Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Mabla59 :
Reise in vergangene Zeiten
Herrliche Zeiten - Die Himmelsstürmer von Peter Prange
Mit "Herrliche Zeiten - Himmelstürmer" entführt Peter Prange die Lesenden in das Europa, ganz speziell in das mondäne Karlsbad, des endenden neunzehnten Jahrhunderts und erzählt eine fiktionale Geschichte über Liebe und Freundschaft im Schatten des Krieges, verflochten mit historischen Fakten.
Es ist die Geschichte von Vicky, der Tochter einer angesehenen Industriellenfamilie aus London, Paul, einem Berliner Ingenieur und Auguste Escoffier, einem angehenden Pariser Meisterkoch mit hohen Zielen.
Ein Streit im Hotelgarten führt das ungleiche Trio zusammen.
Peter Prange hat gründlich recherchiert und es wieder einmal geschafft, mich mit seinem flüssigen, angenehmen Schreibstil völlig an das Buch zu fesseln.
Seine Charaktere sind wie immer authentisch und nachvollziehbar, besonders die vor Lebenslust sprühende Vicky, die immer wieder mit dem Korsett der damaligen Generation hadert.
Besonders gut haben mir die Erklärungen und Erläuterungen am Ende des Buches gefallen.
Da es sich um eine Duologie handelt, freue ich mich heute schon auf die Fortsetzung im nächsten Jahr.
Orkan an der Ostsee
Nachtflut von Stina Westerkamp
"Nachtflut" von Stina Westerkamp, einem Pseudonym der Schriftstellerin, ist ein spannender Psychothriller, der mich direkt von der ersten Seite an gepackt hat.
Ein düsteres Cover in starken Farben zieht den Blick extrem an und deutet unmissverständlich an, um was es inhaltlich geht.
Das Buch spielt an der Ostseeküste, wo ein Orkan droht und die Bewohner zur Evakuierung zwingt. Aber Elisa wartet, bis alle anderen weg sind. Aber auch in dem Haus nebenan sind noch zwei Leute, die etwas zu verbergen scheinen. Dann bricht der Deich, und die drei Menschen sitzen in der Falle. Gleichzeitig gelingt einigen Häftlingen die Flucht aus dem örtlichen Gefängnis, und einer von ihnen hat es auf Elisa abgesehen.
Stins Westerkamp schafft mit ihrem Schreibstil eine bedrückende Atmosphäre, die mich trotzdem ans Buch gefesselt hat. Ihre Charaktere sind gut ausgearbeitet. Der Spannungsbogen wird hochgehalten mit immer neuen Wendungen und die Auflösung hat mich wirklich überraschend.
Trotzdem ist "Nachtflut" ein gelungener Thriller, der mir einige schlaflose Nächte bereitet hat
eiskalte Spannung
Minus 22 Grad von Quentin Peck
Fotografie-Studentin Laura Gehler liebt Sport und hat zudem ihre festen Rituale.
In der Nacht und bei Wind und Wetter steigt sie auf ihr Trekking Rad und geht dabei an ihre Grenzen.
Doch eines Abends wird sie von einem SUV abgedrängt und bewusstlos geschlagen.
Als sie wieder erwacht, muss sie panisch feststellen, dass sie sich in einem Käfig aus Plexiglas befindet.
Um frei zu kommen, muss Laura das Rätsel lösen, warum sie dort gefangen gehalten wird.
Zeitgleich erhält ihre Mutter eine Barbie Puppe mit einem Sterbedatum.
Kommissar Lukas Johannsen glaubt, den Täter zu kennen. Ein nie gefasster Mörder!
"Minus 22 Grad" ist das Erstlingswerk von Quentin Peck
Er schreibt die Handlung in verschiedenen Perspektiven. Kurze knappe Kapitel machen es schwer das Buch aus der Hand zu legen
Der Autor kommt dabei ohne blutige Details aus.
Die Spannung steigt dabei durch die immer neuen, unerwarteten Wendungen und das Kopfkino der Lesenden
Der Schreibstil von Quentin Peck lässt einem quasi die eisige Kälte und das Schneetreiben spüren.
Nicht zuletzt auch wegen des gelungenen Covers, mit der leicht erhabenen Eisfläche und der blutroten Temperatur.
Von mir gibt's jedenfalls eine fünf Sterne Bewertung
Hinein ins Himmelreich
Mord im Himmelreich von Andreas Winkelmann
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Winkelmann entführt seine Leser:innen in seinem neuesten Werk auf einem idyllisch gelegenen Campingplatz auf dem schon bald ein Mordfall passiert.
Die Camper sind eine verschworene Gemeinschaft in der jeder ein Motiv, aber auch ein Alibi haben könnte.
Es gibt kein klassisches Ermittlerteam, sondern Björn Kopernikus ist lediglich ein Hobby-Ermittler, der zusammen mit der Künstlerin Annabelle Schäfer versucht, den Fall, bei dem die Polizei von einem Unfall ausgeht, zu lösen.
Die beiden sind liebenswerte, sympathische Charaktere und Winkelmann führt ungewohnt humorvoll, leicht und unterhaltsam durch die Handlung.
Mit "Mord im Himmelreich" begibt sich Andreas Winkelmann auf ein neues Terrain.
Ich möchte behaupten, dass ich alle seine Bücher, auch die, welche er unter seinem Pseudonym Frank Kodiak geschrieben hat, gelesen zu haben.
Waren sie bisher immer gewaltsam und sehr blutig, ist es in seinem neuesten Werk etwas anderes
Aber deshalb nicht schlechter. Wie immer ist sein Schreibstil flüssig und gut lesbar. Die Kapitel kurz und knackig
Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der ein paar entspannte, unterhaltsame Lesestunden möchte.
Mir hat es gut gefallen
Mit Längen
Blutrotes Karma von Jean-Christophe Grangé
Wir schreiben das Jahr 1968. Die Polizei ist in Alarmbereitschaft, weil Studenten, Arbeiter und Berufsgruppen in Paris gegen die DeGaulle-Regierung rebellieren. Herve Jouhandeau, der sich am Widerstand der Studenten beteiligte, findet seine Freundin Susanne, die er aus der Gemeinde kannte, brutal ermordet in ihrem Haus und ihren Körper in einer Yoga-Pose.
Herve beginnt zusammen mit Polizeiinspektor Jean Louis Mersch und seiner Freundin Nicole in den chaotischen Straßen von Paris zu recherchieren
Ihre Suche reicht bis nach Kalkutta und Varanisi in Indien, wo Unruhen, unterschiedliche Glaubenssysteme, Sekten und Sekten eine Rolle spielen und in der Vergangenheit vergrabene Geheimnisse liegen .Der Anfang des Buches ist, solange der Roman in Paris spielt, vielversprechend, aber der Rest des Buches ist eher enttäuschend, die Handlung in Indien und Rom ist nicht sehr glaubwürdig
Zuviel Längen, die Charaktere schlecht konstruiert und nicht immer glaubwürdig. Die Handlung lang, weit hergeholt, nicht sehr überraschend und ohne größere Wendungen.
Im Vergleich zu Jean Christophe' Granges letzten Buch "Die marmornen Träume" und insbesondere seinen ersten Romanen um die "Purpurnen Flüsse " war ich von dem Buch enttäuscht
Erschütterndes Schicksal
Im Namen der Barmherzigkeit von Hera Lind
Mit "Im Namen der Barmherzigkeit" hat Hera Lind erneut nicht nur ein heißes Thema angefasst, sondern auch ein schwer zu ertragendes Schicksal eines kleinen Mädchens geschildert.
Die kleine Steffi kommt als Pflegekind auf den Hof der Familie Kellerknecht.
Dort, auf dem abgelegenen Bauernhof, lebt die Familie weit entfernt von anderen Menschen.
Sie ist arm und und lebt unter einfachsten Bedingungen.
Ihr Tag ist geprägt von harter Arbeit zu der auch Steffi herangezogen wird.
Wo Steffi eigentlich Liebe und Geborgenheit erfahren sollte, ist sie schwerwiegendem Missbrauch und Misshandlungen ausgesetzt
Obwohl sie nicht in der Lage ist, sich dagegen zu wehren, behält das kleine Mädchen ihren Lebensmut und die Hoffnung auf ein besseres Leben.
Wie immer basiert Hera Linds Geschichte wahren Begebenheiten.
Ihr Schreibstil ist immer intensiv, aber flüssig zu lesen.
Ein Buch, daß nicht einfach zu lesen ist, mir aber trotzdem gefallen hat.
Da es sich um eine wahre Begebenheit handelt, empfehle ich, auch das Nachwort der echten Steffi zu lesen.
Dörfliches Leben am Niederrhein
Wir sind schließlich wer von Anne Gesthuysen
Was mich getriggert hat, das Buch "Vielleicht hat das Leben Besseres vor" von Anne Gesthuysen zu lesen, war das Cover und die damit verbundene Ähnlichkeit mit den Büchern von Susanne Abel und der Geschichte um Gretchen.
Und ich habe es nicht bereut!
Anne Gesthuysen hat eine warmherzige Geschichte über Familie und Freundschaft und deren Bedeutung geschrieben.
Die zeigt uns auf, wie wichtig dieser Zusammenhalt in schwierigen Zeiten ist.
Ihr Schreibstil ist klar und flüssig, ihre Charaktere sympathisch.
Im Mittelpunkt steht die junge Pastorin Anna von Betteray, die sich um ein kleines, geistig schwerstbehindertes Mädchen kümmert. Ihre Mutter opfert sich für das Mädchen ebenfalls auf .
Das Mädchen wurde bewusstlos aufgefunden und liegt im Koma.
Die Polizei und ein ganzes Dorf rätselt mit, was passiert sein könnte.
Daneben muss sich Anna auch noch mit ihrer Familie auseinander setzen.
Das Buch ist die Fortsetzung von "Wir sind schließlich wer", kann aber auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden
wer ist Eric Sanders
Stalker - Er will dein Leben. von Arno Strobel
Der Schauspieler Eric Sanders hat gerade seine erst Rolle in einem Münchner Tatort mit Bravour gemeistert und von allen Seiten nur Applaus geerntet.
Da taucht in den sozialen Medien ein Unbekannter auf, der in Erics Namen Beiträge postet, die ihn in einem schlechten Licht dastehen lassen.
Auf der Suche nach dem Unbekannten muss Eric sich seiner. Vergangenheit stellen und als seine Frau und sein kleiner Sohn entführt werden, fängt er an tiefer zu graben.
Aber alle Ergebnisse seiner Recherche führen zu neuen Rätseln.
Bis er auf den ehemaligen Journalisten Udo Christ trifft, der ihm, genau wie sein ehemaliger Psychiater Schaffrath, bei der Spurensuche helfen.
Und wieder einmal hat Arno Strobel es geschafft, mich an das Buch zu fesseln, mit zu fiebern und zu rätseln, mit immer neuen Wendungen bis hin zu einer Auflösung, die ich nicht vermutet hätte.
Anders, aber gut
Hast du Zeit? von Andreas Winkelmann
Andreas Winkelmann hat einen neuen Thriller herausgebracht "Hast du Zeit".
Selbstverständlich, und wenn ich keine hätte, würde ich sie mir nehmen.
Denn von einem meiner Lieblingsautoren habe ich alle Bücher, auch die unter seinem Pseudonym Frank Kodiak, gelesen.
Conny Goldmann fühlt sich bedroht.
Der Vater ihrer Freundin, der ehemalige Polizist Lars Erik Grotheer soll ihr helfen. Kurze Zeit später ist Conny jedoch tot.
Und Lilly Costanzo sucht auf eigene Faust den Entführer ihrer Partnerin Felicitas.
Die beiden versuchen eine Verbindung dieser Fälle zu finden.
Die Handlung wird aus den verschiedensten Perspektiven, die sich auch in der Schriftart unterscheiden, der Protagonisten erzählt
Der Schreibstil ist wie von Andreas Winkelmann gewohnt in klarer Sprache, die Kapitel kurz und knapp, so dass immer ein Cliffhanger die Lesenden bei der Stange und die Spannung hoch hält.
Am Ende werden alle losen Stränge aufgelöst.
Nicht der gewohnte "Winkelmann, aber gut und für Fans ein Muß.
Drei Schicksale
Unter dem Moor von Tanja Weber
"Unter dem Moor" von Tanja Weber wird in drei Erzählsträngen in jeweils unterschiedlichen Zeitebenen erzählt.
Den Anfang in der Gegenwart macht die Ärztin Nina, die an der Charité in Berlin arbeitet.
Nach der zermürbenden Zeit in der Corona Pandemie kündigt sie ihren Job und zieht ans Stettiner Haff.
Im ersten Zeitstrang von 1936 wird die 14-jährige Gine zum sogenannten Landjahr ans Stettiner Haff geschickt. Als dort ein Mann Gine vergewaltigt, schwört das Mädchen Rache und ahnt nicht, wie sehr es damit den Lauf der Zeit beeinflussen wird.
Und dann ist da noch im Jahr 1979 die zwanzig Jahre alte Sigrun, die aus dem Regime der DDR ausbrechen will.
Wer wie ich Geschichten, die sich über Generationen erstrecken und darin verwobene Geheimnisse enthalten, liebt wird bei diesem Buch nicht enttäuscht sein.
Der Schreibstil von Tanja Weber ist flüssig und leicht lesbar.
Ihre Charaktere sind authentisch und nachvollziehbar.
Ich kann das Buch nur empfehlen











