Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von gaby2707:

6 packende Fälle der Miss Marple aus der Neißestadt

Görlitzer Goldbroiler von Eveline Schulze

Das auch in Görlitz, der östlichsten Stadt Deutschlands, das Verbrechen tobt, demonstriert Autorin Eveline Schulze in ihrem neuen Buch an sechs packenden Kriminalfällen aus der Neißestadt.
Da ist der Fall Dietmar Bath, der wegen Mordes an einer Frau, Exhibitionismus, Vergewaltigungsversuch, Heiratsschwindel und anderer Vergehen in der JVA Nürnberg einsitzt und dort am Fenster seiner Zelle seinem Leben ein Ende setzt.

Bäcker Werner Müller ist immer wieder irritiert von einem faulig-süßen Gestank, der seit Wochen durchs Haus zieht. Dann finden zwei Jungs im Kohlenkeller des Mieters Franz Krüger ein Bein. Und die Angestellte seiner Eltern, Hanna Schmidt, ist verschwunden.
Regina Zeck bringt ihren Verlobten Dietmar Atzdorn dermaßen auf die Palme, dass er zum Klingeldraht greift und die erwürgt.
Ganz schlimm und krass finde ich die Geschichte der kleinen Nadine Krüger. Da ich selbst Mutter zweier Kinder bin, hat mich der Fall richtig erschüttert. Was es damit auf sich hat, solltet ihr selbst lesen. Genau wie die anderen Geschichten, die es richtig in sich haben.

Da mir das erste Buch „Mörderisches Sachsen“ mit 6 spektakulären Kriminalfällen aus und um Görlitz der Autorin schon sehr gut gefallen hat, war ich sehr gespannt, auf die neuen Fälle, die sie ausgearbeitet hat. Und sie hat mich auch diesmal nicht enttäuscht.
Mit ihrer eingängigen Schreib- und Erzählweise zieht mich die Autorin sofort in ihre Geschichten hinein. Sehr gut gefällt mir auch hier, dass ich einen eindrucksvollen Blick in das Leben und das soziale Umfeldes der Täter werfen kann. Hier kann ich mir andeutungsweise ein Bild machen, warum sie so wurden wie sie hier beschrieben werden.
Darüber hinaus bekomme ich einiges an Hintergrundwissen zu den verschiedensten Bereichen und dem damaligen Leben in der DDR. Ich mag es, wenn ich beim lesen nicht nur gut unterhalten werde, sondern auch noch etwas lernen kann. Das ist auch hier wieder der Fall.
Ergänzt werden die Geschichten durch verschiedene Fotos, die den jeweiligen Fall sehr wirkungsvoll ergänzen.

Ein spannendes und interessantes Buch, das nicht nur Sachsen oder Leser aus den neuen Bundesländern lesen sollten. Diese Fälle sind für alle interessant, die Krimis vorzugsweise TrueCrime mögen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Gaby 2707

Fesselnd ab der ersten Seite

Spur der Finsternis von Nora Roberts

Morgan Albright hat hier in Baltimore, Maryland, in der Newberry Street nach den dauernden Umzügen mit ihrer Familie endlich Wurzeln geschlagen. Mitbewohnerin Nina Ramos ist ihr zu einer richtigen Freundin geworden. Ihren Traum vom eigenen Haus hat sie sich bereits verwirklicht. Um auch den Traum von einer eigenen Bar wahr werden zu lassen, arbeitet sie als Büroleiterin in einem Bauunternehmen und abends hinterm Tresen einer kleinen Kneipe.

Sie ist zufrieden, ja fast glücklich, bis zu dem Tag an dem ihre Freundin ermordet wird und das FBI ihr eröffnet, dass sie es hier mit einem narzisstischen Serientäter zu tun haben, der es auf sie abgesehen hat. Dieser Mann nimmt ihr alles: ihr Haus, ihre Identität, ihr Selbstbewusstsein, ihr Vertrauen und ihre Ersparnisse. Aber es kommt noch schlimmer. Sie kennt den Mann, der ihr das alles antut, der sie charmant um den Finger gewickelt hat, in den sie sich sogar ein bisschen verliebt hat. Völlig verstört bricht sie ihre Zelte ab und flüchtet in den Nordosten der USA nach Vermont zu ihrer Mutter Audrey und Großmutter Olivia. Ihr Verfolger Gavin Rozwell aber bleibt ihr auf der Spur.

Puh, was für eine heimtückische und fast unglaubliche Geschichte. Ich will mir gar nicht vorstellen, dass so etwas wirklich passieren kann. Von Cyberkriminalität und auch von Identitätsdiebstahl hört man ja immer wieder mal. Aber in dieser spannenden Geschichte wird mir deutlich vor Augen geführt, was das alles nach sich zieht und vor allem, was es mit dem Menschen macht, den es trifft.
Morgan Albright ist eine so liebenswerte junge Frau mit einem riesengroßen Herzen, die ihren Job hinter der Bar nicht nur als Broterwerb sieht. Sie habe ich sehr schnell ins Herz geschlossen. Auch ihre Mom und ihre Gram waren mir sofort sympathisch. Bis auf den Psychopathen gibt es für mich hier fast niemanden, den ich nicht mag.
Nora Roberts stellt mir die Menschen mit denen ich es hier zu tun habe, alle sehr eingehend vor, so dass ich schnell ein Bild von jedem einzelnen vor Augen hatte. Auch ihr Handeln, warum sie etwas wie und wann tun, konnte ich sehr gut nachvollziehen. Der Serienkiller kommt ebenfalls immer wieder zu Wort und ich kann seinen Weg der Grausamkeiten genau wie Morgan gut verfolgen.
Die sich ganz langsam anbahnende Liebesgeschichte zwischen Morgan und Miles, die schnell zu einer festen Verbindung wird, lockert die Grausamkeiten des Serienmörders etwas auf. Es ist so schön zu beobachten, wie die Pflanze der Liebe zwischen den Beiden ganz langsam wächst und Miles alles dafür tut, dass es Morgan gut geht.
Nora Roberts ist auch diesmal die Mischung aus Krimi, Liebesgeschichte vervollständigt durch eine Prise Humor sehr gut gelungen. Leider war das Buch trotz seiner 526 Seiten viel zu schnell ausgelesen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Gaby 2707

Eine berührende und spannende Familiengeschichte

Timos Baby von Wilma Borghoff

Nora Linde hatte eigentlich nicht vor mit 49 Jahren schon Großmutter zu werden. Aber nun wird ihr Sohn Timo mit 21 Jahren Vater. Die werdende Mutter, Michelle, 20, eine One-Night-Bekanntschaft will das Kind unter keinen Umständen behalten. Timo ist allerdings schnell klar, dass er seine Tochter nicht bei den Menschen aufwachsen lassen will, die Michelle schon ausgesucht hat.

Dafür gibt es auch triftige Gründe. Nach viele Fragen, Überlegungen und Grübeleien beschließt der Familienrat von Timos Großfamilie, die in allen Lebenslagen zusammen hält, dass das Baby in ihrer Mitte aufwachsen soll. Unterstützt von dem französischen Au-pair Mädchen Juliette zieht Baby Melina Leonora am Tag ihrer Geburt bei Timo und seiner Familie ein. Timos sorgenfreie Jugend ist ab jetzt Vergangenheit. Doch eines Nachmittags im Park ist der Kinderwagen plötzlich leer und Juliette kommt ohne die Kleine nachhause. Eine rasante Suche nach dem Baby beginnt.
Die Familien von Nora und ihrer Zwillingsschwester Helene, Mutter Karin mit ihrem Schweizer Freund Reto und Stiefbruder Michael mit seinem Sohn Leon habe ich in einer anderen Geschichte von Wilma Borghoff, die hier auch immer mal wieder erwähnt wird, schon kennengelernt und ins Herz geschlossen. Ich habe mich richtig gefreut, sie hier alle wiederzulesen. Es sind alles so liebenswerte, empathische Menschen mit ihren Stärken und Schwächen, wie aus dem echten Leben gegriffen. Was für mich immer wichtig ist: Ich muss ihr Handeln und ihre Gedanken nachvollziehen können. Und das ist hier absolut gegeben.
Nun kommt auf Timo eine große Herausforderung zu und ich kann ihn sehr gut verstehen, dass er sein Kind nicht bei Menschen aufwachsen lassen will, die ganz besondere „Vorstellungen“ von Kindern haben. Mehr verrate ich aber nicht.
Autorin Wilma Borghoff präsentiert mir hier einerseits die sehr interessante Familiengeschichte der Familie Linde bzw. ihres jungen, sympathischen Sohnes Timo, der beschließt für seine kleine Tochter nach der Geburt da zu sein. Andererseits lerne ich die Mutter kennen, Michelle, eine zielstrebige Studentin, die genau weiß, wohin ihre berufliche Laufbahn sie führen soll, die das Baby nach der Geburt sofort zur Adoption an Bekannte ihrer Eltern geben will. Sie geht nicht zur Vorsorgeuntersuchung und kommt mir in allem was sie tut, wie sie sich gibt, noch sehr unreif vor. Sie scheint mit der Schwangerschaft vollkommen überfordert und kann leider auch nicht auf liebevolle Eltern zurück greifen. Ganz anders der fürsorgliche, hilfsbereite Timo, der sofort Verantwortung übernimmt und sich voll auf seine kleine Tochter konzentriert, die er nur ungern dem Au-pair-Mädchen überlässt.
Als die Kleine dann aus dem Kinderwagen heraus entführt wird und sich die Familie neben der Polizei, die sich schnell auf einen Täter eingeschossen hat, selbst mit einer Detektivin auf die Suche macht, wird es auch noch richtig spannend. Ob sie die kleine Melina wieder nach hause holen können?
Leider waren die 211 Seiten aufgeteilt in 25 Kapitel so schnell ausgelesen. Eine berührende Familiengeschichte und eine spannende Entführung, bei der ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte und das mich gut unterhalten hat. Ich freue mich jetzt schon auf die angekündigte Geschichte von Hanna Gruner.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Gaby 2707

Eintauchen in die Welt der Magie im Feengarten

Lowinda Löwenzahn und der verschwundene Wunschzettel von Marikka Pfeiffer

Schon das Cover mit den vielen kleinen Glitzereffekten, sogar auf der Rückseite, macht Lust sich näher mit dem Buch zu beschäftigen. Und wenn man die ersten Seiten gelesen hat, mag man gar nicht damit aufhören.
Bevor ich in die Geschichte starte, stellen sich auf den ersten Seiten alle Figuren vor, die hier eine wichtige Rolle spielen.

Da wir die ersten drei Bände (noch) nicht kennen, ist dieses erste Kennenlernen sehr hilfreich.

Worum geht es in dieser zauberhaften Geschichte?
Der Wunschzettel auf dem die Kinderwünsche notiert sind und der in dem Theaterstück, das an der Schule von Polli und Luk aufgeführt werden soll, eine große Rolle spielt, ist plötzlich verschwunden. Was für eine Katastrophe! Lowinda Löwenzahn und ihr adeliger Freund der Heuspringer Herr von Gomp sind auch zu dieser Darbietung eingeladen. Damit das Theaterstück doch noch aufgeführt werden kann, helfen die beiden mit ihren Freunden natürlich bei der Suche nach dem Wunschzettel.
Was sie und die Kinder dabei alles erleben? Das findet ihr beim Lesen ganz schnell selbst heraus.

Autorin Marikka Pfeiffer zieht mich mit ihrem einfühlsamen, kindgerechten Erzählstil ganz schnell hinein in diese entzückende, fantasievolle Geschichte. Sie ist spannend aufgebaut und auch der Humor kommt nicht zu kurz. Die Schrift ist angenehm groß und lässt sich von Kindern und Erwachsenen gleich gut lesen. Die 17 Kapitel haben eine angenehme Länge und sind mit jeweils einer Überschrift betitelt, die aber nicht zu viel vom Inhalt verrät.
Erwähnenswert sind auch die wundervollen schwarz-weiß Illustrationen, die die Geschichte mit den vielen kleinen Bildern so anschaulich aufwerten, vervollständigen, zum Träumen einladen und die Figuren zum Leben erwecken. Mir gefällt jede einzelne richtig gut.
Leider ist dieser 4. Band der letzte aus der wundervollen Lowinda Löwenzahn Reihe. Da ist es ein kleines Glück, dass wir sie hier kennengelernt und die ersten 3 Bände noch vor uns haben.
Ein echter Kinderbuchschatz, der genau in diese jetzt kommende Vorweihnachtszeit passt und der auch mir Vorleseoma richtig Spaß gemacht hat.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Gaby 2707

Backen kann auch tödlich enden

Wer den Löffel abgibt von Jessa Maxwell

Eine Woche lang backen 6 Hobbybäcker/innen, 3 Frauen und 3 Männer, im feudalen Herrenhaus Grafton Manor von Betsy Martin in den Bergen im Norden des US-Bundesstaates Vermont, um die Trophäe „Goldener Löffel“ mit nach Hause zu nehmen. Betsy moderiert die legendäre Show „Bake Week“ zum 10.

Mal und beherbergt die Teilnehmer/innen bei sich zuhause um ein außergewöhnliches Erlebnis für sie zu schaffen. In diesem Jahr bekommt sie den preisgekrönten Bäcker und Cutting Board-Moderator Archie Morris an die Seite gestellt, was ihr gar nicht passt.
Diese Jubiläumsstaffel gerät nicht nur wegen des plötzlich eintretenden starken Unwetters zu einem Desaster.

Gleich im Prolog werde ich mit einer Leiche konfrontiert bei der ich aber nicht weiß, wer sie/er ist. Aber anstatt in die Ermittlungen zum Täter einzusteigen, zieht mich Autorin Jessa Maxwell 2 Wochen zurück zu den Vorbereitungen zur Backshow.
Durch den Streamingdienst Flixer werden die sorgfältig ausgewählten 6 Bäckerinnen und Bäcker, sehr unterschiedliche Persönlichkeiten mit sehr unterschiedlichen Stärken, die in diesem Jahr Betsys Assistentin und Aufnahmeleiterin Melanie ausgesucht hat, mit einem kurzen Steckbrief vorgestellt. Ab dem ersten Backtag an lassen mich Stella Velsquez, Hannah Severson, Gerald Baptiste, Pradyuma Das, Lottie Byrne, Peter Gellar und auch Backoma Betsy an ihren Gedanken während des Backens und ihrer Freizeit auf dem Landsitz teilhaben. An 4 ganztägige Challenges scheidet zum Schluss einer aus und muss ohne Lorbeeren heim fahren. Der Gewinner oder die Gewinnerin wird in einem Duell am Freitag im entscheidenden Showdown ermittelt. Aber dazu kommt es in dieser Staffel leider gar nicht.

Der Erzählstil von Jessa Maxwell hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte läuft zu Beginn etwas behäbig dahin, wobei die Spannung aber auch hier schon unterschwellig da ist und auch jetzt schon das ein oder andere passiert.
Aber erst mal bin ich beim Backen dabei, lese, wie die einzelnen Hobbyäcker/innen an ihre Aufgaben heran gehen und erfahre, was hier so alles schief gehen kann. Für mich war das für einen Krimi alles etwas zu viel. Aber richtig back begeisterte Leser/innen haben an diesem Drumherum bestimmt ihre Freude.
Da die Polizei in diesem Fall gar keine Rolle spielt – die sitzt durch das Unwetter fest – müssen die noch auf dem Landsitz anwesenden Bäcker/innen und der Leser die Beweisführung und Aufklärung übernehmen. So finde ich Seite für Seite ganz langsam immer mehr Spuren und bin erstaunt, was ich alles heraus finde. Damit hatte ich so nicht gerechnet.

Ein sehr interessanter und kurzweiliger Backkrimi mit kleinen Humorblitzen, der ein klein wenig mehr Spannung gebrauchen könnte. Der mich trotzdem gut unterhalten hat.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Gaby 2707

Der wunderbare Abschluss der Familiensaga

Dallmayr. Das Erbe einer Dynastie von Lisa Graf

Mit dem 3. Band "Dallmayr - Das Erbe einer Dynastie" von Lisa Graf geht die Geschichte um das Feinkosthaus in der Dienerstraße ab 1933 weiter.

In die Zukunft schauen, optimistisch sein und immer etwas Neues wagen, das hat Lotte Randlkofer von ihrer verstorbenen Schwiegermutter Therese gelernt.

Sie will nun ihren Kunden eigene Kaffeemischungen in ihrem Delikatessenhaus anbieten. In Bremen, wo sie sich zusammen mit ihrem Mann Paul über das Kaffeerösten schlau macht, finden sie den jungen Kaffeeröster Fiete Wünsche, der zu ihnen nach München zieht und dort richtig gute Kaffeemischungen kreiert. Die Kunden sind begeistert.
Ganz langsam machen sich mit SS und Hakenkreuzfahnen neue Schrecken in München breit. Die Weltstadt mit Herz wird von Hitler zur „Hauptstadt der Bewegung“ erklärt.

Da mich die ersten beiden Geschichten um die Münchner Delikatessenhausinhaber richtig begeistert haben, war ich so gespannt auf den leider letzten Teil der Familiengeschichte. In diesem Buch passiert so viel und ich habe es so genossen, die Menschen, die ich in Band 1 und 2 kennengelernt und liebgewonnen habe, hier weiter in ihrem Leben begleiten zu können. Autorin Lisa Graf lässt mich die Auf und Ab´s in der Familie, die Unruhe und die nachfolgenden Schrecken der Zeit zwischen 1933 und dem Kriegsende richtig spüren.
Doch neben den Kriegsjahren finden die Kinder der Familie, Gregor, Johanna und Johann und auch Marie, ihr Glück und ihre Berufung. Ich bin mit Marie nach Palästina zu Elsa und ihrem Mann Alexej gereist, habe mit Gregor in einem Weingut in der Champagne gearbeitet und ihn nach England begleitet. Und natürlich habe ich Paul und Lotte bei ihrem Weg zur Kaffeerösterei im eigenen Haus begleitet. An sie alle werde ich denken, wenn ich in ihrem Delikatessengeschäft in der Dienerstraße mal wieder einkaufen gehe.
Der locker-leichte Erzählstil von Lisa Graf macht es mir leicht in die Geschichte einzutauchen und ihr zu folgen. Sie schafft eine fesselnde Atmosphäre, egal ob in guten oder schlechten Zeiten, der ich mich nicht entziehen kann.
Der Spannungsbogen baut sich mit der Zeit immer weiter auf und lässt beim Lesen keine Langeweile aufkommen. Ich war immer gespannt, was als nächstes passieren wird.
Was ich mir gewünscht hätte, ist ein Stammbaum oder ein Verzeichnis der Familie Randlkofer, die doch aus nicht gerade wenigen Mitgliedern besteht. Allerdings habe ich mich schnell wieder in die Familienverhältnisse hinein gefunden.

Ein wunderbarer Abschluss einer sehr interessanten, abwechslungsreichen und mitreißenden Familiengeschichte, die ich sehr gerne gelesen habe.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Gaby 2707

Vorfreude auf den Nikolaus

Wenn der Nikolaus kommt von Rolf Toman

Die Kinder haben ihre Socken an den Kamin gehängt und schlafen in ihren Betten. Nur einer ist noch wach und sieht, wie der Nikolaus mit seinem Schlitten am Himmel auf ihr Haus zu gefahren kommt. Und er sieht auch, wie der dann in der Stube sitzt, Plätzchen isst und ihm mit seinem Finger vor dem Mund zu verstehen gibt, dass er davon nichts erzählen darf.

Natürlich hält sich der kleine Junge daran.
Dafür erzählt er uns in diesem Buch die Geschichte vom Nikolaus und vom Rentier Rudolf, die er mit seinen Geschwistern erlebt hat.

Schon wenn ich das Buch aufschlage, kann ich ein Suchspiel veranstalten. Hier bekomme ich auf einer Doppelseite so viele kleine Sachen geboten. Da gibt es schneebedeckte kleine Häuser, Zweige mit roten Beeren, Orangenscheiben, kleine Pakete, Sternkekse und ganz viele andere Sachen. Das gleiche bekomme ich auch auf der hinteren Umschlaginnenseite.
Die Geschichte, die Rolf Toman hier nach dem Gedicht von Clement C. Moore erzählt, ist für Kinder ab 3 Jahren absolut verständlich und bildhaft ausgearbeitet. Die Texte auf jeder Seite sind kurz gehalten und ich kann mich an den wunderschönen teils ganzseitigen liebevollen bunten Illustrationen von Seobhan Hope gar nicht satt sehen. Da gibt es so Vieles zu entdecken und immer wieder fällt mir noch etwas Neues auf.
Es geht um den ersten Schnee, die Geschenke, die der Nikolaus in den Socken da gelassen hat und eine Begegnung mit Rentier Rudolf mit der roten Nase. Und natürlich um den Nikolaus.

Eine wunderschöne Vorlesegeschichte für Kinder ab 3 Jahren, die auch mir sehr gut gefällt.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Gaby 2707

Wenn Abenteuerlust und Mut zusammen treffen

Der kleine Raubdrache (Bd. 2) von Dagmar H. Mueller

Der kleine Drache, der Prinzessin Caramela von Tiefentauch- und Perlensee in sein Drachendorf entführt hat, soll sie nun wieder zurück zu ihren Eltern ins Schloss Tiefentauch- und Perlensee bringen. Die Prinzessin, die sich geweigert hat von einem Prinzen gerettet zu werden, hat den Urlaub im Drachendorf sehr genossen.

Aber nun hat sie Heimweh. Und sie will nicht in den Klauen des kleinen Drachen reisen. Nein, sie will auf der Reise vieles sehen und vor allem Abenteuer erleben.
Was den Beiden auf ihrer langen Reise alles passiert, wie sie reisen und wen sie treffen, das hat Dagmar H. Mueller in diesem Buch kindgerecht mit ganz viel Spannung und noch mehr Humor niedergeschrieben. Wir lieben die ausgedachten Spaßworte, die extra stark aus dem Text heraus gehoben sind und die immer wieder zum Lachen reizen. Der große Wortschatz regt zum lernen neuer Worte an, die wahrscheinlich hier und da noch erklärt werden müssen.
Es geht um Freundschaft, Hilfsbereitschaft, Durchsetzungsvermögen, Stärke, Mut, Nein sagen und auch Angst. Ganz viele Gefühle werden hier angesprochen und verarbeitet. Der kleine Raundrache, der gar keiner sein will, und die abenteuerlustige Prinzessin, die genau weiß, was sie will, sind ein tolles Team.
Die wundervollen zum Teil ganzseitigen Illustrationen von Sabine Rothmund ergänzen die Geschichte auf ganz bezaubernde Weise.
Ein wundervolles Buch für Kinder ab 5 Jahren, das Spannung und Humor vereint. Mir, der Vorleseoma, hat es sehr gut gefallen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Gaby 2707

„Glaub wieder an Wunder“

LOST LOVER von Veronica Fields

Obwohl Joyce Miller, 32, schon lange nicht mehr an Märchen oder Wunder glaubt, passiert ihr in der Weihnachtsnacht genau das. Auf einer frostigen Parkbank trifft sie einen charismatischen Mann, den sie nicht mehr aus dem Kopf bekommt. Durch Zufall erfährt sie seinen vollständigen Namen und schickt ihm kurzerhand eine Mail mit einem einfachen Hello.

Damit beginnt nicht nur eine wunderschöne Liebesgeschichte, sondern auch ein Krimi, der es in sich hat.

An den recht einfachen Erzählstil von Joyce bzw. ihrer geistigen Mutter Veronica Fields musste ich mich erst gewöhnen. Aber dann hat mir ihr Debüt um Joyce und Peter doch Spaß gemacht und mich gut unterhalten.
Da Joyce alles was sie so erlebt selbst erzählt, wird sie in ihrem Tun und ihren Gedanken sehr nahbar. Ihre Emotionen kommen allerdings in ihrer Tiefe nicht bei mir an. Sie ist zwar eine sympathische junge Frau, manchmal etwas kindisch-verpeilt, eine kleine Chaosqueen, die es verdient, endlich die Liebe ihres Lebens zu finden. Für mich fehlt bei ihr manchmal die Realitätsnähe, was aber den Unterhaltungswert der Geschichte nicht schmälert.
So einen Mann wie Peter Nickel, Leiter des Key Account Managements der Versicherungsfirma Owen Winters aus Orlando, hätte ich auch gerne mal kennengelernt. Er passt wunderbar zu Joyce und für mich war schon sehr früh klar, dass sich da eine Liebesgeschichte anbahnt. Dass die dann auch noch so spannend und kriminell wird, damit hatte ich hingegen überhaupt nicht gerechnet. Da ich sehr gerne Krimis lese, kam das meinem Lesegeschmack sogar sehr entgegen.
Eine Herzensfreundin wie Sophie mit einem so großen Herzen, die immer für Joyce da ist, sie tröstet, aufbaut und einen grandiosen Humor hat, sollte jede Frau haben. Sie mag ich in ihrer lebensbejahenden und quirligen Art fast noch ein kleines bisserl mehr als Joyce.
Neben dem Cover, das mir in seiner pastelligen Farbzusammenstellung sehr gut gefällt, sticht bei jeder der 20 Kapitelseiten eine kleine Rose ins Auge, was gerade die kriminellen Passagen etwas auflockert.
Was mich beim Lesen aber immer wieder gestört hat, sind die vielen englischen Worte und Sätze, die immer wieder eingestreut sind. Vor allem, weil ja Peter sehr gut deutsch spricht. Auch wenn mir die Übersetzungen keine Schwierigkeiten machen, mag ich dies in einem deutschen Buch nicht.

Eine wunderschöne Liebesgeschichte, eine spannende Krimieinlage mit einem interessanten Ende und Menschen, die ich gerne kennengelernt habe. Ich bin jetzt schon gespannt auf Band 2.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Gaby 2707

Was bei Gericht so alles geschieht

Das Gericht der 1000 Sünden | Erotische Geschichten von Holly Rose

Ich habe schon einige Bücher mit Kurzgeschichten von Autorin Holly Rose gelesen und war gespannt, welche lustvollen Dinge sie vor und hinter Gericht zu Papier gebracht hat.
In 10 heißen Geschichten soll es um Recht und Ordnung gehen. Aber wenn die Türen geschlossen sind, geht es hier auch heiß und erotisch zu.

Wie bei Kristin, die vor Gericht freigesprochen wird, ihr Anwalt aber mehr von ihr will; Tamira, die zwar freigesprochen wird, Richter Tamp sie aber züchtigen und ihre Sinnlichkeit schärfen will; Verteidiger Maron Winter, der aus Staatsanwältin Anna Gerke neben ihrer harten auch ihre sinnliche, weiche Seite heraus kitzelt; oder die Geschworenen einer Verhandlung, die sich nicht nur in einer Verhandlungspause gemeinsam körperlich entspannen, sondern auch das Urteil dementsprechend feiern.

Mir gefällt der leichte, lockere, unterhaltsame Erzählstil von Holly Rose sehr gut. Ohne anstößig zu sein oder derb unter die Gürtellinie zu gehen nimmt sie mich mit zu den verschiedensten Situationen in oder außerhalb eines Gerichtssaales. Meinen Geschmack hat sie mit ihren sehr unterschiedlichen Geschichten wieder absolut getroffen.
Zum Abschluss bekomme ich als kleines Goodie noch einen Gutschein-Code, mit dem ich mir eine weitere heiße exklusive Geschichte von Holly Rose als E-Book aus dem Internet herunter laden kann. Und wie üblich ist auch hier ein Lesezeichen passend zum Buch mit dabei.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Gaby 2707