Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lerchie:
Fesselnde Lektüre
Das Geheimnis des Schneemanns von Nicholas Blake
Als an Heiligabend in Easterham Manor sonderbare Dinge vor sich gehen und zumindest die Katze Geister zu sehen scheint soll ergründet werden, was es damit auf sich hat. Doch dann geschieht ein Mord.
Privatdetektiv Nigel Strangeways mit seiner Frau Georgia nach eingeladen wird um das rätselhafte verhalten der Katze zu entschlüsseln wird ihm schnell klar, dass der Geist es nicht auf Katzen abgesehen hat sondern auf reale Menschen.
Ein Mitglied der Familie kommt zu Tode und weckt die Spürnase des Detektivs. Gibt es Geheimnisse in dem Gemäuer? Und was verbergen die Gäste der Restoricks?
Meine Meinung
Das Buch ist das erste das ich von diesem Autor gelesen habe und bedingt durch den unkomplizierten Schreibstil, der keine Unklarheiten im Text zulässt, konnte ich es auch ohne Störung des Leseflusses lesen. Am Anfang fragte ich mich, warum eine Katze sowas tut, wie in dem Buch beschrieben. Denn den Grund hatte ich nicht vermutet, da ich mit sowas – zum Glück – nie in Berührung gekommen bin. Nicht lange nach Nigels Eintreffen auf dem Anwesen wird eine tote Person gefunden: Selbstmord oder Mord? Und die Polizei beginnt zu ermitteln. Und Nigel St4angeways ermittelt mit. in die Geschichte bin ich gut hineingekommen und konnte mich auch in die Protagonisten gut hineinversetzen. Man liest von zwei Kindern, die zusehen, wie ein Schneemann schmilzt. Und dabei entdecken sie etwas, doch was? Das muss der geneigte Leser schon selbst lesen. Und bald wird keiner der im Haus während des Todes der Person anwesenden von Verdächtigungen ausgenommen. Doch das Ende, ja das muss eben der Leser auch selbst lesen. Ich muss allerdings noch sagen, dass ich den Mörder vermutet habe, allerdings nicht ganz so, wie passiert. Das Buch ist spannend und hat mich gefesselt, außerdem auch sehr gut unterhalten. Daher vergebe ich die volle Bewertungszahl.
Grandioser Abschluss
Das Schwarze Lied von Anthony Ryan
Dieses Buch ist der Abschluss der Rabenklinge Reihe, die sich um den Helden Vaelin al Sorna dreht. Ihn haben unzählige Fantasyleserinnen und Leser sympathisch gefunden. Doch auch hier ist Vaelin in großer Gefahr, denn der Kriegsherr ist wahnsinnig, aber auch vor ihm selbst droht diese ihm.
Die Stahlhorde hat das Königreich total verwüstet mit Feuer und Blutsturm.
Kehlbrand, Anführer und Warlord, sich selbst zum Gott ernannt, will nun auch die umliegenden Königreiche erobern. Wer soll ihn aufhalten? Nur Vaelin al Sorna könnte das tun. Doch dieser ist auf der Flucht. Seine Arme angeschlagen und fast aufgelöst. Dann gibt es da noch das Schwarze Lied, das sein eigenes Lied des Blutes ersetzen will. Doch es ist kein Segen sondern ein Fluch.
Meine Meinung
Ich hatte bei dem ersten Band der Dilogie einige Schwierigkeiten in die Geschichte reinzukommen, da ich das Buch Das Lied des Blutes etc. nicht gelesen hatte. Zwar gehört dies nicht direkt zu dieser Reihe, enthält aber Informationen, die mir fehlten. Ich kannte daher Vaelin al Sorna noch nicht. Auch bei dieser Fortsetzung fiel es mir zunächst nicht ganz leicht in die Geschichte einzutauchen. In diesem Buch geht es mit Obvars Bericht los. Obvar, der ein Bruder Kehlbrands war, der Dunkelklinge. Von diesem Bericht lesen wir zwischendurch immer mal wieder einen Teil aus Obvars Sicht. Das Buch liest sich gut, aber nicht ganz einfach. Man kann nicht es nicht einfach so mal schnell lesen, sondern braucht Zeit dazu, denn man muss es ja auch verstehen. Auch wenn Anthony Ryans Schreibstil nicht kompliziert ist, denn es ist durchaus gut zu lesen. Vaelin al Sorna hat immer wieder Mühe, sich nicht von dem Schwarzen Lied beherrschen zu lassen, das ihn zwingt, Dinge zu tun, die eigentlich nicht in seiner Art liegen. Doch es geht eben darum, dass die Dunkelklinge, also Kehlbrand, nicht die ganzen Länder beherrscht, denn das wäre übel für die Menschen dort, auch wenn viele, beherrscht von der Liebe Kehlbrands, das nicht so sehen. Und doch gibt es immer wieder Menschen in den Ländern, die Kehlbrand nicht einfangen kann. Was dort so alles passiert, und wie es letztendlich endet, das muss der geneigte Leser bitte selbst lesen. Mich hat das Buch letztendlich eingefangen. Ich fand es spannend, es hat mich gefesselt und sehr gut unterhalten. Auch wenn ich am Anfang etwas Schwierigkeiten hatte um reinzukommen, so war das doch nicht sehr lange und es gefiel mir eben so gut, dass ich es gerne weiterempfehle. Doch würde ich auch empfehlen, vorher die Rabenschatten-Trilogie zu lesen um sich mit al Sorna vertraut zu machen. Ich vergebe für dieses Buch die volle Bewertungszahl.
Wunderschöner Roman
Plätzchen gesucht, Liebe gefunden von Petra Schier
Frank kehrt nach einem langen Auslandsaufenthalt nach Hause zurück. Dort übernimmt er von seinem verstorbenen Opa die Pudelhündin Naila. Doch auf Ricarda freut er sich am meisten, denn schon seit Kindheitstagen ist er in das Mädchen unsterblich verliebt. Zwar hat er versucht, diese Gefühle zu vergessen, doch als er sie wiedersieht ist ihm klar, dass das nicht klappen wird.
Doch Frank weiß dass es nicht leicht werden wird. Ricarda davon zu überzeugen, dass, wenn aus Freundschaft Liebe wird, dies nicht das Ende einer Freundschaft sein muss.
Meine Meinung
Alle Jahr wieder kommt ein Weihnachtsroman mit Hund von Petra Schier. Und alle waren sie bisher super, genauso wie der vorliegende. In die Geschichte bin ich sofort eingetaucht. Die Protagonisten waren mir wieder allesamt sehr sympathisch (die meisten kenne ich ja auch schon länger. In diesem Roman geht es um das Pärchen Frank und Ricarda. Keiner der beiden traut sich, dem anderen zu gestehen, dass er in ihn verliebt ist, bis Ricarda…. Aber das soll der geneigte Leser selbst lesen. Ricarda hat dabei Angst um ihre Freundschaft, Angst dass diese daran zerbricht. Und dann ist da natürlich auch noch Santa Claus, der durch gewitztes Handeln die Sache ein wenig beschleunigt, wie er es ja immer tut. und natürlich Naila die süße Pudeldame, die bereit bei der ersten Begegnung mit Frank bzw. Ricarda in ihnen ihr Herrchen bzw. ihr Frauchen sieht. Was mich wie immer köstlich amüsiert hat, sind die Gedanken der besagtem Pudeldame, mal erfreut, mal empört, mal verzweifelt, aber immer sehr lustig. Daher ist dies ein mit viel Humor gespickter Liebesroman, den ich sehr gerne weiterempfehle, denn Lachen ist bekanntlich gesund. Und Lachen kann man beim Lesen dieses Buches wirklich genug. Von mir bekommt dieser wunderschöne Roman, verdienterweise, die volle Bewertungszahl.
Es war nicht meins
Der Schatten von Tulum von J. R. Bechtle
Mit Mitte fünfzig ist Jake Friedman bis zum Senior-Partner einer großen Investmentbank aufgestiegen. Er ist der Mann für Mexico. Bei einem wichtigen Termin in diesem Land es geht um ein Milliardenprojekt – wird er plötzlich entführt. Zunächst deutet alles darauf hin, dass die Entführung etwas mit diesem Besuch zu tun hat, denn der Mexikaner ist nicht so sauber wie es scheint, und das gefällt Jake nicht.
Doch das entsprechende Geschäft wird ohne ihn abgewickelt. Aber dann erhält er Hinweise, dass es andres Gründe für seine Entführung gab. Nämlich Ereignisse in seiner Vergangenheit. Vor dreißig Jahren war er schon einmal in Mexiko, als Student mit nicht allzu viel Geld. Und er kam bis nach Tulum. Dort hatte er eine folgenschwere Begegnung.
Meine Meinung
Wieder einmal ist dies das erste Buch des Autors das ich bisher gelesen habe. Doch es hat mich am Anfang sehr gelangweilt, weil es ewig dauerte, bis endlich mal was passierte. Dann wurde es etwas besser doch die Spannung wurde auch hier immer wieder von langatmigen Stellen unterbrochen. Der Hauptprotagonist der entführt wurde, wusste nicht warum, war zuerst der Meinung, sein Geschäftspartner habe das veranlasst, da er ihm sozusagen, ja, gedroht hatte. Doch je weiter es ging, des mehr wurde ihm klar, dass der Grund für die Entführung in seiner Vergangenheit lag. Auch wenn er es nicht verstand. Was in der Vergangenheit passiert ist, wird von Anfang an in Abschnitten, die sich in den Kapiteln befanden, angeführt. Das ist schon mal etwas, was mir gar nicht gefällt. wenn ich lese und urplötzlich – wenn auch abgetrennt mit drei Sternen – stehe ich in einem Abschnitt, der die Vergangenheit beschreibt. Man wird nicht vorgewarnt es ist nicht gekennzeichnet, dass jetzt etwas aus der Vergangenheit kommt. Gut, man gewöhnt sich wohl daran, mit der Zeit, aber gefallen hat es mir trotzdem nicht. Ich finde, man hätte das kennzeichnen müssen. Die Kapitel waren für meinen Geschmack auch viel zu lang. Ab der Entführung wurde es, wie gesagt etwas spannender und ich hoffte auf ein befriedigendes Ende. Mitnichten, denn am Ende blieben mindestens eine oder zwei Fragen offen. Der Leser, der dieses Buch liest, wird wissen, was ich meine. Zusammengefasst würde ich sagen, dass dieses Buch nicht meins war. Mit einem besseren Ende hätte es noch meins werden können, aber so hat es mich nicht wirklich überzeugt. Von mir bekommt es gerade mal noch drei von fünf Sternen bzw. sechs von zehn Punkten.
Eine verrückte Geschichte
Der Uhrmacher in der Filigree Street von Natasha Pulley
Bis er dem Uhrmacher begegnete, lief sein Leben wie ein Uhrwerk. Dies ist eine phantastische Geschichte in welcher es um eine rätselhafte Uhr geht und einen unmöglih aufzukörenden Bobenanschlag auf Scotland Yard. Der Leser wird auf eine Reise durch das viiktorianische Englang mitefenommen ebenso das Japan des 19.
Jahrhundets. Außerdem öffnet es Türen in eine magische Vergangenheit.
Es passiert in London im Oktober 1883. Eines Abends findet Thaniel Steeploeton, Angesstellter im Innenministerium, auf seinem Kopfkissten bei der Heimkehr eine goldene Tachenuhr. Wie sie dorthin gekommen ist und wozu ist ihm unklar. Dann eplodiert sechs Monate später eine Bombe in Scotland Yard. Thaniel wurde gerade rechtzeitig gewarnt, durch die ominöse Taschenuhr. Er geht auf die Suche nach dem Uhrmacher und begegnet Keite Mori. Der ist alt, freundlich und aus Japan. Doch er scheint etwas zu verbergen zu haben, denn die folgendne Ereignisse deuten darauf hin.
Meine Meinung
Ich muss sagen, dieses Buch ließ sich nicht ganz so einfach weglesen. Es hat auch sehr lange gedauert, bis ich einigermaßen verstand, worum es in diesem Buch ging. Gut um einen Bombenanschlag in Scotland Yard, das war mir schon klar. Aber wie die handelnden Personen, damit zusammen hingen, das war mir zunächst ein Rätsel. Auch hat es mich zu Anfang doch sehr verwirrt. Auch muss ich sagen, dass ich mit keinem der Protagonisten:Innnen wirklich warm geworden wäre. Thaniel war mir zwar nicht ganz unsympathisch, aber sein Platz in diesem Rätsel war mir doch etwas unklar. Auch hat es mich nicht wirklich überzeugt. Nun es war wohl einfach nicht mein Fall. Es ist nicht so, dass ich es richtig schlecht fände, aber wirklich richtig gut fand ich es auch nicht. Es hat mir so mittelmäßig gefallen, auf jeden Fall nachdem ich endlich erfuhr, wer der Verbrecher war, fand ich das vorher gelesene nicht ganz schlecht aber eben auch nicht sehr gut. Für mich kein Buch das man mit Unterbrechungen lesen sollte, denn dann kapiert man gar nichts mehr. Es ist mir auch unklar , welchen Genre man dieses Buch zuordnen sollte: Fantasy, Krimi/Thriller? Eine Empfehlung gebe ich hier nicht ab, aber immerhin noch drei von fünf Sternen bzw. sechs von zehn Punkten.
Der Mensch Bülent Ceylan
Ankommen von Bülent Ceylan; Astrid Herbold
Bülent Ceylan hat alles erreicht, was er sich vorgenommen hatte, aber immer ist er sich selbst treu geblieben. Und in diesem Buch kann er über die Sachen sprechen, wofür er auf der Comedy-Bühne keinen Raum hat.
Er heißt Tschäilan. Aber Bülent trägt Cordhosen, spricht nur Monnemer Dialekt und kann kein Türkisch.
. Seine Geschwister raten ihm zu einem Spitznamen. Und so heißt er Billy. Doch als Kind entdeckt er ein Talent, denn er kann Stimmen nachmachen und die Leute lachen darüber. Die Witze lenken von Geldsorgen, die es Zuhause gibt, ab. Sie zaubern Menschen ein Lächeln aufs Gesicht, auch seiner bedrückten Mutter. Er hat rabenschwarzes Prinzessinnenhaar und erzählt eben Gags. Zum ersten Mal hat er 2009 eine volle Arena, die SAP-Arena und der Erfolg kommt. Er erzählt in dem Buch wie er aufgewachsen ist, über bestimmte Werte mit viel Humor und Tiefgang. Er hat erkannt, wie wichtig Ankommen ist.
Meine Meinung
Zwar war ich bisher noch nie in einer seiner Shows, habe aber welche im Fernsehen gesehen und mich immer köstlich amüsiert. Eigentlich wollten meine beiden Sprösslinge 2020 eine seiner Shows in der Gegend oder evtl. in der SAP-Arena besuchen. Doch wie Bülent Ceylan hat auch ihnen Corona einen Strich durch die Rechnung gemacht. Einen gewaltigen. Aber zum Buch. Bülent erzähl von seiner Kindheit und Jugend, dass eben alles nicht so einfach war, wie sich das vielleicht mancher denkt. Von seiner katholischen Mutter und seinem muslimischen Vater, von denen jeder die Religion des anderen respektierte. Und von seinen türkischen Verwandten, die nicht verstanden, dass er kein Türkisch sprach. Dies ist ein Buch das mich überaus oft amüsiert hat, das aber auch ernste Passagen hatte. ich verstehe, dass er seine Frau, seine Familie aus dem Show-Geschäft heraushalten will. Er tut gut daran. Natürlich wird er oft auf der Straße erkannt und wenn ich ihn treffen würde, dann würde ich auch ein Foto von ihm machen wollen. Er hat auch nichts dagegen, was ich wieder schön finde. Doch wie gesagt, die Familie bleibt außen vor, mit Recht. Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen, es hat mich wie ich schon sagte, viel amüsiert aber auch manchmal zum Nachdenken gebracht. Ankommen ist ein Buch, das jeder Bülent-Ceylan-Fan gelesen haben sollte. Daher eine Empfehlung von mir und die volle Bewertungszahl.
Die vierte der Ku'damm-Schwestern
Die Schwestern vom Ku'damm: Ein neuer Morgen von Brigitte Riebe
Berlin 1966. Die geteilte Stadt wie auch das Modehaus Thalheim am Kurfürstendamm sind im Umbruch. Die Jugend wird rebellischer, die Röcke kürzer. Miriam Feldmann müht sich damit ab den Kaufhauschef Friedrich von ihrer Mode zu überzeugen. Knallfarben sind angesagt und nicht mehr Pastell. In ihrem Privatleben läuft alles ruhig.
Jenny, Adoptivtochter wächst zur jungen Frau heran. Doch dann wird Miriam überraschend schwanger, hieß es doch, sie könne nie eigene Kinder bekommen. Dann begegnet sie ausgerechnet dem Mann wieder, den sie im Krieg kennengelernt hatte. Und diese Begegnung ruft ihre dunkelsten Stunden in ihr Gedächtnis zurück.
Meine Meinung
Auch dieses Buch, wie alle bisher gelesenen Bücher von Brigitte Riebe, ließ sich, bedingt durch deren unkomplizierten Schreibstil der keine Unklarheiten im Text zuließ und somit meinen Lesefluss nicht störte, leicht und flüssig lesen. In diesem Buch war ich wieder schnell drinnen, konnte mich in die Protagonisten gut hineinversetzen. Es geht hier hauptsächlich um die uneheliche Tochter des Kaufhauschefs Friedrich Thalheim um Miriam Feldmann. Darum, wie ihr Leben verläuft und in den Zwischenkapiteln immer wieder was sie während der Kriegszeiten durchmachen musst. Denn Miriam ist Jüdin, wie die Leser dieser Reihe ja wissen. Was passiert ist, als sie dem Mann wiederbegegnete, den sie im Krieg kennengelernt hatte, das verrate ich natürlich nicht. Auch nicht was mit Jenny los war, nach der Geburt ihres kleinen Geschwisterchens. Am Ende gab es noch, ich möchte sagen nicht nur eine, sondern dann ganz am Ende noch eine zweite Überraschung. Aber auch das muss der geneigte Leser eben selbst lesen. Das Buch war spannend, so spannend wie Familiengeschichten eben mal sind. Es hat mich gefesselt, mir gut gefallen und mit super unterhalten. Eine Weiterempfehlung von mir und verdiente volle Bewertungszahl.
Ruhiger Krimi
Die Schwestern vom Ku'damm: Ein neuer Morgen von Brigitte Riebe
In Berlin 1855: Wilhelm von der Heyden wird Zeuge einer Explosion. Das Fenster des Gebäudes gegenüber ist zerstört und eine Frau wurde herausgeschleudert und am Zaun aufgespießt. Schnell will er nachsehen ob noch zu helfen ist. Dabei gerät er selbst bei dem Wachtmeister in Verdacht. Doch der Chef der Kriminalpolizei sieht Potenzial in Wilhelms Beobachtungsgabe und nimmt ihn als Mitarbeiter auf, denn die preußische Polizei braucht solche.
Es ist jedoch Fingerspitzengefühl gefragt, denn die Ermittlungen führen sie in die höchsten Kreise.
Meine Meinung
Dies ist der Debütroman von Ralph Knobelsdorf. Ich muss sagen, er hat mich nicht ganz überzeugt, auch nicht vom Hocker gehauen. Doch von vorn. In der Geschichte war ich schnell drinnen und das Buch ließ sich auch, bedingt durch den unkomplizierten Schreibstil des Autors, der keine Unklarheiten im Text zuließ, sehr gut lesen. Es gab keine Unterbrechung im Lesefluss. In die Protagonisten konnte ich mich ebenfalls gut hineinversetzen. In Wilhelm von der Heyden und seinen Freund Johann Schmidt die sogleich Hilfe leisten wollten und dadurch, durchaus verständlicherweise, in den Fokus der Wachtmeisters gerieten. Von Heyden hatte wirklich eine sehr gute Beobachtungsgabe und ein super Gedächtnis. Und so wurde er eben vorläufiger Mitarbeiter der Kriminalpolizei. Vorläufig deshalb weil die Entscheidung, ob er dabei bleiben würde erst am Ende des Buches fiel. Ich muss sagen, dass es in großen Teilen des Buches etwas langatmig zuging. Die Handlung plätscherte so dahin. Aber es war ja eine andere Zeit der Kriminalistik und interessant war es allemal. Wäre es wirklich langweilig gewesen, hätte ich viel länger zum Lesen des Buches gebraucht und es wohl auch mal unterbrochen. Also obwohl es etwas langatmig erschien hat es mir doch einigermaßen gefallen. Und gegen Ende des Buches wurde es dann auch noch richtig spannend. Auch das Nachwort am Ende des Buches war aufschlussreich und interessant. Der Autor machte darin klar, dass manche Personen in diesem Buch tatsächlich existiert haben, andere dagegen fiktiv sind. Auch die Schauplätze erläutert er. Das ist wiederum etwas, was ich sehr gut finde. Was sich mir nicht erschließt, ist der Titel des Buches. Aber das stört mich eigentlich weniger. Doch unter Berücksichtigung von Allem empfehle ich das Buch doch gerne weiter an Leser, denen ein ruhiger Krimi (zumindest größtenteils) gefällt und vergebe vier von fünf Sternen bzw. acht von zehn Punkten.
Eine Frau steht ihren Mann
Die Teehändlerin von Susanne Popp
Friederike Ronnefeldt ist Tochter und Ehefrau eines Kaufmanns und hat als solche auch etwas Einblick in die Geschäfte. Doch keine tiefen, die bleiben ihr verwehrt. Aber das ändert sich als Tobias eines Tage 1838 nach China aufbricht. Und das wo sie schwanger ist. Sie merkt, dass sie dem neuen Prokuristen nicht trauen kann.
So muss sie die Geschicke des Hauses in die Hand nehmen, eine neue Herausforderung für sie, und sie braucht Mut dazu.
Meine Meinung
Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube, dass es das erste Buch von Susanne Popp ist, das ich gelesen habe. Der Schreibstil gefiel mir gut, denn er ist unkompliziert, so dass keine Unklarheit im Text meinen Lesefluss störte. In die Geschichte bn ich rasch eingetaucht, konnte mich in die Protagonisten gut hineinversetzen. In Friederike, der nicht gefiel, dass ihr Mann so lange nicht zu Hause sein würde, gerade weil sie wieder schwanger war. Denn er würde nicht da sein, wenn das Kind auf die Welt kommen würde. In Tobias, der so lange diese Reise vorbereitet hatte und sie nicht absagen oder verschieben wollte. Ob dem Prokuristen wirklich nicht zu trauen war, und wenn ja wieso, das muss der geneigte Leser bitte selbst lesen. Ich finde Friederike hat sich im Geschäft wirklich gut behauptet solange Tobias nicht da war. Dass sich das nach seiner Rückkehr wieder ändern sollte, das konnte ich mir denken, war das doch eine Zeit in der Frauen sowieso nicht viel zu sagen hatten. Und doch – aber das soll der Leser eben auch selbst lesen, denn Friederike hat in Tobias Abwesenheit an Selbstbewusstsein gewonnen. Dann ist das noch Käthchen, die auch in einem schweren Konflikt steckte. Das Buch was spannend von Anfang an und diese Spannung hat sich gehalten bis zum Ende. Es hat mich gefesselt, hat mir gut gefallen und mich auch gut unterhalten. Ich kam mir manchmal vor, als wäre ich Friederike und müsste mich gegen diesen Kerl Mertens wehren. Oder meinem Mann beibringen, dass ich nicht so unbedarft bin, wie er meint. Von mir bekommt dieses Buch eine Leseempfehlung (die Leseprobe am Ende macht neugierig auf die Fortsetzung und das Figurenverzeichnis am Anfang sagt welche Personen fiktiv und welche historisch sind) Sowie die volle Bewertungszahl.
Wer ist Melvin?
Der letzte Rabe des Empire von Patrick Hertweck
Unheimliche Mordfälle im London des Jahres 1888. Die Mordseirei verbreitet Angst und Schrecken und Melvin verfolgt voller Entsetzen dass er die Opfer alle kennt. Dann wird noch das Mädchen ermordet in das er verliebt ist und er will den Mörder finden. Doch er ahnt nicht, welche Wesen in den dunklen Gassen auf ihn lauern.
Außerdem merkt er auch nicht, dass ihm ein einbeiniger Rabe dauernd folgt.
Meine Meinung
Es ist das erste Buch, das ich von diesem Autor gelesen habe, doch die Buchbeschreibung hat mich neugierig gemacht, und ich habe das Lesen nicht bereut. Der Schreibstil ist so, dass mich keine Unklarheit im Text in meinem Lesefluss stört, also unkompliziert. In der Geschichte war ich schnell drinnen, und ich konnte mich auch gut in die Protagonisten hineinversetzen. Hier natürlich zunächst in Melvin, der seine Liebe beschützen wollte und es doch nicht vermochte. Ich konnte ihn verstehen, dass er den Mörder finden wollte, doch das war für ihn sehr gefährlich. Dann gab es noch einige seltsame Gestalten, von denen mir lange nicht klar war, ob sie nun gut oder doch böse sind. Bei der anderen Gruppe musste ich auch erst überlegen, doch dann war ich mir sicher: Die sind böse. Dann gab es da noch einen Freund von Melvin, der sich auch Sorgen um ihn machte. Wer nun wissen möchte, wer gut und wer böse ist, na ja, der muss das Buch lesen. Außerdem erfährt Melvin wer er eigentlich ist. Es ist spannend geschrieben von Anfang bis Ende, es hat mich gefesselt und sehr gut unterhalten. Eine Leseempfehlung von mir und die volle Bewertungszahl.










