Kunden em pfehlungen
Rezensionen von signalhill:
Muss für den deutschen Markt angepasst werden
Simply Clean für ein gesundes Zuhause von Becky Rapinchuk
Muss für den deutschen Markt angepasst werden
"Simply Clean für ein gesundes Zuhause" von Becky Rapinchuk habe ich mir als Wunschbuch bestellt. Leider hat mich das Buch sehr enttäuscht. Man hätte dies viel besser machen können. Dabei hatte ich mir die Website der Autorin angeschaut, und ich fand da bereits, dass die Autorin direkt putzsüchtig ist, aber mir gefällt der amerikanische Stil des Listenmachens und die Hilfe bei den Vorgehensweisen zwecks Checklisten.
Auch das Vorgängerbuch der Autorin hatte ich sehr interessant gefunden beim Anschauen des Inhaltes und der Leseprobe.
Hält man nun das neue "Simply Clean"-Buch in der Hand, fällt schon auf, dass das Layout trotz des hochwertigen Papiers eher an eine universitäre Examensarbeit erinnert. Von der Sprache her fühlt man sich wie ein Kind bevormundet "Wir haben die Giftstoffe identifiziert.... Wir haben einige bessere Alternativen kennen gelernt..." Wieso eigentlich wir?
Auch die Übersetzung lässt eher zu wünschen übrig. Man erkennt meist genau den amerikanischen Satz, der 1:1 übersetzt wurde. Das passt aber durchaus nicht immer gut.
Zum Inhalt: Dieser ist in zwei Sätzen zusammengefasst: Man sollte - laut Rapinchuk - seine alten Mittel alle komplett wegwerfen und nur noch Essig und Castile-Seife (die gute alte Kernseife tut es sicher auch, die kann man wenigstens hier kaufen) nutzen. Dies ist der Konsens des Buches.
Was aber mein größter Kritikpunkt ist, ist, dass dieses Buch auch beim Thema Produkte auf den amerikanischen Markt gemünzt ist. Wollte man den Tipps folgen, so sollte man wohl drüben auch einkaufen! (z.B.: "Ich empfehle meinen Clean Mama Oxygen Whitener"!!) Produkte ohne Bezug für einen deutschen Leser kommen öfters vor.
Insgesamt vermittelt Rapinchuk dem Leser das Gefühl, dass sein oder ihr Zuhause giftig ist und komplett gereinigt werden muss. Wenn wir ehrlich sind, so ist unser Zuhause wohl kaum der Ort, an dem wir großen Gefahren durch Giftstoffe ausgesetzt sind.
Insgesamt sollte dieses Buch also gänzlich überarbeitet werden. Dennoch kann ich immer noch zwei Sterne geben, denn das Buch gibt auf jeden Fall Anstöße für Veränderungen, über die jeder einmal nachdenken sollte, um dann doch etwas genauer auf die Putzmittel zu schauen oder doch einmal etwas selbst herzustellen. Auch die Bilder haben mir sehr gut gefallen, ebenso die Haptik des Buches.
Wer übrigens Vollzeit arbeitet, wird sowieso nicht eine Putzsucht wie die der Betty Rapinchuk an den Tag legen können.
Die Kleinen lieben es!
Wieso? Weshalb? Warum? Mein junior zum Hören, Band 1: Bauernhoftiere von Susanne Gernhäuser
Die Kleinen lieben es!
Für die Kinder meiner Freundin sind Bilderbücher nur spannend, wenn sie Musik oder Töne enthalten. Daher kam "Mein Junior zum Hören - Bauernhoftiere" gerade recht, und es ist nicht das erste Buch, das sie aus der Reihe kennen.
Da sie schon Urlaub auf dem Bauernhof gemacht haben, waren sie besonders begeistert von dem Buch, das die Kinder nicht nur akustisch, sondern auch haptisch mit aufklappbaren Tieren anspricht.
Dabei spielt natürlich auch der Lernfaktor, z.B. durch das Benennen der Tiere und der Spaß beim Nachmachen der Laute eine Rolle. Das Buch selbst kann man dann auch gut mit ins Auto nehmen, wenn man die Tiere dann aus dem Fenster sieht.
Die Seiten sind ausreichend dick, es könnten gern noch ein paar mehr sein. Durch den Hinterbau mit der Elektrik für die Töne erscheint das Buch dick, ist aber leider eher dünn, was die Seitenzahl anbetrifft. Wahrscheinlich lässt sich das schlecht machen, aber hier wären mir noch ein paar Tiere eingefallen!
Zufällig - Spion
Der Empfänger von Ulla Lenze
Zufällig - Spion
Mit "Der Empfänger" beleuchtet Ulla Lenze einen Teil deutscher und amerikanischer Geschichte, der bisher wenig Beachtung geschenkt wurde. Für mich sind aber einige Teile des Buches sehr viel prägnanter und intensiver als nur die Tatsache, dass Josef Klein sich schuldig gemacht hat und Spion im Netzwerk der Nazis in den USA wurde.
Zurück in Deutschland, wohnt er zuerst bei seinem Bruder Carl und dessen Frau. Carl hatte den Auswandererwunsch nie leben dürfen, und die Familie hat in den Kriegs- und Nachkriegszeiten gelitten, haben aber das Gefühl, dass Josef gute Zeiten hatte; schließlich hat er ja auch immer die Care-Pakete nach Hause geschickt. Die wahre Geschichte bleibt ihnen verborgen.
Doch was mich sehr berührt hat, ist Josefs Verhältnis zu seinem Bruder und seiner Frau, das sich-wieder-Kennenlernen, das Misstrauen, vielleicht der Neid, ebenso aber auch das Verschweigen und Leugnen der Kriegsgeschehnisse. Atmosphärisch hat "Der Empfänger" hier einiges zu bieten.
Der Roman hat etwas Bedrückendes, das aber auch fesselnd wirkt. Er spricht außerdem ein Thema an, das mich sehr interessiert und über das ich bisher nichts wusste. Damit bekommt "Der Empfänger" von Ulla Lenze von mir alle Sterne.
Alle Fragen bleiben offen
Silberflut - Das Geheimnis von Ray's Rock. Bd.1.Bd.1 von Alex Falkner
Alle Fragen bleiben offen
"Silberflut - Das Geheimnis von Ray's Rock" von Alex Falkner ist ein Kinderbuch, das ich als Erwachsene nur so verschlungen habe, und das passiert mir bei Kinderbüchern gar nicht so oft. Das Buch ist der erste Teil von zwei Teilen über zwei Gruppen von Kindern, die zurückbleiben auf einer einsamen Insel, nachdem ihre Klassenkameraden und auch die anderen Bewohner oder Volontäre auf der Insel spurlos verschwunden sind.
Es gibt einige Rätsel auf der Insel, u.a. natürlich die Frage, was mit den anderen Schülern passiert ist. Doch auch die Pflanzen ranken und wachsen erstaunlich schnell, und die Karte der Insel scheint auch noch Geheimnisse für sich zu behalten..
"Silberflut" ist aus der Sicht zweier sehr verschiedener Kinder aus der Gruppe geschrieben. Jedes Kapitel oder jeder Perspektivenwechsel endet mit einem Cliffhanger, und so muss man immer weiter lesen, denn es bleibt einfach spannend. Dabei kann man sich mit der Kindergruppe selbst wenig anfreunden; sie bleiben sehr eigen, und Milla, das erzählende Mädchen, ebenso auch voller Rätsel.
Ich hoffe und denke, es ist kein Spoiler, wenn ich hier nun meine Kritik anbringe. Das Buch war für mich ganz klar ein Fünf-Sterne-Buch, bis ich dann doch gemerkt habe worauf alles hinaus läuft: Wenn ich den einen Teil eines Buches lese und weiß, dass es einen zweiten Teil gibt, so denke ich dennoch, dass jeder Teil soweit in sich abgeschlossen ist, dass er Sinn macht. Aber der Titel, einem geübten Leser eigentlich mehr oder weniger verspricht, dass das Geheimnis von Ray's Rock gelüftet wird, verspricht hier zuviel (ich weiß, er verspricht das nicht, aber wenn ich ein Buch lese über ein Geheimnis, dann lese ich es, um das Geheimnis herauszufinden).
Am Ende bleiben alle Fragen offen, nichts wird geklärt, und der Leser wird gezwungen, den zweiten Teil zu lesen. Wenn man so ein Buch schreibt, dann doch lieber als dicker Doppelband als so! Ich habe das Buch kaum aus der Hand gelegt, um die Lösungen zu bekommen.
Und so hatte ich sehr großen Lesespaß, bin aber am Ende sehr enttäuscht und werde den zweiten Teil sicher nicht kaufen, weil ich als Leser mich nicht von der Taktik eines Autors abhängig machen möchte. Dies wäre ein fantastischer dicker Band oder Doppelband geworden, liebe Frau Falkner!
Den Outdoorgedanken hat die Autorin bei den Bedingungen der Kinder im Wald sicher nicht an ihre Leser und Leserinnen weiter getragen. So möchte wohl keiner ein Zeltlager überleben. Aber die Autorin kann wirklich gut schreiben, und ich würde auch weitere Bücher von ihr lesen, da sie ihr Handwerk wirklich gut versteht.
Für viele immer noch ein aktuelles Thema
Goodbye, Bukarest von Astrid Seeberger
Für viele immer noch ein aktuelles Thema
"Goodbye Bukarest" von Astrid Seeberger ist vielleicht ein Buch für alle, die immer noch die Folgen des Krieges in sich tragen, auf welche Weise auch immer. Sei es ein verschollener Vater oder Opa, eine Familiengeschichte mit Gefangenschaft und Leiden des Krieges, für uns Nachfahren sitzt doch der Schmerz auch nach solch langer Zeit oft tiefer, als man glauben mag.
Begleitet wird dieser vor allem durch ein Unwissen, nur eine Ahnung, von Dingen, die man niemals herausfinden wird.
So ist "Goodbye Bukarest" nicht nur die Suche nach dem verschollenen Onkel Bruno, sondern ein Eintauchen in die Vergangenheit, ein Erinnern an Gefangenschaft im Krieg, Straflager und Leid.
Die Figuren selbst bleiben vielleicht etwas blass, aber es geht hier wohl um die Erinnerung, den Umgang mit unfassbaren Härten des Krieges, den unbeschreiblichen Willen, doch überleben zu wollen und mit den Widrigkeiten fertig zu werden. Wer so etwas erlebt hat, ist weit entfernt von Normalität.
Seeberger hat ein außergewöhnliches Buch geschaffen, das fast schon etwas kurz geraten ist. Wer heute noch einen Bezug zu dieser Zeit hat, wird dieses Buch in kürzester Zeit beenden.
Auf einer fiktiven Insel
Doggerland. Tiefer Fall von Maria Adolfsson
Auf einer fiktiven Insel
Den ersten Teil von Maria Adolfssons "Doggerland" kenne ich nicht, habe aber auch hier die Leseprobe gelesen. "Doggerland - Tiefer Fall" ist also mein erster Fall mit der Ermittlerin Karen Eiken Hornby. Zuerst fand ich die Idee einer Ermittlerin auf einer fiktiven Insel befremdlich und hatte vermutet, es handele sich hier um Fantasy, aber das ist nicht der Fall.
Generell mag ich aber Romane mit viel Lokalkolorit und vielleicht Orten, die so spannend sind, dass ich hinreisen würde. Das geht bei "Doggerland" aber nicht.
Die Ermittlerin Karen Eiken Hornby ist nicht wirklich unglücklich, als sie dem Weihnachtsrummel entfliehen darf, um ihrem Chef eine Thailand-Reise zu gönnen und an seiner Stelle zu ermitteln. Dabei geht es erst nur um einen Toten, schließlich aber um viel mehr...
Der Roman verwendet viel Zeit und viele Seiten auf die Schilderung von Personen und privaten Dingen. Der Krimi tritt oft in den Hintergrund. Dabei wäre weniger manchmal mehr. Dennoch möchte ich hier ca. 4,5 Sterne vergeben, denn der Roman ist durchweg spannend, und auch die Figuren haben mir größtenteils recht gut gefallen. Ich würde sagen, die Fortsetzung oder der erste Teil wären auch Bücher für mich, kein Muss, aber einige nette Leseabende.
Großformatiges Bilder- und Informationsbuch für Kinder und Erwachsene
Ausgestorben - Das Buch der verschwundenen Tiere von Katarzyna Gladysz; Joanna Wajs
Großformatiges Bilder- und Informationsbuch für Kinder und Erwachsene
Ich bin ganz begeistert vom Großformatbilderbuch "Ausgestorben - Das Buch der verschwundenen Tiere", illustriert von Nikola Kucharska. Es fängt schon damit an, dass das Buch, erschienen im Ravensburger Verlag, sich außen leicht samtig und sehr angenehm anfühlt.
Innen bekommt man eine Vielzahl an Bilder und Informationen.
Die Bilder können auch schon von den Kleinsten betrachtet werden; die Informationen sind erst ab dem Grundschulalter greifbar. Aber auch ich habe durch das Buch noch viel gelernt. Die Informationen sind z.T. lexikonartig, und sie sind gut verständlich für Schulkinder, aber eben auch Erwachsene.
Ich bin auch in den Naturwissenschaften zuhause, weiß aber gar nicht soviel über die Zeit der Dinos und anderer ausgestorbener Tiere. Für mich ist aber auch die Seite über die Wissenschaftler, die Paläontologen, oder die Seite über die prähistorischen Tiere in Museumsbeständen interessant. So kann man z.B. mal schauen, ob man sich irgendwo diese Tiere in der Nähe anschauen kann.
Es gibt sogar auch eine Mischung aus Wimmelbild und Comic, und jede Seite ist ganz anders, aber dennoch zusammen passend, gestaltet. Auch die Seite über die ausgestorbenen Vögel hat mir gut gefallen.
Mein Fazit ist, dass "Ausgestorben" eine tolle Mischung von Spaß, Bildern und Informationen zu den ausgestorbenen Tieren liefert. Viele Kinder interessieren sich für das Thema, und im Hinblick auf unsere Zukunft in das Thema aktueller denn je!








