Kunden em pfehlungen
Rezensionen von LadyIceTea:
Fantasy trifft Young Adult
GötterFunke 1. Liebe mich nicht von Marah Woolf
Jess und Robyn fahren in ihrem letzten gemeinsamen Sommer in ein Camp in den Bergen. Sie verbringen jeden freie Minute miteinander, doch bald geht es aufs College. Im Camp treffen sie auf den unglaublich gut aussehenden Cayden. Jess weiß, dass sie eigentlich die Finger von ihm lassen sollte, doch seine Anziehungskraft ist zu groß.
Und auch Robyn sollte sich nicht um dne Finger wickeln lassen, denn ihr Freund Cameron ist mit im Camp.
Was beide nicht wissen, Cayden ist ein Gott. Er ist Prometheus höchst persönlich und er hat einen Deal mit Zeus. Wenn er es schafft, ein Mädchen zu finden, welches ihm widersteht, wird er sterblich.
Schneller als ihr lieb ist, gerät Jess in die Machenschaften der Götter.
Fazit vorweg:
Marah Woolf gelingt es, in dem ersten Teil der ?Götterfunke?-Trilogie die Welt der alten griechischen Götter mit der unseren zu verbinden. Die Figuren sind eine gute Mischung aus sympathischen (und weniger sympathischen) jungen Leuten und irgendwie ziemlich normalen, netten Göttern. Die Geschichte ist gut durchdacht und lässt sich richtig schnell lesen. Ich bin begeistert und freue mich auf die Fortsetzungen! Eine klare Empfehlung für jeden, der Young Adult und Fantasy mag!
Warum? Darum:
Cover:
Das Cover ist wunderschön und ein richtiger Eyecatcher. Die Farben harmonieren sehr gut miteinander und mit dem Mädchen, welches wahrscheinlich die Hauptfigur Jess, mit ihren roten Haaren zeigen soll. Die Schrift und diese verträumte Optik passen sehr gut in den Fantasybereich. Dazu fühlt sich der Umschlag an, als würde er aus einer Mischung mit Stoff und Papier bestehen. Sehr hochwertig. Da hat sich auf jeden Fall jemand Gedanken gemacht.
Die Geschichte:
Die Geschichte beginnt eigentlich wie in einem typischen Young Adult Roman mit jungen, gut aussehenden Menschen, die grade in ihr Leben starten. Doch schon zu Beginn häufen sich die merkwürdigen Vorfälle und selbst der Leser weiß nur wage, was grade passiert.
Als Leser wissen wir, dass es auch die Götter gibt und wir wissen auch von dem Deal mit Zeus. Durch Hermes Aufzeichnungen bleibt man immer gut auf dem Laufenden, was sich so grade in beiden Welten abspielt.
Obwohl wir immer etwas von allem mitbekommen, wissen wir bis zum Ende nicht alles. Die Autorin hat es gut aufgebaut, dass die Infos erst nach und nach ans Licht kommen. So blieb es bis zum Schluss spannend.
Die Autorin hält gut die Waage zwischen Liebesdrama und zu viel Kitsch. Klar werden ein paar Klischees bedient aber bei diesem Buch hält sich das wirklich in Grenzen. Auch das Freundschaftsdrama und das Gefühlschaos der Personen sind hier spannend aufgebaut.
Schreibstil:
Dazu gibt es nicht viel zu sagen, denn der Schreibstil ist einfach top.
Man fliegt durch die Seiten. Der Schreibstil ist locker, leicht und flüssig und hält ebenfalls die Spannung aufrecht.
Figuren:
Jess ist eine ruhige und vernünftige junge Frau. Sie hatte es nicht leicht in ihrer Vergangenheit und möchte eigentlich nur einen ruhigen Sommer mit ihren Freunden verbringen. Zu ihrem Leidwesen gerät sie jedoch immer mehr in die Spiele der Götter und in Caydens Anziehung.
Sie wirkt trotz ihrer vielen Ängste sehr mutig und auch als Robyn sich von ihr abwendet sehr loyal. Sie ist mit Athene wirklich meine Lieblingsfigur.
Cayden ist einerseits sehr arrogant aber auch intelligent. Er weiß um sein gutes Aussehen und will den Deal unbedingt gewinnen. Dass er für Jess wirklich etwas empfindet, gesteht er sich nur schwer ein, passt es doch so garnicht in seinen Plan. Ihn fand ich manchmal nicht so nett, da er die Freundinnen gegeneinander ausgespielt hat. Dazu lässt er sich von keinem helfen und tut immer zu geheimnisvoll.
Athene, Apoll, Zeus und Hera sind die anderen Götter im Camp. Ich finde sie super sympathisch und wirklich gut gelungen. Die Autorin hat es sehr gut geschafft, die Erzählungen der Griechen in unsere heutige Welt einzubauen.
Robyn und Josh sind Jess beste Freunde. Während Josh wirklich die ganze Zeit für sie da ist und sich um sie kümmert ist Robyn eher ein zickiges Biest. Sie lässt sich von Cayden gegen Jess ausspielen und erträgt es nicht, dass Jess mal das bekommen könnte, was sie eigentlich haben will. Ich finde es gut, wenn Autoren auch solche Figuren einbauen.
Mein Fazit steht oben, ich liebe dieses Buch und habe die anderen Teile schon vorbestellt.
Wieder eine wunderbare Fortsetzung
Zitrönchen von Maria Durand
Bruschettino, der kleine schwarze Hengst, erobert ein Herz nach dem anderen und wird schnell Zitrönchens bester Freund. Aber darf er bleiben? Mücke bringt Kimba, Omas neuen Rasenmäher, gerade noch rechtzeitig zurück in den Stall, bevor das totale Schneechaos ausbricht. Es fällt so viel Schnee, dass sogar die Schule ausfällt.
Doch die Freude darüber währt nicht lang, denn schon am ersten schulfreien Tag stürzt Seba und bricht sich ein Bein. Nun ist guter Rat teuer, denn wer versorgt jetzt die Pferde und kümmert sich um die Reitanlage? Als Luis einen alten Pferdeschlitten aus Sebas Scheune hervorkramt, ist das vielleicht die Lösung aller Probleme? Und wer ist eigentlich dieser Bent, der zusammen mit Oma und den anderen ein kleines Unternehmen gründet, das jedoch nicht immer ganz nach Plan verläuft?
Ich bin durch mein Alter eigentlich nicht die passende Zielgruppe für die ?Zitrönchen?-Reihe aber ich liebe diese Bücher! Ich habe die ersten drei Teile verschlungen und mich wie auf einer Zeitreise zurück in meine Reitstallzeit gefühlt und auch dieser Teil hat sich nahtlos eingereiht und mich wieder bis über beide Ohren grinsen lassen.
Maria Durand ist ihrem Schreibstil treu geblieben. Sie schreibt kindgerecht aber nicht zu kindlich, so dass auch ältere Leser ihren Spaß daran haben.
Wir treffen in diesem vierten Band alle unsere bekannten und geliebten Figuren wieder und lernen sogar jemand neuen kennen.
Es gibt wieder ein paar kleine Streitereien, viele Schmetterlinge die in den Bäuchen Kapriolen tanzen und eine riesen Menge gute Ideen. Die Autorin schreibt dabei so authentisch, dass sie das Ganze eigentlich nur selber früher am Stall erlebt haben kann.
Die Pferdesprache die verwendet wird und auch der Reiterslang stimmen einfach und sind nicht wie in manch anderen Pferdebüchern total überspitzt oder falsch.
Hier stimmt einfach alles.
Auch die Geschichte ist dieses Mal wieder eine tolle Mischung aus Spannung, Abenteuer, Spaß und Freundschaft.
Ich liebe diese Bücher und freue mich jetzt schon auf den nächsten Teil.
Eine schöne Geschichte, der eine Prise Gefühl fehlt
Zitrönchen von Maria Durand
Sandra ist jung und lebensfroh. Sie liebt es mit ihren Freundinnen in ihrem Stammclub zu tanzen und den Abend in vollen Zügen zu genießen. Eines Abends lernt sie Andrew kennen und ihre Geschichte beginnt. Für Sandra sind es zwölf Jahre in denen es heißt vor Andrew, nach Andrew und zwischen Andrew.
Denn leider hat das Leben seinen eigenen Kopf.
Cover
Das Cover war der Grund, dass ich mich für das Buch interessiert habe. Ein richtig typischer Coverkauf quasi. Der Titel und die Verzierungen passen super zur Geschichte und auch das Mädchen, welches dort auf ihrem Balkon sitzt, vermittelt das richtige Bild. Über den Rosastich auf dem Cover lässt sich streiten. Ich finde das Cover sehr schön und stimmig.
Schreibstil
Für mich war der Schreibstil sehr gewöhnungsbedürftig. Zu Beginn habe ich mich ein bisschen so gefühlt, als würde ich das Tagebuch einer achtzehnjährigen lesen. Es fehlten mir etwas die Dialoge und ich empfand die ganze Zeit eine gewisse Distanz.
Die Dialoge wurden zum Glück mehr und an den Stil habe ich mich auch gewöhnt. Trotzdem erfuhr man nie so richtig, was in den Figuren los war. Es wurde zwar erzählt, was z.B. Sandra grade empfindet aber oft fehlte der wirkliche Einblick, auch bei Andrew. Mir fiel es dadurch schwer, eine wirkliche Beziehung zu den Figuren aufzubauen, da ich das Gefühl hatte, ihnen nur vor den Kopf zu gucken.
Trotzdem war es nicht unangenehm das Buch zu lesen und es hat Spaß gemacht. Vielleicht ist es auch einfach Geschmackssache.
Figuren
Das Buch lebt davon, dass es nicht mit Figuren überschwemmt wird. Wir haben wenige Figuren, die aber wirklich die Geschichte gestalten. Das ist sehr gut gelungen.
Sandra und ihre Freundinnen Tess und Pia sind zu Beginn jung, wild und lebensfroh. Sie unterstützen sich bedingungslos und sind füreinander da. Zum Glück bleibt ihre Freundschaft bis zum Ende bestehen.
Trotzdem kann man gut eine Entwicklung miterleben. Die Mädchen werden erwachsener, reifer und leider auch ein wenig verbittert. Für mich haben sie ihre Farbe verloren und sind grau geworden. Sie haben ihren Spaß verloren und sich der Erwachsenenwelt ergeben. Leider ist das besonders Sandra passiert, die leider auch ihre Dämonen der Vergangenheit nicht loswird und ab und zu etwas verzweifelt wirkt. Die junge Sandra hat mir besser gefallen.
Andrew hat mir durchgehend gut gefallen. Er war nett, lustig, führsorglich und liebevoll. Zwar hat er sich etwas ins Negative verändert, als er aus dem Irak zurückkam aber dafür hatte ich vollstes Verständnis.
Die anderen Nebenfiguren sind alle sehr passend gewählt und haben alle ihren eigenen Charakter. Das ist wichtig und hat hier gut funktioniert.
Geschichte/Fazit
An der Geschichte hat mir am besten die Zeit gefallen, die Andrew und Sandra zusammen hatten. Obwohl es mich gefuchst hat, dass die beiden irgendwie nicht vernünftig reden konnten und sich nicht ausgesprochen haben.
Mir hat die Freundschaft der Mädchen gut gefallen und auch ihre Unternehmungen und ihr Zusammenhalt.
Es hat mir gefallen, den Werdegang und die Entwicklung der Figuren mitzuerleben und ein Teil davon zu sein.
Ich kann nur sagen, dass es eine schöne Geschichte ist, die gut durchdacht und sehr stimmig wirkt. Mir persönlich hat der Schreibstil nicht so zugesagt und ich hätte mir mehr Gefühl gewünscht. Aber lesen kann man das Buch allemal.
Sommer, Sonne, Italien und dazu eine große Portion Gefühl
Brausepulverherz von Leonie Lastella
Jiara arbeitet im Sommer in der Trattoria ihres besten Freundes Dario. Finale ist ihre zweite Heimat, hier fühlt sie sich geborgen und glücklich.
Dann taucht eines Tages Milo auf und bringt ihre Welt durcheinander wie ein Tornado. Plötzlich kann sie an nichts Anderes mehr denken, als an ihn.
Ohne es zu planen, kommen die Beiden sich näher und Jiara fühlt ein Brennen in ihrem Herzen, dass sie so noch nie gespürt hat.
Doch ist auf Milo Verlass und was ist mit ihrem Freund Jonas und ihrem 10 Jahresplan in Hamburg?
Dieses Buch ist einfach perfekt, um sich auf den Sommer einzustellen.
Leonie Lastella gestaltet in ?Brausepulverherz? ein wunderschönes Bild von Italien. Ich hatte direkt das Gefühl dort am Meer zu sein.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und irgendwie fluffig. Er lässt sich super schnell und angenehm lesen und hat mich meine Außenwelt vergessen lassen.
Die Geschichte ist vom Prinzip her keine Neue aber sie ist neu erzählt und das auf eine sommerfrische, bunte und gefühlvolle Art und Weise.
Zwar sind viele Ereignisse ein wenig klischeehaft und vorhersehbar aber bei dieser in sich stimmigen Geschichte und den tollen Charakteren, kann man darüber hinweg sehen.
Die Geschichte versprüht genauso viel Farbe wie das wunderschöne Cover. Ich liebe die unterschiedlichen bunten Farben, die toll miteinander harmonieren. Ich muss sofort an Sommer, Sonne, Strand und Meer denken. Einfach perfekt.
Die Figuren in der Geschichte sind alle sehr gut gewählt. Es gibt nicht zu viele und die, die es gibt, sind wirklich alle sehr unterschiedlich. Jede Person hat seine kleinen Macken und trotzdem seine positive Seite. Und wenn es mal um nicht so sympathische Figuren geht, ist das Drumherum sehr passend.
Ich habe die Figuren in mein Herz geschlossen und sie gerne auf ihrem Weg begleitet.
Alles in allem ein wirklich schöner Sommerroman! Hat mir sehr gut gefallen.
Ich freue mich schon, in Zukunft mehr von Leonie Lastella zu lesen.
Ein Roman der das Leben preist
Überleben ist ein guter Anfang von Ulmer Andrea
Selbsthilfegruppen sind deprimierend, findet Anja Möller. Und die für krebskranke Frauen erst recht. Sie geht nur hin, weil ihr Mann das will. Und trifft dort auf die 83-jährige Sieglinde. Sieglinde ist trotz ihrer Diagnose voller Lebensfreude und plant eine Weltreise. Doch bevor sie die antreten kann, stirbt sie.
Als die übrigen fünf absolut unterschiedlichen Frauen der Selbsthilfegruppe beschließen, an ihrer Stelle die Welt zu sehen, nimmt eine abenteuerliche Reise ihren Lauf: Sie haben nichts mehr zu verlieren, sondern alles zu gewinnen.
Ich habe das Buch mit gemischten Gefühlen begonnen, da meine Mutter selbst Krebs hatte. Aber ich muss sagen, dass das Thema hier wirklich gut thematisiert wird.
Wir erleben hier viele sehr sympathische Figuren. Alle haben ihren eigenen Charakter und ihre eigenen Ängste, Sorgen und Freuden.
Auch die Reise ist wirklich gut beschrieben. Die unterschiedlichen Stationen dieser Reise konnte ich mir schön vorstellen und auch dass Sieglinde immer ein Teil dieser Reise ist, hat mir gut gefallen.
Mein einziges Manko ist, die fehlende Tiefe an einigen Stellen. Da ich selbst Angehörige einer Krebs-(Be-)Siegerin bin, weiß ich wieviel hinter der Fassade der Menschen steckt. Ich hätte mir gewünscht, dass in der Geschichte in diese Tiefen eingedrungen wird.
Leider war das an einigen Stellen nicht so ganz der Fall.
Trotzdem ist dieses Buch eine schöne, kurzweilige Geschichte, die dieses Thema auf eine gute Art und Weise verpackt.
Ich bin verwirrt und überrascht
Die Verseflüsterin von Fougerousse Nicolas
Hör auf deine Gefühle! ? Diese Botschaft entdeckt Marcus eines Tages an seiner Windschutzscheibe, als er sich gerade anschickt, ins Büro zu fahren. Was ein desillusionierter Tag wie jeder andere hätte werden sollen, ist der Startschuss zu einem Abenteuer der ganz besonderen Art: Wer mag ihm diese Botschaft geschickt haben? Ganz sicher jemand, der ihn und seine Gewohnheiten kennt.
Seine Frau Isabelle vielleicht? Sein Chef? Oder gar ein völlig Unbekannter? War es vielleicht der eigenartige Typ, den er da zufällig kennengelernt hat? Eines ist sicher: Dieser Augenblick verändert das Leben von Marcus mehr, als er sich je hätte träumen lassen.
Zu diesem Buch fällt mir nicht einmal ein eigener Klappentext ein. Es fällt mir sehr schwer, eine passende Umschreibung meiner Eindrücke zu treffen.
Ich habe einen Roman erwartet, der vielleicht in Richtung Cecelia Ahern geht. Der die Wandlung eines Menschen und der die bedingungslose Liebe, Vergebung und die Tiefe der menschlichen Seele innerhalb einer Geschichte anspricht und verarbeitet.
Ich habe einen Roman erwartet, der mich berührt und mit auf ein Abenteuer nimmt.
Bekommen habe ich nur einen Teil davon.
Dieses Buch erzählt eine Geschichte und behandelt all diese Themen, doch ganz anders als ich erwartet habe. Ich bin mir nicht mal sicher, ob dieses Buch wirklich ein reiner Roman ist. Denn, besonders in der ersten Hälfte wirkt dieses Buch eher wie ein getarnter Lebensratgeber. Wie ein Ratgeber, für einen Weg zu sich selbst zu und zur Selbstliebe, versteckt hinter Marcus Erlebnissen.
Der Teil hat mir am besten gefallen, obwohl ich etwas völlig Anderes erwartet habe. Die Gedankenansätze werden mit viel Gefühl vermittelt und nicht aufgedrängt. Einiges hat mich davon bewegt und wird mich hoffentlich noch ein Stück begleiten.
Ab der Mitte des Buchs wird es jedoch für mich verwirrend. Plötzlich ändert sich die Art des Buchs und auch der Inhalt der Geschichte. Es geht zwar immer noch um Vergebung und Liebe aber nicht mehr Anregend wie im ersten Teil sondern eher beklemmend. Ab hier habe ich mich wirklich gefragt, was dieses Buch mir eigentlich vermitteln soll.
Ich hatte das Gefühl, als hätte der Autor sich plötzlich überlegt doch einen Roman zu schreiben und keinen versteckten Ratgeber.
Es ist wirklich schwer, meine Eindrücke in Worte zu fassen, denn ich bin immer noch verwirrt und weiß nicht so recht, was ich davon halten soll.
Ich denke, da muss man sich sein eigenes Bild von machen.
Das Buch hat aber definitiv ein paar anregende Gedanken und einen schönen Schreibstil. Wenn auch einen verwirrenden Handlungsverlauf und eine unklare Gesamtaussage.
Schuster, bleib bei deinen Leisten
For 100 Days - Täuschung von Adrian Lara
Avery Ross ist eine selbstbewusste, starke Frau. Sie steht seit ihrem sechzehnten Lebensjahr auf eigenen Beinen und schlägt sich so grade mit ihrem Kellnerjob. Eigentlich ist sie Künstlerin, doch mit ihren Bildern will es nicht so ganz klappen. Weil das alles noch nicht schwierig genug ist, muss sie aus ihrer Wohnung raus.
Doch im letzten Moment bekommt sie das rettende Angebot. Vier Monate Housesitting in einem Luxusapartment. Genau dort lernt sie den Milliardär Dominic Baine kennen. Er scheint ihr auf den Grund der Seele zu blicken und plötzlich wird ein ungeahntes Verlangen in ihr wach. Doch auch Nick fühlt sich zu ihr hingezogen. Wird Avery sich trotz ihrer schweren Vergangenheit auf ihn einlassen können?
Ich sage es direkt: Ich bin wirklich enttäuscht. Die Geschichte klang für mich sehr interessant und hatte viel Potential für Spannung und Erotik. Letzteres wurde ausreichend erfüllt, der Rest war eher lasch.
Vielleicht kann man das Rad auch einfach nicht mehr neu erfinden.
For 100 Days ist für mich eine Mischung aus Fifty Shades of Grey und der Hard-Reihe. Nick Baine ist eine ziemlich genaue Mischung aus den beiden Hauptfiguren der Reihen. Man könnte fast meinen, die Autorin hat vorher genau diese Bücher gelesen, um sich inspirieren zu lassen.
Und auch Avery hat im Laufe der Geschichte viel ihres Charakters verloren. War sie zu Beginn noch stark und selbstständig, wurde sie nach und nach zu einem hörigen Schoßhund. Es ging viel um Vertrauen. Doch eigentlich nur darum, dass sie sich ihm unterwirft. Nicht im Sinne von Fifty Shades aber doch sehr nach seiner Pfeife tanzend. Das war schade. Ich fand ihren starken Charakter sehr viel ansprechender.
Die Erotik wurde in diesem Buch auf eine sehr stilvolle und schöne Art und Weise beschrieben. Die Szenen waren lang aber nicht zu lang. Leider ist die Autorin hier aber nicht um einige Wiederholungen drum herumgekommen. Schade.
Die ganze Geschichte versucht sich um ein Geheimnis herum aufzubauen. Sie versucht die Erwartungen zu schüren, so dass der Leser auf den großen Knall wartet. Als dieser letztendlich kam, entpuppte er sich als leise Verpuffung. Ich habe eine wirklich unglaubliche Enthüllung oder einen weltzerüttenden Streit erwartet und habe nichts dergleichen bekommen. Der große Knall, das Ende dieses Buchs war für mich ebenso eine Enttäuschung und keine wirkliche Überraschung.
Das Buch endet mit einem Cliffhanger, der vermuten lässt wie es im zweiten Teil weitergeht. Denn einen ziemlich ähnlichen Cliffhanger kennt man auch schon aus anderen Reihen. Er mag bei einigen Lesern seinen Zweck erfüllen und sie auf das zweite Buch neugierig machen, bei mir klappt es nicht. Ich werde wohl nie herausfinden, ob Nick und Avery eine wirkliche Zukunft haben.
Nette Idee, schöne Erotikszenen, toller Schreibstil aber sehr langweilige und altbekannte Umsetzung. Ich finde, Lara Adrian sollte bei ihren Fantasybüchern bleiben, denn das kann sie.
Ein wunderbarer zweiter Teil
Die Geschichte eines neuen Namens - Jugendjahre (Neapolitanische Saga 2) von Elena Ferrante
Lila und Elena sind sechzehn Jahre alt, und sie sind verzweifelt. Lila hat noch am Tage ihrer Hochzeit erfahren, dass ihr Mann sie hintergeht ? er macht Geschäfte mit den allseits verhassten Solara-Brüdern, den lokalen Camorristi. Für Lila, arm geboren und durch die Ehe schlagartig zu Geld und Ansehen gekommen, brechen leidvolle Zeiten an.
Elena hingegen verliebt sich Hals über Kopf in einen jungen Studenten, doch der scheint nur mit ihren Gefühlen zu spielen. Sie ist eine regelrechte Vorzeigeschülerin geworden, muss aber feststellen, dass das, was sie sich mühsam erarbeitet hat, in ihrer neapolitanischen Welt kaum etwas gilt.
Schon den ersten Teil habe ich nahezu verschlungen und auch beim zweiten Teil gab es kein Halten mehr.
Der Schreibstil ist sich, zu meiner großen Freude, treu geblieben. Nicht zu romantisch oder blumig aber schön bildlich und sehr angenehm zu lesen. Dabei sehr fesselnd und genau richtig zum mitfiebern mit den Mädchen.
Ich mag beide Figuren sehr gerne. Lila und Elena sind sehr unterschiedlich und doch finde ich, dass sie sehr gut harmonieren. Ihren weiteren Lebensweg zu erleben und dabei zu sein, wie sie größer werden und sich weiterentwickeln, hat mir wirklich Spaß gemacht. Ich habe mich sehr darauf gefreut, lesen zu können, wie aus den kleinen Mädchen Teenager werden.
Ich freue mich auch jetzt schon auf den dritten und den vierten Teil.
Ich werde die Reise der beiden Mädchen definitiv weiterverfolgen.
Ein toller Abschluss für meine Reise durch die Bibliothek der vergessenen Bücher
Das Labyrinth der Lichter von Ruiz Zafón Carlos
Ein Auftrag der Politischen Polizei führt die eigenwillige Alicia Gris von Madrid zurück in ihre Heimatstadt Barcelona. Unter größter Geheimhaltung soll sie das plötzliche Verschwinden des Ministers Mauricio Valls aufklären. In seinem Besitz befand sich ein geheimnisvolles Buch aus der Serie ?Das Labyrinth der Lichter?, das Alicia auf schmerzliche Weise an ihr eigenes Schicksal erinnert.
Es führt sie in die Buchhandlung Sempere & Söhne, tief in Barcelonas Herz. Doch die Antworten, die Alicia dort findet, bringen nicht nur ihr Leben in allerhöchste Gefahr, sondern auch das der Menschen, die sie am meisten liebt.
Ich habe zuvor die drei anderen Bücher der Reihe gelesen und zusammen mit ?Der Gefangene des Himmels? hat mich dieses Buch wirklich überzeugt.
Carlos Ruiz Zafón hat mich wieder durch seine meisterlichen Verknüpfungen absolut begeistert. Das ist für mich immer wieder ein Highlight gewesen. Er schafft es alle Fäden der drei Bände und die vielen zumeist wirren Fäden aus dem Labyrinth zu einem gleichzeitig schillernden und düsteren Bild zu verbinden. Er baut Brücken zwischen den einzelnen Romanen, die ich oft so nicht so erwartet habe.
Die Figuren habe ich nach vier Bänden wirklich in mein Herz geschlossen. Keine von ihnen ist perfekt oder der strahlende Held. Alle haben ihre dunklen Schattenseiten, sowie Ecken und Kanten.
Die Geschichte dieses Romans ist im Vergleich zu ?Der Schatten des Windes? oder ?Das Spiel des Engels? actiongeladener und konnte mich mehr mitreißen. Es gab zwar auch hier diese typischen ruhigen und langatmigen Stellen, die jedoch immer wieder von knackigen und spannenden Kapiteln abgelöst wurden.
Carlos Ruiz Zafón beantwortet in diesem Band auch noch einige Fragen und löst einige Umstände auf, die in den letzten Roman noch offengeblieben sind. Das hat es für mich persönlich, zu einem sehr guten Abschluss gemacht.
Durch die wunderbaren Verknüpfungen der Bände und den gelungenen Abschluss, kann ich dieses Buch alles Zafón Fans nur empfehlen.
Du glaubst, du kennst die Menschen ? doch du irrst dich!
The Couple Next Door von Lapena Shari
Marco und Anne sind bei ihren Nachbarn Cynthia und Greg zu einem gemütlichen Dinner eingeladen. Da die Babysitterin abgesagt hat, bleibt Cora, ihr Baby zuhause. Beide sehen regelmäßig nach dem Kind und auch das Babyfon ist eingeschaltet und doch verschwindet Cora. Der Schock sitzt tief, Cora wurde entführt.
Von diesem Moment an, beginnt eine Odyssee des Grauens. Wer hat das Kind entführt und warum? Und werden sie Cora je wieder lebend zurückbekommen?
Ich habe das Buch bei einer Vorableserunde gewonnen und bin wirklich froh, dass ich mich beworben habe.
Ich habe das erste Buch der Autorin noch nicht gelesen und war zu Beginn ein wenig Skeptisch, ob die Geschichte auch wirklich spannend wird. Völlig zu unrecht.
Schon von den ersten Seiten an, baut die Geschichte Spannung auf und wird von Kapitel zu Kapitel rasanter.
Die Autorin hat einen flüssigen und treibenden Schreibstil. Ich bin nur durch die Seiten geflogen, ohne zu merken, wie viel ich eigentlich schon gelesen habe. Lange Sätze wechseln sich mit kurzen, knappen Sätzen ab, was ein gutes Tempo in die Geschichte bringt.
Schon recht früh wechselt die Autorin immer wieder die Erzählperspektiven. Wir erleben die Story mal aus Annes Sicht, mal aus Marcos und mal aus der Sicht des Detectives. Aber auch Annes Eltern und ihre Nachbarin werden uns dadurch nähergebracht.
Die Personen in ?The couple next door? sind wirklich gut gezeichnet. Nicht nur optisch werden sie gut gezeichnet auch ihre unterschiedlichen Charaktere und ihre jeweiligen Gedanken und Gefühle werden herausgearbeitet, ohne dass es zu viel oder zu wenig Information ist.
Am besten hat es mir gefallen, dass ich oft nicht wusste, was stimmt und was nicht. Wer sagt die Wahrheit und wer nicht. Ich habe wirklich mit dem Detective mitgerätselt und habe gespannt auf jeden neuen Hinweis gewartet.
Für mich war es auch immer wieder so, dass ich grade dachte, ich wüsste was als nächstes kommt und wäre dem Täter eine Spur nähergekommen, da gab es plötzlich total unerwartete Ereignisse, die die gesamte Geschichte in eine neue Richtung gedreht haben. Oft dachte ich mir nur ?wow, damit habe ich jetzt nicht gerechnet?.
Zu meiner Begeisterung haben sich diese Unerwarteten Geschehnisse bis zum Ende des Buches durchgezogen. Nicht einmal das Ende habe ich so erwartet.
Für mich ein absolut tolles Buch, dass ich jedem Thrillerfan nur wärmstens ans Herz legen kann. Einfach klasse!










