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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von nishi93:

Fjords und Drama

Northern-Hearts-Reihe, Band 1 - Somebody to Love. von Rebekka Weiler

Somebody to love ist ein Liebesroman mit Setting in Norwegen. Freyas Freund verstirbt unter tragischen Umständen und 9 Monate später versucht sie mit seinem Bruder Emil, die Umstände aufzuklären und dabei kommen sie sich näher.

Das Setting in Norwegen spielt lange nur eine kleine Rolle und das auf dem Klappentext erwähnte Feeling will bei mir nicht so recht aufkommen.

Auch die Romanze kann ich lange so gar nicht nachvollziehen.

Ganz stark haben wir ein "forbidden love" Thema, das aber ebenfalls nicht so richtig authentisch ist, weil alles leider sehr konstruiert auf mich wirkt. Es sind nur konservative Einflüsse von außen und Protagonisten, die sich davon verunsichern lassen.

Jegliche Eltern nerven in diesem Buch, obwohl die Protas schon weit über die Volljährigkeit hinaus sind. Freya ist ziemlich ich-bezogen, während Emil einfach nur toll ist. Er ist für mich das Highlight des Buchs, bekommt aber leider von Freya nicht so arg viel zurück. Im Gegenteil, am Ende lauert noch eine Spannungsspitze, die ebenfalls leider für mich nicht "echt" wirkt, weil ein Konflikt wiederbelebt wird, den die beiden eigentlich in der Mitte des Buchs schon ausführlich besprochen haben...

Für mich persönlich daher leider kein Highlight und Band 2 wird bei mir wohl nicht einziehen.

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Luft nach oben

Trial of the Sun Queen von Nisha J. Tuli

Trial of the Sun Queen fängt extrem stark an. Man wird in die Geschichte hinein gesogen, leidet direkt mit Protagonistin Lor mit.
Nachdem sie an den Hof des Sonnenkönigs kommt, lässt das ganze qualitativ leider etwas nach.
Lor ist zwar tough, das äußert sich aber vor allem darin, dass sie ständig Männer beleidigt (ob gerechtfertigt oder nicht sei mal dahin gestellt).

Andererseits lässt sie sich vom. König ziemlich einlullen und auch wenn Momente des Zweifels da sind, sind die so kurz, dass es nicht glaubwürdig wirkt.
Die Perspektive des Auroraprinzen ist da spannender, kommt allerdings recht kurz. Es wird sehr schnell klar, worauf die Geschichte hinauslaufen wird.
Der Twist im letzten Fünftel des Buchs war zwar ebenfalls vorhersehbar, allerdings hatte ich das Gefühl, dass auch unsere Protagonistin erst später davon erfahren hat, obwohl sie das länger wissen sollte als der Leser.

Es wirkt alles in allem ein wenig unausgegoren. Nichtsdestotrotz war es sehr spannend und mitreißend, der Schreibstil ist super flüssig und die Seiten fliegen nur so dahin. Ich freue mich auf die nächsten Bücher und hoffe, dass diese noch ein wenig an Raffinesse zulegen.

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Pageturner mit Schwächen

Star Bringer von Tracy Wolff; Nina Croft

In Starbringer geht der Leser auf eine Reise mit Charakteren, die kaum unterschiedlicher sein könnten.

Prinzessin Kalinda, mit wenig Ahnung vom echten Leben. Die harten Söldner Ian und Max, Priesterin Rain mit Bodyguard, die ehemalige Gefangene Beckett und Schrauber Gage. Die Konstellation ist super spannend gewählt und die Charaktere sind alle interessant.

Leider bekommen wir nicht alle Perspektiven.

Die Geschichte selbst fand ich wirklich super spannend und ich konnte mich kaum von den Seiten los machen. Intrigen, Lügen, Machtspiele, Geheimnisse, alles da. Es macht Spaß, mitzurätseln, wie sich der eine oder andere Sachverhalt auflösen könnte.

Leider war mir die Protagonistin Kali über weite Strecken nicht so sympathisch und teilweise recht nervig. Zudem hatte ich bei manchen Aspekten Probleme mit der Logik (ein Beispiel: es wird mehrfach beschrieben, wie wenig Alltags-Skills sie hat, sie weiß nicht mal wie man Kleider kauft, kann dann aber problemlos in der Kombüse werkeln). Außerdem scheinen die meisten Charaktere Dauer-horny zu sein, was den Fluss der Geschichte manchmal auch stört. Zum Glück halten sich die spicy Szenen noch in Grenzen und starten auch recht spät - sonst hätte mich das ganze echt genervt.



Alles in allem ein wirklich gelungenes Buch und die 750 Seiten flogen nur so dahin. Freue mich auf Teil 2!

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Unklare Message

Hab ich noch Hoffnung, oder muss ich mir welche machen? von Till Raether

Hoffnung, ein großes Thema in solch krisenschweren Zeiten. Ein Buch, das eigentlich auch bei mir einen Nerv treffen sollte, aber für mich persönlich ist die Message einfach unklar.

Die ersten Kapitel beschäftigen sich noch mit Theorie zum Thema Hoffnung und waren sehr interessant und auch das, was ich von diesem Buch erwartet hatte.

Ab der zweiten Hälfte wirkt es auf mich, als sei der Schreibstoff schon ausgegangen. Merkwürdig oft wird sich auf eine Dichterin bezogen, die den Autor besonders fasziniert, es werden Gedichte und Liedzeilen zitiert, auch mal schlecht übersetzt und generell wirkte die zweite Hälfte des Buchs eher wie eine Ode an Lyrik als ein Buch über Hoffnung. Da hat mich das Buch einfach verloren.
Bei nur knapp über 120 Seiten und einem stolzen Preis von 16 € hatte ich ehrlich mehr erwartet und bin daher etwas enttäuscht. Vielleicht bin ich aber auch einfach nicht die Zielgruppe.

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Epos in the making

Threads of Power von V. E. Schwab

Threads of Power spielt in einem Universum, in dem VE Schwab bereits eine Trilogie angesiedelt hat (Weltenwandler Trilogie). Diese habe ich nicht gelesen und entsprechende Startschwierigkeiten hatte ich hier leider.

Es gibt hier vier Parallelwelten, in denen unterschiedlich viel Magie vorhanden ist - schwarz, weiß, grau und rot.

Leider habe ich mir auch nach 730 Seiten nicht merken können, welche Welt welche war. Hier hätte ich mir am Anfang des Buchs ein paar Zeilen gewünscht, die den Leser abholen. Auch ein Personenverzeichnis wäre praktisch gewesen.

Die Personen werden in Threads of Power zwar noch mal eingeführt, jedoch gibt es wirklich viele, so dass auch da der Überblick schwer fällt.

Generell passiert hier sehr viel, was das Fundament der Geschichte angeht, aber dafür sorgt, dass die erste Hälfte des Buchs wirklich wenig passiert und erst die letzten 150-200 Seiten wirklich spannend sind. Da braucht man schon ein gewisses Durchhaltevermögen. Vielleicht hätte auch hier geholfen, die Charaktere vorher zu kennen, sodass auch kleine Nebenhandlungen interessanter wären.

Da das Ende aber wirklich sehr spannend war, vergebe ich dennoch 4 Sterne und freue mich auf die Fortsetzung.

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Dystopie in pflanzlich

Solartopia – Am Anfang der Welt von Victoria Hume

Nova lebt mit ihrem besten Freund alleine in den oberen Stockwerken eines Hochhauses. Die unteren Ebenen werden von Smog vergiftet, der eines Tages so weit rauf steigt, dass er ihre Pflanzen vergiftet. Nova hat dabei einen ganz besonderen Draht zu den Pflanzen und bald machen sie sich auf den Weg, ein Heilmittel gegen den Smog zu finden.

Eine dystopische Welt, in der die Menschheit sich selbst quasi abgeschafft hat und nur noch eine große Stadt übrig geblieben ist.



Das Setting mit einem Hauch Fantasy gefällt mir super gut. Es ist ein Jugendbuch und lässt sich entsprechend leicht lesen. Novas Unkenntnis der Welt außerhalb ihres Hochhauses ist sehr gut in die Geschichte eingeflochten worden und so können auch Begriffe erklärt werden, die einem vielleicht nicht so geläufig sind.

Im letzten Drittel des Buchs gibt es noch einen kleinen Plottwist, der mir ebenfalls sehr gefallen hat.

Am Ende des Buchs gibt es dann noch einen Ausblick auf Teil 2, der im Frühjahr 2024 erscheinen soll. Ich bin gespannt, ob er das Niveau halten kann!

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History meets Fantasy

Die Schwarze Königin I von Markus Heitz

Die schwarze Königin ist mein erstes Buch von Markus Heitz und hat mich sehr schnell in seinen Bann gezogen.
Das Cover ist toll gestaltet und veredelt und macht einen gleich neugierig auf die Geschichte.

Historische Personen und Gegebenheiten, verwoben mit Legenden und Mythen. Das funktioniert in diesem Buch wirklich außerordentlich gut.

Der Einstieg braucht ein wenig, die zwei Perspektiven erschweren dies noch, aber wenn man ein mal den Überblick hat, wird man von der Geschichte nicht mehr los gelassen.

Es hat zwischendurch seine Längen, manche Handlungsstränge wirken im Nachhinein auch irrelevant oder überflüssig und es fehlt mir immer wieder Emotion - dennoch ein spannendes Crossover-Werk aus osteuropäischer Geschichte und moderner Fantasy. Etwas schade ist nur, dass das Ende bewusst sehr offen gehalten ist, um sich eine Fortsetzung warm zu halten.

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Herzensbuch

Die Butterbrotbriefe von Carsten Sebastian Henn

Carsten Henn hat mit dem Buchspazierer eines meiner absoluten Lieblingsbücher geschrieben. Als dann der Geschichtenbäcker raus kam, war ich leider enttäuscht, da mich dieses Buch bei weitem nicht so berührt hat. Also schaute ich voller Hoffnung auf die Butterbrotbriefe und wurde nicht enttäuscht.

Kati ist mit ihrem Leben nicht mehr glücklich. Nach dem Tod ihrer Mutter findet sie mehr und mehr Dinge raus, die ihr die Vergangenheit unnötig schwer gemacht hatten und so schreibt sie Briefe, um alles zu verarbeiten. Im ersten Moment erscheint das unnötig nachtragend, sehr schnell fühlt man sich aber in Kati ein und merkt, wie heilsam das für sie ist.

In diesem Roman werden viele viele spannende Charaktere gezeichnet und man fühlt sich sofort in der namenlosen Stadt heimisch.

Wer möchte nicht auch im Arktismuseum einen Tag verbringen und Harald den Elch oder Bettina das Rentier streicheln?

Auch die Geschichte von dem Obdachlosen Severin und seinem Einfluss auf Kati ist einfach herzig.

Ein Buch für die Seele.

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Guter Auftakt

KRYO - Die Verheißung von Petra Ivanov

KRYO - Die Verheißung.

Das Cover ist recht schmucklos und man könnte meinen, dass nicht viel dahinter steckt, doch dem ist definitiv nicht so!

Diverse Handlungsstränge an verschiedenen Orten werden eingeführt (hier ein danke an das Personenverzeichnis!) und als Leser rätselt man von Anfang an, wie sich alles fügen wird.

Das gelingt am Ende sehr gut, und für einen Mehrfachband ist es sogar recht weit abgeschlossen. Eine nette Abwechslung zu den typischen Cliffhangern, die man heutzutage meistens bei Büchern in einer Reihe hat.

Einzig die Teile, in denen Feinheiten der russischen Sprache mit eingebunden werden, habe ich leider nicht 100% nachvollziehen können, da es nicht ausreichend erklärt wurde.
Und mir ist ehrlicherweise nicht ganz klar, was hier in zwei weiteren Büchern noch passieren soll.

Insgesamt ein spannender Thriller zu einem heftigen Thema.

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Fiebertraum

Treacle Walker von Alan Garner

Nach der Leseprobe von Treacle Walker hatte ich schon einen etwas merkwürdigen ersten Eindruck, wollte mich aber dennoch sehr gerne auf den Schreibstil und die Geschichte einlassen.

Leider muss ich sagen, wirkte die ganze Geschichte für mich wie ein Fiebertraum. Die Dialoge wirken teilweise komplett Banane (ob das an der Übersetzung liegt?), die Charaktere lassen sich für mich nicht einordnen und ich verstehe irgendwie nicht, was ich da gerade gelesen habe?

Da in der Geschichte immer wieder ein Comic erwähnt wird, konnte ich die Handlung auf die frühen 70er in Großbritannien einordnen.

Ansonsten? Unser Charakter Joe wirkt wie ein Junge oder Teenager, wohnt aber anscheinend alleine (?), dann gibt es zwei mystische Figuren, den Heiler Treacle Walker und den Mann im Sumpf Thin Amren.

Ich fühle mich wirklich etwas hilflos - geht es hier um eine britische Legende, die ich nicht kenne? Ist in der Übersetzung so viel verloren gegangen?

Für mich ergibt hier leider nichts Sinn.

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