Kunden em pfehlungen
Rezensionen von gaby2707:
Absolut super
Die One-Pot-Challenge von Jumbo Schreiner; Martin Kintrup; Sarah Schocke; Sandra Schumann
Ich habe dieses Kochbuch für meinen Bruder gekauft, der ein absoluter Kochmuffel ist. Und wenn er begeistert ist, dann heißt das schon was.
Ich selbst konnte mir unter der One-Pot-Challenge gar nichts vorstellen. Drei Köchen, Sandra Schumann, Sarah Schocke und Martin Kintrup bekommen die Aufgabe ein neues Rezept zu kreieren, bei dem die Zutaten feststehen und jeder mit seinem „Pot“ entweder Topf, Pfanne und Blech loslegen kann.
Aus 20 Zutaten werden hier 60 leckere Menüs. Wie ich finde grandios. Dass es dann einen Juror gibt, in diesem Fall Schauspieler, Moderator und Food-Tester Jumbo Schreiner, ist auch für ein Kochbuch aussergewöhnlich. Aber hier kann sich natürich jeder, der die Gerichte nachkocht, sein eigenes Urteil bilden.
Mich fasziniert, was man mit einfachen Zutaten und einem Schuss Kreativität alles Leckeres zaubern kann. Der Auberginen-Eintopf mit roten Linsen ist eine Schau und mein absolutes Lieblingsrezept. Aber auch den anderen wird sich mein Bruder widmen und ich bin eingeladen.
Ein interessanter Wettbewerb, der bei mir und bei meinem Bruder sehr gut angekommen ist. Ein mal etwas anderes Kochbuch mit einer hohen Kreativität, witzig aufgemacht. Die Fotos alleine machen schon Lust auf kochen und vor allem essen.
Nicht nur zum selber ausprobieren – auch als Geschenk etwas Besonderes.
Spannendes Debüt mit interessanten Protagonisten
Dein ist die Schuld von Maria Höfle
Elena Goldschmied, 17, liegt unter dem Kruzifix des katholischen Gymnasiums Sebastianum in Kufstein. Tot. Die Gerichtsmedizin stellt keine unnatürliche Todesfolge fest. Also Selbstmord? Daran wollen Inspektorin Dorothea Keusch und ihr Kollege Chefinspektor Konstantin Schmitt von der Mordkommission nicht glauben.
Vor allem, weil die Einstellung der Ermittlungen von ganz oben ziemlich schnell kommt. Allem Ärger zum Trotz macht sich Dorothea auf die Suche nach Zeugen und Spuren. Und wird immer wieder hart mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert.
Wow, was für ein Ende. Was für eine Auflösung.
Es geht um Freundschaft, Vertrauen, Liebe, Demütigungen, um Verstrickungen in die rechtsradikale Szene, um Mobbing, um den Missbrauch an Schülern, um Drogen, um Zukunft, Erinnerungen und Vergangenheit und um die Suche nach der Wahrheit, nicht nur in diesem Kriminalfall.
Obwohl es hier sehr viele Personen gibt, hatte ich durch die eindringlichen, eindrucksvollen Beschreibungen bei ihren Auftritten keine Probleme sie einzuordnen. Alle haben ihre Stärken und Schwächen, ihre Ecken und Kanten und kommen sehr menschlich und glaubwürdig rüber.
Besonders gut gefällt mir natürlich die Inspektorin Dorothea Keusch. Mit ihrer offenen, verletzlichen, zielstrebigen, sympathischen Art hat sie sich schnell in mein Herz geschlichen. Mir gefällt, wie sie Fragen stelle, jeder noch so kleinen Spur nachjagt und sich auch von Tiefschlägen nicht verunsichern lässt.
Genau so wie Chefinspektor Konstantin Schmitt, dem sie sich ganz langsam annähert. Ich kann mir vorstellen, dass die Beiden zusammen noch einige Fälle klären könnten.
Durch die eingängigen Beschreibungen der Örtlichkeiten in Kufstein habe ich mich sofort sehr wohl und hineingezogen gefühlt in einen Kriminalfall, der es in sich hat. Spannung baut sich langsam auf, drängt sich aber nicht in den Vordergrund, ist aber immer da. Dass es auch fast kein Blutvergießen und kaum harte Szenen gibt, kommt meinem Lesegeschmack sehr entgegen.
Ich bin gerne dabei, wenn Dorothea vielleicht doch noch eine Stelle in der Abteilung Leib und Leben bei der Kripo Innsbruck besetzen wird.
Maria Höfle – ein Name, den ich mir merken werde - hat mir einen gut durchdachten, gut nachvollziehbaren Krimi mit einer sympathischen Inspektorin vorgelegt, der mir einige spannende Lesestunden geschenkt hat.
Sehr guter Auftakt für den KRAKEN
Die Stille des Todes von Eva Garcia Saenz
2016 - Vitoria im Baskenland: Bei den Renovierungsarbeiten an der Kathedrale finden die Arbeiter zwei junge nackte Menschen auf dem Boden der Krypta liegend vor. So, wie sie arrangiert wurden, lässt die Zurschaustellung sofort an eine Mordserie von vor 20 Jahren denken. Aber der damals verurteilte angesehene Archäologe Tasio Ortiz de Zarate sitzt in Zaballa im Hochsicherheitstrakt und wartet nach 20 Jahren auf seinen baldigen Hafturlaub.
Inspector, Profilingexperte und Fallanalytiker Unai Lὁpez de Ayala genannt KRAKEN und seine Kollegin und beste Freundin Inspectora Estibaliz „Esti“ Gauna, spezialisiert auf die Analyse der Opfer, gehen beide gerne Wege neben der Legalität bzw. neben dem Gesetz. Sie suchen nach dem neuen Täter bzw. versuchen neue Morde zu verhindern. Kein leichtes Unterfangen.
In einem weiteren Handlungsstrang aus dem Jahr 1069 lerne ich Blanca Díaz de Antoñana und den Gynäkologen Álvaro Urbina kennen.
Durch die verschiedenen Handlungsstränge, bei denen ich erst zum Schluss dahinter komme, wie sie alle zusammen hängen, steigt die Spannung hoch und bleibt auch oben.
Nachdem ich mich an die spanischen Namen und Orte gewöhnt hatte, ging es mit dem Lesen leicht und flüssig vorwärts. Die intensive Beschäftigung mit dem Seelen- und Gefühlsleben von Unai lässt die Seiten nur so durch meine Finger gleiten. In der Mitte hat die Geschichte zwar ein paar Längen, was aber der Geschichte insgesamt nicht geschadet hat.
Eva Garcia Sáenz stellt mir auch die anderen Personen sehr menschlich und nahbar vor. Ich hatte schnell ein intensives Verhältnis mit einigen von ihnen. Dass ich die Inspectoren auch privat etwas näher kennenlerne gefällt mir sehr gut. Wobei Unais 94jähriger Opa sofort mein Herz erobert hat.
Ich erfahre so ganz nebenbei einiges über die Jahrhunderte alte Stadtgeschichte, über Bräuche und Feste in der Region. Immer wieder eingefügt spanische Worte oder Satzteile, sorgen bei dem Thriller noch mehr für das lokale Flair.
Die einzelnen Kapitel sind mit Orts- und Datumsangaben überschrieben, wodurch ich einen noch besseren Überblick über das Geschehen habe und alles besser gedanklich einsortieren kann.
Neben der ausführlichen Danksagung werden mir im Anschluss an den Thriller viele der hier agierenden Personen vorgestellt. Im Glossar erfahre ich Ausführlicheres von Orten und Namen, denen ich in der Geschichte begegnet bin. Überhaupt hat es mir gut gefallen, dass ich viele Informationen rund um das Baskenland bekomme. Einem Landstrich, mit dem ich mich bisher nur sehr wenig bzw. gar nicht beschäftigt habe. Hier aber bekomme ich richtig Lust, diese Gegend auf meine Reiseliste zu setzen. In allem lese ich auch die Liebe der Autorin zu ihrem Land.
Ich habe einen packenden Thriller gelesen, der mich mit einem etwas ungewöhnlichen Prolog und interessanten Personen sofort gefesselt hat. Dass ich dabei noch einiges über das Baskenland erfahren habe, ist ein interessanter Nebeneffekt.
Ein Buch, dem ich meine Leseempfehlung gebe!
Für unsere Kleinsten
Wenn der Bauernhof erwacht von Grimm Sandra
Nachdem ich dieses kleine Buch über einen Bauernhof gesehen habe, musste ich es unbedingt haben. Und wie ich es mir gedacht habe, ist mein kleiner Enkel absolut begeistert. Einmal lesen und anschauen reicht da nicht. Immer wieder kommt er mit dem Buch an und wir schauen uns an, wen uns der Hahn auf dem Bauernhof alles vorstellt.
Egal ob Enten oder Pferde, Schafe oder Kühe, Hühner oder Schafe – alle werden gerade wach. Alles wird in kurzen Sätzen ruhig, liebevoll und in knappen Sätzen beschrieben. Bei jedem Mal entdecken wir neue liebevolle Kleinigkeiten.
Ein wunderbar gelungenes Pappbilderbuch mit starken Pappseiten, die nicht so leicht kaputt gehen und abgerundeten Ecken für unsere kleinsten Leseratten. Ich denke, auch ganz Kleine ab 1 Jahr werden hier schon ihren Spaß haben. Vor allem, als wir die Tierlaute nachgemacht haben, gab es großen Spaß.
Schön, dass Max Raintaler wieder ermittelt
Monacomord von Michael Gerwien
München: Eine junge Frau soll in den Isarauen von ihrem Mann erschlagen worden sein. Oder war es doch ein tödlicher Unfall? Die Münchner Kripo ist gnadenlos unterbesetzt und so wird Exkommissar und heute Privatermittler Max Raintaler von seinem ehemaligen Kollegen und Freund Franz Wurmdobler angeheuert, sich um diesen Fall zu kümmern.
Doch kaum hat er den Fall übernommen, trifft die Familie ein Drama nach dem anderen. Aber auch Max gerät ins Visier eines rachsüchtigen Attentäters, der ihm, gerade aus dem Knast entlassen, nach dem Leben trachtet.
Ich war schon so oft dabei, wenn Exkommissar Max Raintaler der Kripo München ausgeholfen hat die Fälle zu klären, dass es auch in diesem Buch wie Besuch bei Freunden ist. Man kennt sich schon: Max mit seiner Monika, die eine kleine Kneipe führt; Franz und seine Sandra, die immer Dienstag und Donnerstag zum Yoga geht, Monikas Freundin Anneliese, die immer wieder gerne in der Kneipe aushilft und Josef Stirner, der schnauzbärtige Torwart vom FC Kneipenluft. Sie alle sind hier wieder mit von der Partie. Aber auch die Menschen, die ich noch nicht kenne, die mir hier begegnen hat Michael Gerwien so detailliert und farbig gezeichnet, dass ich sie mir gut vorstellen und schnell ein Bild im Kopf habe. Besonders gefällt mir der Ehemann der Toten Robert Hemmschuh. Aber nur weil er 60ger Fan ist, wie fast alle Giesinger.
Der Kriminalfall, der Max zu Beginn übernimmt, wächst sich zu mehreren Fällen aus, wobei ich lange nicht weiß, hängen die alle irgendwie zusammen oder muss ich jeden als individuellen Fall betrachten. Dadurch wird die Spannung, die von Anfang an da ist noch weiter angeschürt.
Ich fand es auch diesmal wieder toll, mit Max durch mein München zu ziehen – er mit dem Radl, ich lesenderweise ihm auf den Fersen. Die Beschreibungen der Örtlichkeiten und der Menschen, ihre Mentalität, das alles macht den Lokalkolorit aus.
Und jetzt, nachdem ich das Buch gelesen habe, weiß ich auch, warum das Buch „Monacomord“ heißt. Warum? Das findet ihr beim Lesen bitte selbst heraus.
Auch mit diesem Buch hat Michael Gerwien mich sehr gut unterhalten, mir die charakterlich verschiedensten Persönlichkeiten vorgestellt und einen Kriminalfall konstruiert, bei dem ich zum Schluss über die Auflösung erstaunt war. Sehr gut gemacht.
Nichts ist wie es zunächst scheint
STILL ALIVE - Sie weiß, wo sie dich findet von Claire Douglas
Elizabeth „Libby“ Hall und ihr Mann Jamie haben eine schwierige Zeit hinter sich. Da kommt der Flyer, der im Briefkasten steckt, als die Grundschullehrerin nachhause kommt, gerade recht. Da bietet ein Mann sein Anwesen „The Hideaway“ in Cornwall zum Tausch gegen ihre kleine schlichte Wohnung an.
Da es ihnen Beiden bestimmt gut tun würde, mal aus Bath rauszukommen, nimmt Libby das Angebot an. An Cornwalls Küste angekommen gibt es plötzlich merkwürdige Dinge und Ereignisse, die die Beiden nicht einzuschätzen wissen. Passiert das alles wegen Jamie? Oder ist es eher Libbys Vergangenheit, die sie nun doch eingeholt hat?
Schon nach dem sehr kurzen Prolog weiß ich, dass hier nicht alles so sein kann, wie es mir vorgegaukelt wird. Aber ich komme auch nicht dahinter, wie das Alles wohl zusammenhängen mag. Das steigert die Spannung, die im ersten Teil noch recht flach ist, dann aber richtig Fahrt aufnimmt.
Libby mochte ich einerseits von Anfang an recht gern. Andererseits ist sie aber, wie ich finde, recht anstrengend und vor allem auch ängstlich, was ich aber im Lauf der Geschichte verstehen konnte. Da bewundere ich Jamie immer wieder, mit welch stoischer Ruhe und Gelassenheit er ihre Verdächtigungen oder Mutmaßungen über sich ergehen lässt. Mit seiner Lebensfreude und Begeisterungsfähigkeit zieht er seine Libs oder Libby, wie er Elisabeth nennt, immer wieder aus ihren düsteren Gedanken heraus.
Mir gefällt der Schreib- und Erzählstil von Claire Douglas sehr gut. Sie versteht es gekonnt, den Leser so in die Geschichte und das Leben von Libby und Jamie hinein zu ziehen, dass ich z.B. das Buch kaum mal weglegen konnte. Ausserdem kommt es meinem Lesegeschmack sehr entgegen, dass es hier fast keine blutige oder grausame Szenen gibt, bei denen ich mein Kopfkino ausschalten musste.
Sowohl die Örtlichkeiten als auch die Personen finde ich sehr ausgiebig und gut vorstellbar beschrieben. So konnte ich es gut verstehen, dass Libby an dem luxuriösen Haus von Philip und Tara Heywood großen Gefalen gefunden hat.
Eine absolut spannende Geschichte mit unerwarteten Wendungen. Ich bin begeistert!
Spätsommer in der Provence
Mörderisches Lavandou 02.05.2019. Paperback / softback. von Eyssen Remy
Langsam wird es Herbst im Le Lavandou. Die Touristenströme sind verebbt. Doch die Ruhe trügt. Von heute auf morgen ist die junge Hotelangestellte Francoise Bonnet verschwunden. Nur ein paar Tage später wird zuerst ihr abgetrennter Fuß, dann ihre Leiche gefunden. Die Polizei meint zwar schnell einen Täter ausfindig gemacht zu haben.
Nur Rechtsmediziner Dr. Leon Ritter ist sich sicher, dass man hier den Falschen im Visier hat und beginnt selbst zu recherchieren. Der Täter allerdings hat es auch auf Ritter und seine Lebensgefährtin Isabelle, die stellvertretende Polizeichefin, abgesehen...
Es ist, wie jedes mal, wieder schön ins beschauliche Le Lavandou in der Provence zu kommen und auf alte Bekannte zu treffen. Für mich ist es das zweite Mal, dass ich mit dem Rechtsmediziner Leon Ritter auf Spurensuche gehe. Auch diesmal gibt er sich mit den Ermittlungen der Polizei nicht zufrieden, sondern versucht auf seine ganz eigene Weise dem Täter nahe zu kommen. Durch die Gedanken des „Mannes“, die mich richtig schockiert haben, bin ich direkt dabei, bei der Suche der Polizei und den Ermittlungen von Leon Ritter. Ich finde es gut, dass er sich auch selbst mal hinterfragt und sich nicht als allwissend darstellt. Gut gefällt mir auch die Darstellung seiner Arbeit in der Pathologie, bei der ich ihm über die Schulter schauen kann.
Der Fall an sich ist spannend, gut konstruiert und nachvollziehbar aufgebaut, hat einige Wendungen parat und löst sich für mich mit einer Überraschung auf. Wiedermal habe ich mit diesem Ende, das sich aber logisch darstellt, so nicht gerechnet. Und auch wenn ich schon bald eine Ahnung hatte, hat das der Spannung für mich nicht geschadet.
Auch diesmal hatte ich das Gefühl mitten drin zu sein im Leben des kleinen Ortes Le Lavandou, in der Provence am Mittelmeer. Ich nehme auch wieder am Privatleben der Ermittler teil, ohne dass dieses sich zu weit in den Vordergrund drängt.
Ein gut durchdachter und nachvollziehbarer Kriminalfall, authentische Personen und eine gehörige Portion Spannung und Lokalkolorit machen das Lesen für mich auch diesmal zu einem Erlebnis.
Mystisch? Märchenhaft? Real?
Kalte Wasser von Golding Melanie
Lauren Tranter hat gerade ihre Zwillinge Morgan und Riley zur Welt gebracht, da taucht eine junge Frau auf der Neugeborenenstation auf und will ihre Buben gegen die von Lauren tauschen. Lauren schreit nach Hilfe, aber niemand hat die Frau kommen oder gehen sehen und will ihr glauben. Zuhause ist Lauren mit den Beiden völlig überlastet und verkriecht sich im Bett.
Von ihrem Mann Patrick kann sie keine Hilfe erwarten. Als sie sich endlich mit ihren Freundinnen in einem Café treffen will, passiert das Unglaubliche: Sie schläft auf einer Bank kurz ein und dann sind die beiden kleinen Jungs weg – entführt. Als Detectiv Sergeant Joanna Harper die Beiden findet und auch eine Frau festgenommen wird, ist sich Lauren sicher: Das sind nicht ihre geliebten Jungs.
Gleich zu Beginn der Geschichte werde ich in die düstere, unheimlich beklemmende Geschichte hinein gezogen. Immer wieder frage ich mich: Ist das real? Spinnt Lauren sich in ihrer Abgespanntheit da was zurecht? Sicher bin ich mir nicht. Denn die Indizien weisen in verschiedene Richtungen. Mal glaube ich, dass Lauren recht hat, ein anderes Mal denke ich, das kann gar nicht sein. So hält mich die Geschichte bis zum Schluss in ihren Fängen.
Bei Lauren hat es etwas gedauert, bis sie mir sympathisch wurde. Vielleicht lag es aber auch daran, dass ich mit ihrer Verschlossenheit, mit ihrem Verstecken anfangs nicht so viel anfangen konnte. Verstehen konnte ich sie schon. Es ist nicht so leicht mit Zwillingen die ersten Monate des Lebens zu meistern. Noch dazu, wenn man einen Mann wie Patrick hat, der sich von allem zurückzieht und sie an ihm weder körperlichen noch seelischen Beistand hat. Patrick hat meine Sympathien bis zum Schluss nicht erringen können.
Ganz anders Detective Sergeant Joanna Harper. Eine taffe, clevere, engagierte junge Polizistin, die ihrer Spürnase nachgeht, immer auf Laurens Seite steht, sich auch von ihrem Chef nichts sagen lässt und ihre eigenen Nachforschungen anstellt.
Die eingestreuten Ausschnitte vor den Kapiteln aus Sagen, Märchen und Mythen über Zwillinge haben mir sehr gut gefallen.
Falsche Spuren und ein für mich etwas verwirrendes und offenes Ende tragen dazu bei, dass ich mir auch nach dem Ende der Geschichte hierüber noch weiter Gedanken mache.
Eine rätselhafte Geschichte mit authentischen Protagonisten, die mir sehr abwechslungsreiche und spannende Lesestunden geschenkt hat. Ein interessantes Debüt. Ich hoffe, dass ich von Melanie Golding noch weitere Bücher zu lesen bekomme.
Angst und Panik – Gänsehaut pur.
Einer wird sterben von Wiebke Lorenz
Stella und ihr Mann Paul hatten vor 6 Jahren einen Autounfall bei dem ein Mensch ums Leben kam. Seitdem leben Beide in der Ungewissheit, ob nicht doch jemand etwas mehr über diesen Unfall weiß. Als ein Auto vor ihrer Villa auftaucht, die beiden Menschen aber nicht aussteigen, sondern nur zu beobachten scheinen, beginnt für Stella eine Zeit der Angst.
Und Paul, der als Pilot dauernd unterwegs ist, ist natürlich wieder mal nicht erreichbar.
Dies ist nun schon der dritte Thriller, den ich von Wiebke Lorenz gelesen habe. Und auch diesmal bin ich wieder total begeistert.
Wiebke Lorenz versteht es, mich mit ihrer spannenden Schreibweise in die beklemmende Atmosphäre, die Stella hier erlebt, hinein zu ziehen. Kleine, scheinbar unwichtige Ereignisse reihen sich aneinander und Stella bezieht diese alle auf sich und ihre Situation mit dem nicht verarbeiteten Unfall von damals. Das heizt die Spannung immer wieder an. Durch die vielen kleinen Details, die ich hier erfahre, kann ich mich sehr gut in Stella hinein versetzen, ihre Angst und ihre Panik, die sie aufzufressen scheint, zum Teil verstehen. Sie scheint so allein und hilflos. Gänsehaut pur.
Manches verstehe ich zwar nicht sofort. Die Aufklärung lässt aber keine Fragen offen.
Vor allem eine Wendung, die den Unfall und auch Pauls Verhalten erklären, finde ich grandios ausgearbeitet. Darauf wäre ich nie gekommen.
Da sich die Geschichte fast nur um Stella und Paul dreht, bleiben die weiteren Personen größtenteils etwas blass. Was die Geschichte, da sie nur in kleinen Randgeschichten spielen, absolut nicht stört. Wobei ich sagen muss: In einer solchen Nachbarschaft würde ich mich nicht wohlfühlen.
Nichts ist wie es scheint, alles verändert sich, selten hat mich ein Buch so gefesselt und mitgenommen. Ein packender Psychothriller mit einer unerwarteten Wendung. Absolut lesenswert!
Ein wunderschönes Buch für Groß und Klein
Woaßt du ibahapts, wia gern dass i di mog? von Sam McBratney; Anita Jeram
Ich kannte diese liebevolle Hasengeschichte bisher nur auf hochdeutsch. Meine Tochter hat mich auf die bayerische Version aufmerksam gemacht. Ich finde, das ist ein sehr guter Einstieg für unseren kleinen Enkel sich mit dem bayerischen Dialekt anzufreunden. Und Oma und Opa lesen natürlich gerne vor und schauen mit ihm zusammen den kleinen und den großen Hasen an.
Aber nicht nur für Kinder ist dieses zauberhafte Buch lesens- und anschauenswert. Auch Erwachsene megn sich gern und würden ihrem Partner damit bestimmt eine Freude machen.
Ein wunderschönes Buch für Groß und Klein.











