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Rezensionen von gaby2707:

Bald beginnt die BUGA23 in Mannheim, wo Blumen auf Bücher treffen

Blumenfieber von Claudia Schmid

Das ist auch der Schauplatz an dem Edelgard Buchmann aus Stuttgart die Buchhandlung „Bücherhimmel“ ihrer guten Bekannten Wiebke Burgunder und Tamara Vogt im Luisenpark auf der BUGA übernimmt. Ihr Zuhause für das kommende halbe Jahr wird die terrakottafarbene Villa der beiden Frauen in Heidelberg sein.

Von hier aus ist es nicht weit zu ihrer vorübergehenden Arbeitsstelle. Besonders schön, dass sie dort ihren Sohn Julian öfters sehen kann, der von seiner Arbeitsstelle in Schweden nach Mannheim gewechselt ist. Nur dass seine Freundin Frida Anderson, mit der sie nicht einverstanden ist, auch herkommen wird, passt ihr gar nicht. Aber sie wird schon noch eine passende Frau für ihren Sohn finden. Als dann aber Frida spurlos verschwindet und sie in den Fokus der Ermittler gerät, braucht es schon ganz schon viel Hilfe, ihren Mann Norbert und gute Freunde, um aus diesem Schlamassel wieder raus zu kommen.

Ich fand es irgendwie witzig einen Krimi mit großem Bezug zur BUGA zu lesen, die ja im kommenden April erst eröffnet wird. Aber ich denke, durch die vielen Bilder, die ich nun im Kopf habe, werde ich sie auch mal besuchen und dort auf Edeltrauds Spuren wandeln.
Ein weiterer Schauplatz ist ein Unfall, den ein autonomer Bus von der Firma, wo Edeltrauds Sohn Julian arbeitet,verursacht. Lange steht nicht fest, wie das passieren konnte. Hier entspinnt sich nun immer wieder eine Diskussion über den Klimawandel bzw. die Zukunft unserer Fortbewegung. Diese ganzen Gedanken und Gespräche über Gemüsekisten, E-Autos, Lastenfahrräder usw. ging mir mit der Zeit auf die Nerven. Dazu sehr vieles über Mannheim und Heidelberg, was ich gar nicht wissen wollte. Welche Probleme die lesbische Beziehung hat, die Tamara und Wiebke leben, hat mich nicht wirklich interessiert. Oder die immer wiederkehrenden Erwähnungen der Toten, die Edeltrauds Weg bisher plasterten, fand ich einfach zuviel des Guten. Einmal kurz erwähnt, hätte mir um mich neugierig zu machen bei diesen ganzen Themen vollkommen gereicht.
Ich hatte mich einfach nur auf einen spannenden Kriminalfall gefreut, der ja dann mit Fridas Verschwinden auch noch kam. Der hat mich dann richtig überzeugt.
Mir fehlt hier trotzdem die durchgängige Spannung. Die ausschweifenden Erzählungen und Dialoge über die verschiedensten Themen, die mit dem Fall rein gar nichts zu tun haben, waren mir einfach zu viel. Für meinen Geschmack hätten dem Buch 100 Seiten weniger und mehr kriminelle Energie gut getan. So brach die Spannung immer wieder ein und mein Leseerlebnis war diesmal nicht so gut. Schade – die Geschichte hat so viel Potential.

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Ein unterhaltsamer historischer Krimi

Münchner Vergangenheit von Gretel Mayer

Am ersten Dienstag im September 1954 findet die Putzfrau Fanny Silberschneider ihren Auftraggeber, den alleinstehenden Albrecht Gruber, 59, tot in seiner Wohnung in der Schleißheimer Straße in München. Jemand hat ihn hier voller Hass und mit rohe Gewalt niedergestochen.
Der junge Polizist Korbinian Hilpert, 23, ist gerade erst von Prien am Chiemsee nach München gekommen um hier seine Ausbildung zum Kriminalbeamten zu beginnen.

Zusammen mit seinem neuen Kollegen KHK Siegfried Breitner vom Mord I macht er sich eifrig an seinen ersten Mordfall.

Autorin Gretel Mayer verbindet in ihrem Kriminalroman „Münchner Vergangenheit“ einen spannenden Kriminalfall mit einem sehr interessantes Stück Münchner Zeitgeschichte. Ich fand es nicht nur sehr spannend zu lesen, wie die beiden Ermittler Breitner und Hilpert, unterstützt von der lebenslustigen Sekretärin Cornelia Pringerl, einen Mörder zur Strecke bringen. Mir haben die Einblicke in die Münchner Geschichte und die Geschichten dazu genau so gut gefallen.
Den Menschen, die ich hier kennenlerne, merkt man an, dass der Krieg und die Entbehrungen dadurch noch nicht allzu lange vorbei sind. Ich sehe die Hausfrauen in ihren bunten Kittelschürzen und die jungen Frauen in ihren engen Hosen und Rüschenblusen direkt vor mir. Die Maikäfersiedlung in Berg-am-Laim und die Nachteule in Schwabing kenne ich sogar noch. Auch die meisten anderen, denen ich hier begegne, kann ich mir dank der guten Beschreibungen sehr gut vorstellen. Den Münchner Dialekt, der immer wieder z.B. in Gesprächen auftaucht, habe ich direkt im Ohr. Das macht die Geschichte noch authentischer. Auch der Kurztrip nach Italien hat mir sehr gut gefallen.
Auch wenn ich nun schon über 40 Jahre hier in München lebe, als der Mord passierte, war ich gerade mal 2 Monate alt. Daher liebe ich die alten Geschichten vom Wiederaufbau, von Schwarzmarktgeschäften und den ersten Ausländern in der Stadt. Hier bekomme ich so viel mehr als nur einen Krimi.
Korbinians Ausbildung geht ja nun in der Abteilung Eigentumsdelikte weiter. Vielleicht gibt es ja auch hier einen spannenden Fall zu bearbeiten. Ich würde mich sehr freuen, ihn mal wiederzulesen.

Ein spannender Kriminalfall mit interessanten Menschen und tollen Einblicken in verschiedene Münchner Gschichten. Beste Unterhaltung, die ich sehr genossen habe.

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Tödliche Aufträge

Die KillerHure | Erotik-Thriller von Henry Nolan

Studentin Jana Walker verdient sich mit Auftragsmorden ihr Geld zum Leben. Hier begleite ich sie zu ihrem „Termin“ mit Georg van Brueggen, 40, Inhaber der Softwarefirma GVBU, der das Hotelzimmer nicht mehr lebend verlassen wird. Vorher haben die Beiden aber noch richtig viel Spaß miteinander.
Was es dann mit Brendan, Antonia und Thierry auf sich hat, das müsst ihr bitte selbst lesen.

Ich habe bisher noch keinen Erotik-Thriller gelesen. Aber ich muss sagen, es hat Spaß gemacht, der Kombination aus Erotik und Crime zu folgen.
Jana Walker spielt die unerfahrene, nervöse, aber geistreiche Studentin sehr authentisch. Dazwischen immer wieder kleine Sequenzen aus ihrem Leben. Da verstehe ich noch besser, warum sie tut, was sie tut; wieso sie so ist, wie sie ist.
Henry Nolan erzählt die Geschichte leicht und locker, aber auch sehr spannend und fesselnd mit einer großen Portion Erotik und Sex. Ein Buch, bei dem die Zeit nur so dahin fliegt – und schon ist es ausgelesen.

Zum Abschluss bekomme ich als kleines Goodie noch einen Gutschein-Code, mit dem ich mir eine weitere heiße exklusive Geschichte von Henry Nolan als E-Book aus dem Internet herunter laden kann. Und wie üblich ist auch hier ein Lesezeichen passend zum Buch mit dabei.

Ein erotisch-spannendes Buch, das ich gerne gelesen habe.

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Einfach wunderschön

Lenni und Lu sagen Gute Nacht von Andrea Schütze

Eine Gute-Nacht-Geschichte
Elefant Lenni und Luchsmädchen Lu sind richtig gute Freunde geworden. Nun wird es Abend und Lenni ist Müde. Doch Lu ist noch putzmunter und hat keine Lust zum Schlafen. Da greift Lenni zu einem Trick…

So eine wunderschöne Gute-Nacht-Geschichte, die sich Andrea Schütze da ausgedacht hat.

Die Texte sind von der Länge her genau richtig, dass sie 2 – 4-jährige gut verstehen können. Und genau wie bei kleinen Menschenkindern mag auch Lu abends gar nicht ins Bett und es fällt ihr immer etwas Neues ein um das hinaus zu zögern.
Iris Blanck hat auf den bunten Seiten mit den farbenfrohen Illustrationen wieder sehr viel Mühe in die zahlreichen kleinen Details gelegt. Die vielen Glühwürmchen findet unser Kleiner besonders süß. Es gibt bei jedem Lesen immer noch etwas zu entdecken, was uns bisher nicht aufgefallen ist.
Eine bezaubernde Gute-Nacht-Geschichte für unsere jüngsten Zuhörer, die die Vorleseoma auch gerne zweimal vorliest.

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Einfach wunderschön

Lenni und Lu werden Freunde von Andrea Schütze

Der kleine Elefant Lenni liebt seinen Garten, der aber auch besonders schön ist, und die herrliche Ruhe hier über alles. Mit der ist es vorbei, als eines Tages das kleine Luchsmädchen Lu aus dem Baum purzelt. Die beiden freunden sich an und Lu beschießt zu bleiben.

Was für die Freundschaft, Hilfsbereitschaft, etwas zusammen schaffen und merken, das zu zweit alles schöner und lustiger wird – das sind die Grundthemen, die Andrea Schütze hier in einer so niedlichen Geschichte für 2 – 4 jährige hier kreiert hat.

Dazu die sehr detailreichen bunten Illustrationen von Iris Blanck, auf denen es bei jedem Vorlesen etwas Neues zu entdecken gibt.
Eine wundervolle kleine Geschichte, die unserem Jüngsten und auch der Vorleseoma sehr gut gefällt.

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Diese Zeit kommt nie mehr wieder

Älternzeit von Jan Weiler

Das Karriereende des Erzählers, hier ein Familienvater, von seiner Frau Sara getrennt lebend, mit zwei Kindern, die erst immer älter, dann volljährig wurden und dann quasi sämtliche Versorgungs- und Erziehungsverträge einseitig mit dem Auszug gekündigt haben, kommt immer näher. Nun macht er sich die verschiedensten (seltsamen, total witzigen) Gedanken über die unterschiedlichsten Sachen.

Jan Weiler sinniert in kurzen 29 Kapiteln, die mit dem Ende des Elternseins, mit der Jugendsprache, mit übersinnlichen Ausschweifungen, mit den Marotten einer Waschmaschine, mit dem Sinn von Alufolie und Tupperdosen und verrückten Verbraucherphobien zu tun haben. Über das Leben mit und ohne Kinder, vor, während und nach dem Eltern sein. Er versucht im Geiste Horst Lichter seinen Adventskranz anzudrehen und ich lerne, was vor Weihnachten so alles zu besorgen ist und was passiert, wenn ich zu spät dran bin. Ich lerne einiges über die Artenvielfalt, über das Tragen von schicken Hemden und unfreshe Weltsichten. Und dank seiner plastischen Vorstellung kann ich mir nun vorstellen, wie man aussieht, wenn man versucht hat ein Stück Kirschstreusel durch eine Maske hindurch zu essen uvm.
Dazu hat Till Hafenbrak einige Bilder gezeichnet, die zwischen den Kapiteln eingestreut sind und die versciedenen Situationen verdeutlichen. Einfach klasse.

Lieber Jan Weiler, ich habe lange nicht mehr so oft und so herzhaft gelacht wie bei den Geschichten in diesem kleinen Buch. Bei der ein oder anderen habe ich mich sogar wiedergefunden. Und sogar jetzt, wo ich nur daran denke, steigt mir ein Grinsen ins Gesicht.
Eine wunderbare Lektüre mit ganz viel Weisheit nicht nur für ältere Menschen, deren Elternzeit langsam zu Ende geht. Ich habe jede einzelne Geschichte sehr genossen.

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Mord im Fürst Pückler Park

Parkgeflüster von Franziska Steinhauer

Es war wohl doch keine so gute Idee von Traute Schreiber mit ihrer Freundin Hilde Bruckner und ihren beiden Männern verkleidet zum Fest in den Fürst Pückler Park zu gehen. Denn nun sind Hilde und Bernd Bruckner tot. Erstochen. Nur das Messer bleibt am Boden zurück. Niemand hat etwas bemerkt oder gesehen.

Ein äußerst komplizierter Fall für die Mordkommission Cottbus.

Franziska Steinhauer gehört zu den Autorinnen, die ich immer wieder gerne lese. Und auch mit ihrem neuesten Buch hat sie mich nicht enttäuscht. Ganz im Gegenteil. Ich habe mitgefiebert und mit ermittelt und war schockiert über die Brutalität, die Unbarmherzigkeit und die Gefühlskälte, die der Mörder hier an den Tag legt. Ich erfahre aber auch, wie er zu dem geworden ist, der er jetzt ist. Und das hat mich schon schockiert. Wenn hier von „die Gestalt“ die Rede ist, die ihre Gedanken in eigenen Abschnitten und in kursiv teilt, bekomme ich Gänsehaut. Was die im südamerikanischen Gefängnis erlebt, ist an Brutalität kaum zu überbieten.
Die Autorin greift in ihren Büchern auch immer wieder soziale Themen auf, wie hier z.B. die Obdachlosigkeit von Gotti, Pluto und Pille.

Für Kriminalhauptkommissar Peter Nachtigall ist es nun schon der 16. Fall, den er zusammen mit seinem Team löst. Es hat mir auch diesmal großen Spaß gemacht, den Gedanken der Ermittler zu folgen; immer wieder neue Puzzleteilchen zu entdecken: das aufgebaute Konstrukt wieder zu verwerfen und auf anderen Wegen zu neuen Erkenntnissen zu kommen. Es dauert schon sehr lange bis die Kommissare endlich auf dem richtigen Weg sind. Bis sie das Konstrukt aus Vertuschung und Verschleierung entwirrt haben. Wie im richtigen Leben halt auch.
Neben der anstrengenden Polizeiarbeit kommt auch diesmal das Privatleben der Ermittler nicht zu kurz, was mir persönlich immer sehr gut gefällt.

Es war ein sehr spannender und interessanter Ausflug in den Park des Fürsten Pückler und nach Cottbus, der mich wieder schnell gefesselt hat. Meine Lesestunden waren sehr unterhaltsam und ich freue mich schon jetzt auf einen neuen Fall für Peter Nachtigall und seine Kolleginnen Maja Klapproth und Silke Dreier.

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Meine erste Reise nach Siebenbürgen

Tod in Siebenbürgen von Lioba Werrelmann

Eigentlich wollte ich nur schnell den Prolog lesen. Aber schon der hat mich in seinen Bann gezogen, besser das Wesen, das dort mit dem Kopf voraus an der Burgwand hinunter klettert. Und schnell waren die ersten Kapitel gelesen und ich wollte unbedingt mehr wissen von dem sagenumwobenen Dracula-Schloss Bran, von Pauls Familiengeschichte und der mysteriösen Maia.

Bisher habe ich noch keinen Krimi gelesen, der in Rumänien bzw. in Siebenbürgen gesttet war. Ich fand die Umgebung sehr interessant.

Erst mal lerne ich Redakteur Paul Schwartzmüller kennen, den Siebenbürgener Sachsen, der durch die Briefmarke auf einem eingeschriebenen Brief an seine Kindheit in Hermannstadt oder Sibiu, wie die Rumänen die Stadt nennen, erinnert wird. Er kramt in lange verschollenen Erinnerungen. Seine Tante Zinzi, die er lange verstorben geglaubt hatte, hat erst vor 6 Wochen das Zeitliche gesegnet. Und ihm ihren Bauernhof vermacht. Also macht er sich auf in seine ehemalige Heimat Siebenbürgen. Wie er dort aufgenommen wird und was er alles erlebt, das hat Autorin Lioba Werrelmann in ihrem kriminellen Roman „Tod in Siebenbürgen“ gekonnt festgehalten.

Für mich ist es das erste Mal, dass ich ein Buch der Autorin lese. Ihr Schreib- und Erzählstil gefällt mir sehr gut, sie zieht mich schnell in ihre Geschichte hinein. Sie baut langsam einen Spannungsbogen auf, beschreibt die Menschen mit denen ich es hier zu tun habe sehr bildhaft und detailgenau, so dass ich bald ein gutes Bild vor Augen hatte. Ganz langsam kristallisiert sich heraus, wie wer mit wem in Verbindung steht und wer etwas mit dem Mord zu tun haben könnte. Aber dann kommt die Auflösung doch so ganz anders daher, als ich sie erwartet hatte.

Ein Buch, bei dem für mich alles stimmt; das ich sehr gerne und schnell gelesen habe und dem meine Leseempfehlung sicher ist.

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Das Warten auf das Buch hat sich gelohnt

Kannibal. Jagdrausch von Mark Benecke

Als großer Fan von Mark Benecke habe ich schon auf dieses Buch hin gefiebert. Und ich muss sagen, das Warten hat sich gelohnt.
Zum einen bekomme ich durch das schwarze, bebilderte Hardcover auf der Vorder- und auch auf der Rückseite schon einen kleinen Einblick auf die Dinge, die da auf mich zukommen werden.

Wobei ein kleines Bild auch im Buch vor jedem neuen Kapitel auftaucht, was mir sehr gut gefällt. Zum anderen ist es mir sehr leicht gefallen sofort in die Geschichte hinein zu sinken und erst nach dem Ende wieder aufzutauchen.

Doch worum geht es:
In Berlin wird ein Koffer mit menschlichen Knochen gefunden, fein säuberlich von ihrem Fleisch befreit. Die Privatermittler Bastian Becker und Janina Funke bekommen ihren nächsten Auftrag, der sie in die Abgründe des Kannibalismus führt und für dessen Lösung sie 3 Wochen Zeit bekommen. Hier kommt vor allem Janina dem Täter gefährlich nahe...

Auf 197 Seiten aufgeteilt in 3 Abschnitte mit insgesamt 27 Kapiteln begebe ich mich auf die Suche nach einem Täter, der mir das Grauen der Tat und die Hilflosigkeit der Opfer überdeutlich bewusst macht. Aber auch die Wut und die Verzweiflung von Becker kommen hier sehr gut rüber.
Schon das „Vorspiel“ des Täters lässt eine Gänsehaut auf meinem Körper zurück, die sich im Laufe der Geschichte beim Blick in seine Psyche auch einige Male erneuert.
Der Spannungsbogen steigt schnell hoch und hält sich konstant, bis sich am Ende nach einigen Wendungen endlich alles doch noch zum Guten wendet und der Täter gestellt werden kann.
Sehr gut haben mir die in die Geschichte eingewobenen rechtsmedizinisch-biologischen Erklärungen von Mark Benecke gefallen. Die hätten gerne noch etwas ausführlicher und mehr sein können.

Die Protagonisten allerdings sind mir etwas fremd geblieben. Ich habe keinen richtigen Zugang zu Becker und Janina gefunden. Auch die meisten der anderen Menschen, mit denen ich es hier zu tun bekomme, bleiben für mich etwas blass zurück. Vielleicht wäre es doch gut gewesen, einige von ihnen schon aus dem vorherigen Fall zu kennen.

Alles in allem aber hatte ich einige Gänsehaut- und Ekelmomente, die ich aber gut weggesteckt habe. Keine leichte Lektüre und bestimmt nicht für jeden geeignet. Ich selbst werde auf jeden Fall auch die kommenden Fälle von Becker und Janina wieder lesen.

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„Ich liebe diese Reihe“ schreibt Gisa Pauly - Ich auch!

Tote Lämmer lügen nicht von Christiane Franke; Cornelia Kuhnert

Nach ihrem monatlichen Wohltätigkeitsessen für die alleinstehenden Herren aus Neuharlingersiel fällt Rosa Moll auf, dass der Eigenbrötler Lenny Kramer, bei dem das Geld eher knapp ist, nicht da war. Zusammen mit seinem Nachbarn Hoyko Maninga macht sich Rosa auf den Weg um nachzusehen, ob bei Lenny alles i.

O. ist. Was sie dort erwartet, lässt sie gleich zum Telefon greifen und ihren Freund und Dorfpolizist Rudi Bakker anrufen.
Als auch noch Deichschäfer Gerhard Janßen tot im Watt gefunden wird, gerät sowohl ein Immobilienvermittler als auch die Wolfsgegnerszene ins Visier der privaten Recherchen von Rosa.

Ich habe mich schon sehr auf meinen 10. Besuch in Neuharlingersiel gefreut. Und bis auf Sven, den Sohn von Rudi habe ich sie alle wiedergelesen. Wen ich genau meine, kann man auf den letzten Seiten im „Stammpersonal der Serie“ erfahren. Hier bekomme ich auch noch einige Rezepte, die mir während des Lesens das Wasser im Mund zusammen laufen lassen.
Da alle Fälle, die Rosa, Henner und Rudi bearbeitet haben in sich abgeschlossen sind, kann man als Neuleser gut auch mit diesem Buch beginnen. Mir allerdings hat es viel mehr Spaß gemacht die Menschen und ihre Umgebung hier von Beginn an kennenzulernen.

Diesmal geht es um die Probleme der Schäfer und ihrer Schafzucht, die Zuwanderung von Wölfen und deren Gefahren, um Immobilienankäufe von Menschen ohne Erben und immer wieder um Freundschaft. Alles zusammen haben die Autorinnen Christiane Franke und Cornelia Kuhnert gekonnt in dieser Geschichte verarbeitet.
Locker und leicht lässt sie sich lesen und auch die eingestreuten dialektischen Ausdrücke sind ohne Übersetzung gut zu verstehen und geben dem Ganzen das ostfriesische Flair. Dazu die wunderschöne Gegend an der friesischen Nordseeküste. Wenn das hier liest, will man da selbst auch gleich hin.

Ein sowohl spannender als auch unterhaltsamer Regionalkrimi von der friesischen Nordseeküste den ich wieder sehr genossen habe.

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