Kunden em pfehlungen
Rezensionen von signalhill:
Rezepte sind sehr tofu- und lupinenlastig
Die geheime Kraft des Fettstoffwechsels von Marion Kiechle; Julie Gorkow
"Die geheime Kraft des Stoffwechsels" von Marion Kiechle und Julie Gorkow kommt gerade richtig für die guten Vorsätze im neuen Jahr, daher sicher auch das Erscheinungsdatum direkt am 4. Januar! Mit vielen Informationen ist dieser große Ratgeber gespickt, aber mich interessieren immer besonders die Rezepte zum Thema.
Leider wird hier so viel mit Tofu gekocht, dass man sich schon überlegen muss, wie man diesen ersetzt. Auch Lupinen und Seitan haben hier einen großen Platz bekommen. Wer also gern mit Lupinen, Seitan und Tofu kocht, hat hier ein tolles Kochbuch. Wer diese Lebensmittel nicht so mag, kann überlegen, wodurch er sie ersetzen kann, zumindest manchmal.
Der Informationsteil umfasst rund 115 Seiten und ist abwechslungsreich und gut lesbar. Es gibt Fotos, Diagramme, Tabellen, Bilder. Was mir gut gefällt, ist, dass Rezept- und Informationsteil ganz klar durch Farben voneinander getrennt sind.
Man muss den Informationsteil auch nicht chronologisch lesen. Man kann gut das eine oder andere Kapitel lesen, das einen besonders interessiert. Vieles weiß jeder schon, der sich für Gesundheit (und Krankheit) interessiert. Für mich persönlich war der neue Informationsgehalt eher gering, aber dennoch ist es gut, mal wieder an die eine oder andere Tatsache erinnert zu werden.
Inhalte wie "Fettfallen und ihre Alternativen" sind schön gestaltet, aber fast schon banal, aber vielleicht gibt es ja auch noch Leser und Leserinnen, die nicht wissen, dass man tierische Fette durch pflanzliche Öle oder Nudeln aus Weißmehl durch Vollkornnudeln ersetzen sollte. Möglicherweise ist das Buch auch eher an den Ernährungsanfänger gerichtet, denn vieles - so habe ich das Gefühl - weiß wirklich schon jeder
Mein Fazit ist also, dass das Buch nichts wirklich Neues bringt, aber mal wieder einiges auf den Punkt bringt. Die Rezepte kann man hin und wieder kochen oder etwas abändern. Insgesamt ist dies aber ein schöner Ratgeber für ein gesünderes Leben.
Ein wunderbares Buch mit einem Aber...
Nordstern - Der Ruf der freien Pferde von Karin Müller
Zuerst hatte ich mich in das Cover von Karin Müllers "Nordstern - Der Ruf der freien Pferde" verliebt. Aber auch die Idee, das Schicksal der deutschen Frauen, die nach dem Krieg nach Island gingen, um ein besseres Leben in dieser doch eher kargen und harten Welt anzufangen, in einem Kinderbuch zu verarbeiten, finde ich sehr gut.
Erzählt wird die Geschichte der 14jährigen Erla, die mit ihrer Mutter nach Island fahren kann, weil sie schon als Arbeitskraft durchgeht. Während die Neuankömmlinge herzlich begrüßt werden, bemerkt Erla schon besondere Kräfte, die in ihr schlummern...
Als dann doch nicht alles so toll wird, wie Erla gehofft hat, da gibt es immerhin noch die Pferde, die doch nicht so groß sind, wie die Mutter sich vorgestellt hat (es ist so witzig aus heutiger Sicht, was sie sich alles vorgestellt hat) und Erlas besondere Gabe.
Das Buch bringt Fantasie, Magie und zieht den Leser/die Leserin in einen Sog. Dennoch muss ich einen Stern abziehen, wegen des abrupten Endes, das den Leser dazu bringen soll, unbedingt den nächsten Teil zu kaufen. Ich denke, auch Bücher einer Reihe sollten befriedigend abschließen und dennoch Lust auf mehr machen. Ich habe schon einmal ein Buch gelesen, das ein komplett offenes Ende hatte. Aus Protest habe ich bewusst den 2. Teil nicht gelesen. MIt "Nordwind" hatte ich viel Spaß, quasi bis zum Ende...
Bleibt spannend
Aus dem Schatten des Vergessens von Martin Michaud
Ein verregnetes Herbstwochenende hat mir schöne Lesestunden mit Martin Michauds "Aus dem Schatten des Vergessens" beschert, einem langen Roman mit über 630 Seiten. Ich habe mich gefreut, endlich wieder einmal einen Kanada-Krimi lesen zu können, da mich mit dem Land viel verbindet und ich die Mentalität der Kanadier einfach gern mag.
Auch die Schauplätze des Romans wecken Erinnerungen.
Der Krimi beginnt mit vielen Handlungssträngen, die ich erst sehr verwirrend fand, und die kurzen Kapitel, die ich sehr mag, halfen mir auch nicht dabei, gleich folgen zu können, da sich die Szenerie immer wieder ändert. Der Klappentext half erst einmal sehr, über den Anfang hinweg zu kommen.
Dann wird es richtig spannend, denn der Autor enthüllt häppchenweise peu à peu, und das macht Spaß. Man sollte aber mit dem Lesen dran bleiben. Wer immer mal ein Kapitel des Romans liest, wird bald abgehängt sein.
Insgesamt hätte der Krimi auch etwas kürzer sein können, um das Geschehen dichter zu machen. Die üblichen 400 Seiten hätten diesem Roman sicher auch gereicht.
Ich mag das so verschieden Ermittlerpaar Victor Lessard und Jacinthe Taillon, obwohl sie keine uneingeschränkten Sympathieträger sind. Doch Ecken und Kanten sind gut für den Roman, vor allem, da es noch Folgebände geben wird.
Der Autor schreibt sehr gut, kann aber noch an den Längen feilen. Tut er das, so würde ich auch gern den nächsten Victor-Lessard-Band lesen.
Frisch, aber nicht für jeden Tag
super fresh von Donna Hay
Endlich gibt es wieder ein neues Kochbuch von Donna Hay mit dem Titel "super fresh - Schnelle und frische Gerichte für jeden Tag". Das Buch ist durchweg in ganz dunklen Farben gehalten und besticht gleich durch ein zwar eher unauffälliges Cover, aber innen durch sehr tolle Fotos.
Ich möchte gern - wenn möglich - immer sehr frisch kochen und suche neue Inspirationen.
Donna Hay kenne ich bereits aus vorherigen Kochbüchern. Daher habe ich mich sehr auf dieses Buch gefreut. Was mir wichtig ist, sind neue Ideen und Geschmackserfahrungen, ebenso aber auch einen alltagstaugliche Küche auch für Vollzeitbeschäftigte sowie eine relativ schnelle Küche. Aber das Buch hält nicht alles, was es verspricht.
Die Ideen für neue Rezepte finde ich super, denn vieles ist für mich wirklich neu, z.B. Blumenkohl-Reis-Bowls oder Minz-Brokkoli-Bowls. Damit hat das Buch schonmal bei mir gepunktet. Ich habe schon gekocht und finde einiges sehr lecker.
Die Rezepte selbst finde ich aber eher nur gut fürs Wochenende oder sogar für Gäste. Daher finde ich den Titel etwas irreführend. Ich finde nicht, dass dies Rezepte für jeden Tag sind, denn die Zutaten sind z.T. eher ausgefallen, und die Rezepte selbst auch. Ein Rezept wie "Ahorn-Teriyaki-Lachs mit Soba-Nudelsalat" inklusive Zuckerschoten und Zuckererbsen beschert mir einen wohldurchdachten oder auch längeren Einkauf und ist etwas so Besonderes, dass ich es nicht mal schnell abends nach der Arbeit kochen würde. Aber das muss jeder selbst entscheiden.
Dieses Rezept z.B. sieht aus, als ob es blitzschnell bereitet wäre. Das liegt aber daran, dass die Arbeitsschritte nicht als Arbeitsschritte genannt werden, sondern bei den Zutaten erwähnt werden (z.B. "Sobanudeln, gegart"). Das ist unpraktisch und verschleiert auch, dass man doch einige Zeit für die Vorbereitung aller Zutaten benötigt. Zeiten sind aber auch nicht angegeben, und so sind die Rezepte zwar hübsch, aber nicht praktisch und überhaupt nicht übersichtlich, präsentiert.
An den Rezepten gefällt mir aber gut, dass sie ohne viele Extrazutaten auskommen und daher wirklich super fresh sind. Das Buch ist für mich ein Kochbuch für das besondere Kochen am Wochenende oder mit Gästen.
Dystopischer Thriller
Paradise City von Zoë Beck
Dystopischer Thriller
Den dystopischen Thriller "Paradise City" von Zoe Beck habe ich recht schnell durchgelesen. Überzeugt hat er mich dennoch nicht, da er vielleicht zuviel will. So ist man eher hin- und hergerissen. Der Titel selbst ist jedoch prägnant und gut gewählt.
Das Thema des Romans ist eigentlich schon fast etwas abgedroschen: Wir befinden uns in der Zukunft, und alles soll perfekt sein - Krankheiten sind überstanden, es gibt totale Überwachung wie in den meisten Dystopien, und Frankfurt ist die Megacity schlechthin geworden.
Viele weitere Entwicklungen werden angedeutet, bleiben aber eher im Dunkeln. Die Seitenzahl des Buches erlaubt auch nicht, alles weiter auszuführen. So hätte sich die Autorin also entweder für mehr Seiten oder weniger Gegebenheiten entscheiden sollen.
Das neue Leben entspinnt sich um die Protagonistin Liina (der Name ist eher holprig in der Schreibweise und erinnert mich an eine Finnin), die in der Uckermark einen befremdlichen Fall lösen soll, dann aber in einen Komplott hineingezogen wird. Der Roman war auch spannend, aber ebenso auch diffus und undurchsichtig. Vieles wird angedeutet oder ist einfach so.
Als Fazit kann ich sagen, dass hier einfach weniger mehr gewesen wäre und dann auch ein toller Roman dabei heraus gekommen wäre. So kann ich aber leider nur 3 Sterne vergeben.
Besonders der Bauernhofteil hat mir gut gefallen
Kinder backen mit Christina von Christina Bauer
Der Titel des Buches "Kinder backen mit Christina" hat mir von Anfang an nicht gefallen, denn einerseits sollte man keine Kinder backen, andererseits kauft man dieses Buch in dem Glauben, ein Kinderbackbuch zu erhalten. Dabei ist das Buch viel mehr und sollte daher einen anderen Titel tragen.
So hat mich "Kinder backen mit Christina" in erster Linie wegen der Rezepte interessiert. Es stellt sich aber heraus, dass ich die Rezepte z.T. gar nicht mal so toll, zum anderen auch etwas unnötig finde (z.B. Joghurt herstellen oder Butter, da man das mit Kindern sowieso macht). Noch dazu sind das hier gar nicht alles Backrezepte.
Fünf Sterne bekommt das Buch von mir vor allem aber wegen der tollen Schilderungen der Kinder auf dem Bauernhof. Hier gibt es keine Geschichten, wie das Cover verspricht, sondern die Realität aus der Sicht der Kinder. Zugegeben, da wird der Bauernhof zu etwas ganz Tollem vielleicht etwas verklärt, denn in erster Linie ist hier ja harte Arbeit gefragt, aber wunderbar sind diese Texte.
Schön finde ich auch, dass andere Kinder sehen, wie toll die Kinder der Autorin hier mithelfen. Und wer keinen Bauernhof hat, lernt hier, dass er/sie dennoch selbst etwas anbauen kann.
Die Bilder sind auch sehr ansprechend, wobei alle Fotographierten oft Markenklamotten tragen, die ich eher nciht so gezeigt hätte. Auf jeden Fall kommt ganz viel Spaß dabei rüber.
Von den Rezepten gefallen mir besonders die Brot- und Brötchenrezepte und die Idee, dass auch Kinder schon (Erdbeer-)Marmelade machen können. Wenn die Kinder mit ihrem ersten Backbuch erst einmal Lust auf Kochen und Backen bekommen haben, bleiben sie sicher dabei. Daher ist dieses Buch auch ein tolles Geschenk für Kinder als erstes Backbuch, auch wenn die Eltern noch helfen müssen.
Nur was man kennt, kann man schützen!
Wieso? Weshalb? Warum? Band 52 - Alles über Bäume von Susanne Gernhäuser
Nur was man kennt, kann man schützen!
Nachdem ich den Europa-Atlas aus der Reihe "Wieso-Weshalb-Warum" im Ravensburger Verlag gelesen habe, habe ich mir auch "Alles über Bäume" aus der gleichen Reihe besorgt. Auch in diesem Buch gibt es die bekannten Teile zum Aufklappen und Entdecken.
Der Wald liegt mir besonders am Herzen, und ich finde, das Verständnis der Kinder und die Kenntnis unserer heimischen Wälder ebenso wie fremder Wällder (z.B. Regenwald) muss unterstützt und gefördert werden. Nur dann werden auch unsere Kinder noch Wälder haben.
Ich mache viel mit Kindern direkt im Wald, aber "Alles über Bäume" erklärt einfach viel sehr anschaulich und nicht zu oberflächlich, wie es eben im Rahmen der wenigen Seiten möglich ist. Besonders der Teil über den Regenwald hat mir gut gefallen.
Die Bilder sind wunderschön und gleichzeitig lehrreich, und es gibt immer viel zu entdecken. So finden Kinder wie Erwachsene Spaß und Information in diesem tollen Sachbuch. Ich werde noch weitere tolle Bände aus der Reihe bestellen.
Das Schicksal Südtirols
Ich bleibe hier von Marco Balzano
Das Schicksal Südtirols
Ich habe schon einige Romane über das Schicksal Südtirols und seiner Bewohner in und nach dem 2. Weltkrieg gelesen. Doch dieses entscheidende Kapitel der Region ist vielen nicht bekannt; daher ist Marco Balzanos historischer Roman "Ich bleibe hier" umso wichtiger.
Dabei sind seine Figuren fiktiv, aber der Lauf der Geschichte und das Schicksal der Menschen ist ja historisch, die Versprechungen auf ein besseres Leben im Osten, die Umsiedelung, das Misstrauen der Dagebliebenen und der heimliche Deutschunterricht, der ein Stück Identität der Südtiroler sicherte und doch für die Lehrerinnen so gefährlich war.
Trina hat große Ziele und Träume, bevor die Südtiroler gezwungen werden, entweder auszuwandern oder ihre Identität komplett abzulegen. Ein Stauseeprojekt bringt das ganze Dorf in Gefahr, und was daraus wird, zeigt ja nicht nur das Coverfoto des Romans.
Der Schreibstil ist eher neutral und sachlich, so dass ich noch in der Mitte des Buches dachte, dass noch kaum etwas passiert ist, aber das stimmt natürlich nicht. Es passieren ja schlimme Dinge, aber man kann relativ emotionslos lesen. Ist dies der Schreibstil des Autors, oder soll er gar die Mentalität der Südtiroler widerspiegeln?
Insgesamt ist "Ich bleibe hier" ein wichtiger Roman, der wieder einmal den Focus auf das Schicksal der Südtiroler lenkt. Daran wird man denken, wenn man wieder einmal Urlaub in Südtirol macht.
Muss man nicht gelesen haben
Die Perlenfarm von Liza Marklund
Muss man nicht gelesen haben
Liza Marklunds "Die Perlenfarm" erschienen im List-Verlag, ist ein wunderschönes Buch, das im Buchladen auch meine Aufmerksamkeit bekommen hätte. Vielleicht sollte die bekannte Autorin aber doch lieber in Schweden bleiben, denn dieser Roman ist ganz sicher nicht einer ihrer besten.
Zu verwirrend ist die Handlung, und so kann man sich diesen Roman eigentlich sparen.
Mit dem Schiffbruch des Europäers Erik in der Südsee und einer sich anbahnenden Romanze mit der Perlenfischerin Kiona startet der Roman spannend und zugleich ein wenig geheimnisvoll. Mit Eriks Verschwinden von der Insel startet eine Jagd durch die ganze Welt, ein Roadtrip sozusagen, der leider nicht so spannend ist wie er klingt. Zu sehr verzettelt Kiona sich in Gedanken über alles Mögliche, zu verwirrend die ist die Handlung im Jetzt und in Rückblicken.
Weil das Buch nicht so fesselnd ist, legt man es gern öfters weg. Dann wird es aber wirklich sehr schwierig, wieder hinein zu finden. Oft ist es auch langatmig, und ich konnte mich nicht sehr mit den Personen anfreunden. Man kann diesen Roman lesen, muss man aber nicht. Man darf auch keine Liza Marklund erwarten, wie man sie sonst kennt. Man kann auch einfach die Krimis von ihr lesen. Dieses Buch ist ja auch nicht als Kriminalroman, sondern nur als Roman deklariert.
Großformatige Kindergeschichte und Sachbuch
Expedition Natur: WILD! Die Wildkatze von Annett Stütze; Britta Vorbach
Großformatige Kindergeschichte und Sachbuch
Das Tierbuch "Wild! Die Wildkatze" von Stütze und Vorbach in Zusammenarbeit mit dem BUND ist viel größer, als ich gedacht hatte. Das macht es natürlich für die Kleinen besonders interessant. Auch das Format einer fiktiven Geschichte um die Wildkatze und einen Sachteil mit vielen Wildkatzeninformationen ist mir neu.
Erst einmal möchte ich einen Blick auf das Cover werfen. Die Augen der Katze glänzen, so dass sie einen anzuschauen scheint. Das Cover wird damit sehr lebendig und erinnert an die Augen einer Katze bei Nacht.
Die Geschichte um die Wildkatze ist gar nicht mal so fiktiv. Sie ist aus dem Leben einer echten Wildkatze gegriffen. Spannend ist sie aber auch, denn die Wildkatze verliert eines ihrer Jungen. Alles bleibt aber realistisch, auch die wunderschönen Zeichnungen. Die Geschichte um die Wildkatze bietet einiges an Lese- oder Vorlesestoff.
Der Sachteil ist sehr abwechslungsreich gestaltet, mit Fotos, Karten, Einschüben, einem "Wildkatzenausweis" und vielem mehr. Die Mischung, also das Gesamtpaket, gefällt mir sehr. Das Buch kommt damit auf über 90 voll gepackte Seiten und macht kleine Forscher zu Wildkatzenexperten.
Das Buch ist rundum gelungen, und nun möchte ich gern den anderen Band, "Wild! Der Steinkauz" auch lesen. Ich hoffe, dass es bald noch weitere Bände gibt!











