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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von HEYN Leserunde Maria Dörfler:

Spannend, leicht zu lesen

Malnata von Beatrice Salvioni

Trotz des schweren, oft bedrückenden Inhalts ein leicht zu lesendes Buch.
Die Spannungen und Gegensätze sind hart und scharf, es gibt kaum Zwischentöne. Schwarz, weiß und gut und böse sind klar. Ein wenig fehlen mir Grau und Zwischentöne. Gibt es so starke Menschen? Die Haltung der Malnata ist beeindruckend angesichts der schwierigen, widrigen Verhältnisse.

Woher nimmt das junge Mädchen die Kraft?
Es wäre schön. wenn viele Menschen sich so sehr Widerstand leisten könnten.

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Faszinierende Konstruktion, erfordert Mühe und Konzentration

Das andere Tal von Scott Alexander Howard

Die Idee, Zeiträume überwinden zu können, Geschehenes verändern, Zukünftiges verhindern, vermeiden,...... all das überhaupt wissen zu können - ist wohl ein verlockendes, faszinierendes Gedankenexperiment. Doch : ist es realisierbar, ist es wünschenswert, wem wird der Blick in die Vergangenheit und in die Zukunft gestattet und unter welchen Bedingungen?
All diese Fragen stellen sich bei der Lektüre.

Das Buch entwirft ein düsteres, nicht erstrebenswertes Bild dieser Möglichkeit - seltsam totalitäre Strukturen, meist wenig Empathie der Protagonisten füreinander. Wollen wir in einer solchen Welt leben? Doch eher nicht. Die Sprache hat mir gut gefallen, ebenso der Spannungsbogen.
Recht mühsam und manchmal verwirrend das Switchen in Zeiträumen und nicht ganz nachvollziehbar das Happy End in dieser Welt.
Dennoch sehr empfehlenswert für anspruchsvolle LeserInnen mit etwas Durchhaltevermögen.

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Spannendes Thema, leider verfehlt

Die Entflammten von Simone Meier

Die Geschichte einer bemerkenswerten Frau beginnt recht vielversprechend.
Die Verbindung mit der Protagonistin Gina hat mich leider bald stutzig gemacht und etwas ratlos. Mehr und mehr schien mir Vieles krampfhaft konstruiert, das "Verschmelzen" von Jo und Gina unglaubwürdig und eher in Pubertätsphantasien anzusiedeln.

Warum doch durchschnittlich? Weil es bis zu zwei Dritteln recht nett und flüssig zu lesen ist, die historischen Figuren gut gezeichnet sind in der Phantasie der Autorin. Aber je länger, desto mehr Durcheinander. Wer war entflammt???

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Faszinierend, abstoßend, sprachlich fantastisch

Trophäe von Gaea Schoeters

Was soll das? Das Thema interessiert mich überhaupt nicht! Jagd ist mir zuwider! Meine Gedanken und Gefühle zu Beginn des Buches.
Meine bescheidene Kenntnis des Kontinents Afrika, seiner Natur, seiner Fauna und Flora, seiner Menschen hat mich allerdings immer schon gefangen genommen, seit ich ein wenig davon kennengelernt habe.

Und diese Faszination ist beim Lesen des Buches mit jeder Seite mehr wieder gekommen. Die unglaublich bildgewaltige, schöne Sprache erzeugt einen Sog, dem ich mich kaum entziehen konnte, unabhängig vom Inhalt zunächst. Eine Art von Eintauchen in ein anderes Leben, das zumindest teilweise auch in manchen von uns tief drinnen ist, Hunter wagt es, Dinge auszusprechen, zu überlegen, zu Ende zu bringen, die (Gott sei Dank) fast niemand zu Ende denkt. Vieles ist dennoch widersprüchlich, barbarisch und wird rationalisiert - wir sollten eigentlich darüber hinaus sein. Es überschreitet Grenzen, die nicht überschritten werden sollten. Das Buch ist gut, sehr gut und furchtbar zugleich.
Es ein Wagnis, es zu schreiben, noch dazu ist es von einer Frau geschrieben - unfassbar!

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Eine sehr österreichische Frauen Familiengeschichte

Packerl von Anna Neata

Die Sprache rund und angenehm weich, auch dann, wenn es der Inhalt oft gar nicht ist. Die Frauengestalten werden lebendig und ihre Kommunikation, wenn sie denn stattfindet, bissig oder liebevoll, ist unterhaltsam und da oder dort findet sich wohl jede ein wenig selbst in diesem Text.
Als eine, die der Generation von Elli und Ursel angehört, werden Bilder, Themen, Problemstellungen meiner Jugend wieder belebt.

Die Beschreibung von Schwierigkeiten zwischen Müttern und Töchtern, ihr Wechsel von Zuneigung und Aggression haben mich beeindruckt. Familienereignisse, Treffen werden wunderbar und oft durchaus witzig beschrieben. Obwohl die Gräben zwischen den Generationen tief sind.
Die Sprünge von Zeit zu Zeit über Jahrzehnte, vor allem am Anfang, machen mir manchmal zu schaffen, das scheint jetzt modern zu sein - ich sehe darin keinen besonderen Sinn. Und hin uns wieder hat sich mir das Wort Klischee aufgedrängt. Aber vielleicht ist das Leben oft einfach so.
Ein sehr empfehlenswertes Buch, ich werde es verschenken.
Maria Dörfler

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Schade um das spannende Thema

Die Formel der Hoffnung von Lynn Cullen

Die Geschichte der Polioimpfung ist eine Geschichte meiner Kindheit. Ich kannte einige Polioopfer und meine Eltern haben viel Geld ausgegeben, um für mich die Impfung zu ermöglichen.
Ich habe mich total gefreut auf das Buch - und war ziemlich enttäuscht.
Die Sprache (Übersetzung?) hat mir überhaupt nicht gefallen.

Die Handlung ziemlich chaotisch und streckenweise richtig langweilig.
Und wie dann noch die völlig unglaubwürdige Liebesgeschichte "dazugedichtet" wurde, war ich richtig ärgerlich.
Einzig die Beschreibung des Wissenschaftsbetriebes und vor allem die schwierige Rolle begabter Frauen in diesem Betrieb haben mich ein wenig mit dem Buch versöhnt. Ohne sie hätte ich nur 2 Punkte vergeben.

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Wer findet sich da nicht ein Stück weit?

Schönwald von Philipp Oehmke

Leicht zu lesen, oft zum Schmunzeln.......wer findet sich da nicht an dieser oder jener Stelle. Es wird ja auch nichts ausgelassen, was aktuell zur Debatte steht.
Das aber in oft unterhaltsamer, manchmal auch etwas tiefergehender Weise. Angenehm gute, journalistische Sprache. Die Beziehungen zwischen den Familienmitgliedern und auch zu Außenstehenden sind durchaus mit viel Feinfühligkeit gezeichnet und beschreiben die bürgerliche, vielleicht bald aussterbende Bildungsoberschicht für mich sehr gut nach.

Manches ist vielleicht etwas überzeichnet, aber durchaus witzig ( Grillparty)
Ich habe das Buch mit Vergnügen gelesen und werde es in der älteren Generation verschenken.!

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Ein wirklich schönes Buch, das ich Frauen (eingeschränkt auch Männern) sehr empfehle

Marschlande von Jarka Kubsova

Eine selbständige, ungewöhnliche Frau in schwersten Zeiten, die letztlich an den Menschen, meist Männern, ihrer Umgebung scheitert und unaufhaltsam ihrem schlimmen, damals wohl unvermeidlichen Ende entgegen lebt. Kein Ausweg, kein Entkommen, kaum Mitgefühl. Es tut schon sehr weh.
Eine selbständige, gebildete Frau heute, die Familie hat (haben wollte), die aber mehr will und es damit auch heute schwer hat.

Aber für sie gibt es Möglichkeiten, Ausweg(e), es gibt Unterstützung, aber auch Schmerzen und es gibt nicht den einfachen Weg. Viele Frauen kennen das Dilemma, entscheiden sich so oder so, verzichten da oder dort...
Ginge es auch anders? Besser?
Die weiteren Generationen werden vielleicht eine Antwort finden, hoffentlich keinen Rückschritt erleben.

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Gut, meist spannend, mit einem "Bruch"

Going Zero von Anthony McCarten

Ein bedrohend aktuelles Thema, in durchaus origineller Verpackung:
Ein Überwachungssystem wird mit 10 mehr oder weniger interessanten Probanden überprüft. Das wäre durchaus Stoff genug. Die Sprache ist eher schnörkellos - das passt ganz gut zum "technisch" KI nahen Thema. Ich hätte mir gewünscht, dass ein oder 2 Menschen der Überwachung einfach entkommen wären.

....Vielleicht zu schön, um wahr zu sein!
Die Wendung in der Geschichte hat mich nicht ganz überzeugt, obwohl die zweite Geschichte für sich genommen auch einiges hergibt. Irgendwie lese ich 2 sehr verschiedene Handlungen in einem Buch.
Insgesamt ein lesenswertes Buch!
Maria D.

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Schade, ich hatte mir viel mehr erwartet

Männer sterben bei uns nicht von Annika Reich

Das schöne Cover, eine Geschichte von einer Frau über, mit und zwischen Frauen! Das könnte doch spannend sein! Das war es leider nicht für mich!
Die Frauenfiguren nahmen nie wirklich Gestalt an, auch nicht die Großmutter, auch nicht das Mädchen. Manchmal ist spürbar, was da wohl alles an Drama gelaufen sein mag und läuft, aber weder die Konstruktion des Romans noch die Sprache konnten mich erreichen oder gar begeistern.

Einzig die Betrachtungen der nun älter gewordenen Protagonistin, die nach dem Tod der Großmutter an den Ort ihrer Kindheit zurückkehrt, haben mich berührt und das Potential der Geschichte anklingen lassen, das sich mir vorher wenig erschlossen hat.

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