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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Ele95:

Papa Panda

Pandatage von James Gould-Bourn

Pandatage, Roman von James Gould-Bourn, E book 373 Seiten, erschienen bei Kiepenheuer & Witsch.

Ein Roman voller Situationskomik, rührend und humorvoll zugleich.

Daniel Maloony hat es schwer, vor einem Jahr, ist seine Frau und die Mutter seines Sohnes Will bei einem tragischen Verkehrsunfall ums Leben gekommen.

Er war zwar noch nie ein Glückspilz aber jetzt kommt es ziemlich dicke. Will hat seit dem Verlust zu sprechen aufgehört, Danny verliert den Job und sein Vermieter droht ihm weil er die Miete nicht bezahlen kann. Deshalb kauft er von seinem letzten Geld ein Pandakostüm und versucht als Straßenkünstler Geld zu verdienen. Leider kann er auch nicht tanzen…
34 Kapitel in übersichtlicher Länge lassen sich flüssig und schnell lesen, putzig die kleinen Pandaköpfe am Kapitelbeginn. Einzelne betonte Wörter und Gedanken erscheinen kursiv gedruckt und somit deutlich hervorgehoben. Der Autor hat die auktoriale Erzählweise gewählt, die Ereignisse aus der Sicht Wills und auch Dannys Erlebnisse wechseln ab, deshalb ist der Überblick über das Geschehen stets gegeben. Die Charaktere handeln zwar nicht immer nachvollziehbar aber sehr sympathisch. Danny, die Pole-Tänzerin Krystal, Will und auch Dannys Kollege Ivan sind herrlich menschlich, ja herzlich. Die habe ich sofort ins Herz geschlossen und konnte sie am Ende nur schwer gehen lassen. Das Setting und auch die Figuren sind hervorragend beschrieben, dieses Buch wünsche ich mir unbedingt als Film. Ich finde die Geschichte bietet sich hervorragend an.
Dieser Debütroman hat mich begeistert. Lesefluss hat sich schon auf den ersten Seiten eingestellt, am Ende hat mich Gould-Bourn tatsächlich überraschen können. Mit diesem Ende habe ich nicht gerechnet, es passt aber hervorragend, ohne kitschig zu werden. Immer wieder hatte ich Tränen in den Augen die zum Teil Tränen der Rührung, aber auch Lachtränen waren. An Situationskomik hat der Autor in seinem emotionalen Werk wirklich nicht gespart. Besonders sind mir die lebendigen schlagfertigen Dialoge aufgefallen, herrlich. Ab und an waren die Flüche und Ausdrücke z.B. von Krystal etwas derb, es macht aber das Buch nur noch interessanter. Ein absolutes Wohlfühlbuch, etwas fürs Herz und für die Seele. Ein spannender Roman, ich war traurig als es zu Ende war. Gerne hätte ich gewusst wie das Leben von Will und Danny weitergeht.
Begeistert möchte ich dieses Buch empfehlen und gebe 5 Sterne, die volle Punktzahl.

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Der Puderkrieg geht weiter

Die Farben der Schönheit – Sophias Träume von Corina Bomann

Die Farben der Schönheit – Sophias Träume, Roman von Corina Bomann, 576 Seiten, erschienen im Ullstein-Verlag.
Der 2. Band der „Die Farben der Schönheit“ Trilogie, die Protagonistin gerät zwischen die Fronten im Puderkriegs zwischen Helena Rubinstein und Elizabeth Arden.
Sophia ist auf dem Weg nach Paris, nachdem sie ihren Job bei Madame Rubinstein verloren hat, will sie einem anonymen Hinweis nach dem Verbleib ihres Sohnes nachgehen.

Doch wieder enttäuscht sie Paris, ihre Freundin Henny hat sich verändert und auch ihr Kind kann sie nicht finden. Zurück in den Staaten bewirbt sie sich bei Elizabeth Arden und bekommt eine unerwartete Chance, wird sie ihr Glück dort endlich finden?
Das Buch ist im Ich-Stil aus der Sicht der Protagonistin verfasst, deshalb ist der Lesende auch ganz nahe am Geschehen. 53 pralle Kapitel, die die Bestseller-Autorin in ihrer bildhaften und flüssigen Schreibweise verfasst hat, haben mich durch das Buch fliegen lassen. Schon ab dem ersten Kapitel war Lesefluss vorhanden. Zur besseren Übersicht sind Briefe und fremdsprachliche Phrasen kursiv gedruckt. Als kleine Zugabe ist in der vorderen Umschlagklappe noch ein Kosmetikrezept für festes Shampoo abgedruckt.
Emotionsgeladen und dramatisch erzählt die Autorin den Werdegang der Protagonistin und auch in diesem Band geht die Autorin nicht allzu gut mit ihrer Hauptfigur um. Sophia hat in diesem Teil wiederum eine erstaunliche Entwicklung durchgemacht. Sie hat nun zu einer gewissen inneren Stärke und Reife gefunden, sie versucht ihr Glück nun festzuhalten und hadert nie, mit den ihr auferlegten Schicksalsschlägen. Ich habe mit Sophia gelitten und mich gefreut. Die aufregende Handlung sprudelt unterhaltsam vor sich hin und konnte mich außerordentlich fesseln, eine nervenzerreißende Spannung in einem Liebesroman habe ich nicht erwartet, trotzdem war das Buch in kürzester Zeit ausgelesen, weil ich es nur mit Bedauern aus der Hand legen konnte. Die Tage, die Sophia in Berlin verbracht hat, waren gut geschildert und haben den Zeitgeist und die Gesinnung in den frühen 30er Jahren in Deutschland hervorragend geschildert. Der bildhafte Erzählstil gaben mir zu jeder Zeit das Gefühl „dabei“ zu sein. Personen und auch das Setting sind gut beschrieben. Der Plot ist nachvollziehbar und die Figuren wirken echt. Nur Sophias Vater und Madame Arden waren mir unsympathisch. Mir hat leider nicht gefallen, dass Sophia von ihrer Mutter nur das Geld für den Schmuck geerbt hat, es wäre viel schöner gewesen, die Schmuckstücke selbst weiterzugeben, da hat mich die Autorin etwas enttäuscht, ist für den Verlauf der Geschichte aber unerheblich. Besonders gefallen haben mir jedoch wieder die Beschreibungen der Kosmetikstudios hinter den roten Türen. Die Behandlungen und die Einrichtungen, die Make-ups. Da entstehen Bilder vor dem inneren Auge, da dürfte es gerne auch ein wenig mehr sein.
Und wieder hat es Bomann geschafft, dass ich die Zeit bis zum Erscheinen des nächsten und letzten Bandes kaum erwarten kann, denn wieder endet das Buch mit einem grandiosen Cliffhanger, der die Möglichkeit der Fortsetzung nach allen Richtungen offen lässt. Selbstverständlich werde ich den letzten Teil der Trilogie lesen. Corina Bomann konnte mich mit diesem Wohlfühlroman wieder vollkommen überzeugen. Deshalb von mir eine uneingeschränkte Leseempfehlung. Da in der Geschichte immer wieder einiges aus dem 1.Teil erklärt wird, ist es möglich „Sophias Träume“ als Einzelband zu lesen, es wäre aber schade dies zu tun. Von mir zufriedene 5 Sterne.

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Flöhe, Ratten und die Pest

Die Henkerstochter und der Fluch der Pest von Oliver Pötzsch

Die Henkerstochter und der Fluch der Pest, Historischer Kriminalroman von Oliver Pötzsch, 736 Seiten, erschienen im Ullstein Verlag.
Wieder befindet sich die Henkersfamilie Kuisl mitten drin in einem aufregenden Kriminalfall, erschreckende Parallelen zur aktuellen Corona-Krise.
Im Sommer 1679 breitet sich die Pest von Wien in Richtung Bayern aus.

Der Schongauer Scharfrichter Jakob Kuisl wird von einem offensichtlich Pestkranken, dem Kaufbeurer Henker aufgesucht, der kurz darauf zusammenbricht. Bevor er stirbt, flüstert er Jakob Kuisl noch ein paar rätselhafte Worte ins Ohr. Zusammen mit seiner Tochter Magdalena und seinem Schwiegersohn, Simon dem Medicus macht sich der Henker auf nach Kaufbeuren um der Sache auf den Grund zu gehen. Wieder einmal begibt sich die Familie dabei in höchste Gefahr.
Das Buch besteht aus 25 längeren Kapiteln, die aber in überschaubare Leseabschnitte aufgeteilt sind. Die einzelnen Kapitel sind mit genauer Orts- und Zeitangabe versehen, somit ist der chronologische und räumliche Überblick an jeder Stelle des Buches möglich. Viele schlagfertige und mundartliche Dialoge, zum Teil in derber Sprache, machen das Geschriebene lebendig. Gedanken, bayrische Ausdrücke und fremdländische Phrasen sind kursiv kenntlich gemacht. Der Autor besticht mit seiner bildhaften Erzählweise, dadurch konnte ich mir die beschriebenen Figuren und auch das Setting genau vorstellen. Die auktoriale Erzählweise ermöglicht den Überblick über die Handlungen und auch Innenansichten der Charaktere sind möglich. Die Dramatis Personae am Anfang und die Ansicht der Stadt Kaufbeuren im Jahr 1679 waren sehr hilfreich. Zu Beginn ist die Sage des Rattenfängers von Hameln angeführt. Ich habe schon die meisten Bände der Henkerstochter Saga gelesen, deshalb waren mir die Hauptcharaktere vertraut, Lesefluss stellte sich sofort ein. Der Spannungsbogen zieht sich vom Anfang bis zum „explosiven“ Ende und ist gleichbleibend hoch. Die ganzen Intrigen und Untaten zu durchschauen, lies mich das Buch kaum aus der Hand legen. Da mehrere Familienangehörige an verschiedenen Orten ihre Abenteuer erlebten endeten die einzelnen Erzählstränge oft an den aufregendsten Stellen. Meine Lieblingsfigur der bärbeißige Grantler Jakob Kuisl, wie immer zupackend wenn es Not tut. Besonders faszinierend fand ich die Ursachenmeinung und Behandlungsmethoden der Pest in der damaligen Zeit. Da es noch bis Ende des 19.Jahrhunderts dauerte, bis der Erreger Yersinia Pestis eindeutig als Grund für diese Geißel der Menschheit bestimmt werden konnte, sind die Beobachtungen und Aufzeichnungen von Simon und Peter, vom Autor gut in die Geschichte eingebaut. Erschreckend finde ich, dass im zweiten Weltkrieg noch Pesterreger als biologische Waffen in Betracht gezogen wurden, wie der Autor im Epilog erläutert. Die Parallelen zur momentanen Pandemie und die beschriebenen Folgen (Ausgangsbeschränkungen, Einreiseverbote, Absage von Volksfesten usw.) hat Plötzsch bei seiner Arbeit am Buch, noch nicht wissen können, umso mehr finde ich es faszinierend wie erschreckend nahe er mit seinem Buch, der aktuellen Lage, jetzt über 300 Jahre später kommt. Da hatte Plötzsch seinen Finger ganz nah am Puls der Zeit und das Werk ist deshalb m.M. nach ganz besonders authentisch.
Der kleine Reiseführer für Kaufbeuren und Umgebung am Ende des Buches hat mir gefallen und lädt den Leser ein, sich das Setting einmal selbst anzusehen. Wieder einmal hat mich ein Band der Reihe begeistert und hervorragend unterhalten. Eine hervorragende Recherche kann ich nur bestätigen. Die Figuren sind gut charakterisiert und auch der Plot ist absolut nachvollziehbar. Von mir 5 Sterne und eine uneingeschränkte Leseempfehlung.

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12 Minuten

Todestreue von Peter Gallert; Jörg Reiter

Todestreue, Krimi von Jörg Reiter und Peter Gallert, EBook 313 Seiten, erschienen im Ullstein-Verlag.
Ein emotionaler Fall für einen außergewöhnlichen Ermittler: Polizeiseelsorger Martin Bauer.
Martin Bauer Polizeiseelsorger in Elternzeit ist mit der aktuellen Situation zufrieden, er kümmert sich liebevoll um seine kleine Tochter Marie und hält sich vom Seelsorge-Dienst bei der Polizei fern.

Da bittet ihn seine Frau, sich um Leon Berger zu kümmern. Er ist der Verlobte ihrer Bekannten, Yildiz. Drogenkriminalität, eine mysteriöse Motorradgang und eine brutal ermordete Frau, Berger steckt in großen Schwierigkeiten. Und schon bald wird klar: Bauer ist Leon Bergers letzte Hoffnung.
52 absolut spannende Kapitel in idealer Leselänge, ein bildhafter flüssiger Schreibstil in auktorialer Erzählweise verfasst, haben mich wieder einmal hervorragend unterhalten. Schon zu Beginn gibt es eine kurze Zusammenfassung der wissenswerten Fakten aus den Vorgängerbänden, schon hat sich Lesefluss eingestellt und vorliegender Teil kann gut als Einzelband gelesen werden. Begriffe aus dem Polizeijargon und Eigennamen aus der Biker-Szene sind kursiv gedruckt und somit deutlich hervorgehoben. An den passenden Stellen, sind wiederum Bibelzitate mit Quellangaben eingefügt, das gefällt mir bei dieser Reihe ganz besonders. Der Plot ist zu jederzeit nachvollziehbar und glaubhaft. Die Spannung beginnt auf den ersten Seiten, steigert sich mit jedem Kapitel, deshalb habe ich die letzten 100 Seiten am Stück und die halbe Nacht hindurch, fertiggelesen. Keine Chance das Buch aus der Hand zu legen. In diesem Fall müssen die Beteiligten, vor allem Martin Bauer ordentlich was wegstecken. Die Geschichte ist nervenzerreißend spannend, aber weder unerträglich brutal noch abstoßend beschrieben.
Alle Figuren handeln nachvollziehbar und authentisch. Die Personen aus den vorangegangenen Büchern haben sich charakterlich enorm weiterentwickelt. Die Protagonisten Martin Bauer und Verena Dohr, sind in ihrer Ermittlungsarbeit einfach unschlagbar, auch wenn sich die Zusammenarbeit manchmal schwierig erweist. Die Polizeiarbeit ist glaubhaft beschrieben, so als ob man den zuständigen Beamten bei ihrem Tun, stets über die Schulter blicken würde. Mein „Lieblingsunsympath“ Karman hat sich wieder einmal von seiner schlechtesten Seite gezeigt, aber auch das macht dem Leser viel Vergnügen. Die neuen Charaktere, die guten wie die bösen sind hervorragend gezeichnet, jede einzelne Figur konnte ich mir prima vorstellen. Besonders Leon Berger und seine Verlobte Yildiz habe ich richtig ins Herz geschlossen.
Die Bücher des Autorenduos bestechen durch ihre ganz besondere Beschreibung des Settings. Wieder einmal konnte ich mir die „Schrottinsel, den Thronoi im Kantpark, oder die Rheinorange-Skulptur bildhaft vorstellen. Jedes Buch der Autoren handelt in einem eigenen Milieu, diesmal haben sie als Hintergrund die Biker-Szene und die Binnenschifffahrt gewählt. Chapeau!
Ich hoffe, dass die Reihe fortgesetzt wird und freue mich schon auf einen weiteren Fall mit Polizeiseelsorger Martin Bauer. Für „Todestreue“ vergebe ich brillante 5 Sterne.

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Ursa auf der Suche nach dem Glück

Aufgetaut von David Safier


Aufgetaut, Roman von David Safier, 336 Seiten, erschienen im Kindler-Verlag.
Eine Frau aus der Steinzeit sucht das Glück.
Urga, eine Steinzeitfrau war über dreiunddreißigtausend Jahre zusammen mit einem Babymammut in einem Eisblock eingefroren. Durch die Erderwärmung löst sich der Eisblock und wird an Bord des Kreuzfahrtschiffes Arctica 2 genommen.

Nach dem Auftauen, begegnet sie Felix Sommer jr., seiner Tochter Maya und dem alten Seebären Kapitän Øyvind Lovskar. Sommer hat kein gutes Händchen in geschäftlichen Dingen und Lovskar ist auch nicht glücklich, denn seine Frau hat ihn verlassen. Schon bald kommt Cryogenics und Amanda Cole, die eine Kryotechnik-Firma leitet dahinter und wollen Urga für die Wissenschaft gewinnen. Auf der Suche nach dem Glück und auf der Flucht vor den Wissenschaftlern führt die Gefährten eine Irrfahrt aus der Arktis über Indien bis nach Italien.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen, dementsprechend schnell hatte ich es gelesen. Die Kapitel sind kurz und in angenehmer Leselänge, der Autor beschreibt im auktorialen Stil, das ist sehr hilfreich, denn der Leser hat dadurch Gelegenheit, die Gedanken und Innenansichten eines jeden Handelnden genau zu kennen. Zitate, Gedanken Eigennamen sind kursiv geschrieben und somit deutlich hervorgehoben. Safier schreibt sehr bildmalerisch, das Setting und auch die handelnden Personen konnte ich mir hervorragend vorstellen, oft verwendet er umgangssprachliche Begriffe z.B. ..,.das Dolle is…., die Zahnspange die an die Stacheldrähte von Verdun erinnert. Das lustige Kauderwelsch der Steinzeitfrau Urga gefiel mir, Sätze wie: „Verzeih mir, weil ich gefeigen Ohr dich“ oder die Worte Matschepampe und schnabbeln, ließen mich immer wieder schmunzeln. Ich habe alle Bücher aus der Feder Safiers gelesen und ich finde, vorliegender Roman gehört zu den besten. So kenne ich seine Bücher und so mag ich sie. Zwar nicht gerade realistisch, doch durchaus mit Tiefe. Witzig, herzlich und hier sogar mit einigen Lebensweisheiten. Auch die Figuren haben durchweg eine enorme Entwicklung durchgemacht. Besonders Felix, dessen Name ohnehin schon „der Glückliche“ bedeutet, auch Bruce der Wachmann oder Amanda, die durch ihre Krankheit ihr Päckchen zu tragen hat, sie alle sind bessere Menschen geworden, Urga und Lovskar sowieso. Am putzigsten und somit meine Lieblingsfigur war das Babymammut Trö. Seine Gedanken haben mich köstlich amüsiert. (Neue Mama hat so kuschelig haarige Beine). Nicht gut weggekommen bei mir ist allerdings Felix Sommer senior, einfach unsympathisch und der Bösewicht im Buch. Geeignet für Safier-Fans, als Geschenk und mit einem Augenzwinkern zu genießen. Zwei winzige Kritikpunkte von mir, wie schnell Urga unsere Sprache gelernt hat und die Szene im Hafenbecken fand ich ein wenig zu unglaubwürdig bzw. übertrieben, dafür möchte ich einen Punkt abziehen. Von mir deswegen 4 Sterne.

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Wir spielen Gericht

Marta schläft von Romy Hausmann

Marta schläft, Thriller von Romy Hausmann, EBook 331 Seiten, erschienen im dtv-Verlag
Ein tief unter die Haut gehender Psychothriller über Schuld, Vergeltung und die Frage, ob ein Täter je wieder frei sein kann.
Die 15jährige Nadja wird für ein grausames Verbrechen verurteilt. Nach ihrer Haftentlassung wünscht sie sich nichts sehnlicher, als wieder ein normales Leben zu führen.

Eines Tages geschieht ein Mord. Und die wahre Begebenheit soll vertuscht werden. Ein abgelegenes Haus im Spreewald wird zum Schauplatz eines bizarren Spiels. Macht Nadjas Vergangenheit sie zum perfekten Opfer einer infamen Intrige?
Das Buch gliedert sich in mehrere Erzählstränge und Zeitebenen, ein Teil, der mit dem Namen Nadja überschrieben ist und die Geschehnisse, doch leider ziemlich undurchsichtig und verworren, erzählt. Es ist die Geschichte Nadjas teils in der Gegenwart, aber auch in Rückblicken in die Vergangenheit. Ein weiterer Strang gekennzeichnet mit Zahlen, sind Ausschnitte aus Briefen, die niemals abgeschickt wurden, wobei anfänglich nicht klar ist an wen sie gerichtet und von wem sie geschrieben sind. Dann noch der Teil der mit Monat und Jahreszahl überschrieben ist und die eigentliche Mordgeschichte erzählt. Dazwischen noch der Mordfall an der jungen Nelly, der endgültig zur Verwirrung beigetragen hat.
Dies ist das zweite Buch der Thrillerautorin Romy Hausmann, ihr Debütroman „Liebes Kind“ hat mir sehr gut gefallen, was beim ersten Buch, die besondere Spannung ausgemacht hat, fand ich in vorliegendem Buch des Guten zu viel, etwas mehr Ordnung hätte ich mir gewünscht. Ich hab mich gerade durch die verschiedenen Erzählstränge und diversen Zeitebenen unheimlich schwer getan ins Buch hineinzufinden, da war ich schlichtweg überfordert. Erst in der Hälfte des Buches haben sich die einzelnen Teile, langsam zu einem durchschaubaren Ganzen zusammengefügt und ich konnte, das Werk erst richtig genießen. Von da ab konnte sich auch ein Spannungsbogen aufbauen der bis zum Ende anhielt. Wie schon in ihrem Debütroman hat mich die Autorin mit überraschenden Wendungen und am Schluss mit einem fulminanten Ende überrascht. Immer wieder wenn ich dachte, ja so könnte die Story enden, haben sich die Fakten geändert und der Schluss lag wieder offen. Ich war des Öfteren drauf und dran, den Reader aus der Hand zu legen und das Buch abzubrechen, bin aber letztendlich froh, dass ich durchgehalten habe. Bei der Lektüre muss man sich unheimlich konzentrieren, nebenher hat mich sogar Musik abgelenkt. Die Story an sich ist interessant und auch raffiniert inszeniert, doch hier wäre etwas mehr Klarheit von Anfang an von Vorteil gewesen. Die unnötigen Erzählstränge und Zeitebenen hätte ich nicht gebraucht, einige Rückblicke oder auch zwei Erzählstränge hätten genügt, ständig hatte ich das Gefühl einige Seiten ausgelassen zu haben. Die Figuren waren durchweg gut charakterisiert. Gerade Nadja war mir sympathisch, gerade sie hat im Buch eine enorme Entwicklung durchgemacht, das hat mir gut gefallen. Auch der Charakter Gero van Hoven war trotz seiner intriganten Art, äußerst interessant angelegt. Seine Gattin Laura jedoch war mir von Anfang an suspekt, ein typisches Luxusfrauchen dazu oberflächlich und charakterschwach. Gerne würde ich ein weiteres Buch der Autorin lesen und hoffe, dass sie sich das nächste Mal auf einen übersichtlicheren Erzählstil festlegt. Geeignet ist dieser Thriller für Leser, die Geschichten mit mehreren Erzähl- und Zeitebenen und Plot-Twists schätzen. Von mir gutgemeinte 3 Sterne.

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Caro im Chaos der Gefühle

Zu wahr, um schön zu sein von Gabriella Engelmann


Zu wahr, um schön zu sein. Frauenroman von Gabriella Engelmann, 320 Seiten, erschienen bei Droemer Knaur.
Ein humorvoller Liebes- und Frauenroman. Herz & Humor im hohen Norden.
Cora 45 Jahre alt und „eigentlich“ rundherum zufrieden, will die Silberhochzeit mit ihrem Mann Matthias gebührend feiern.

Doch es kommt alles ganz anders, bis sie es sich versieht steht sie vor den Trümmern ihrer Ehe und das ist noch nicht alles. Ihr 15jähriger Sohn Felix macht Probleme, sie verliert ihren Job und Flora ihre Hippie-Mutter nervt ganz gewaltig. So versucht Cora mit Hilfe ihrer Freundin Silvia und ihrer Vermieterin Hedwig, ihr Lebensschiff wieder auf Kurs zu bringen. Denn eines ist für Cora gewiss, alleine will sie nicht bleiben.
Dieses Buch besteht aus 40 Kapiteln, die passend zum jeweiligen Inhalt überschrieben sind. Besonders reizend fand ich die kleinen maritimen Skizzen am Kapitelanfang. Die Autorin besticht durch ihren humorvollen, bildmalerischen Schreibstil, aus Sicht der Protagonistin, in der Ich-Form verfasst. Einzelne Phrasen, Liedtitel, mundartliche Aussprüche und fremdländische Phrasen sind kursiv gedruckt und somit deutlich hervorgehoben. Die Gedanken der Protagonistin stehen in Klammern, sind in Großbuchstaben gedruckt oder anderweitig hervorgehoben, auch viele lebhafte Dialoge machen dieses Buch äußerst lebendig. Der Leser ist zu jeder Zeit ganz nah dran am Geschehen.
Und es geschieht sehr viel, Missgeschicke, peinliche Szenen oder Situationskomik. Die haben mich immer wieder schmunzeln lassen, ein wirklich fröhliches Buch, wahrlich ein Wohlfühlbuch. Am besten gefallen haben mir die lustigen Wortgefechte der Protagonistin mit ihrer Espressomaschine von ihr liebevoll Renato Bialetti genannt. Die Protagonistin ist warmherzig und vor allem sehr tapfer denn sie lässt sich einfach nicht unterkriegen. Sehr sympathisch war mir, ihre Freundin Silvia und der „Fels in der Brandung“ die lebenskluge Witwe Hedwig, die so manches was im Argen liegt, mit hilfreichen Tipps, wieder ins Lot bringt. Ihr Haustier die Witwenpfeifente „Daisy“ ist mein absoluter Liebling.
An keiner Stelle im Buch hatte ich je Zweifel, dass es nicht zu einem guten Ende kommt, dem entsprechend ist der Spannungsbogen auch nicht unbedingt hoch. Sobald sich eine Schwierigkeit auftut, kommt auch schon eine Lösung daher. Und das unvermeidliche Happy End ist erreicht als Caro mit ihrem Schwarm in den Sonnenaufgang segelt.
Ein Buch, das sich ohne große Aufregung und mit mäßiger Spannung mühelos weglesen lässt. Einfach zu schön um auch wahr zu sein. 4 Sterne

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Zwei Arten der Liebe

Die Kleider der Frauen von Natasha Lester

Die Kleider der Frauen, Historischer Roman von Natasha Lester, 512 Seiten, erschienen bei Aufbau Taschenbuch
Der große Traum der jungen Mode-Designerin Estella in den 40iger Jahren, von einem eigenen Mode-Label, führt bis in die Gegenwart zu ihrer Enkelin Fabienne.
Paris 1940 die junge Haute-Couture-Schneiderin Estella wird durch ihre Mutter in die Verwicklungen der Resistance hineingezogen.

Ihr bleibt nur noch die Flucht nach New York. Dort beginnt sie sich als Designerin einen Namen zu machen. Hier begegnet sie Alex, der mehr über sie und ihre Mutter zu wissen scheint. New York 2015 ihre Enkelin Fabienne will mehr über die Ungereimtheiten im Leben ihrer Großmutter herausfinden.
Das Buch beinhaltet 12 Teile, die in 38 Kapitel aufgegliedert sind. Die Geschichte spielt in zwei Zeitebenen und teilt sich in zwei Erzählstränge. Zum einen in den 40iger Jahren, die Geschichte Estallas und zum anderen die Erlebnisse ihrer Enkelin Fabienne im Jahr 2015. Jeder der beiden Frauen ist abwechselnd, ein Teil gewidmet, die Kapitel sind mit Ort und Datum überschrieben, die Zeitebenen und auch das Setting sind somit ganz klar erkennbar. Natasha Lester erzählt spannend, bildhaft und in auktorialer Erzählweise. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen.
Einfühlsam erzählt die Autorin wie sich Estella in der schillernden Welt der Mode einen Namen gemacht hat und wie die alte Dame ihrer Enkelin die Zukunft der Firma ans Herz legt. Nebenbei entwickelt sich eine Liebesgeschichte voller Verwicklungen, Dramatik und Romantik. Der Estella-Faden und die Geschehnisse in der Vergangenheit waren interessanter und auch ausführlicher beschrieben doch für meinen Geschmack stellenweise zu dick aufgetragen um noch nachvollziehbar zu sein. Der Fabienne-Faden ist auf einer eher emotionalen Ebene und weniger ereignisreich. Am besten gefallen hat mir die Beschreibung der Stoffe, der Kleider und die schillernde Welt der Haute Couture. Die Kleider sind so gut beschrieben, dass ich sie mir gut vorstellen konnte.
Durch den Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart, hat es die Autorin geschafft Spannung zu erzeugen, um die Ereignisse, die in den Jahren dazwischen geschehen sind, zu erkunden.
Die Personen handelten m. M nach nicht immer nachvollziehbar, die Trennung Estellas von Alex und die Gründe dafür fand ich hanebüchen, auch zur damaligen Zeit einfach nicht glaubhaft. Die gesamten Verwandtschaftlichen Verhältnisse, vor allem die Verbindung Evelyn Nesbitt und Harry Thaws musste ich noch einmal lesen, das habe ich auf Anhieb nicht durchschauen können. Interessanterweise erfährt der Leser im Nachwort, dass einem Teil des Romans tatsächliche Fakten zugrunde liegen.
Lieblingspersonen hatte ich mehrere z.B. Alex, Janie, Sam, Will und auch seine Schwester. Dagegen fand ich Estellas Mutter und natürlich Harry Thaws unmöglich. Fabienne blieb im Roman dagegen eher blass, diese Figur wäre es wert gewesen, sie besser auszubauen.
Insgesamt finde ich das Buch unterhaltsam, jedoch an einigen Stellen etwas zu langatmig und unglaubhaft. Meine Leseempfehlung gilt denjenigen Leserinnen die sich gerne in die schillernde Welt der Mode entführen lassen und dabei eine romantische Liebesgeschichte erleben wollen. Von mir dafür 3 Sterne.

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Hier endet seine Jagd

Die Herren der Zeit von Eva Garcia Saenz; Eva Garcia Saenz

Die Herren der Zeit, Thriller von Eva Garcia Saenz, 526 Seiten, erschienen im Scherz-Verlag.
Abschlussband der Kraken Trilogie, Inspector Ayala, alias der Krake, ermittelt erneut in einem höchst gefährlichen Fall, mit historischem Hintergrund.
Nach den letzten beschriebenen Ereignissen, sind ca. 2 Jahre vergangen und erneut erschüttert eine Serie von Morden die Stadt Vitoria im Baskenland.

Diese Serie folgt düsteren mittelalterlichen Ritualen. Die Vorfälle sind allesamt in einem geheimnisvollen historischen Roman beschrieben, der aktuell in aller Munde ist und sich „Die Herren der Zeit“ nennt. Ayala und sein Team beginnen zu ermitteln und es scheint, dass es Verbindungen zur Familiengeschichte des Kraken gibt. Ein gefährlicher Fall, erneut ist auch die Familie des Inspectors in Gefahr.
Ein wahrlich gelungener Abschlussband der Kraken Trilogie. Wieder einmal hat es Saenz geschafft mich mit ihrem bildhaften, rasanten und hochspannenden Erzählstil, vortrefflich zu unterhalten. Eine aufwendige Recherchearbeit besonders in Bezug auf die historischen Fakten merkt man dem Geschriebenen unbedingt an. Das Buch besteht aus 66. Kapiteln die in zwei Zeitebenen spielen. Zum einen, in der Gegenwart, aus der Sicht Unais im Ich-Stil erzählt. Der andere Erzählstrang beschreibt die Ereignisse aus dem Mittelalter, im 12. Jh.. Geschickt verknüpft, da es sich bei den historischen Ereignissen um die Geschichte, die dem Buch „Die Herren der Zeit“ zugrunde liegt, handelt. Der Wechsel zwischen den Zeitebenen macht die Faszination des Buches aus, die Morde in der Vergangenheit, werden in der Gegenwart aufgegriffen. Schwer zu sagen, welches der interessante Teil des Buches ist, auf jeden Fall hat es dazu geführt, dass ich das Buch nur mit Bedauern aus der Hand legen wollte. Düster und sehr fesselnd, dazu mit ungeahnten Wendungen, fliegt man beim Lesen durch die Seiten, ohne es zu bemerken. Dass die Erzählung im Baskenland spielt ist durch die verwendeten Orte, Namen und Ausdrücke geprägt, die im Glossar am Ende des Buches aufgeführt sind. In den Innenseiten der Klappen befinden sich Stadtpläne, die sich bei der Orientierung, als hilfreich erwiesen haben. Atmosphärisch dicht erzählt mit ungeahnten Wendungen und doch ist es nötig diesen Teil mit höchster Konzentration zu lesen, denn die Familienzusammenhänge sind kompliziert. Die Figuren, besonders der Protagonist, seine Familie und Esti sind hervorragend gezeichnet, eine enorme Entwicklung zeichnet sich hier ab, trotzdem bleiben die Charaktere sympathisch und ihre Handlungen sind nachvollziehbar. Meine Lieblingsfigur wie auch in den Vorgängerbänden, der 100jährige lebenskluge Großvater des Protagonisten. Voller Begeisterung habe ich die Serie verfolgt und auch der Abschlussband hat mich nicht enttäuscht, doch fand ich ihn den schwächsten der Reihe, der trotzdem noch volle Punktzahl wert ist. Obwohl ich es bedauere, dem Kraken bei seinen Ermittlungen nicht mehr über die Schulter schauen zu können, ist es stimmig, dass die Autorin hier den Schlusspunkt gesetzt hat. Die Geschichte ist erzählt, das Ende finde ich wundervoll versöhnlich, ohne hier zu Spoilern, sind wieder einmal schmerzhafte Verluste zu bedauern, was die Handlung authentisch macht. Ich möchte nicht nur den vorliegenden Band, sondern alle Teile der Trilogie, den Lesern ans Herz legen, die spannende Kriminalfälle verknüpft mit historischen Fakten mögen. Es wäre schade, das Buch als Einzelband zu lesen. Eine absolute Leseempfehlung und 5 Punkte.

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Unerfüllte Liebe

Die Tochter der Bettlerin von Nora Berger

Die Tochter der Bettlerin, Historienroman von Nora Berger, 490 Seiten, erschienen im Tinte & Feder-Verlag.
Eine bewegende Geschichte über den Leibgardisten Friedrichs des Großen und zwei starke Frauen.
1747 in Berlin, Anna die Tochter einer Bettlerin flieht, als ihre Mutter und deren Freund sie zur Prostitution zwingen wollen.

Sie landet als Magd bei der Familie derer zu Trenck. Der älteste Sohn Friedrich ist Leibgardist bei Friedrich II, dem Großen. Hoffnungslos verliebt Anna sich in Fritz, doch der hat nur Augen für die Schwester des Königs, Prinzessin Amalie. Er benutzt Anna in ihrer Verliebtheit als Überbringerin der amourösen Botschaften. Als der König von der unstandesgemäßen Liaison erfährt lässt er von Trenck einkerkern. Als Mann verkleidet dient sie in der preußischen Armee und begibt sich schließlich in noch größere Gefahr: Auch wenn Trenck ihre Liebe womöglich nie erwidern wird, will sie ihm helfen.
23 lange Kapitel, in einzelne Leseabschnitte eingeteilt, gliedern das Buch. Einzelne Erzählstränge enden in spannenden Situationen, sodass man das Buch gar nicht aus der Hand legen will. Deftige, lebhafte Dialoge, die sich der Zeit anpassen. Nora Berger schreibt bildhaft und detailliert und verbindet so geschickt historische Tatsachen mit fiktiver Erzählung. Die Handlung die sich am Anfang etwas zieht, bis die verschiedenen Figuren eingeführt sind, wird zur Mitte immer spannender um in einem aufregenden Finale zu enden. Bei der Lektüre darf man es mit historischen Details nicht so genau nehmen. Die Geschichte hat mich zu einer genaueren Recherche über die Zeit Friedrich des Großen, seiner Schwester Amalie und der Lebensgeschichte Friedrich von Trencks animiert. Die Figuren sind hervorragend charakterisiert, obwohl sie nicht alle sympathisch sind. Anna die Protagonistin ist mir mutig, stark und doch etwas naiv vorgekommen die Sache mit dem verschwundenen Medaillon hätte sie Henriette getrost anvertrauen können. Prinzessin Amalie war meine Lieblingsperson, aufrichtig und treu. Fritz von Trenck war in meinen Augen ein Hasardeur und sehr egoistisch, von seiner Liebe zu Amalie abgesehen. Wie er am Ende mit Anna umgegangen ist, hat ihn in meinen Augen völlig unsympathisch gemacht. Überhaupt nicht leiden konnte ich Johann, der hoffentlich seine gerechte Strafe bekam. Friedrich II ist gut beschrieben worden, ein Schöngeist und Künstler, zu recht der „Große“ genannt, war im Privatleben wohl eher unglücklich. Eines hat m. M. jedoch gefehlt. Die Kräuterfrau bei der Anna ihre Tochter zurückließ, da hat sich noch eine Verwicklung angekündigt die nicht zu Ende geführt wurde.
Die Lektüre hat mir Spaß gemacht, wer nicht unbedingt Wert auf Authentizität legt, bekommt mit diesem Buch gute Unterhaltung und ein Stück deutsche Geschichte geliefert. Die Spannung war besonders am Schluss gut aufgebaut und nie langweilig. Dafür von mir 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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