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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Mabla59 :

Vergangenheitsbewältigung

Sibir von Sabrina Janesch

Das Cover zum Buch "Sibir" von Sabrina Janesch hat mir wenig zugesagt, dafür der Klappentext umso mehr.
Ich habe es als Hörbuch in der ungekürzten Fassung angehört.
Die Erzählung erstreckt sich über zwei Zeitebenen von den Kindheiten des Josef Ambacher und dessen Tochter Leila.

Als Zehnjähriger wird Josef mit seiner Familie im Jahr 1945 von der Sowjetarmee verschleppt.
In Kasachstan wartet eine harte Zeit auf die Familie.
Josef verbringt in der Steppe seine Kindheit.
Entbehrung, Mangel an Lebensmitteln, die rauhe Umgebung fordern den Menschen alles ab.
Das Überleben steht dabei an erster Stelle.
Als 1990, nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, die ersten Aussiedler in die kleine Stadt Mühlheide in Niedersachsen ankommen, ist Tochter Leila gefragt, ihren Vater zu helfen, mit den Dämonen der Vergangenheit fertig zu werden.
Leider war es nicht ganz einfach der Handlung zu folgen, da, zumindest im Hörbuch, die Hinweise fehlten, in welchem Zeitabschnitt sich die Handlung gerade abspielte.
Ohne diese Information war das Folgen der Handlung störend.
Nicht zuletzt deshalb war es für mich anstrengend, dieses Hörbuch anzuhören.
Allein der tollen Erzählerin Julia Nachtmann ist es zu verdanken, dass ich bis zuletzt durchgehalten habe. Ihr Vortrag hat zumindest die Emotionen hervorragend herüber gebracht.
Deshalb vergebe ich drei Sterne.

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Eine lebenslange Wunde

Macht von Heidi Furre

Zuerst ist mir die schöne altrosa Farbe des Covers ins Auge gefallen und erst auf dem zweiten Blick habe ich die Scherben darin erkannt.
Liv ist Mitte dreißig , lebt und arbeitet als Krankenschwester In Oslo und hat einen Ehemann, Terje, und zwei Kinder, Rosa und Johannes. Vor fünfzehn Jahren wurde sie von einem Mann vergewaltigt.

Von diesem Vorfall hat sie jedoch niemanden, auch ihrem Mann nicht, etwas erzählt.
Diese Buch zeigt deutlich: Sprache ist Macht. Sprache kann das Unsichtbare hervorheben, sichtbar machen, wo vorher nur Dunkelheit war. Heidi Furre hat eine schöne und zum Nachdenken anregende Sprache, die beschreibt, wie sich eine Vergewaltigung um jeden Preis in ein Leben einschleicht. Sie ist eine Wunde, die nie verheilt.
Sie beschreibt eindringlich,wie die Vergewaltigung das gesamte Leben der Hauptfigur von Tag zu Tag durchdringt.
"Macht" ist Heidi Furres vierter Roman. Ich habe bisher keinen anderen gelesen, werde das aber bestimmt nachholen, denn dieses Buch macht nachdenklich und wird noch länger nachhallen.

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Mord im Moor

Totes Moor von Lars Engels

Das Cover ist meiner Meinung nach passend gewählt. Düster und geheimnisvoll.
Als die Leiche der nach einer Abiparty 2009 spurlos verschwundenen Matilda Nolte im roten Moor gefunden wird, ist es für den jungen Kriminalkommissar Janosch Janssen ein Schock. War doch Matilda seine heimliche Jugendliebe und sein Vater der Hauptverdächtige, der sich daraufhin das Leben nahm.

Ausgerechnet mit Hauptkommissarin Diana Quester, die er für den Freitod seines Vaters verantwortlich macht, muss Janosch den Fall aufklären.
Das Buch ist Teil einer neuen Reihe. Ein Krimi mit Lokalkolorit der Rhön. Ich persönlich kenne mich dort nicht aus, finde aber die Beschreibung der Gegend sehr detailliert. Auch die Charaktere sind nachvollziehbar gut dargestellt und der Spannungsbogen bleibt bis zum Schluss durch zahlreiche Wendungen hochgehalten.
Ich freue mich auf die Fortsetzung und kann das Buch sehr gerne empfehlen.

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Zwischen den Kulturen

Bissle Spätzle, Habibi? von Abla Alaoui

Bei diesem Buch ist mir das Cover als erstes ins Auge gefallen, so bunt und fröhlich mit orientalischen Elementen und den glänzenden Schriftzügen. Dazu lässt der Titel auf ein humoriges Thema schließen, was der Klappentext dann auch bestätigt. Und genau das erwartet den Leser.
Die älteste Tochter einer Marokkanischen Einwandererfamilie ist immer noch unverheiratet, während die jüngste Tochter sich anschickt zu heiraten und der Bruder verkündet, seiner Angebeteten einen Antrag machen zu wollen.

Bei ihrem muslimischen Tinderdate lernt Amaya den besten Freund des Kandidaten kennen. Problem ist nur, Daniel ist Atheist und dazu noch Schwabe. Ihren Eltern gegenüber gibt Amaya jedoch Ismail als ihrem Freund aus.
Der Schreibstil ist herrlich leicht zu lesen und ich habe manchmal herzlich lachen müssen.
Natürlich werden viele Klischees bedient, die das Lesevergnügen jedoch nicht trüben.
Wer ein paar vergnügliche Lesestunden sucht, dem lege ich dieses Buch sehr gerne ans Herz.

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