fahren, so kann das Buch wieder von vorne beginnen.
Die Illustrationen wirken so vertraut, auch wenn es nicht um einen kleinen Kater, sondern um ungewöhnliche Tiere geht. Die Rechenaufgaben werden immer schwieriger und die Personen zu zählen ist nicht wirklich eine Lösung, dass die Aussteigenden und Einsteigenden nebeneinanderstehen. Ich glaube, mit so netten Reisenden macht das Rechnen richtig Spaß, zumal die Aufgaben ja immer auf den Seiten zu finden sind.

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Sachbuch über die Geschichte der Popmusik

Don't Stop the Music von Ariana Zustra

Schon das Cover zeigt ein zweigeteiltes Portrait und so finden auch im Buch immer zwei Künstler*innen die von der Autorin zusammengefügt worden sind. Nach dem Vorwort geht es gleich mit Madonna und Lady Gaga los, die hier als Chamäleons bezeichnet werden, weil sie sich immer wieder neu erfinden. Aber wir finden auch die Kelly Family neben Ed Sheeran, weil beide ihre Weltkariere mit Straßenmusik begonnen haben.

Unter der Überschrift „Größte Konzerte“ wird neben Elvis Presley die Rolling Stones erwähnt. Dazwischen werden „Einflussreiche Alben der Musikgeschichte“ aufgelistet. Die zum Club 27 gehörenden viel zu früh verstorbenen Stars wie Janis Joplin und Amy Winehouse. Die Supremes und die Spice Girls, die es auch in auf die Leinwand geschafft haben, sind genauso gut vertreten, wie Michel Jackson und Beyoncé, die von ihren Vätern gepusht wurden. Weiter hinten treffen wir auf die deutschen Gewinnerinnen des Eurovision Songconteste, Nicole und Lena.
Das Buch umfasst wirklich alle Popgrößen vom Roch ´n Roll über Countrymusik bis hin zum Hiphop und Latin-Pop. Da wird von Betrügereien berichtet und von Covervisionen die bekannter wurden als das Original. Daneben gibt es Seiten über kuriose Fakten und das größte Wohltätigkeitskonzert.
Die kleinen biografischen Texte über die Künstler*innen lassen sich sehr gut lesen und die Illustrationen sind schrill, bunt und poppig und damit passen sie hervorragend zum Thema.

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Demokratie erleben

Alexander von Ferdinand von von Schirach

Der Autor hat auch die Bilder zu diesem Buch gezeichnet und so sehen wir Alexander mit seinen in alle Richtungen stehenden Haaren auf der Mauer sitzen und angeln.
Der Vater von Alexander ist eigentlich Tuchhändler, wie alle in seiner Familie, aber noch viel lieber zeichnet er und so hat er seinem kleinen Sohn viele Tiere an die Wand seines Zimmers gemalt.

Alexander mag besonders den Elefant und er ist überzeugt, dass der seinen Schlaf bewacht. Doch dann streitet der König von Kaliste, wo die Familie bisher friedlich gelebt hat, mit seinem Nachbarn und so kommt es zum Krieg, indem der Vater stirbt.
Die Bürger von Kailste möchten verhindert, dass wieder so ein Tyrann ihre Stadt beherrscht, deshalb möchte sie Gesetzte, die sie davor bewahren sollen. Gemeinsam komme sie auf die Idee, dass nur ein Kinder geeignet ist ein solches Gesetz zu benennen. Nachdem Alexander eine Rätsel lösen konnte, wird er in die Hauptstadt geschickt, um Erfahrungen zu sammeln. Da inzwischen der General des Nachbarreiches eine Frist von sieben Tagen vorgegeben hat, bis sie die Stadt angreifen wollen, eilt die Zeit. Doch Alexander ist ein sehr kluger Junge und er kann sehr gut zuhören und beobachten. So vertrauen ihm die Bürger von Kaliste zu Recht, denn Alexander kann ihnen am Ende sagen, was das Wichtigste Gesetz ist.
Ich glaube wir können sehr viel von Alexander lernen, auch wir Erwachsenen. Die Erzählung spielt im antiken Griechenland und so begegnen Alexander ein Philosoph, der in einer Tonne wohnt und ein putzendes Orakel. Das faszinierendste aber sind die Schlüsse, die Alexander aus seinem Erleben zieht. Es wäre sehr schön, wenn diese Buch vielen Menschen zeigen würde, wie wichtig es ist Gesetze gegen die Tyrannei einzelner Herrscher anzuwenden und die Demokratie zu stärken.

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Frische neue Lyrik

Im Namen des Spektakels von Nils Mohl

Kinderlyrik muss keine ernste, langweilige Geschichte sein, dieses Buch zeigt, dass Gedichte auch Spaß machen können. Schon das Cover zeigt uns einige schräge Figuren, einen Vampir und Batman.
Am Anfang des Buches können wir einen Gruß vom „Dichterbiest“ lesen und dann geht`s los „Im Namen des Spektakels“.

Es tauchen auch immer wieder ein Kind mit Maske und Umhang und ein zotteliges Wesen auf, die mit Sprechblasen versehen kleine Reime absondern. So fragt der Zottel „wann werden piraten es endlich mal kapieren?“ und das Kind antwortet „schatzkarten lassen sich auch laminieren!“ Ich finde, dass ist mal ein echter Tipp an die Freibeuter der Meere. Wisst ihr, was ein „Kauarbeiter“ ist, das ist einer, der ständig Kaugummi kaut. Sehr gut gefallen mir auch die „friedlinge“, kleine Wesen die auf einem „schnuckeligen aterioden“ zu Hause sind und die wie ihr Name sagt sehr friedlich zusammenleben. „zuckerwattenträume“, dieses Gedicht ist ein echter Zungenbrecher so zuckrig ist es. Es gibt auch einige „Quick-Quiz-Rate-Runden“ dessen Lösungen wir hinten im Buch finden.
Ihr habe es wahrscheinlich schon bemerkt, in dem Buch wurde auf Großschreibung verzichtet. Die Illustrationen sind einfach wunderbarhumorvoll, schrill und kantig, Die Texte beschränken sich in manchen Zeilen auf ein Wort, trotzdem ist ihre Aussagekraft groß und das Lesen macht einfach Spaß. Ich kann da soviel Witz und Freude spüren, das schreit förmlich nach einem „Nochmal!!!“

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Ein ernstes Thema wird spannend und mit Leichtigkeit erzählt

Fische sind scheiße von Christian Linker

Till lebt seit dem Tod seiner Oma mit seinem süchtigen Vater zusammen. Zum Glück gibt es Flocke, eine riesigen Irischen Wolfshund, denn trotz seiner 11 Jahre gut versorgt. Doch dann fällt sein Vater ins Koma und Tills Welt wird eine andere. Er kommt in eine Wohngruppe für Jugendliche und Pawel, mit dem er ein Zimmer teilt, erweist sich als guter Freund.

Doch Flocke kann nicht dort wohnen und muss ins Tierheim. Als Till ihn dort besuchen will, erfährt er, dass Flocke vermittelt wurde. Für Till bricht eine Welt zusammen, er wütet und kann sich kaum beruhigen. Um seinen Hund zurück zubekommen machen sich Pawel und Till auf einen Roadtrip an die Holländische Küste. Eine spannende Zeit für die beiden, die beinahe schlimm endet.
Erfindungsreich schlagen sich die beiden Jungen nach Holland durch und lernen sich dabei sehr gut kennen. So einen guten Freund wie Pawel hatte Finn noch nie. So sind die beiden sehr zufrieden mit der Unterbringung in der Wohngruppe, die Erzieherinnen und Erzieher sind sehr engagierte Menschen, die in den Jugendlichen das Individuum sehen.
Ein spannendes Buch, dass uns Einblicke in das Leben Jugendlicher gibt, die nicht in ihren Familien leben können.

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Kein einfacher Stoff, aber gut zu lesen

Narbenmädchen von Lilly Bogenberger

Die 15 jähre Lara landet, weil sie sich immer wieder ritzt in einer Kurklinik für verhaltensauffällige Jugendliche. Natürlich hat sie auch hier Rasierklingen eingeschmuggelt, doch dann blutet sie so sehr, dass sie in eine Notaufnahme muss und ihr von Seiten der Leitung der Klinik gedroht wird, dass sie, sollte noch einmal auffallen, in eine Psychiatrische Klinik eingewiesen wird.

Im Laufe der Geschichte lernen wir einige der anderen Jugendlichen und ihre erschreckenden Schicksale kennen. Der so gemütlich wirkende Neo hat schon einige Selbstmordversuche hinter sich und der zarte Finn betäubt sich mit Haschisch. Die Gruppentherapie nervt und überhaupt fühlen sich die Jugendlichen nicht von den Therapeuten verstanden. Sie finden, ihnen wir nicht, wie erwartet geholfen. So kommt es, dann am Ende, nach vielen Abstürzen die drei Freunde sich selbst therapieren.
Ich fand das Lesen dieses Buchen schon belastend, es gab viele Abgründe, in die ich hineingeblickt habe. Deshalb möchte ich das Buch auch nur unter dem Vorbehalt empfehlen, dass die Lesenden psychisch stabil sind oder zumindest ihre Gedanken mit anderen teilen.
Der Schreibstil, der die Geschichte aus Sicht der Lara erzählt ist sehr gut zu lesen und es ist immer wieder spannend, wie sich alles entwickelt.

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Sachbuch mit zarten Bildern

Der Schmetterling von Kirsten Hall

Auf dem Cover sehen wir den Schmetterling, dessen kurzes Leben in diesem Sachbilderbuch beschrieben wird.
Zarte Planzen sind zu sehen und man muss schon genau hinschauen, um das kleine Stück Schmetterlingsflügel zu entdecken. Doch dann sehen wir ihn in seiner ganzen Pracht auf einem grelle gelbgrünen Hintergrund.

Dies Schmetterlingsdame legt ihr Ei auf der nächsten Seite auf ein Blatt und wir können die Entwicklung zur Raupe beobachten. Schon bald wird sie größer und dicker und sucht dann nach einem Ort, an dem sie sich verpuppen kann. So hängt sie sich an einen Ast und wir sehen alles Stadien, die sie durchläuft, um als Schmetterling wegflattern zu können. So macht der wunderschöne Schmetterling sich auf Nektar zu finden und selbst Eier zu legen. Erst danach trifft unser Schmetterling auf ein zweites Exemplar und die beiden tanzen und wirbeln im Liebesrausch durch die Blumen. Da stimmt doch etwas mit der Reihenfolge nicht. Dann auch danach legt sie wieder Eier und dann können wir viele Schmetterlinge bewundern und die Bilder sind sehr eindrucksvoll gezeichnet.
Der gereimte Text erzählt uns vom Leben der Schmetterlinge und die genauen Illustrationen zeigen und die Entwicklung und die Schönheit diese zarten Tiere. Ein sehr informatives Sachbuch mit zarten Bildern, dass naturinteressierte Kinder sicher immer wieder anschauen werden.

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Entweder...oder

Schluss. Aus. Basta! von Nina Wehrle

Das Format dieses Bilderbuches ist schon besonders, es kommt ganz schmal und hoch daher und zeigt drei Hunde und oben im Baum ein Eichhörnchen.
Da sitzen die drei Hunde hintereinander und fordern das Eichhörnchen, das auf einem Ast relaxt, auf mit ihnen zu spielen. Während es sich zwei der Hunde am Boden gemütlich machen, streckt sich einer am Stamm hoch, „Jetzt komm schon…“ Dann machen zwei Hunde ein Würstchen, was sicher alle Kinder erfreuen wird, und versuchen damit das Eichhörnchen zu zwingen herunterzukommen.

Jetzt ist das Eichhörnchen erbost und „schießt“ mit Nüssen. „Entweder du spielst mit uns oder wir finden dein Nuss-Versteck.“ Drohen die Hunde und buddeln schon los. Erstaunlich, was sie alle dort finden, doch das Eichhörnchen lockt sie von seinen Schätzen weg. So geht es immer weiter mit Drohungen und Erpressungen bis die Hundebesitzer*innen auftauchen.
Wer kennt sie nicht die Sprüche, die mit „Entweder“ beginnen und mit einer Drohung oder einem Versprechen enden? Hier geht es lustig zwischen den Tieren hin und her. Die Illustrationen sind geprägt von den hohen schlanken Baumstämme und dem grellen Grün. Die Texte sind sehr kurz und sie werden durch Geräusche ergänzt. Ein ungewöhnliches Buch mit viel Humor.

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