Kunden em pfehlungen
Rezensionen von lesen=liebe:
Im Todeszug
Mord im Christmas Express von Alexandra Benedict
Roz ist frisch pensionierte Kriminalkommissarin. Am Abend des 23. Dezembers setzt sie sich in den Nachtzug, um zu ihrer Tochter nach Fort William zu fahren. Roz‘ Tochter erwartet ein Kind und die Wehen haben bereits eingesetzt – leider viel zu früh.
In der ersten Hälfte des Buches lernt man die 18 Passagiere besser kennen.
Man tappt also ziemlich lange im Dunkeln und weiß sehr lange nicht wer ermordet wird. Da Roz Kriminalkommissarin ist und sie die Sache etwas beschleunigen will, nimmt sie sich ihrer an und will die Straftat aufklären. Dies geschieht in der zweiten Hälfte des Romans. Währenddessen holt Roz ihre Vergangenheit ein. Sie hat in ihrer Jugend Schreckliches erlebt, das sie bis heute nicht überwunden hat. Nebenbei plagen sie auch noch die Sorgen um ihre Tochter.
Mord im Christmas Express ist ein mäßig spannender Kriminalroman, der aber absolut nicht langweilig oder langatmig ist. Für den persönlichen Geschmack hätte die Geschichte etwas raffinierter sein können. Dennoch gibt es ein paar Wendungen, die man nicht erwartet hätte.
Ungefähr in der Mitte bekam ich Gänsehaut, aber nicht wegen der mörderischen Geschehnisse, sondern weil hier ein Thema behandelt wird, das Roz, ihre Tochter, die Autorin und ich gemeinsam haben. Wir sind Frühchenmamas. Ich hätte nie erwartet in diesem Buch etwas über Neonatologie und Känguruhen zu lesen.
In jedem von uns steckt ein Superheld
Bookmän: Alles Konfetti von Rüdiger Bertram
Bei dem Buch Bookmän, erschienen bei Carlsen, handelt es sich um ein Kinderbuch für Leser ab 7 Jahren.
Protagonist ist Matteo, der seine Freizeit am liebsten in der Bücherei verbringt und ganz unverhofft zum Superhelden wird.
Als Bookmän ankam, war mein Sohn maßlos enttäuscht, hatte ich ihm doch ein Buch über einen Superhelden versprochen.
Bookmän war in seinen Augen kein Superheld. Ich konnte ihn zum Glück überreden, dem Buch eine Chance zu geben. Mein Sohn ist gerade in die Schule gekommen und somit habe ich ihm das Buch vorgelesen. In ca. eineinhalb Stunden waren wir durch. Er wollte es gar nicht mehr weglegen. Das Buch ist lustig und durchaus spannend für einen 6-Jährigen. Die Sprache ist einfach und auch die Schriftgröße ist etwas größer gewählt, weshalb sich das Buch bestens für Leseanfänger eignet. Von meinem Sohn gibt es somit die volle Punktezahl. Er freut sich schon auf den nächsten Band, den er dann vielleicht schon selbst lesen kann.
Lars muss man einfach lieben
Kleine Probleme von Nele Pollatschek
Kleine Probleme von Nele Pollatschek lässt den Leser 12 Stunden mit dem Protagonisten Lars verbringen. Lars ist 49 und er hat das Gefühl, es in seinem Leben noch zu nichts gebracht zu haben. Er hat seiner Frau Johanna viele Versprechungen gemacht und konnte sie bislang nicht einhalten. Lars ist Schriftsteller und sein größtes Ziel ist es, sein Lebenswerk zu schreiben.
Das hat er erfolgreich vor sich hergeschoben, so wie vieles andere auch. Lars' Frau Johanna ist schlussendlich verreist, oder besser gesagt ausgezogen. Ausgerechnet am Silvesterabend will Lars das Ruder wieder herumreißen. Er hat sich viel vorgenommen und eine To-Do-List mit 13 Punkten erstellt. Leider hat Lars verschlafen und so bleiben ihm heiße 12 Stunden, um die Punkte abzuarbeiten. Während er die Punkte abarbeitet lässt Lars den Leser an seinen Gedankengängen teilhaben. Man erfährt viel über die Vergangenheit, über seine Kinder und über seine Gefühle. Schlussendlich schafft er es bis Mitternacht seine Aufgaben zu erfüllen und es gibt ein Happy End. Fast zumindest...
Lars ist, obwohl er so chaotisch ist, ein sehr sympathischer Charakter, den man einfach lieben muss. Das hatte sich bestimmt auch Johanna all‘ die Jahre gedacht, aber schlussendlich konnte sie mit der Lebensweise ihres Mannes nicht mehr umgehen. Lars hat ein Problem damit, Dinge anzupacken und zu erledigen. Obwohl es in dem Buch, bis kurz vor dem Schluss, nur einen Schauplatz gibt, liest es sich sehr kurzweilig. Der Schreibstil ist extravagant, trifft aber absolut meinen Geschmack. Nachdem ich das Buch zu Ende gelesen hatte, spürte ich ein wohlig warmes Gefühl und ich musste lächeln.
Das perfekte Freundebuch
Wieso? Weshalb? Warum? - Meine Schulfreunde von Dela Kienle
Pünktlich zur Einschulung meines Kindes bringt Ravensburger ein Schulfreundebuch der Reihe „Wieso-Weshalb-Warum?“ heraus und es ist perfekt für uns. Schon lange bin ich auf der Suche nach einem Freundebuch, aber entweder haben die Fragestellungen nicht gepasst, oder es war zu geschlechtsspezifisch.
Das neue Schulfreundebuch spricht alle Geschlechter an und die Rubriken sind auch sehr aussagekräftig. Besonders schön finde ich den Teil, bei dem man ankreuzen kann. Jedem Schulfreund ist eine Doppelseite gewidmet. Insgesamt 28 Freunde können sich eintragen. Das geht sich locker für SchulkollegInnen und LehrerInnen aus.
Was dieses Buch noch von anderen unterscheidet, sind die Infos, die auf jeder Seite zu finden sind. So können Kinder nicht nur ihre Freunde kennenlernen, sondern allerhand Wissenswertes erfahren.
Volle Punktezahl für dieses gelungene Schulfreundebuch.
Perry ist cool
Der kleine Perry 1: Das Geheimnis des Wanderplaneten von Olaf Brill
Der kleine Perry, von Olaf Brill und Michael Vogt, ist ein Comic für Kinder ab 8 Jahren, erschienen bei Carlsen.
Der kleine Perry ist ein großer Weltraumfan. Na klar, seine Mutter ist schließlich an der Entwicklung der Rakete Stardust beteiligt. Perry will natürlich den Start der Stardust nicht versäumen und macht sich mit seinem Freund Gucky - einem Mausbiber - auf den Weg zum Startplatz.
Ohne zu wissen was passiert ist, befinden sich Perry und Gucky plötzlich in der Stardust und fliegen mit den Astronauten auf den Mond. Wie die beiden auf die Stardust gekommen sind und was sie alles erlebten, wird aber nicht verraten.
Der kleine Perry ist perfekt um Comicluft zu schnuppern. Meine Kinder konnten dem Comic grundsätzlich leicht folgen und auch die Illustrationen sind kindgerecht und sehr schön anzusehen. Zugegebenermaßen hatten wir etwas Schwierigkeiten uns in die Geschichte einzufinden, aber ab der Mitte hatte uns das Perry-Fieber gepackt. Denn ab hier beginnen die Rätsel und Prüfungen, die die beiden erleben. Zum Schluss werden dann alle offenen Fragen gelöst und plötzlich ergibt alles einen Sinn. Was mir als Erwachsene besonders gut gefällt ist, dass hier ein Kind der schlaue Kopf des Teams ist. Natürlich waren die Astronauten nicht begeistert, dass sich ein Kind in ihrer Rakete befindet, aber es dauerte nicht lange und Perrys Meinung und Ideen wurden voll und ganz akzeptiert. Zum Schluss verwandeln sich alle Crewmitglieder in Kinder. Das ist so wunderschön. Man darf also sehr auf den zweiten Teil gespannt sein. Bis dahin werden wir den kleinen Perry 1 bestimmt noch einige Male lesen.
Ein Sachbuch, das kleine Wünsche offen lässt
MENSCH! von Susan Schädlich; Michael Stang
Mensch - Eine Zeitreise durch die Evolution, ist ein Sachbuch für Kinder, erschienen im Carlsen Verlag. Das Buch umfasst ca. 78 Seiten und ist eine Mischung aus Comic und Wissen.
Tali, ein 11-jähriges Kind (Geschlecht unbekannt) besitzt die Fähigkeit durch die Zeit zu reisen. Diese will es sich zu Nutze machen, um die Vorfahren des heutigen Menschen zu besuchen und sie zur Geburtstagsparty der Oma mitzunehmen.
Auf der Reise in die Vergangenheit hat Tali den elektronischen Freund Xyzo mit, der als Übersetzer fungiert.
Die Geschichte von Tali und Xyzo ist in Comicform erzählt. Der Comic streckt sich über das gesamte Buch. Nahezu auf jeder Seite gibt es auch einen Wissensteil. Die Fakten befinden sich meist in einem neongelben Kästchen. Da Tali durch die Zeit reist, sieht man an einem Zahlenstrahl am unteren Rand der Seite, in welcher Zeit sich Tali gerade befindet. Vor jedem Zeitsprung gibt es noch ein Doppelseite, auf der die Menschenarten detailliert beschrieben werden.
Das Sachbuch ist nett gemacht und unterscheidet sich definitiv von anderen Wissensbüchern. Die neongelbe Farbe ist außergewöhnlich und macht das Buch besonders. Es macht Spaß das Buch zu lesen und ganz nebenbei wird Wissen vermittelt.
Den Comic hätte man etwas aufregender schreiben und gestalten können. Man hätte neben dem Zeitstrahl durchaus ein Bild mit Blitzen, oder eine Art Slogan im Comic einfügen können. Und was nach persönlicher Meinung einfach fehlt, ist die direkte Gegenüberstellung der Menschenarten. Es wäre interessant gewesen zu sehen, wie sie sich verändert und im Laufe der Zeit aufgerichtet haben. Ähnlich wie das Bild von Darwin, das jeder kennt.
Mein Beileid
Eigentum von Wolf Haas
Das Buch, Eigentum von Wolf Haas, erschienen bei Hanser, gibt einen Einblick in das Leben der Mutter des Autors.
Die letzten Tage der Mutter von Wolf Haas sind angebrochen. Dieses Buch erzählt von ihren letzten Tagen vor dem Tod und von ihrem früheren Leben, das geprägt von Krieg und Inflation war.
Marianne Haas, Tochter eines Wagnermeisters, wurde 1923 - in dem Jahr der Hyperinflation - geboren. Dieses Ereignis hat ihr ganzes Leben geprägt, denn es hieß sparen, sparen, sparen. Kurz vor ihrem Tod, ruft ihr Sohn, der Autor dieses Buches, ihre Erzählungen in Erinnerung und schreibt sie nieder. Kann man von Leben schreiben? Ja, kann man. Wolf Haas hält wichtige Erzählungen einer Zeitzeugin fest und gibt Einblicke in die Geschichte Österreichs. Er bezeichnet sich selbst, als externe Festplatte seiner Mutter, was ihn sogar ärgert. Aber er hat ihre Geschichten mehrfach erzählt bekommen und erinnert noch sehr genau an ihre Worte.
Wenn man die Erzählungen der Mutter liest, dann kann man sie sich dabei genau vorstellen, ohne sie jemals gekannt zu haben. Es werden teileweise Wörter im Dialekt verwendet und Füllwörter wie NIT und GELL. Für österreichische Leser natürlich sehr sympathisch.
Es ist nicht gerade das beste Buch von Wolf Haas, aber es liest sich sehr gut, ist interessant und es gibt viele Stellen, bei denen man schmunzeln muss.
Eine großartige Sammlung
Marvel: Das große Geschichtenbuch von Wolf Haas
Das Buch MARVEL DAS GROSSE GESCHICHTENBUCH von Nelson, beinhaltet 40 kurze Geschichten über Marvel Superhelden und Superschurken. Das Buch ist für Kinder von 5 – 9 Jahren und umfasst 272 Seiten.
Schon ein Blick auf das Inhaltsverzeichnis lässt erahnen, mit welchen berühmten Superhelden man es zu tun hat.
Aber nicht nur Superhelden sind Geschichten gewidmet, auch die Superschurken kommen nicht zu kurz. Die Geschichten sind nach dem jeweiligen Hauptdarsteller geordnet.
Da meine Kinder große Superheldenfans sind, war dieses Buch ein Muss für uns. Dieses Buch lässt wirklich fast keine Wünsche offen. Wir haben schon ein paar ähnliche Bücher mit Geschichten, aber diese hier sind, im Vergleich zu den anderen, etwas detaillierter und ausführlicher. Man darf sich hier dennoch keine Geschichten mit einer nennenswerten Handlung erwarten, da sie eher kurz gehalten sind. Dafür eigenen sie sich wunderbar als Gute-Nacht-Lektüre. Die Illustrationen sind sehr schön. Die Superhelden sind so abgebildet, wie man sie kennt. Meinen Kindern gefällt das Buch und das ist das Wichtigste.
Mit der Queen ON TOUR
Plötzlich wach! 1: Mit der Queen ne Kutsche kapern von Maja von Vogel
Zu Beginn des Buchs werden die Charaktere kurz vorgestellt. Die Geschichte beginnt damit, dass Annemie, eigentlich Anna Maria, zu ihrer Oma zieht und alles andere als glücklich ist. Sie hat Angst sich zu langweilen, dabei wohnt sie doch in einem Wachsfigurenmuseum, in dem etwas Unerwartetes passiert.
Die Wachsfiguren erwachen nämlich zum Leben. In dieser Geschichte öffnet die verstorbene Queen noch einmal ihre Augen. Eines Morgens ist die Queen verschwunden. Annemie und ihr neuer Freund Leo verfolgen sie durch die halbe Stadt und erleben allerlei lustige Dinge mit ihr. Die Schwierigkeit ist, dass keiner davon erfahren darf. Grundsätzlich wissen es ja nicht einmal Annemie und Leo wirklich. Zum Glück schaffen es die beiden, die Queen wieder zurückzubringen.
Trotz der 240 Seiten ist es gut für Leseanfänger geeignet, da eine etwas größere Schrift gewählt wurde und die Seiten meist nicht prall gefüllt sind. Die Bilder sind in schwarz-weiß und schön gestaltet.
Das Buch Plötzlich wach! hat uns sehr gut gefallen. Die Geschichte ist rasant und lustig. Wir können uns gut vorstellen auch Band 2 zu lesen.
Eine gespenstisch gute Zirkusgeschichte
Zippel macht Zirkus von Alex Rühle
Zippel macht Zirkus, erschienen bei dtv, ist der dritte Band einer Kinderbuchreihe von Alex Rühle für Kinder ab 6 Jahren. Die Bilder stammen vom bekannten Illustrator Axel Scheffler.
Zippel und Quockel sind zwei Schlossgespenster, die aber nicht in Schlössern im Sinne von Burgen leben, sondern in Türschlössern.
Sie lieben es Staub und Rost zu essen. Zippel wohnt bei Paul, einem Jungen und Quockel bei Pauls Nachbarin, Frau Wilhelm. Quockel hat schon einmal bei Frau Wilhelm gewohnt, als sie noch ein kleines Mädchen war und sie dürften sich wohl aus den Augen verloren haben. In dieser Geschichte wohnt Quockel jedenfalls noch nicht lange bei Frau Wilhelm. Als Quockel eines Tages Post von seinen alten Zirkusfreunden erhält, merkt Frau Wilhelm, wie sehr er seine alten Besitzer vermisst. Zusammen mit Paul reisen sie nach Italien zum Zirkus. Im Zirkus passieren merkwürdige Dinge. Sachen verschwinden, es gibt ein Feuer und Grissini der Clown verletzt sich sogar. Die Artisten vermuten, dass Burlesconi dahintersteckt, der ehemalige Zauberer des Zirkus.
Das Buch Zippel macht Zirkus umfasst 136 Seiten und ist in Farbe illustriert. Die Schrift ist nicht so groß wie ich es mir für ein Kinderbuch ab 6 Jahren erwartet habe. Deshalb würde ich es erst für fortgeschrittene Leser empfehlen. Ich persönlich habe es meinem 6-Jährigen Vorschüler vorgelesen, wofür es bestens geeignet ist. Wie bereits erwähnt, ist dies bereits der dritte Band dieser Buchreihe. Für uns ist es die erste Zippel Geschichte. Man muss nicht unbedingt die ersten zwei Teile kennen, aber ich denke es wäre nicht uninteressant, um Zusammenhänge besser zu verstehen. Z.B. wie Quockel und Frau Wilhelm sich wieder gefunden haben.
Mein Sohn konnte nicht genug von Zippel bekommen. Wir hatten das Buch in zwei Tagen durch. Es sind viele Wortwitze im Buch versteckt, denen er noch nicht hundertprozentig folgen konnte, aber die lustige Wortwahl hat zu einigen Lachern geführt.
Zusammenfassend ist zu sagen, dass uns die Geschichte von den Schlossgespenstern sehr gut gefällt und wir uns nun auch die anderen zwei Bände zulegen werden.











