Kunden em pfehlungen
Rezensionen von April1985 :
Zauberhafte Gute-Nacht-Geschichten. Pädagogisch wertvoll!
Anouk, die nachts auf Reisen geht (Anouk 1) von Hendrikje Balsmeyer; Peter Maffay
In letzter Zeit lese ich durch meine 2-jährige Tochter vermehrt Kinderbücher. Dabei achte ich vorallem auf pädagogisch wertvolle Inhalte, aber auch auf die optische Aufmachung. Als ich Anouk, die nachts auf Reisen geht das erste Mal in der Buchhandlung gesehen habe, war ich einfach hin und weg.
Das Gute-Nacht-Geschichten-Buch ist unglaublich liebevoll gestaltet und lädt zum Träumen und Abenteuer erleben ein. Da das Buch aber auch wahnsinnig stimmungsvoll von Nora Jokhosha vertont wurde, habe ich beschlossen es vorweg als Hörbuch zu hören. Ich kann nur sagen, so macht Schlafengehen Spaß!
Peter Maffay und seine Frau Hendrjike Balsmeyer haben für ihre Tochter ein ganz zauberhaftes Buch geschrieben und lassen uns zum Glück auch daran teilhaben. In sieben abgeschlossenen Geschichten erlebt die kleine Anouk nach dem Einschlafen aufregende Abenteuer. Sie träumt sich zu den Indiandern, den Eskimos, den Rittern und zu vielen weiteren spannenden Orten, wie den Zirkus oder den Bauernhof. Auf ihren nächtlichen Reisen schließt sie nicht nur tolle neue Freundschaften, sondern sie hilft auch den Kindern bei ihren unlösbar erscheinenden Aufgaben.
Anouk ist ein mutiges und selbstbewusstes junges Mädchen mit einem großen Herzen. Sie geht offen und ohne Vorurteile auf andere zu. Sie zeigt den anderen Kindern ihre Stärken auf, hilft dabei ihren Mut zu finden und beweist, dass man mit guten Freunden alles erreichen kann.
Diese wertvollen Botschaften vermittelt das Buch. Die einzelnen Geschichten verdeutlichen kindgerecht und in sehr bildhafter Sprache, dass es für jedes Problem eine Lösung gibt und dass man nur an sich zu glauben braucht.
Anouk, die nachts auf Reisen geht ist ein zauberhaftes und einfühlsames Buch, dass die Fantasie der Kinder beflügelt und mit Anouk ein tolles Vorbild präsentiert.
Uns haben die Geschichten allesamt unglaublich gut gefallen. Und weil wir auf die liebevollen Illustrationen nicht verzichten wollen, wird neben dem Hörbuch demnächst auch die Printausgabe bei und einziehen.
Fazit:
Mut, Stärke, Selbstbewusstsein und Freundschaft sind wertvolle Botschaften, welche Anouk, die nachts auf Reisen geht vermittelt. Uns haben Anouks Traumreisen unglaublich gut gefallen. Daher gibt's auch eine absolute Lese- und Hörempfehlung!
Übersonnenwarm
Survivors - Die Flucht beginnt von Boris Pfeiffer
Klimawandel, Erderwärmung und Umweltschutz sind wichtige Themen, die man nicht früh genug seinen Kindern vermitteln kann. 'Survivors - Die Flucht beginnt' befasst sich mit dieser Thematik. Boris Pfeiffer erzählt in diesem Reihenauftakt sehr eindringlich, wirkungsvoll und nachhaltig die Geschichte von Leopard-Drückerfisch Zacky und seinen Freunden, die ohne große Vorwarnung aus ihrem Lebensraum flüchten müssen.
Der Autor schreibt sehr bildhaft, mit einer gehörigen Portion Action und in kindgerechter Sprache. Zahlreiche, sehr schöne Schwarz-Weiß-Illustrationen ergänzen die Geschichte wunderbar und machen das Buch so auch für jüngere Leser*innen attraktiv. Ich würde es ab ca. 10 Jahren empfehlen; nach oben hin gibt es keine Grenze. Es ist eines dieser Bücher, die man auch als Erwachsener noch gut lesen kann und deren Message zum Nach- und Umdenken bewegt.
Mich hat die Geschichte der Survivors auf jeden Fall sehr berührt. Der Autor zeigt schonungslos auf was passiert, wenn der Mensch zuviel in die Natur eingreift und welche Folgen der Klimawandel und die Erwärmung der Erde auf die Meere und Ozeane hat. Was passiert wenn die Gewässer immer wärmer werden, die Korallenriffe absterben und die Tierwelt keine Nahrung mehr bekommt? Genau dieses schlimme Szenario spielt sich für Zacky und seine Freunde aus dem Riff ab. Nebenbei wird auch gezeigt wie wichtig Zusammenhalt und Zusammenarbeit besonders in Zeiten der Not ist, ganz egal wer man ist und wo man herkommt. Nur gemeinsam ist es möglich etwas zu bewegen.
Dabei ist dieser erste Teil erst der Beginn des Überlebenskampfes. Das Ende kommt ohne Vorwarnung, ist ziemlich offen und macht auf jeden Fall Lust auf mehr. Ich für meinen Teil bin gespannt ob Zacky, Scir, Heuler, DonDon und Co. ihre Heimat wieder aufbauen können.
Fazit
'Survivors - Die Flucht beginnt' ist ein toll illustrierter Reihenauftakt, der sich mit dem Sterben der Korallenriffe und den Auswirkungen auf die Flora und Fauna der Meere beschäftigt. Boris Pfeiffer schreibt einfach und kindgerecht, verfehlt allerdings die nachhaltige Wirkung keinesfalls. Die Geschichte von Drückerfisch Zacky und seinen Freunden ist spannend erzählt und regt auf jeden Fall zum Nachdenken an. Absolute Leseempfehlung!
Historische Fantasy mit Steampunk-Elementen und einer technikbegabten Protagonistin
Florance Bell und die Melodie der Maschinen von Steenbergen Carsten
Zugegeben, Florance Bell und die Melodie der Maschinen musste ich in erster Linie wegen des grandiosen Covers lesen. Dieses schreit nach Streampunk und damit nach mir. Und ich habe das Buch auch wirklich gerne gelesen. Der erhoffte Wow-Effekt ist allerdings ausgeblieben.
Dabei habe ich mit ziemlich großer Begeisterung in die Geschichte gestartet.
Carsten Steenbergen hat nämlich ein wirklich spannendes Szenario geschaffen. Eine alternative Vergangenheit Anfang des 19. Jahrhunderts. Napoleon ist am Höhepunkt seiner Macht und hat England eingenommen Die Industrialisierung und der Maschinenbau werden immer bedeutungsvoller. Die 15-jährige Waise Florance ist ebenfalls sehr technikbegabt und verfolgt den großen Traum ein Technikstudium zu beginnen. Doch als Engländerin bleibt ihr dieser Wunsch versagt. Ihre Begeisterung und ihr Talent fürs Basteln und Schrauben kann Florance allerdings bei ihrem Gönner, dem Meistermechaniker Monsieur Pignon auf Birch Manor ausleben. Als eine Gruppe Rebellen das Anwesen stürmt und eine von Pignos Konstruktionen stiehlt, wird versehentlich auch Florance entführt, die gerade an der Maschine gearbeitet hat. Von einem Moment auf den nächsten ist Florance selbst Teil der Revolution.
Bis zu diesem Punkt konnte mich das Buch auch so richtig fesseln. Das historische Setting, die Steampunk-Elemente und ein junges Mädchen, dass sich gegen eine Bande Rebellen behaupten muss, bilden eine unglaublich gute Vorlage für ein rasantes und actionreiches Abenteuer. Leider hat sich allerdings nach und nach eher eine gewisse Langatmigkeit breit gemacht, die auch dazu geführt hat, dass ich den roten Faden hin und wieder verloren habe. Für meinen Geschmack hat der Autor einfach zuviel auf einmal gewollt, vorallem wenn man die Altersgruppe ab 12 Jahren bedenkt, ist die Geschichte doch sehr komplex konstruiert. Der politische Hintergrund und die gesellschaftskritische Message kommen zwar durchaus bei mir an, gingen aber zu sehr zu Lasten der Handlung, die mich dann doch teilweise sehr verwirrt hat.
Man muss auch tatsächlich eine gewisse Vorliebe für Technik mitbringen, um die Geschichte komplett genießen zu können. Der Autor blüht bei den durchaus anspruchsvollen Beschreibungen der Maschinen regelrecht auf. Dieses gewisse Etwas hat mir wieder den notwendigen Aufschwung verliehen am Ball zu bleiben. Und es hat sich für mich auch gelohnt.
Wirklich toll finde ich an dieser Stelle auch die Tatsache, dass mit Florance ein Mädchen ins Rennen geschickt wird, würde man als Maschinenbauer doch eher einen Jungen erwarten. Aber warum eigentlich? Auch Mädchen sollten sich für Technik begeistern dürfen!
Florance ist die wirklich toughe, kluge und mutige Heldin der Geschichte. Sie verfolgt zielstrebig ihre Träume, lernt mit den Ereignissen, denkt nach und wächst über sich hinaus. Leider wurde mit Florance auch der einzige Charakter geschaffen, der mir wirklich ans Herz gewachsen ist. Der Autor hat ihr sämtliche Authentizität verliehen und hatte für die restlichen Charaktere dann keine mehr übrig. Zumindest wirken die weiteren Protagonisten ziemlich blass neben Florance.
Die zum Teil fehlende Charakterstärke hat mich aber nicht wirklich gestört. Das Buch lebt einfach durch Florance und die tolle Steampunk-Atmosphäre.
Fazit
Florance Bell und die Melodie der Maschinen kann mit einer interessanten alternativen Vergangenheit, einer tollen Steampunk-Atmosphäre und einer toughen Heldin punkten. Die Handlung selbst ist doch sehr anspruchsvoll und leider teilweise auch verwirrend. Zudem zieht sie sich zwischendurch immer wieder mal in die Länge. Nichts desto trotz habe ich das Buch sehr gerne gelesen.
Leseempfehlung gibt's allerdings dieses Mal nur eingeschränkt. Man sollte nämlich schon eine gewisse Technikvorliebe mitbringen.
Lass uns schlafen gehen kleiner Bär
Dreh hin - Dreh her 1: Gute Nacht, kleiner Bär! von Sylvia Tress
Nachdem uns 'Aufgewacht, kleiner Bär' schon begeistert hat, durfte nun auch 'Gute Nacht, kleiner Bär' bei uns einziehen. Dieses Mal müssen wir dem kleinen Bären bei seiner Einschlafroutine helfen.
Den Schlafanzug anziehen, noch schnell etwas trinken, den Teddy suchen, und einen Gute-Nacht-Kuss geben.
Zieht man am Bändchen dreht sich die Scheibe und schon haben wir dem kleinen Bären geholfen.
Auch dieser Band der 'Dreh hin - Dreh her'-Reihe überzeugt uns mit seiner stabilen Aufmachung und ganz besonders den zauberhaften Illustrationen, die passend zur Geschichte gestaltet wurden. Die Bilder sind schön kuschelig und vermitteln eine heimelige Abendszenerie. Richtig toll!
Der Text selber ist sehr einfach und kurz gehalten, um die Aufmerksamkeit der lieben Kleinen nicht überzustrapazieren. Ich muss allerdings sagen, dass das Highlight für meine Tochter noch immer die Drehscheiben sind.
Fazit:
Ein interaktiver Lesespaß und toller Begleiter zum Erlernen einer Abendroutine. Wir lieben die Bücher mit dem Drehsystem und es macht Spaß von einer Szene in die nächste zu wechseln.
Die Illustrationen sind wieder einmal zuckersüß und die Geschichte einfach und kindgerecht. Absolute Empfehlung!
Ein toller Begleiter zur Erweiterung des Wortschatzes
ministeps Mein erstes großes Wörterbuch - ab 12 Monate von Hannelore Dierks
Ministeps Bücher sind einfach toll! Wir haben schon einige im Regal stehen und mit 'Mein erstes großes Wörterbuch' wieder Zuwachs bekommen. Das bunte und lehrreiche Pappbilderbuch durfte in unserer Sammlung einfach nicht fehlen.
Auf 36 stabilen Seiten lernen Kinder die ersten 250 wichtigsten Wörter.
Welche Spielsachen gibt's im Kinderzimmer, was findet sich in jedem Haushalt, welches Obst kaufen wir heute ein oder welche Tiere leben am Bauernhof? Es findet sich vom ersten Wort bis ins Kindergartenalter ein aufs Alter abgestimmter Themenbereich, sodass die lieben Kleinen auch länger eine Freude daran haben. Meine Tochter ist 2 Jahre alt und ihr Wortschatz schon entsprechend groß und trotzdem ist sie begeistert von ihrem neuen Büchlein. Und auch der kleine Bruder darf mit seinen 3 Wochen schon mitschauen. Da das Buch auch recht robust wirkt, denke ich, dass wir auch länger eine Freude damit haben werden.
Ein großes Plus gibt's auch für die liebevoll gestalteten Bilder. Diese bestechen durch ihre Einfachheit und Klarheit. Die Bilder beschränken sich auf das Wesentliche und sind damit perfekt für kleine Kinder geeignet. Absolut top!
Fazit:
'Mein erstes großes Wörterbuch' ist ein toller Begleiter vom ersten gesprochenen Wort bis ins Kindergartenalter. Die Kinder können anhand der liebevollen Bilder ihren Wortschatz zu einer Vielzahl an Themen, z.B. Haushalt,
Bauernhof, Fahrzeuge und Einkaufen, erweitern.
Die Aufmachung wirkt sehr robust und das Buch liegt gut in Kinderhänden. Top!
Welche Rolle spielst du?
Spielst du mit, kleines Schaf? von Zedelius Miriam
Auf der Suche nach wertvollen Kinderbüchern sind meine Tochter und ich auf 'Spielst du mit, kleines Schaf?' gestoßen. Während Töchterchen vorallem die tollen Tierzeichnungen feiert und sie ihre eigenen kleinen Geschichten anhand der Bilder kreiert, bin ich vorallem von der Botschaft zwischen den Zeilen begeistert.
Das Kinderbuch erzählt anhand eines sehr einfach gehaltenen und kurzen Textes die Geschichte vom kleinen Schaf, das beim Spielen eine ganz besondere Rolle einnimmt. Die Tierkinder treffen sich alle auf der Wiese zum Spielen. Da jeder etwas anderes gut kann, beschließen sie Zirkus zu spielen. Das kleine Schaf beobachtet fasziniert was seine Freunde alles machen, möchte selber aber nichts vorführen. Da die anderen Tiere dem Schaf erklären, dass es so nicht mitspielen kann, schleicht es sich traurig davon. Schnell bemerken die Kinder jedoch, dass Zirkus spielen ohne Zuschauer einfach keinen Spaß macht. Und so suchen alle das kleine Schaf...
Ich finde es einfach toll wie man mit einfachen und wenigen Worten gleich mehrere wichtige Botschaften aussenden kann. In erster Linie geht es um Selbstbestimmung und den Mut auch einmal 'Nein' zu sagen, wenn man etwas nicht möchte. Jeder Mensch hat andere Talente und Interessen. Der eine spielt gerne Fußball, der andere tanzt gerne Ballett. Manche stehen gerne im Mittelpunkt, die anderen sind lieber die Zuschauer am Rande. Die Tierkinder zeigen, dass man, egal in welcher Position man ist, gemeinsam Spaß haben kann und dass jeder eine wichtige Rolle in der Gemeinschaft einnimmt.
Und auch die Bilder transportieren die Geschichte sehr gut. Wie der Text sind diese ebenfalls recht einfach gestaltet und nicht überladen, damit die Kinderaugen nicht überreizt werden.
Von uns gibt's eine klare Leseempfehlung!
Fazit:
'Spielst du mit, kleines Schaf?' ist ein wundervolles Kinderbuch mit tollen Illustrationen und wertvoller Botschaft. Es geht um Zugehörigkeit, Selbstbestimmung, Freundschaft und den Mut 'Nein' zu sagen.
Meine Tochter und ich sind begeistert und daher gibt's auch eine absolute Leseempfehlung!
Eine Geschichte, die voller Überraschungen und Wendungen steckt. Mitreißend!
Die Stadt ohne Wind 1 - Arkas Reise von Éléonore Devillepoix
Es gibt einfach Verlage, bei denen man schon im Vorfeld weiß, dass sie ganz außergewöhnliche Geschichten für uns Leser bereitstellen. Der Insel Verlag gehört definitiv dazu. Allein schon beim ersten Blick auf das Cover habe ich gespürt, dass dem Buch eine ganz besondere Magie innewohnt.
Ja, dass eine ganz besondere Geschichte darauf wartet von mir gelesen und geliebt zu werden. Und wie ich es vorhergesehen habe, bin ich bereits nach den ersten Seiten aus dem Staunen nicht mehr herausgekommen und habe mich in dem faszinierenden Debüt von Éléonore Devillepoix verloren. Ein grandioses Worldbuilding,
außergewöhnliche Charaktere, ein sehr spezielles Magiesystem, Weissagungen, tötliche Flüche und politische Intrigen machen Die Stadt ohne Wind - Arkas Reise zu einem mitreißenden Pageturner.
Die französische Autorin öffnet uns die Tore zu einer wirklich außergewöhnlichen Welt. Éléonore Devillepoix hat einfach großartiges geschaffen. Eine faszinierende Welt, die die Grenzen der Physik auslotet und die Naturgesetze außer Kraft setzt. Eine Welt mit einem komplexen politischen und gesellschaftlichen System. Eine Welt in der die Magie eng mit den Elementen der Erde verknüpft ist. Es ist einfach alles wahnsinnig gut durchdacht und perfekt ausgearbeitet. Und durch die bildhaften und sehr detaillierten Beschreibungen ist eine fantastische Landschaft vor meinen Augen entstanden.
Inmitten des rauen, eisigen und von Wind gepeitschten Ryphäengebirges liegt die von einer Kuppel geschützte Stadt Hyperborea. Erbaut auf sieben Ebenen ist die Stadt ohne Wind die letzte Stadt der Welt, in der Magie noch erlaubt ist. Genau dorthin zieht es die 13-jährige Arka auf ihrem Pony Zwerg. Denn Arka möchte endlich ihren Vater, einen Magier, finden und dafür muss sie es von den Slums der ersten Ebene in die siebente Ebene, wo die mächtigsten Magier leben, schaffen. Dank Arkas Verbissenheit, ihren Ideenreichtum und einer gehörigen Portion Glück wird sie sogar als Elevin an der Magierschule aufgenommen und findet in ihren Mentoren Lastyanax einen Verbündeten. Oder sagen wir mal so, Lastyanax schickt Arka wenigstens nicht gleich zum Teufel. Der ehrgeizige und im Ministerrat oft belächelte Magier hat nämlich eigentlich gar keine Zeit für seine nervige Schülerin. Er ist nämlich auf der Suche nach dem Mörder seines Mentors.
Arka und Lastyanax sind zwei großartige Protagonisten, die ich beide trotz ihrer Eigenheiten ins Herz geschlossen habe. Die beiden sind wie Feuer und Wasser. Auf der einen Seite steht der strebsame und leicht aus der Fassung zu bringende Lastyanax, auf der anderen Seite die quirlige, mutige und hitzköpfige Arka. Die beiden sind ein ungleiches Duo, dass erst lernen muss miteinander zu arbeiten und die nach und nach immer mehr zusammenwachsen, wenngleich sie auch immer wie Katz und Maus bleiben. Ich hatte furchtbar viel Spaß mit den beiden und wie sie sich gegenseitig auf die Palme bringen.
So herrlich witzig manche Dialoge auch sind, so spannend ist auch die Handlung. Ich hatte zahlreiche Gänsehautmomente bei der Jagd nach dem Mörder, der Arka und Lastyanax gefährlich nahe kommt. Éléonore Devillepoix überrascht mit einer Wendung nach der anderen, und erzeugt damit eine unglaubliche Sogkraft. Es ist wie ein wilder Ritt auf Arkas Pony mit zahlreichen Hürden, die es zu überwinden gilt. Und mit jeder Hürde treten neue Erkenntnisse zu Tage und es werden neue Wahrheiten aufgedeckt. Fein gesponnene Intrigen, Verräter in den hohen Kreisen, Bauernopfer, Marionetten, totbringende Flüche, die Geister der Vergangenheit und vieles mehr! Ein nervenaufreibender Pageturner, der unglaublich Lust auf die Fortsetzung macht.
Fazit
Die Stadt ohne Wind - Arkas Reise ist das großartige Debüt von Éléonore Devillepoix. Die Autorin hat ein High Fantasy Abenteuer mit unglaublicher Sogwirkung zu Papier gebracht, das besonders durch das grandiose Worldbuilding glänzt. Dazu gesellen sich spezielle und außergewöhnliche Charaktere, ein Magiesystem, das die Gesetze der Physik aushebelt, totbringe Flüche, Intrigen und Verrat in politischen Kreisen und eine mitreißende Mörderjagd.
Mich konnte das Buch absolut begeistern und ich fiebere jetzt schon der Fortsetzung entgegen. Leseempfehlung!
Ein junges Mädchen, ein göttlicher und ziemlich tödlicher Fluch und eine Liebe ohne Zukunft
Der Schwur der Göttin, Band 1: Beyond Eternity von Greta Milán
Es gibt einfach Bücher an denen komme ich nicht vorbei ohne sie gelesen zu haben. Bücher, die gewisse Themen behandeln, die mich einfach magisch anziehen. Mythologie und Gottheiten, egal ob nordisch, griechisch oder römisch stehen auf der Liste ganz oben. Es war also klar, dass ich Beyond Eternity lesen musste.
Und mein Riecher hat mich auch dieses Mal nicht im Stich gelassen. Auch wenn es ein bisschen "göttlicher" hätte sein dürfen, hat mich Greta Milan mit ihrem Fantasyauftakt unglaublich gut unterhalten und mich an die Seiten gefesselt. Der Ausflug in die römische Götter- und Sagenwelt ist definitiv gelungen.
Das Buch ist aus Sicht der jungen Nayla geschrieben, die eigentlich ein ganz normales und unaufgeregtes Leben mit ganz alltäglichen Teenagerproblemen führt. Das ändert sich allerdings schlagartig, als Nayla in einem verheerenden Autounfall verwickelt wird und diesen unverletzt überlebt. Nicht nur, dass sie der Unfallhergang vor ein Rätsel stellt, auch Naylas Eltern benehmen sich plötzlich anders und seltsam. Und dann tauchen auch noch 2 neue Schüler auf Naylas Highschool auf, die sie auf Schritt und Tritt zu verfolgen scheinen. Als Nayla endlich ein paar Antworten erhält, versteht sie die Welt nicht mehr. Denn dass Nayla von Göttern abstammen soll soll, liegt doch so überhaupt nicht im Bereich des Möglichen. Oder etwa doch?
Greta Milan hat eine ganz wunderbare Art zu schreiben. Sehr bildhaft und detailreich ausgeschmückt, mit einer Leichtigkeit, die einem nur wo durch die Seiten fliegen lässt, hat die Autorin mein Kopfkino auf Touren gebracht. Und auch die Charaktere fand ich sehr gut ausgearbeitet, vorallem weil die Autorin ihnen genügend Raum zur Entfaltung bietet.
Nayla ist eine ganz tolle Protagonistin. Sie ist stark, gleichzeitig aber auch verletzlich und überaus jähzornig. Und sie nimmt nicht alle Geschichten, die man ihr auftischt als gegeben hin. Sie hinterfragt und lässt nicht locker bis sie Antworten erhält. Und sie fühlt sich seltsamerweise zu dem mysteriösen und unnahbaren Cyrian, der gemeinsam mit Philemon neu an die Highschool gekommen ist, hingezogen.
Cyrian und Philemon sind ebenso wie Nayla zwei wunderbare Charaktere. Der eine eher distanziert, der andere ein gutgelaunter Sonnenschein. Beide aber gleichermaßen geheimnisvoll.
Geheimnisse gibt es auch wirklich viele in Beyond Eternity. Denn es ist wirklich nichts wie es zu Beginn den Anschein hat. Es bleibt kein Stein auf dem anderen liegen. Man muss sich allerdings etwas gedulden, bis die Steine tatsächlich ins Rollen kommen. Greta Milan lässt sich Zeit beim Erzählen. Sie gibt ihrer Geschichte die notwendige Zeit sich zu entwickeln. Diese beginnt nämlich eher ruhig und gemächlich, ist dabei aber trotzdem sehr spannend. So ist der Fokus in der ersten Hälfte eher darauf gesetzt, dass wie Protagonistin Nayla, sowie ihre Familie und Freunde kennen lernen. Ab der Hälfte geht's dann so richtig los, mit den Dingen, die der Klappentext verspricht und dann wirds auch richtig turbulent. Und nicht nur das, denn ab der Halbzeit bekommen wir auch endlich die römische Mythologie präsentiert. Ich bin einfach begeistert wie geschickt die Autorin die mythologischen Elemente in ihre Romantasy verwoben hat und wie sie auch die Eigenschaften der römischen Gottheiten auf ihre Protagonisten übertragen hat. Für meinen Geschmack und weil ich von der Thematik einfach nicht genug bekommen kann, hätte sie ruhig früher im Buch damit beginnen können. Man muss aber auch dazu sagen, dass es ein Reihenauftakt ist, der es sich auch zur Aufgabe gemacht hat überhaupt einmal in die Geschichte einzuführen.
Und wie gesagt, die zweite Hälfte des Buches hat dann einfach Pageturner-Niveau. Ein unvorhersehbares Ereignis jagd das nächste und ehe man es so richtig realisiert hat, steht man vor einem Ende, dass mich ziemlich gequält zurück gelassen hat. Cliffhangeralarm!
Fazit
Ein junges Mädchen, ein göttlicher und ziemlich tödlicher Fluch, eine Liebe ohne Zukunft und jede Menge Geheimnisse und unausgesprochene Wahrheiten. All das bietet Beyond Eternity - Der Schwur der Göttin.
Greta Milan hat eine ganz wunderbar einnehmende Art zu erzählen. Und wie sie die römische Götter- und Sagenwelt zum Leben erweckt und in ihrer Geschichte verwebt,
ist absolut gelungen. Mich konnte die Autorin auf jeden Fall abholen. Und nach dem unglaublich fiesen Cliffhanger am Schluss kann ich es kaum erwarten, dass Band 2 der Dilogie erscheint.
Ein tolles Kinderbuch von dem Kinder und Eltern lernen können
Kasi Kauz und die komische Krähe (Kasi Kauz 1) von Oliver Wnuk
Als Mama und Papa ist man eigentlich immer darum bemüht seinen Kindern Mut zuzusprechen und sie zu motivieren offen und freundlich auf ihre Mitmenschen zuzugehen. Mir ist dabei besonders wichtig, dass meine Kinder nichts und niemanden vorverurteilen, wenn sie eine Sache oder eine Person noch nicht kennen.
Ich habe mich daher besonders gefreut, als ich Kasi Kauz und die komische Krähe entdeckt habe.
Kasi Kauz zeigt vor wie es geht. Mutig, neugierig und mit offenen Armen, oder besser gesagt Flügeln, heißt Kasi den seltsamen Neuankömmling im Wald willkommen. Was für eine komische Krähe, denkt sich Kasi. So einem Vogel hat er noch nie gesehen und verstehen tut er ihn auch nicht. Während die anderen Tiere sich aus Furcht vor dem Neuen und Andersartigen zurück ziehen, versucht Kasi Freundschaft zu schließen und die anderen Tiere davon zu überzeugen, dass der bunte Neuankömmling eine Bereicherung für die Nachbarschaft wäre.
Oliver Wnut hat mit Kasi Kauz einen ganz zauberhaften und mutigen kleinen Helden auf Papier gezaubert. Kasi hat nicht nur ein offenes Ohr für jedermann, sondern auch ein großes Herz. Er ist eine tolle Vorbildfigur!
Durch die kindgerechte Gestaltung können bereits kleine Leseratten sehr gut der Geschichte folgen und gemeinsam mit den Eltern den Umgang mit der Angst vor dem Fremden lernen. Und auch für uns Eltern ist das Buch eine Erinnerung daran offen für Neues zu sein. Denn sind wir mal ehrlich: Wer kann von sich behaupten noch nie etwas oder jemanden vorverurteilt zu haben?
Fazit:
Kasi Kauz und die komische Krähe ist ein wirklich zauberhaftes Buch für Kinder ab 5 Jahren. Es ist eine Geschichte über Toleranz, Akzeptanz und den Mut offen und ohne Vorurteile Fremden gegenüber zu treten.
Ich kann Kasi Kauz als Mama wärmstens empfehlen. Eltern und Kinder können gemeinsam von dieser wundervollen Geschichte profitieren.
Ein Reihenauftakt mit ganz viel Abenteuer, Freundschaft, Magie und Elfenglanz
Keeper of the Lost Cities - Der Aufbruch (Keeper of the Lost Cities 1) von Shannon Messenger
Für manche Geschichten ist man einfach nie zu alt. Keeper of the Lost Cities gehört definitiv dazu. Im Englischen ist die fantastische Buchreihe schon lange erschienen und endlich darf sie auch in deutscher Übersetzung in die Bücherregale einziehen. Bei mir bekommt sie auf jeden Fall einen festen Platz, denn ich bin richtig verliebt in diesen zauberhaften und magischen Reihenauftakt!
Shannon Messenger hat sich mit Keeper of the Lost Cities direkt in mein Herz geschrieben.
Ich wusste bereits nach den ersten Seiten, dass ich einen neuen Schatz entdeckt habe. Spannend von Anfang an, unglaublich bildhaft, detailreich ohne ausschweifend zu werden und mit ganz viel Magie und Elfenglanz getränkt! Die Autorin konnte bei mir mit einer gelungenen und ausgewogenen Mischung aus magischen Abenteuer, fesselnder Action und einer Fülle an Emotionen punkten. Dazu hat sie mit Sophie eine tapfere Heldin gezaubert und ihr unglaublich warmherzige Freunde und Weggefährten an die Seite gestellt. Sie alle waren so lebendig gezeichnet. Ich konnte mit ihnen lachen, weinen, zittern, hoffen und beten! Es ist einfach toll, wenn ein*e Autor*in es schafft solch eine große Palette an Gefühlen bei mir auszulösen. Shannon Messenger hat diese besondere Begabung.
Protagonistin Sophie macht es einem aber auch extrem schwer sie nicht zu mögen. Die 12-jährige ist ein ganz besonders Mädchen. Sie ist nicht nur hochintelligent, sondern verbirgt auch eine geheime Gabe. Sie kann nämlich die Gedanken ihrer Mitmenschen lesen. Dich ihre Andersartigkeit birgt viele Schattenseiten, denn Sophie fühlt sich nirgendwo richtig zugehörig - nicht einmal zu ihrer Familie, die sie über alles liebt. Und dann nimmt Sophies Leben schlagartig eine unerwartete Wendung und stellt alles was sie bisher gelernt und zu kennen geglaubt hat völlig auf den Kopf. Sophie muss erkennen, dass ihr bisheriges Leben nicht ihr eigenes ist. Es ist ein großartiges Abenteuer was für die 12-jährige beginnt. Ein Neuanfang, der allerdings mit allerlei Hürden und Gefahren verbunden ist und Sophie einiges abverlangt, aber auch tolle Chancen und Möglichkeit bietet.
Shannon Messenger hat eine ganz wunderbare Geschichte über Familie, Freundschaft, Vertrauen und Selbstfindung geschrieben. Aber auch die Themen Verlust, Trauer, Ablehnung und Ausgrenzung, sowie Versagensängste werden behandelt. Sophie muss in ihren jungen Jahren schon so viel mitmachen. Der Familie entrissen, muss die erkennen, dass ihr bisheriges Leben eine Lüge war. Sie muss sich in einer neuen Welt behaupten und durchsetzen, findet aber zum Glück schnell tolle Freunde, die ihr zur Seite stehen. Shannon Messenger hat sie alle so liebevoll und lebendig gezeichnet. Vom gutmütigen Dex, über den liebend gerne Streiche spielenden Keefe, bis hin zu Mädchenschwarm Fitz und seine etwas eigenwillige Schwester Biana. Und dann sind da auch noch die Charaktere, die ich am liebsten an die Wand geklatscht hätte, allen voran die versnobte und hinterlistige "ich bin besser als alle anderen" Stina.
Klingt eigentlich alles nach einer typischen Highschool mit ihren klischeebedienenden Stereotypen, wenn da nicht eine Besonderheit wäre. Die Foxfire Academy ist nämlich alles andere als eine normale Schule. Sie ist eine Elfenschule! Und weil Sophie eine Elfe ist, soll auch sie dort ausgebildet werden und fortan im Elfenreich leben.
Und hier kommen wir auch zur fast schon größten Stärke des Buches - dem fabelhaften Worldbuilding. Es ist einfach großartig wie bunt und schillernd Shannon Messenger ihre Elfenwelt beschreibt. Abgesehen davon, dass sie ein grandioses Akademiesetting gezaubert hat, welches sich nicht hinter Harry Potter mit seinem Hogwarts zu verstecken braucht, hat sie eine grandiose Welt mit eigener Sprache, Währung, eigenen Gesetzen und einer fantastischen Flora und Fauna geschaffen. Shannon Messenger hat nicht mit Details gegeizt und einfach an alles gedacht, um ein stimmiges Bild zu schaffen. Davor kann ich nur meinen Hut ziehen.
Wir werden in diese außergewöhnliche und fabelhafte Welt eingeführt und erleben gleichzeitig mit Sophie ein riesengroßes Abenteuer voller Spannung. Zahlreiche Wendungen und unerwartende Überraschungen haben mich immer wieder aufs neue mitfiebern und mitzittern lassen. Ich kann gar nicht sagen wie sehr mich die Autorin an die Seiten fesseln konnte. Lasst euch am besten selber in diese wunderbare Geschichte fallen. Ihr müsst sie einfach selber lesen und erleben!
Fazit:
Was für ein zauberhafter Reihenauftakt mit Lieblingsreihen-Potenzial! Shannon Messenger hat ein unglaublich fesselndes Abenteuer zu Papier gebracht, das mit einem großartigen Worldbuilding, einer mutigen und toughen Heldin, liebevollen Charakteren, schillernden Fabelwesen, einem grandiosen Akademiesetting und ganz viel Magie und Elfenglanz punktet. Ich bin restlos begeistert von diesem Reihenauftakt und kann nur jedem Fantasybegeisterten - egal welchen Alters - raten, die Geschichte selber zu lesen und zu erleben!











