Kunden em pfehlungen
Rezensionen von nanu?!:
Wenn der Garten überquillt
Zucchini von Sarah Tischer
Den Titel dieses Buches finde ich ziemlich passend, denn jeder, der schon mal Zucchini im Garten hatte, weiß, was ihm irgendwann bevorsteht. Und diese Schwemme an Zucchini will ja dann auch verarbeitet werden, nur fallen einem bald keine Rezeptideen mehr ein. Aber zum Glück naht hier die Rettung, Sarah Tischer zeigt uns ihre Lieblingsrezepte rund um die Zucchini.
Insgesamt gibt es über 70 Rezepte zu entdecken. Aber bevor es losgeht, gibt es erst eine kurze Einführung in das Thema in Form einer kleine Warenkunde, Tipps zu Anbau und Ernte, sowie der Einlagerung und wie man die Früchte sonst haltbar machen kann.
Aufgeteilt ist das Buch in 5 Hauptkapitel, dazwischen findet man noch kleinere Unterkapitel mit "Specials", wie Dips oder Drinks, die sich schlecht einsortieren lassen.
Grundsätzlich gilt bei der Zucchini, dass es kaum etwas gibt, das sie nicht mitmacht, was man im Buch auch gut sehen kann: Die Zucchini gibt es hier als Beilage und Salat, als Eintopf und Suppe, im Auflauf und in Teigtaschen, als Nudelgericht oder auf Tartes, sogar im Brot und süße Kuchen und einiges mehr.
Besonders gelungen finde ich die beiden Kapitel mit den Hauptgerichten, denn da finde ich die Rezepte am kreativsten.
Mini-Zucchini-Pfannkuchen, Zucchini-Falafel mit Curry-Dattel-Dip, das Thai-Curry mit Zucchini oder die Zucchini-Sobanudeln mit Erdnusssauce. Nur um ein paar Beispiele zu nennen.
Auch mega interessant für mich ist das Kapitel mit den Backwaren. Hier wird das Gemüse unter anderem in Scones, im Crumble, im Brot und im Schokoladenkuchen versteckt.
Nicht so gut gefallen hat mir das erste Kapitel mit den Vorspeisen und Beilagen. Vor allem die Beilagen sagen mir nicht so zu, die Kompositionen sind mir persönlich ein bisschen zu einfach, in der Würzung wie auch in der Zusammenstellung.
Die Rezepte sind immer für vier Portionen ausgerichtet.
Die Zutatenlisten halten sich in Grenzen, man braucht keine tausend Sachen um die Rezepte realisieren zu können.
Auch die Zutaten selbst sind unkompliziert und leicht zu bekommen.
Das ganze Buch kommt ohne Fleisch und Fisch aus.
Vegane Rezepte sind extra markiert und solche, die sich ganz leicht in vegane Gerichte umwandeln lassen.
Die Anleitungen sind klar und deutlich und die Gerichte ganz leicht nachzukochen.
Die Rezepte sind alltagstauglich und besonders gut für Familien mit Kindern geeignet.
Das Buch empfehle ich gerne weiter. Wer Zucchini liebt, sollte sich dieses Buch gönnen, mehr Abwechslung geht kaum.
Mord am Hofe der Königin
Lady Grace Mysteries: Giftmord von Grace Cavendish
Der Königin liegt Lady Grace' Wohlergehen besonders am Herzen und sie findet, es sei nun langsam Zeit, dass die Lady sich verlobt.
Zu diesem Zwecke wird extra ein Fest abgehalten, wobei Lady Grace sich die drei in Frage kommenden Heiratskandidaten anschauen soll. Am Schluss soll sie der Königin ihre Entscheidung verkünden.
Doch bevor Grace dies tun kann, wird einer der Kandidaten ermordet aufgefunden. Ein Täter ist schnell gefunden, doch Grace ist überhaupt nicht von dessen Schuld überzeugt und beginnt Ermittlungen anzustellen.
Es gibt Nachwuchs am Junge-Detektivinnen-Himmel, wobei mir hier diesmal besonders das Setting gefällt.
Lady Grace ist Königin Elisabeth I liebste Hofjungfer. Aus Gründen, die noch näher beleuchtet werden, fühlt sich die Königin für Grace besonders verantwortlich.
So lernt der Leser das Leben am Hofe und die Pflichten einer Hofjungfer kennen. Womit Grace sich die Zeit vertreibt, was ihre Aufgaben als enge Vertraute der Königin sind und überhaupt.
Aber eigentlich ist Lady Grace keine sehr gehorsame Hofjungfer und gerne stiehlt sie sich davon, um interessantere Dinge zu tun.
Schnell begreift Lady Grace, dass irgendwas mit dem Toten nicht stimmen kann. Auf die Hilfe ihrer besten Freunde, dem Dienstmädchen Ellie und dem Akrobaten Masou, kann sie sich verlassen. Die beiden haben Zugang zu den Diensträumen des Hofes und sind sowieso zu jeder Schandtat bereit.
Zusammen werden sie so manches Geheimnis lüften.
Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Wie auf den Buchdeckeln unschwer zu erkennen ist, hat Lady Grace höchstpersönlich das Buch geschrieben. Hierbei handelt es sich nämlich um ihr Tagebuch, welches sie heimlich unter der Bettdecke schreibt.
Es wird also immer aus Grace Sicht geschrieben, und das oft brühwarm und atemlos, denn sie befürchtet sonst, wichtige Details zu vergessen, wenn sie sie nicht sofort aufschreibt.
Manchmal spricht sie den Leser direkt an und überhaupt, schreibt sie sehr frei und wie ihr der Schnabel gewachsen ist. Dabei zeigt sich auch ein gewisser Sinn für Humor.
Das Buch wird allen Kindern ab 12 empfohlen.
Ob Lady Grace nun einen dieser schrecklichen Kerle heiraten muss oder nicht, muss jeder selbst herausfinden. Abenteuerlich wird es aber auf jeden Fall und ich freue mich schon, im Sommer, den nächsten Band zu lesen.
Locker durch die Hose atmen
Einatmen. Ausatmen. von Maxim Leo
Die Beförderung zur Vorstandsvorsitzenden beim Aviola-Konzern, ist Marlene Buchholz so gut wie sicher.
Die Stelle bekommt sie aber nur, wenn sie vorher ein Achtsamkeitsseminar beim preisgekrönten Seelenflüsterer Alex Grow absolviert.
Der Aviola-Vorstand findet nämlich, Marlene hat in Sachen Menschlichkeit etwas Nachholbedarf.
Aber was, wenn der Seelen-Coach plötzlich selbst in einer Sinnkrise steckt?
Den Anfang fand ich wunderbar. Marlene als knallharte Geschäftsfrau die sich alles nimmt, was sie will und im Grunde, wie ein Geschäftsmann handelt.
Sie zeigt Alex Grow mit ihrem trockenen Humor und flotten Sprüchen, wohin er sich seine achtsamen Kalendersprüche stecken kann. Das hat Spaß gemacht.
Auf gewisse Weise sind beide Hauptfiguren voneinander angewiesen. Sie bekommt ihre Beförderung nicht, wenn sie Alex nicht zufriedenstellt. Und er könnte seine Akademie verlieren, wenn er Marlenes Boss nicht zufriedenstellt.
Beide Figuren machen auf wenigen Seiten eine große Entwicklung durch, aber ehrlich gesagt fand ich die nur bedingt glaubwürdig.
Niemand überdenkt so plötzlich sein ganzes Leben und findet nebenbei auch noch die Erleuchtung. Und das alles nach einem Waldspaziergang (überspitzt gesagt).
Wozu andere Jahre brauchen, um an sich selbst zu arbeiten, schaffen die beiden in wenigen Tagen.
Deswegen fand ich Marlene und wie sie sich letztendlich entscheidet, besonders enttäuschend.
Die Nebenhandlung mit dem Wald und den Aktivisten fand ich spannend und eine willkommene Abwechslung.
Dabei hat mir besonders die Teenagerin Conny gefallen. Die fand ich von allen Figuren am echtesten. Sie weiß was sie will, wofür sie einsteht und kämpft. Von ihr hätte ich am liebsten mehr erfahren und gelesen.
Vom Schreibstil her ist das Buch so, wie man es bereits gewohnt ist von Maxim Leo. Er schreibt flüssig, einnehmend und ruhig. Man wird sogleich in die Geschichte eingesaugt und man merkt gar nicht, wie schnell man voran kommt.
"Schreiend komisch" wie der Beschreibungstext verspricht, konnte ich die Geschichte nicht finden, aber es gibt eine gewisse Situationskomik, die mich zum schmunzeln brachte.
Insgesamt finde ich Maxim Leos neustes Werk solide, teilweise auch echt unterhaltsam, aber auch teilweise unbefriedigend.
Feta neu entdecken
Feta von Natacha Comar
Für die Autorin Natacha Comar ist Feta eine Familienangelegenheit.
In ihrer Familie wurde Feta schon immer in großen Mengen gegessen.
In diesem Buch präsentiert sie ihre liebsten Gerichte mit Feta, wobei der Käse mal eine untergeordnete Rolle als Topping oder Beilage spielt, oder auch der Mittelpunkt auf dem Teller sein kann.
Die Gerichte selbst sind stark von der griechischen und allgemein aus der mediterranen Küche inspiriert.
Sie alle aber haben gemeinsam, dass sie komplett ohne Fisch und Fleisch auskommen.
Sortiert sind die Rezepte nach der Dauer ihrer Zubereitungszeit. So dauern Gerichte im ersten Kapitel "Express" weniger als 20 Minuten, dagegen im letzten Kapitel "Mit Muße" über eine Stunde. Insgesamt gibt es fünf Kapitel.
Ich besitze zwar schon einige Bücher mit mediterraner Küche, aber trotzdem sind die Rezepte in diesem Buch hier fast alle neu für mich.
Ich finde auch krass, wie vielseitig einsetzbar der Fetakäse eigentlich ist.
Man kann ihn komplett pur genießen, marinieren, pürieren, zerbröseln oder in in Saucen einarbeiten. Man kann ihn panieren, frittieren, grillen, braten und backen und was nicht alles.
Kein Wunder also, dass die vorgestellten Gerichte so abwechslungsreich sind und das meiste davon, finde ich auch familientauglich.
Es gibt bunte Salate, Fetadipps, Tartes, Quiche und Gemüsetaler. Gefüllte Süßkartoffeln, herzhafte Kuchen, Muffins oder Fladenbrot mit Feta im Teig. Lasagne, Auflauf und Suppen. Ich bin begeistert.
Insgesamt gibt es rund 60 Rezepte zu entdecken.
Die Gerichte selbst sind unkompliziert und das meiste auch für Anfänger geeignet.
Die Rezepte sind klar und deutlich beschrieben. Es sollten keine Fragen offen bleiben. Es gibt sogar welche mit bebilderten Schritt-für-Schritt-Anleitungen.
Auf den ersten Blick ist ersichtlich, wie lange genau die Zubereitung und die Garzeiten dauern.
Die Zutatenlisten sind übersichtlich. Die Lebensmittel sollte man in jeden größeren Supermarkt bekommen. Nur einmal habe ich in einem Rezept ein Lebensmittel gefunden (griechisches Paximadi-Trockenbrot), welches ich noch nie gesehen habe. Das ist zu verkraften.
Wer Feta liebt, sollte sich unbedingt dieses Kochbuch zulegen.
Gemütlicher Krimi mit ganz viel Schottlandflair
Mord & Breakfast von Anne Gordon
Nach einer Intrige verliert die Londoner Journalistin Melody Moss von jetzt auf gleich ihren Job bei der Zeitung. Fast zeitgleich erhält sie aus Schottland die Nachricht, sie habe das Bed and Breakfast ihrer Tante geerbt.
Timing ist alles, so denkt sie sich, und macht sich sofort auf den Weg.
Auf das Cosy in diesen Krimi wird großen Wert gelegt, und genau das hat mir hier auch besonders gut gefallen.
Das Setting muss man einfach mögen.
Seagull Bay ist ein kleiner, bei den Touristen sehr beliebter Ort, direkt an Schottlands Küste gelegen.
Nach und nach lernt man dessen Bewohner kennen und Melody muss bald feststellen, sehr beliebt war Tante Mabel offenbar nicht. So manch einer scheint sie sogar richtig gehasst zu haben, sodass Melody sich ernsthaft fragen muss, ob Mabels Tod wirklich nur ein Unfall war.
Als gute Journalistin weiß sie aber, wie man sich beim Recherchieren am besten anstellt.
Nebenher begleitet der Leser Melody durch ihren Alltag. Dabei geht es um das B&B mit seinen Gästen und Mitarbeitern. Melody muss sich neu organisieren und weiß auch noch gar nicht, ob sie die kleine Pension überhaupt behalten will.
Bunt wird es durch die vielen Veranstaltungen im Dorf. Dann ist da noch der Pub mit seinem knurrigen Betreiber. Den gutaussehenden Gärtner, den Melody noch von früher kennt. Beschreibungen über Schottlands wunderschöne Landschaften dürfen natürlich nicht fehlen und überhaupt das Leben in einem Dorf, wo jeder jeden kennt.
Das alles, vermischt mit den Ermittlungen um Mabels Tod und die mysteriösen Machenschaften dahinter, ergeben einen richtig gemütlichen Krimi, der sich schnell nebenbei weglesen lässt. Knallharte Mörder oder Taten darf man hier jedoch nicht erwarten.
Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und ich freue mich wirklich sehr auf einen neuen Teil. In Seagull Bay wird es noch den ein oder anderen rätselhaften Fall zu lösen geben.
Das Flussmädchen
Die Jagd nach den magischen Münzen von Jessie Burton
Bo ist, wie viele andere Kinder auch, eine Schlammschwalbe. Sie sucht im Schlamm der Themse nach Dingen, die sie verkaufen kann.
Eines Tages hilft der Fluss ihr dabei, im Schlamm eine besonders wertvolle Münze zu finden. Kurz darauf lernt sie Billy, einen Jungen vom anderen Flussufer kennen.
Sie weiß gleich, dass beides kein Zufall sein kann.
Von Jessie Burton weiß man bereits, dass sie atmosphärisch dichte und äußerst spannende Romane schreiben kann. Nicht umsonst wurde eines ihrer Bücher verfilmt. Nun versucht sie sich am Jugendbuchgenre und ich finde, auch hier kann Burton überzeugen.
Bo ist ein starkes Mädchen, dass sich durchzuschlagen weiß. Das ist auch bitter nötig, denn es ist das Jahr 1918 und das Leben ist für alle nicht ganz so einfach. Gerade wurde Bos Bruder eingezogen, die Mutter schuftet den ganzen Tag und so versucht Bo die Familie zu unterstützen, indem sie die Ufer der Themse nach Kostbarkeiten absucht.
Die Autorin verliert keine Zeit, kaum hat das Buch angefangen, beginnt auch schon Bos Abenteuer. Sie findet die Münze und merkt gleich, etwas Sonderbares und Magisches ist hier am Werk.
Bo muss bald Rätsel lösen, auf Schatzsuche gehen und lernen, Gut und Böse zu unterscheiden.
Hinter der ganzen Aufregung rund um die Münzen, steckt aber auch ein ernstes und trauriges Thema. Da Krieg herrscht, wird auch der tragische Verlust geliebter Menschen zum Thema gemacht. Ich finde, die Autorin ist damit ganz wunderbar umgegangen. Das Buch wurde für Kinder ab 10 Jahren geschrieben, aber auch auf mich hatte das Buch mit seiner wertvollen Botschaft eine tröstende Wirkung.
Manche Szenen sind für den erwachsenen Leser vielleicht ein bisschen vorhersehbar, trotzdem gab es auch für mich ein paar überraschende Wendungen.
Der Erzählstil hat ein gewisses Tempo, die Kapitel enden auch immer so, dass man gleich weiterlesen möchte. Längen konnte ich keine entdecken, immerzu geschieht etwas Neues.
Abgesehen davon ist dieses Buch, mit seinem bunten Farbschnitt und dem wunderschönen Cover, auch noch eine Zierde in jedem Bücherregal.
Ein tolles Abenteuer für alle Jungen und Mädchen ab 10.
Ärger im Weihnachtswunderland
Schneemanntod von Susanne Oswald
Im Weihnachtswunderland, einer Art Erlebniskaufhaus rund zum Thema Weihnachten, treibt ein Unhold fiese Streiche. Bisher hielten sich die Vorfälle in Grenzen, doch nach einem besonders gemein-gefährlichen Zwischenfall, kann der Hausdetektiv Poldi nicht anders, als seinen alten Kumpel Schorsch um Hilfe zu bitten.
Schon früher haben Poldi und Schorsch knifflige Fälle bei der Polizei gelöst.
Ob sie den Übeltäter des Winterwunderlands das Handwerk legen können, muss sich aber erst noch zeigen.
Das "cozy" im "cozy crime" nimmt die Autorin Susanne Oswald ziemlich genau, denn es dauert nicht lange, bis die winterliche Stimmung des Weihnachtswunderlands einen komplett einlullt. Das Buch bereitet den Leser also perfekt auf die Adventszeit vor.
Gleichzeitig kommt aber auch der "crime" nicht zu kurz. Zu brutal oder blutrünstig wird es aber trotzdem nie. Die Gemütlichkeit bleibt dem Leser stehts erhalten.
Die Vorfälle beginnen sich zu häufen, es geschieht natürlich auch ein Mord, einige Verdächtige gibt es auch. Für meinen Geschmack hätten es aber ruhig ein paar mehr mögliche Täter sein können. Ab einen gewissen Punkt kommt man ein wenig zu leicht auf die Lösung.
Etwas kniffliger hätte es also ruhig sein können, was aber trotzdem okay ist, denn meiner Meinung nach macht das die Geschichte mit seiner Weihnachtsstimmung die es verbreitet, wieder wett.
Ganz zum Schluss gibt es als Dreingabe noch Rezepte und Strickanleitungen, die im Buch schon Erwähnung finden und zusätzlich für Stimmung sorgen sollen.
So kocht Brandenburg!
So schmeckt Brandenburg von Olaf Kosert
Für das rbb-Fernsehen besucht der Autor und Koch, Olaf Kosert, regelmäßig Brandenburger Bauernhöfe.
Er möchte aufzeigen, wie leidenschaftlich die Menschen in der Region sich um das kümmern, was bei uns auf den Tellern landet.
Etwa die Hälfte der im Buch vorgestellten Rezepte, hat er direkt mit deren Produkten auf den Höfen gekocht.
Regionaler, saisonaler und echter geht es kaum.
Vom Ergebnis seiner Bemühungen, herauszufinden, wie Brandenburg denn nun schmeckt, kann man sich jetzt selbst überzeugen.
Aufgeteilt sind die Gerichte in 8 Kapitel, insgesamt gibt es 80 Rezepte.
Die Auswahl der Speisen finde ich gelungen. Denn es gibt eine Reihe an altbekannten Klassikern wie Königsberger Klopse mit frittierten Kapern, Senfeier mit Kartoffel-Topinambur-Puree oder auch Schmorgurken.
Es finden sich aber auch Klassiker im neuen Gewand, wie zum Beispiel die Weiderind-Suppe nach vietnamesischer Art oder das Apfelgulasch (aus Rindfleisch) mit gelber Bete.
Manche Ideen finde ich einfach nur spannend und da frage ich mich, wieso man das nicht längst schon so macht? Wie die Glühwein-Rouladen oder Lammschnitzel? Wer paniert schon Lammfleisch? Gesehen habe ich das jedenfalls noch nie.
Es wird auch gerne mit Obst gekocht. Süß und herzhaft zu kombinieren halte ich sowieso für eine gute Idee und hier gibt es einiges mit Feigen, Datteln, Kirschen oder Pflaumen.
Die Quiche-Rezepte gefallen mir richtig gut, dafür gibt es gleich ein eigenes kleines Kapitel. Und Desserts und süße Kuchen dürfen natürlich auch nicht fehlen.
Ganz zum Schluss werden dann nochmal alle Höfe mit Kontaktdaten, Angebote und zugehörigem Rezept gezeigt, damit man die tollen Produkte auch zuhause genießen kann.
Zu jedem Gericht gibt es ein Foto, so sieht man gleich, was man erwarten kann.
Die Rezepte sind immer entweder für zwei oder für vier Personen ausgerichtet.
Die Anleitungen sind kurz, aber präzise. Es bleiben keine Fragen offen.
Sehr gut gefallen mir die kleinen Texte mit den Extra-Infos, zu jedem Gericht weiß der Autor nämlich noch etwas zu sagen.
Ich mag die Ideen darin und von den Sachen, die ich bisher ausprobiert habe, kann ich behaupten, dass Brandenburg ganz lecker schmeckt.
Lesen lernen mit Hund Floh
Leserabe 1. Lesestufe - Schulgeschichten mit Hund Floh von Judith Allert
Die Kinder sind sich einig, die 2B. ist die beste Klasse der Welt.
Denn die Klassenlehrerin, Frau Uhr, bringt jeden Tag ihren Hund Floh mit in die Schule.
Und mit Floh wird es nie langweilig!
Die Geschichten um Hund Floh sind perfekt für Leseanfänger geeignet:
Die Schrift ist recht groß gehalten und die Sätze kurz und einfach.
Insgesamt gibt es vier Kapitel in denen wir den Schul-Alltag der 2B. mit dem Hund Floh erleben.
In den Geschichten werden auch gute Werte vermittelt, wie zum Beispiel das Bücher bei der Integration helfen können.
Die Geschichten sind abwechslungsreich und die Kinder der 2B. erleben immer etwas spannendes.
Wie es sich für ein vernünftiges Erstlesebuch gehört, werden die Texte von vielen Bildern begleitet. Die Illustrationen sind passend, sehr schön und helfen beim Lesen und Verstehen des Textes.
Um den Erstleser zu motivieren dranzubleiben, gibt es bunte Sticker die nach jedem geschafften Kapitel ins Buch geklebt werden dürfen.
Zusätzlich gibt es am Ende auch noch ein kleines Fragequiz zu lösen. So kann man gleich feststellen, ob der Erstleser gut aufgepasst hat.
Es gibt auch noch die Möglichkeit, einen Preis zu gewinnen.
Laber-Rhabarber
Die Einladung – Mord nur für geladene Gäste von Kelly Mullen
Die 76 jährige Rosemary, die von allen nur Mimi genannt wird, bekommt von ihrer reichen Nachbarin Jane eine Einladung zu einer Zwanziger-Jahre-Party, an der gleichzeitig auch eine Versteigerung stattfinden soll.
Der Einladung liegt aber auch ein Erpresserschreiben bei: Sollte sie auf der Party nicht erscheinen, wird ihr größtes und dunkelstes Geheimnis vor allen offenbart werden.
Mimi hat keine Wahl, aber sie bittet ihre Enkelin Addie, sie zu begleiten.
Mich hat dieser Krimi teilweise sehr enttäuscht.
Vielleicht sollte man mit so Versprechen, der Krimi sei wie ein Agatha-Christie-Roman, etwas vorsichtiger sein. Sowas erweckt nämlich hohe Erwartungen.
Dabei fand ich den Anfang noch ganz spannend: Eine Reihe von Figuren wird eingeführt und es dauert nicht lange bis ein Mord geschieht.
Dazu kommt das gelungene Setting, welches mir direkt gut gefallen hat. Eine riesige Villa, eingeschneit auf einer Insel, ohne Aussicht, diese die nächsten Stunden wieder verlassen zu können.
Mimi und Addie sehen sich bemüßigt, eigene Ermittlungen aufzunehmen und merken gleich, dass wirklich jeder der Anwesenden einen guten Grund zum Morden gehabt hätte.
Mir passieren insgesamt zu viele Zufälle. Addie ist eine kleine Expertin in Sachen Escape Room, da sie eine Spieleentwicklerin ist, aber wie viele geheime Räume kann es schon in einer Villa geben? Na, jede Menge, wie sich herausstellt und die beiden finden einfach jeden in kürzester Zeit. Nach dem, ich weiß nicht wievielten Raum, konnte ich nur noch die Augen verdrehen. Richtig unglaubwürdig.
Dann die Dialoge. Es wird immerzu gelabert und gelabert und teilweise hatte ich das Gefühl, das Buch bestünde nur aus Dialogen.
Die meisten Nebenfiguren fand ich nicht ausreichend beschrieben. Sie alle haben zwar Geheimnisse, aber oft sehr weit hergeholte.
Der Fall und die Aufklärungen geschehen viel zu plump, ohne Raffinesse. Keine Ahnung wie man da den Vergleich zu Agatha Christie ziehen kann.
Ehrlicherweise habe ich schon wieder vergessen, wer der Mörder war, so sehr gejuckt hat mich diese Frage offenbar.
Trotzdem muss ich zwei Punkte geben, denn abgebrochen habe ich das Buch nicht, auch wenn ich oft die Lust dazu hatte. Und wie gesagt, das Setting und der Anfang waren zumindest nicht so verkehrt.











