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Rezensionen von gaby2707:

Ein sehr persönlicher Fall

Isardreh von Michael Gerwien

HK Franz Wurmdobler ist unter die Geisterjäger gegangen. Während er und sein bester Freund Ex-Kommissar und jetziger Privatermittler Max Raintaler im Keller des Büros von Filmproduzent Waldemar Brachtinger einen Geist jagen, wird dieser oben in seinem Büro abgestochen. Klar, dass die Beiden alles tun um den Täter zu finden.

Dann wird auch noch Monika Schindler entführt, die langjährige Lebensgefährtin von Max. Wird er ihr Leben retten können?

Ich bin nun schon zum 13. Mal mit Max Raintaler und seinem Freund Franz Wurmdobler in München und Umgebung auf Verbrecherjagd. Diesmal bin ich mit ihnen in der Bavaria-Filmstadt, am Starnberger See und natürlich in München unterwegs. Mein Kopfkino hat sich auf der ersten Seite eingeschaltet und mich bis zum Schluss mit gut vorstellbaren Bildern versorgt und sehr gut unterhalten. Ich fühle mich beim Lesen immer, als wenn ich gute Freunde besuche und habe mich sehr gefreut, dass ich Josef Stirner, Anneliese, Bernd und Sandra auch wiedergelesen habe. Sie alle sind mir neben Max, Monika und Franz mit der Zeit so richtig ans Herz gewachsen.
Die Spannung ist die ganze Zeit greifbar. Nicht nur, weil es einen Mord aufzuklären gilt. Nein, auch Monika muss ja gefunden werden. Das hat mich diesmal fast noch mehr beschäftigt, wie der Mord an dem Filmproduzenten.
Aber auch der Humor kommt nicht zu kurz. Ich habe mir Anneliese in dem Tohuwabohu, das die chinesische Touristengruppe in Monis kleiner Kneipe veranstaltet, richtig gut vorstellen können.
Und dann der Schluss. Einfach nur schön. Ihr fragt euch warum? Das solltet ihr beim Lesen selbst heraus finden. Es lohnt sich.

Ein toller Krimi, lockerleicht und doch voller Spannung, Lügen, Tod, aber auch mit viel Liebe, Glück, Leidenschaft und Humor. Und mit richtig sympathischen Menschen. Einfach lesenswert!
Ich kann und will mir gar nicht vorstellen, dass es der letzte Fall sein soll, den Max Raintaler und Franz Wurmdobler gelöst haben.

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Sehr gute erotische Unterhaltung

Machs mir immer wieder wild | Erotische Geschichten von Mandy Moore; Christy Brown; Eloise C.; Isabel Prescott; Josie Richwood; Katia Violet; Marisa Thompson; Mary Moon; Sallie Hardy; Sarah Hancock

Ich habe schon einige Bücher von Mandy Moore, in denen sie ihre Lieblings-Erotikgeschichten heraus gebracht hat, gelesen. Und auch die neue Sammlung hat mich nicht enttäuscht. In diesem Buch hat Mandy Moore wieder insgesamt 12 heiße Kurzgeschichten von 9 Autorinnen zusammengestellt, die keine Wünsche offen lassen.

Hier lerne ich Notarzt Mick kennen, der bei Pianistin „Marie“, wie er sie nennt vollkommen die Kontrolle verliert; bin in einem Internat für höhere Töchter dabei, wie die in die Liebe und den Sex eingeführt werden; René macht mit seiner Frau Erotik-Urlaub; ich bin bei einem phänomenalen ersten Date dabei und ich treffe Ramona, Nils und Marco in ihrer wilden Sex-WG.
Bei jeder einzelnen Geschichte setzt mein Kopfkino ein und ich bin sofort mittendrin im Geschehen. Die Menschen, denen ich hier begegne sind alle sehr unterschiedlich, genau so wie die außergewöhnlichen Orte an denen sie sich vergnügen. Auf jeder Seite des Buches geht es abwechslungsreich und sehr kreativ zu. Es hat mir Spaß gemacht, auch diesmal die Voyeurin zu spielen und ich wurde dabei wieder sehr gut unterhalten.
Zum Abschluss bekomme ich als kleines Goodie noch einen Gutschein-Code, mit dem ich mir eine heiße exklusive Geschichte diesmal von Simona Wiles als E-Book aus dem Internet herunter laden kann. Und wie üblich ist auch hier ein Lesezeichen passend zum Buch mit dabei.

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Sturm auf Amrum

Die Brandung von Nebel von Ulrike Busch

4 Frauen und 2 Männer nehmen auf der Nordseeinsel Amrum an einem Seminar zum Umgang mit dem Handy teil. Bis einer der Teilnehmer tot am Strand gefunden wird. Ist er bei dem Sturm, der in der Nacht über die Insel gefegt ist, ertrunken? Oder ist doch Fremdeinwirkung im Spiel? Und wo ist eine weitere Teilnehmerin abgeblieben, die seit dem Sturm verschwunden ist?
KHK Kuno Knudsen und sein Team haben alle Hände voll zu tun um diese Tat aufzuklären.

Ich liebe die Fälle der Kripo Wattenmeer und auch die Klärung dieses Falles hat mich in ihren Bann gezogen. Es geht eher leise zu bei den Ermittlungen. Die Geschichte lebt von den vielen Dialogen und Gesprächen, die die beiden Ermittler Kuno Knudsen und Arne Zander mit den Seminarteilnehmern führen um in dem Fall Schritt für Schritt weiter zu kommen.
Ich selbst kenne die Mitarbeiter der Kripo Wattenmeer ja schon seit einigen Jahren. Allen Neueinsteigern stellt Ulrike Busch das „Stammpersonal“ gleich auf den ersten beiden Seiten kurz vor. Auch die anderen Personen, die hier eine Rolle spielen sind gut ausgearbeitet und passen sich gut in mein Kopfkino ein.
Die Beschreibungen der Umgegend auf Amrum und der Sturmnacht haben mir auch wieder gut gefallen und machen Lust auf einen Abstecher auf die Insel. Wobei ich diesen Sturm, ganz im Gegensatz zu einem Seminarteilnehmer, nicht unbedingt erleben möchte.
Es geht neben dem Kriminalfall um das Thema Handyabhängigkeit und die Präsenz im Internet. Ich muss zugeben, dass mich diese aufs Handystarrerei auch manchmal nervt.

Autorin Ulrike Busch hat es auch mit dieser Geschichte geschafft mich zu fesseln. Wobei mir das Ende diesmal ausgesprochen gut gefallen hat. Warum? Das werdet ihr beim Lesen selbst feststellen.

Ein spannender Fall, sympathische Ermittler und ein besprechenswertes Thema machen dieses Buch zu einem Lesevergnügen.

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Toller Einstieg in eine neue Krimireihe

Der Bojenmann von Kester Schlenz; Jan Jepsen

In Övelgönne, einem Stadtteil von Hamburg, steht normalerweise eine Kunstfigur, der sogenannte „Bojenmann“, in der Elbe außerhalb der Fahrrinne auf einer Tonne. In der Nacht ist er ausgetauscht worden – gegen eine plastinierte Leiche. Kommissar Thies Knudsen, leitender Ermittler des LKA 12, Region Altona, und sein Team sind sprach- und ratlos.

Unterstützung bekommen sie von dem ehemaliger Seemann und Lotsen Oke „La Lotse“ Andersen, dem besten Freund von Knudsen, der sie auch auf die richtige Spur bringt. Doch es soll nicht bei der einzigen so hergerichteten Leiche bleiben. Recht bald wird klar: ein Serienmörder treibt in Hamburg sein bizarres Spiel.

Bei der ersten Erwähnung und Beschreibung der Leiche habe ich gleich an Gunther von Hagens´ Körperwelten denken müssen, auf die hier auch immer mal wieder Bezug genommen wird.
Kester Schlenz und Jan Jepsen haben einen sehr spannenden und außergewöhnlichen Krimi geschrieben. Aber wie Dörte Eichborn, die im Team mit ermittelt, könnte man mit der Hälfte der Sätze die doppelte Menge Inhalt auf den Punkt bringen. Dadurch würde die Spannung nicht immer wieder zusammen fallen und müsste nicht immer wieder neu aufgebaut werden. Allerdings tut so eine kleine Spannungspause zwischendurch auch mal ganz gut. Hierzu tragen die Beschreibungen der Stadt Hamburg, was manchmal wie der Auszug aus einem Stadtführer klingt, bei. Ich kenne Hamburg von verschiedenen Besuchen ein bisserl und konnte mich so sehr gut zurecht finden. Den Tschechischen Hafen und die Seelsorge „Duckdalben“ kannte ich noch nicht. Die vielen Hintergrundinfos, die ich hier bekomme, finde ich klasse.
Die Menschen, denen ich hier begegne, vor allem die Ermittler Thies Knudsen, Dörte Eichborn mit ihrem Mops Günther, die türkischstämmige Meral Attay, das schwarze Schaf im LKA Carsten Hauber und Oke Andersen, sind mir, auch wegen ihrer interessanten Dialoge, sehr sympathisch. Da freue ich mich heute schon auf den nächsten Fall, den sie zu bearbeiten haben. Auch die anderen Mitwirkenden kann ich mir sehr gut vorstellen und mich in sie hinein versetzen. Wenn vom Täter die Rede ist, bekomme ich Gänsehaut.

Ein richtig toller Fall, den die beiden Autoren hier kreiert haben. Das richtig informative Schlusswort und die Vorstellung des LKA12, Region Hamburg-Altona, runden dieses Buch gekonnt ab.

Alles in allem ein, wie ich finde, toller Einstieg in eine neue Krimireihe. Ich freue mich heute schon auf die Fortsetzung.

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Urkomisch, wenn es nicht so ernst wäre

Sie haben Ihr Gebiss auf der Hüpfburg verloren von Sybille Bullatschek

Pflegerin Sybille Bullatschek liebt ihre Senioren, und sie liebt ihren Job in der Pflege, auch wenn er nicht immer einfach ist und es einem keiner dankt, dass man sich auf gut Deutsch den ganzen Tag den Arsch aufreißt. Zusammen mit Ute, ihre beste Freundin Evelyn und einigen anderen schmeißt sie den Betrieb im Seniorenheim Sonnenuntergang, dessen Namen sie sich ausgedacht hat.

Was sie dabei mit Heimleiter Rüdiger Otterle und den Bewohnern alles erlebt, davon berichtet sie in diesem Buch.
Sybille Bullatschek ist eine schwäbische Pflägekraft, die mit Leib und Seele in ihrem Beruf aufgeht. Sie vermittelt hier auf sehr ehrliche, manchmal etwas bissige, ironische, sehr liebevolle Art und Weise den Alltag in einem Seniorenpflegeheim. Bei Situationen, wo sie die Senoras, wie sie die alten Damen nennt, zum Speeddating mitnimmt, einer der Bewohner dauernd auf Abwege gerät oder sie sich auf der Hüpfburg vergnügen, hatte ich beim Lesen Lachtränen in den Augen. Es gibt aber auch Situationen, da war mir eher zum weinen zumute. Auch Situationen, die zum Nachdenken anregen, gibt es einige.

Die verschiedenen Pflegekräfte, bei denen die ein oder andere ihren Beruf verfehlt zu haben scheint, ihren Chef Herrn Otterle und auch die ganz verschiedenen zu pflegenden zum Teil sehr alten Herrschaften, egal ob weiblich oder männlich, sind sehr gut vorstellbar beschrieben. Ich hatte von jeder oder jedem Einzelnen bald ein klares Bild im Kopf.

Wie das Gebiss auf die Hüpfburg kommt, erfahrt ihr, wenn ihr dieses so unterhaltsame Buch lest. Ich kann es nur empfehlen.

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Himmel und Holle ermitteln

Quallenplage von Susanne Bergstedt

Telse Himmel, 47, freie Journalistin und Fotografin lässt ihr Leben in Hamburg hinter sich und zieht in das umgebaute Gartenhaus in Schilksee, dem nördlichsten Stadtteil Kiels, das neben der imposanten Villa steht, die ihrer Freundin und vermögenden Witwe Wanda Holle gehört. Als die Grundschullehrerin Kirsten Reinfeld, eine sehr gute Schwimmerin und Freundin von Wanda, in der Kieler Bucht inmitten eines Quallenschwarms gefunden wird, springen bei Wanda alle Alarmglocken an und sie ist sich sicher – das war kein Unfall.

Das war Mord. Aber ihr Nachbar KHK Olaf Wuttke will von der Mordtheorie gar nichts wissen. Also machen sich Wanda und Telse selbst auf die Suche nach Beweisen. Dass sie sich damit selbst in höchste Gefahr begeben, merken sie erst, als es fast zu spät ist...

Autorin Susanne Bergstedt hat mit ihrem Debütkrimi, der gleichzeitig der Auftakt zu einer neuen Cosy-Crime-Reihe ist, und mit ihren beiden neuen Privatermittlerinnen, einen klasse Start hingelegt.
Telse und Wanda, die beiden neugierigen Hobbyermittlerinnen und langjährigen Freundinnen, sind mir mit ihrer norddeutschen Art und ihrer Hartnäckigkeit schnell ans Herz gewachsen. Wobei die Polizeiarbeit bei ihrem Fall nicht im Mittelpunkt steht. Ich erfahre einiges über die Schilkseer Prominenz, über extravagantes Essen, vor allem Sushi, und teuren Rotwein, den Wanda so liebt. Dazu lässt sich auch Nachbar Olaf gerne einladen und plaudert dabei manch eine polizeiliche Erkenntnis aus, die den beiden weiterhilft.
Dazu die Beschreibungen der lokalen Umgebung, die durch die Karte im hinteren Umschlag gut ergänzt werden. Es riecht nach Salz, Tang und frischer Seeluft. Die Spannung steigt langsam an und hält sich dann bis zur Auflösung. Ein Krimi, der ohne großes Blutvergießen auskommt, was meinem Lesegeschmack sehr zugute kommt, und mich trotzdem bei der Stange gehalten hat. Beim nächsten Fall würde ich gerne etwas länger nach dem Täter suchen wollen. Den hatte ich hier recht schnell ausgemacht.

Ein spannender, kurzweiliger Krimi, bei dem auch der Humor nicht zu kurz kommt mit zwei Hobbyermittlerinnen, von denen ich gerne mehr lesen würde.

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Die Reise von Großer Panda und Kleiner Drache

Die Reise von James Norbury

Großer Panda und Kleiner Drache leben an einem himmlischen Ort umgeben von Wäldern und Bergen und sind sehr zufrieden. Nur spürt Kleiner Drache, dass ihm etwas fehlt. Gemeinsam machen sie sich auf die Reise, stellen sich Gefahren und meistern Herausforderungen. Schließlich erkennen sie, dass sie alles, was sie brauchen schon in ihnen steckt.

Und dass Veränderungen, wenn sie nur genügend Geduld haben, sie auf den richtigen Weg führen.

Was für eine verzaubernde und liebevolle Geschichte, die James Norbury hier aufgeschrieben und wundervoll illustriert hat.

„Die Reise - Großer Panda und Kleiner Drache“ ist die Fortsetzung von „Großer Panda und Kleiner Drache“, einem wunderschönen Buch mit Einzelzeichnungen und Dialogen. Hier bekomme ich kleine Weisheiten, poetische Botschaften und wunderschöne Illustrationen, die eine ganze Geschichte erzählen. Kleiner Drache lernt, dass Fehler machen, sich irren und scheitern zum Leben dazu gehören. Dass er dadurch aber auch immer mehr zu sich selbst findet und daran wächst. Und dass er in Großer Panda den besten Freund und Kameraden hat, den es gibt.

James Norbury hat mit diesem Buch einen wahren Buchschatz geschaffen, der mal in kleinen Sätzen, mal in kleinen Abschnitten, so viel Hoffnung und Zuversicht ausstrahlt und die Angst vor Veränderungen nimmt. Seine ausdrucksstarken Illustrationen bereichern die Geschichte auf wundervolle Weise.

Eine außergewöhnliche, tiefgründige Lektüre über die inspirierende Reise zweier so unterschiedlicher Freunde, die sich dem Abenteuer Leben stellen und die ich jedem ans Herz legen möchte. Mir hat sie ein paar märchenhafte Lesestunden geschenkt.

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Einfach zauberhaft

Das Bücherschiff des Monsieur Perdu von Nina George

„Das Bücherschiff des Monsieur Perdu“ ist das erste Buch aus der Feder von Nina George, das ich gelesen habe. Aber ich bin so begeistert, dass es definitiv nicht das letzte gewesen sein wird. Ich überlege immer noch, wieso ich bisher nicht auf diese so hervorragende Autorin gestoßen bin. Nun werde ich erst mal noch die erste Reise mit Jean Perdu auf seiner „Pharmacie Literaire“ von Paris in die Provence lesen.

Wobei man diesen zweiten Bd. auch gut ohne diese Vorkenntnisse lesen kann. Der leichte, luftige Erzählstil der Autorin hat mich ab der ersten Seite mitgenommen in eine so wunderbare Geschichte. Ich konnte einfach nicht mehr aufhören zu lesen und war am Ende enttäuscht, dass meine Reise mit Monsieur Perdu schon zu ende war. Ich finde es so schön zu lesen, wie er versucht Menschen und Bücher zusammen zu bringen. Bei mir hat er einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Mich hat dieses wundervoll leichte in lila gehaltene Cover magisch angezogen und der Klappentext macht richtig neugierig auf Monsieur Perdu, die Lektüre, die er für die verschiedensten Seelen-Maladien verordnet und auf die Zeitkapsel des Schriftstellers José Saramago. Ich habe seine Reise über die französischen Kanäle mit Max Jordan sehr genossen.
Die poetischen, einfühlsamen und auch humorvollen Worte, Sätze und Gedanken haben mich begeistert und eingehüllt, wie in eine wärmende Decke. Ich meine ihre pharmazeutische Wirkung direkt spüren zu können. Dazu die immer wieder eingefügten Weisheiten der „Großen Enzyklopädie der Kleinen Gefühle“, das Buch, an dem Jean Perdu schreibt. Einfach nur schön.
Die Menschen, mit denen ich es hier zu tun bekomme, sind mit ihren Sorgen und Ängsten, ihren Gedanken und Ideen und mit ihren ganz persönlichen Eigenarten sehr menschlich und echt beschrieben. Für mich ganz ungewöhnlich, dass ich nicht einen von ihnen unsympathisch fand. Sie alle haben etwas so liebenswertes und liebenswürdiges, was mich anzieht und ich würde jeden einzelnen gerne persönlich kennenlernen.

Ein so zauberhaftes Buch mit einer absolut lesenswerten Geschichte, die durch die Personen und die Aufgabe, die sich Monsieur Perdu stellt, lebt. Meine absolute Leseempfehlung ist diesem Buch sicher.

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„Wenn nichts mehr geht, geht gehen“

Agnes geht von Katja Keweritsch

Agnes Morgenthaler weiß nicht, um was es an diesem Abend geht, auf dieser Veranstaltung im Museum für Hamburgische Geschichte und kommt völlig underdressed dort an. Ihr Mann Tom, dem eine große Auszeichnung zuteil werden soll, ist außer sich, der sich entwickelnde Streit läuft völlig aus dem Ruder und Agnes auf und davon.

Erst in ein Hotel, dann durch ganz Hamburg durch die Naturschutzgebiete Borghorster Elblandschaft, Besenhorster Sandberge, Elbsandwiesen Boizenburg nach Geesthach und weiter über Lauenburg, Bleckede und Neu Darchau bis nach Mödlich. Immer an der Elbe entlang. Auf der Suche nach sich selbst, nach ihren Wünschen und Antworten auf viele ihrer Fragen, die sich plötzlich stellen. Lässt sich auch durch Regen, Blitz, Donner, Erschöpfung, Blasen an den Füßen und Schmerzen nicht ausbremsen und geht einer zunächst ungewissen Zukunft entgegen.

Mit „Agnes geht“ hat Autorin Katja Keweritsch eine Geschichte geschaffen, die mich nachdenklich gemacht hat. In der ich mich aber nach den ersten Seiten auch gleich sehr wohl und angekommen gefühlt habe. Ich habe die Beschreibungen der Elblandschaft und die Begegnung mit Per, dem Baummenschen und Bastian, der mit Käsebrot Leben rettet sehr genossen. Es ist das alte Rollenmuster, das hier aufgedröselt wird um zu zeigen, wie es mir als Frau geht, wenn ich Familie und Beruf unter einen Hut bringen muss. Wenn ich selbst und meine Wünsche dabei teilweise auf der Strecke bleiben. Wie ich aus diesem Kreislauf auch mal ausbrechen kann.
Aber es sind nicht nur Agnes´ Gedanken, die sie mit mir teilt. Auch Tom lerne ich mit seinem Tun und seinen Gedanken immer besser kennen. Und er lernt zu schätzen, was er an seiner Frau bisher als selbstverständlich angesehen bzw. was er an ihr gar nicht richtig wahrgenommen bzw. auch missverstanden hat. Wie Selbstverständlichkeiten zur Last werden können. Und wie man aus dieser ganzen Misere rauskommen kann.

Ein wundervolles Buch, das voller nachdenklicher Momente und Themen, über die auch ich mir immer mal wieder Gedanken mache, steckt. Das Mut macht sich mit der eigenen Situation zu beschäftigen und mal auszumisten. Das zeigt, dass man immer über alles reden sollte und das ich auch den Männern ans Herz legen möchte. Ein Buch, das ich ab der ersten Seite in Agnes` Gegenwart so richtig genossen habe.

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Ilva Feddersen marpled wieder

Fiese Brise in St. Peter-(M)Ording von Tanja Janz

Da ich die Menschen, denen ich hier immer wieder begegne gerne von Anfang an kennenlerne, habe ich zuerst mal Band 1 der St. Peter-(M)Ording Reihe von Tanja Janz gelesen. Hier in Bd. 2 geht es genau so kriminell und humorvoll zu, wie im ersten Teil. Was mir sehr gut gefällt.

Dass es sich hier um einen Cosy Krimi handelt, sieht man schon am hell und luftig gestalteten Cover mit Schaf, Pfahlbauten und Dünengras.

Und dass es hier um Mord geht, liest man im Klappentext, der aber nicht zu viel verrät, sondern eher neugierig macht.

Das jährliche Kegelturnier in St. Peter-Ording steht an. Lehrerin Ilva Feddersen, deren ganze Familie an diesem Turnier teilnimmt, ist da ganz schön eingespannt. Doch dann liegt einer der Favoriten tot in seinem Wohnwagen. Ein Unfall? Oder hat hier jemand einen Konkurrenten ausgeschaltet? Als ein zweiter Kegelbruder tot aufgefunden wird, steht für Ilva fest, dass es hier um Mord geht. Und dann brennt auch noch das Haus der Gönnerin des Turniers nieder. Klar dass Ilva hier ihrem Bruder Ernie und dessen Kollegen Fred von der Polizeistelle St. Peter-Ording bei den Ermittlungen helfen will.

Ich habe mich auch diesmal wieder sehr gerne an die nordfriesische Nordseeküste in Schleswig-Holstein entführen lassen und habe mich gefreut, dass ich einige der Menschen, denen ich hier schon begegnet bin, wiedergelesen habe. Natürlich ist auch Kater Kuschel wieder dabei und schleicht mir um die Beine.
Erzählt wird die Geschichte aus zwei verschiedenen Perspektiven. Zum einen erfahre ich vieles durch die Augen der Bewohner von St. Peter-Ording. Aber auch der Täter meldet sich immer wieder zu Wort und versucht sein Vorgehen zu erklären. Bis zum Schluss war ich mir allerdings nicht sicher, wer der nun ist.
Tanja Janz beherrscht die Mischung aus kriminell und humorig absolut super. Spinnt dazu noch einen Spannungsbogen, der sich ziemlich weit oben hält und durch ihren eingängigen Erzählstil bin ich ganz schnell mittendrin in der Geschichte. Dazu das lokale Umfeld, das ich mir dank der bildhaften Beschreibungen sehr gut vorstellen kann. Mir hat dieser Küstenkrimi wieder sehr gut gefallen.

Ein fast unblutiger, leichter, sehr unterhaltsamer Cosy-Krimi, der von mir eine Leseempfehlung und 5 von 5 Sternen bekommt.

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