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Rezensionen von gaby2707:

Ein spannender Auftakt für Anwältin Tara Bernhard

High Heels - Heisse Deals von Dina Casparis

Junganwältin Tara Bernhard will nach einem anstrengenden Arbeitstag nur noch heim in ihr neues Designer-Bett, als ihr aus heiterem Himmel ein Mann auf´s Autodach fällt. Tara kennt den Mann sogar. Wollte der Forscher der Pharmafirma Bellapharm Suizid begehen, war es ein Unfall oder steckt etwas ganz anderes dahinter?

Da mir der zweite Roman um die quirlige Anwältin Tara Bernhard „High Heels – Heisse Mode“ aus der Feder von Dina Casparis sehr gut gefallen hat, wollte ich natürlich auch die Anfänge der jungen Frau kennenlernen.

Und obwohl ich mich auf den ersten Seiten etwas schwer getan habe in die Geschichte hinein zu finden, habe ich es nicht bereut.

Frau Casparis, bei der man sehr schnell merkt, dass sie sich als Rechtsanwältin sehr gut in der Branche auskennt, hat einen bildhaften und sehr spritzigen Erzählstil, der mir sehr gut gefällt. Die Bilder der „Zürichbergzicken“, die sie mir in den Kopf setzt, werde ich nicht so schnell vergessen. Mich haben die Gespräche der Damen der High Society mit ihren aufgespritzten Lippen und faltenfrei gelifteten Gesichtern köstlich amüsiert.
Durch Tara bekomme ich nicht nur einen Einblick in die nicht immer rechtskonformen Machenschaften der Kanzlei für die sie arbeitet. Sie bringt mich auch mit der Welt der Reichen und Schönen, der Schönheitsindustrie, ihrer bunten Pillen und der Film- und Finanzwelt zusammen. Ich mag die sympathische junge Frau, die äußerst charmant, zielstrebig und humorvoll auf ihren High Heels nicht immer ganz schmerzfrei durch Zürich stolpert. Die ein bisserl naiv immer auf die falschen Männer trifft. Deren großes Herz aber alle Fauxpas wieder gut macht.

Gut, dass ich das Glossar am Ende es Buches gleich entdeckt habe. Denn mit manchen Begriffen aus der Finanz- und der Golfwelt, die sich im Gespräch nicht geklärt haben, konnte ich bis hierher nicht viel anfangen. Also – wieder einiges gelernt.
Nach diesem Buch bin ich dem Züricher Flair, das immer wieder auftaucht, erlegen. Die Stadt steht nun ganz oben auf meiner „Möchte-ich-mal-hin“-Liste.

Es gibt einige Handlungsstränge, die sich mit der Zeit zwar langsam aber immer mehr entwirren, die Fragen, die sich mir gestellt haben, beantworten und mich am Schluss völlig entspannt zurück lassen.

Frau Casparis ist eine wunderbare Mischung aus anspruchsvollem, sozialkritischen Frauenroman mit spannenden Krimi- und Thrill-Momenten gelungen. Vor allem hat mich ihr Debütroman sehr gut unterhalten.

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Am Ende wird doch alles gut gelitten und gebangt bis sie endlich bei ihrer Verwandtschaft am Starnberger See ankommt um dort, wie es der Titel verrät, einen fabelhaften Sommer zu erleben. Die kurzen Kapitel haben es mir leicht gemacht immer noch ei

Lenas Kieselsteine von Wilma Borghoff

Lena Obermeier ist 14 Jahre alt und hat die Nase gestrichen voll. Von ihrer Mutter Clara, die sie vernachlässigt, von deren Lebensgefährten Lennart, der sie ablehnt. Sie erinnert sich an wunderschöne Urlaube, die sie in Bayern bei Tante Jasmin, der Schwester ihrer Mutter, verbracht hat und die plötzlich abgerissen sind.

Ohne Fahrkarte macht sie sich auf den Weg von Köln nach München, strandet aus dem Zug geworfen in Frankfurt/Main. Hier macht sie Bekanntschaft mit Marvin, der sie zu einer dubiosen Party mitnimmt. Als sie dort türmen will, kommt ihr eine kleine schwarze Katze zu Hilfe. Sie versucht sich am Trampen und eine Familie nimmt sie mit bis nach München, von wo sie ungehindert bis nach Wolfratshausen kommt. Hier hat sie wieder eine Begegnung mit einer kleinen schwarzen Katze, die sie überraschenderweise zu ihrem Opa Wolfgang führt. Tante Jasmin hat zwar einige Vorbehalte, aber wenn sich Lena an die aufgestellten Regeln hält, darf sie erst mal bleiben.

Durch ihren leichten, einfühlsamen Schreibstil hat Autorin Wilma Borghoff mich schnell in die Geschichte hinein gezogen. Ich habe richtig mit Lena gelitten und gebangt bis sie endlich bei ihrer Verwandtschaft am Starnberger See ankommt um dort, wie es der Titel verrät, einen fabelhaften Sommer zu erleben.
Die kurzen Kapitel haben es mir leicht gemacht immer noch eins und noch eins zu lesen, bis die Geschichte dann leider aus erzählt war.
Es hat Spaß gemacht, Lena in ihrem für sie so neuen Familienleben mit Oma Vera und deren Lebensgefährten Urs, Tante Jasmin, Onkel Patric und ihren Cousinen Mia und Sophie zu begleiten und das Familiengeheimnis schrittweise aufzudecken. Ich fand es schön mitzuerleben, wie sie Noah trifft, der mit seinen Eltern auf einem Bauernhof in der Nähe lebt, und der ebenfalls ein Geheimnis mit sich herum schleppt. Wie Lena langsam zu sich selbst findet und immer selbstbewusster wird. Und wie sie die Familie dazu bringt, sich miteinander auseinanderzusetzen um die Geschehnisse ein für alle mal aus dem Weg zu räumen.
Und immer wieder trifft sie auf kleine schwarze Katzen (oder ist es immer die selbe), die sie vor brenzligen Situationen schützen oder sie auf etwas aufmerksam machen.

Eine wunderschöne, lebendige und auch spannende Familiengeschichte voller Emotionen, die mich gepackt und sehr gut unterhalten hat.

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Skrupellose Rache

Der Lehrmeister: Thriller von Catherine Shepherd

In einem Naturschutzgebiet im Norden Berlins lehnt eine Frau sitzend an einem Baumstamm. Um ihren Hals eine Schiefertafel mit einem Goethe Zitat und auf der Rückseite eine Raute mit der Zahl 1. Hieraus schließen Spezialermittlerin Laura Kern und ihr Partner Max Hartung, dass es nicht die letzte Leiche gewesen sein wird, die dem Täter zuzuschreiben ist.

Und sie sollen Recht behalten.
Die Ermittlungen gestalten sich ziemlich schwierig. Es gibt zwar einige Verdächtige, die auch ein Motiv hätten, deren Alibis aber sind stichfest. Die Toten stehen aber alle in irgendeinem Zusammenhang mit der Kanzlei Meier, Schild und Partner. Ob das die Ermittler schlussendlich weiterbringt?

Ich habe mich schon sehr auf den 8. Fall für Laura Kern und Max Hartung aus der Feder von Catherine Shepherd gefreut. Und auch diesmal hat mich die Meisterin des deutschsprachigen Thrillers nicht enttäuscht. Ganz im Gegenteil. Auch hier bekomme ich einen undurchsichtigen Fall, bei dem es nicht bei einer Toten bleibt; werde ich immer wieder auf falsche Fährten gesetzt, denen ich gerne folge, weil ich sicher bin, dass sie zum Täter führen. Ihn, den Täter lerne ich durch kurze Einschübe auch immer besser kennen und erfahre, wer und was ihn zu seinen abscheulichen Taten anstachelt. Klar tut mir auch ein bisserl leid, was ihm vor vielen Jhren widerfahren ist. Was aber diese Taten absolut nicht rechtfertigt oder sogar entschuldigt. Wie er seine Taten insziniert und die Ermittler immer wieder an der Nase herum führt, das ist schon klasse gemacht. Nur, dass Laura und Max zum Schluss noch ein ganz kleines bisserl kleverer sind.
Autorin Catherine Shepherd zeichnet ihre Figuren mit Ecken und Kanten. Manche sind mir sympathisch, andere weniger – wie im richtigen Leben halt. Auch etwas Privates von Laura und ihrem Freund Taylor erfahre ich und bin froh, dass sich der Verdacht, der hier im Raum steht, nicht erhärtet.
Auch der 8. Fall ist in sich abgeschlossen und kann gut ohne Kenntnisse der vorherigen Fälle gelesen werden. Ich bin aber immer froh, dass ich Laura und Max nun schon so lange kenne, ihre Entwicklung verfolgt habe und sie mir schon wie Freunde vorkommen.
Der Erzählstil ist gewohnt leicht und flüssig. Spannung baut sich ab der ersten Seite auf, wo ich im Wald zusammen mit einer der Protagonistinnen plötzlich in ein fremdes Gesicht blicke. Einfach gruselig.

Die Autorin hat mich auch mit diesem Buch wieder restlos begeistert, gefesselt, mir teilweise den Atem geraubt. Vor allem hat sie mich wieder mal hervorragend unterhalten.
Absolut lesenswert!

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Lehrreich mit ganz viel Lesespaß

Die kleine Schnecke Monika Häuschen 3: Warum blinken Glühwürmchen? von Kati Naumann

Ich habe Monika Häuschen erst mit diesem 3. Band kennengelernt und bin mir sicher: auch die ersten beiden Bücher werden noch bei uns einziehen.

Zusammen mit dem launischen Regenwurm Schorsch und dem klugen Gänserich Herr Günter lernt Schnirkelschnecke Monika hier wieder viele neue Gartenbewohner kennen.

Hier geht es um Vögel, Haustiere und hier im speziellen um Meerschweinchen, um Bienen, um Grillen, Frösche und Glühwürmchen. Jedem der vier Spezies ist ein eigenes Kapitel gewidmet. Besonders sticht hier die Vogeluhr heraus, auf der genau erklärt wird, wann welcher Vogel in der Früh sein erstes Lied anstimmt.

Schon das Cover mit dem Regenwurm, dem Gänserich und der kleinen Schnecke ist ein echter Hingucker und macht richtig Lust auf die vier Sachgeschichten zum Staunen und Lachen. Dazu gibt es auf der Innenseite, sowohl vorne als auch hinten, die Schlaubergervorträge von Herrn Günter. Hier erfahre ich einiges Wissenswertes über einige der Tiere, die ich hier vorkommen. Genau so wie in den hellgrün unterlegten Kästchen, die hier und da im Text erscheinen. Eine ganze Seite beschäftigt sich mit den verschiedenen Vogelzungen, mit der Meerschweinchen- und Raupensprache, mit den Blättern im Garten, den Berufen der Bienen, mit der Lautstärke verschiedener Tiere und vieles mehr. Besonders gut gefällt mir die Doppelseite mit den Haustieren. Hier erkennt man sehr gut, dass die Tiere, wenn überhaupt, nicht nur zum Kuscheln da sind, sondern auch richtig viel Arbeit machen.
Im Vordergrund stehen natürlich die Geschichten über die Alltäglichkeiten und auch über die Abenteuer, die Monika, Schorsch und Herr Günter im Garten erleben.

Durch die liebevoll und detailreich gestalteten Illustrationen von Barbara Fisinger kommt die Atmosphäre und die Stimmung im Garten sehr gut heraus. Allein vom Anschauen dieser farbenfrohen Bilder bekomme ich nicht genug. Einfach toll.

Was für ein wundervolles Kindersachbuch mit dem Thema „Wie verständigen sich eigentlich Tiere miteinander“ hat Autorin Kati Neumann hier zusammengestellt. Ein tolles und spannendes Buch für alle, die Spaß mit den Geschichten haben und auch noch einiges über unsere Natur lernen wollen.
Wir werden uns dieses Buch immer wieder anschauen.

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Sehr guter Einstieg in eine neue Thriller-Reihe

Der Orchideenmörder: Schweden-Thriller von Dany R. Wood

Influencerin Cecilia will mit ihren Freundinnen Sofia und Esra in einem kleinen Ferienhaus in Ed in der beliebten Urlaubsregion Dalsland in Schweden ihren Junggesellinnenabschied feiern. Nach einem Streit ist Sofia plötzlich verschwunden. Ein Psychopath, der auch endlich einmal eine Freundin haben will und der Sofia für Cecilia hält, die er über Instagram „kennt“, hat sie entführt und hält sie auf Anraten seines „Vertrauten“ und einzigen Freundes gefangen, bis sie sich an ihn „gewöhnt“ hat.

Monica Sandström und ihr Kollege Ole Henriksson vom Polizeirevier Uddevalla in der Provinz Västra Götalands Län kümmern sich aber erst mal um den Fall der Studentin Maria Lundberg, 20, die nackt mit einer Orchideenblüte hinterm Ohr und bestialisch abgestochen gefunden wird. Als bald darauf eine ebenso dekorierte ermordete Frau gefunden wird, scheint klar, dass hier ein Serientäter sein Unwesen treibt. Ist dem auch Sofia zum Opfer gefallen?


Im 10. Jahr ist dies das 12. Buch aus der Feder von Dany R. Wood mit dem er mich das erste mal mitnimmt in die Ferienregion Dalsland in Schweden und sich in dieser herrlichen Landschaft an einem Thriller versucht. Und nachdem ich das Buch nun gelesen habe, muss ich sagen: Dany R. Wood kann nicht nur humorvolle Krimis schreiben, er kann auch diesen kaltblütigen und psychisch angehauchten Thriller. Davon hätte ich gerne mehr.
Die Geschichte selbst basiert auf zwei Säulen. Einerseits auf der dauernden Sozial-Media-Präsenz vor allem junger Mädchen und Frauen, andererseits auf dem Verlangen nach Freundschaft und Liebe.
Die Menschen, die ich hier kennenlerne, wie die taffe und resolute Kriminalkommissarin Monica Sandström, deren Mann Gustav bei einer Angelfahrt verschwunden ist; ihren Partner KHK Ole Henriksson, ein echtes Sahneschnittchen, den ich schon bei seinem Praktikum in Hirschweiler im Saarland kennenlernen durfte; Polizeiassistent und IT-Genie Kamal, der indische Jungster in der Ermittlertruppe, der sich sein Büro mit Sekretärin Ulla teilen muss oder Revierleiter Pontus Dahlberg, der mir ab dem ersten Kennenlernen unsympathisch ist; oder auch Philip Pettersson, Björn Martinsson, Marktleiter Lasse Holmgreen und der Junge für alles in der Ferienanlage Victor Blom – alle sind mit den ihnen eigenen Kennzeichen sehr gut vorstellbar beschrieben. Mein Kopfkino hat hier mal wieder Höchstleistungen vollbracht und mich dauernd mit neuen Bildern gefüttert.
Dany R. Wood´s Schreibstil ist leicht und locker. Erzählt wird einerseits aus der Sicht des Täters, andererseits aus der des Opfers. Auch die Ermittler kommen immer wieder zu Wort. Diese Erzählweise macht die Geschichte sehr schnell und spannend, wozu auch unvorhersehbare Wendungen noch beitragen. Mein Bauchgefühl hatte zwar schnell einen Täter ermittelt, doch konnte ich nicht glauben, welche kranken Hirne hier ausrasten und sich festgesetzt haben.

Dany R. Wood hat mich gefesselt, mir Gänsehaut über die Arme laufen lassen, mich von seiner Geschichte überzeugt und mich vor allem sehr gut unterhalten. Dem letzten Cliffhanger entnehme ich, dass es weitergehen wird mit Sundström und Henriksson und darauf freue ich mich schon jetzt.

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Der 6. Fall für Molly Bleck

Der Ankerplatz von Ulrike Busch

Nach ihrer privaten Auszeit genießt KHK Molly Bleck die Rückkehr an ihren Arbeitsplatz in der alten Dienstvilla an der Strandpromenade von Timmendorf. Aber schon bald setzt ein neuer Fall ihrem gechillten Ankommen ein Ende.
Kirsten Haberkorn holt sich zu einer Besprechung zur Eröffnung der umstrittenen Ferienwohnanlage „Haberkorns Ankerplatz“ auf dem Priwall ihre Nachbarin Britta Manning, die sich mit der geladenen Prominenz auskennt, als Unterstützung.

Als Kirsten telefoniert, öffnet Britta die Haustür im Erdgeschoss und wird durch eine Paketbombe schwerst verletzt. Hängt dieser Anschlag mit dem Tod eines Bauleiters von vor zwei Jahren zusammen, der für Bauunternehmer Haberkorn gearbeitet hat?
KHK Molly Bleck, Leiterin der Soko Mysterios in Timmendorfer Strand, hat zusammen mit ihrem Team KHK Malte Graf und KK Benjamin Fink, der für die Recherche zuständig ist, alle Hände voll zu tun um diesen verzwickten Fall zu lösen.

Bevor die Geschichte und die Ermittlungen Fahrt aufnehmen, stellt Autorin Ulrike Busch mir das Stammpersonal kurz vor, was für Neueinsteiger bestimmt interessant ist. Ich persönlich lerne die Menschen einer Kriminalreihe gerne von Anfang an kennen. Aber auch diesen abgeschlossenen Fall kann man sehr gut ohne viele Vorkenntnisse lesen.

Der Fall um die bei einem Bombenanschlag zu Tode gekommene Britta Manning ist richtig spannend aufgebaut und hat mich von Anfang an gefesselt. Ich hatte auch schnell einen Täter gefunden, allerdings ohne mir ein Motiv vorstellen zu können. Bei dem Täter ist es geblieben, aber das Motiv bzw. die Motive haben mich ganz schön schockiert.
Die Ermittlungen gestalten sich schwierig und ich habe es genossen, bei den Gesprächen zwischen Molly und Malte Mäuschen spielen zu können. Steinchen für Steinchen setzen sie das Puzzle zusammen bis endlich der erlösende letzte Stein gefunden ist.
Ulrike Busch erzählt ihre Geschichte so bildhaft, dass mein Kopfkino schon nach den ersten Seiten auf vollem Empfang steht. Gerade die Umgebungsbeschreibungen und das Eröffnungs-Feuerwerk auf dem Priwall hatte ich direkt vor Augen und bin immer noch begeistert.
Auch dass ich wieder einen kleinen privaten Einblick in das Leben der Ermittler bekomme, mag ich sehr.
Dass das Schicksal einer alten Dame, die hier eine Rolle spielt, so ein gutes Ende nimmt, hat mich riesig gefreut. Das hat sie sich so verdient.

Ich habe es auch diesmal wieder genossen mit der Soko Mysterios auf Verbrecherjagd zu gehen, habe die wundervoll unterhaltenden Stunden richtig genossen und bin traurig, dass auch dieser Fall schon wieder gelöst ist.

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In der Schanzstraße geht’s heiß her

Das SexHaus der Wollust | 11 Erotische Geschichten von Simona Wiles

In diesen elf erotischen Geschichten erlebe ich Frauen, die nur auf das eine aus sind: die körperbetonte Hilfe ihrer männlichen Kollegen in einem ganz speziellen Bereich.
Hier macht Fliesenleger Adrian in der Schanzstraße die Ritzprobe; Immobilienmakler Benjamin lässt sich von Ute für eine Wohnung verwöhnen; ich erlebe Hausmeister Siegfried, der sich bei Eli und Daria nicht nur um die Dusche kümmert und Postbote Ingbert, der nicht nur Briefe und Pakete ausliefert.

Mir gefällt der leichte, lockere, sehr freizügige Erzählstil von Simona Wiles sehr gut. Ohne anstößig zu sein oder derb unter die Gürtellinie zu gehen nimmt sie mich mit in die verschiedenen Wohnungen in der Schanzstraße 6 zu den verschiedensten Menschen. Meinen Geschmack hat sie mit ihren Geschichten wieder absolut getroffen.

Zum Abschluss bekomme ich als kleines Goodie noch einen Gutschein-Code, mit dem ich mir eine weitere heiße exklusive Geschichte von Simona Wiles als E-Book aus dem Internet herunter laden kann. Und wie üblich ist auch hier ein Lesezeichen passend zum Buch mit dabei.

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Eine Familiengeschichte, die zum Nachdenken anregt

Heimwärts von Kate Morton

In den Adelaide Hills in South Australia löscht eine Tragödie am Heiligabend 1959 fast eine ganze Familie aus. Fast – bis auf ein Baby, das verschwunden bleibt. Die Polizei ermittelt zwar, aber der Fall insgesamt bleibt ungelöst.
Im Dezember 2018, fast 60 Jahre später, stößt die Journalistin Jess schon fast zufällig auf dieses Geschehnis, als sie ihrer Großmutter Nora bei der sie aufgewachsen ist, nach einem Unfall in Sydney beistehen will.

Ihre Nachforschungen bringen sie auch ihrer eigenen Familiengeschichte immer näher.

Es hat etwas gedauert, bis ich in dieser Geschichte angekommen bin. Aber dann hat sie mich gepackt und bis zum Schluss nicht mehr losgelassen. Es ist eine sehr leise Geschichte in die ich langsam immer tiefer eintauche. Alles wird sehr ausführlich erzählt und ich versuche zu erkennen, was wichtig ist und was es für die Auflösung des Rätsels nicht braucht.
Kate Morton hat einen sehr bildhaften und eingängigen Erzählstil, der mir schnell wunderschöne, aber auch zutiefst traurige Bilder in meinen Kopf zaubert. Es ist ganz gewiss keine heile Welt Geschichte, in die sie mich hinein zieht. Sie regt mich eher zum Nachdenken an; über Familie, was bedeutet Heimat, über die Suche nach der eigenen Identität. Seite für Seite tauche ich tiefer ein und es tritt ein Geheimnis zutage, das unglaublich scheint.
Die vielen Menschen, die ich hier kennenlerne, erzählen das, was sich damals zugetragen hat, aus ihrer eigenen Sicht. So entstehen immer neue Bilder, die ich abspeichere und damit versuche mein eigenes Bild der Geschehnisse Stück für Stück zu vervollständigen. Schnell war mir zwar klar, in welche Richtung die Geschichte gehen könnte. Es aber dann schwarz auf weiß zu lesen war für mich nochmal richtig erschütternd.

Kate Morton hat mir mit „Heimwärts“ einige unterhaltsame, aber auch aufwühlende Lesestunden geschenkt, mich bewegt und an ihr Buch gefesselt. Wer gerne Romane liest, die zum Nachdenken anregen und Familiengeschichte, ein bisserl historisches und einen Hauch von Spannung vereinen, der ist hier genau richtig.
Meine Reise nach Sydney wird mich wohl noch eine Zeit lang beschäftigen.

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Spannend, mystisch, richtig gut

Die Steine der Zwillinge von Wilma Borghoff

Die Zwillingsschwestern Nora und Helene haben seit Kindesbeinen einen ganz außergewöhnlichen Draht zueinander. Sie spüren schnell, wenn es der anderen nicht gut geht.
Nur um ihrem Mann Niklas einen Gefallen zu tun begibt sich Nora Linde mit ihm zusammen auf einen Wanderurlaub in Kanada. Leichtsinnig machen sie auch bei schlechtem Wetter nicht halt, ignorieren alle Warnzeichen.

Bis Niklas abstürzt und Nora sich auf den Weg macht um Hilfe zu holen. Ein fataler Fehler, der sie in höchste Lebensgefahr bringt. Zuhause macht sich Helene auf den Weg ihre Zwillingsschwester zu suchen. Daheim muss sich die Familie mit Reportern herumschlagen und bekommt Besuch von einer Person, von der bisher niemand etwas wusste...

Wow, was für eine ungewöhnliche und tolle Geschichte.
Ich gebe zu, es hat etwas gedauert bis ich in Noras und Helenes Familien, die ich sehr intensiv kennenlerne, und dann in Kanada angekommen bin. Aber ab ca. der Hälfte des Buches war es dann so spannend und nervenaufreibend, dass ich es nicht mehr aus der Hand gelegt habe.
Ich lerne die Zwillingsschwestern Nora und Helene als Kinder kennen, wo sie schon eine sehr enge und telepathische Verbindung zueinander haben. Sie verstehen sich ohne Worte auch über größere Entfernungen hinweg, leben später jede ihr eigenes Leben mit ihren jeweiligen Partnern bzw. Familien. Ihre ganz besondere Verbindung reißt nie ab und so merkt Helene sofort, als Nora in Kanada in Gefahr ist.
Eine große Rolle spielen hier zwei Steine, die die Zwillinge auf ihrem gemeinsamen Jakobsweg gefunden haben und die die Telepathie noch zu verstärken scheinen. Gut, dass Nora ihren Stein mit nach Kanada genommen hat.

Mir hat diese Geschichte sowohl durch die vielen verschiedenen Menschen, die ich hier kennenlerne und die mir bis auf wenige Ausnahmen alle sehr sympathisch sind, als auch durch die Geschehnisse in Kanada sehr gut gefallen. Autorin Wilma Borghoff versteht es gekonnt meine Gefühle heraus zu kitzeln und ich hatte manchmal das Bedürfnis Nora zu schütteln und ihr zuzurufen „lass das bitte sein“. Aber hätte sie auf mich gehört, wäre daraus keine so emotionsgeladene Geschichte entstanden, die mich bis zum Schluss richtig gefesselt hat.

Ich habe diese Reise in die kanadische Wildnis trotz oder gerade wegen der folgenschweren Geschehnisse sehr genossen. Die Beschreibungen von @borghoffwilma haben mich berührt, fasziniert und mir wundervolle Bilder in den Kopf gepflanzt. Ein Buch mit einer ungewöhnlichen Geschichte, das ich sehr gerne gelesen habe und es gerne weiter empfehle.

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„Wir dürfen niemals aufgeben an das Gute zu glauben“

Sternenreiter – Wie ein Licht in dunkler Nacht (Band 2) von Jando

Das ist einer der wunderbaren Sätze, die der kleine Junge in dieser Geschichte von sich gibt.

Nach 10 Jahren hat der kleine, außergewöhnliche Junge in seinem braunen Mantel aus Jute den norddeutschen Schriftsteller Jens Koch alias Jando dazu gebracht, eine weitere Geschichte mit ihm aufzuschreiben.

Und ich habe mich riesig gefreut, dass es mit dem Sternenreiter weiter geht.
Gerade in der heutigen Zeit, wo jeden Tag neue Scheußlichkeiten durch die Nachrichten gehen, tut es so gut, diese Geschichte voller Liebe, Glück und Hoffnung zu lesen.

Der Erzähler Janosch berichtet, wie er auf der Suche nach dem Mädchen Sara, die aus dem Kinderheim in dem er zusammen mit seiner Freundin Jelena arbeitet ausgebüxt ist, dem kleinen Jungen mit seinem Löwenhund und der Taube begegnet. Er nimmt ihn mit ins Heim und ist immer wieder erstaunt, wie viel Lebensklugheit der kleinen Jungen in sich trägt. Ich habe beim Lesen immer wieder mal an die Geschichte des Kleinen Prinzen denken müssen, die auch so voller Weisheit steckt.

Mir gefällt die wunderschöne Gestaltung des Buches mit der Goldschrift auf blauem Grund sehr gut. Und auch die hinreißenden Illustrationen von Antje Arning passen wunderbar zu der Geschichte, die der Autor hier erzählt.

Ein berührendes Märchen für Erwachsene, das zum Nachdenken anregt und das zeigt, dass auch in den dunkelsten Momenten immer noch ein kleiner Stern am Himmel leuchtet, der Hoffnung gibt. Eines der ergreifendsten Bücher, die ich in diesem Jahr bisher gelesen habe.

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