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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Lilli33:

Wahrlich schwierige Fälle

Wisting und die Untiefen der Vergangenheit von Jørn Lier Horst

Wahrlich schwierige Fälle

Inhalt:
Infolge einer Dürre gibt der Farris in der Nähe von Larvik nach und nach seine Geheimnisse preis: die Leiche eines jungen Mannes und einiges Eigentum eines Mädchens. Beide wurden seit vielen Jahren vermisst. William Wisting nimmt sich beider Fälle an und klärt nebenbei sogar noch einen dritten auf.

Meine Meinung:
Dies ist Band 3 dieser Reihe und Band „ich weiß nicht wie viel“ mit dem Polizisten William Wisting überhaupt. Alles kein Problem, das Buch kann ohne Vorkenntnisse gelesen und genossen werden.

Ich liebe die unaufgeregte Erzählweise des Autors. Dadurch wirkt das Geschehen unheimlich authentisch. Die Atmosphäre in dem heißen, regenlosen Sommer und die düsteren Gedanken zu den Verbrechen sind fast mit Händen greifbar. Das Kopfkino läuft auf Hochtouren, was in meinem Fall vielleicht auch daran liegt, dass ich bereits einige Wisting-Verfilmungen im Fernsehen gesehen habe.

Es werden falsche Spuren gelegt, und immer wieder macht die Handlung eine Wende. Bei den Verdächtigungen sollte man sich nicht zu sicher sein. Denn am Ende kommt einiges anders.

Fazit:
Ein fast gemächlicher Kriminalroman, der dennoch stark zu fesseln vermag. Wer es nicht actionreich und reißerisch braucht, sondern lieber auf akribische Ermittlungen und logische Schlussfolgerungen setzt, kommt hier auf seine Kosten.

Die Reihe „Wistings schwierigste Fälle“:
1. Wisting und die Tote am Wegesrand
2. Wisting und der ungewollte Verrat
3. Wisting und die Untiefen der Vergangenheit

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Thriller mit Mehrwert

Der dunkle Sommer von Vera Buck

Thriller mit Mehrwert

Inhalt:
Als ihr Leben in Deutschland aus den Fugen gerät, flüchtet die deutsch-italienische Architektin Tilda nach Sardinien. In einem verlassenen Geisterdorf kauft sie eine alte Villa, um sie zu renovieren. Doch anscheinend ist das Dorf gar nicht so verlassen, wie alle annehmen.

Dass mit Tildas Haus ein großes Geheimnis verknüpft ist, wird bald klar. Doch was es damit wirklich auf sich hat, weiß wohl nur der alte Silvio - und der schweigt beharrlich. Es geschehen seltsame Dinge. Als Tildas Bruder Nino sie besucht und plötzlich spurlos verschwindet, macht sich Tilda auf die Suche nach ihm und erfährt dabei Ungeheuerliches.

Meine Meinung:
Ich mag Romane, in denen wie hier die Handlung in der Gegenwart durch Rückblenden in die Vergangenheit komplettiert wird. Dabei fand ich die gegenwärtigen Ereignisse zunächst gar nicht so spannend. Die Geschichte brauchte für meinen Geschmack ein wenig zu lang, um richtig in Schwung zu kommen. Doch als es dann so weit war, musste ich das Buch in einem Rutsch beenden, weil es mich dermaßen fesselte.

Vor allem die Handlung in der Vergangenheit - im Jahr 1982 - fand ich sehr bewegend und spannend. Was damals geschah, wird intensiv und hautnah erzählt und damit Verbrechen aufgedeckt, die in Italien alltäglich waren. Vera Buck verknüpft gekonnt Fiktion mit Fakten, was das Geschehen umso bedrückender macht. Die Charaktere sind allesamt gut vorstellbar und tiefgründig.

Ich habe dieses Werk als Hörbuch gehört, wobei die Sprecher*innen ihre Sache wirklich gut machen. Leonie Landa, Laura Maire, Uve Teschner, Julian Mehne, Jeremias Koschorz und Lydia Herms leihen den verschiedenen Figuren ihre Stimmen. Jede*r von ihnen liest deutlich und gut betont und der jeweiligen Atmosphäre entsprechend. So macht es Spaß, sich dieses bewegende Buch, das Thriller und Familiendrama in einem ist, vorlesen zu lassen.

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Zu weichgespült

Vorsehung von Liane Moriarty

Zu weichgespült

Inhalt:
Cherrys Mutters war Wahrsagerin, doch Cherry hat ihre Gabe nicht geerbt - oder doch? Als sie eines Tages im Flugzeug aufsteht und von Passagier zu Passagier geht, um ihm seine Todesursache und das Alter zum Zeitpunkt des Todes zu sagen, kann sie sich hinterher an nichts erinnern.

Doch das Leben ihrer Mitreisenden hat sie dadurch komplett verändert, denn alle bemühen sich nun, dem Schicksal ein Schnippchen zu schlagen.

Meine Meinung:
Die ersten Seiten fand ich richtig gut und fesselnd, wie ich es von Liane Moriarty auch gewohnt bin. Daher wollte ich nach der Leseprobe das gesamte Buch lesen. Leider konnte dieses mich aber nicht komplett überzeugen.

Die Erzählung springt zwischen verschiedenen betroffenen Passagieren, einer Flugbegleiterin und Cherry hin und her. Durch die Vielzahl der Personen wirkt der Roman etwas zerfleddert. Ich blieb zu allen Charakteren auf Distanz, weil ich mich immer wieder neu auf sie einstellen musste. Auch lernt man keine Figur wirklich gründlich kennen, sondern bleibt eher an der Oberfläche.Davon abgesehen ist der Schreibstil sehr angenehm zu lesen, nicht besonders anspruchsvoll, aber auch nicht ganz trivial.

Natürlich regt das Buch zum Nachdenken an: Was würde man tun, wenn man wüsste, man hat nur noch kurze Zeit zu leben? Würde man endlich Dinge in Angriff nehmen, die schon lange auf der To do-Liste stehen? Würde man endlich seine Träume verwirklichen, oder würde man sich zurückziehen, um nur ja nicht in die prophezeite Situation zu kommen? Hier reagiert jeder der Protagonist*innen anders. Manches konnte ich dabei gut nachvollziehen, anderes weniger.

Nachdem die Story im Mittelteil etwas vor sich hin plätschert, hoffte ich noch auf den Knalleffekt zum Schluss. Doch der blieb leider aus.

Fazit:
Nette Unterhaltung, aber nicht mehr.

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Gelungene Fortsetzung

Nightbirds, Band 2 - Das Herz des Goldfinken von Kate J. Armstrong

Gelungene Fortsetzung

Inhalt:
Matilde, Sayer, Æsa und Fen sind die Fyrebirds. Sie werden gejagt, weil sie magisch begabt sind. Manche fürchten ihre Magie, andere wollen sie für sich missbrauchen. Über diesen Streit droht ein Krieg, die Stadt Simta zu zerstören. Die jungen Frauen müssen sich entscheiden, wie viel sie zu opfern bereit sind, um Simta zu retten.

Meine Meinung:
Band 1 „Der Kuss der Nachtigall“ sollte man unbedingt gelesen haben, denn „Das Herz des Goldfinken“ baut darauf auf. Die Handlung wird quasi direkt fortgeführt.

Wie schon beim ersten Band brauchte ich auch hier wieder etliche Seiten, um in die Geschichte hineinzufinden. Die ständigen Perspektivwechsel zwischen den verschiedenen Protagonistinnen und die daraus resultierenden Ortswechsel erleichtern dies nicht gerade. Auch der Schreibstil mit den relativ einfachen und kurzen Sätzen wirkt auf mich nicht wirklich mitreißend. Und doch fand ich die Story alles in allem sehr faszinierend.

Die vier jungen Frauen könnten von ihrer Herkunft und von ihrem Wesen her kaum unterschiedlicher sein, was die Geschichte sehr tiefgründig und vielschichtig macht. Es kommt hier einiges an Gesellschaftskritik zum Vorschein. Das hat mir gut gefallen. Auch dass zwar immer wieder die Liebe eine Rolle spielt, sich aber nie in den Vordergrund drängt, fand ich klasse.

Die vier haben sich im ersten Band schon sehr schön entwickelt, und diese Entwicklung wird hier noch einmal gesteigert. Jede trägt nach ihren Möglichkeiten zur Lösung des Problems bei, ist unweigerlich mit den anderen drei verflochten und doch eigenständig.

Die Beschreibungen all dessen, was mit Magie zu tun hat, sind super gelungen und sehr fantasiereich. Auch wenn viele Ereignisse nicht überraschend waren, war die Geschichte insgesamt doch recht spannend und unterhaltsam.

Die Nightbirds-Dilogie:
1. Der Kuss der Nachtigall
2. Das Herz des Goldfinken

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Ein absolut passender Titel

Wut und Liebe von Martin Suter


Ein absolut passender Titel

Inhalt:
Camilla ist von ihrem Leben enttäuscht. Sie hasst ihren Job, liebt aber ihren Freund Noah. Dummerweise ist er ein unbekannter und mittelloser Künstler und die beiden sind auf Camillas Gehalt angewiesen. Doch dann beschließt Camilla, Noah zu verlassen und ein neues Leben im Luxus zu beginnen.

Noah kämpft verzweifelt um seine Liebe und schreckt dabei auch vor dem dubiosen Angebot einer wütenden älteren Dame, Betty, nicht zurück.

Meine Meinung:
Die Einzelbände von Martin Suter sind alle etwas Besonderes, seine Storys außergewöhnlich. Bei ihm ist es mir noch nie so vorgekommen, als hätte ich etwas Ähnliches schon einmal gelesen. Auch in „Wut und Liebe“ steckt viel Kreativität.

Von Anfang an konnte mich die Handlung fesseln, die Hauptpersonen waren für mich leicht zugänglich, obwohl sie Verhaltensweisen an den Tag legen, die mir gänzlich fremd sind. Doch Suter versteht es prächtig, Verständnis dafür zu wecken. Sein Schreibstil ist klar und durchdacht. Wechselnde Perspektiven zeigen die verschiedenen Sichtweisen der Protagonisten auf und ergeben zusammen ein rundes Bild. Zuweilen musste ich über einzelne Szenen schmunzeln, dann wieder brachte der Autor mich zum Nachdenken. Wie weit würde ich für die Liebe gehen? Diese und ähnliche Fragen gingen mir beim Lesen durch den Kopf.

Was anfangs noch wie eine geradlinige Story wirkt, erweist sich bald schon als mäandernde Geschichte. Die Protagonisten kommen ihren Zielen einen Schritt näher, nur um kurz darauf wieder zurückgeworfen zu werden. Geheimnisse kommen ans Tageslicht, die ich nie erwartet hätte. Besonders der Schluss hat es in sich und lässt mich mit einem Grinsen im Gesicht das Buch weglegen.

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Spannend, aber auch etwas wirr

Lautlose Feinde von Gil Ribeiro

Spannend, wenn auch etwas wirr

Inhalt:
Der Zöllner André Bento wird ermordet, seine Enkelin Maria entführt. Das Team der Faroer Kripo arbeitet unter Hochdruck.

Endlich geben sich Leander Lost und Soraia Rosado das Ja-Wort. Die beiden könnten nicht glücklicher sein. Doch dann wird ihr Glück durch den aktuellen Fall getrübt, denn es gibt einen Anschlag …

Meine Meinung:
Gleich zu Anfang gibt es ein Personenverzeichnis und das ist auch gut so.

Denn es mischen wirklich viele hier mit, und das zum Teil unter verschiedenen Namen. Da kann man schnell den Überblick verlieren. Wer wer ist und wer welche Funktion in diesem Katz- und Maus-Spiel hat, erfährt man aber trotzdem erst am Schluss, und dann fügen sich auch plötzlich die Teile, die vorher quer zu liegen scheinen, passend ins Gesamtbild ein.

Als etwas verwirrend empfand ich die vielen Zeitsprünge und Perspektivwechsel. Hier musste ich höllisch aufpassen, um nicht den Faden zu verlieren.

Die Idee, russische und amerikanische Geheimdienste an der Algarve agieren zu lassen, ist mal was anderes in dieser Krimi-Reihe, die vor allem durch den Lokalkolorit und den Protagonisten Leander Lost besticht, dessen logische Schlussfolgerungen, die er als Asperger-Autist zieht, zuweilen verblüffen. Viele seiner Sätze bzw. Dialoge mit ihm lassen einen aber auch schmunzeln.

Dies ist bereits der 7. Band der Reihe. Da der Kriminalfall abgeschlossen ist, kann das Buch ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Schöner ist es natürlich, wenn man die persönlichen Entwicklungen des Polizisten-Teams von Anfang an miterlebt.

Die Reihe:
1. Lost in Fuseta
2. Spur der Schatten
3. Weiße Fracht
4. Schwarzer August
5. Einsame Entscheidung
6. Dunkle Verbindungen
7. Lautlose Feinde

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Bemerkenswerter Debütroman

Ganz aus Splittern von Danae Lake

Bemerkenswerter Debütroman

Inhalt:
Die 16-jährige Chrissy lebt mit ihrer tablettenabhängigen Mutter und ihrem gewalttätigen Stiefvater in einem Problemviertel, wo sie auch die Gesamtschule besucht. Ihr Ziel ist es, ein gutes Abitur zu machen und aus diesem Leben auszubrechen. Als sie durch eine Sozialstudie die Chance bekommt, auf das angesehene Heinrich-Heine-Gymnasium zu wechseln, ist sie zunächst nicht begeistert, denn sie will nicht als Versuchskaninchen herhalten.

Doch dann eskaliert die Situation zu Hause und Chrissy greift zu. Wider Erwarten wird sie in der Welt der Reichen freundlich aufgenommen und findet neue Freunde.

Meine Meinung:
Danae Lake ist erst 18 Jahre alt und „Ganz aus Splittern“ ihr erstes Buch, doch weder Buch noch Autorin müssen sich verstecken. Im Gegenteil, Lake kann mit manch altem Hasen mithalten. Nur an wenigen Stellen bemerkt man eine gewisse Unerfahrenheit, die sich mit der Zeit sicher abschleifen wird. Man sollte sich diesen Namen also getrost merken.

Mir hat dieses Jugendbuch sehr gut gefallen. Es thematisiert wichtige gesellschaftliche und persönliche Probleme und macht Mut und Hoffnung. Dabei wirkt es sehr realistisch - leider muss man fast sagen, denn das Beschriebene ist zum Teil schwer zu ertragen. Die Story ist einerseits bedrückend, aber auch berührend und einfach schön. Manche Stellen waren mir zu melodramatisch, aber das ist natürlich Geschmacksache.

Fazit:
Ein tolles und inhaltlich wichtiges Debüt einer sehr jungen Autorin, das ich wärmstens weiterempfehle.

Triggerwarnung (bei Bedarf bitte rückwärts lesen).
GNUGISSÄLHCANREV TLAWEG EHCILSUÄH GNUGITLAWEGREV

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Wieder sehr fesselnd

Die Nacht von Marc Raabe

Wieder sehr fesselnd

Inhalt:
Der erfolgreiche BKA-Ermittler Art Mayer erhält einen anonymen Hinweis auf seine verschwundene Nachbarin Dana Karasch, nach der er seit mehr als einem Jahr sucht. Der Tipp führt ihn und seine junge Kollegin Nele Tschaikowski zu einer Wohnwagensiedlung, wo sie nicht nur Spuren von Dana finden, sondern auch einen toten Berliner Richter …

Meine Meinung:
Dies ist der 3.

Band der Art Mayer-Reihe. Mit den Ereignissen um Dana Karasch baut er zwar auf der Rahmenhandlung der ersten beiden Bände auf, kann aber sicherlich auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Mit ist es natürlich besser.

Die Ermittlungen in der Gegenwart werden mal wieder dadurch erschwert, dass Art und Nele eigentlich beurlaubt sind und unerlaubt an dem Fall arbeiten. Aber Arts privates Interesse ist einfach zu groß, als dass er die Füße stillhalten könnte, liegt ihm doch sehr viel am Wohlergehen von Danas Tochter Milla, für die er, soweit es ihm möglich ist, rührend sorgt. Dagegen hat Nele gerade Probleme mit ihrem Mann und ihrer Mutterrolle, wovon sie sich gerne durch die Ermittlungen ablenken lässt.

Der Schreibstil ist, wie von Marc Raabe gewohnt, flüssig und mitreißend, die Story von Anfang bis Ende fesselnd geschrieben. Einschübe aus der Vergangenheit, die Danas Geschichte erzählen, verflechten sich immer mehr mit den Geschehnissen in der Gegenwart. Der Autor versteht es, Spannung aufzubauen und auch zu halten. Das Kopfkino läuft auf Hochtouren und man möchte das Buch eigentlich gar nicht aus der Hand legen.

Ich konnte gut miträtseln, wurde auf falsche Fährten gelockt und musste um lieb gewonnene Figuren bangen. Eingebaute überraschende Wendungen hielten mein Interesse hoch. Leider empfand ich den Schluss nicht als ganz gelungen. Der Show down ging mir zu schnell und das „Motiv“ habe ich in den letzten Jahren so oft gelesen, dass es nicht mehr originell ist. Für Leute, die nicht so viel lesen wie ich, dürfte es aber noch eine Überraschung sein.

Die Art Mayer-Reihe:
1. Der Morgen
2. Die Dämmerung
3. Die Nacht
4. Im Morgengrauen (erscheint voraussichtlich im Frühjahr 2026)

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Absolut fesselnder Kriminalroman

Der Wolf im dunklen Wald von Sia Piontek

Absolut fesselnder Kriminalroman

Inhalt:
Nach 30 Jahren zieht Heiko von Boenning mit seiner Familie ins Wendland zurück. Um die Rückkehr zu feiern, veranstalten die von Boennings eine Gesellschaftsjagd, während der ein alter Freund Heikos ermordet wird. Und es bleibt nicht bei dem einen Toten …

Meine Meinung:
Ich fand schon den ersten Band dieser Reihe grandios, und der zweite steht dem in nichts nach.

Die Story ist recht komplex. Es gibt viele Wendungen und falsche Fährten, jede Menge unsympathische Verdächtige und eine angeknackste Ermittlerin samt ihrer angeknacksten Tochter.

Man kann beim Lesen sehr schön miträtseln, wer wohl hinter den bestialischen Morden steckt, doch die entscheidenden Details erfährt man erst gegen Ende. So bleibt es durchweg spannend und undurchsichtig.

Carla Seidel, die Kommissarin, wirkt sehr authentisch. Ihre Überlegungen sind logisch, ihre Handlungsweisen meistens zielgerichtet, manchmal aber auch nicht - nämlich dann, wenn sie von ihrer Vergangenheit eingeholt wird. Das wirkt einfach sehr menschlich und man kann gut mit ihr fühlen. Ich begleite sie immer wieder gerne bei ihrer Arbeit und bei den Problemen mit ihrer Teenager-Tochter und freue mich schon auf die Fortsetzung.

Man kann das Buch übrigens problemlos ohne Kenntnis des ersten Bandes lesen.

Die Carla-Seidel-Reihe:
1. Die Sehenden und die Toten
2. Der Wolf im dunklen Wald

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Eine anstrengende Protagonistin

Nachtlügen von Lisanne Surborg

Eine anstrengende Protagonistin

Inhalt:
Isra ist ein Nachtalb. Sie stiehlt den Menschen ihre Lichtträume und hinterlässt ihnen dafür Albträume. Das tut sie nicht aus Spaß, sondern weil es für sie lebensnotwendig ist. Seit jedoch einer ihrer Träumer vor Angst starb, hat Isra keinen leichten Stand in der Gemeinschaft der Alben.

Und als ein zweiter ums Leben kommt, gibt man natürlich wieder Isra die Schuld …

Meine Meinung:
Den Klappentext fand ich sehr interessant und besonders. Ich erwartete seinetwegen „eine Hommage an die Träume“, eine „mysteriöse und temporeiche Geschichte“. Ja, eine Hommage an die Träume habe ich bekommen, aber besonders mysteriös fand ich die Geschichte nicht und temporeich schon gar nicht. Im Gegenteil: Sie zog und zog sich, ohne dass mal etwas Gehaltvolles passierte.

Die Protagonistin Isra fand ich furchtbar anstrengend. Sie suhlt sich die ganze Zeit in Selbstmitleid und legt sich mit wirklich jedem an, denn scheinbar ist die ganze Welt gegen sie. Hätte sie die ein oder andere Person mal zu Wort kommen lassen und nicht immer alle abgewimmelt, hätte vieles geklärt werden können.

Auch die kleine Liebesgeschichte konnte für mich das Ruder nicht herumreißen, obwohl ich Marek sehr gerne mochte. Aber Gefühle kamen da einfach nicht bei mir an.

Die abrupten Wechsel zwischen Realität, Träumen und Halluzinationen machten das Lesen auch nicht gerade entspannend. Ich musste mich unheimlich konzentrieren, um zu sortieren, worum es gerade geht.

Pseudoobjektiv vergebe ich 3 Sterne für die coole Idee. Subjektiv musste ich mich regelrecht zum Weiterlesen zwingen, weil Lisanne Surborg mich einfach nicht abholen konnte, daher leider nur 2 Sterne.

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