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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Sago:

Von Anfang an verdammt

Our Infinite Fates von Laura Steven

"Ich liebe dich und ich habe dich geliebt und ich werde dich lieben", flüsterte er, heiser, gequält."

Evelyn und Arden lieben einander, Leben für Leben. Doch Arden ist Evelyns Jäger. Vor ihrem 18. Geburtstag muss er sie getötet haben, dann stirbt auch er. Nur Arden weiß, warum das so sein muss.

Evelyn erinnert sich nur bruchstückhaft an ihre früheren Leben. Nun, im Wales der Gegenwart, steht ihr 18. Geburtstag erneut kurz bevor und hinter jeder gleichaltrgen Person kann sich Arden verbergen. Doch diesmal hat Evelyn noch mehr Grund als je zuvor, unbedingt weiterleben zu wollen. Unweigerlich wird Arden sie erneut finden. Und zu lieben heißt, das Schicksal herauszufordern....

Was für eine außergewöhnliche, faszinierende Geschichte, deren Auflösung ich nicht vorausahnen konnte. Ich war so gespannt, dass ich das Buch in zwei Tagen fertig lesen musste. Die Autorin schreibt wunderbar bildhaft und führt immer wieder gekonnt zurück in frühere Leben der Protagonisten. Dass Arden und Evelyn mal weiblich und mal männlich wiedergeboren werden, schnürt natürlich die Spannung, wo Arden sich diesmal entpuppen wird. Andererseits hätte ich auf die gegenwärtig einfach überdurchschnittlich oft in Büchern auftauchenden fluiden Geschlechter, die für mich einfach die Identifikation erschweren, verzichten können, ebenso wie auf die zumindest anfangs verwendeten englischen Neopronomen, die mich aus dem schönen Lesefluss gerissen haben. Aber das Buch war einfach so wunderbar, dass ich dafür keinen Stern abziehen kann.

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Hat auch Drachen drin

A Fate Forged in Fire - Aus Flammen geboren von Hazel McBride

Bei so schön aufgemachten Büchern, wünsche ich mir immer besonders, dass der Inhalt mithalten kann. Leider war das für mich nicht der Fall.

"Als Aemyra allein war, holte sie den Dolch hervor und fragte sich, was um alles in Helas Schattenreich sie hier eigentlich tat."

Das habe ich mich tatsächlich manches Mal auch gefragt.

Immer wieder verblüfft hat mich auch das Worldbuilding. Die Fantasywelt ist schottisch inspiriert, bildet den Konflikt zwischen den alten Göttinnen und der christlichen Religion nach und ist manchmal ein ziemliches Mischmasch. Gekämpft wird mit Magie und Schwertern, aber gleichzeitig weiß man um Gebärmütter, Hormone und soziologische Begriffe ("Frauenbild"), wie in einer modernen Welt.

Aemyra stammt aus einem verborgenen Zweig der Herrscherfamilie. Anfangs werden auf jeder zweiten Seite ihre waldgrünen Augen erwähnt, denn die und ihre rotbraunen Haare sind Beweis genug. Auch wenn Aemyra zur Königin ausgebildet worden sein soll, merkt man es ihr eigentlich nicht an. Sie hat Feuermagie und beginnt plötzlich stets zu sagen, sie sei Königin. Ihr Charakter ist wirklich sehr simpel angelegt und ich konnte weder Sympathie noch großes Interesse für sie entwickeln.

Ihr Gegner und love interest Fiorean stammt aus dem patriarchalichen Zweig der Familie. Die will den Thron natürlich nicht freiwillig räumen.

Drachen gibt es auch, aber selbst die konnten mich hier nicht richtig packen. Irgendwie fehlte mir da Tiefe und Individualität. Immerhin haben die Drachen ein paar tatsächliche Auftritte, anders als die Chimären, die bloß ein paar Mal erwähnt werden.

Das Ende hielt immerhin eine überraschende Wendung bereit, die zum zweiten Teil überleitet.

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Illuminator statt Diminisher

How to know a person von David Brooks

Der NYT-Kolumnist David Brooks schreibt hier über die Macht der Aufmerksamkeit. Jeder Mensch möchte wirklich gesehen werden. Manche Menschen verfügen über die Fähigkeit, andere zum Strahlen zu bringen. Sie nennt Brooks Illuminatoren. Bei anderen ist das Gegenteil der Fall, sie nennt Brooks Diminisher.

Ein Illuminator zu werden, kann man trainieren und so echte Verbundenheit erfahren, so seine These.

Das praxisnahe Beispiel aus der Leseprobe, wie Brooks zufällig ein Date beobachtet, in der der Mann ausschließlich über sich selbst redet und Brooks sich wünscht, der Mann würde der Frau doch wenigstens eine einzige Frage stellen, hatte mich sehr angesprochen. Leider ging es so alltagstauglich nicht weiter.

Wie erreicht man Herzensbildung? Es gilt dabei, das Naheliegende genial zu meistern. In der Regel sehen wir die Dinge allerdings nicht so, wie sie sind, sondern wie wir sind.

Brooks liefert in drei Teilen eine Fülle von Geschichten, Anekdoten und von eigenen Erfahrungen und verliert sich ein wenig darin. Zumindest hat er mich und meine Aufmerksamkeit im letzten Teil teilweise verloren. Das lag zum einen daran, dass sich alles zwangsläufig an der amerikanischen Gesellschaft orientiert (Oprah Winfrey, George W. Bush...) Menschen, die in anderen Kulturen aufgewachsen sind, so schreibt Brooks selbst, haben eine andere Sicht auf die Welt. Und so lässt sich nicht alles unmittelbar übertragen. Zum anderen ging es für mich hier auch oft zu sehr um das Allgemeine, etwa um Themen wie Kulturkampf, in denen ich mich nicht wiederfinden konnte.

Ratlos wurde ich, als Brooks zum Ende hin schrieb:"Mittlerweile glauben Sie vermutlich, ich sei ein wahrer Sigmund Freud." Auf diese Idee wäre ich nicht gekommen. Die überschaubaren Anregungen wie die von Brooks so bezeichneten Loops kenne ich schon sehr lange als sog. kontrollierten Dialog. Ansonsten empfiehlt er Fragen zu stellen und Empathie zu zeigen. Dass man letztere trainieren kann, war mir tatsächlich neu. Aber werden Menschen mit geringer Empathie dieses Buch lesen?

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Wilde Magie

Der Sternenstaubdieb von Chelsea Abdullah

" 'Was bedrückt dich, Mazen?'....'Das Übliche', erwiderte Mazen. 'Dschinn, Schatten, Alpträume.'"

Was für eine herrliche Neuinterpretation der Geschichten um 1001 Nacht! Dabei ist die Story selbst eine ganz neue und originelle, aber Motive wie die 40 Räuber, die Wunderlampe und die Geschichtenerzählerin sind geschickt darin verwoben.

Loulie Al-Nazari ist bekannt als die Mitternachtshändlerin, denn sie verkauft magische Artefakte, die sie mit Hile des Dschinns Qadir aufspürt. Qadirs wahre Natur kennt nur Loulie, denn die Dschinn sind Gejagte. Ihr silbernes Blut lässt selbst in der Wüste Oasen erblühen.

Als Loulie vom Sultan gezwungen wird, ihm eine magische Lampe zu finden, werden sie und Qadir scheinbar vom Sultanssohn Omar, dem berüchtigten Dschinnjäger und Sternenstaubdieb, begleitet. Doch in Omars Körper steckt ein ganz anderer und das ist noch lange nicht die größte Enthüllung, die Loulie erwartet...

Was für ein einzigartiges Magiesystem, gesponnen um die Kräfte der legendären Dschinn, hat die Autorin da ersonnen! Nur auf den Einbau eines nonbinären Dschinn, dessen Neopronomen den Text an zum Glück nur wenigen Stellen fast zur Fremdsprache werden lassen, hätte ich gern verzichten können. Ansonsten hat mich einfach alles begeistert: der ebenso mysteriöse wie mürrische Qadir, die starke Loulie, Prinz Mazen, der ein Protagonist mit weichen Seiten sein darf, die farbenprächtige und fantasievolle Erzählung. Wie schön, dass das Buch ein Teil der Sandsea Chronicles ist. Ich freue mich schon sehr auf eine Fortsetzung. Dann heißt es wieder: "Lass uns über Lügen und Wahrheiten sprechen und über die Geschichten, die sich dahinter verbergen."

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Welt hinter den Worten

Die Buchreisenden - Ein Weg aus Tinte und Magie von Akram El-Bahay

"Buchreisen durften nie lange dauern. Das Risiko, sich zu weit vom Haupterzählstrang zu entfernen, war ebenso groß wie das, ihm zu nahe zu kommen... Und es war ein Risiko, sich immer tiefer in eine Erzählung zu wagen. Die Geschichten neigten dazu, sich selbst weiterzuerzählen, und waren dann völlig unberechenbar.

"

Libronautic Inc. bietet an, wovon alle Lesenden träumen: Ein tatsächlicher Besuch im Lieblingsbuch, natürlich gegen üppige Bezahlung. Der junge Adam gehört zu den Libronauten mit der besonderen Stimme, die die Buchreisenden einlesen und begleiten. Seine Herkunft kennt er nicht. Bei jeder Reise wird er von einem anderen Libronauten überwacht. Als in der Handlung mysteriöse Türen auftauchen, steht bald alles in Frage, was Adam zu kennen glaubte....

Wieder einmal zaubert Akram Al-Bahay mit Worten und erzählt wunderbar bildhaft. Bücher über Bücher haben immer einen ganz besonderen Reiz und die Reisen in verschiedene Klassiker machen wirklich Spaß. Besonders der Ausflug in die Geschichten aus 1001 Nacht hat es mir angetan.

Schade fand ich, dass wirklich jede wichtige Frage zur Klärung der Ereignisse am Ende dieses ersten Teils der Dilogie offen bleibt, was die Bewertung schwierig macht. Zudem erinnerten mich Adam und Elisa, mit der er versucht, die Geheimnisse aufzudecken, stark an Protagonisten aus einer früheren Dilogie des Autors. Ich fand es leider recht schwer, ihnen wirklich nahe zu kommen und Sympathie für sie zu entwickeln.

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Ein Wunsch für einen Wunsch

Play of Hearts von Juli Dorne

"Glaub mir, es gibt hier einige Schatten, die mehr verbergen als nur Licht."

Evie stammt aus einer Familie von Seelenmagiern, die Sterbende in den Tod begleiten. Das macht sie so einsam, dass sie sich als Kind verzweifelt einen Freund wünscht, so sehr, dass sie einem geheimnisvollen Spiegeljungen ihr Herz im Tausch für einen Freund verspricht.

Doch stattdessen trifft sie ein Fluch und ihre Berührung ist fortan tödlich. Jahre später begegnet sie Arthur und verliebt sich. Doch um den Weg zu Arthur zu finden, braucht sie die Hilfe von Remi, der sie ebenso anzieht wie abstößt...

Die Geschichte zeichnet sich durch eine magisch-verträumte Atmosphäre aus, die sich noch verstärkt, als das Setting in einen Zirkus wechselt. Auch hier wird klar, Wünsche können gefährlich werden! Mir gefällt außerdem, dass ich noch gar nicht sagen kann, ob sich Arthur oder aber Remi als love interest letztendlich durchsetzen wird. Remi ist jedenfalls der faszinierendere Protagonist und wird verglichen mit einem Buch, bei dem Seiten herausgetrennt wurden, ein Rätsel, das unmöglich zu lösen ist.

Es handelt sich um den ersten Teil einer Dilogie und vielleicht ist das der Grund, warum für mich recht viel im Vagen blieb, etwa die magischen Familien. Das betrifft zwangsläufig auch die Verbindung des Liebesdreiecks um Evie, Arthur und Remi. Wie alles zusammenhängt, wurde natürlich noch nicht aufgedeckt und so blieb es manchmal schwer zu unterscheiden, was Illusion oder Realität ist. Ich bin gespannt auf die Auflösung im zweiten Teil, der sicherlich optisch wieder genauso hübsch verpackt wird.

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Spielfigur

The Stars are Dying von Chloe C. Peñaranda

"Wenn ich mich an eine Sache erinnere, dann an diese: Wer von einem Monster flieht, sollte nie zurückblicken."

Trotz dieses Satzes erinnert sich Astraea eigentlich an gar nichts, bevor Hektor sie vor fünf Jahren aufgenommen hat. Seitdem benutzt er sie und will sie sogar weiter verkaufen.

Auf der Flucht vor ihm tötet Astraea Hektor und reist mit Herrscherstochter Cassia zum Libertatem. Das sind Spiele, in denen Menschen gegeneinander antreten, um ihren Reichen Schutz vor den Vampiren zu erkaufen. Auf der Reise begegnet Astraea immer wieder dem ebenso gefährlichen wie geheimnisvollen Nyte, zu dem sie eine seltsame Verbindung zu haben scheint....

Dass es in der Autorenvorstellung heißt, ihre Geschichten seien geprägt von der Erkundung tolkienähnlicher Welten, sollte man nicht denken. Wo Tolkien ganze Universen erschafft, dümpelt man hier an der Oberfläche dahin. Vieles wird nur angerissen. Zwar gibt es Vampire, Fae und Celestials, welcher Spezies aber z.B. der König angehört erfährt man so nebenbei nach vielen Hundert Seiten. Die Hintergrundgeschichte der Protagonisten bleibt total verworren. Wann immer man ein neues Detail erfährt, wirkt es wie gerade erst ausgedacht und ergibt kein stimmiges Gesamtbild. Astraea, die sich selbst als "abgegriffene Spielfigur" sieht, ist das auch tatsächlich. Kaum ist sie Hektor entkommen, geht es mit Nyte ähnlich weiter. Toxisch-paradoxe Ansagen wie "Du hast die Kontrolle. Sag es," finde ich alles andere als anziehend.

Astraea taumelt durch das Libertatem mit seinen leicht zu lösenden Aufgaben und hat dabei wohl alle Zeit der Welt. Das Libertatem scheint sie zwischenzeitlich vergessen zu haben und beim Lesen ging es mir deshalb ähnlich. Die Handlung tritt sehr lange auf der Stelle, um sich dann zum Ende hin in einigen Wendungen fast zu überschlagen. Leider wirkt alles eher wie ein erster Entwurf, der es zufällig in eine wunderhübsche Verpackung geschafft hat.

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Ein Tropfen Götterblut

Die Skaland-Saga, Band 1 - A Fate Inked in Blood von Danielle L. Jensen

"Vor fast zwei Jahrzehnten erhielt ich von einer Seherin die Prophezeiung über eine Schildmaid, die in der Nacht eines roten Mondes zur Welt gekommen war. Sie sagte mir, der Name dieser Frau werde im Feuer der Götter geboren, und sie werde das Volk von Skaland unter der Herrschaft desjenigen vereinen, der ihr Schicksal kontrolliert.

"

Freya ist diese Schildmaid. Eigentlich soll niemand erfahren, dass sie zu den Schicksalsfreien gehört, denen Götter bei der Zeugung einen Tropfen ihres Blutes und damit ihrer Fähigkeiten mitgegeben haben. Als Freyas Kräfte ans Licht kommen, wird sie als zweite Frau an Jarl Snorri verheiratet, der König von ganz Skaland werden will. Angezogen fühlt sich Freya aber stattdessen von Snorris Sohn Bjorn, wie sie ein Schicksalsfreier...

Auch wenn die Geschichte deutliche Romantasy-Einschläge hat, mit deren Stereotypen ich mich oft schwer tue, hat mich hier das nordische Setting und die Idee vom Tropfen Götterblut, der einen gewaltigen Unterschied macht, richtig mitgerissen. Zwar erfüllt Bjorn tatsächlich den "Du bist mein" Trope. Danielle L. Jensen gelingt es aber trotzdem, ihm im Gegensatz zu manch anderer Romantasy Tiefe und Aspekte zu geben, die mir sympathisch waren.

Freyas Reise zur echten Schicksalsfreien, die nicht nur als Spielball mächtiger Männer agiert, ist lang und wendungsreich und wird sich sicher im zweiten Teil der Dilogie noch fortsetzen. Die Plottwists waren für mich überwiegend nicht vorhersehbar und die Spannung blieb daher bis zum überraschenden Ende wunderbar hoch.

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Winter die verwandeln

Überwintern. Wenn das Leben innehält von Katherine May

"Das ist das Geschenk des Winters, und man kann es nicht ausschlagen: Er zieht Veränderungen nach sich, ob es uns gefällt oder nicht. Am Ende tragen wir womöglich ein anderes Fell."

Katherine May kennt sich aus mit der Grenze zum Anderswo, an der man unversehens in Zeiten fallen kann, in denen man die Zuversicht verliert und sich preisgegeben fühlt.

Nahezu poetisch berichtet sie von ihren persönlichen Wintern und empfiehlt lebensklug, das Auf und Ab des Lebens als zyklische Phasen zu begreifen, denen man sich hingeben muss, denn negative Gefühle können ins Monströse wachsen, wenn man sie verdrängt.

Berührend wird dargestellt, wie May in ihren Wintern der Seele ihren persönlichen Sinn finden konnte. Ob beim Eisbaden, einer Reise zu den Polarlichtern, der Feier der Wintersonnenwende - das Buch atmet nicht nur wunderbar frostige Atmosphäre, sondern gibt auch Halt in schwierigen Phasen. Denn ebenso wie der Winter sind Erfahrungen von Zweifel, Krankheit, Verlust universell und es gilt, die Kraft zu finden, sich davon zu erholen, wie die Natur im Winter Energie für den Frühling schöpft.

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Gestohlene Träume

Nachtlügen von Lisanne Surborg

"Alpträume waren das Einzige, was sie wirklich gut konnte."

Isra ist ein Nachtalb und ihre Spezies lebt unerkannt mitten unter uns. Tagsüber müssen sie wie wir ihren Lebensunterhalt verdienen, aber nachts führen sie eine Art vamipirische Existenz. Denn Nachtalben können nicht träumen und sind auf die Lichttäume der Menschen angewiesen.

Und im Gegenzug bringen sie ihnen Alpträume...

Was für herausragend-düstere Urban Fantasy! Lisanne Surborg gelingt es, in nur einem Buch einen ganzen Nachtalben-Kosmos zu erschaffen. Nach jedem spannenden Kapitel sind kurze Intermezzo-Texte aus E-Mails, Protokollen oder wissenschaftlichen Abhandlungen von Nachtalben selbst eingestreut. Lichtträume, Klarträume, Nachtalben-Gift, ja sogar eine eigene heimliche Behörde der Nachtalben gibt es. Ich wäre gern noch viel tiefer und länger in diese faszinierende Welt eingetaucht.

Herausragend fand ich auch die bewussten, immer wieder auftauchenden Anklänge an die Epoche der Schwarzen Romantik, wie zum Beispiel das berühmte Gemälde "Der Nachtalb".

Die Story bietet neben einem Kriminalfall auch eine unaufdringliche Liebesgeschichte und ist damit wirklich vielschichtig. Hoffentlich gibt es doch noch einmal eine Rückkehr in die Nachtalben-Buchwelt!

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