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Rezensionen von gaby2707:

Pures Gänsehautfeeling

Die Frau auf Sylt: Roman von Lotte R. Wöß

Ich will mir die Gefühlswelt, in die Marie Buchegger eintaucht, als sie in einer Zeitung ein Foto ihrer seit 10 Monaten vermissten Freundin Hanna sieht, gar nicht vorstellen. Marie jedenfalls kündigt ihren Job im Hotel „Alpenblick“ in Innsbruck und macht sich auf den Weg nach Sylt um ihre Freundin, die nach dem Unfall ihrer Adoptiveltern viel Geld geerbt hat, dort zu finden.

Sie kann sich nicht vorstellen, dass ihre beste Freundin, die sie schon seit dem Kindergarten kennt, von heute auf morgen einfach verschwindet – ohne ein Wort, ohne Erklärung, ohne ein klärendes Gespräch. Aber ist die Frau auf dem Foto auch wirklich Hanna?

Mich hat die Geschichte ab der ersten Seite gepackt und gefesselt. Durch die relativ kurzen Kapitel wird die Story sehr schnell und die Seiten fliegen mir nur so durch die Finger. Auch wenn es einige Passagen gibt, in denen es etwas ruhiger zu geht, schießt die Spannung gleich am Anfang relativ hoch und sie bleibt dort bis zum Schluss bzw. zieht dort noch mal richtig an.
Wenn z.B. von „Irgendwo auf Sylt“ die Rede ist, macht sich bei mir Gänsehaut breit. Da ahne ich schon, dass noch Schlimmes auf mich zu kommen wird.

Viele der Menschen, die ich hier kennenlerne sind mir sympathisch; andere dagegen weniger. Und es gibt einige, denen möchte ich im realen Leben nicht begegnen. So hat jeder seine Eigenheiten und seinen unverkennbaren Charakter. Gerade Marie könnte ich hier und da schütteln und ihr zurufen: Mädel sei doch nicht so naiv. Sie hat mit ihrem Tun ganz schön an meinen Nerven gezerrt.

Die Geschichte selbst klingt glaubhaft und die Fragen, die sich mir zwischendurch stellen, werden alle zu meiner Zufriedenheit aufgelöst. Ich habe mit gefiebert, mit gelitten, mit gebangt, mit gezittert, mich mit Marie gefreut und ich habe den Schluss so richtig genossen. Warum, das werdet ihr beim Lesen schnell heraus finden.

Eine absolut spannende, mitreißende Geschichte, die mir einige sehr unterhaltsame Lesestunden mit ein bisserl Herzrasen geschenkt hat.

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Genau solche Geschichten möchte ich lesen

Ich will es wieder unanständig! 10 geile Geschichten für heiße Nächte von Tara Bernado

Was das Cover verspricht, hält jede einzelne der 10 erotischen Geschichten von Tara Bernado. Mein Kopfkino hat sich auf der ersten Seite eingeschaltet und es bleibt auf Empfang bis sich Tara in der letzten Geschichte mit dem Hausboot davon stiehlt. Nicht ohne ihr neues Buch für Vanessa und André da zu lassen.

Die so unterschiedlichen und authentischen Protagonisten sind sehr gut beschrieben und sie regen mit ihren Aktionen die Fantasie und mein Kopfkino an. Sie sind mir durchweg sympathisch, ihre Emotionen kann ich sehr gut nachvollziehen und mich in ihre Gefühlswelt hinein versetzen. Ihr Verhalten ist nie geschmacklos oder geht unter der Gürtellinie. Obwohl die ein oder andere Szene schon sehr detailliert beschreibt, worum es hier geht. Nämlich immer um das EINE.
Zum Abschluss bekomme ich als kleines Goodie noch einen Gutschein-Code, mit dem ich mir eine weitere heiße exklusive Geschichte von Tara Bernado als E-Book aus dem Internet herunter laden kann. Und wie üblich ist auch hier ein Lesezeichen passend zum Buch mit dabei.
Ich hatte einige sehr angenehme, anregende Lesestunden und ich habe eine neue Autorin kennengelernt, von der ich gerne mehr lesen möchte.

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Weil hier nichts ist wie es scheint...

Totenheide von Kathrin Hanke

… dauert es wirklich bis ganz zum Ende, bis ich endlich die Zusammenhänge durchblickt habe und sich der Fall auflöst. Und obwohl mir der Mann, der hier eine Hauptrolle spielt, nicht sonderlich sympathisch ist, will ich ihm doch zurufen: „Bitte tu´s nicht“. Das hat er nicht verdient.

Doch worum geht es in diesem 9.

Fall für Oberkommissarin Katharina von Hagemann, wo das Cover allein schon ein echter Hingucker ist:

In Lüneburg und Umgebung sind es zuerst Tiere, die durch einem Pfeil getötet werden. Als dann bei einer Mühle eine tote Frau gefunden wird, ebenfalls getötet durch einen solchen Pfeil, ruft das OK Katharina von Hagemann und ihre Kollegen auf den Plan. Doch es kommen weitere zwei Pfeil-Tote dazu.
Also viel Arbeit für die Kommissarin und ihr Team. Und das gerade in einer Zeit, wo es ihr privat gerade auch nicht ganz so gut geht.


Ich habe es sehr genossen, die Menschen wiederzulesen, die ich nun schon seit einigen Jahren in Lüneburg begleite und ein paar neue kennenzulernen. Da hat es mir sehr leid getan zu lesen, dass es zwischen Katharina und ihrem Bene nicht mehr so gut läuft. Auch HK Benjamin Rheder, der Zwillingsbruder von Bene kämpft weiter mit sich um eine Liebe. Das Private nimmt auch hier wieder einen großen Teil der Geschichte ein, was aber sehr gut passt. Denn auch Polizisten sind nur Menschen und haben ihr privates Packerl zu tragen.
Da lenken die Morde an der jungen Susanna Harms und zwei weiteren Personen natürlich von diesen Problemen ab.

Kathrin Hanke schafft es auch diesmal wieder gleich zu Beginn eine irre Spannung aufzubauen, wobei ich anfangs nicht mal weiß, worum es genau geht. Vielmehr ahne ich nur in welche Richtung mich die Ermittlungen führen werden. Eigentlich hatte ich bald den Täter ausgemacht, musste nur das Motiv noch geklärt werden. Doch da hat mich die Autorin so dermaßen auf den Holzweg geführt. Ich war total baff, als ich nach der Zeitspanne von einem halben Jahr die Auflösung präsentiert bekomme. Damit hatte ich absolut nicht gerechnet. Und auch einen solchen Abschluss eines Falles habe ich bisher noch nicht gelesen. Sehr gut gemacht.

Auch der 9. Fall vom Kripo-Team Lüneburg hat mich wieder gepackt und bis zur letzten Seite gefesselt. Dazu der Kolorit der Stadt und der Umgebung – mein Kopfkino war auf Dauersendung.
Ein tolles Buch, das ich gerne weiter empfehle.

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Eine sehr schöne erotische Fetisch-Geschichte

Brennende Lust - Koste mich | Erotischer Roman von Katy Kerry

Die Forderung seiner Frau Catherine nach einer Scheidung trifft Henry, den britischen Botschafter in Sankt Petersburg völlig unvorbereitet. Das Geld, mit dem er Catherine bisher überschüttet hat und das sie nun noch bekommen wird, kann sie gut für ihren Neuanfang brauchen. Doch dann stirbt Henry ganz plötzlich und Catherine ist froh ihre Freundin Olga an ihrer Seite zu haben.

Die Kontaktanzeige eines Künstlers in der er von Pelzen spricht zieht sie an und sie schreibt ihm. Der Konzertpianist Sergej Alexandrowitsch ist wahrlich ein besonderer Mann. Aber ist er auch der Mann, der Catherine glücklich machen kann?

Eine interessante Geschichte, bei der mir die Beschreibungen der Villa und von Sankt Petersburgs ebenso gut gefallen haben wie die erotischen Ausmalungen.
Auch die kleinen Zitate von verschiedenen Autoren vor jedem neuen Kapitel gefallen mir gut.

Die beiden so unterschiedlichen Protagonisten Catherine, in deren Gedanken ich hier auch eintauche, und Sergej sind mir beide sympathisch und sehr gut beschrieben. Sie regen mit ihren Aktionen die Fantasie und mein Kopfkino an. Ihr Umgang miteinander ist nie derb, geschmacklos oder geht unter der Gürtellinie. Ganz im Gegenteil. An Sergejs Affinität zu Pelzen habe ich mich erst gewöhnen müssen. Ich habe mich damit aber gut arrangieren können.
Zum Abschluss bekomme ich als kleines Goodie noch einen Gutschein-Code, mit dem ich mir eine weitere heiße exklusive Geschichte von Katy Kerry als E-Book aus dem Internet herunter laden kann. Und wie üblich ist auch hier ein Lesezeichen passend zum Buch mit dabei.
Ich hatte einige sehr angenehme, anregende Lesestunden und ich habe eine neue Autorin kennengelernt, von der ich gerne mehr lesen möchte.

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5 lesenswerte Geschichten

Gierig und unersättlich 2 | Erotische Geschichten von Amy Walker

Amy Walker stellt mir in diesem Buch 5 niveauvolle Kurzgeschichten vor, deren tabulose Leidenschaft sie in einer fantasievollen Geschichte einbindet.
Da ist z.B. Shelly, die Amber in der Dusche kennenlernt und...; oder ich fahre mit Samantha in einem Taxi…; und ich erlebe, was eine Reporterin für einen guten Artikel wagt.

Mehr wird nicht verraten.

Die so unterschiedlichen Protagonisten sind sehr gut beschrieben und sie regen mit ihren Aktionen die Fantasie und mein Kopfkino an. Sie sind mir durchweg sympathisch und ihr Verhalten ist nie derb, geschmacklos oder geht unter der Gürtellinie. Obwohl die ein oder andere Szene schon sehr detailliert beschreibt, worum es hier geht. Nämlich immer um das EINE.
Zum Abschluss bekomme ich als kleines Goodie noch einen Gutschein-Code, mit dem ich mir eine weitere heiße exklusive Geschichte von Emy Walker als E-Book aus dem Internet herunter laden kann. Und wie üblich ist auch hier ein Lesezeichen passend zum Buch mit dabei.
Ich hatte einige sehr angenehme, anregende Lesestunden und ich habe eine neue Autorin kennengelernt, von der ich gerne mehr lesen möchte.

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Ich hätte gerne auch so einen Wichtel

Der kleine Herr Heimlich bastelt am Glück von Anke Loose

Nach „Der kleine Herr Heimlich hat Großes vor“ ist dies der 2. Band von Anke Loose in der der kleine Wichtel die Hauptrolle spielt. Aber auch wenn man Band 1 (noch) nicht kennt, hat man mit dem Verständnis keine Probleme.
Gleich auf der Umschlagseite zu „Der kleine Herr Heimlich bastelt am Glück“ von lerne ich die Familie Lönnecke aus der Oleanderstraße kennen: Papa, Mama, die Kinder Pepe, Lucy und Lotte, Oma Marthe, die mit der Hauswichtelin Wuchtel im Nachbarhaus wohnt, Familienkater Robinson und Hauswichtel Heimlich, der in einer kleinen Kammer unter der Treppe hier ein neues Zuhause gefunden hat.

Wobei nur Lotte und Robinson von Herrn Heimlichs Anwesenheit im Haus wissen.

In 14 Geschichten verteilt auf 159 Seiten sorgt Herr Heimlich bei den Lönneckes für Ordnung, bringt auch mal einiges durcheinander, löst Probleme und erlebt witzige Abenteuer. Mir war der kleine Wichtel in seiner liebenswerten Art von Anfang an sehr sympathisch. Aber auch die einzelnen Familienmitglieder und Oma Marthe kommen menschlich, sehr liebevoll, naja Ausnahmen gibt’s gerade bei den Kindern immer mal, und gut vorstellbar rüber. Durch Herrn Heimlich lernen sie, wie wichtig Zusammenhalt und für einander da sein in einer Familie sind. Auch über die Themen Glück, Freundschaft, Liebe und Eifersucht macht er sich so seine Gedanken. Denn die kleine Wichteldame Wuchtel von nebenan verdreht ihm ganz schön den Kopf.
Eingebettet in die Geschichten bekomme ich verschiedene Anleitungen zum basteln z.B. von Papierblumen, einem Dosen-Telefon und von Freundschaftsarmreifen. Damit werden die Kinder zusätzlichen Spaß haben.

Bei den farbenfrohen Bildern von Ariane Camus, die den Text auf wunderbare Weise ergänzen, bleibt man automatisch hängen und muss sie erst mal ganz genau anschauen. In den Gesichtern kann man die einzelnen Gefühlsregungen sehr gut ablesen.

Nachdem ich die Geschichten nun gelesen habe, finde ich sie für 4-jährige sowohl in ihrer Länge als auch in ihrem Verständnis etwas anspruchsvoll. Aber da kennen die Eltern ihre Kinder ja am besten um zu entscheiden, ob man hier vielleicht doch noch ein Jahr wartet.

Eine insgesamt tolle, richtig niedliche Vorlesegeschichte, die die älteren Kinder auch sehr gut alleine lesen können, mit Begebenheiten aus einem ganz normalen Familienleben mit Wichteln und einer überaus herzlichen Familie Lönnecke.

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Ein historischer Spannungsroman der Extraklasse

Tanz mit dem Tod. Der erste Fall für Karl Raben von Christian v. Ditfurth

Winter 1932. Nicht nur in Berlin-Wedding herrscht Arbeitslosigkeit, Hunger und Armut. Die Polizei hat es mit Einbrüchen, Überfällen und Betrug zu tun. Bis zu dem Tag als sieben vermummte Männer in die Weddinger Kiezkneipe „Goldener Anker“ stürmen und den KP Funktionär Kurt Esser erschießen.

Der Anführer SA-Sturmführer Gustav Fehrkamp ist durch Zeugen schnell ermittelt und wird durch den jungen Kriminalassistenten Karl Raben festgesetzt. Doch als Hitler 1933 an die Macht kommt, kommt er sofort wieder frei und Raben setzt alles daran, dass die Gerechtigkeit doch noch siegt.

Mit »Tanz mit dem Tod« ist Autor Christian von Ditfurth ein grandioser Auftakt einer historischen Krimiserie um den jungen Polizeikommissar Karl Raben, die im Berlin der und 1930er Jahre beginnt, gelungen. Raben, der sich weder zu den Nazis noch zu den Kommunisten zählt, verkauft buchstäblich seine Seele um Fehrkamp seinem Tod an der Mauer zuzuführen.
In kurzen Kapiteln springe ich von einem Schauplatz zum anderen, was die Geschichte sehr temporeich macht. Es ist eine sehr turbulente Zeit, in die mich der Autor hier mitnimmt.
Christian von Ditfurth packt ganz viel Geschichte in diesen Krimi, was mich total gefesselt hat. Joseph Goebbels, Heinrich Himmler, Hermann Göring, Reinhard Heydrich, Ernst Thälmann und Adolf Hitler sind nur einige der vielen Menschen, die ich hier in ihrem Tun und ihren Gedanken kennenlerne und die mich, obwohl ich schon oft von ihnen gelesen oder gehört habe, immer wieder fassungslos machen. Mir ist es unbegreiflich, wie Menschen von einer solchen Mordlust getrieben sein können. Einige Szenen sind, wie ich finde, nichts für schwache Nerven.

Eine atemberaubende Geschichte, die für den jungen so gerechtigkeits-fanatischen Karl Raben und seine Frau Lena, die einen jüdischen Hintergrund hat, lebensbedrohlich wird. Ein brisanter und sehr spannender Kriminalfall, der mich an den Seiten des Buches hat kleben lassen.

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Diese Geschichten haben mich nicht erreicht

Begierde, Mut & Fesseln | 8 Erotische SM-Geschichten von Nova Ostermond

Obwohl jede einzelne der 8 erotischen Geschichten ein anderes Setting hat und die so unterschiedlichen Protagonisten vielfältig beschrieben werden, haben sie mich nicht erreichen oder berühren können. Ich vermisse die ausführlichen, in die Geschichte eingepassten Beschreibungen dessen, was erotische Geschichten ausmacht.

Mir fehlt die Leidenschaft, die Erotik, die prockelnde Spannung des Unbekannten, was ich hier erleben wollte.
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Ich hatte mir von diesem Buch sehr viel mehr erwartet.

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Wenn nichts ist, wie es scheint

Stille blutet von Ursula Poznanski

Ohne es darauf angelegt zu haben wird die Wiener TV-Nachrichtensprecherin Nadine Just, 27, in ihrer Sendung News-Flash zu einer kleinen Berühmtheit. In einer Life-Übertragung ihres Senders Quick TV kündigt sie vom Teleprompter ablesend ihren baldigen eigenen Tod an. Zwei Stunden später ist sie wirklich nicht mehr am Leben.

Sie wird aber nicht die einzige Tote mit dieser bizarren Ankündigung bleiben.
Doch wer ist dieser perverse Killer, der es schafft, alle Beweise in Richtung Tibor Glaser, Nadines Exfreund, zu lenken? Und vor allem warum?
Die Tatort-Gruppe um Serafina „Fina“ Plank, die Neue im Wiener Tatort-Team, und Oliver Homburg, der „Ekelkollege“, der mir in seiner großspurigen, herablassenden Art gleich unsympathisch ist, bekommen hier mit ihren Kollegen viel zu tun. Sie tun sich schwer zwischen Trittbrettfahrern und Fakenachrichten echte Spuren zu sichern.

Autorin Ursula Poznanski erzählt die erste Geschichte ihrer neuen Thriller-Reihe um die junge Ermittlerin Fina Plank ab der ersten Seite sehr fesselnd und spannend. Schon beim Lesen des Textes auf der vorderen Innenklappe bekomme ich Gänsehaut. Und so geht es weiter bis zum für mich erschreckenden Ende. Es gibt Szenarien, die möchte ich mir eigentlich gar nicht vorstellen.
Es hat mich z.B. erschreckt zu lesen, wie schnell sich zum einen etwas im Netz verbreitet und andererseits, wie viele Dumpfbacken es gibt, die sich unverzüglich einem vorgegebenen Trend anschließen. Die kritisieren, mobben und beschimpfen oder auch nachahmen, ohne sich der Konsequenzen bewusst zu sein. Toll, wie hier die Aktualität der sozialen Medien mit ihren #s (#inkürzetot) mit eingearbeitet werden und ein guter Anlass sein eigenes Medienverhalten mal wieder zu überprüfen.

Fina Plank, die Neue im Team der Tatortgruppe Wien, hat mir sofort sehr gut gefallen. Sie ist eine ganz normale junge Frau ohne Modellmaße und irgendwelche Ticks, die sich und ihr Tun oft hinterfragt, Fettnäpfchen nicht auslässt, sich gegen einen machohaften Kollegen wie Oliver Homburg aber geschickt durchzusetzen weiß. Ich denke, der muss sich in Zukunft warm anziehen…
Der Verdächtige Tibor Glaser hat sich, wie ich finde, im Laufe der Ermittlungen gegen ihn schon zu seinem Vorteil verändert. Was bei diesem naiven, gutgläubigen jungen Mann auch bitter nötig war.

Da Ursula Poznanski auch Jugendbücher verfasst, lese ich hier auf der allerletzten Seite eine Triggerwarnung. Die hätte ich eher ganz vorne im Buch erwartet.

„Stille blutet“ ist eine außergewöhnliche Geschichte mit einem neuen Ermittlerteam und einem spannenden Fall, der genau in unsere Zeit passt. Hat mir sehr gut gefallen und davon hätte ich gerne mehr.

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Da finde ich mich absolut wieder

Traumfrau mit Ersatzteilen von Amelie Fried

Cora Schiller wird 60. Sie, die erfolgreiche Paartherapeutin hat eigentlich alles was sie sich wünschen kann. Nun fragt sie sich, was da auf ihrer Bucketlist steht. Eigentlich wünscht sie sich ja nur, dass alles so bleibt, wie es ist. Doch das Leben ist kein Wunschkonzert und sie keine Frau für halbe Sachen.

Sie fühlt sich nicht mehr als Frau wahrgenommen. Und sie stellt sich immer mal wieder die Frage: Bin ich nun alt?

In ihrem neuen Buch „Traumfrau mit Ersatzteilen“ nimmt mich Autorin Amelie Fried mit auf eine Achterbahn der Gefühle. Ich hatte seitenweise ein Grinsen im Gesicht, habe hier und da laut gelacht, wurde nachdenklich und habe auch ein paar Tränchen verdrückt.
Ihre Protagonistin Cora kommt in allem was sie tut oder denkt sehr authentisch, menschlich und vor allem lebensecht rüber. Sie blickt auf die vergangenen Jahre zurück, wie auch ich es manchmal tue. Dabei hat sie oft die bessere Hälfte ihres Ichs im Ohr, was ich richtig spannend fand. Ich bin nur ein paar Jahre älter als sie und kann sie bei fast allen Themen, die hier angesprochen werden, sehr gut verstehen und mit ihr mit fühlen.
Sehr offen und ehrlich, mit einer guten Prise Humor und Selbstironie, bringt die Autorin alles, was sie hier aufgreift total auf den Punkt. Ich lerne Coras Gedanken zu ihrem Sohn Paul, seiner Ex Marie, seiner derzeitige Freundin Janina und ihren Eltern kennen. Mit Ivan ist sie zwar noch verheiratet; da er aber als Künstler sehr viel Zeit für sich braucht und sie sich auch nimmt, sieht sie sich eher als Nicht-Ehefrau. Auch ihre Freundinnen Hella und Uli haben mit ihrem Alter zu kämpfen, sind aber immer, wenn man sie braucht füreinander da. Und auch das Thema Brustkrebs wird angesprochen. Da hatte ich eine sehr intensive Zeit mit Cora.

Beim Fazit, das Cora in der Geschichte zieht, stehe ich voll an ihrer Seite. Auch ab 60 hat das Leben noch einiges zu bieten.

Ich habe das Buch von der ersten bis zur letzten Seite sehr genossen. Danke für diese absolut gelungene Unterhaltung.

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