Kunden em pfehlungen
Rezensionen von LadyIceTea:
Ein sehr interessantes Buch mit viel Potenzial, welches nicht ganz genutzt wurde
Schattenkrone von Eleanor Herman
Stell dir eine Zeit vor, in der die Menschen den Göttern gleichgültig sind, und das Böse an den Rändern der Welt erwacht ...
Alex ist kurz davor, für immer aus dem Schatten seines mächtigen Vaters zu treten und der größte Heerführer aller Zeiten zu werden.
Seine Verbündete Kat hat einen Plan, von dem Alex niemals erfahren darf.
Die beiden verbindet weit mehr als sie ahnen.
Schattenkrone ist ein Buch, welches mich ein bisschen unschlüssig zurücklässt. Ich finde die ganze Geschichte in diesem Buch sehr interessant. Zwischendurch war sie auch spannend und hat mich schnell weiterlesen lassen. Doch es bleibt ein leicht schaler Geschmack zurück, denn so richtig umhauen konnte mich das Buch nicht.
Irgendwie fehlte mir das letzte bisschen Power. Es fehlte das Klicken, das einen dazu bewegt ?wow? zu denken.
Trotzdem machen die Geschichtsstruktur, die Fantasie gemischt mit antiker Geschichte und die Figuren dieses Buch zu einem guten Buch, bei dem ich es nicht bereue es gelesen zu haben.
Die Autorin verwebt in ihrem Buch viele verschiedene Erzählstränge zu einem großen Bild und lässt uns die Personen in verschiedenen Situationen und mit ihren verschiedenen Hintergründen kennen lernen. Dabei lässt sie uns während eines Erzählstranges immer erahnen, wie dieser die anderen berühren wird. Das kann man mögen oder auch nicht. Mir hat es gefallen.
Leider sind ein paar Figuren etwas blass geblieben und manchmal fehlte mir auch die emotionale Ebene der Personen. Ich hätte mir mehr Details über den Charakter oder die Gefühlswelt der Figuren gewünscht. Doch alles in allem wurden hier taffe und besondere Charaktere geschaffen. Ich hoffe, dass die Blassen im zweiten Band noch etwas mehr Farbe bekommen.
Die Geschichte ist gemischt mit Magie und antiker Geschichte. Figuren, geschaffen wie die Römer und Griechen treffen auf Magier und solche, die die Magie ausrotten wollen. Mir hat diese Mischung sehr gut gefallen und grade zum Ende hin gab es viele Details, die sich die Autorin wohl überlegt hat. Ich hoffe auch hier, im zweiten Band noch viel mehr zu erfahren.
Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass ich dieses Buch ruhigen Gewissens weiterempfehlen werde, auch wenn ich es nicht als Überflieger anpreise.
Ich freue mich auf den zweiten Band.
Nicht unbedingt Psychothriller aber ein spannender Psychoroman
DEAR AMY - Er wird mich töten, wenn Du mich nicht findest von Helen Callaghan
Margot ist Lehrerin und schreibt die Kolumne ?Dear Amy? für die örtliche Zeitung. Sie ist Ratgeberin und Trösterin für die Leser. Kurz nach dem ihre Schülerin Kathie verschwindet, erhält Margot kindliche Briefe von einem Mädchen namens Bethan Avery. Sie fleht in diesen Briefen um Hilfe und sagt, dass er sie töten wird, wenn Margot sie nicht findet.
Bethan Avery verschwand jedoch vor fast zwanzig Jahren.
Das Erste was mich an diesem Buch begeistert hat war, dass die Hauptprotagonistin Margot mal keine Polizistin oder Ermittlerin ist. Sie ist einfach eine Lehrerin mit einer Vergangenheit die nicht grade leicht war. Ich fand sie dadurch greifbarer und irgendwie sympathischer, da sie nicht so knall hart und perfekt war, wie die meisten Ermittler.
Margot ist eine nette, liebevolle Frau, die jedoch schwer von den Dämonen der Vergangenheit verfolgt wird. Mir hat es gefallen, dass der Leser im Laufe der Geschichte zusammen mit Margot immer mehr dieser Vergangenheit aufdeckt.
Auch die anderen Figuren sind alle gut gezeichnet. Selten wusste ich bei keiner der Figuren bis zum Ende, ob ich ihr vertrauen kann oder nicht. Ich hatte die ganze Zeit ein mulmiges Gefühl im Bauch.
Der Schreibstil der Autorin ist vielleicht nicht super hochtragend und Nobelpreiswürdig aber er ist bodenständig, passt zur Geschichte und ließ sich schön flüssig lesen. Die Geschichte ist in kurze bis mittellange Kapitel eingeteilt, was mir persönlich gut gefällt, da so eine Unterbrechung nicht gleich eine Unterbrechung der Geschichte darstellt.
Das Cover hat mich neugierig auf die Geschichte gemacht. Ohne das Cover, hätte ich das Buch vielleicht nicht gelesen. Es passt sehr gut ins Genre und auch zur Stimmung und der Geschichte.
Jedoch finde ich nicht, dass das Buch ein richtiger Psychothriller ist. Zu einem Thriller fehlte mir noch das gewisse Etwas. Vielleicht fehlte mir die Ermittlung und die typische Hetzjagd. Ich weiß es nicht genau. Ich würde das Buch eher einen Psychoroman nennen.
Es ist spannend, fesselnd und hat mich das eine ums andere Mal wirklich in die Irre geführt. Oft wusste ich nicht, was wahr ist, was man glauben oder wem man vertrauen kann. Doch durch die vielen persönlichen Aspekte und die Rückblicke ist es für mich mehr ein Roman als ein Thriller geworden.
?Dear Amy? ist trotzdem eine packende Bereicherung auf dem Buchmarkt und nur durch die leichte Genreabweichung und ein paar langatmige Stellen gibt es einen Punkt Abzug. 4 von 5 Sternen.
Eine Liebesgeschichte, über die man sich seine eigene Meinung bilden muss
DEAR AMY - Er wird mich töten, wenn Du mich nicht findest von Helen Callaghan
Melli möchte endlich ausziehen und auf eigenen Beinen stehen, am liebsten in Italien. Doch ihre Eltern wollen, dass sie eine Ausbildung im eigenen Betrieb macht, um diesen später zu übernehmen. Als Kompromiss darf Melli als Au-Pair nach England. Kaum dort angelangt, trifft sie auf George Duncan und niemand hätte voraussagen können, wie sehr dieses Zusammentreffen ihre Welt erschüttern wird.
Vorweg ? Das Buch hat mir sehr gefallen. Es hat mich mitgerissen und mich Seite um Seite lesen lassen, weil ich Melli unbedingt auf ihrem Weg begleiten wollte.
Doch war es für mich keine sommerliche Liebesgeschichte oder romantische Beziehung. Ich konnte dieser Liebesbeziehung nicht immer Gutes abgewinnen. Ich hatte die ganze Zeit eine leichte Warnleuchte im Hinterkopf blinken, wodurch die Geschichte für mich ganz anders wurde, als ich es erwartet hätte. Was definitiv nicht negativ gemeint ist. Ich kann hier leider nicht erklären, warum es mir so erging, ohne zu viel zu der Geschichte zu erzählen. Nur so viel:
George ist etwas älter als Melli und auch sein Bild von Partnerschaft und Beziehung ist anders als ihres. Er ist ein hohes Tier in seinem Beruf und auch privat fällt es ihm schwer, diese Eigenschaft abzulegen. Melli ist noch sehr unerfahren und muss viel lernen, um ihre Selbstständigkeit und ihre eigene Stimme zu entdecken. Beide kommen aus unterschiedlichen Welten, was manchmal nicht so gut funktioniert.
Für mich war weniger Romantik und mehr Spannung ein Teil dieser Geschichte.
Der Schreibstil ist sehr flüssig. Das Buch war für mich ein wahrer Page Turner.
Die Nebenfiguren fand ich alle irgendwie klasse. Einige sympathisch, einige nicht so sehr und alle hatten ihren eigenen Charakter.
George und Melli dominieren das Buch. Es ist absolut ihre Geschichte die dort erzählt wird. Die Autorin bedient sich dabei an Perspektivenwechseln. Die meiste Zeit erleben wir Mellis Sicht und zwischendurch die von George. Was wirklich hilft, ihn besser zu verstehen.
Die Autorin hat es sehr gut geschafft, Mellis Gefühle rüber zu bringen. Ich habe immer mit Melli mitfühlen können und konnte alle ihre Gedanken und Emotionen nachvollziehen.
Dieses Buch war wirklich eine Überraschung für mich. Einerseits, weil die Geschichte so ganz anders war, als ich es erwartet habe und andererseits, weil sie mich so gefesselt hat.
Einen kleinen Abzug gibt es nur, weil es zwischendurch ein bisschen langatmig war und ich mir ein geschlossenes Ende erhofft hatte.
Ich gebe vier Sterne, um für den zweiten Teil Platz nach oben zu lassen (den ich auf jeden Fall lesen werde).
Und so schließt sich der Kreis
Phase Null - Die Auserwählten von Dashner James
Ich habe grade alle fünf Teile dieser Reihe gelesen und hoffe, dass dies der letzte Teil ist. Nicht weil er schlecht ist, sondern weil die Geschichte nun beendet ist.
Ich war vom ersten Prequel leider etwas enttäuscht. Es war langatmig und hat nur wenige Fragen beantwortet. Doch dieses zweite Prequel hat mich wieder in seinen Bann gezogen.
Der Schreibstil war wieder wie wir es von James Dashner gewohnt sind und riss mich förmlich mit.
Wir erleben nun endlich, wie es Thomas ergangen ist, bevor er ins Labyrinth gekommen ist. Wir lernen die anderen Lichter und Theresa auf eine neue Art und Weise kennen. Viele Fragen über das Warum und Wieso aus der eigentlichen Trilogie haben sich mir beantwortet.
Ich habe neue Charakterzüge an Thomas und Theresa entdeckt, die ich nicht erwartet hätte. Positive wie negative. Oftmals haben die Beiden mich wirklich überrascht.
Mir hat es sehr gut gefallen, wie James Dashner nach und nach, alle möglichen Fragen und Unklarheiten aufgeräumt hat und wie sich plötzlich Puzzleteile aus den anderen vier Bänden nun endlich zusammenfügen.
Super fand ich auch immer die Szenen mit und über die Cranks. Diese waren immer so herrlich schaurig und erschreckend. Dashner hätte auch Talent für Zombieromane.
Mein absolutes Highlight ist aber, dass es James Dashner geschafft hat, mit diesem (hoffentlich) letzten Band, meine komplette Sichtweise auf die ersten drei Teile zu verändern. Das Ende war einfach nur unbeschreiblich und alles verändernd.
Ich kann jedem, der ein Fan der Reihe ist dieses Buch und den vorherigen Prequel sehr empfehlen. Aber sie sollten wirklich in Erscheinungsreihenfolge gelesen werden!
Leider so gar nicht mein Genre
Die Krone der Sterne von Kai Meyer
Das galaktische Reich von Tiamande wird von der allmächtigen Gottkaiserin und ihrem Hexenorden beherrscht. Regelmäßig werden ihr Mädchen von fernen Planeten als Bräute zugeführt. Niemand weiß, was mit ihnen geschieht. Als die Wahl auf die junge Adelige Iniza fällt, soll sie an Bord einer Weltraumkathedrale auf die Thronwelt gebracht werden.
Ihr heimlicher Geliebter Glanis, der desillusionierte Kopfgeldjäger Kranit und die Alleshändlerin Shara Bitterstern tun alles, um den Plan der Hexen zu vereiteln. Im Laserfeuer gewaltiger Raumschiffe kämpfen sie um ihre Zukunft ? und gegen eine kosmische Bedrohung, die selbst die Sternenmagie der Gottkaiserin in den Schatten stellt.
Ich war sehr gespannt auf dieses Buch, da ich von Kai Meyer bisher nur Gutes gehört habe aber noch keins seiner Bücher lesen durfte. Auch das Genre hat mich neugierig gemacht. Science Fiction gepaart mit Magie, klang für mich sehr spannend.
Leider musste ich feststellen, dass dieses Genre absolut nichts für mich ist. Dieses Genre lebt eben von Science Fiction Begriffen. Es geht um Raumschiffe aller Art, Blaster oder andere Waffen, Planeten, Zeitrechnungen, Maschinen usw. Und all das interessiert mich überhaupt nicht, wie ich feststellen musste.
Der Schreibstil von Kai Meyer ist wirklich gut. Wäre es nicht so, hätte ich das Buch nie beendet. Seine Formulierungen und seine Art sich auszudrücken gefallen mir. Auch sind ihm Spannungsbögen und Dramakurven sehr gut gelungen. Leider war das alles für mich aber alles sehr schleppend, da mich der Inhalt nicht wirklich interessiert oder abgeholt hat.
Das Cover, die Kapitelanfänge und die vordere Klappe sind total schön gestaltet. Zum Buch passende Illustrationen haben mir vieles vereinfacht. Da steckt Liebe drin.
Auch mit seinen Figuren konnte der Autor mich nicht ganz mitreißen. Sie sind interessant und anders aber ein paar sind wirklich blass geblieben. Es fehlten einfach Infos. Zum Glück, gab es ein paar die mich interessiert und amüsiert haben.
Zum Ende der Geschichte bleiben viele Dinge offen und ungeklärt. Das gibt für alle die Hoffnung, die einen zweiten Band lesen möchten. Ich gehöre wohl nicht dazu.
Ein spannender Einblick in die Theaterwelt und das Leben der besten Tänzer des 20. Jahrhunderts
Die Schwester des Tänzers von Eva Stachniak
In der Familie Nijinsky dreht sich alles nur um eines: ums Ballett. Als Bronislawa und Waslaw um 1900 in St. Petersburg aufwachsen, bewundern sie allabendlich ihre Eltern in der Garderobe, nervös vor den Auftritten, erhitzt und gelöst danach. Auch für die beiden Kinder ist der Weg vorgezeichnet: Sie werden an der kaiserlichen Ballettakademie aufgenommen - und schon bald zeigt sich, dass besonders Waslaw alle anderen überflügelt.
Den Geschwistern steht eine ganze Welt offen - Paris, London, später gar New York -, eine Welt harten Trainings und geschundener Füße, aber auch des Glamours und des Ruhms ...
Ich habe zuvor noch nie etwas von den Nijinskys gehört und bin durch eine Leserunde auf dieses Buch gestoßen. Ich arbeite selber an der Oper und weiß, wie es in Ballettkompanien zugeht. Daher hat mich dieses Buch sehr neugierig gemacht.
Schon auf den ersten Seiten hat mich der Schreibstil in seinen Bann gezogen. Kurze, starke Sätze und Formulierungen. Spürbar durch die russische Art geprägt, führen uns durch die Geschichte. Bronia, Waslaws Schwester, erzählt ihr gemeinsames Leben auf eine Art und Weise, die ich sehr gut nachfühlen und verstehen konnte. Sowohl ihre Leidenschaft zum Tanz, als auch ihre Liebe zu ihrer Familie und die Ehrfurcht vor ihrem Bruder kamen in jeder Zeile zum Ausdruck.
Für mich war es spannend zu erleben, wie es damals am Ballett so vor sich ging und wie der Krieg auch dort alles verändert hat. Mit Bronia mitzuerleben, wie sie diese Zeiten gemeistert hat und sie zum Besseren wendete, hat die Autorin wirklich gut in Worte gefasst.
Das einzige Manko für mich war, dass es sich oft ein wenig gezogen hat. Zwischendurch passierte nicht allzu viel und in diesen Phasen wurde das Buch dann etwas langatmig. Zum Glück, wurden diese Phasen immer durch spannende Passagen abgewechselt.
Für mich war dieses Buch sehr interessant und ich empfehle es doch gerne weiter.
So liest man gerne weiter
Zitrönchen von Maria Durand
Jo und Zitrönchen sind ein Dreamteam, doch Mückes geliebtem Kimba geht es nicht besonders gut. Irgendwas stimmt nicht mit ihm. Sind seine Tage als Schulpferd gezählt? Und wen soll dann Mücke reiten, wo ihr doch Zitrönchen immer noch ein wenig zu wild ist?
Während die Mädchen mit Luis ein Reiterfest planen, kommt Penelope, eine Austauschschülerin aus Irland, zu Samantha und bringt den Hof und Luis ganz schön durcheinander.
Und was ist mit dem Chaos um Omas neue Sitzgarnitur? Die wirft auf jeden Fall Omas Pläne ganz schön durcheinander.
Der dritte Teil hält sich auf gleicher Höhe mit den anderen beiden Teilen. Auch hier war ich mit Freude dabei und habe die Abenteuer der Mädchen verfolgt und mich an meine eigene Reitschulzeit erinnert. Als Kimba krank wurde, habe ich mir selber Sorgen gemacht und nur mit den Mädchen gehofft und gebangt. Und als sich Penelope immer mehr einmischte, hätte ich der Zicke am liebsten die Ohren langgezogen. Auch Jos ziemlich aktiver Schmetterling hat mich mehr als einmal zum Schmunzeln gebracht.
Maria Durand schreibt einfach so schöne Pferdegeschichten, die einen Pferdenarr einfach verzaubern müssen. Trotz der Schreibweise, die eher für jüngere Leser gedacht ist, hat mich das Buch und seine zwei Vorgänger in keinem Fall gelangweilt.
Ich kann dieses Buch und die anderen zwei Teile jedem großen und kleinen Pferdefreund nur empfehlen.
Ein toller zweiter Teil
Zitrönchen von Maria Durand
Mücke und Jo lernen mit den anderen fleißig für ihr Reitabzeichen. Doch leider enden die Stunden alle eher in Chaos. Gleichzeitig ist die Aufregung groß, als Corazon, Luis Pferd, bei einem Karnevalsritt verschwindet. Die Mädchen und Luis fangen an, auf eigene Faust zu ermitteln. Doch schaffen sie es rechtzeitig vor der Reitabzeichenprüfung? Wird Samantha ihnen helfen?
Ich war schon in den ersten Teil total verliebt und auch durch den zweiten Teil, hat meine Freude nicht abgenommen.
Maria Durand schreibt weiterhin in ihrer sehr angenehmen Art über die Abenteuer der beiden Mädchen und ihrem Pferd Zitrönchen. Auch ihr Reiterjargon bleibt uns erhalten.
Dieser Teil wurde etwas spannender gestaltet. Ich muss gestehen, dass ich wirklich mitgefiebert habe. Es war schön mitzuerleben, wie die Kinder eine Lösung finden und sich in das Abenteuer stürzen. Happy End garantiert. Einfach schön.
Auch dieser Teil ist eine klare Empfehlung für alle großen und kleinen Pferdenarren.
Wundervoll! Für mich eine Zeitreise
Zitrönchen von Maria Durand
Mücke und Jo dürfen endlich reiten lernen. Kaum auf dem Hof angekommen, lernen sie Zitrönchen kennen. Zitrönchen ist für Jo das schönste Pferd der Welt aber leider bockt er jede Stunde seinen Reiter runter. Zusammen mit ihrer Oma ergründen die beiden Mädchen den Grund. Zitrönchen tut nur, dass was man von ihm erwartet.
Jo beginnt eine Beziehung zu dem Pferd aufzubauen, doch plötzlich muss Zitrönchen weg und an seine Stelle tritt Wölkchen. Jo ist ganz und gar nicht begeistert und möchte dem neuen Pferd am liebsten keine Chance geben.
Obwohl das Buch eigentlich für Kinder ist, hat es mich begeistert. Ich bin schon seit klein auf ein Pferdemädel und erinnere mich an all die Dinge, die damals auf dem Pferdehof und in der Reitstunde so passiert sind. Ich muss sagen, Maria Durand weiß wovon sie redet. Sie verwendet einen super Reiterjargon und schildert den Umgang auf dem Hof und die einzelnen Szenen unfassbar passend. Ich kann jeden einzelnen Pferdenamen durch einen Pferdenamen aus meiner Kindheit ersetzen. Einfach toll.
Dazu ist die Geschichte wirklich schön geschrieben und zum Ende hin sogar spannend. Es hat einfach Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen und in Erinnerungen zu schwelgen. Für jeden kleinen und großen Pferdefan eine klare Empfehlung!
Ein gutes Buch, welches mich nicht ganz überzeugen konnte
Alleine bist du nie von Mackintosh Clare
Zoe geht, wie viele andere Menschen, jeden Tag dem gleichen Rhythmus nach. Sie nimmt die gleiche Bahn, zur gleichen Zeit und steigt an der gleichen Tür ein und aus. Dass ihr das einmal zum Verhängnis wird, hat sie nicht erwartet. Eines Tages entdeckt sie ein Foto von sich in einer Annonce der Zeitung, mit einem Link zu einer Website und einer nicht aktiven Telefonnummer.
Zuerst will sie nicht glauben, dass sie das ist, doch dann fallen ihr mehr Frauen aus den Annoncen auf, die Verbrechen zum Opfer gefallen sind. Sie wendet sich an die Polizei und weiß schon bald nicht mehr, wem sie trauen kann. Und dann kommt es zum Supergau.
Dies ist das zweite Buch von Clare Mackintosh. Ich habe ihr erstes Buch nicht gelesen und mich einfach mal überraschen lassen. Ich mag ihren Schreibstil wirklich sehr gerne und bin schnell durch die Seiten geflogen. Die Autorin entwirft sehr lebensnahe und sympathische Personen. Die Hauptperson Zoe ist die typische alleinerziehende Hausfrau, die irgendwie versucht über die Runden zu kommen und gleichzeitig ihre grade erwachsenen Kinder nicht zu vernachlässigen. Dazu gibt es ihre Freundin Melissa, die sie und die Kinder nach Kräften unterstützt.
Die Geschichte fand ich von Anfang an, sehr interessant. Ich habe gerne weitergelesen und wollte wissen wie es ausgeht. Doch der typische Psychothriller-Flair ist bei mir nicht aufgetreten. Ich habe nicht diese Gänsehaut und die Bedrohung gespürt, die man z.B. von Fitzek kennt. Vielleicht sollte man das Buch nur einen Thriller nennen und nicht einen Psychothriller. Für mich kam die richtige Spannung erst im letzten Drittel auf, bis dahin war das Buch interessant und gut geschrieben.
Das Ende war für mich wirklich unerwartet und behielt einen wahren Wow-Moment bereit. Doch ganz konnte das Ende, das Buch für mich nicht raushauen. Eine gute Idee, deren Potenzial leider nicht ganz ausgeschöpft wurde. Dank ihres guten Schreibstils gibt es aber trotzdem vier Sterne.










