Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von April1985 :

Idyllischer Regionalkrimi mit Herz und Charme

Mord in Montagnola von Mascha Vassena

Als Moiras Vater einen Schlaganfall erleidet, kehrt die Übersetzerin in ihr ehemaliges Heimatdorf Montagnola im schweizerischen Tessin zurück, um diesem ein bisschen unter die Arme zu greifen. Ungefähr zur gleichen Zeit wird in einem alten Eiskeller im Umland Montagnolas die Leiche eines Mannes gefunden.

An den polizeilichen Ermittlungen ist auch Moiras ehemalige Jugendliebe, der leitende Rechtsmediziner Luca, beteiligt, welcher Moira bittet bei den anstehenden Befragungen der Zeugen als Dolmetscherin am Fall mitzuarbeiten. Moira sagt zu und kommt dabei nicht nur dem mittlerweile verheirateten Familienvater Luca wieder näher, sondern gerät auch ins Visier des Täters.

Mascha Vassena konnte mich schon mit ihren früheren Werken begeistern. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass endlich ein neues Buch aus ihrer Feder entsprungen ist; noch dazu der Auftakt einer Krimireihe. Mit ihren großartigen, sehr bildhaften und authentischen Beschreibungen von Land und Leuten, habe ich mich schnell im verschlafenen Nest Montagnola heimatlich gefühlt, mir gedanklich im Dorfgasthaus das eine und andere Gläschen Wein gegönnt und mit Moiras Vater Ambrogio Honig geerntet. Außerdem bin ich ein kleines bisschen auf Hermann Hesses Spuren gewandelt.

War der Prolog noch sehr brutal und blutig und hat eher an einen Thriller erinnert, hat sich Mord in Montagnola im weiteren Verlauf zu einem ruhigen Regionalkrimi mit viel Lokalkolorit entwickelt, der den Fokus vorallem auf die Charaktere legt. Der Spannung hat dies aber keinen Abbruch getan. Im Gegenteil, ich fand es toll Moira bei "ihren Ermittlungen" zu begleiten. Teilweise war es zugegebenermaßen etwas unglaubwürdig, aber ich verzeihe solche Dinge gerne, wenn sie der Handlung dienlich sind und auch schlüssig erklärt werden. Und das ist Mascha Vassena definitiv gelungen. Und so durfte ich die alleinerziehende Mutter einer Tochter bei einigen nicht ganz so legalen Aktionen zur Beweiserbringung begleiten. Ich habe mit Moira gemeinsam über Theorien gebrütet, nur um diese dann wieder zu verwerfen und mich mit ihr gemeinsam in der einen und anderen Sackgasse verrannt.

Neben den sehr gemütlichen Ermittlungen lernen wir vorallem die weiteren Charaktere, wie z.B. den smarten Gerichtsmediziner Luca, Moiras sturen, aber sehr liebevollen Vater Ambrogio und auch ihre Mutter und Tochter, welche beide in Frankfurt zurück geblieben sind, kennen. Es ist eben nicht nur der Kriminalfall, der das Buch so interessant macht, sondern auch die privaten Einblicke und Verstrickungen. Und während der Mordfall nach einem nervenaufreibenden Showdown zufriedenstellend gelöst wurde und alle Puzzlestückchen ihren Platz gefunden haben, bleiben einige Dinge aus dem Privatleben der Charaktere offen. Da muss ich mich wohl in Geduld üben bis der zweite Band erscheint.

Fazit
Mord in Montagnola ist ein gemütlicher Regionalkrimi, der mich ins malerische Tessin entführt hat und den Auftakt einer Reihe bildet. Der Schreibstil ist toll, sehr unkompliziert und flüssig, der Kriminalfall spannend und die Figuren, welche eindeutig im Fokus stehen, sind sehr authentisch.

Ich freue ich schon auf ein Wiederlesen mit Moira, Luca, Ambrogio und Co. und kann dir diesen Reihenauftakt wirklich sehr empfehlen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von April1985

Alte Feinde, neue Freunde

Keeper of the Lost Cities - Der Verrat (Keeper of the Lost Cities 4) von Shannon Messenger


Ein weiterer Band der Reihe ist beendet, ein weiteres Mal hat mich Shannon Messenger in ein Gefühlschaos gestürzt.
Liebe Shannon! Was tust du uns nur an? Ich weiß gerade nicht wohin mit mir und meinen Emotionen. Kann man ein Buch gleichzeitig hassen und lieben? Denn so geht es mir gerade.

Ich kann es nicht anders beschreiben.

'Der Verrat' ist bereits der 4. Band der Keeper of the Lost Cities-Reihe, welche vom Elfenmädchen Sophie handelt. Den Großteil ihrer Kindheit hat Sophie bei den Menschen gelebt, vollkommen ahnungslos, dass sie eigentlich von den Elfen abstammt. Bis zu dem Tag, an dem sie gefunden und über ihre wahre Abstammung aufgeklärt wird. Doch in der Elfenwelt ist ihr nicht jeder wohlgesonnen und der Friede hängt an einen seidenen Faden. So stürzt Sophie plötzlich von einem Abenteuer ins nächste, immerzu die Gefahr im Nacken.  Aber Sophie ist nicht allein. Sie findet schnell gute Freunde, die ihr zur Seite stehen.

Auch in diesem Teil der Reihe geht es richtig turbulent zu. Alte Feinde, neue Freunde, ziemlich brenzlige Situationen, Intrigen und Verrat! In diesem Teil werden endlich einige Geheimnisse von 'Black Swan' gelüftet und auch die 'Neverseen' sorgen für ordentlich Zündstoff. Außerdem lernen wir das Exillium kennen und gehen auf eine geheime Mission in die Stadt der Oger, Ravagog. Mehr verrate ich an dieser Stelle aber nicht.

Shannon Messenger steigert sich mit jedem Teil der Reihe. Es wird mit jedem Teil spannender, gefährlicher und erwachsener. Ihr könnt euch auf unglaubliche Plottwists und ziemlich überraschende Enthüllungen gefasst machen. Shannon Messenger hat mein Nervengerüst ordentlich ins Wanken gebracht. Und sei gewarnt und wiege dich nicht zu früh in Sicherheit, denn Shannon Messenger legt noch eine Schippe drauf. Am Ende wusste ich tatsächlich nicht wohin mit meinen Gefühlen. Einerseits ist 'Der Verrat' bislang mein liebster Teil der Reihe,  andererseits weiß ich nicht,  ob ich der Autorin manche Entwicklungen verzeihen kann. Umso gespannter bin ich jetzt natürlich auf Band 5 'Das Tor', welcher zum Glück schon bald erscheint.

Fazit:

Alte Feine, neue Freunde!

Der 4. Band der Reihe ist turbulent, hochspannend, brandgefährlich und unglaublich wendungsreich. Und es wird ziemlich emotional. Manche Enthüllungen haben mir einfach den Boden unter den Füßen weggerissen.

Von mir gibt's natürlich auch für diesen Teil eine absolute Leseempfehlung. Solltest du die Reihe noch nicht begonnen haben, dann wird es spätestens jetzt Zeit dafür.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von April1985

Das Paradies als Trugbild

Zum Paradies von Hanya Yanagihara

"Und dann gehe ich los...an denselben Ort, an den Du hoffentlich gegangen bist, und ich werde nicht stehen bleiben, ich werde nicht rasten müssen, nicht ehe ich nicht den ganzen Weg gegangen bin...den ganzen Weg zum Paradies."

(Zitat aus Zum Paradies,  Pos. 6298)

Zum Paradies war mein erstes Buch von Hanya Yanagihara, eine Autorin, die ich mir auf jeden Fall merken werde.

Hanya Yanagihara erzählt in 3 Episoden über Liebe, Familie, Krankheit, Verlust, Hoffnung und der Suche nach dem irdischen Paradies. Diese Themen ziehen sich wie ein roter Faden durch das gesamte epochale Werk und doch sind die 3 Geschichten nur sehr vage miteinander verknüpft. Mehrfach habe ich während des Lesens versucht die Zusammenhänge zu erfassen, habe auf den großen Aha-Effekt gehofft und dass mich die Erkenntnis einholt. Das war aber leider nicht der Fall, was auch mein größter Kritikpunkt ist. Und dennoch konnte ich das Buch nur schwer zur Seite legen.

Hanya Yanagihara hat mich mit ihrem unglaublich intensiven, sehr einnehmenden Schreibstil gefesselt.  Sie schreibt sehr ausschweifend und detailliert und sie lässt sich viel Zeit. Ihre Kunst ist es selbst belanglose Dinge und Ereignisse so zu beschreiben,  dass sie beim Lesen wichtig und spannend erscheinen.

Die Autorin nimmt uns auf eine Reise mit, die 3 Jahrhunderte umfasst; in die Jahre 1893, 1993 und 2043 bzw. 2093. Auf dieser Reise lernen wir David, Charles, Peter und Edward kennen, deren Leben in einem Haus aus Washington Square zusammenlaufen. Die Namen wiederholen sich in jedem Jahrhundert, es sind allerdings immer andere Persönlichkeiten bzw. Schicksale die dahinter stehen. Hier hätte ich mir eine eindeutiger erkennbare Verbindung gewünscht und nicht nur Namen, die sich überschneiden.

Mich hat besonders der erste Abschnitt beeindruckt. Es ist das Jahr 1893 und man hat natürlich eine gewisse Vorstellung davon. Doch schnell wird klar, dass Hanya Yanagiharas 1893 anders ist. Ein unabhängiger Teil der USA hat sich zum Freistaat ernannt. Ein scheinbares Paradies, in dem gleichgeschlechtliche Ehen vollkommen natürlich sind. Dieses Bild der alternativen Realität hat mich fasziniert. Es hat aber auch zum Nachdenken angeregt.

Leider konnte die zweite Geschichte hier nicht mithalten, da sie für meinen Geschmack dann doch zu viele Längen aufgewiesen hat.

Die dritte Geschichte hat mich wieder richtig begeistert, angesichts ihrer erschreckenden Aktualität. Es ist hier ein dystopisches Szenario, das Hanya Yanagihara zeichnet. Amerika ist unter staatlicher Kontrolle und schlittert von einer Pandemie in die nächste. Von dem scheinbaren Paradies zu Beginn ist nichts mehr übrig. Eine Erkenntnis macht sich breit: Die Suche nach dem irdischen Paradies ist vergeblich.

Fazit

Liebe, Familie, Sehnsucht, Hoffnung, Krankheit, Verlust und Trugbilder!

Zum Paradies hat mich beeindruckt, auch wenn mir nicht alles gefallen hat. Ich hätte mir insbesondere eine stärkere Verbindung zwischen den drei großen Abschnitten gewünscht. Die Motive und Themen kehren zwar in allen drei Geschichten wieder, der große Aha-Effekt ist aber ausgeblieben.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von April1985

Eine großartige Verschmelzung westlicher und asiatischer Legenden

Die sechs Kraniche (Die sechs Kraniche 1) von Elizabeth Lim

Mit "Die sechs Kraniche" habe ich mein erstes Buch von Elizabeth Lim gelesen. Und schnell habe ich gemerkt, dass sich ein richtiger Schatz dahinter verbirgt. Die Autorin hat es bereits nach den ersten paar Kapiteln geschafft mich mit ihrem Zauber zu umgarnen und mich an die Seiten zu fesseln.

Und so sollte es auch bis zum Schluss bleiben. Für mich ist das Buch überraschend zum ganz großen Highlight geworden.

Kurz vor ihrer arrangierten Hochzeit mit Prinz Takkan wird Prinzessin Shiori von ihrer Stiefmutter Raikama, der namenlosen Königin, mit einem grausamen Fluch belegt. Raikama verwandelt Shioris sechs Brüder in Kraniche und sie verdammt Shiori zu einem Leben in Stille und Ausgrenzung. Mit einer Holzschale auf dem Kopf darf Shiori fortan keinen einzigen Ton mehr von sich geben, denn für jedes Wort,  dass über ihre Lippen kommt, stirbt einer ihrer Brüder. Wird Shiori den Fluch brechen und ihre Brüder retten können?

Elizabeth Lim konnte mich mit ihrem malerischen und jugendlichen Schreibstil tatsächlich schon auf den ersten Seiten abholen. Ich gebe es gerne zu: Allein schon das Cover und die Ausstattung mit dem goldenen Farbschnitt haben eine nicht zu verleugnende Sogkraft auf mich ausgeübt.

Das Buch beinhaltet soviele Elemente, die ich einfach liebe. Ein asiatisch angehauchtes Worldbuilding, eine schlagfertige Prinzessin, verbotene Magie, Drachen, alte Legenden und Mythen,  Geheimnisse, Verschwörungen, höfische Intrigen, Flüche und ganz viel Geschwisterliebe. Richtig, richtig schön!

Vorallem Prinzessin Shiori ist mir mit ihrem unkonventionellen, stürmischen Wesen und ihrer spitzen Zunge sehr ans Herz gewachsen. Ihre charakterliche Entwicklung ist richtig toll. Sie schlägt sich trotz der großen Bürde tapfer, lässt sich nicht unterkriegen, kämpft für ihre Familie und sie wächst mit den Aufgaben. Begleitet wird Shiori von Kiki, einem frechen kleinen Papierkranich, den sie mit ihrer wunderbaren Magie erschaffen hat. Kiki hat sich ganz leise in mein Herz geschlichen.
Und auch die anderen Figuren wurden mit unglaublich viel Liebe zum Detail erschaffen. Egal ob Shioris Brüder, wobei hier insbesondere Hasho, zu dem sie eine besonders innige Beziehung pflegt, heraussticht oder ihre Stiefmutter Raikama, die mir ein großes Rätsel war und deren Intentionen lange im Nebel verhüllt bleiben, sind großartig gestaltet. Überrascht haben mich Prinz Takkan, aber auch der Drache Seryu.  Ersterer mit seiner sanftmütigen, vorurteilsfreien Art, letzterer mit seinem ungestümen, zwar sehr hilfsbereiten, aber auch stolzen Wesen. Die Charaktere sind einfach alle wahnsinnig facettenreich und vielschichtig.

Ich bin nur so durch die Seiten geflogen; habe sie regelrecht verschlungen.
Der Anfang ist eher ruhig und dient zur Einführung der Welt und der Charaktere. Er hat auch den Startschuss für eine mitreißende und spannende Erzählung geliefert. Zahlreiche Plottwists und überraschende Wendungen, sowie Entwicklungen, mit denen ich nicht gerechnet habe, machen "Die sechs Kraniche" zu einem richtigen Pageturner.
Elizabeth Lim hat bei ihrem Buch aber auch auf verschiedenste Märchenelemente, sowohl westliche, als auch asiatische Legenden, zurückgegriffen und diese gekonnt miteinander verknüpft. So erinnert das Buch in seiner Grundstruktur an das berühmte Märchen der Gebrüder Grimm "Die sechs Schwäne". Elizabeth Lim hat allerdings etwas ganz eigenes daraus gezaubert. Eine unglaublich fesselnde und magische Geschichte, die mich am Ende zwar mit offenen Fragen, aber dennoch sehr zufrieden zurück gelassen hat. Während das Märchen "Der sechs Kraniche" beendet wird, wird gleichzeitig der Weg für das nächste große Abenteuer bereitet. Ich freue mich schon riesig auf die Fortsetzung "Der Schwur des Drachen", welche im Jänner 2023 erscheint.

Fazit:

Verbotene Magie, ein grausamer Fluch und eine Prinzessin, die ihre Familie retten muss. Elizabeth Lim hat ein großartiges, magisches High Fantasy Märchen zu Papier gebracht, dass mich mit seinen einzigartigen und facettenreichen Charakteren und unglaublich überraschenden und unvorhersehbaren Twists absolut verzaubert hat.

Für mich ist "Die sechs Kraniche" ein Lese- bzw. Jahreshighlight 2022, welches ich dir unbedingt empfehle.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von April1985

Brillant, geistreich, humorvoll

Eine Frage der Chemie von Bonnie Garmus

Eine Frage der Chemie ist eines jener Bücher, das mich unglaublich überrascht hat. Ich habe ehrlich gesagt nicht erwartet, dass sich dahinter ein weiteres großes Highlight 2022, ich würde sogar sagen Lebenslesehighlight, verbirgt.

Es sind die frühen 1960er Jahre. Von Frauen wird erwartet zu heiraten, Kinder zu bekommen, die Familie zu verpflegen und ein Leben zwischen Schönheitssalon, Diätkuren und Gartenvereinen zu führen.

Alles Dinge, die so gar nicht Elizabeth Zotts Naturell entsprechen. Elizabeth ist Chemikerin, in einer Zeit, in der man Frauen keinen wissenschaftlichen Beruf zutraut. Zwischen Laborkitteln und Reagenzgläsern fühlt sich Elizabeth wohl. Mit ihrem messerscharfem Verstand lässt sie ihre männlichen Kollegen alt aussehen. Doch dann wird Nobelpreiskandidat Calvin Evans auf Elizabeth aufmerksam und verliebt sich in sie. Und so kommt es, dass Elizabeths Leben plötzlich eine Richtung nimmt, die sie sich nie für sich vorgestellt hat.

Bonnie Garmus Debütroman hat mich wahnsinnig begeistert. Eine Frage der Chemie ist brillant, scharfsinnig, geistreich und dabei auch unglaublich humorvoll. Elizabeth Zott ist eine Protagonistin, die man nicht mehr vergisst. Eine Heldin ihrer Zeit, eine Vorreiterin, ein Vorbild für Mädchen und junge Frauen. Abgesehen von ihrer Intelligenz ist Elizabeth unangepasst, sie sagt was sie denkt und weiß sich zu wehren. Selbst als die Lebensumstände Elizabeth dazu zwingen in der Kochsendung "Essen um sechs" aufzutreten, macht Elizabeth das, was sie am besten kann - Wissenschaft vermitteln. Denn immerhin ist Kochen nichts anderes als Chemie.
Noch nie habe ich auf derart faszinierende Weise eine banale Eierspeise zubereitet und noch nie war das Aufbrühen von Kaffee ein so großes Erlebnis.

Ich habe Elizabeth mit Begeisterung durch ihre Lebensabschnitte begleitet, habe mich mit ihr über die Arroganz ihrer Umwelt geärgert, war entsetzt was Elizabeth alles erdulden musste. Genauso habe ich mich aber auch über die Geburt ihrer Tochter gefreut und es genossen zu lesen, wie Elizabeth mit den neuen Aufgaben gewachsen ist. Tatkräftige Unterstützung erhält Elizabeth von ihrer Nachbarin und Freundin Harriet, welche ich schnell lieb genommen habe. Und dann ist da auch noch Halbsieben, ein streunender Hund, welcher von Elizabeth und Calvin adoptiert wurde und der sich ganz heimlich und leise in mein Herz geschlichen hat. Der ehemalige Bombensuchhund Halbsieben hat sogar eigene Kapitel erhalten! Einfach großartig und herrlich erfrischend!

Bonnie Garmus hat mich mit ihrer Geschichte unglaublich gut unterhalten. Ihr Schreibstil ist unkompliziert und wahnsinnig flüssig zu lesen. Die Kapitel sind nicht zu lang, wodurch man das Gefühl hat durch das Buch zu fliegen. Die Handlung ist temporeich und nimmt Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet habe.

Wenn du ein Buch über starke, kämpferische Frauen lesen willst, dann kann ich dir Eine Frage der Chemie sehr empfehlen. Und wenn nicht, dann lies das Buch trotzdem!

Fazit:

Eine Frage der Chemie ist ein großartiges Romandebüt der amerikanischen Autorin Bonnie Garmus. Die Geschichte ist brillant erzählt und liest sich trotz zahlreicher tragischer Szenen und Ereignisse sehr leicht, was vorallem an den scharfsinningen und humorvollen Dialogen und Elizabeth Zotts unangepasstem und erfrischend ehrlichem Charakter liegt. Außerdem spielt ein Hund eine Hauptrolle. Muss ich noch mehr sagen? Unbedingt lesen!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von April1985

Liebe in schweren Zeiten

Das verschlossene Zimmer von Rachel Givney

An Rachel Givneys Roman hatte ich sehr große Erwartungen. Und auch wenn diese nicht alle erfüllt wurden, kann ich am Ende doch sagen, dass ich ein aufwühlendes, durch den zeitlichen Rahmen oftmals erdrückendes und sehr spannendes Buch gelesen habe.

Es ist das Jahr 1939. Die 17-jährige Marie lebt mit ihrem Vater, dem angesehenen Arzt Dominik Karski in Krakau.

Während die Menschen sich für den bevorstehenden Angriff der deutschen Nationalsozialisten auf Polen rüsten, hat Marie einen großen Herzenswunsch. Sie möchte Medizin studieren, doch ein Studium ist Frauen untersagt. Auch Maries Vater würde seine Tochter in diesen unsicheren Zeiten lieber verheiratet sehen. Und dann ist da auch noch Maries Sehnsucht nach ihrer Mutter, die sie nie kennen lernen durfte. Marie beginnt Nachforschungen anzustellen und stößt dabei auf ein kleines, verstecktes Kästchen in dem stets verschlossenen Zimmer ihres Vaters. Welche Geheimnisse hütet Dominik Karski? Warum redet er nie über Maries Mutter? Und wird es Marie gelingen ihren Traum vom Medizinstudium zu verwirklichen?

Rachel Givney hat eine fesselnde, sehr emotionale und wendungsreiche Familiengeschichte zu Papier gebracht. Das Buch liest sich wunderbar leicht und flüssig und auch der Spannungsbogen ist durchgehend hoch.

Die Geschichte spielt in zwei Zeitebenen, die sich abwechseln. Während wir in der Hautpthandlung Marie bei ihren Nachforschungen begleiten, lernen wir in einem zweiten Erzählstrang die junge Helena Kolikov kennen, welche in den 1920er Jahren als Dienstmädchen in der Apotheke von Dominik Karskis Vater arbeitet. Schnell wird deutlich, um wen es sich bei Helena handelt, umso überraschter war ich von den zahlreichen Wendungen, welche die Handlung genommen hat. Gerade die Rückblenden in die Vergangenheit hatten eine unglaubliche Sogwirkung auf mich, haben sie doch das Rätsel um das mysteriöse Verschwinden von Maries Mutter nach und nach gelüftet. Dieser Teil der Geschichte konnte mich richtig mitreißen, hat mir aber auch emotional einiges abverlangt. Ich muss allerdings auch sagen, dass es mir im Gesamten etwas zu viel an dramatischen Ereignissen war. Rachel Givney bringt unter anderem das Thema des sexuellen Missbrauches auf. Meines Erachtens wäre die Handlung auch gut ohne diese Thematik ausgekommen.
Überhaupt hat Rachel Givney einfach zu viel gewollt und das Buch mit zu vielen Nebenhandlungen vollgepackt, die es nicht gebraucht hätte. Die Rahmenhandlung rund um Maries Suche nach ihren Wurzeln war an sich schon packend genug.

Ein weiterer Kritikpunkt betrifft Marie. Leider konnte ich ihre Bestrebungen und sehr naiven Gedanken oft nicht nachvollziehen. Marie sieht die drohende Gefahr nicht und handelt in meinen Augen zu blauäugig. Trotz aller Warnungen konvertiert sie der Liebe wegen zum Judentum und heiratet ihren Freund aus Kindertagen Ben Rosen. Und während unter den Menschen eine Aufbruchstimmung herrscht, tritt Marie spontan eine Reise an, um ihre Recherchen voranzutreiben. So wurde nicht Marie, sondern Helena Kolikov meine heimliche Heldin dieses Romans.

Trotz meiner Kritik habe ich 'Das verschlossene Zimmer' unglaublich gerne gelesen. Viele Wendungen habe ich nicht kommen sehen, mit Helena habe ich so richtig mitgefiebert und die Enthüllungen zum Schluss haben mir schier den Boden unter den Füßen weggezogen.

Wenn du gerne Familiengeheimnisromane eingebettet in einem aufwühlenden historischen Setting liest,  dann kann ich dir 'Das verschlossene Zimmer' sehr empfehlen.


Fazit

'Das verschlossene Zimmer' ist ein mitreißender historischer Familienroman aus der Feder von Rachel Givney. Mit Protagonistin Marie wurde ich zwar bis zum Schluss nicht wirklich warm und meines Erachtens war das Buch im Gesamten zu vollgepackt mit Nebensächlichkeiten, die Haupthandlung rund um das Familiengeheimnis und dessen Enthüllung haben mich aber unglaublich gefesselt.

Ich kann dir das Buch auf jeden Fall empfehlen, wenn du gerne Familiengeheimnisromane liest.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von April1985

Mermaids don't do homework und andere Mythen

Legend Academy, Band 1 - Fluchbrecher von Nina MacKay

Teenager Graylee ist wirklich besonders. Sie liebt Guerilla Stricken, auffallende Statement-Shirts und sie verbringt auffällig viel Zeit auf dem Polizeirevier. Als ihr ihr letzter Streich einen Schulverweis einbringt, wird sie auf ein Internat in Texas geschickt, in dem Schüler mit besonderen Bedürfnissen unterrichtet werden.

Doch anders als erwartet, entpuppt sich das Internat als Schule für Nachfahren mythischer Wesen. Unf auch in Graylee soll ein legendäres Erbe schlummern.

Nina MacKay hat mich mit ihrem Dilogieauftakt richtig begeistert. Legend Academy ist frech, bunt, magisch und unglaublich humorvoll. Die Swanlake Academy ist ein Ort, an dem sich nicht nur sprechende Kolibris tummeln - mein Herz schlägt für Iceman, Lucinda und Co. - sondern auch die Nachfahren der 7 Legenden ein und aus gehen. Walküren, Sirenen, Selkies, Odins-Söhne, Minotauren, Chimären und Gorgonen! Man kommt aus dem Staunen nicht heraus.

Vorallem Graylee hat mich mit ihrer spitzen Zunge und ihrem Sarkasmus schnell für sich eingenommen. Und auch Mädchenschwarm Hudson wird recht schnell auf Graylee aufmerksam. Doch da ist auch noch Baker aus dem geheimnisvollen Sommercamp, der Graylee ordentlich ins Schwitzen bringt.

Zwischen frechen, wahnsinnig witzigen Dialogen und Graylees Suche nach ihrer Abstammung entwickelt sich eine ganz leichte Liebesgeschichte, die allerdings von einem alten Fluch überschattet wird. Als dann auch noch Schülerinnen verschwinden, wird es nicht nur spannend und geheimnisvoll, sondern auch richtig gefährlich.

Nina MacKay konnte mich mit ihrem Jugendbuch sehr gut unterhalten. Ich mochte die Leichtigkeit, die spritzigen Dialoge, die Fülle an Geheimnissen und, ich habs oben schon erwähnt, die Kolibris, welche die Handlung richtig schön aufgepeppt und einzigartig gemacht haben.

Mein einziger kleiner Kritikpunkt ist, dass wahnsinnig viele Fragen unbeantwortet geblieben sind.

Ich bin schon sehr gespannt, wo die Reise noch hingehen wird; vorallem nach dem unglaublich fiesen Cliffhanger am Ende, der mich ehrlich gesagt etwas ratlos zurück gelassen hat.

Fazit:

Die Nachfahren der 7 Legenden, ein alter Fluch, über den niemand spricht und Schülerinnen, die unter mysteriösen Umständen verschwinden.

Nina MacKay hat mich ihrem Dilogieauftakt verzaubert, begeistert und zum Lachen gebracht. Vorallem Protagonistin Graylee mit ihrem frechen Mundwerk und der Neigung in Fettnäpfchen zu treten und die ab und zu unter Zuckerschock stehenden, sprechenden Kolibries haben mein Herz erobert.

Legend Academy ist bunt, frech, spannend und sorgt für Herzklopfen. Ich hatte mir lediglich ein paar mehr Antworten gewünscht.  Und auch das Ende hat mich etwas planlos zurück gelassen. Abgesehen davon gibt's eine absolute Leseempfehlung!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von April1985

Punkig, polternd, pink

Marie Käferchen von Kai Lüftner

Punkig, polternd, pink! Das ist Marie Käferchen! Das Marienkäfermädchen mag es laut und wild. Ihr Herz schlägt für Rock'n Roll und ihre E-Gitarre. Ganz zum Missfallen von ihrem Papa und den anderen Wald- und Wiesenbewohnern. Doch Marie lässt sich nicht unterkriegen und sie verfolgt hartnäckig und mit Leidenschaft ihr Ziel eines Tages vor all ihren Freunden ein Konzert zu geben.

Wir lieben Marie Käferchen einfach. Kai Lüftner, den wir schon von Furzipups, den Knatterdrachen kennen, hat ein weiteres Lieblingsbuch geschrieben.  Mindestens einmal am Tag verlangt meine 2 1/2-jährige Tochter, dass ich ihr Marie Käferchen vorlese. Und das gleich mehrmals hintereinander.  Die Geschichte von Marie Käferchen ist aber auch einfach unglaublich toll. Es macht unglaublichen Spaß die flotten Reime zu lesen.  Diese sind genauso wild und frech wie Marie selbst und ich merke, wie ich jedes Mal beim Vorlesen selber in einen gewissen Groove verfalle und mich mit den unterschwelligen Beats mitreißen lasse.

Die Illustrationen von Wiebke Rauers untermalen die herzerwärmende Geschichte von Marie perfekt. Punkig und sehr, sehr pink trifft es auf den Punkt.

Meine Tochter und ich lieben Marie Käferchen und die schöne Botschaft, die das Buch vermittelt. Lass dich nicht unterkriegen,  lass dich nicht verbiegen. Sei du selbst, denn so wie du bist, bist du perfekt. Und verfolge immer mit Leidenschaft deine Ziele und Träume.

Absolute Empfehlung!

Fazit

Punkig, laut und sehr, sehr pink! Marie Käferchen lebt für den Rock'n Roll und geht nie ohne ihre E-Gitarre fort. Sie liebt es zu rocken, zu singen und zu bangen. Und sie mag es dabei richtig laut.

Meine Tochter und ich lieben das freche Käfermädchen mit ihren Träumen und Wünschen. Wir können dir das wundervoll illustrierte und in flotter Reimform geschriebene Kinderbuch sehr empfehlen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von April1985

Whisper, whisper

#London Whisper – Als Zofe ist man selten online von Aniela Ley

Für die 15-jährige Zoe geht ein riesengroßer Wunsch in Erfüllung als sie für ein Austauschjahr nach London ins Internat Dunwick House eingeladen wird.  Als Zoe und ihre Freundinnen eine nicht ganz so erlaubte Party im Internat veranstalten, passiert etwas Unfassbares. Zoe wird ohnmächtig und erwacht im Jahr 1817 als Zofe der 17-jährigen Miss Lucie Arlington wieder.

Zoe, die erfolgreich als Kummerkastentante einen Instagram-Account führt, auf dem sie allerlei Tipps gibt und Ratschläge erteilt, wird gerade zur richtigen Zeit in die Vergangenheit katapultiert.  Denn die schüchterne Miss Lucie soll ihr Balldebüt geben und braucht dabei dringend Hilfe. Auf dem Ball trifft Zoe auf den charmanten jungen Lord Hayden Falcon-Smith - wie sich herausstellt ebenfalls Zeitreisender. Gemeinsam versuchen Zoe und Hayden wieder in ihre Zeit zurückzukehren. Ob es ihnen gelingen wird?

Aniela Ley konnte mich bereits mit "Lia Sturmgold" begeistern, weshalb für mich klar war, dass ich auch #London Whisper lesen möchte. Außerdem hat mich der Klappentext sehr an die Edelstein-Trilogie von Kerstin Gier erinnert, welche bis heute eine meiner liebsten Buchreihen rund ums Zeitreisen ist. Ich war neugierig und gespannt, ob #London Whisper eventuell auch das Potenzial zum Lieblingsbuch hat. Und ja, das Potenzial ist definitiv da, auch wenn dieses meines Erachtens nicht vollständig ausgenutzt wurde. Fans von Kerstin Giers Edelstein-Trilogie werden hier aber dennoch auf ihre Kosten kommen, man sollte die beiden Buchreihen aber nicht zusehr miteinander vergleichen bzw. messen.

Ich hatte jedenfalls eine Menge Spaß mit Zoe #herzenfreundin, die nicht nur als Kummerkastentante heimlich Whisper-Whisper-Kettenbriefe verfasst, sondern auch ein riesengroßer Jane Austen-Fan ist. Als solcher findet sich Zoe in der opulenten Regency-Zeit sofort wohl. Allerdings ging mir die Anpassung von Zoe fast ein wenig zu schnell. Zoe hinterfragt mir gerade zu Beginn ihrer Zeitreise zu wenig.  Sie geht sofort voll in ihrer neuen Rolle als Zofe von Miss Lucie auf. Das Zoe quer durch die Zeit gesprungen ist, scheint sie nicht besonders zu stören bzw. wundern. Hier hätte ich mir etwas mehr Realismus gewünscht. Abgesehen davon ist Zoe aber eine großartige Protagonistin.  Humorvoll, schlagfertig und eine richtig tolle Freundin. Vorallem ihre Gespräche mit dem Spitz Pickelton - ja, richtig, dieser Hund kann sprechen und die Schlagabtäusche mit Hayden haben mich oft zum Schmunzeln gebracht. Und ja, man erahnt, dass sich eine leichte Liebesgeschichte abzeichnet. Allerdings wirklich nur ganz leicht und sehr, sehr jugendfrei.

Neben der wirklich süßen Dynamik zwischen Zoe und Hayden, hat mir auch die Freundschaft zwischen Zoe und Lucie unglaublich gut gefallen. 

Nach dem etwas zu reibungslosen und glatten Einstieg ins Buch hat sich die Geschichte für meinen Geschmack dann doch noch in eine wunderbare Richtung entwickelt. Magisch, spannend,  romantisch und humorvoll! Aniela Ley hat mich auf eine zauberhafte Zeitreise mitgenommen und mir ein sehr schönes Leseabenteuer beschert. Ich werde die Reihe auf jeden Fall im Auge behalten.

Fazit

Magisch, romantisch, humorvoll!

#London Whisper ist ein zauberhaftes Zeitreise-Abenteuer ab 12 Jahren mit vielen "Kerstin-Gier-Vibes", schlagfertigen Dialogen, einer leichten Liebesgeschichte,  tollen Freundschaften und spannenden Momenten.

Wenn du ein Fan der Edelstein-Trilogie bist oder Zeitreise-Geschichte im Allgemeinen gerne hast,  dann kann ich dir #London Whisper sehr empfehlen. 

im Shop ansehen weitere Rezensionen von April1985

Very british

Mrs Potts' Mordclub und der tote Nachbar von Robert Thorogood

In der idyllischen Kleinstadt Marlow lebt Judith Potts in einem alten, baufälligen Herrenhaus. Die exzentrische Dame ist 77 Jahre alt, alleinstehend, liebt Whisky und arbeitet mit Leidenschaft als Kreuzworträtselautorin. Als Mrs. Potts wieder einmal nackt in der Themse schwimmen geht - das macht sie regelmäßig - hört sie Schüsse auf dem Nachbargrundstück.

Sie alarmiert die Polizei, welche die Anzeige jedoch nicht all zu ernst nimmt, gibt es ja nicht einmal eine Leiche und nur die Aussage einer alten Dame. Da Mrs. Potts davon überzeugt ist,  Zeugin eines schweren Verbrechens geworden zu sein, beginnt sie kurzerhand selber Fragen zu stellen und findet sich plötzlich in ihren eigenen Ermittlungen wieder.

'Mrs. Potts Mordclub und der tote Nachbar' ist der Auftakt einer Krimireihe von Robert Thorogood. Mit viel britischem Humor, Lokalcholorit, liebevoll schrägen Charakteren und einer sehr hartnäckigen Protagonistin hat mir der Autor einige wunderbare Lesestunden bereitet. Neben dem überraschend wendungsreichen Kriminalfall hat das Buch vorallem mit seinem herrlich überzeichneten Figurenkabinett bei mir gepunktet. So durfte ich neben Mrs. Potts auch Becks, die Frau des Pfarrers, welche neben ihrer Hausfrau- und Mutterrolle auch eine wilde Seite hat und Hundesitterin Suzie, deren Markenzeichen selbstgedrehte Zigaretten sind, kennen lernen. Zusammen mit Mrs. Potts gründet das charmante Trio den "Marlow Mörder Club" und trägt maßgeblich zur Aufklärung der Mordfälle bei. Dies zunächst sehr zum Missfallen von Detective Tanika Malik, die sich mit der eigenwilligen Mrs. Potts herumschlagen muss und welche ich im Übrigen auch sehr ins Herz geschlossen habe.

Robert Thorogood hat einen wirklich sehr amüsanten, schwarzhumorigen Cosy Crime mit viel englischem Charme geschrieben, in dessen Fokus die eigenwilligen Charaktere stehen. Zwar nicht ganz so scharfsinnig wie Mrs. Marple und vorallem im Mittelteil mit einigen Längen, konnte mich das Gesamtpaket dennoch überzeugen. Vorallem das Ende und die Auflösung fand ich richtig gelungen und sehr clever.

Ich habe den Reihenauftakt gerne gelesen und kann ihn dir als schnelle Lektüre für Zwischendurch sehr empfehlen.

Fazit

Wenn du 'Mrs. Potts Mordclub und der tote Nachbar' aufschlägst erwartet dich ein spannender Cosy Crime mit englischem Charme und sehr liebevollen, exzentrischen Figuren. Robert Thorogood hat einen sehr amüsanten Reihenauftakt zu Papier gebracht, der bei mir vorallem durch seine eigenwilligen Charaktere im Gedächtnis bleiben wird.

Wenn du gerne Cosy Crime liest und es "very british" magst, dann kann ich dir diesen Krimi im Stil von Mrs. Marple sehr empfehlen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von April1985