Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Liliane Schemeth:
Prinzessin über Nacht
Tokyo ever after - Prinzessin auf Probe von Emiko Jean
In Tokyo Ever After begleiten wir Izumi, die mit ihrer Mutter ein ganz normales Leben in den USA führt. Ihren Vater kennt sie nicht. Durch einen Zufall entdeckt sie eine Widmung in einem Buch ihrer Mutter. Zusammen mit ihren Freundinnen macht sie sich auf die Suche nach ihrem Vater und findet ihn tatsächlich kurze Zeit später.
Ihr Vater ist Kronprinz von Japan.
Der Schreibstil von Emiko Jean hat mir sehr gut gefallen und ich bin sehr gut und schnell durch dieses Buch gekommen. Japan finde ich ein sehr interessantes Land und habe mich so gefreut, dass man auch sehr viel von der Kultur, Geschichte und Traditionen erfährt. Das hat mir Japan noch ein Stück näher gebracht und ich würde unheimlich gerne dieses Land mit eigenen Augen sehen.
Für Izumi ist die Umstellung sehr groß und nicht einfach. Sie nimmt jedes Fettnäpfchen mit und wird dafür öffentlich kritisiert. Etwas schade, dass die Menschen ihr dort keine Chance geben sich zurechtzufinden und etwas Geduld mit ihr haben. Dennoch gibt Izumi nicht auf und das habe ich sehr an ihr bewundert.Sie kämpft schon ihr Leben lang um Akzeptanz denn mit ihren japanischen Wurzeln war sie in den USA immer ein Außenseiter. In Japan wird sie als zu amerikanisch betitelt. Das stelle ich mir sehr schwer vor.
Die Liebesgeschichte hat mir sehr gut gefallen. Sie hat nicht zu viel Raum eingenommen, sodass viele wichtige Themen ordentlich behandelt werden konnten, dennoch war sie immer präsent und spürbar. Das hat mir sehr gut gefallen.
Märchenhaft und magisch
Fairy Tale Camp 1: Das märchenhafte Internat von Corinna Wieja
Marie stammt aus einem bekannten Märchen ab und hat daher magische Fähigkeiten. Doch davon weiß sie nichts. Bis sie eine Einladung ins Fairy Tale Camp erhält, in dem Nachfahren von Märchen lernen mit ihrer Magie umzugehen. Dort erfährt sie auch mehr über ihre verschwundene Mutter, die Marie nie kennenlernen konnte.
Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen und ich finde die Idee der Märchen und den Fähigkeiten einfach klasse und innovativ. Habe ich so bisher noch nicht gelesen. Es ist witzig und die Charaktere schließt man schnell ins Herz.
Der Schreibstil ist kindgerecht und flüssig zu lesen. Dazu kommen die vielen detaillierten Beschreibungen, die es einem einfach machen in die Welt einzutauchen und sich alles auch bildlich vorstellen zu können.
Der Auftakt dieser neuen Reihe endet ohne fiesen Cliffhanger aber mit vielen Fragen. Daher freue ich mich schon auf den zweiten Band und hoffe, dass Marie noch mehr Hinweise zum Aufenthalt ihrer Mutter bekommt.
Süße Geschichte in Tagebuchform
Pfeffer & Minze – Zusammen sind wir unschlagbar! (Pfeffer & Minze 1) von Sarah Welk
Auch wenn Pfeffer und Minze unterschiedlicher nicht sein können, so sind sie doch unzertrennlich. Am liebsten schmieden sie ihre Pläne in Rosis Imbiss bei einer leckeren Currywurst mit Pommes. Doch die Imbissbude steht kurz vor der Schließung, da Geld fehlt. Pfeffer und Minze sind wild entschlossen Rosie zu helfen und das fehlende Geld aufzutreiben.
Die Geschichte ist auch Sicht von Minze geschrieben und das in Tagebuchform. Das hat mir gut gefallen und daher ist die Sprache auch sehr alltäglich und kindgerecht. Für die Zielgruppe also ein super Buch mit Spannungsfaktor.
Pfeffer und Minze sind kluge Köpfe und schrecken vor nichts zurück. Sie sind ein unschlagbares Team und haben schon viele Ideen wie sie Rosie helfen können. Doch dann gibt es Menschen, die den beiden übel mitspielen und schwupps werden die zwei Freundinnen zu Detektiven und lösen ihren ersten Fall.
Super süße Geschichte mit leichtem Spannungsfaktor, der zum mitraten animiert. Die Tagebuchform ist sehr interessant, empfand ich aber manchmal als etwas anstrengend. Trotzdem ein empfehlenswertes Buch.
StoryWorld - Ein fantastisches Abenteuer
StoryWorld (Band 1) - Amulett der Tausend Wasser von Sabrina J. Kirschner
Das Cover hat mich gleich neugierig auf dieses Buch gemacht und ist ein echter Hingucker. Die Details sind einfach wunderschön und passen hervorragend zur Geschichte. Auch die Illustrationen im Buch, sind absolut gelungen und lassen die Geschichte noch lebendiger wirken. Auch die "Karte" vorne im Buch finde ich sehr ansprechend.
Der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Es lässt sich sehr locker und flüssig lesen. Für die Zielgruppe also passend. Ich mochte den Weltenaufbau sehr gerne und es war von vornherein sehr spannend geschrieben.
Chloe und Sascha könnten unterschiedlicher nicht sein und gewinnen beide eine Reise nach Storyworld. Dort erleben sie zusammen ein Abenteuer, welches sie sich selbst aussuchen dürfen. Dafür müssen sie aber zusammen arbeiten. Ob sie wollen oder nicht. Und dann ist da auch noch der geheimnisvolle Henry mit seinem unheimlichen Falken der die beiden in ihrem Abenteuer begleitet.
Die beiden Protagonistinnen lernen miteinander zu arbeiten und einander zu vertrauen. Zusammen mit ihren Tieren gelingt es ihnen auch recht gut und zusammen kämpfen sie ums Überleben.
Das Buch endet genauso interesseweckend wie es angefangen hat. Ich bin sehr gespannt auf die Fortsetzung und freue mich schon sehr darauf.
Fazit
StoryWorld - Ein Freizeitpark der etwas anderen Art verspricht ein einmaliges Abenteuer und das bekommt man hier definitiv. Es ist spannend und die Welt dort ist magisch, mysteriös und wundervoll beschrieben.
Schönes Jugendbuch
Yadriel und Julian. Cemetery Boys von Aiden Thomas
Yadriel hat es in seiner Familie nicht leicht als der akzeptiert zu werden, der er ist. Nachdem ein Mitglied der Gemeinschaft verschwunden ist sieht er seine große Chance und führt mit Maritza ein Brujo-Ritual durch. Dabei beschwört er einen Geist. Doch nicht den des Angehörigen, sondern den Geist von Julian.
Einem Mitschüler, der ebenfalls spurlos verschwunden ist. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche um herauszufinden was vor sich geht.
Das Cover hat mir im ersten Moment nicht sehr zugesagt allerdings passt es sehr gut zum Inhalt der Geschichte.
Mit dem Schreibstil hatte ich am Anfang so meine Schwierigkeiten. Es hat etwas gedauert bis ich damit klarkam. Besonders aufgehalten haben mich die vielen spanischen Begriffe die auch nicht erklärt wurden. So musste ich das ein oder andere doch nachschlagen um zu verstehen, was gerade gesagt wurde. Das war etwas schade. Hier hätte ich mir ein Glossar, eine Fußnote oder Sonstiges gewünscht, dass diese Begriffe übersetzt.
Yadriel habe ich sofort ins Herz geschlossen. Er ist immer für seine Familie da auch wenn diese ihn noch nicht ganz als den Jungen erkennen, der er ist. Er ist ein spannender und großartiger Charakter. Ich konnte sehr gut mit ihm mitfühlen. Julian hat das Herz am rechten Fleck. Er tut alles für seine Familie und stellt ihr Wohlergehen über sein Eigenes. Auch ihn habe ich schnell ins Herz geschlossen. Besonders schön zu sehen, ist die Entwicklung ihrer Beziehung. Aber auch die Nebencharaktere sind gut ausgearbeitet und haben mir gefallen.
Stellenweise war die Geschichte etwas langatmig und die Suche nach Miguel hat sich zwischenzeitig etwas verloren. Erst zum Ende hin wurde all das aufgelöst. Da gab es dann auch ordentlich Spanung. jedoch hätte ich mir zwischendrin etwas mehr Spannung gewünscht. Die Richung in die es zum Ende hin geht war schon früh vorhersehbar.
Insgesamt hat mir das Jugendbuch sehr gut gefallen und ich finde das Thema sehr wichtig. Es wurde gut und interessant umgesetzt. Besondes der Totenkult der Brujx, die eine große Rolle spielt, war super interessant und habe ich so auch noch nicht gelesen.
Jahreshighlight - emotionale Geschichte mit einer Portion Krimi
Westwell - Heavy & Light von Lena Kiefer
Die New Yorker High Society, zwei verfeindete Familien und eine zum Scheitern verurteilte Liebe. Das kann doch nur gut werden. Für mich war es das erste Buch von Lena Kiefer und ich muss sagen, ich bin richtig begeistert.
Die Begeisterung fängt schon beim Cover an. Es ist schlicht aber wunderschön.
Ich mag die Farben und auch die unauffälligeren Verschnörkelungen in den Ecken des Buches. Es hat etwas Elegantes und passt sehr gut zur Geschichte die in der New Yorker High Society spielt und die hellen und die dunklen Seiten dieser Welt darstellt.
Die Geschichte von Jess und Helena hat mich von der ersten Seite in ihren bann gezogen und so schnell auch nicht wieder losgelassen. Ich mochte das Setting in New York sehr gerne und war fasziniert von den Beschreibungen und dem Trubel der Großstadt. Ich hatte beim Lesen richtige Gossip Girl Vibes und das hat mir unheimlich gut gefallen.
Der Schreibstil von Lena Kiefer hat mir sehr gut gefallen. Einmal reingelesen, konnte ich das Buch nicht mehr zur Seite legen. Es hat sich so locker und leicht lesen lassen, hat mich in seinen Bann gezogen und mich mit den Charakteren mitfiebern lassen. Außerdem hat sie es geschafft die Spannung immer aufrecht zu erhalten auch wenn es nicht um den Tod von Adam und Valerie ging. Es war eine Achterbahnfahrt der Gefühle und ich konnte in die Welt von Helena und Jess abtauchen.
Helena ist eine starke Persönlichkeit und ich bewundere ihren Mut den Ruf ihrer toten Schwester wiederherstellen zu wollen auch wenn sie möglicherweise Dinge erfährt, die das Bild ihrer Schwester verändern könnten. Die Beziehung der beiden Schwestern hat mir sehr gut gefallen auch wenn wir sie nur aus Erinnerungen heraus erfahren haben. Ich habe sehr viel mit ihre mitgelitten, da ich ihren Schmerz sehr gut nachvollziehen konnte. Dass sie keine Familie hat der sie ihre Trauer und ihren Schmerz zeigen kann und mit der sie zusammen trauern kann war schon sehr hart. Sie hat sich aber tapfer geschlagen und dafür bewundere ich sie sehr. Ich wäre vermutlich schon nach kurzer Zeit wieder nach England „verbannt“ worden.
Jess ist mir auch total ans Herz gewachsen. Er ist auf dem Boden geblieben und hat nicht viel mit der High Society zu tun auch wenn er seine Mutter gelegentlich auf Veranstaltungen begleitet. Wie er sich für Eli, seinen kleinen Bruder, einsetzt ist fantastisch. Aber auch seinen Verlust konnte ich gut nachvollziehen und habe auch mit ihm mitgelitten.
Fazit
Dieses Buch ist für mich zu einem Highlight geworden und damit habe ich absolut nicht gerechnet. Ich mochte die Spannung zwischen den Charakteren, die starken Emotionen und generell die ganze Achterbahnfahrt der Gefühle. Obwohl der Cliffhanger gar nicht so schlimm ist wie in anderen Büchern bin ich dennoch super gespannt wie es weiter geht und hätte am liebsten jetzt sofort Band 2 in meinen Händen.
Nicht meine Geschichte
Falling in love was not the plan von Michelle Quach
Eliza möchte Chefredakteurin im Bugle werden und ist sich so sicher, dass sie diesen Posten auch erhält. Doch dann taucht Len auf. Er möchte den Posten ebenfalls bekommen und somit kommt es zur Wahl des Chefredakteurs.
Len gewinnt die Wahl aber das akzeptiert Eliza nicht und lässt ihrer Wut und Enttäuschung freien Lauf indem sie all ihre Gefühle und Gedanken niederschreibt.
Obwohl es nicht in ihrem Sinne war wird genau dieser Text im Bugle veröffentlicht und löst eine Bewegung in der gesamten Schule aus.
Ich finde es sehr gut, dass Jugendbücher solche Themen behandeln allerdings finde ich es nicht gut welchen Auslöser dieses Buch an den Tag legt. Nur weil Eliza nicht gewählt wurde wirft sie allen vor, Len hätte nur dank seines Geschlechts gewonnen. Vermutlich hätte ich ebenfalls Len gewählt, da er schon sehr viel sympathischer war als Eliza. Wäre der Auslöser der gangen Bewegung ein anderer gewesen, hätte das Buch mich vielleicht mehr begeistern können aber so hat es mich leider sehr gestört.
Die Geschichte hat sich sehr gezogen und ich habe schnell das Interesse an der ganzen Sache verloren. Ich hatte ncicht viel Spaß beim Lesen und habe sogar ein paar Passagen überflogen. Mit den Protagonisten wurde ich einfach nicht warm und letztendlich waren sie mir einfach nicht mehr wichtig.
War okay
I Kissed Shara Wheeler von Casey McQuiston
Shara Weeler hat ihr Verschwinden selbst inszeniert und eine Schnitzeljagd für ihren Freund, ihren Nachbarn und ihrer Rivalin hinterlassen. Zu dritt versuchen sie die Rätsel zu lösen und herauszufinden weshalb Shara all das geplant hat.
Die Charaktere waren sehr interessant und ich mochte Chloe sehr gerne auch wenn ihre Besessenheit von Shara manchmal sehr anstrengend war.
Auch Smith und Rory mochte ich recht gerne aber zu Shara konnte ich einfach keine Verbindung aufbauen. Vermutlich, weil sie meist nur durch Erzählungen genannt wurde und lange keinen eigenen Auftritt hatte. Ich konnte manchmal nicht ganz nachvollziehen, wie Chloe auf die Lösungen kam. Die Auflösung ihres Verschwindens hat mir nicht wirklich gefallen, es war einfach übertrieben. Der Zusammenhalt der Freunde dagegen hat mir wieder sehr gut gefallen.
Charmant und unterhaltsam
Wie man sich einen Lord angelt von Sophie Irwin
Kitty Talbot reist mit ihrer jüngeren Schwester nach London um dort einen reichen Heiratskandidaten zu finden um die Schulden ihrer Familie begleichen zu können. Sie lernt Lord Archie kennen, der schon nach kurzer Zeit total vernarrt in Kitty ist. Doch sein Bruder James durchschaut Kittys Absichten und macht ihr ein Strich durch die Rechnung.
Obwohl ich sonst keine Bücher dieses Genre lese kam ich mit dem Schreibstil sehr gut zurecht. Er ist der Zeit angepasst und die Beschreibungen waren sehr ausführlich. Ich habe mich auch schnell in die Geschichte eingefunden und hatte richtige Bridgerton Vibes.
Die Charaktere mochte ich auch sehr gerne. Kitty ist eine starke, junge Frau, die sich nicht unterkriegen lässt und alles für ihre Familie macht, damit es allen gut geht. James ist zunächst unfreundlich und kalt aber mit der Zeit lernt man ihn und seine Vergangenheit besser kennen. Die Streitereien zwischen ihm und Kitty waren witzig und haben mir gut gefallen.
Mich konnte dieses Buch gut unterhalten und es hat Spaß gemacht Kitty auf ihrer „Jagd“ zu begleiten.
Leider nicht wie erwartet
A Song of Wraiths and Ruin. Die Spiele von Solstasia von Roseanne A. Brown
Das Buch hat mich nicht nur optisch neugierig gemacht auch der Klappentext klang sehr vielversprechend und nach einer ganz anderen Geschichte. Leider hat mich das Buch doch sehr enttäuscht.
Ich habe das Buch als Hörbuch angefangen aber schnell auf das Buch gewechselt, da ich die Sprecher einfach nicht hören konnte.
Es wurde einerseits total gelangweilt und emotionslos gesprochen und auf der anderen Seite viel zu gewollt.
Ich hatte so meiner Schwierigkeiten in das Buch und die Geschichte einzutauchen und mich in der Welt zurechtzufinden. Die erste Hälfte des Buches ist voll von Informationen und hat sich sehr gezogen. Erst als das Turnier losging und man Malik bei den Aufgaben begleiten konnte wurde es etwas spannender. Allerdings wurden die Aufgaben und somit das, was im Klappentext angepriesen wird, sehr schnell „abgearbeitet“. Die Story um das Turnier herum war gut und interessant aber an einigen Stellen etwas langatmig. Hier fehlte etwas Tempo um die Spannung aufrecht zu erhalten. Mit dem Worldbuilding hatte ich etwas Probleme, da einige Dinge einfach da waren und nicht näher erklärt werden woher diese kommen oder was man damit macht, wie es funktioniert.
Auch die Charaktere konnten mich absolut nicht catchen. Karina, die Prinzessin, verhält sich manchmal echt komisch und unpassend. Ja, sie will nicht regieren und hat sich dafür nicht interessiert, dennoch finde ich ihr Verhalten sehr unpassend. Malik fühlt sich verantwortlich für seine beiden Schwestern aber kann dieser Verantwortung nicht richtig gerecht werden. Er ist unsicher und stellenweise sehr ängstlich dennoch riskiert er sein Leben um das seiner Schwestern zu retten.
Die Liebesgeschichte konnte ich nicht greifen und hat mich auch nicht berührt. Ich konnte die Anziehung einfach nicht nachvollziehen, da die Protagonisten einfach kaum Zeit zu zweit verbringen.
Die Idee hinter der Geschichte ist gar nicht mal schlecht und auch die westafrikanisch angehauchte Welt finde ich spannend, da ich hier noch viel entdecken und lernen kann. Aber die Umsetzung hat mir nicht zugesagt. Den zweiten Band werde ich wahrscheinlich nicht kaufen, auch wenn es optisch wirklich sehr schön ist. Vielleicht höre ich es als Hörbuch.











