Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Sago:
Nicht anfassen. Verflucht.
House of Ash and Shadow - Die goldene Stadt 1 von Leia Stone
"Ich fühlte mich so hohl, als würde jemand, der mich aufschnitte, nicht Blut und Knochen vorfinden, sondern nur Leere, Asche und Schatten."
Fallon wird als Kind mit dem Schild "Nicht anfassen. Verflucht." gefunden. Und tatsächlich erleidet sie bei jeder Berührung unerträgliche Schmerzen, so dass sie nicht einmal ihr Ziehvater anfassen kann.
Als dieser schwer erkrankt, macht sich Fallon auf in die Goldene Stadt. Sie findet den attraktiven Heiler Ariyon. Und er ist der erste, der Fallon berühren kann...
Ein geheimnisvoller Fluch, der wirklich originell erdacht ist, attraktive Prinzen und eine magische Akademie - Leia Stone schafft eine mitreißende Story, die in einem gewaltigen Cliffhanger endet, so dass man natürlich die Fortsetzung lesen wird. Die Goldene Stadt mit ihrem Zauber und den krassen Gegensätzen zwischen Arm und Reich ist zudem ein faszinierendes Setting.. Highlight des Roman ist außerdem Imogens Zauber-Begleittier, ein Rabe, der immer wieder für lustige Kommentare sorgt. Ich freue mich auf die Rückkehr in die Goldene Stadt in den nächsten Bänden.
Schatten, Seelen und Sünde
The Witch Collector von Charissa Weaks
"Ein Mann, der aus Schatten, Seelen und Sünde besteht."
Raina Bloodgood will sich am Frostkönig und dessen Hexensammler Alexis Thibault rächen, haben diese doch vor Jahren ihre Schwester entführt. Doch als der nächste "Tag der Ernte" naht und Raina ihr Messer schärft, kommt alles ganz anders.
Krieger des Ostens überfallen Rainas Dorf und plötzlich findet sie sich auf derselben Seite wieder wie ihr Feind Alexis. Schon bald ändern sich Rainas Gefühle für Alexis und das bleibt nicht die einzige Überraschung...
Story und Worldbuilding haben viel Potenzial, das in diesem ersten Teil bisher nur teilweise genutzt wurde. Dass Raina eine Protagonistin ist, die sich mit Gebärden verständigen muss, sie aber trotzdem jeder versteht, blieb für mich rätselhaft und wie ein Fremdkörper. Weder Raina noch Alexis haben mich völlig zum Mitfiebern gebracht, obwohl sich die Handlung lange auf ihre Verbindung fokussiert. Immerhin nahm die Story im zweiten Teil des Buches einiges an Fahrt auf und bot ein paar Wendungen. Ich bin gespannt, wie sie im nächsten Teil weitergehen wird.
Wenn die Magie versiegt
These Ancient Flames 1: Awake von Melanie Lane
"Es lag in meiner Natur, Dunkelheit am hellsten Tag zu finden. Vermutlich, weil die Dunkelheit in mir war und mit jedem Tag stärker wurde."
Seit einem Jahrhundert sind die Drachen, die das Land Valtherra mit magischen Kraftlinien speisen, verschwunden und ihre Magie beginnt zu versiegen.
Leibwächterin Mei und Fürstensohn Raven müssen zusammenarbeiten, um die Drachen zu finden und die Magie Valtherras zu sichern. Dass sie aus verfeindeten Clans stammen und sich dennoch unwiderstehlich voneinander angezogen fühlen, macht ihre Mission nicht einfacher...
Melanie Lane führt im ersten Teil dieser Dilogie in eine Welt voller Intrigen, Leidenschaften und Rätsel. Das Konzept der Drachenmagie, manche unverhoffte Wendung und die Spannungssteigerung am Schluss des Buches haben mich überzeugt. Leider waren mir weder die impulsive, widersprüchliche Mei noch der wenig vertrauenswürdige Raven völlig sympathisch. Ich bin gespannt, wie Mei, Raven und die Drachen sich noch weiter entwickeln.
Von Göttern und Menschen
Prinzessin der tausend Diebe - Betrayed von Thea Hong
"Du bist kein Gott. Du bist ein Ungeheuer."
Sora, obwohl Nachfahrin des einflussreichen Clans der Diebe, fristet ihr Leben nur mit ihrer Mutter fern der südkoreanischen Metropole Busan. Denn anders als den Clanmitgliern fehlt ihr Mana, die mächtige Magie. Doch dann wird Sora nach Busan gerufen, um sich ihrem Erbe zu stellen.
Und es beginnt eine Reise, die sie nie für möglich gehalten hätte...
Thea Hong spielt mit alten, düsteren koreanischen Legenden und verwebt sie gekonnt mit Urban Fantasy und einer Liebesgeschichte. Vor allem der mysteriöse Tigergott Ran hat sich dabei sehr in mein Hrrz geschlichen. Von seinem katzenartigen Charme und seinem Witz möchte ich gern im zweiten Teil det Dilogie noch viel mehr lesen. Ich habe mich so gefreut über diese Romantasy, in der der männliche Protagonist mir endlich einmal wirklich sympathisch war.
Die dramatischen Höllenprüfungen, die Sora absolvieren musste, haben mich sehr neugierig gemacht auf die koreanische Mythologie.Nach dem atemlosen Cliffhanger heißt es nun warten auf die Rückkehr in diese fantastische Welt.
Kampf um den Thron
Rabenthron von Rebecca Gablé
"Da es sich indes nicht gehörte, Gäste an seiner Tafel zu erschlagen, tat er das Zweitbeste und ignorierte ihn einfach."
Obwohl eigentlich Fantay-Leserin, lasse ich mir keinen historischen Roman von Rebecca
Gablé entgehen. Hier lebt umd atmet Geschichte, als wäre man mittendrin.
"Rabenthron* ist ein Prequel zu den Helmsby-Romanen und kann auch völlig unabhängig gelesen werden.
Die Handlung beginnt in England zu Beginn des 11. Jahrhunderts und erstreckt sich über fast 30 Jahre. England ist gebeutelt von Winingerüberfälllen und dem amdauernden Kampf um den Thron zwischen inländischen und ausländischen Bewerbern. Mittendrin AElfric of Helmsby und seine Familie, die den Interessen der machthungrigen König Emma äußert nahekommen..
Die große Kunst der Autorin besteht darin, historische und fiktive Personen zu einem atmosphärisch dichten Erzählteppich zu verweben. AElfric of Helmsby und sein Sohn Penda sind wie immer moralisch aufrechte und gutherzige Protagonisten, die man einfach liebhaben muss. Dieser Roman ist so konstruiert, dass auch die historisch verbürgten Personen einen großen Raum einnehmen. Dies führt leider dazu, dass äußert interessante Nebenfiguren wie z.B. AElfrics Freund Hakon deutlich zu kurz kommen.
Jedes Detail ist tiefgreifend recherchiert. Man erfährt nicht nur mehr über die englische Geschichte, sondern wird zudem wirklich bestens unterhalten.
Hervorzuheben ist auch die wunderbare Ausstattung des Buches mit Karte im Innenteil und dem herrlichen farbigen Buchschnitt. Es sieht daher fast selbst aus wie eine mittelalterliche Chronik.
Seperated Kingdom
Pagans - Ein Killer. Zwei Cops. Hunderte Götter von James Alistair Henry
"Vielleicht sollte man auch hinzufügen", ergänzte Drustan mit vollkommen ungerührtem Gesicht, "dass ich meine Berichte im bardischen Versmaß einzureichen habe."
In diesem spannenden Alternativwelt-Krimi treffen wir auf ein Großbritannien, das alles andere ist als ein Vereinigtes Königreich.
Kelten, Sachsen und Pikten versuchen noch immer, sich irgendwie zusammenzuraufen. Hinzu kommt, dass die Nordhalbkugel hier diejenige ist, die als rückschrittlicher anzusehen ist, woran man sich zunächst einmal gewöhnen muss. Das ganze Setting ist sehr komplex und raffiniert erdacht, hätte aber bestimmt mit wesentlich mehr Erklärungen und Hintergrundinformationen als nur dem Glossar am Schluss noch viel besser funktioniert.
So bin ich zunächst ein wenig verwirrt durch die für mich gänzlich neue Welt getappt und habe mich bemüht, den Ermittlern, der Sächsin Aedith und dem keltischen Adligen Drustan, bei der Aufklärung des Mordes an einem keltischen Diolomaten zu folgen. Im Laufe der Geschichte hat das Worldbuilding für mich immer mehr Kontur gewonnen. Ich bin gespannt, wie der Autor es in den sicherlich folgenden Bänden noch ausbauen wird. Am besten gefallen hat mir der immer mal wieder aufblitzende feine Humor, siehe Anfangszitat.
Tatütata
Wieso? Weshalb? Warum? Meine Vorlesegeschichten, Band 3 - Wer ist hier im Einsatz? von Inka Friese
Von Wieso? Weshalb? Warum? waren mir bisher die Vorlesebücher noch gar nicht bekannt. Anscheinend ist es nicht das erste Buch aus dieser Reihe und auch nicht das erste Buch, das in den Ort Hoppelstedt führt. Aber es ist keine Reihe, deren Bände aufeinander aufbauen würden und man kann diesen Teil völlig unabhängig von den anderen lesen.
Ebenso wie auch alle Geschichten in diesem Buch für sich stehen können.
Es handelt sich um ein Vorlesebuch mit 15 kurzen, abgeschlossenen Geschichten für Kinder ab vier Jahren. Die Altersspanne ist bis sieben Jahre angegeben. Kinder diesen Alters erfahren hier, welche Rettungsdienste durch die Feuerwehr erfolgen. So wird etwa Katze Gloria ebenso vom Baum gerettet wie eine Mülltonne gelöscht oder ein Hornissennest umgesetzt wird.
Zu Beginn werden die vier unterschiedlichen Kinder vorgestellt, die die Einsätze miterleben. Sie stehen für die Diversität, die heute in Kinder- und Jugendbüchern stark im Vordergrubd steht.
Die Geschichten sind nicht nur für Kinder mit dem Wunsch, später bei der Feuerwehr zu arbeiten, sehr lehrreich und ansprechend illustriert.
Regensängerin
Heir of Storms von Lauryn Hamilton Murray
"Immerhin sind Regensänger die mächtigsten Aquatori... Sie gehen davon aus, dass ich schon morgen einen weiteren Sturm heraufbeschwören könnte, ohne auch nur einen Finger zu rühren. Dass ich die ganze Welt in den Fluten ertränken könnte, wenn mir danach wäre."
Blaze ist nicht nur eine Aquatori, sondern auch die letzte Sturmweberin.
Bei ihrer Geburt hat sie eine Katastrophe ausgelöst, danach jedoch ihre Gabe so sehr verloren, dass es nur noch für Nieselregen reicht. Dennoch wird sie, gemeinsam mit ihrem Zwillingsbruder Flint, für den Kampf um die Krone ihres Reiches ausgewählt. Doch sie muss sich nicht nur diesem magischen Turnier stellen, sondern auch einem interessanten Liebesdreieck, politischen Intrigen und der Suche nach sich selbst.
Der erste Teil dieser Dilogie greift viele derzeit angesagte Themen auf. Insbesondere das Wetteifern in einem magischen Turnier taucht ja sehr häufig auf und die Autorin bietet leider nicht allzuviel, was ihre Erzählung an dieser Stelle aus der Masse ähnlicher Romane herausragen lässt. Die Entwicklung ist insgesamt vollkommen auf die Ich-Erzählerin Blaze ausgerichtet sowie ihre Hoffnungen und Träume. Das macht die Story sehr mädchenhaft und folgt dem typischen Muster mit Blaze als special snowflake, ohne dass sie mir als herausragend aufgefallen wäre. Dennoch liest sich das Buch sehr gut weg und weckt durch den wahrscheinlich unvermeidlichen Cliffhanger Lust auf den zweiten Teil.
Herzenswunsch
Glory of Broken Dreams von Ruby Braun
"Es liegt eine gewisse Schönheit in gebrochenen Träumen. Ein Glanz, ein eigener Zauber, eine Melancholie. Denn wenn das, was man am meisten will, erst mal im Scherben liegt, ist man gezwungen, etwas Neues zu erschaffen. Gezwungen, sich zu sehen - in all der Angst, in all der Stärke.
"
Charlotte möchte unbedingt eine Ausnahmetänzerin werden. Das Engagement im Grandhotel Liechtenstein scheint sie diesem Ziel viel näher zu bringen. Zumal im Hotel ein mächtiger Zauber am Werk sein soll. Um einen der berühmten verzauberten Bälle zu besuchen, braucht sie unbedingt eine Begleitung. Sie findet sie in dem Showboxer Willem, der ganz eigene Ziele verfolgt. Doch die Bälle im Liechtenstein enden immer in Tragödien...
Der Zauber des Hotels Liechtenstein hat mich etwas zwiegespalten zurückgelassen, aber letztendlich doch überzeugt. Im Stil zeitweise fast poetisch und auch voller Atmosphäre, wirkt manches dennoch etwas vage und unentschlossen: die verzauberte Welt und die Motive der Protagonisten. Charlottes Mittänzerinnen sollen für Diversität stehen, aber letztendlich bleibt dann doch die für Tänzerinnen erforderlichen Schönheit ziemlich im Vordergrund. Dennoch hat mich die träumerische Story in ihren Bann gezogen und der Cliffhanger am Ende macht neugierig auf den zweiten Band.
Die Rückkehr der Fae
Faebound von Saara El-Arifi
"Verflucht, auszuharren, verflucht, zu überleben. Alle werden vergehen, wenn nicht alle drei gedeihen..."
Menschen, Elfen und Fae: drei Geschlechter, Kinder unterschiedlicher Gottwesen, verfeindet und doch miteinander verwoben. Darum spinnt die Autorin das Garn ihrer Geschichte, angesiedelt in einer afrikanisch inspirierten Fantasywelt.
Ich hatte ein paar Anlaufschwierigkeiten, da ich weder mit der vielfältigen Queerness noch mit den sperrigen, im Englischen belassenen Neopronomen gerechnet hatte. Ich lese eben gern Liebesgeschichten, mit denen ich mich persönlich identifizieren kann.
Zudem bin ich mit der Elfenkommandantin Yeeran bis zum Schluss nicht wirklich warm geworden. Zum Glück spielen auch ihre Schwester Lettle und Oberst Rayan eine bedeutende Rolle.
Yeeran wird aus den Elfenlanden verbannt, nachdem sie gleich bei ihrem ersten Einsatz als Kommandantin in einen Hinterhalt geraten ist. Lettle und Rayan, der unter Yeerans Kommando stand, folgen Yeeran unabhängig voneinander und kommen sich dabei immer näher. Schließlich werden alle drei gefangen genommen und zwar ausgerechnet von Fae, die als ausgestorben galten...
Gut gefallen haben mir manche eher düstere Elemente und die Obeah, Wesen, die in geheimnisvoller Verbindung zum Titel des Buches stehen. Lettle und vor allem der sympathische Rayan haben für mich im Grunde das Buch gerettet, denn die Frauen, in die Yeeran sich verliebt, waren mir regelrecht unsympathisch. Manchmal verliert sich die Autorin ein wenig in der Beschreibung ihrer Figuren, ohne allen echte Tiefe zu geben. Vor allem aus der Stadt der Fae hätten man erzählerisch so viel mehr machen können. Dennoch war das Buch ungewöhnlich genug, dass ich erfahren möchte, wie die Story weitergeht.











