Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von gaby2707:

Trifft genau meinen Geschmack

Trügerische Stille in St. Peter-Ording von Stefanie Schreiber

Der achte Fall dieser St. Peter-Ording-Krimireihe ist für mich der erste, den ich von Stefanie Schreiber lese. Und sie hat mich mit ihrem Schreib- und Erzählstil begeistert. Vor allem auch, weil es hier ohne viel Blutvergießen und trotzdem sehr spannend zur Sache geht.
Ja, worum geht es in diesem Fall:
Am 1.

April findet ein Spaziergänger mit Hund am Fuße der Aussichtsplattform der Düne Marleens Knoll in St. Peter-Bad einen Toten. Hatte der ortsbekannte Spediteur Torsten Ruhländer einen Unfall oder hat er Selbstmord begangen? Bei ihren Recherchen treffen die Kommissare der Polizeidienststelle St. Peter-Ording Knut Petersen, Charlotte Wiesinger und Lilly Morgenroth auf einige Motive, die auf Mord schließen lassen.
Dann wird auch noch der 18-jährige Jonas Hofer tot in seinem Zimmer aufgefunden. Hängen die beiden Fälle vielleicht sogar zusammen?

Mir liegt der angenehm leichte und flüssig zu lesende Schreibstil der Autorin sehr. Auch die Unterteilung in verschiedene Kapitel, denen jedes mal ein kleines Bild mit z.B. Nordseemotiven voran steht und wo aus Sicht der Kommissare oder auch der Frau des Opfers erzählt wird, gefällt mir sehr gut. Die immer wieder eingefügten norddeutschen Worte oder Sätze geben den lokalen Anstrich sehr gut weiter. Dazu findet sich sowohl in den Buchklappen als auch hinten im Buch ein „Kleines Lexikon norddeutscher Begriffe“.

Die Menschen, denen ich hier begegne, angefangen bei den Kommissare, sind alle sehr detailreich und anschaulich beschrieben, so dass ich mein Kopfkino damit füttern konnte. Vor allem die kompetente, zuverlässige und loyale Charlotte Wiesinger und ihren Gegenspieler Knut Petersen habe ich schnell ins Herz geschlossen.

Der Krimi besticht durch seine Unaufgeregtheit, seine wachsende Spannung, ein den ersten Fall betreffendes wichtiges Thema, über das im wahren Leben viel zu wenig gesprochen wird, und vor allem durch seine gut nachvollziehbare Auflösung. Die angesprochenen privaten Verhältnisse der Kommissare passen sich gut in die Geschichte ein.

Ein interessanter, spannender Krimi aus der Feder einer Autorin, die ich bisher nicht kannte. Stefanie Schreiber ist direkt auf meine Lister der lesenswerten Autorinnen gewandert.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Gaby 2707

Hier geht es wieder sehr erotisch zur Sache

Business Ladys - Geile Karrierefrauen | Erotische Geschichten von Hannah Stevens

Ob Anwältin Charlotte, die sich erst mit Björn, Nils und Malte vergnügt und am nächsten Tag mit Brenda, Terry und Stan weitermacht; Bundesagentin Christine, die sich von Michael nicht nur massieren lässt und auch die Gastfreundschaft von Angelina in Anspruch nimmt; Joanna, die alle ihre männlichen Kollegen und auch ihren Chef dran lässt; Lucy, die sich ihres Pflegebruders Connor annimmt oder Daryll, der die zu besetzende Stelle an Diejenige vergibt, die es ihm am besten besorgt.

In 11 sehr erotischen Geschichten mit einer jedes mal total anderen Rahmenhandlung an den verschiedensten Örtlichkeiten und mit den unterschiedlichsten Menschen komme ich mit einer der schönsten Sachen in unserem Leben in Berührung. Es knistert ab der ersten Seite, was sich durch die sehr offene und detaillierte Erzählweise der Autorin noch verstärkt.

Da die kurzen Geschichten sehr unterschiedlich sind, ist hier für jeden Geschmack etwas dabei. Mir haben diesmal wirklich alle Geschichten sehr gut gefallen. Aber das ist ja bekanntlich reine Geschmackssache.

Zum Abschluss bekomme ich als kleines Goodie noch einen Gutschein-Code, mit dem ich mir eine weitere heiße exklusive Geschichte von Hannah Stevens als E-Book aus dem Internet herunter laden kann. Und wie üblich ist auch hier ein Lesezeichen passend zum Buch mit dabei.
Ich hatte einige sehr angenehme, anregende Lesestunden und freue mich schon jetzt auf weitere Geschichten von Hanna Stevens.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Gaby 2707

Nur nicht alles glauben

Der Regenbogenfisch glaubt nicht alles von Marcus Pfister

Der Regenbogenfisch wird in seinem Nickerchen von einem Fisch gestört, der sich Humbrecht nennt. Der erzählt ihm, dass es irgendwo am Meeresgrund einen Stöpsel gibt, mit dem das gesamte Wasser abgelassen werden kann. Am nächsten Tag will er davon nichts mehr wissen, erzählt statt dessen, dass hinter dem Riff ein paar Schwärme sie bedrohen.

Aber auch davon will er am nächsten Tag nichts mehr wissen. Nun soll es einen Wal geben, der ihnen ihre ganze Nahrung wegfressen wird. Aber die Fische glauben ihm nicht. Als Rotflosse und Regenbogenfisch Humbrecht eines Tages treffen, unterbreiten sie ihm ein Angebot...

Ich kannte die Geschichten vom Regenbogenfisch des Schweizer Autors und Illustrators Marcus Pfister bis heute nicht. Hier lernt der Regenbogenfisch mit den wunderbar glitzernden Schuppen was es bedeutet, wenn jemand wie hier Humbrecht Lügengeschichten erzählt um sich wichtig zu machen. Aber er hat auch einen Ausweg für den Flunkerer.

Eine tolle Geschichte in kindgerechter Sprache, die leicht zu verstehen ist. Die zum Nachdenken anregt und eine wichtige Botschaft enthält.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Gaby 2707

Geräusche selbst machen, macht richtig Spaß

ministeps: Wie klingt deine Welt? von

Obwohl unsere beiden Enkel mit ihren 1,5 und 4 Jahren dem Kleinkindalter schon entwachsen sind, lieben sie Geräusche-Bücher immer noch über alles. Und da schon einge ministeps-Bücher aus dem Ravensburger Verlag in unserem Kinderbücherregal stehen, darf auch "Wie klingt die Welt" nicht fehlen.

Für Kinder ab 9 Monaten ist dieses Buch mit den 24 großen, dicken und bunt gestalteten Seiten von Martina Kohl richtig super aufgemacht. Mir persönlich gefällt es sehr gut, dass man hier keine Batterien oder Knöpfe findet, die gedrückt werden müssen. Die Geräusche macht jeder selbst. So erleben die Kinder auch, dass z.B. die Katze bei der Mama anders klingt als bei z.B. der Oma oder einem anderen Vorleser. Hier wird spielerisch die Sprachentwicklung gefördert und wir erfinden sogar kleine Geschichten zu den verschiedenen Situationen.

Unsere beiden Jungs werden bestimmt noch lange ihren Spaß mit den ministeps-Büchern haben und wild drauflos miauen und hupen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Gaby 2707

Sehr interessant, grausam und irre spannend

Düsteres Wasser: Thriller von Catherine Shepherd

Hat die Frau, die die Rechtsmedizinerin Julia Schwarz auf ihrem Seziertisch liegen hat, wirklich Selbstmord begangen als sie ins eiskalte Wasser des Rheins gesprungen ist? Ein Abschiedsbrief deutet darauf hin. Aber Julia entdeckt einige Anzeichen, die eindeutig auf Folter und Mord hindeuten. Richtig interessant wird es, als Julia einen ihrer Mitarbeiter dabei überrascht, wie er die Tote aus ihrem Kühlfach holt und sich etwas später ihre Habseligkeiten nicht nur anschaut.

Kriminalkommissar Florian Kessler und sein Kollege Martin Saathoff suchen den Mörder im Umfeld der Frau. Die leider nicht die einzige bleibt, die man aus dem Rhein zieht. Treibt hier ein Serienkiller sein perfides Spiel mit den Frauen und der Polizei?

Catherine Shepherd hat einen so packenden und fesselnden Schreibstil, der mich einfach immer wieder begeistert. Ich mag die Sichtweisen, wo sie sowohl Kommissar Florian Kessler und seinem Team, als auch seiner Partnerin im Privaten Rechtsmedizinerin Julia Schwarz und sogar dem Täter eine Stimme gibt. Gerade da ich dem Täter immer wieder nahe komme, kann ich sehr gut mit ermitteln und meine Schlüsse ziehen. Diesmal war es mit meinen Ermittlungen aber nicht weit her und ich habe bis kurz vor Auflösung gebraucht um den wahren Täter zu identifizieren. Die Autorin hat einfach die Gabe, mir verschiedene Motive und verschiedene Tatverdächtige so nahe zu bringen, dass es sein könnte – oder auch nicht.
Das heizt auch die Spannung ab den ersten Seiten extrem an. Ich habe mich zwingen müssen, das Buch ab und zu mal aus der Hand zu legen.

Ich mag es auch sehr, wenn ich von den Ermittlern etwas Privates erfahre. Es hat zwar etwas gedauert, aber nun ist es raus: Es freut mich ganz besonders, dass sich bei Julia und Florian ein süßes Ereignis anbahnt. Diese positiven Ereignisse machen für mich die Grausamkeit des Falles bzw. wie hier der Fälle etwas erträglicher.

Wieder ein brillant konstruierter Thriller, den ich von der ersten bis zur letzten Seite genossen habe und der die vollen 5 Sterne absolut verdient hat.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Gaby 2707

O'zapft is!

Herrschaftszeiten no amoi! von Katharina Lukas

Endlich beginnt heute nach zweijähriger Coronapause die Wies´n wieder. Doch es kommt zu einer Verzögerung. Der "Wurstkönig" Michael Hacklbaur junior wird in einer mit Saublut gefüllten Wanne ertränkt aufgefunden. Die Münchner Reporterin Gundi Starck, gerade ohne Aufträge, sieht hier eine Verknüpfung mit einem ungelösten Wies´n-Mord aus dem Jahr 1985.

Damals wurde Stadtrat Rudolf Strangassinger, der Hüter der korrekt eingeschenkten Wiesnbiermaß, mit einem Hendlspieß erstochen auf dem sogenannten Rauschberg oberhalb der Wies´n gefunden. Ist hier die Münchner Biermafia am Werk? Oder haben die beiden Morde ganz andere Hintergründe?

"Herrschaftzeiten no amoi" ist der erste Krimi, den ich von Autorin Katharina Lukas gelesen habe und ich bin absolut begeistert. Zwar habe ich hier keinen spannungsgeladenen Krimi bei dem ich mich davon abhalten muss an den Nägeln zu kauen vor mir. Trotzdem ist es so aufregend den Spuren von Gundi Starck bei ihren Ermittlungen zu folgen. Dabei erfahre ich so Vieles über die politischen Verhältnisse in der Mitte der 1980er Jahre. Über die Hetze gegen Asylsuchende und Ausländer, gegen Schwule, Drogenabhängige, Wohnungslose, Hausbesetzer und Prostutuierte. Die vielfältigen Verwicklungen zwischen den Regierenden und der Wirtschaft in München beleuchtet sie in ihren Recherchen genauso wie das bayerische Amigo-System. Ich bekomme einen kleinen Einblick hinter die Kulissen des Oktoberfestes und hinter die Bierpreisgestaltung, die ja jedes Jahr aufs neue für Diskussionen sorgt. Leider hat sich das herbeigesehnte Oktoberfest von früher im Lauf der Jahre zu einem Massenevent entwickelt, was nicht jedem Münchner gefällt.

Mir gefallen die sehr facettenreichen Menschen, die ich hier kennenlerne. Angefangen von Gundi Starck über ihren Freund Ferdinand "Ferdl" Freudenreich, Hoteldirektor im Viersternehotel Monarch, dem pensionierten Kommissar Julius Pettenkofer, Madame Sonja und ihrem Sohn Markus "Mack" Huber, Benedikt "Benz" Richter oder der Stargeiger Wiktor. Ich habe mich inmitten dieser illustren Schar sehr wohl gefühlt.

Die beiden Morde vom Oktoberfest im Abstand von 37 Jahren aufzuklären hat mich gerade auch wegen der vielen geschichtlichen Hintergründe, die ich dabei kennengelernt habe, sehr gut unterhalten. Aber auch die menschlichen Schicksale und zwischenmenschlichen Beziehungen, die hier dahinter stehen, haben mich teils aufgewühlt und schockiert.

Ein leiser und trotzdem äußerst spannender München-Krimi, den man nicht nur vor oder während der Wies´n unbedingt lesen sollte.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Gaby 2707

Nicht ganz mein Fall

Ich bin unanständig! 10 Erotische Geschichten von Pamela Ritchey

In jeder dieser 10 hoch erotischen Geschichten geht es zwischen Domian, Annabelle und Melanie genauso hart und versaut zu wie bei Kilian, seinem Vater, und Nachbarin Evelin; Alexandra, ihrem Mann und ihrem Stiefsohn Diego; Holger, Julia und Schwiegervater Detlef oder Lisa, Juliana und dem schüchternen Boris.

Egal in welcher Konstellation – ob zu zweit, zu dritt oder als Gangbang – immer geht es hart und heiß zur Sache.

Genau so unterschiedlichen wie die Protagonisten sind auch die Örtlichkeiten. Alles ist sehr bildhaft beschrieben und facht meine Fantasie und mein Kopfkino an. Ihr Verhalten ist schon recht derb und obszön und die ein oder andere Szene beschreibt schon sehr detailliert, worum es hier geht. Nämlich immer um das EINE.
Da die Geschichten sehr unterschiedlich sind, ist hier für jeden Geschmack etwas dabei. Mich haben diese Geschichte insgesamt nicht vollkommen angesprochen. Aber das ist ja bekanntlich reine Geschmackssache.

Zum Abschluss bekomme ich als kleines Goodie noch einen Gutschein-Code, mit dem ich mir eine weitere heiße exklusive Geschichte von Simona Wiles als E-Book aus dem Internet herunter laden kann. Und wie üblich ist auch hier ein Lesezeichen passend zum Buch mit dabei.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Gaby 2707

Ein gelungener Serienauftakt in München

Mörderisches Isarflimmern von Marie Bonstein

Das großformatige Ölgemälde auf Eichenholz "Höllensturz der Verdammten" von Peter Paul Rubens war in der Nacht von Sonntag auf Montag aus der Alten Pinakothek entwendet worden ohne dass es jemandem aufgefallen wäre. Diesen spektakulären Kunstraub soll Clara Liebig, Hauptkommissarin der Münchner Kripo, mit ihrem Team nun aufklären.

Bis der Fall schon am nächsten Tag an ihren Kollegen Wolfram Reitmayer übergeht und Clara den Tod einer jungen Frau aufklären soll, die am Dienstag Morgen am Oberföhringer Wehr an der Isar gefunden wird. Dieser Fall erinnert mit seinen Merkmalen an drei Frauenmorde, wegen denen die Serienmörderin Susanne Meinbauer derzeit noch einsitzt.
Die Ermittlungen gestalten sich zäh und werden durch Pressemitteiungen torpediert, bei denen anzunehmen ist, dass jemand aus dem Team Informationen an eine sehr spezielle Journalistin weiter gibt. Wer ist hier der "Maulwurf"?

Mir gefällt der flüssige und sehr angenehm zu lesende Erzählstil der Autorin Marie Bonstein, die auch immer mal wieder kleine humorige Einlagen einfließen lässt, sehr gut. Durch die typischen bayerischen Worte, die hier und da vorkommen, kommt der Lokalkolorit sehr gut durch und ich fühle mich gleich in der Geschichte und mitten in München angekommen.

Die Kommissarin der neuen Reihe Clara Liebig ist mir trotz ihrer Unangepasstheit schnell sympathisch. Sie kommt authentisch rüber, hat nur wenige Ticks und ich habe es genossen, sie bei den Ermittlungen zu begleiten. Ich habe die Puzzleteile, die Clara in ihrem Kopf hin und her schiebt, bildlich vor mir gesehen und ebenfalls versucht, mir daraus ein Bild zu formen. Mir wurden die dauernden Erwähnungen dieser Puzzlesteine aber schnell langweilig. Genauso wie das dauernde Geklecker mit dem Kaffee und den daraus resultierenden Flecken auf ihren weißen T-Shits. Vielleicht könnte Clara das beides ein kleines bisserl reduzieren.
Auch die anderen Mitglieder des Teams werden bildhaft und mit Ecken und Kanten eingeführt und vorgestellt. Gerade bei dem Neuen Thorwald "Waldi" von Weidecke mit seiner erfrischend anderen Art hoffe ich, dass er sich ins Team integriert und ich ihn bald wiederlese.

"Mörderisches Isarflimmern" hat mich ab Seite 1 gepackt und bis zum Schluss nicht mehr losgelassen. Die Ermittlungen sind gut nachvollziehbar und der Fall bzw. die Fälle werden logisch aufgelöst. Vor allem konnte mich die Auflösung mal wieder richtig überraschen.

Ein spannender und interessanter Isar-Krimi für alle, die Regionalkrimis lieben. Und natürlich für alle Münchner Leseratten und -freunde.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Gaby 2707

Trifft meinen Lesegeschmack leider nicht

Das Leuchten der Rentiere von Ann-Helén Laestadius

Die Samen sind ein alteingesessenes Volk, dessen Lebensgebiet sich heute im Norden Schwedens, Finnlands und Norwegens erstreckt.
Die Sámin Elsa ist gerade mal 9 Jahre als, als sie beobachtet, wie ihr Rentier abgeschlachtet wird. Zwar hat sie den Täter erkannt, bestreitet dies aber bei der Polizei, weil der Täter ihr gedroht hat.

Wie dieses Erlebnis auch Jahre später das Leben von Elsa beeinflusst, beschreibt Ann-Helen Laestadius in ihrem Buch „Das Leuchten der Rentiere“.
Obwohl mich der Rassismus, die Ablehnung, die Unterdrückung und der Kampf um Gleichberechtigung stark mitgenommen hat, habe ich leider zu Elsa, ihrer Familie und dem Zusammenleben mit den Rentieren keinen Zugang gefunden. Vielleicht liegt es auch an dem einfachen, nüchternen Sprachstil, dass sich bei mir kein Leseerlebnis eingestellt hat.
Ein, wie ich finde, deprimierendes Buch, das mir keinen Lesegenuss gebracht hat.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Gaby 2707

Wenn nichts ist, wie es scheint

Der Seebrückenteufel von Ulrike Busch

Sonntag Morgen kurz vor Sonnenaufgang wird Molly Bleck zu einem Tatort gerufen. Auf dem Steg in Höhe der „Süßen Seebrücke“ in Travemünde hat ein Hundehalter die Leiche einer Frau gefunden, mit einer Teufelsmaske auf dem Gesicht. Für 3 Morde dieser Art hatte Paulus Olsen 13 Jahre lang im Gefängnis gesessen.

Nun ist er aus humanitären Gründen frei gekommen und soll schon wieder gemordet haben? Oder hat es die SoKo Mysterious hier mit einem Trittbrettfahrer zu tun, der Olsen diesen Mord anhängen will?
Molly Bleck und ihre Kollegen Malte Graf und Benjamin Fink haben alle Hände voll zu tun, um dem Maskenmörder auf die Spur zu kommen. Ein Fall, der sich nicht schnell und bequem lösen lässt.

Auch privat sieht es für Molly und ihren Mann Ole eigentlich sehr gut aus. Sie wollen sich ein zweites Mal das Eheversprechen geben. Doch Oles Herz macht ihnen einen Strich durch die Rechnung, als es ganz plötzlich für immer aufhört zu schlagen.


In dieser Geschichte habe ich mit Molly Bleck schon sehr mit gelitten. Wie schrecklich muss es sein, wenn man gerade seinen Liebsten wieder gefunden hat, ihn ein zweites mal heiraten will und dann die Nachricht erhält, dass er nicht mehr lebt. Für ihren starken Willen trotzdem zu funktionieren bewundere ich diese Frau außerordentlich.

Da auch dieser Fall in sich abgeschlossen ist, kann das Buch ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Für neue Leser der Reihe stellt die Autorin das Stammpersonal vor Beginn der Ermittlungen kurz vor, was mir persönlich sehr gut gefällt.

Bei den Ermittlungen zu diesem aktuellen Fall komme ich mit 3 Frauen in Kontakt, die sich unter dem Namen „Prisoner´s Angels“ um Strafgefangene über deren Haftstrafen hinaus kümmern. Eine dieser Frauen hat auch den nun wieder ins Visier der Kripo gerückten Paulus Olsen nach seiner Entlassung bei sich aufgenommen. Ich finde es interessant zu lesen, zu welchen Komplikationen es hier von beiden Seiten aus kommen kann. Für mich wäre so ein Engagement jedenfalls nichts.

Den Fall an sich finde ich ebenfalls sehr interessant. Vor allem, weil er in eine ganz andere Richtung läuft, als ich zuerst gedacht hatte. Da hat mich die Autorin absolut gekonnt an der Nase herum geführt. Für mich war es mal wieder unbegreiflich, aus welchen Beweggründen der Täter hier handelt und wie bösartig und heimtückisch hier agiert wird. Aber die Hauptsache für mich: der Fall wird nachvollziehbar und konsequent geklärt.

Ein absolut spannender Fall mit sehr interessanten Personen, der mir einige Stunden sehr guter Unterhaltung geschenkt hat.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Gaby 2707