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Rezensionen von gaby2707:
Keine leichte Kost
Die Jagd von Alaina Urquhart
Immer wieder werden in den Sümpfen von Louisiana Leichen gefunden. Bestialisch zugerichtet, zerstückelt, hingerichtet, mit kleinen Hinweisen mit denen sich der perfide Serienkiller über die Polizei lustig macht.
Zusammen mit Dr. Wren Muller, Leiterin der Rechtsmedizin, auf deren Tisch die Leichen landen, suchen Detective John Leroux und sein Partner Detective William Broussard vom New Orleans Parish Police Department diesen Killer und hoffen, dass auch er, wie die meisten anderen, bald einen Fehler macht.
Dies ist eine der wenigen Geschichten bei denen ich mein Kopfkino recht schnell ausgeschaltet habe. Die Geräusche, egal ob laut oder leise, und vor allem die Bilder, die Autorin Alaina Urquhart mir hier sehr detailliert in den Kopf schickt, kommen so real und farbig rüber, dass ich immer wieder dachte, ich sitze selbst im Kellerverlies des Killers. Da bleibt Gänsehaut und Grauen nicht aus.
Vielleicht auch, weil die Geschichte in der Gegenwart erzählt wird. Ich blicke abwechselnd in die Gedanken und das Tun des Täters und bin dann wieder bei den Ermittlungen und in der Rechtsmedizin dabei. Das knacken der Schere beim Aufschneiden eines Brustkorbes habe ich immer noch im Ohr.
Ich lerne den Täter Jeremy Calvin Rose, der uns Leser*innen von Beginn an bekannt ist, in seiner Kindheit kennen, wo sich seine kranken, abartigen Neigungen schon deutlich abzeichnen. Nachdem er heute seine Opfer im Keller eingesperrt und malträtiert hat, veranstaltet er mit ihnen, wie der Titel schon aussagt, eine Jagd in den Sümpfen, die sein Haus umgeben. Hier wird an entsetzlichen Details nicht gespart.
Auch Dr. Wren Muller lerne ich sehr detailliert bei ihrer Arbeit als Rechtsmedizinerin kennen. Private Informationen bekomme ich zu ihr nur sehr wenige. Um so mehr hat mich eine absolut unerwartete Wendung verblüfft und geschockt, wodurch sie mir in einer ganz anderen Sicht präsentiert wird.
Auch die beiden Ermittler Leroux und Broussaed bleiben außer bei ihrer Arbeit eher blass.
Die Geschichte ist nichts für schwache Nerven. Aber trotz der blutigen Details, egal ob in der Rechtsmedizin oder aus Sicht des Täters, hat mich der Thriller fasziniert und bis zum Schluss nicht mehr losgelassen. Was bestimmt auch daran liegt, dass die Autorin als Autopsie-Technikerin und Psychologin genau weiß, wovon sie schreibt.
Eine spannende Suche nach einem hochintelligenten Serienkiller mit einer herausragenden Rechtsmedizinerin. Ich empfehle das Buch gerne weiter.
Einfach, schnell und lecker
Vegan Body Reset von Alexander Flohr
In seinem Ratgeber „Vegan Body Reset – Raus aus Übergewicht, Schmerzen und Entzündungen“ erzählt Kochbuchautor und Youtuber Alexander Flohr von seinem steinigen Weg vom übergewichtigen kranken Mann zum gesunden veganen Koch. Dazu einige Tipps und Tricks zu den folgenden Rezepten und der Verlauf einer Challenge mit 20 Teilnehmern.
Mit „Starker Start, gesundes Frühstück“ beginnen die leckeren, abwechslungsreichen Rezepte. Hier bekomme ich neben der Zutatenliste und der Zubereitung noch eine abgewandelte Variante, hier und da noch einen weiteren Tipp und die Nährwertangaben pro Portion. Das gleiche bei Salaten, Bowls, oberleckeren warmen Gerichten zum satt werden und coolen Snacks. Ganz besonders lachen mich hier die Champignonpfanne, die Mandelmozzarella, der große Bauernsalat und das Rahmgeschnetzelte an. Aber auch die anderen Rezepte, die optisch von Fotograf Hubertus Schüler toll in Szene gesetzt wurden, sehen super lecker aus und sind vor allem auch für Kochanfänger leicht nachzukochen.
Weitere köstliche Rezepte bekommt man auch noch über den YouTube-Kanal des Autors „Hier kocht Alex“.
Lasst es euch schmecken. Guten Appetit.
Auf diese Reise gehe ich gerne mit
ReiseLust - Orte der Leidenschaft | Erotische Geschichten von Doris E. M. Bulenda
Doro versteht es ihre beiden Leidenschaften zu verbinden. Sie reist sehr gerne in exotische Länder und sie liebt hemmungslosen Sex mit wechselnden Partnern. So lernt sie in Kalifornien den Tätowierer Jack kennen. In Texas hat sie eine ganz besondere Begegnung mit Matt. In der Sauna wird sie von zwei Herren beglückt.
Auf einer Dachterrasse eines Hotels begegnet sie Judy und Linda. In Utah hilft sie Gene durch ein Unwetter. Auch die anderen Begegnungen sind hoch interessant und heiß.
Doris E.M. Bulenda bringt mich zu den unterschiedlichsten Orten mit interessanten Menschen und ich lerne ihre ganz besonderen Vorlieben kennen. Für mich war es das erste Buch, das ich von ihr gelesen hab. Mir gefällt ihr leichter, lockerer, sehr freizügiger Erzählstil ohne anstößig zu sein oder derb unter die Gürtellinie zu gehen, sehr gut. Mit ihren Geschichten knipst sie sofort mein Kopfkino an, das dann heiß läuft. Meinen Geschmack hat sie mit ihren neun erotischen, abwechslungsreichen Geschichten sehr gut getroffen.
Zum Abschluss bekomme ich als kleines Goodie noch einen Gutschein-Code, mit dem ich mir eine weitere heiße exklusive Geschichte der Autorin als E-Book aus dem Internet herunter laden kann. Und wie üblich ist auch hier ein Lesezeichen passend zum Buch mit dabei.
Ganz anders als gedacht
Schneekind von Silke Nowak
Anne Steiner, eine empathische 38-jährige Hebamme, arbeitet in der Berliner Charité, wo sie auch ihren Verlobten, den 43-jährigen Chirurgen Dr. Alexander Marquard, kennengelernt hat. Anne leidet an einer Angststörung, immer am 24.12. Ihr Psychotherapeut Dr. Samuel Frey denkt dabei an ein Kindheitstrauma, einen Schock, der nicht verarbeitet werden konnte.
In diesem Jahr ist es Alex gelungen, Anne dazu zu bringen, die Weihnachtstage in seiner Heimatstadt Sigmaringen zusammen mit seiner Familie zu verbringen. Die Tage werden aber so ganz anders als man es sich vorstellt.
Mir hat die Geschichte, die so ganz anders verläuft, als ich es mir anfangs vorgestellt hatte, sehr gut gefallen. Ich fand es schön, dass Anne ihre Geschichte selbst erzählt und ich habe ihr gerne zugehört. Vor allem wie offen sie mit ihrem Problem umgeht, das sie in diesem Jahr ganz anders angeht, hat mich fasziniert.
Die Geschichte beginnt ganz leise und gemächlich. Zusammen mit Anne und Alex fahre ich zum Flughafen Berlin-Tegel; lande in Stuttgart und fahre mit ihnen nach Sigmaringen, wo ich Alex´ Familie kennenlerne. In den Gesprächen kommt auch der in Dresden noch ungeklärte Mord an Daniela Wächter zur Sprache, einer Hebamme wie Anne. Bald darauf ist auch Alex´ Vater Friedrich tot. Schnell hatte ich mich auf einen Täter eingeschossen. Doch es kommt zu weiteren Toten und ich wurde mit meiner Meinung immer unsicherer. Silke Nowak hat es meisterlich verstanden mich mit immer neuen Infos zu füttern um mich dann in die Irre zu führen. Ihr Erzählstil ist auch nicht besonders bildhaft, was es meiner Fantasie erlaubt mir selbst diese Bilder zu machen und mein Kopfkino damit ans laufen zu bringen. Und sie hat es mir sehr schwer gemacht, das Buch mal zur Seite zu legen. Da ist es gut, dass ich die 180 Seiten der Geschichte gut an einem Stück lesen konnte.
Der Täter wird dann schon früh preisgegeben. Bei mir hat es einige Seiten gedauert, bis ich das verarbeitet hatte. Damit hätte ich so absolut nicht gerechnet. Aber auch wenn ich den Täter nun kannte, hat das der Spannung keinen Abbruch getan. Die wird aufrecht gehalten bis zum Schluss.
Zum Schluss bekomme ich noch eine Liste mit den wichtigsten Personen und eine kurze Vorstellung. Außerdem ein Rezept für Aprikosenplätzchen, die hier eine Rolle spielen.
Mich hat Silke Nowak mit diesem relativ kurzen Weihnachtskrimi überzeugt. Ich werde mal suchen, was sie sonst noch geschrieben hat.
Das Glück hat viele Gesichter
Wohin gehst du, wenn ich bleibe von Lucia Sperling
Die Welt von Kunsthistorikerin Olivia Lorenz, 47, gerät total aus den Fugen, als ihr Mann Philip ihr mitteilt, dass er nun, da der gemeinsame Sohn Vincent erwachsen ist, seinen Traum leben möchte. Er will den seinerzeit erworbenen Bauernhof restaurieren und ab jetzt dort leben. Aber nicht mit ihr. Sondern mit Yogalehrerin Aimee, 15 Jahre jünger als er, bei der Olivia ihre Stunden nimmt.
Auch will er, dass das gemeinsame Haus verkauft wird, da er das Geld für die Handwerker am Hof braucht. Genau wie ihre Welt bricht Olivia zusammen, gibt sich ihrem Selbstmitleid und dem Alkohol hin. Bis ihre Freundin Babette sie aus ihrem Loch heraus holt und Olivia beibringt, wie viel Schönes das Leben auch für sie noch zu bieten hat.
„Wohin gehst du, wenn ich bleibe“ ist der zweite und leider letzte Band einer Dilogie von Lucia Sperling. Von ihr habe ich unter ihrem Klarnamen Lucinde Hutzenlaub schon einige Bücher gelesen, die mich begeistert haben. Und hier ist es nicht anders.
Sehr gefühlvoll und realistisch beschreibt die Autorin den Weg einer verlassenen Frau, die sich bisher über ihren Mann definiert hat und nun sehen muss, dass sie sich ein eigenes Leben aufbaut. Dabei stehen ihr so liebe Menschen zur Seite, die sie das ganze Negative, das mit einer Trennung einher geht, zwar nicht vergessen, aber sehr gut meistern lassen. Der Vergleich mit der Häutung einer Schlange hat mir in dem Zusammenhang sehr gut gefallen. Denn aus der alten Olivia, die immer nur an andere gedacht hat, wird eine selbstbewusste, auf sich achtende Frau, die auf ihre innere Stimme und ihre Freundinnen hört und sich nun zwar nicht neu erfindet sondern sich selbst wiederfindet.
Lucia Sperling hat mich mit ihrem emotionalen Erzählstil, der weder reißerisch noch naiv wirkt, schnell gefesselt und ich bin Olivias Weg sehr gerne mit ihr gegangen. Sowohl in ihr tiefes Tal mit Schlabberlook und Alkohol, als auch den Weg wieder heraus. Und ich habe mir immer wieder gedacht: Solche Freunde sollte jede Frau haben. Nicht nur für die guten Zeiten. Auch wenn man mal einen kräftigen Tritt in den Allerwertesten braucht.
Aber nicht nur Olivia hat aus dieser Erfahrung gelernt. Ich habe den Eindruck, auch Philip, den ich anfangs gar nicht ausstehen konnte, hat aus seinem Verhalten seine Lehren gezogen.
Ein emotionaler, sehr realistisch geschriebener Roman über das Ende einer Ehe und den Neuanfang einer wirklich tollen Frau. Mir hat er ein paar sehr unterhaltsame Lesestunden geschenkt.
Ein Dorf schweigt
Der Pfad von Megan Miranda
Abigail „Abby“ Lovett lebt und arbeitet seit 10 Jahren in dem abgeschiedene Dorf Cutter´s Pass in North Carolina, dem angeblich gefährlichsten Ort der Vereinigten Staaten. Hier verschwanden auf mysteriöse Weise 7 Menschen in den letzten 25 Jahren. Bis auf einen alles Wanderer, die die Natur und die Berge genießen wollten.
Menschen, die nicht wieder aufgetaucht sind. Zuerst vier junge Männer einer Burschenschaft, dann eine junge Frau, 7 Jahre später eine weitere. Vor kurzem erst ein Journalist, der die Fälle aufdecken wollte. Dann taucht ein Fremder im Passage Inn Hotel auf. Trey West, der Bruder des vermissten Journalisten. Mit seinen Recherchen kocht im Ort alles wieder hoch und eine Mauer des Schweigens wird immer höher.
Einen Monat lang, vom 3. August bis zum 3. September 2022 begleite ich Abby bei ihren Nachforschungen. Trage ein Puzzleteilchen nach dem anderen zusammen um schließlich ein nachvollziehbares Bild zu bekommen.
Die Geschichte ist in 4 Abschnitte mit 24 Kapiteln unterteilt. Die Abschnitte sind jeweils einem der Vermissten bzw. der Gruppe gewidmet, wo ich etwas mehr über sie erfahre.
Autorin Megan Miranda, von der ich bisher noch kein Buch gelesen hatte, hat einen packenden Erzählstil und ich war schnell mitten im Geschehen drin. Leider tut sich in der ersten Hälfte des Buches nicht viel, mir fehlt hier die Spannung und die Geschichte nimmt nur ganz langsam Fahrt auf. Ich lerne die Dorfbewohner und ihr Verhältnis zu- und untereinander kennen; bekomme einen guten Einblick in den Ort und die Umgebung und kenne mich nun auch sehr gut am Arbeitsplatz von Abby aus. Wobei ich mir den Standort des Passage Inn so direkt am Berg doch gruselig vorstelle.
Als Abby, die absolut im Mittelpunkt der Handlung steht und die ich sehr mag, dann doch stärker nach Spuren zu suchen beginnt, wird es langsam aufregend und interessant. Immer neue Fährten laden ein ihnen zu folgen, laufen aber erst mal ins Leere. Für mich wurde es eine Zeit lang immer verwirrender, was sich dann aber schnell wieder aufgelöst hat. Die Auflösung selbst kam für mich ziemlich unvorbereitet und hat mich sehr überrascht.
Megan Miranda hat mich mit dieser abwechslungsreichen Geschichte, bei der nichts so ist wie es anfangs scheint, trotz der fehlenden Spannung über weite Teile hinweg gut unterhalten.
Ein Weihnachtswunder im Dezember
Der Weihnachtszwölf von Lucy Astner
Es sind noch genau 12 Tage bis Weihnachten. Alfred „Alfie“ Briggs und seine Geschwister Pippa und Bobby sind traurig, weil ihre Eltern gerade jetzt vor Weihnachten in Südafrika Dinosaurierknochen ausbuddeln und sie währenddessen bei ihrer ungeliebten Tante Gunilla bleiben müssen. Die hasst nämlich nicht nur Kinder sondern auch Weihnachten und will es dieses Jahr sogar ganz ausfallen lassen.
Da hat sie aber die Rechnung ohne Wilson Wilbur Winterbottom, den Weihnachtszwölf, gemacht. Den lernt Alfie kennen, als er über der Fußleiste im Kinderzimmer eine kleine rote Tür entdeckt. Dahinter hat sich der Weihnachtszwölf, der mit Elfen gar nichts anfangen kann, einquartiert. Mit ihm erlebt besonders Alfie eine ganz besondere Vorweihnachtszeit.
Auf dem kunterbunten Cover mit Weihnachtszwölf Wilson gibt es so Vieles zu entdecken, noch bevor die Geschichte beginnt. Aber man sieht schon hier, dass es lustig wird.
Das Hardcover macht in seiner Aufmachung einen hochwertigen Eindruck, der sich auch im Inneren fortsetzt. Sogar die Seitenzahlen werden von kleinen Tannenbäumchen flankiert. So niedlich. Dazu die wundervollen Illustrationen von Caroline Opheys, die die zauberhafte Geschichte, die Lucy Astner sich ausgedacht hat, so wunderbar ergänzen.
Die große Schrift mit einzelnen in rot noch größer herausragenden Worten oder Satzteilen, mit 155 Seiten aufgeteilt in 15 Kapitel, lässt sich von geübten Leseanfängern gut selbst lesen. Meine beiden Enkel finden es aber immer noch toll, wenn ich vorlese. Die Geschichte um den Weihnachtszwölf hat nicht nur den Kindern richtig gut gefallen. Auch ich bin begeistert von dem kleinen Kerl, der tut was er will und sagt was er denkt. Aber immer positiv und im Sinne von Weihnachten. Der kleine Schelm hat mir mit seinen witzigen Streichen immer wieder ein Schmunzeln ins Gesicht gezaubert. Die Freundschaft zwischen ihm und Alfie tut dem Kleinen so gut.
Fantasie ist halt nicht nur etwas für Kinder. Auch wir Erwachsenen sollten uns ihr hin und wieder mal hingeben.
Bevor sich Autorin Lucy Astner und Illustratorin Caroline Opheys auf der letzten Seite kurz vorstellen, bekomme ich die Anleitung zum Basteln einer Wichteltür. Na, dann kann der Weihnachtszwölf ja im nächsten Jahr auch zu uns kommen. Bitte die Trillerpfeife nicht vergessen. Was es damit auf sich hat, müsst ihr bitte alle selbst lesen oder euch vorlesen lassen.
„Der Weihnachtszwölf - Papperlapups! Wer braucht einen Elf, wenn er einen Zwölf haben kann!“, mal eine so ganz andere weihnachtliche Geschichte mit ganz viel Fantasie, Sprachwitz und Humor für die ganze Familie. Uns hat sie ganz viel Spaß gebracht.
Brot sucht Aufstrich von Valesa Schell
Einfach nur lecker
Schon das Inhaltsverzeichnis und die leckeren Bilder dazu machen mir Lust diese Aufstriche alle mal zu probieren.
Es beginnt mit den Grundzutaten für die Aufstriche. Von Milchprodukten über Nüsse, Mandeln, Saaten zu Hülsenfrüchten, Gewürzen und Kräutern, Gemüse, Zwiebeln und Knoblauch, Trockenobst, frischen Früchten, Käse, Süßungsmittel, Öl und Essig, sogar Fisch und sonstigen Zutaten.
Ich bekomme eine Anleitung, wie ich Milchprodukte wie Frischkäse & Co. selbst herstellen kann, sogar in den veganen Varianten. Auch die Resteverwertung finde ich sehr interessant. Nach einigem Wissenswerten über die benötigten Haushaltsgeräte geht es dann mit den Rezepten los.
Es gibt Vegetarisches, Veganes, Rezepte mit Fisch, Butter- und Frischkäse Boards, Chuttneys und Relishes und süße Aufstriche. Jedem Rezept ist eine Doppelseite gewidmet – auf der einen Seite das Rezept, auf der anderen ein Foto bei dem mir das Wasser im Mund zusammen läuft. Ich habe schon einiges gefunden, was ich unbedingt ausprobieren werde.
Die Rezepte sind alle so konzipiert, dass es jedem gelingen müsste, die Aufstriche herzustellen.
Es werden verschiedene Herangehensweisen beschrieben: von Hand/Handrührgerät, mit einem Mixer/Thermomix/Zerkleinerer oder Pürierstab. Dazu eine Brotempfehlung und eine Empfehlung für die Resteverwertung. Mir persönlich gefällt es, dass ich keine außergewöhnlichen Zutaten brauche, deren Reste dann ungenutzt im Schrank stehen. Fast alles, was ich brauche habe ich eh zuhause im Schrank.
Besonders angetan haben es mir beim ersten durchblättern der Walnuss-Dattel-Frischkäse, der Walnuss-Cranberry-Obatzda, der Lachsaufstrich und die Forellencreme. Auch der Aprikosen-Marzipan-Aufstrich und die Pistazien-Schokocreme lachen mich richtig an. Die Boards, die ich bisher gar nicht kannte, schauen so lecker aus, dass ich die, wenn wir Gäste haben mal auf den Tisch bringen werde. Einziger Minuspunkt: da sehr viel mit Nüssen gearbeitet wird, sind einige Rezepte nichts für Allergiker. Aber bei dieser großen Auswahl werden auch die bestimmt etwas finden.
Zum Schluss des Buches bekomme ich im Service neben den Hinweisen auf verschiedene Social Media Seiten eine kurze Vorstellung der Autorin und ihre Danksagung. Bei Schnell Nachgeschlagen finde ich alle 60 Rezepte von A – Z auf einen Blick.
Eine fantastische Auswahl an Aufstrichen, die mein Frühstück und das Abendbrot absolut bereichern werden.
Mitreißende Lust-Geschichten
Ich kann Dir nicht widerstehen! Erotische Geschichten von Sarah Roseanne Fox
In insgesamt sieben Kurzgeschichten geht es hier wild, hemmungslos und heiß zur Sache.
Neuzugang Susan Wood erregt Gefängnispsychologen Dr. Damian Gilbert schon bei ihrem ersten Aufeinandertreffen. Sie schildert ihm, wie sehr ihr der Körperkontakt im Gefängnis fehlt und er will Abhilfe schaffen.
Versicherungsvertreter Holger hat sich auf Witwen spezialisiert, schaltet seine Macht ein und deren Verstand aus. Kevin und Sina finden die einen Weg sich beide gegenseitig zu entspannen. Jennifer und Jonathan vergnügen sich am Telefon einer Hotline und sind nicht nur da auf einer Wellenlänge.
Mehr wird hier nicht verraten. Ihr solltet die Geschichten selbst lesen.
Für mich war es das erste Buch aus der Feder von Sarah Roseanne Fox. Aber ich kann mir gut vorstellen, mehr von ihr zu lesen. Mir gefällt ihr leichter, lockerer, sehr freizügiger Erzählstil, der mich ohne anstößig zu sein oder derb unter die Gürtellinie zu gehen, sehr gut unterhält. Eine bunte Mischung, bei der das Kopfkino voll auf seine Kosten kommt und für jeden Geschmack etwas dabei ist. Sogar ein bisserl Krimi ist dabei. Meinen Geschmack hat sie mit ihren erotischen Geschichten absolut getroffen.
Zum Abschluss bekomme ich als kleines Goodie noch einen Gutschein-Code, mit dem ich mir eine weitere heiße exklusive Geschichte von Sarah Roseanne Fox als E-Book aus dem Internet herunter laden kann. Und wie üblich ist auch hier ein Lesezeichen passend zum Buch mit dabei.
Die Weihnachtsgeschichte als Krippenspiel
Oskar entdeckt die Weihnachtsfreude von Katrin Grieco
Oskar ist total unglücklich mit seiner Rolle, die ihm Frau Lieblich für´s Krippenspiel zugeteilt hat. Warum ausgerechnet ein Kamel? Viel lieber würde er den Sterndeuter oder einen der Hirten spielen. Oder den Josef. Er fühlt sich in dem Kostüm, dessen Maske ihm dauernd über die Augen rutscht, gar nicht wohl.
Dauernd muss er aufpassen, dass er mit seinen Hufen nicht irgendwo hängen bleibt oder mit seinen Höckern die Palme streift. Große Freude kommt bei ihm nicht auf. Im Gegenteil – er verheddert sich, reißt ein Schaf und den Sterndeuter mit sich zu Boden. Bis der kleine Weihnachtsstern Lisa, der oben an der Decke hängt, alle aus ihrer Erstarrung reißt. Denn sie weiß: Eine große Freude kam auf die Erde.
Was für ein niedliches, liebevoll geschriebenes Hardcover-Kinderbuch, das den Zauber der Weihnacht und die Freude, die damit einhergeht, so treffend beschreibt. Autorin Katrin Grieco bringt die Weihnachtsgeschichte mit ihrem Krippenspiel für die Kinder ab 3 Jahren in kurzen, knappen Sätzen, genau auf den Punkt. Dazu die mit liebevollen Kleinigkeiten gespickten farbenfrohen Illustrationen von Arabell Watzlawik, die die Geschichte gekonnt in Bilder umsetzt und untermalt. Die die Gegensätze des muffelig dreinschauenden Kamels Oskar und dem strahlenden Stern Lisa richtig einfühlsam heraus hebt. Und ich mich beim Anschauen der Bilder sehr gut gerade in Oskar hinein versetzen kann.
Ein wundervolles Buch, bei dem ich aus dem Schwärmen nicht heraus komme.











