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Rezensionen von gaby2707:

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Groß genug, die Welt zu retten von Loll Kirby

In ihrem Buch "Groß genug, die Welt zu retten" zeigt uns zeigt uns Loll Kirby anhand von 12 Geschichten von Kindern und Jugendlichen, wie diese versuchen, unsere Welt, auf der wir alle leben zu einem schöneren und lebenswerteren Raum zu machen bzw. unseren Lebensraum und auch den der Tiere zu pflegen und zu erhalten.

Es beginnt mit Felix aus Deutschland, der mit 9 Jahren begann Bäume zu pflanzen und „Plant for the Planet“ ins Leben gerufen hat. Jedes der 12 Kinder, die hier vorgestellt werden, hat sein eigenes Projekt und versucht die Menschen dazu zu bewegen, es ihm gleich zu tun. Am rechten unteren Bildrand wir jedes Kind kurz vorgestellt. Am Beginn des Buches werden alle Kinder mit ihren Aktivitäten vorgestellt. Hier hätte ich mir ein lebensechtes Foto gewünscht, was das Ganze noch authentischer gemacht hätte.
Mit ihren farbenfrohen und wunderschön gestalteten Bildern auf jeweils einer Doppelseite trägt Adelina Lirius dazu bei, dass ich mit unserem kleinen Nachbarsbub Lenny aus dem Schauen und Diskutieren nicht mehr raus kam. Sie verleiten einfach, sich mit den immer größer werdenden Themen noch näher auseinander zu setzen. Er war überrascht, was die Kinder sich alles haben einfallen lassen, um unsere Welt zu retten.

Da wir uns in unserem Haushalt bzw unserer Hausgemeinschaft schon stark für das Vermeiden von Plastik und Müll, dem Wassersparen, dem Kompostieren und dem Trennen von Papier, Plastik und Alu einsetzen, ist dieses Buch eine sehr gute Ergänzung zu dem, was wir schon tun. Und es wird für die Kinder ein Anreiz sein, noch mehr zu tun. Z.B. hat Lenny vorgeschlagen, sich nicht mehr mit dem Auto in die Schule fahren zu lassen, sondern wieder das Rad zu benutzen um so Abgase zu vermeiden, wie es die kleine Himangi aus Indien vormacht.

Auf den letzten beiden Seiten gibt es noch mal Anregungen, was man noch alles tun kann um zur „Rettung der Welt“ beizutragen. Die Tipps, wie man gehört werden kann, empfinde ich eher als für ältere Kinder und Jugendliche gedacht.

Etwas traurig gemacht hat mich, dass das Buch in China gedruckt worden ist…
Ebenso finde ich die Schrift an manchen Stellen sehr klein und gerade für Leseanfänger nicht so gut geeignet.

Alles in allem ein wunderschönes Buch mit vielen Anregungen, wie auch unsere Kleinen schon sehr viel für unsere Umwelt und die Gesundheit der Natur tun können.

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Wie Giesbert in die Regentonne kam

Giesbert in der Regentonne von Daniela Drescher

Giesbert ist ein kleiner Wicht in einer grünen Latzhose und einem grünen Blatthut auf dem Kopf. Er lebt in der Regenrinne eines alten Hauses. Eines Tages, als es gar nicht mehr aufhören will zu regnen, rutscht er durch die Regenrinne davon und fällt in ein altes Weinfass, das als Regentonne genutzt wird.

Von hier aus startet er nun seine Abenteuer und lernt viele Freunde kennen…

Nachdem ich „Giesbert und der Gluckerbach“ zusammen mit meinem kleinen Enkel angeschaut und gelesen habe, war er so begeistert von dem kleinen Wicht, seinen Freunden und den Geschichten, die sie zusammen erleben, dass ich sofort die anderen beiden Bücher aus dieser Reihe auch noch gekauft habe.

Dieses ist das erste Buch der Reihe und erzählt in einer kindgerechten Sprache, wie Giesbert aus der Regenrinne ungewollterweise in der Regentonne gelandet ist. Zuerst muss er auch noch seine Flöte suchen, die zu ihm gehört wie sein grüner Blätterhut. Dann macht er sich auf und erlebt verschiedene Abenteuer. Er trifft z.B. ein hungriges Rotkehlchen, freundet sich mit dem für ihn riesigen Kater Munz an, bekommt Husten und hat Liebeskummer. 15 kleine Geschichten sind auf 110 Seiten verteilt und lassen sich, da sie nicht so lang sind, sehr gut auch als Gute-Nacht-Geschichten lesen.
Ganz besonders finde ich auch die wunderschönen Illustrationen. Die Bilder sind so farbenfroh gestaltet und es gibt so vieles zu entdecken, dass wir uns zuerst den Bildern gewidmet haben und dann die Geschichten lesen.

Die Giesbert-Bücher werden bei uns immer wieder aus dem Bücherschrank geholt. Dank des harten Einbandes und der etwas dickeren Seiten hat es bisher auch gröbere Behandlungen gut weggesteckt.

Ein wunderbares Kinderbuch für Kinder ab 5 Jahren, das ich absolut empfehlen kann.

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Gelungener Start einer neuen Reihe

Der Giftmord. Ostfriesenkrimi von Susanne Ptak

Nachdem die Ehe mit Ehemann Dirk in Hannover gescheitert ist, zieht Kriminaloberkommissarin Insa Wanders mit Sack und Pack und ihren drei Kindern zurück in ihre Heimat auf den Hof ihrer Mutter und Großmutter in der Nähe von Leer. Am Montag soll ihr Dienst in ihrer neuen Dienststelle beginnen. Aber kaum hat sie die ersten Kisten in ihrer neuen Wohnung verstaut, klingelt ihr Telefon und ihr neuer Chef Kriminalhauptkommissar Carsten Voss bittet sie um Mithilfe in einem Mordfall.

Zwei Kinder haben am Rand eines kleinen Wäldchens die Leiche einer Frau gefunden. Für Insa wird ihr erster Fall in der neuen alten Heimat ein sehr persönlicher. Die Tote ist die Frau ihrer ersten großen Liebe, wegen der sie Leer vor 20 Jahren verlassen hatte.

Dieser erste Fall in ihrer neuen Heimat wird für Insa Wanders ein sehr emotionaler. Zum einen, weil ihre erste große Liebe Tjarko Benninga darin verstrickt ist, zum anderen hat sie es hier mit sehr vielen alten Freunden und Bekannten zu tun.
Ich lerne die etwas chaotische, aber sehr sympathische Kommissarin aber nicht nur als Ermittlerin kennen. Gerade der private Start in ein neues Leben zeigt sie mir als Mutter, Tochter, Enkelin und Freundin. Sie kommt zurück in eine Familie, die so herzlich und liebevoll miteinander umgeht, dass ich gerne ein Teil davon wäre. Außerdem kocht ihre Oma hervorragend und bei der Erwähnung von den diversen Speisen läuft mir beim Lesen das Wasser im Mund zusammen. Ihre Freunde, die sie ja schon jahrelang nicht mehr gesehen hat, machen genau so einen sympathischen Eindruck, wie Insa selbst, sind sofort da und packen mit an. Klar gibt es auch hier und da Reibereien, aber der Gesamteindruck des Umfeldes wirkt auf mich sehr ausgeglichen, leicht und locker.

In diesem Fall geht es um eine Frau, die nicht so beliebt war und die sich in ihrem Umfeld bis auf zwei, keine Freunde gemacht hat. Bei den Ermittlungen gibt es daher sehr viele Verdächtige, die aber nach und nach ausgeschlossen werden können. Den letzten Hinweis gibt dann eine alte Dame, die… Aber das muss jeder selbst lesen

Da Susanne Ptak ihre Insa Wanders die Geschichte aus ihrer Sicht erzählen lässt, bin ich sofort mittendrin und sehr nahe dran am Geschehen. Außerdem geht die Geschichte ohne großes Blutvergießen über die Bühne, was meinem Lesegeschmack sehr entgegen kommt.

Auch wenn einiges etwas konstruiert und für mich nicht ganz glaubwürdig daher kommt, hat mich die Geschichte um diesen Giftmord gut unterhalten. Insgesamt eine gute Einführung in eine neue Reihe um die sympathische Ermittlerin Insa Wanders und ihren äußerst attraktiven, humorvollen, angenehmen und kompetent Chef Carsten Voss (der übrigens auch keinen Ring am Finger trägt).

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Ich habe mich gerne in den Schweizer Kanton Zug entführen lassen

Wildspitz von Monika Mansour

Bei einem Einbruch in der Schweizer Firma Rivoli Biotech Analytics haben die Einbrecher nicht nur gnadenlos randaliert, fast alle Versuchstiere und auch gefährliche Viren mitgenommen. Der Wachmann der Sicherheitsfirma Safetron, Pedro Ramirez, wird erschlagen und sein Hund Coco entführt. Die Zuger Kripochefin Sara Jung mit ihrem Team hat alle Hände voll zu tun um den Fall aufzuklären.

Auch, weil immer mehr an Tollwut erkrankte Tiere auftauchen. Und ihr wird langsam klar, dass sie persönlicher tiefer in der Sache drin steckt, als man sich vorstellen kann…

Für mich ist es der erste Fall, den ich mit der Kripo Zug ermittle. Aber durch die vielen kleinen Hinweise auf den ersten Fall „Höllgrotten“ bin ich so neugierig geworden und möchte auch den noch lösen. Wobei ich auch ohne Kenntnisse des ersten Falls in dieses Buch hier ohne Probleme hineingefunden habe.

Mit ihrem fesselnden Schreibstil hat mich Monika Mansour auch diesmal sehr schnell eingefangen und an dem Buch festgenagelt. Die hier und da einfließenden dialektischen Worte geben der Geschichte den schweizerischen Charme, den ich so mag.

Sehr interessant finde ich die Personen, mit denen ich mich in diesem Fall bekanntmache. Zum einen die Kripochefin Sara Jung. Ihr merke ich schon von Anfang an an, dass ihr etwas Schweres auf der Seele lastet. Sie kann schlecht Gefühle zulassen, ist unnachgiebig und hart zu sich selbst. Als sich ihr Geheimnis langsam lüftet, kann ich das sehr gut verstehen und nachvollziehen.
Das erste Mal habe ich es mit einem Schmetterlingskind als Protagonistin zu tun. Ich kann und will mir die Schmerzen und das Leid dieser jungen Frau gar nicht vorstellen. Ich finde es sehr gut, dass Monika Mansour sich an dieses „gesundheitliche“ Thema heran gewagt hat.
Zwei sehr unterschiedliche Männer, die es mir angetan haben, Tom und sein Freund Rico, spielen ebenfalls eine große Rolle in dieser Geschichte. Wobei ich mir gut vorstellen kann, dass ich Rico wegen seiner Schwester Mirjam im nächsten Fall für Sara Jung bestimmt wieder begegnen werde. Was mir sehr gefallen würde.
Der Deutsche Schäferhund Coco von Pedro Ramirez und der Kater Herr Geheimrat von Sara Jung - zwei Tiere, die mir ans Herz gewachsen waren, mit denen ich gelitten habe, die aber die Tollwut nicht überlebt haben.

Das älteste Zisterzienserkloster der Schweiz – Abtei Frauenthal spielt ebenfalls eine Rolle. Hier trifft eine alte Nonne kurz vor ihrem Tod einen Mann. Was es mit diesen Szenen auf sich hat, habe ich auch erst zum Schluss durchblickt. Wie man Tieren so etwas antun kann, wie man das mit seinem Gewissen vereinbaren kann, das wird mir immer ein Rätsel bleiben.

Es geht nicht nur um Tollwut, sondern um das Tierwohl, den Tierschutz im Allgemeinen und um den Sinn und das Muss von Tierversuchen. Die Geschichte regt zum Nachdenken an. Auch dass ich etwas über Schmetterlingskinder und ihr Leben gelernt habe, finde ich klasse.

Ein äußerst spannender und sehr interessanter Krimi aus der Feder der Schweizer Autorin Monika Mansour, der mich gefesselt, mehr als einmal wütend und sehr nachdenklich gemacht hat. Dafür vergebe ich gerne die volle Punktzahl von 5 Sternen.

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Mir hat dieser erotische Roman sehr gut gefallen

Im Bann der Yakuza | Erotischer SM-Roman von Angelique Corse

5 Jahre lang war Kiara mit ihrem Markus zusammen. Nun hat sie ihn mit einer anderen in ihrem gemeinsamen Bett erwischt und braucht Abstand. Sie entschließt sich, ihre langjährige Freundin Megumi in Japan zu besuchen. Bereits im Flugzeug hat sie einen Traum, den sie sich nicht erklären kann und der sie verunsichert.

Aber es soll nicht die einzige Verunsicherung bleiben, der sie sich in der kommenden Zeit aussetzen wird.

Das Cover hat mich angezogen, wobei ich mir nicht sicher war, ob das, was ich hier sehe, meinem Lesegeschmack entsprechen würde. Nach dem Genuss der Leseprobe habe ich mich dann entschlossen, das Buch zu lesen. Ich wurde nicht enttäuscht. Im Gegenteil, ich war überrascht, wie locker, leicht und sehr ansprechend Angelique Corse die BDSM-Szenen in eine einfallsreiche Geschichte verpackt hat. Erotik so angenehm zu verpacken schafft nicht jeder Autor.
Da es nur wenige Personen sind, die mir hier mit ihren Spielchen vorgestellt werden, habe ich mich schnell mit ihnen und ihren Eigenheiten und Vorlieben bekannt gemacht.
Ziel ihrer Reise nach Japan war es, neue Erfahrungen zu machen. Nicht ahnend, was da alles auf sie zukommen würde. Ihre Gefühle, die sie bändigen will, werden noch mehr aufgewirbelt. Egal ob Tag- oder Nachttraum – Kiara träumt sehr ausgiebig und real. Als Leser bin ich sehr nahe dran an diesen Träumen, die in kursiv dargestellt werden, und kann mit genießen.
Eine interessante Geschichte, die mich in die Welt von Bondage und SM mitnimmt und die ich sehr empfehlen kann.

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Ein spannender Ausflug nach Colorado

Im Bann der Yakuza | Erotischer SM-Roman von Angelique Corse

Auf der I-70 bei Aurora, Colorado liegt ein Toter. Captain David Hodges und sein Team vom Aurora Police Department warten noch auf den Bericht des Gerichtsmediziners, da stellt sich heraus: der Mann war schon tot, als er auf der Straße aufschlug. Mord? Selbstmord? Das ist die Frage, die David Hodges, Jacqui Monaghan, Samuel Alvarez und Saul Brendup nun als erstes klären müssen.

Als es einen zweiten Toten gibt, wird es richtig spannend...

Mir hat in diesem Fall gerade die Arbeit dieses mit sehr unterschiedlichen Ermittlern bestückten Teams sehr gut gefallen. Ich fand es interessant zu erfahren, wie so eine morgendliche Teambesprechung abläuft, dass die Vier nicht nur am aktuellen Fall arbeiten, sondern auch weitere offene Fälle nebenher bearbeiten müssen. Natürlich muss auch das Protokollieren sein.
Alle diese kleinen Infos über den Ablauf im Police Department hat Robert Lee Walker ganz selbstverständlich in den aktuellen Fall eingebaut. Es ist absolut nicht leicht, dahinter zu kommen, warum der Maler und Anstreicher Peter Spade sterben musste. Ganz viele kleine Puzzleteile führen hier zum endgültigen Ergebnis. Durch kleine Wendungen, bei denen ich von meiner Theorie des Täters wieder abgebracht wurde, ergibt sich eine Auflösung, mit der ich so nicht gerechnet habe.
240 Seiten aufgeteilt auf 45 teils sehr kurze Kapitel lassen zwischendurch auch mal kleine Pausen zu. Sie fachen auch die Spannung immer weiter an und machen das Geschehen sehr schnell.
Das Team wird durch viele kleine Beschreibungen, die immer wieder einfließen, vorgestellt und ergeben schließlich ein sehr gut vorstellbares Gesamtbild jedes Einzelnen. Hier bewundere ich vor allem David Hodges, mit welcher Ruhe und Gelassenheit er sein Team führt. Vielleicht kann ich das Team ja in der Zukunft noch näher kennenlernen.
Eine Frau, die nur einen kurzen Auftritt hat, ist mir besonders lieb geworden: Ms. Plummer. Diese kleine alte Dame bewundere ich auf der einen Seite. Auf der anderen Seite tut sie mir einfach nur sehr leid. Beim Lesen wird jeder wissen, was ich meine.

Ein verzwickter Fall mit interessanten Protagonisten und einem ausgeklügelten Ende, das mich sehr überrascht hat. Da dies der Auftakt zu einer neuen Krimireihe ist, freue ich mich schon, demnächst mehr vom Aurora Police Department und seinen Mitarbeitern lesen zu können.

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Allerbeste Unterhaltung

Die Spur des Schweigens von Fried Amelie

Die freie Journalistin Julia Feldmann lernt bei einer Produktvorstellung durch den Tritt eines Kameramannes auf ihren Fuß den sehr sympathischen Nachrichtensprecher Sebastian Bayer kennen. Aber sie, die es, warum fragt sie sich selbst, mit keinem Mann lange aushält, vergrault ihn schnell wieder. Durch einen neuen Auftrag, der sich mit der Me-too-Debatte beschäftigt, kommt sie an ein renommiertes Forschungsinstitut, an dem ihr Bruder Robert beschäftigt war, bevor er in Norwegen seit seinem letzten Urlaub als verschollen gilt.

Bei ihren Recherchen trifft sie auf den äußerst attraktiven Dr. Jens Höger, der von mehreren Frauen beschuldigt wird, sie sexuell belästigt zu haben. Durch Zufall kommt sie den Spuren ihres Bruders wieder nahe. Denn entgegen jeder Vernunft hat sie die Hoffnung ihn wiederzufinden nie aufgegeben…

Mit „Die Spur des Schweigens“ legt Amelie Fried einen sehr dicht gewebten Roman vor, bei dem es nicht nur um sexuelle Anmache und Gewalt an Frauen geht, sondern auch um das Verschwinden ihres Bruders Robert in 2007 und um das Thema Demenz, von der ihre Mutter Gitta betroffen ist. Auch die Probleme einer alleinerziehenden Mutter, hier ihrer Freundin Kathrin, werden eingeflochten. Probleme, die ausländische junge Menschen hier mit unserer Kultur haben, kommen ans Licht. Die Entwürdigungen und Hasskommentare in den sozialen Medien werden ebenfalls zum Thema gemacht. Genauso wie fragwürdige Wunder-Schlankheitsprodukte, die immer wieder angeboten werden.

Julia ist mir ab dem ersten Kennenlernen sehr sympathisch. Sie ist einfühlsam und zielstrebig, lässt sich nicht von ihrem einmal eingeschlagenen Weg abbringen. Sie ist aber auch irgendwie zerrissen, innerlich unsicher, manchmal leichtsinnig und macht Sachen, die ihr absolut nicht guttun. So stört mich z.B. ihr Alkoholkonsum hier etwas. Besonders ans Herz gewachsen sind mir auch ihre beiden Freundinnen Kathrin und Nina. Solch verlässliche junge Frauen, die immer für einen da sind, wenn man sie braucht, wünscht sich bestimmt jeder in seinem Freundeskreis. Durch Rückblicke ins Jahr 2007 lerne ich auch Robert kennen und bekomme immer neue Sequenzen aus seinem Leben geboten. Das macht auch ihn für mich real und vorstellbar. Alle Personen, die ich hier kennenlerne haben ihren ganz eigenen Charakter, ganz eigene Wesenszüge, Ecken und Kanten und ich kann sie mir sehr gut vorstellen.

„Die Spur des Schweigens“ ist so eine Geschichte, in der ich alles bekomme, was ich von einem guten Roman erwarte. Es macht mich wütend, wenn ich an Männer denke, die bis heute nicht verstanden haben, was NEIN bedeutet oder die sich am geistigen Eigentum Anderer vergreifen. Hier und da sind ein paar Tränen geflossen. Zusammen mit Julia habe ich mich aber auch bei verschiedenen Anlässen sehr freuen können und sie vor allem für ihre Durchhaltekraft und ihre Stärke bewundert.

Ein Buch, das mich spitzenmäßig unterhalten hat, das meine Emotionen hervor gelockt hat und von dem ich hoffe, dass es noch sehr viele Leser und Leserinnen finden wird.
Von mir bekommt es die vollen 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung.

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Schön, dass die jungen Detektive wieder da sind

Die Münsterland-Detektive / Ein falscher Hengst? von Anja Stroot

Da die Aufbauarbeiten auf dem Hof von Leonas Eltern wegen des Feuers im vergangenen Jahr noch nicht abgeschlossen sind, können dort im Moment noch keine Reiterferien stattfinden. Aber Jacky und Ben haben eine Tante mit einem Hotel in der Pferdestadt Warendorf. Und wahrhaftig hat Tante Erna noch Zimmer frei und nimmt Ben, Jacky, Leona, Gundula und Felix gerne bei sich auf.

Als die Fünf Warendorf erkunden, fallen ihnen 3 Männer auf, die einen komischen Eindruck auf sie machen.
Und damit beginnt für sie ein neuer Fall…

Mein kleiner Nachbarn Lenny und ich haben bisher alle Abenteuer der Münsterland-Detektive mit erlebt und uns sehr gefreut, dass es mit den Geschichten weiter geht.
Die 2. Staffel der Detektiv-Geschichten beginnt in der deutschen Pferdestadt Warendorf. Lenny findet es klasse, dass sogar der Bürgermeister der Stadt ein Vorwort schreibt.
Dann geht es mit der Geschichte auch schon los. Unter der Leitung von Ben, der seine Tante schon ein paar mal besucht hat, gehen Jacky, Leona, Gundula und Felix auf Stadtbesichtigung und treffen immer wieder ihren Zimmernachbarn mit zwei anderen Männern. Auch auf der Hengstparade treffen sie die Drei wieder und sehen, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zu geht. Puh, diesmal wird es richtig gefährlich für die Jungs und Mädels. Ob sie auch diesmal den Fall lösen werden?

Lenny fand auch die neue Geschichte wieder „richtig gut“. Und auch mir hat der Ausflug nach Warendorf in kindgerechter Sprache sehr gut gefallen. Der Fall ist in 8 Kapitel aufgeteilt, so dass man ihn auch gut als Gute-Nacht-Geschichte lesen kann. Aber da sie so spannend ist, werden die Kinder sie bestimmt in einem Rutsch durchlesen wollen – so, wie mein kleiner Freund.
Da die Geschichten alle in sich abgeschlossen sind, kann man die Kinderbücher von Anja Stroot auch sehr gut unabhängig voneinander lesen. Als Altersangabe wird hier ab 8 Jahren empfohlen. Ich denke, man kann sie aber auch schon 6-jährigen vorlesen. Sie eignet sich auch gut zum Lesen üben. Lenny und ich z.B. wechseln uns mit dem Lesen ab. So hat jeder etwas davon.

Nach dem Lesen kommt die „Arbeit“. Es gilt eine Detektivprüfung zu bestehen, 2 Geheimschriften zu entschlüsseln und ein Lesezeichen nach Anleitung zu basteln. Für Kinder, die noch keinen haben, gibt es auch noch einen „Münsterland-Detektiv-Ausweis“ zum selber machen.

„Ein falsche Hengst?“ ist der erste Band einer neuen Staffel und Lenny und ich freuen uns schon sehr auf den hoffentlich bald erscheinenden neuen Fall mit den Pferdefreunden Jacky, Ben, Leona, Gundula und Felix.

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Sehr spannend und interessant

Helle und der falsche Prophet von Arendt Judith

Ende Oktober in Südfrankreich: Kriminalkommissarin Helle Jespers genießt ihren Urlaub mit ihrem Mann Bengt und dem Familienhund Emil und hängt Urlaubserinnerungen nach, als sie einen Anruf bekommt. Die 19-jährige Merle Brandt, die enge Kinder- und Jugendfreundin ihres Sohnes Leif ist mit Bade- und Neoprenanzug bekleidet tot am Meeressaum bei Klitmarken angeschwemmt worden.

Von ihrem Surfboard fehlt jede Spur. Es stellt sich heraus, dass sie an einer Tankstelle in den Bus eines jungen Paares gestiegen ist, die aus einer obskuren Sekte geflohen sind. Nach ihnen wird nun gefahndet. Haben die Beiden etwas mit Merles Tod zu tun? Oder steckt da etwas ganz anderes dahinter?

Nach „Helle und der Tote im Tivoli“ und „Helle und die kalte Hand ist dies der 3. Fall, den ich mit der eigensinnigen, mir sehr sympathischen Kommissarin Helle Jespers gelöst habe. Auch wenn man die ersten beiden Bände nicht kennt, hat man als Leser keine Schwierigkeiten dem Lesestoff zu folgen. Mir persönlich macht es mit jedem Band mehr Spaß, da ich die Entwicklung der Personen, die immer wieder vorkommen, sehr gut begleiten kann.

In der vorderen Buchklappe bekomme ich einen Kartenausschnitt vom Norden Dänemarks mit den wichtigsten Städten, denen ich in der Geschichte immer wieder begegne.

Mir hat auch dieser Fall wieder sehr gut gefallen. Vielleicht auch deshalb, weil Helle die junge Merle durch ihren Sohn Leif sehr gut kannte und somit emotional noch mehr in diesen Fall involviert war. Sie, die taffe Ermittlerin, bei der sich dadurch, dass die Kinder aus dem Haus sind, einiges verändert hat, macht sich über ihre Zukunft Gedanken. Sie, die sich in dienstlichen Belangen nicht gerne etwas sagen lässt, am liebsten immer mit dem Kopf durch die Wand will und sich von ihrer Vorgesetzten hin und wieder auf den Boden holen lassen muss. Die aber auch ein untrügliches Gespür für Zusammenhänge und damit auch Erfolg bei ihren Nachforschungen hat.

In diesem Fall haben mir die Einblicke in das Leben einer Sekte und in die kruden Gedanken des Sektenführers sehr gut gefallen. Ich mag es kaum glauben, dass es Menschen gibt, die das Wilde, das Böse, das Unwiderstehliche, das Magnetische in sich vereinen und Richter, Henker und Waffe in einer Person „spielen“. Noch unglaublicher finde ich, dass es Menschen gibt, die sich von solchen Individuen ihre Persönlichkeit rauben lassen und wie treue Schafe hinter ihnen her ziehen. Aber leider liest man auch heute immer mal wieder davon, dass es so was im realen Leben gibt. Hier finde ich dieses Thema sehr nachvollziehbar und glaubhaft ausgearbeitet.

Sehr schnell war ich mir sicher, hinter die Kulissen des Falles geblickt zu haben und zu wissen, in welche Richtung der Fall gehen wird. Meine Richtung war schon ganz gut, nur habe ich die für mich überraschenden Wendungen, derer es hier einige gibt, nicht vorhersehen können.

Ein sehr spannender Fall mit sympathischen Protagonisten und einem Ende, bei dem bei mir ein paar Tränchen geflossen sind.

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10 sehr unterschiedliche Geschichten

Geile Wunder | Erotische Geschichten von Brooklyn Collins

In ihrem Buch „Geile Wunder“ unterhält mich Brooklyn Collins mit 10 erotischen Geschichten:

Da ist z.B. Florence, die über ihren Vater und später über ihren Chef mit den Freuden der Bestrafung bzw. dem Entgegennehmen einer Strafe bekannt gemacht wird. Hierin findet sie bis ins hohe Alter ihren Gefallen.

Vera, deren Glück jeden Freitag die Trommeln aus ihren Musikboxen, ihr Wodka aus der schwarzen Flasche und Roberto auf ihrem Monitor ist.
Patricia, die bei einem Unwetter Oscar und Thomas und deren harte Männlichkeit kennenlernt.
Rita, die einem fremden Mann ins Hotel folgt und ein Vorbild für ihre Enkelin Franziska wird.
Die Orgie, die Emma, Matthew, Jakob und Amelia ist nicht so viel mein Fall.
Geoffreys Wunsch an Ilona – ich kann verstehen, dass sie es nicht mag. Mary dagegen seht. So unterschiedlich sind die Vorlieben.
Olivia, die von einem unbekannten Mann träumt
Greg und Conny, die Chopin zusammen bringt und die einmal rund um den Erdball mit den verschiedensten Menschen zusammen kommen.
Arthur, der durch seinen gleichnamigen Onkel zum Schlossherrn wird und durch eine Agentur die unterschiedlichsten Menschen kennenlernt.
Zu guterletzt Manson, der jeden Tag London unsicher macht und nicht genug bekommt.

Aber alle diese Geschichten solltet ihr selbst lesen.
Brooklyn Collins versteht es, den Leser in eine erotische Welt der Gefühle und der Lust mitzunehmen. Durch die verschiedenen Personen, die unterschiedlichen Orte an denen dies alles passiert, wird es nie langweilig. Im Gegenteil – jede einzelne Geschichte macht Lust sich selbst der Liebe hinzugeben und vielleicht sogar das ein oder andere Szenario in die Tat umzusetzen. Es ist für jeden Geschmack etwas dabei.
Als Zuckerl gibt es noch einen Code über den der Leser eine weitere Geschichte im Internet lesen kann.
Viel Spaß dabei.

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