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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von HEYN Leserunde Silvia Grutze:

Purpur Network

Whisper Network von Baker Chandler

Ich hab mich so gefreut auf diesen Roman, diesen Thriller "Whisper Network" von Chandler Baker. Ich habe das Buch bei einem Gewinnspiel der Buchhandlung Heyn gewonnen... allerdings unter der Voraussetzung nach dem Lesen eine Rezension zu schreiben. Nun...hier ist sie.

Die Geschichte liest sich im Großen und Ganzen leicht und flüssig, trotz der anfänglichen Schwierigkeiten sich die vielen Namen und Protagonisten zu merken.

Durch deren Zusammenspiel konnte ich mir schnell eine ziemlich genaue, wenn natürlich auch nur sehr subjektive Vorstellung jeder einzelnen Person machen. Damit wurde das Buch zu einem großen Lesevergnügen und mein Kopfkino zog mich Seite für Seite in den Bann der faszinierenden Handlung. Auch die Tatsache das die Autorin Juristin ist und ihr Fachwissen wunderbar in die Erzählung mit einfließen lässt macht die Geschichte rund und ausgewogen. Ich konnte mich wunderbar in die Szenen hinein fühlen und wurde dabei immer wieder überrascht. Das Thema dieses Romans ist nicht zu unterschätzen und der Autorin gelingt es den Spannungsbogen bis zum Ende aufrecht zu erhalten. Das Ende mit, mit dem wahrscheinlich kein Leser rechnet, ist das Tüpfelchen auf dem "i". Aber bilde dir unbedingt deine eigene Meinung und lies es. Für jede Menge Diskussionsstoff ist bestimmt gesorgt nachdem du das Buch beendet hast.

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grenzgenial

Die Stille des Todes von Eva Garcia Saenz

Einfach lesen, wirken lassen - ein Tipp den nächsten Thriller von Eva Garcia Saenz geich mitnehmen, Suchtgefahr !

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Das Leben mit all seinen Facetten

Vom Land von Dominik Barta

So wie Theresa geht es vielen Frauen und bestimmt auch sehr vielen Männern. Die Zeit verfliegt, wird vollgestopft mit all dem unnützen Ballast aus Erwartungen und Verpflichtungen. Die eigenen Interessen und Wünsche kommen zu kurz oder werden gar ganz in den Hintergrund geschoben und verdrängt. Ich finde es großartig wie es Dominik Barta in seinem Roman gelungen ist eine umfangreiche Familiengeschichte aber auch zeitaktuellen Vorkommnisse auf so wenigen Seiten darzustellen und mich damit als Leser in seinen Bann zu ziehen vermag.

Da ist einiges los auf 164 Seiten. Ich war sehr berührt beim Lesen aber auch schockiert, und nach einigen Zeilen von Kapitel 3 stockte mir sogar der Atem. Ich glaub ich hab noch nie so schnell begierig weitergelesen. Der Roman spiegelt wirklich das Leben in all seinen Facetten wider. Es stellen sich so viele Fragen, die in engem Zusammenhang mit dem eigenen Leben stehen.
Was will ich in meinem Leben? Wo stehe ich und wo will ich hin - und mit wem? Geht es mir wirklich gut? Bin ich glücklich?
Wow - großartiger, aufwühlender, mitreißender Roman! Ich kann dieses Buch zu 100 Prozent weiterempfehlen.

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Und es war wirklich so…

Rote Kreuze von Sasha Filipenko

Der Roman war für mich leicht zu Lesen und ich war so gefesselt von diesem Buch, aber trotzdem kann ich im Nachklang nicht sagen, welches der beiden beschriebenen Familienschicksale schrecklicher und tragischer war. Die Erzählung der Lebensgeschichte der über neunzigjährigen Tatjana Alexejewna mit beginnender Alzheimererkrankung oder die ihres neuen Nachbarn Alexander? Wenn es um Trennung geht, schon schlimm genug, aber wenn dann noch Kinder ins Spiel kommen und Familien unerwartet unmenschlich entzweigerissen werden.

..umso grausamer. Und mir ist es nicht nur einmal durch den Kopf gegangen wie gut wir es jetzt und hier im Jahr 2020 haben. Meine Großeltern lebten auch in der Zeit des Krieges – meine Eltern wurden in diese Zeit hineingeboren und ich kann es nicht begreifen, dass man solche schrecklichen, brutalen menschenunwürdigen Erlebnisse über einen so langen Zeitraum überhaupt überleben kann. Ich hatte oft Gänsehaut beim Lesen, denn diese bedrückenden Situationen wurden mit einer berührenden für mich sehr emotionalen Leichtigkeit beschrieben. Auch toll fand ich wie Sasha Filipenko seine Erzählung aufgebaut hat und wie er alle Einzelheiten sehr beeindruckend beschrieben hat. Und trotzdem hinterlassen die Worte des Autors eine gewisse Nachdenklichkeit und sehr viele Diskussion-Themen. Auf alle Fälle empfehlenswert.

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Zwischendurch beißt man sich die Zähne aus

Rate, wer zum Essen bleibt von Philipp Tingler

Das Cover ist interessant gestaltet und kündigt durch die Wolken einen Wechsel von Gefühlen an. Zu Anfang verspricht es also interessant zu werden, doch irgendwie komme ich nicht gleich in die Erzählung hinein. Die Dialoge der fünf Personen beim ersten Essen wirken für mich so hart. Der Schriftsteller lässt seine eigene Meinung als Kritiker mit einfließen.

Es fällt mir schwer es zu lesen und tröste mich mit dem Gedanken, dass es sich erst noch entwickeln wird. Ich fühle mich etwas überfordert und geradezu unbelesen wie da mit für mich fremden Wörtern in den Dialogen regelrecht herumgeschossen wird.
Die Gastgeberin will alles richtig machen - die Gäste führen sich auf als ob.... und dann, fällt ein Gast vom Stuhl.
Die zweite Hälfte des Romans (ab Tag IV) liest sich dann viel flüssiger für mich, als ob jemand anders das Buch weitergeschrieben hätte oder der Autor es plötzlich verstanden hat einen Roman zu schreiben. Flüssig und humorvoll, dass einem nicht langweilig wird - auch skurriler und zynischer Witz kommt nicht zu kurz und ich musste manchmal herzhaft lachen.
In Connis Ratschlägen entdeckte man wahre Worte trotz ihres schrägen Humors und der Ironie dahinter- es hat was Berührendes.
Herr Trutz ist mir am unsympathischsten in dieser Geschichte, denn er hasst Bücher im Grunde. Er kann sich für Literatur nicht begeistern- was ist das nur für ein Mensch ? - doch schön langsam taut er mit entsprechenden Gesprächsthemen auf.
Doch das Ende packt mich nicht wirklich bis auf eine Aussage: „Vielleicht sollte der Mensch, statt zu sich zu kommen, besser versuchen, zur Welt zu kommen."
Es soll sich jeder seine eigene Meinung zu diesem Roman bilden - entscheide selbst ob du es liest !

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Literarischer Hochgenuss

Der Sprung von Simone Lappert

Ich finde diesen Roman großartig und zugleich spannend - ich habe es als Genuss empfunden ihn zu lesen. Die Sprache so wunderbar spritzig, abwechslungsreich und sehr gelungen. Die Erzählung, auch im Aufbau der einzelnen Lebensgeschichten (jede für sich könnte einen Roman füllen) ist überaus gelungen.

Ich hab mich sehr unterhalten gefühlt, mit manch einem Lächeln im Gesicht, denn Witz und Humor kommen auch nicht zu kurz. Die einzelnen Erlebnisse der Personen in dem Zeitfenster der Geschichte, das Geschehen aus den Blickwinkeln von mehreren Personen die unmittelbar mit Manu, der Protagonistin zu tun haben, ergeben ein faszinierendes Netzwerk. Die Schnittstellen der unterschiedlichen Charaktere, sind schlicht genial beschrieben und es ist einfach leicht gefallen mitten drin in dieser Geschichte zu sein. Die einzelnen Abschnitte über jede der handelnden Personen in diesem Roman ließen mich immer wieder innehalten und mir kam mehr als einmal der Gedanke: „Voll aus dem Leben gegriffen!“ In der kurzen Zeitspanne des Romanes, ein Tag und eine Nacht, werden Schicksale besiegelt und Karten neu gemischt. Eine Person, der Sandler, der mit den Fragen die er verkauft, stimmte mich recht nachdenklich. Wie kommt man überhaupt auf so eine Idee? Meine Gedanken wurden in eine ganz andere, irgendwie esoterische und weise, Richtung gelenkt und ich habe mir überlegt, was ich wohl antworten würde. Das Ende offenbart für mich viele Fragen oder besser diskussionswürdige Themen. Ich werde dieses Buch nicht zum letzten Mal gelesen haben. Aber lies bitte selbst - ich kann diesen Roman nur jedem ans Herz legen. Wäre bestimmt auch ein schönes Geschenk unter dem Weihnachtsbaum für alle, die gerne gute Geschichten lesen. Danke Mr. Heyn und Simone Lappert für diesen literarischen Hochgenuss!

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tasuketekudasai – rette mich !

Der Riss von Hye-young Pyun

Ogi, der Protagonist dieses Romans, fährt mit seiner Frau (sie bleibt im gesamten Roman ohne Namen) in den Urlaub und kehrt alleine zurück nach Hause. Er hat das Gefühl, dass keiner seine Situation verstanden hat und er ist wütend auf Gott und die Welt. Er ist sehr einsam und hadert mit seinem Schicksal.

Ob es nicht besser gewesen wäre seine Frau wäre an seiner Stelle nach Hause zurückgekehrt? Spätestens in diesem Moment bildet man sich seine Meinung über dieses Thema und ist schon mittendrin in diesem leicht lesbaren Roman, der vom Anfang mit jeder Seite bis hin zum Ende immer spannender wird und mich fesselte. Unvorstellbare Situationen werden einem vor Auge geführt. Nur "einfach kurz mal"... das geht nicht. Angewiesen sein ein Leben lang. Wird sich was ändern? Die Spezialisten sagen: Ja!
"Bewundernswerte Menschen, die sich tagtäglich opfern, um vielen solcher Situationen Herr zu werden", kommt mir immer wieder in den Sinn. Ihnen zolle ich allerhöchsten Respekt. Die Geschichte geht mir so nahe... obwohl es nur ein Roman ist. Ich ertappe mich bei dem Gedanken: Was wäre wenn mich so ein Schicksal treffen würde? Man erhält Einblicke in Ogis Leben und die Entwicklung. Der Leser lernt seine Schwiegereltern kennen. Der Spannungsbogen reicht bis hin zu Erklärungen über japanische Wurzeln. In Summe macht alles das für mich diesen Roman so lesenswert. Auch der Humor kommt in manchen Passagen nicht zu kurz. Im Laufe der Zeit habe ich mit Ogi mitgelitten und immer die Vorstellung verdrängt, wie machtlos ich in seiner Situation sein würde. Ausgeliefert und abhängig von der eigenen Schwiegermutter, wehrlos, in der Situation gefangen. Geht man daran selbst bis an seine Grenzen und darüber hinaus letztendlich zugrunde oder verfällt man dem Wahnsinn der mehr und mehr angsteinflößenden Schwiegermutter? Ein  geplanter Eingriff von Experten verspricht eine Lösung. Wird es dadurch besser für Ogi? Lässt seine zunehmend unheimlich werdende Schwiegermutter diese OP zu? Ist eine psychische Erkrankung im Spiel? Lies selbst! Vielleicht wirst auch du so schockiert vom Ausgang der Geschichte sein wie ich es war. Sie regt auf jeden Fall zum Nachdenken und zu Diskussionen an. Mein Resümee: Ich bin begeistert von diesem Buch und werde es weiterempfehlen! Ich mag asiatische AutorInnen!

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Wer kennt es nicht- bei Omi zu Hause ist/wird alles gut...

Großmutters Haus von Thomas Sautner

Großartig ist dieser Roman geschrieben, so spielend zu lesen in einer wunderbaren, leichten Sprache. Humorvoll - man kommt zwischendurch immer wieder zum Schmunzeln. Klar beschriebene Bilder machen das Buch wie selbstverständlich zu einem richtigen Lesevergnügen. Die totgeglaubte Großmutter entpuppt sich als wandelbares Chamäleon.

Der emotionalsten Moment beim Lesen dieses Romans war für mich persönlich die Erklärung der Großmutter Krystina-Oma über ihren Vater während des Schachspiels. Man erfährt Einiges über die "Selbstgedrehten" aber auch viele Einsichten, die die Figuren Erlangen und geben, machen das Buch empfehlenswert... Auch wenn es nachdenklich stimmt. Rauchzeichen haben schon jeher Völker verbunden und diese Selbstgedrehten von Omi machen Menschen zu etwas Besserem - was meint ihr?

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Wer schreibt der bleibt! Meine Ersatzmutter- ich habe sie geliebt – ich habe sie umgebracht

Der Stotterer von Charles Lewinsky

Obwohl es sich beim Protagonisten dieses Romans um einen Stotterer handelt, liest sich das Buch sehr flüssig. Es ist wunderbar geschrieben, obwohl in einzelnen Passagen sehr deprimierende Worte verwendet werden. Das Leben selbst oder besser das Erlebte macht den Stotterer zum Zyniker. Er ist sehr überzeugt von seinen schriftstellerischen Fähigkeiten und trotzdem bringt ihn der Betrug durch das Schreiben in die Justizvollzugsanstalt.

Dort versucht der Stotterer mit seiner einzigen Fähigkeit - dem Schreiben - (denn gesprochen bekommt er kein Wort heraus) den Padre, den Advokat, und einen Verleger zu beeindrucken. Zeitweise wird seine Ausdrucksweise aber sehr verletzend. Die erfundenen Geschichten sind sehr düster und kreisen permanent im Kopf des Lesers herum. Was will er damit sagen? Was bezweckt er mit diesen Geschichten? Die Ereignisse überschlagen sich, die Handlungen greifen ineinander über. Ein schräger Typ ist dieser Stotterer, geprägt durch seine strenge christlich-orientierte Kindheit. Er wirft nur so mit Bibelzitaten um sich. Zeitweise ist es für mich unheimlich und skurril, aber es reizt einfach weiter zu lesen. Unterteilt ist der Roman in Erzählungen für den Padre, in Lebensgeschichte, erfundene Geschichten, Tagebucheintragungen und Fingerübungen... zwischenzeitlich weiß man deshalb nicht mehr in welcher Welt man sich befindet. Fiktion? Realität? Lebt man, träumt man oder ist man tot? Und immer wieder Zungenbrecher wie z.B. Die Katzen kratzen im Katzenkasten, im Katzenkasten kratzen Katzen. Spätestens an solchen Stellen wird man zurück ins Hier und Jetzt katapultiert. Das Gehirn ist auf alle Fälle gefordert! Als Leser muss schon viel mitdenken um in diesem Roman zu bleiben und um nicht ins „Stottern zu verfallen“. Sympathisch ist mir der Stotterer nicht, im Gegenteil: Er ist nur auf sein Wohlergehen bedacht und manipuliert Menschen mit seinen geschriebenen Worten. Eine ungewöhnlicher Roman mit vielen Zitaten von Arthur Schopenhauer gespickt.

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Ein Mensch der lacht ist schwierig zu küssen.

Am Beispiel des Affen von Kumar Amitava

Ein affiger Ein- und Auswanderungsroman. Die Hauptfigur Kailash dieses Romans, der in der Ich-Form geschrieben ist, ist ein Einwanderer... von Indien nach New York.  Zum Studieren ausgewandert nach Amerika lässt er uns teilhaben an schwierigen Zeiten...der Distanz zu seinen Wurzeln aber auch am Heranreifen zu einem Mann.

Was wir aus Bravo oder Rennbahnexpress erfuhren, lernt K.  zuerst von einem Jugendfreund aus Indien und dann durch Dr. Ruth und Dr. Wasta. In seinen Beziehungsgeschichten schildert er ausführlich sein Leben. Nachdem man sich an die vielen Fußnoten und die wechselnde Schrift (was für mich sehr anstrengend war) gewöhnt hat, liest es sich. Und auch das anführen einiger Fotos im Roman finde ich auflockernd. Die Liebeleien sind sehr amüsant beschrieben und nicht kitschig- und seine anfängliche Zurückhaltung gefällt mir obwohl es in seiner Vorstellung bereits ein Kopf-Kino gibt. Es ist aber zeitweise sehr verworren und wechselt ziemlich schnell an Eindrücken- von Vergewaltigung zu erlebtem erfüllten Sex – Eifersucht- Zweifel – kleinen Lügen… Es war – es ist – es wird...
Obwohl es auch witzige Anmerkungen gibt wie z. B. der Wortwechsel zwischen Charles und Camila auf Seite 160 – wo es wiederum humorvoll wird in den Redewendungen. Cool fand ich auch den Namen der Katze von Maya „Frida Kahlo“
Der Roman hat sehr viele geschichtliche und historische Anmerkungen, was mich zeitweise so gelangweilt hat, dass ich das Buch öfters zur Seite legen musste. Trotzdem hat mich die Skurrilität mitgerissen den Roman fertigzulesen.
So zum Ende hin –frage ich mich: Ist es ein Liebes- oder Geschichtsroman im Sachbuchstil? Eine journalistische Erzählung? Von mir 2 Sterne weil ich es fertiggelesen habe und Kailash seine Masterarbeit fertig geschrieben hat. ;-)

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