Kunden em pfehlungen
Rezensionen von peppi:
Anita Berber
Der ewige Tanz von Steffen Schroeder
In seiner Romanbiografie "Der ewige Tanz" schreibt der Autor Steffen Schroeder über die Tänzerin und Schauspielerin Anita Berber.
Ihr war nur ein kurzes, aber sehr intensives, Leben vergönnt.
Der Roman spielt im Jahr 1928 . Anita Berber liegt im Bethanien-Krankenhaus in Berlin-Kreuzberg und schaut auf ihr bewegtes Leben zurück.
Obwohl sie erst 29 Jahre alt ist, ist ihr klar, dass dies ihre letzte Station sein wird. Sie hat ihrem Körper alles abverlangt. Es gab immer wieder Alkohol-, Drogen- und Gewaltexzesse, sowie wechselnde Liebschaften mit Männern ebenso wie mit Frauen . Sie war dreimal verheiratet. Aber ihre Skandale lockten das neugierige Publikum in Scharen an.
Dieser Roman bietet einen Einblick in die schillernde und auch tragische Welt von Anita Berber, die in den 1920er Jahren eine der bekanntesten Tänzerin war.
Leseempfehlung!
Anna Maria della Pietà
Die Melodie der Lagune von Harriet Constable
"Die Melodie der Lagune" von Harriet Constable ist eine fiktive Geschichte, inspiriert vom wahren Leben der Anna Maria della Pietà .
Die im Jahr 1696 in Venedig geborene Anna Maria lebte im Ospedale della Pietà , einem Waisenhaus an denen begabte Mädchen musikalisch ausgebildet wurden.
Im Alter von acht Jahren wurde man auf ihre musikalischen Fähigkeiten aufmerksam. Sie erhielt Unterricht im Geigenspiel beim Musikdirektor der Schule, Antonio Vivaldi. Die Autorin bezieht sich auf die Vermutungen, dass die Mitglieder der figlie di coro an Stücken von Vivaldi mit komponiert haben, so lässt sie Anna Maria Stücke von Vivaldi komponieren. Eine Tatsache, die Vivaldi mit allen Mitteln versuchte geheim zu halten.
Ein wunderbares historisches Buch, das mich anders auf die Werke von Vivaldi blicken lässt.
Dieses Buch erhält meine unbedingte Leseempfehlung!
Familiendrama
Die Garnett Girls von Georgina Moore
Dieses bewegende Familiendrama der Autorin Georgina Moore spielt auf der Isle of Wight. Ich kenne diese Insel in Großbritannien nicht, aber durch die großartigen Beschreibungen der Autorin fühle ich mich, als hätte ich bereits viele herrliche Sommer an den Stränden der schönen Isle of Wight verbracht.
Es ist die Geschichte der Schwestern Rachel, Imogen und Sasha und ihrer charismatischen Mutter Margo.
Margo hat ihre große Liebe Richard , den Vater ihrer Töchter, verloren. Durch diesem Verlust ist auch in Margo etwas zerbrochen. Sie zieht sich eingehüllt in ihrer Trauer zurück und überlässt ihre Kinder sich selbst. Freunde und Familie helfen ihnen über diese schwere Zeit.
Später schafft sich Margo eine Welt aus Partys und Affären. Während ihre Töchter sich mit ihren eigenen Problemen und ihrer Vergangenheit herumschlagen.
Ein Buch, das ich gern empfehle.
schonungslos ehrlich
Das Lieben danach von Helene Bracht
In ihrem Buch "Das Lieben danach" erzählt die heute siebzigjährige Helene Bracht sehr offen und auch schonungslos von dem sexuellen Missbrauch, den sie als Kind von dem Untermieter ihrer Eltern erfuhr und wie diese Erfahrung ihr ganzes Leben beeinflusst hat.
Sie zeigt deutlich die die langfristigen Folgen des Missbrauchs, die erst viel später im Erwachsenenalter von ihr erkannt wurden.
"Die Geschichte erschien mir viele Jahre lang gänzlich unerheblich."
Zunächst brachte sie ihr Verhalten in ihren Beziehungen nicht in einen Zusammenhang mit dem Missbrauch. Erst viel später erkennt sie , dass ihr Handeln durch den Missbrauch beeinflusst wird.
Helene Bracht ist Psychologin, das gibt ihr die Möglichkeit ihr Verhalten genau zu analysieren.
Ich finde , das es ein wichtiges Buch ist, welches die Leser auf unterschiedlichen Ebenen erreicht und berührt.
Zweite Chance
Luzie in den Wolken von Charlotte Lucas
Die Autorin erzählt in ihrem Buch "Luzie in den Wolken" die Geschichte von Miriam, einer junge Frau und Mutter, die vor vier Jahren ihren Mann verlor. Tapfer versucht sie sich und ihre siebenjährige Tochter Luzie mit ihrem Second Hand Shop für Kinderbedarf über Wasser zu halten.
Aber Luzie wünscht sich einen Vater, so wie ihn alle anderen Kinder auch haben.
Neben Miriam kommt ihm Buch der ausgebrannte Schriftsteller Gabriel Bach zu Wort. Als er einen Luftballon von Luzie findet, an dem eine Karte mit dem Wunsch nach einem Vater, hängt, kommt ihm eine spontane Idee, die sein Leben und das von Miriam und Luzie ziemlich durcheinander wirbelt.
Die Geschichte ist berührend. Aber ich fand sie oft ein wenig überzogen und ehrlich gesagt auch recht unrealistisch. An manchen Stellen hatte ich das Gefühl, dass es etwas zu viel wird. Beispielsweise, dass Gabriel noch ein Verhältnis mit der Reporterin hatte, die einen Artikel über den Laden schreiben wollte.
Zwei Frauen
Halbe Leben von Susanne Gregor
Die Geschichte erzählt von zwei Frauen im gleichen Alter, deren Leben aber völlig unterschiedlich verläuft.
Einmal haben wir Klara, eine erfolgreiche Partnerin im Immobilienbereich, die in Österreich mit Mann, Tochter und dementer Mutter Irene lebt.
Die andere Hauptperson des Romans ist Paulina, eine Slowakin, die als Pflegekraft für Klaras Mutter arbeitet.
Die Autorin zeigt deutlich, wie Klara und ihr Ehemann die Pflegekraft immer mehr beanspruchen. natürlich liegt immer ein Umschlag mit ein paar Scheinen bereit, wenn zusätzliche Aufgaben anfallen. Aber Paulina ist auch eine Mutter von zwei Söhnen, die sie während ihrer vierzehntägigen Abwesenheit bei der Schwiegermutter lässt. Paulina merkt, dass sie sich immer mehr von ihnen entfremdet. Sie fühlen sich von ihrer Mutter allein gelassen.
Während Klara bestärkt durch die Hilfe ihrer "Slowakischen Perle", dem Wunsch ihres Manne nach einem zweiten Kind endlich nachgibt.
Lesenswert !
Martas Geschichte
Rückkehr nach Budapest von Nikoletta Kiss
Nikoletta Kiss erzählt in ihrem Roman "Rückkehr nach Budapest" die Geschichte von Marta.
Es ist die Vorwendezeit des Sozialismus, Anfang der 1980er Jahre. Marta lebt mit ihrer deutschen Mutter und dem ungarischen Vater in Ungarn. Nachdem die Mutter die Familie verlassen hat wird auch für Marta die häusliche Situation zu viel.
Kurz entschlossen verlässt sie ihren Freund und den stark alkoholkranken Vater . Bei der Familie ihrer Cousine Theresa in Ostberlin findet sie einen Unterschlupf. Marta und Theresa lernen einige revolutionäre Menschen kennen, die sich für freie Literatur im Osten engagieren. Unter ihnen ist der junge Schriftsteller Konstantin, von dem beide Frauen fasziniert sind. Seine Wahl fällt auf Theresa. Als diese verhaftet wird kommen sich Marta und Konstantin näher. Marta ist hin und hergerissen zwischen Leidenschaft, Verrat und ihrer Schuld.
Spannend und emotional ! Meine Leseempfehlung!
Frauen und Gewalt
Sing mir vom Tod von Ivy Pochoda
" Sing mir vom Tod" von Ivy Pochoda erinnert mich an die Fernsehserie "Orange is the new Black".
Ausgangspunkt ist ein Frauengefängnis. Die Hauptpersonen sind Florence Baum genannt Florida und Diosmary Sandoval, die Dios genannt wird. Während Florida, die aus einem reichen Elternhaus stammt, versucht ihre Schuld möglichst klein zu reden, versucht Dios, die aus ärmeren Verhältnissen kommt und intelligent ist, ihre dunkele Seite allen zu zeigen.
Als beide auf Bewährung entlassen werden, hängt sich Dios an Florida. Sie will ihr beweisen, dass auch in ihr die Dunkelheit lebt.
Im zweiten Teil lernen wir die Ermittlerin Lobos und ihren Partner kennen, die auf der Jagd nach den Frauen sind, die inzwischen eine blutige Spur hinterlassen haben.
Ein interessantes und spannendes Buch, das zeigt, dass nicht nur Männer aggressiv und gewaltbereit sein können.
Meine Leseempfehlung!
plötzlich alles anders
Blumen im Schuh von Annette Spratte
Der Roman "Blumen im Schuh" von Annette Spratte ist eines jener Bücher, die man , wenn man sie einmal angefangen hat, nicht mehr aus der Hand legen kann.
Die Autorin erzählt, auf eine sehr angenehme Art und Weise, die Geschichte von Elisabeth.
Kurz vor der Silberhochzeit muss sie feststellen, dass ihr Ehemann, den sie all die Jahre bemuttert und versorgt hat, sie betrügt.
Ausgerechnet bei der von ihrem Mann ungeliebten Schwester findet sie einen Unterschlupf. Obwohl die beiden Frauen völlig unterschiedlich sind, werden sie zu Freundinnen. Der etwas chaotische und unkonventionelle Lebensstil der Schwägerin, scheint Elisabeth, die eher konservativ ist, richtig gut zu tun. In dem offenen Haus findet sie Menschen, die sie verstehen und unterstützen. Rückblickend muss sie erkennen, dass sie von ihrem Mann regelrecht ausgenutzt wurde und das sie einen Neuanfang wagen muss.
Tolles Buch, dass man lesen sollte !
zweite Heimat
Barfuß in Tetas Garten von Aline Abboud; Nana Heymann
Der Vater der Autorin Aline Abboud, die viele sicherlich als Mitglied des Tagesthementeams in der ARD kennen, ist Libanese und die Mutter eine Ostberlinerin. In ihrer autobiografischen Erzählung lässt sie den Leser an ihren Erlebnissen zwischen den Kulturen teilhaben.
In den Sommerferien war für die kleine Familie oft der Libanon das Reiseziel.
Frau Abboud gibt uns einen anderen Blick auf den Libanon, als wir ihn bereits aus den Nachrichten haben. Es ist wie eine kleine Liebeserklärung an das Land und seine Leute. Besonders herzlich erzählt sie von ihren Großeltern und den zahlreichen Cousins und Cousinen, mit den sie eng verbunden ist. Man kann nachvollziehen, welche Angst sie um ihre Familie haben muss, wenn Schreckensnachrichten aus dem Libanon kommen.
Mit ihrem Buch hat mir Aline Abboud einen anderen Blick auf den Libanon ermöglicht.
Meine Leseempfehlung!











