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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Anno:

Das fiktive Leben des Arthur Conan Doyle

Baskerville Hall - Das geheimnisvolle Internat der besonderen Talente von Ali Standish

Dieses Buch nutzt den real existierten Charakters des jungen Arthur Conan Doyle (Autor von Sherlock Holmes) um diesen in fiktiver Umgebung Abenteuer erleben zu lassen. Hierbei trifft der junge Doyle auf Figuren seiner späteren Bücher. Die Kenntnis darüber ist jedoch für den Roman, welcher sich vornehmlich an Kinder richtet, nicht notwenig.

Die Handlung dieses Romans ist rein fiktiv und hat nur wenig mit dem realen Leben des Autors zu tun. Auch nutzt dieses Buch neben kriminalistischen und abenteuerlichen Elementen, welche, die eindeutig der Phantasie zuzuschreiben sind. Hierdurch eröffnet sich dem Autor des Buches ungeahnte Möglichkeiten. Entstanden ist eine Geschichte, die Fiktion mit realen und schriftstellerischen Charakteren verbinden und Kinder in eine beeindruckende, nostalgische und großartige Welt voller Geheimnisse und Rätsel entführt.
Mir persönlich gefiel dies ausgesprochen gut und ich freue mich schon darauf Arthur und seinen Freunden auch bei weiteren Abenteuern begegnen zu dürfen. Ich bin gespannt was sie noch so alles erwarten wird.

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Alles andere als durchsichtig

Bonjour Agneta von Emma Hamberg

Agnetas Leben mit Magnus ist wenig aufregend. Sie fühlt sich unverstanden und ungesehen, doch arrangierte sie sich bisher damit. Die Kinder sind groß und aus dem Haus und auch Magnus mit seinen Dingen beschäftigt. Als sie aber eine seltsame Anzeige in einer Zeitung entdeckt nimmt sie spontan Kontakt mit dem Adressaten auf und findet sich kurze Zeit später tatsächlich in Frankreich wieder, wo ihr vermeintlicher Au-Pair-Job sich ganz anders gestaltet als angenommen.

Obwohl mich die Beschreibung dieses Hörbuches wenig fesseln konnte, hat es sich als wahres Kleinod entpuppt und mich wirklich begeistert. Es enthält unglaublich viel Gefühl. Von Trauer und Melancholie bis hin zu Liebe und purer Lebenslust. Dabei bedient es sich aber auch an einer gehörigen Portion Humor, jedoch ohne die Grenze der Geschmacklosigkeit zu überqueren. Besonders die französische Charaktere sind sehr speziell, dadurch aber auch ungeheuer faszinierend. Sie alle helfen Agneta auf ihre eigene Weise ihren Weg zu sich selbst zu finden. Wundervoll. Neben Agneta ist mir dabei vor allem der alte Herr sehr ans Herz gewachsen, der mich mit seiner erfrischenden Art nicht nur einmal zum Lachen brachte.
Lob möchte ich jedoch nicht nur der Autorin für ihr Buch, sondern auch Julia Dernbach aussprechen. Ihre Art dieses Buch zu lesen, war als stünde man einer guten Freundin gegenüber, die von ihren Erlebnissen berichte. Sie erreichte damit eine Lebendigkeit und Nahbarkeit, die mich gefangen nahm und mich die Welt um mich herum vergessen lies. Einfach nur Wundervoll. Danke dafür!

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Mitreißend

Man sieht sich von Julia Karnick


„Es ist wie bei zwei Puzzleteilchen, die auf den ersten Blick zusammengehören, aber sich wegen irgendeiner Winzigkeit doch nicht miteinander verbinden lassen.“ Fries und Roberts Leben kreisen umeinander. Manchmal näher und sehr oft nur von fern. Doch nie scheinen die Umstände zu passen. erzählt wird ihre Geschichte auf eine ruhige eindringliche Art von der Jugend bis in ihre 50er.

Ihre Leben, Charaktere, Wünsche und Erwartungen unterscheiden sich dabei sehr. Nie scheinen sie sich zu synchronisieren. Bis sie sich anlässlich eines Klassentreffens wiedersehen. Wird mit nun 50 endlich der rechte Zeitpunkt gekommen oder wird alle Hoffnung auf gemeinsames Glück vergebens sein?
Gern hab ich die Geschichte der Beiden verfolgt. Die Charaktere wurden wundervoll herausgearbeitet und deren Leben beinhalten sehr viel Tiefgang und auch Alltägliches, was mir sehr gut gefiel. Der Ton der Handlung ist meist leise, etwas melancholisch und deshalb wunderschön. Toll!

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Zuviel des Guten

Treibgut von Adrienne Brodeur

Wer sind die Gardners? Je tiefer der Leser in die Geschichte dieser Familie eindringt, desto mehr bröckelt das vermeintliche Familienidyll. Wobei verschiedene Blickwinkel beleuchtet werden und nach und nach ein komplexes Bild dieser Familie, ihren Geheimnissen und Problemen entsteht. Mittendrin die Polizistin Steph, deren Rolle in diesem Gefüge zunächst unklar erscheint, bald aber schon Kontur gewinnt.

Sie beschließt sich dieser Familie zu nähern. Jedoch ohne ihr eigenes Geheimnis zu offenbaren. Für die Anderen ist sie eine Fremde. Doch die Begegnungen häufen sich, bis Abby misstrauisch wird und Steph zur Rede stellt.
Die Handlung dieses Buches umfasst sehr viele Themen, welche teils aus unterschiedlichen Blickwinkeln durchleuchtet werden. Von Alkoholismus, (psychischen) Erkrankungen, Herkunft, Verlust und problematischer Kindheit über Politik, Feminismus und Patriarchat. Mir war dies teilweisen zu viel des Guten, wodurch ich Stephs letztendliche Entscheidung nur zu gut nachvollziehen konnte. Was mir jedoch dabei zu kurz kam, war der Auslöser ihrer eigenen Recherchen, wodurch mich dieses Buch etwas ratlos zurückließ.

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Einfühlsam und schön

Mutmurmeln für den ersten Schultag von Sarah Welk

Bei Angst drücken und schon rutscht der Mut in dich rein! Weil Linus etwas Bammel vor der Einschulung hat, kommt seine Freundin und Nachbarin Lolle auf eine großartige Idee. Sie basteln sich Mutmurmeln. Und um die Glaskugeln mit ihrem Mut aufzuladen zu können geht es mittels Mutproben erst einmal hoch hinaus.

Dann wieder wird es schwarzdunkel und richtiggruselig. Bald schon sind ihrer beiden Murmeln randvoll mit Mut. Nun kann die Einschulung kommen. Oder etwa nicht? Denn Mama hat ohne von deren Besonderheit zu wissen Linus Mutmurmeln zu den anderen normalen Glaskugeln ins Glas geräumt. Was nun?

Die Mutmurmeln sind eine ganz wunderbare Idee Kindern die Ängste vor dem Schulangang zu nehmen. Die Geschichte wird in leuchtenden Farben geschildert, sie liest sich leicht, ist warmherzig und wunderbar einfühlsam. Aber auch die Illustrationen gefielen uns sehr. Sie wirken harmonisch und einladend und geben die Handlung sehr schön wieder. Für mich ist klar: dieses Buch ist das perfekte Geschenk für Kinder, die den Schulstart mit gemischten Gefühlen entgegen sehen. Es nimmt ihnen die Ängste und bietet eine Idee, die auch selbst leicht umzusetzen ist. Toll!

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Und Geschichte wird lebendig

Kidstory von Tamar Weiss Gabbay


„Wie hat man früher gelebt? Worüber haben Mädchen und Jungen nachgedacht? Woran haben sie geglaubt? Womit haben sie gespielt? Wovon geträumt?
Worin war ihr Leben deinem ähnlich, und worin unterschied es sich? Was war zu ihrer Zeit besser, was schlechter? Und was fühlte ein Junge zur Zeit der Pest? Womit spielten Mädchen im alten Rom? Was malten Kinder in der Vorzeit, die in Höllen lebten? Gingen die Kinder gern in die erste Schule der Welt? Und wer waren die ersten Kinder in der Geschichte, die Unterhosen unter ihrer Kleidung trugen?“
Diese Fragen stammen aus dem Vorwort des Buches.

Spannend, nicht wahr? Von den Anfängen der Menschheit bis heute werden in diesem Buch Geschichten von Kindern erzählt, wie sie sich hätten zugetragen haben könnten und geben einen einzigartigen Einblick in die Geschichte. Durch den Blickwinkel auf die Kinder dieser Zeiten wird die Geschichte für die heutigen Kinder lebendig, fass- und erfassbar. Sie können sich mit diesen jungen Menschen sehr gut identifizieren und erfahren Interessantes aus Zeiten, die sie selbst nie erlebt haben. Besonders ist aber auch, dass die Zeit ab der Großeltern nicht in Erzählungen präsentierz werden, sondern durch Fragen individuell beantwortet werden können. So kommen Kindern mit Großeltern und Eltern ins Gespräch, erhalten sehr persönliche Informationen und Anekdoten aus dieser Zeit und deren Leben. Kinder erleben sich und ihre nahen Angehörigen dadurch als Teil dieser großartigen Geschichte und tragen letztendlich auch selbst ein Stück dazu bei.

Ein großartiges Konzept, welches hervorragend umgesetzt wurde. Die Geschichten stellen die Kinder der jeweiligen Zeit vor. Eine Legende am Rand gibt Zeit und Wohnort an, bunte Illustrationen unterstützen die kindliche Vorstellungskraft und eine Info-Seite zur jeweiligen Zeit zeigt auf, was sonst noch in diesem Zeitraum geschah. Richtig toll, sehr interessant und etwas, was nachhaltig in Erinnerung bleibt. Geschichte wird hiermit tatsächlich erlebbar und sehr lebendig!

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Wunderschön

Das Licht in den Birken von Romy Fölck

Thea, enttäuscht von der Liebe zog es einst nach Portugal, wo sie nach anfänglichen Schwierigkeiten ihr Glück im Kleinen gefunden hatte. Doch nun möchte sie zurück. Zurück in die Heimat. Und landet mit ihren zwei Ziegen bei Benno, einem hoch verschuldetet Gnadenhofbesitzer. Auch er hat schon seine Erfahrungen mit dem Leben gemacht und scheut die Menschen.

Tiere sind ihm lieber. Doch seine Not zwingt ihn dazu Thea bei sich aufzunehmen und mit ihr neue Menschen in sein Leben zu lassen. Allen voran die junge Juli, die verletzt ihre Wanderreise für eine Zeit bei ihnen auf dem Hof unterbrechen musste. Gemeinsam schaffen es die Frauen Benno aus selber Lethargie zu reißen um sich gemeinsam mit ihm an die Rettung des Hofes zu machen.

Mir gefiel die Tiefgründigkeit dieses Romans, wie die Geschichten der Drei Hauptpersonen in die Handlung hinein gewoben wurden und die gefühlsbetonte und leise Erzählweise sehr, sehr gut. Mit Theas und Bennos Lebenserfahrung unterscheidet sich dieses Buch dabei deutlich von anderen. Es wirkt dadurch sehr nahbar und echt. Und Juli als junger Gegenpart ergänzt diese Vielschichtigkeit zudem hervorragend um eine jugendliche Sichtweise. Gemeinsam mit dieser wunderschönen Atmosphäre ländlichen Glücks wurde dieses Buch rasch zu einem meiner Highlights.

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Düster

Das Baumhaus von Vera Buck

Hendrik, Nora und ihr Sohn Fynn verbringen ihren Urlaub in einer einsam gelegenen Hütte Schwedens, welche einst Hendriks Großvater gehörte. Doch die anfänglich so beeindruckende „Bullerbü“-Atmosphäre hält nicht lange an. Alte Erinnerungen kommen hoch und neue, schreckliche noch dazu. Und inmitten eines Gewirrs aus Lügen und Geheimnissen verschwindet Fynn.

Obwohl mir die unterschiedlichen Erzählstränge, die dunkle Atmosphäre und die Thematik dieses Hörbuches zu Anfang sehr gut gefielen, haderte ich mit der Zeit mehr und mehr mit der Person Hendriks. Sein Agieren und seine Denkweise wirkten zunehmen fremd auf mich. Ich war mir seiner nicht mehr sicher, was wohl vom Autor durchaus gewollt zu sein schien. Doch verlor ich selbst dadurch leider den Zugang zu Hendrik als Person und damit einhergehend mein Vertrauen in die Glaubwürdigkeit der Handlung. Besonders zum Ende hin. Schade.

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Einfach beeindruckend

Windstärke 17 von Caroline Wahl

Dieses Buch ist der Nachfolgeroman zu 22 Bahnen, spielt etwas zeitversetzt und schildert die Ereignisse aus der Sicht von Tildas kleiner Schwester Ida, zwischenzeitlich 20 und frisch verwaist. Die Mutter ist ihrer Alkoholsucht erlegen und Ida kämpft mit den verschiedensten aufkeimenden Gefühlen, mit Verlust, Trauer und mit Vorwürfen und auch jeder Menge Wut.

Entsprechend in sich zurückgezogen wirkt sie und agiert auch anderen gegenüber abweisend.
Diesen Roman habe ich, anders als das erste Buch der Autorin, als Hörbuch gehört, was sich als großer Glücksfall herausstellte. Plötzlich wurde der, mir in 22 Bahnen noch recht anstrengend erscheinende Schreibstil, lebendig und sehr greifbar. Nun konnte ich in der Geschichte völlig aufgehen, miterleben und mitfühlen. Idas Charakter, geformt durch ihre Erfahrungen war für mich völlig nachvollziehbar. Ihrer Geschichte zu lauschen war beeindruckend und aufwühlend.
Mit dieser Erfahrung wage ich mich nun auch noch einmal neu an Band eins. Danke.

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Und doch auch Täterin

Wir waren nur Mädchen von Buzzy Jackson

Ich habe Hannie Schafts Geschichte als Hörbuch gehört. Hannie gab es wirklich, doch inwieweit deren hier abgebildetes Leben biografisch zu sehen ist, ist mir trotz des erklärenden Anhangs nicht ganz klar. Das Buch wirkt in Sprach- und Erzählweise recht modern, wodurch ich Probleme hatte mich gedanklich in die damalige Zeit und in die Person Hannie hinein zu versetzten.

Die Stimme der Sprecherin, welche ich eher mit Romanen des YA Genres in Verbindung bringe, tat hier ihr Übriges.
Zu Anfang befasst sich die Handlung mit der Veranschaulichung der sich ändernden Situation der Niederlande und Hannies aufkeimende Freundschaft mit Sonja und Philine bis mit Eintritt in den Widerstand sich auch der Spannungsbogen merklich ändert. Wobei mir jedoch mehr und mehr widerstrebte wie die vom Widerstand begangenen Tötungen toleriert und in gewisser Weise glorifiziert wurden. Mord ist und bleibt nunmal Mord. Ganz unabhängig vom politischen Hintergrund. Das mag zur heutiger Zeit sicher leichter gesagt sein, doch die im Nachwort erwähnte Menschlichkeit der real existierenden Hannie, konnte ich im Roman stellenweise nur wenig erkennen. Möglicherweise war dies aber auch ein Schutzmechanismus um sich der negativen Seite seiner Taten nicht stellen zu müssen. Für mich jedoch wirkte es im Hörbuchformat teilweise auch recht distanziert.

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