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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Island :

Auf Entdeckungstour im (heimischen) Wald

Wieso? Weshalb? Warum? junior, Band 77 - Tiere im Wald von Patricia Mennen

Dieses Buch der etablierten Reihe für Kleinkinder widmet sich den (heimischen) Wäldern. Und da bietet sich das gewohnte Prinzip mit den Klappen und mit liebevollen Details, die man erst auf den zweiten Blick erkennt, ja besonders an, weil man auch im Wald oft genau hinschauen muss, um etwas zu entdecken.

Die Kinder erfahren auf kindgerechte Art, mit schönen Illustrationen und in angemessenen Textportionen einiges über den Lebensraum Wald und seine tierischen Bewohner, wie Reh, Hirsch, Wildschwein, Specht, Eichhörnchen oder Fuchs. Insbesondere natürlich die unserer heimischen Wälder, in denen man das Wissen dann gleich noch in echt anwenden kann, aber es gibt auch einen kleinen Ausflug in den skandinavischen Winter.

Dabei lernt man auch als Erwachsener teilweise noch ein bisschen was dazu. Das gemeinsame Lesen macht bei diesem Buch besonders Freude, weil es hinter den Klappen immer wieder besondere Effekte oder etwas zu entdecken gibt, was die Kleinsten reizt und bei Laune hält. Dabei ist die Machart des Buches so robust, dass es durch viele Kinderhände gehen kann, ohne gleich Beschädigungen davon zu tragen.

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Loretta goes to Hollywood

Not your Darling von Katherine Blake

Bei diesem Roman passt die Covergestaltung mit den, auf den ersten Blick, nicht besonders harmonischen Farben und dem Schwarz-Weiß-Foto einer perfekt geschminkten Frau mit einem sehr ausdrucksstarken Blick sehr gut zu den 50er Jahren und der Thematik.

Die 20-jährige Loretta trifft 1950 in Los Angeles ein, um dort ihrem Traum näher zu kommen, Maskenbildnerin in Hollywood zu werden.

Dafür nimmt sie Entbehrungen in Kauf, findet aber auch immer wieder Möglichkeiten, die sie ihrem Ziel doch wieder ein kleines Stück näher bringen. Zugleich ist sie manchmal aber auch etwas naiv und gerät so in teils sehr ungute Situationen. Ihre Rache ist dann aber meist ebenfalls nicht gesetzeskonform.

Der Roman schildert, abgesehen von einigen Längen mit z. B. einem zu intensiven Fokus auf Schminktipps, auf eine recht unterhaltsame und authentische Art, wie es im Hollywood der 50er Jahre zuging und worauf Frauen sich oft einlassen mussten, um dort beruflich voranzukommen. Der Schreibstil war dabei gut lesbar, allerdings hätte ich mir gewünscht, dass die weiblichen Nebenfiguren noch etwas greifbarer gestaltet worden wären. Wer Romane mag, die in den USA der 50er und 60er Jahre spielen, wird aber sicher gut unterhalten werden.

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Positiv überrascht

Fake Dates and Fireworks von Kyra Groh

Eigentlich haben Covergestaltung und Klappentext mich erstmal etwas abgeschreckt, weil alles auf den ersten Blick wie ein recht seichter New Adult Roman wirkte. Dann habe ich der Geschichte aber doch eine Chance gegeben und wurde angenehm überrascht.

Im Mittelpunkt des Romans steht die Erzieherin Becca, die seit zehn Jahren jedes Silvester mit Nils verbringt, den sie nur um Silvester herum sieht und dann mit ihm im Bett landet.

Das restliche Jahr über sind sie gute Freunde, die regelmäßig miteinander telefonieren, aber sich nicht sehen. An diesem Silvester möchte Becca Nils aber ihre Liebe gestehen und hat dafür ein Zimmer in einem sehr teuren Wellnesshotel in den Bergen reserviert. Dort läuft dann aber alles ganz anders als geplant.

Ich fand die Geschichte sehr unterhaltsam und auch nicht zu plump. Becca war mir sehr sympathisch und auch ihre Arbeit als Erzieherin mit all ihren anstrengenden Seiten wurde sehr realistisch beschrieben. Sie verhält sich, was Nils angeht, zwar teilweise recht naiv, ansonsten wirkt sie aber recht reflektiert auf mich und ich konnte mich gut mit ihr identifizieren. Auch die weiteren Personen waren überzeugend ausgestaltet und die Geschichte am Ende rund. Der Schreibstil der Autorin war gut lesbar.

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Gegensätze

Be My Shelter (Erstauflage exklusiv mit Farbschnitt und Character Card) von Lana Rotaru

Was die Covergestaltung und den Farbschnitt angeht, passt dies gut zum Genre, meinen Geschmack trifft das Rosa in Kombination mit dem abstrakt gehaltenen Cover aber nicht, ich bevorzuge es, wenn
etwas mehr Bezug zum Thema erkennbar ist.

Die Idee hinter der neuen Reihe für junge Leser:innen aus dem GU-Verlag, dass psychische Probleme thematisiert werden und die Autor:innen sich für solch sensible Thematiken auch Unterstützung von Expert:innen holen, finde ich prinzipiell sehr gut.

Im Mittelpunkt dieses Romans steht Kaira, die es jedem Recht machen will und nicht "Nein" sagen kann, dadurch aber einen sehr vollgepackten Terminplan hat, der sie an ihre Grenzen bringt. Dann zieht Cooper, ein alter Freund ihres Bruders, (eigentlich nur für wenige Tage) bei ihr ein. Er ist quasi das Gegenteil von ihr und lebt so in den Tag hinein. Aus einem Streit ergibt sich eine Challenge zwischen ihnen, die sie beide an ihre Grenzen, aber auch einander näher bringt.

Die Geschichte wird abwechselnd aus den Perspektiven der beiden erzählt, sodass man sich gut in sie hineinversetzen kann. Zudem sorgt dies für Abwechslung. So komplett warm wurde ich mit Kaira und ihrer Art aber nicht, da war Cooper mir irgendwie näher. Die Story ließ sich aber flüssig lesen und die Sache mit der Challenge war recht unterhaltsam. Zudem schärft die Autorin das Bewusstsein dafür, etwas mehr auf sich und das, was man sich zumutet zu achten.

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Schöne Einstimmung auf die Schule

Wieso? Weshalb? Warum? aktiv-Heft - Schule von

Es handelt sich nicht um ein Buch im eigentlichen Sinne, sondern mehr um ein dünnes Heftchen, das aber ein schönes Geschenk für ein Vorschulkind oder einen Schulanfänger ist, um ihn oder sie auf die Grundschulzeit einzustimmen und ihm oder ihr die Angst vor dem ersten Schultag zu nehmen.

Es bietet trotz der geringen Seitenzahl verschiedene kreative Aufträge und Aufgaben, die, wenn ihnen die gut verständlich formulierten Arbeitsanweisungen vorgelesen werden, auch Kinder, die noch nicht selbst lesen können, bewältigen können.

Die verschiedenen Seiten befassen sich thematisch mit den Ritualen am ersten Schultag und den Dingen, die man im Laufe der ersten Klasse so lernt. Die Ausstattung des Buches ist, der Machart und dem verhältnismäßig niedrigen Preis geschuldet, nicht extrem stabil und hochwertig, aber das Layout ist bunt und altersgerecht.

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Wenig friedvolle Auszeit

Still ist die Nacht von Sandra Åslund

Es handelt sich hier um den zweiten Teil einer Schweden-Krimi-Reihe um Kriminalinspektorin Maya Topelius. Das Cover ist passend zum Schauplatz, einer kleinen Schäreninsel, gestaltet.

Maya Topelius hat eigentlich gerade Urlaub und will auf einer kleinen Schäreninsel an einem Yoga-Retreat, das von ihrer Jugendfreundin geleitet wird, teilnehmen.

Nach einem Mittsommerfest wird aber die Leiche eines wohlhabenden Sommerhausbesitzers gefunden und niemand darf mehr die Insel verlassen. Und dann kommt es auch noch zu einem weiteren Mord.

Ich hatte mich auf diesen Krimi und den Schauplatz, die Schäreninsel, gefreut und auch die Ermittlerin war mir bereits aus dem vorherigen Teil bekannt und sympathisch. Diesmal waren mir aber etwas viel Esoterik und Yoga und alte Geschichten aus der Jugendzeit von Maya Topelius enthalten, was von der eigentlichen Kriminalhandlung ablenkte und den Roman insgesamt etwas in die Länge zog. Auch noch etwas mehr Lokalkolorit wäre schön gewesen.

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Alltägliche Technik ohne Geschlechterklischees vermittelt

Wieso? Weshalb? Warum? junior, Band 76 - Bohrer, Lampe, Spülmaschine von Andrea Erne

Das neueste Kinderbuch aus dieser altbekannten Reihe von Ravensburger hat direkt mein Interesse geweckt, da diesmal die Technik im Mittelpunkt steht, die Kindern im alltäglichen Leben ständig begegnet und so natürlich deren Interesse weckt. Und zudem schadet es natürlich auch nichts, mit so alltäglichen Hilfsmitteln und ihrer Funktionsweise möglichst früh vertraut zu sein.

Aufgebaut ist das Kinderbuch wie von der Reihe gewohnt, mit stabilen Seiten, denen Kinderhände nicht viel anhaben können und Klappen, die geöffnet werden können und so die Neugier der Kinder steigern. Hinter diesen verbergen sich dann weitere Informationen oder Situationen. Die Text-Portionen sind altersangenessen kurz, vermitteln aber dennoch ein grundlegendes Wissen zu den vorgestellten technischen Geräten. Die Farbgestaltung der Illustrationen ist bunt und ansprechend, aber diese fallen auch recht detailgetreu aus. Gut gefallen hat mir zudem, dass die anfallenden Aufgaben in Haus und Garten von allen erledigt wurden, teils auch schon von den Kindergartenkindern, wenn nicht zu gefährlich und vollkommen unabhängig vom Geschlecht, wie ein modernes Familienleben eben aussehen sollte.

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Bruder

Der König von Jo Nesbø

Bei diesem Buch hat mich die ästhetische Covergestaltung mit der goldenen Achterbahn vor dem in Graustufen gehaltenen Rest direkt angesprochen. Es handelt sich um den zweiten Teil einer Reihe, aber ich habe auch ohne Kenntnis des ersten Bandes gut in die Handlung hineingefunden. Andererseits schadet es sicher auch nicht, wenn man noch etwas mehr über die Vorgeschichte weiß.

Ort der Handlung ist der kleine Ort Os im Norden Norwegens. Dort leben die Brüder Carl und Roy, Carl betreibt ein Spa Hotel, Roy unter anderem eine Tankstelle und eine Kneipe, er träumt aber davon, eine riesige Achterbahn zu bauen. Dazu muss er aber unbedingt den Bau eines Tunnels, der den Durchgangsverkehr nicht mehr durch Os führen würde, verhindern und eine ordentliche Menge an Geld auftreiben. Das alles nicht gerade mit legalen Methoden. Auch zwischen den Brüdern gibt es immer wieder Konflikte und zudem drohen alte Geheimnisse doch noch ans Licht zu kommen.

Ich mochte es, mich beim Lesen nach Nordnorwegen zu begeben. Roy, aus dessen Perspektive erzählt wurde, hat trotz aller krimineller Energie und Brutalität, wenn ihm etwas gegen den Strich geht, definitiv auch ein gutes Herz und war mir so irgendwie sympathisch. Für meinen Geschmack gab es aber etwas viele düstere Abgründe in den Familiengeschichten der einzelnen Protagonist:innen, das fand ich so etwas übertrieben und es nahm auch etwas viel Raum in der Geschichte ein. Ansonsten kam es immer wieder zu unvorhersehbaren Wendungen und man kann lange nicht einschätzen, wie alles für Roy und seinen Bruder enden wird.

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Krimi mit britischem Humor

Wir finden Mörder von Richard Osman

Bei "Wir finden Mörder" handelt es sich um den Auftakt einer neuen Krimireihe des Autors. Schon das Cover deutet durch die Art der Gestaltung auf einen britischen Krimi hin.

Im Mittelpunkt der Handlung steht Amy Wheeler, die für eine Agentur als Bodyguard arbeitet. Aktuell passt sie in South Carolina auf eine reiche, ältere Thrillerautorin auf.

Plötzlich wird aber sie selbst angegriffen und es kommt zu mysteriösen Todesfällen von Influencern, die von ihrer Agentur betreut wurden. Amy holt sich Unterstützung von ihrem Schwiegervater Steve, einem pensionierten und verwitweten Polizisten. Und auch ihre Klientin, die reiche Schriftstellerin, will mit ermitteln.

Ich fand den Krimi sehr amüsant mit den etwas schrulligen, aber liebenswerten Charakteren und dem trockenen britischen Humor. Der Fall selbst hat mich etwas überfordert, da es recht viele involvierte Personen gab, sodass es etwas schwer fiel, komplett den Überblick zu behalten. Sicher war auch nicht alles vollkommen realistisch, aber das macht wohl auch den Charme dieser Reihe mit aus, dass teilweise etwas dick aufgetragen wird.

Der Schreibstil war gut verständlich und das Hörbuch so vorgetragen, dass man angenehm zuhören konnte.

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Die Hemmschwelle sinkt

Mordscoach von Lilli Pabst

Das Cover ist passend zur Thematik des Krimis gestaltet, sodass man schon ahnen kann, was einen erwartet. Auch mich hat es an die "Achtsam Morden"-Reihe erinnert und ich dachte zunächst, es wäre vielleicht vom gleichen Autor, aber die Verfasserin ist eine andere. Der Krimi ist unter einem Pseudonym veröffentlicht, da die Autorin selbst als Psychotherapeutin arbeitet und das nicht mit ihrer Schreibtätigkeit vermischen möchte.

Sophie Stach, die Protagonistin, ist Coachin und Psychotherapeutin ohne Kassenzulassung. Eines Tages taucht die Geliebte ihres Mannes, mit dem sie bis dahin glaubte, eine glückliche Beziehung zu führen, als Patientin getarnt in ihrer Praxis auf und provoziert Sophie so sehr, dass es zu einer körperlichen Auseinandersetzung kommt, die zum Tod der anderen Frau führt. Dieser setzt eine Abwärtsspirale in Gang und es kommt zu immer extremeren Ereignissen.

Ich fand den Krimi recht unterhaltsam und ungewöhnlich. Der Handlung ist teilweise recht skurril, insbesondere, weil Sophie ihre Handlungen, typisch Psychotherapeutin, reflektiert analysiert. Manchmal ist es mir aber auch doch einen Tick zu viel, einerseits was die Analyse angeht, andererseits bezogen darauf, was gerade noch realistisch ist. Der Schreibstil der Autorin war aber flüssig lesbar und auch die psychologischen Hintergründe wurden so beschrieben, dass es für Laien verständlich bleibt.

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